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INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 14. MAI 2020)

14.05.2020 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 14. MAI 2020)

GABRIEL BACQUIER GESTORBEN

Gabriel Bacquier (5/5) : "C'est le côté familial qui est pour moi ...
Gabriel Bacquier. Copyright: Bacquier

Gabriel Bacquier (17 May 1924 – 13 May 2020) was a French operatic baritone. One of the leading baritones of the 20th century and particularly associated with the French and Italian repertories, he was considered a fine singing-actor equally at home in dramatic or comic roles.

Obituary
Legendary Baritone Gabriel Bacquier Passes At 95
https://operawire.com/obituary-legendary-baritone-gabriel-bacquier-passes-at-95/

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OSTRAWA: „Der Raub der Lucretia“ von B. Britten geht einmalig morgen, Donnerstag, den 14. Mai um 18:30 Uhr online.


Photo ©️ Martin Popelár

Das Nationaltheater Ostrau überträgt lediglich an diesem Abend Benjamin Brittens Oper, in der Thomas Weinhappel 2017 als Tarquinius und Janja Vuletic als Lucretia zu hören sind.

Inszenierung Jiří Nekvasil; Dirigent Ondřej Vrabec; Chor und Orchester des Nationaltheaters Ostrau (CZ);

Male Chorus Jorge Garza, Female Chorus Eva Dřízgová-Jirušová, Collatinus Martin Gurbaľ, Junius Lukáš Bařák, Bianca Markéta Cukrová, Lucia Veronika Rovná Holbová

Den direkten Link zum Britten-Abend findet man am 14.5.2020 auf http://www.thomasweinhappel.com/index.php/de/news/55-anti-corona.

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Morgen Freitag beim Online-Merker:

Wir sind voll ausgebucht (kein Kunststück bei diesen strengen Vorgaben), können daher keine Anmeldungen mehr annehmen. Wer sich gestern angemeldet hat, ist dabei!

Nach Möglichkeit (Wetter) lassen wir jedoch die Türe zum Gehsteig offen!

Programm (dazu G.G.:

Wir lassen “Nachtstück” und “Lied des Verfolgten im Turm” weg. Haben aber noch 2 ev. 3 Loewe-Balladen und, wenn nötig/erwünscht Wotans Abschied als Zugabe.

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Oper Köln: Der letzte Ritter: Zum Tod von Claudio Nicolai

52611755 - NICOLAI, Claudio Autogramm Opernsaenger FOTO KEINE AK ...

Im März vergangenen Jahres durften wir ihm anlässlich seines 90. Geburtstags noch Glückwünsche von Köln in das ferne La Palma senden. Nun, in den frühen Morgenstunden des 11. Mai, ist Claudio Nicolai, der langjährige Bariton der Oper Köln, in seinem Haus auf den Kanaren, wo er sich, inmitten von eigenen Plantagen, gemeinsam mit seiner Frau drei Jahrzehnte lang ein privates Glück weit weg von der Bühne der Öffentlichkeit geschaffen hatte, friedlich entschlafen.

Die Anzahl der Vorstellungen, die dieser herausragende Sänger in der Zeit seiner Kölner Ensemblemitgliedschaft von 1964 bis 1989 am Offenbachplatz absolviert hat, beläuft sich auf die aus heutiger Sicht schier unglaubliche Ziffer von etwa 1100 – fast immer als zentraler Protagonist. Wenn man sich diese astronomisch hohe statistische ‚Ausbeute‘ aus heutiger Sicht bewusst macht, nimmt sich die Erinnerung an diesen bedeutenden Bühnenkünstler und seine Verbindung mit der Kölner Oper umso mehr wie der ferne Blick in eine theaterhistorisch (bundesweit) längst vergangene Epoche aus – ganz unabhängig von den allerorten entzündeten Bühnensanierungs-Diskussionen und der neuen Realität einer „Corona-Krise“: In den Jahren, in denen Claudio Nicolai dem Haus angehörte, spielte die Oper Köln mit dem Gürzenich-Orchester Köln quasi täglich, das Ganze bei ständig wechselndem Repertoire, und im Karriereverständnis von Sängerinnen und Sänger wurde, allen internationalen Verlockungen zum Trotz, die Ensembletreue generell groß geschrieben. Publikumsliebling Claudio Nicolai verkörperte dabei, als ein ‚Primus inter Pares‘ innerhalb der hochkarätigen Sängerriege des Kölner Ensembles, so etwas wie den Typus des ‚noblen Grandseigneurs‘.

Zu der Vielzahl an Rollenaufgaben, die er an der Oper Köln – stets mit der ihm eigenen ‚Gentleman-Aura‘ und dem feinen Nervenkostüm eines begnadeten Darstellers – ausfüllte, zählte neben den obligaten Mozart-Partien wie „Figaro“-Graf, Papageno, Guglielmo, Don Alfonso und Don Giovanni nahezu alles, was der Spielplan jener Jahrzehnte an (Kavaliers-)Bariton-Partien vorsah: Rossinis Figaro und Dandini, Donizettis Belcore und Malatesta, Cimarosas Graf Robinsone und Corbolone, Lortzings Graf von Eberbach, Ottone in Händels „Agrippina“, Tschaikowskys Eugen Onegin und Fürst Jeletzky, der Minnesänger Wolfram von Eschenbach in „Tannhäuser“, Albert in Massenets „Werther“, der Sekretär in Henzes „Der junge Lord“, schließlich auch der Gutsbesitzer Mandryka in „Arabella“, Amfortas in „Parsifal“, und vieles andere mehr, bis hin zum Kriegsheimkehrer Odysseus in Monteverdis „Il ritorno d’Ulisse in patria“. Mit der letztgenannten Partie, in der viel gerühmten Inszenierung des damaligen Intendant Michael Hampe, verband sich für ihn dann auch seine letzte Kölner Premiere.

Ein geschmeidiger Interpret war das Showtalent Nicolai auch in den Bereichen Operette und Musical, etwa als Frauenfreund Boccaccio in von Suppés gleichnamiger Operette, als spürbar blaublütiger Bonvivant Graf Danilo in „Die lustige Witwe“, Eisenstein und Falke in „Die Fledermaus“, Gott der Unterwelt Pluto in Jacques Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“ oder – in den 1970ern, mit dem Wiener ‚Import‘ Dagmar Koller an der Seite – als Professor Higgins in „My Fair Lady“. Was das Unterhaltungs-Genre betraf, erwies er sich darüber hinaus in den seinerzeit so beliebten ‚Operettenland-Potpourri‘-Fernsehsendungen als ein ausgesprochen telegener Vertreter seines Fachs.

Das Zentrum seines langen, erfüllten Wirkens bildete jedoch das Kölner Opernhaus am Offenbachplatz. So war er über zweieinhalb Jahrzehnte lang ein Fixstern der Kölner Oper.

Von seiner Interpretation des jungen Matrosen Billy Budd, der sich in seinen letzten Lebensstunden, in Ketten seine Hinrichtung erwartend, unter dem nächtlichen Sternenhimmel der eigenen Endlichkeit bewusst wird, war unter Kölner Opernfreunden auch noch Jahre nach dieser Kölner Erstaufführung der gleichnamigen Oper von Benjamin Britten immer wieder die Rede. Und noch von vielem anderen: Das Duett Papageno-Pamina etwa – „Bei Männern, welche Liebe fühlen“ in Mozarts „Die Zauberflöte“ – klang für Viele von denen, die dabei waren, in späteren Aufführungen niemals mehr so wahrhaftig wie seinerzeit im Aufeinandertreffen von Claudio Nicolai mit der unvergessenen Ensemblekollegin Lucia Popp unter dem Dirigat von István Kertész. Eine der für ihn sicherlich biografisch wichtigsten Partien: In der bahnbrechenden Uraufführung von Bernd Alois Zimmermanns „Die Soldaten“ 1965, einem der wichtigsten Ereignisse der Kölner Operngeschichte, verkörperte Nicolai den aufrechten Gewissensmenschen Stolzius – jenen von seiner Braut Marie verlassenen Tuchhändler, der sich in einer von Verrohung und Zynismus ‚verseuchten‘ Welt nicht anders zu helfen weiß, als mit Gift zum Rächer an einem gewissenlosen Vergewaltiger zu werden.

Mit der moralischen Dimension solcher Rollenaufgaben, bei denen existenzielle Grenzsituationen zu skizzieren waren, nahm es Claudio Nicolai sehr ernst. Zweifellos hatten daran auch jene frühen biografischen Erfahrungen ihren Anteil, die er – mit dem Geburtsjahrgang 1929 – als Vertreter seiner Generation hatte machen müssen: Für ihn – als einen im Dritten Reich aufgewachsenen Menschen, dessen Vater darüber hinaus als deutscher Admiral im Zweiten Weltkrieg eine wesentliche militärische Funktion ausgeübt hatte – bedeutete, zum Ende der 1940er-Jahre, die Hinwendung zur Theaterwissenschaft und schließlich zum Gesang und zur Bühne nichts weniger als sein persönlicher Schritt in die Freiheit, hinein in eine ‚ganz andere‘ Zukunft. Seinen Künstlernamen wählte er sich dabei von jenem Komponisten des 19. Jahrhunderts, Otto Nicolai, in dessen heiterer Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“ er später in Köln häufig den Herrn Fluth singen sollte. Die künstlerische Berufswahl war eine Lebensentscheidung, die es ihm möglich machte, seine Liebe zur Bühne auszuleben und sich dabei zugleich der Vermittlung zeitlos gültiger, geistiger Werte zu verschreiben. In der Beschäftigung mit seinen Partien und im Reflektieren dessen, was er ‚da tat‘, war er denn auch bis zum Ende seiner Laufbahn geradezu skrupulös gewissenhaft. Claudio Nicolai war ein Künstler mit hohem ‚Ethos‘. Seine Schülerinnen an der Kölner Musikhochschule, wo er bis in die 1990er-Jahre hinein eine Professur wahrnahm, profitierten in seinem Falle insofern nicht nur von seinem Wissen um den Gesang, sondern auch von seiner vorbildhaften künstlerischen Auffassung und menschlich großzügigen Haltung. In ihm vereinte sich der moderne Mensch mit dem ‚Kavalier alter Schule‘. Er war ein Ritter Lancelot, dem man nachsagt, des Grals ansichtig geworden zu sein, und der dabei nicht verweilte, sondern weiterzog. Nun hat sich der magische Kreis geschlossen.

Die Laufbahn Claudio Nicolais verdeutlicht es: Zum nachhaltig wirkungsvollen Medium, zu einem wirklich großen Sänger wird der Interpret nicht allein durch Stimme – es bedarf darüber hinaus des Charakters und des Inhalts. Letzteren kann man – in ganz besonderen Fällen, mit viel Glück – auch als ‚Botschaft‘ bezeichnen.

Die Opernwelt trauert um Claudio Nicolai, einen ihrer edelsten Botschafter.

Seiner Ehefrau Carmen, seinen Söhnen und der ganzen Familie gilt in diesen Stunden unsere Verbundenheit und Anteilnahme.

Georg Kehren, Chefdramaturg der Oper Köln

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GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK 14. – 20. MAI 2020

Sony DAB tragbares Radio XDR-P1DBP - DAB/DAB+/FM - Mono - schwarz

(Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern bezieht sich ausschließlich auf die untenstehenden Sender). Kurzfristige Programmänderungen der Sender vorbehalten!
Alle Zeiten MEZ.

14.5. DER TEUFEL AUF ERDEN (aus Chemnitz, Aufnahme v. 29.4.2019) BBC 3-15 Uhr
16.5. LES HUGUENOTS (aus Nürnberg, Aufnahme v. 15.6.2014) Bayern 4-19.05 Uhr
KATJA KABANOVA (aus New York, Aufnahme v. 25.12.2004) Deutschlandradio- 19.05 Uhr
GUILLAUME TELL (aus Wien, Aufnahme v. 22.9.2005) ORF Ö1-19.30 Uhr
MARIA STUARDA (aus New York, Aufnahme v. 19.1.2013) BBC 3-19.30 Uhr
OBERTO (aus Giessen, Aufnahme v. 1.12.2012) HR 2-20.04 Uhr
BENVENUTO CELLINI (aus London, Aufnahme v. 25.8.2019) RAI 3-20.30 Uhr
17.5. L’OLIMPIADE (aus Herne, Aufnahme v. 11.11.2018) WDR 3-20.04 Uhr

EMPFANGSMÖGLICHGKEIT ÜBER DAS INTERNET
ORF – Ö 1 http://oe1.orf.at/
Bayern 4 https://www.br-klassik.de/index.html
HR 2 http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/
WDR 3 http://www1.wdr.de/radio/wdr3/index.html
SWR 2 http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/otnbb1/index.html
Deutschlandradio http://www.deutschlandradiokultur.de/startseite.197.de.html
RAI 3 http://www.radio3.rai.it/dl/radio3/programmi/PublishingBlock-61ab4215-547b-4563-8b1f-8932531e5469.html
Radio Suisse R. https://www.rts.ch/
Radio 4Hilversum https://www.nporadio4.nl/gids-gemist
VRT Klara http://www.klara.be/
RNE Clasica Madrid http://www.rtve.es/radio/radioclasica/programacion/
MET-Stream http://www.metopera.org/Season/Radio/Free-Live-Audio-Streams/
BBC 3 http://www.bbc.co.uk/radio3/programmes/genres/music/classical/opera/all
France Musique https://www.francemusique.fr/opera

Das sind jene Sender, die regelmäßig Opernübertragungen senden. Sollten unseren Lesern noch andere derartige Sender bekannt sein, dann bitten wir um Bekanntgabe inkl. Internetadresse.

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Die 15. St.Galler Festspiele finden nicht statt

Die St.Galler Festspiele finden dieses Jahr nicht statt. Zu diesem schmerzhaften Entscheid sieht sich Konzert und Theater St.Gallen gezwungen. Denn der Fahrplan in Richtung Normalität nach der Corona-Pandemie erlaubt es leider nicht, von einem geregelten Probenbetrieb innerhalb der dafür notwendigen Frist ausgehen zu können. Ebenso bleibt die Planungsunsicherheit bezüglich Veranstaltungen mit unter 1000 Besucherinnen und Besuchern bestehen, und die Frage der Öffnung der Grenzen ist weiterhin offen. «Damit hat sich die letzte Hoffnung zerschlagen, dieser Ausnahmesaison doch noch zu einem künstlerisch würdigen Abschluss verhelfen zu können. Das tut uns leid für unser treues Publikum, für unsere Partner und für die Künstlerinnen und Künstler», sagt Werner Signer, der Geschäftsführende Direktor von Konzert und Theater St.Gallen.

Eine integrale Verschiebung auf das kommende Jahr ist wegen der langfristigen Planung der Festspiele nicht möglich, das Programm der St.Galler Festspiele vom Sommer 2021 ist bereits fixiert. Hingegen wird geprüft, ob einzelne Programmteile allenfalls in zwei Jahren in die Festspiele integriert werden können.

Seit 2006 bilden die St.Galler Festspiele den krönenden Abschluss der Konzert- und Theatersaison, der jeweils Tausende von Kulturinteressierten aus der näheren und weiteren Umgebung anzieht und international renommierte Künstlerinnen und Künstler nach St.Gallen bringt. Die Vorfreude war deshalb auch diesmal auf allen Seiten gross. Die Verantwortlichen hielten sich die Option auf die Durchführung bis zuletzt offen, auch nachdem die reguläre Spielzeit im Theater und in der Tonhalle abgebrochen werden musste und die Festspieloper aus planerischen Gründen vorzeitig vom Klosterhof ins Theater verlegt worden war.

Die 15. St.Galler Festspiele hätten vom 26. Juni bis zum 10. Juli 2020 stattfinden sollen. Mit ihrer Absage wartet Giuseppe Verdis Oper Stiffelio weiter auf ihre St.Galler Erstaufführung, ausserdem kann das Tanzstück Gegen den Strom des bulgarischen Choreografen Dimo Kirilov Milev nicht realisiert werden. Das Motto des Konzertprogramms lautete Spielarten der Liebe.

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INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Das passiert, wenn man in der Wohnung trainiert!


Bitte untenstehenden Link anklicken

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KÜNFTIG NUR NOCH MIT MIKROPORTS?

Sandra Warnung: Liebe Online-Merker-Leser,

noch ein Interview mit Intendant Anselm Weber, diesmal von der FAZ. Die Themen sind eine Woche später schon wieder anders gelagert! Lg S.W.

Aber ob zum Beispiel auf der Bühne laut gesprochen werden darf, das wissen wir noch gar nicht.

Heißt das, dass wir bis auf weiteres nur noch Schauspieler mit Mikroports erleben?

Mikroports zu benutzen ist auch nicht ganz ungefährlich, weil sie von unterschiedlichen Personen in die Hand genommen werden. Es ist tatsächlich so: Wir drehen jeden Stein um und prüfen, was noch möglich ist und was nicht. Kein einfacher Vorgang.

Außerdem gab es keinen Ärger mit ausgefallenen Gagen:

Es hat an einigen Theatern Ärger gegeben wegen der Gagen, hat das Schauspiel Darsteller für ausgefallene Proben und Aufführungen bezahlt?

Ärger gab es bei uns überhaupt nicht. Wir haben eine sehr kulante Lösung gefunden, 100 Prozent für Proben im März, 50 Prozent für Proben im April, ansonsten sind seit dem 12. März alle Abendgagen zu 50 Prozent erstattet worden. Und was ganz wichtig ist: Wir sind eines der ganz wenigen Theater, die auch die Autoren unterstützen und Tantiemen an die Verlage zahlen. An die Autoren denkt erstaunlicherweise niemand.

https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/kultur/schauspiel-intendant-amselm-weber-ueber-corona-folgen-16765477.html

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Peter Piot: „Ohne einen Coronavirus-Impfstoff werden wir nie wieder normal leben können“

Peter Piot äußert sich in der Öffentlichkeit jetzt vehement. Er ist Berater von Ursula von der Leyen. – z.B.:

https://www.welt.de/vermischtes/plus207946977/Peter-Piot-Ohne-einen-Coronavirus-Impfstoff-werden-wir-nie-wieder-normal-leben-koennen.html

Wer ist Peter Piot? – … a Senior Fellow at the Bill & Melinda Gates Foundation:

https://www.lshtm.ac.uk/aboutus/people/piot.peter

Im youtube-Kanal von Bill Gates vom 29.04.2019: Bill Gates’s Heroes in the Field: Dr. Peter Piot

https://www.youtube.com/watch?v=Zm8zDD717DY

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CORONA-SITUATION IN FRANKREICH

Corona in Frankreich: Das solltet ihr wissen - Mein Frankreich

Einer unserer treuen Leser schrieb heute  und schildert die Zustände in Frankreich. Ich denke, dass es auch angesichts dieser Zustände besser ist, wenn ich den Namen des Informanten nicht publiziere, obwohl er mir natürlich wohlbekannt ist

Sie können sich gar nicht vorstellen, mit welcher Freude ich jeden Tag ihre Berichterstattung lese – denn in Frankreich ist die Situation noch viel extremer als in Österreich. Und von den Intellektuellen und Künstlern hört man so gut wie gar nichts – auch weil die Medien zu 99 % der Regierung nahe stehen und täglich alle Schreckensbotschaften verbreiten, die die jetzige Regierung nötig hat, um ihr völliges Versagen in dieser Krise zu kaschieren. Macron war noch zu Anfang der Krise – wo schon seit vier Monaten die Streiks liefen – einer der unbeliebtesten Präsidenten je, doch als er in einer Fernsehrede sechsmal ausrief « Wir sind im Krieg » stieg seine Beliebtheitsgrad um 15 % in einer Stunde.

Ein eingeschüchtertes und in Panik versetztes Volk (« bald vielleicht 1 Millionen Tote ») lässt sich seiner Freiheit berauben (das Parlament wurde quasi eingestellt) und will einen starken Herrscher, der uns sagt, dass wir 1 Stunde spazieren gehen dürfen und uns nur 1 km von unserem Wohnort entfernen dürfen unter ganz präzisen Bedingungen (man musste jedes Mal wenn man seine Wohnung verließ, sei’s auch nur für 10 m, einen « Ausweis » ausfüllen und bei sich tragen, mit Adresse, Geburtsdatum und „wichtigem Grund“ warum man seine Wohnung verlässt). Es wurden 1 Million Strafzettel verteilt, auch an eine 88-jährige Frau, die alleine in ihrem Stuhl vor Ihrer Haustür in der Sonne saß (das war verboten!), oder an einer meiner Nachbarn, der anderthalb Kilometer auf dem Fahrrad fuhr um Blumen zu kaufen, die man in Paris quasi nirgendwo mehr finden konnte (nur Lebensmittelläden und Apotheken waren geöffnet). Urteil des Polizisten : „Blumen sind nicht essenziell » – 135 € Strafe !

Die wenigen Intellektuellen & Philosophen, die eine kritische Meinung dazu äußern wollten (die meisten haben es gar nicht einmal gewagt), mussten dies auf dem Internet oder im Ausland tun. Mit das beste was ich Dank sei Ihnen und dem Online Merker in dieser Situation gelesen habe, war – fand ich – die Stellungnahme von Nikolaus Bachler in München am 24. April. Ich fand seine Worte so toll – genau das was ich von einem Intellektuellen und Künstler in so einer Situation and Abstand und kritischer Refkektion erwarte – dass ich sie an mehrere Leute hier in Paris weitergeleitet habe mit der Frage „und was sagt man in Frankreich ? ». Sie können sich gar nicht vorstellen mit was für Reaktionen ich dann konfrontiert wurde : « Will der Herr vielleicht, dass wir die Theater öffnen? Und die neuen Toten ?? » etc

Die genauen Todeszahlen Frankreich je nach Stadt und Ort waren ein « Staatsgeheimnis » und wurden erst jetzt, beim Ende des kriegsähnlichem Lockdown verkündet. Um zu erklären, warum jetzt in den roten Zonen (Paris und der Nord Osten des Landes) ähnlich drastische Einschränkungen weiterbleiben, während in den grünen Zonen (zwei drittel des Landes) größere Freiheit herrschen wird. So lesen wir, dass in Paris seit dem 1. März 1560 Leute „an Corona“ gestorben sind (Altersheime inbegriffen). Das ist für mich « ein halbvoller Saal der Opéra Bastille », eine « schlechte Vorstellung » und kein einleuchtender Grund, um eine ganze Stadt, ein ganzes Land und den ganzen Kulturbetrieb stillzulegen – wahrscheinlich für mindestens ein halbes Jahr… Aber so etwas darf ich nicht laut sagen, Ich bekomme ja schon Kritik von Unbekannten auf der Straße, weil ich ohne Schutzmaske spazieren gehe. In der U-Bahn oder im Bus trage ich die natürlich wohl, aber die darf ich sowieso als Freischaffender nur kaum benutzen : zu den Stoßzeiten nur mit einem schriftlichen Attest des Arbeitgebers, mit Angabe des „wichtigen Grundes und Uhrzeit » – sonst 600 Euro Strafe !

Ich lese jetzt zum allerersten Mal seit Monaten über ein live-Konzert. Bei Ihnen und mit Günther Groissböck. GANZ TOLL !

Ich schicke Ihnen beiden alle meine Achtung für diese Pionier-Initiative und bitte grüßen Sie Günther Groissböck ganz herzlich von mir. Er wird sich wahrscheinlich nicht mehr an mich erinnern : Ich habe im Juni 2013 ein Interview mit ihm gemacht.

Ich werde Freitag an Sie denken und in Gedanken dabei sein

Mit sehr freundlichen Grüßen an Sie beide – und bitte machen Sie weiter so

Name der Redaktion bekannt

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Riga Jurmala Music Festival 2020 entfällt, Gedenkkonzert für Mariss Jansons und neugegründete Music Academy finden weiterhin statt

Lange lettische Wochenenden: Spitzenorchester beim Riga-Jurmala ...
Foto: Jelena Spasova

Das Riga Jurmala Music Festival wird 2020 aufgrund der Covid-19 Pandemie entfallen. Die neugegründete Riga Jurmala Academy bleibt davon jedoch unberührt und wird online fortgesetzt, um jungen und talentierten Musikern aus aller Welt weiterhin die Gelegenheit zu bieten, sich künstlerisch weiterzuentwickeln. Im Rahmen des Programmes nehmen sie an Meisterkursen mit weltbekannten Künstlern teil, die bereits beim Festival aufgetreten sind oder dieses Jahr hätten auftreten sollen. Nach dem Erfolg der ersten Kurse mit Flötistin Natalie Schwaabe und Cellist Lionel Cottet (beide Stimmführer des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks) weitet die Akademie das Programm auf eine Reihe neuer Meisterkurse aus, die in Kürze bekanntgegeben werden.

Darüber hinaus ist die Aufzeichnung einer internationalen Fernsehsendung zur Ehrung des Vermächtnisses von Mariss Jansons geplant. Obwohl sich das Projekt noch im Anfangsstadium befindet, haben die vier ehemals von Jansons geleiteten Orchester – das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Oslo Philharmonic Orchestra, das Pittsburgh Symphony Orchestra sowie das Royal Concertgebouw Orchestra – bereits ihre Beteiligung zugesichert. Neben den vier Orchestern sind Auftritte lettischer Künstler sowie Beiträge zur Lebensgeschichte von Mariss Jansons vorgesehen. Weitere Einzelheiten zu der audiovisuellen Hommage werden bekannt gegeben, sobald sie verfügbar sind.

„Auch wenn uns die Absage der zweiten Saison des Festivals nicht leicht gefallen ist, war es unter diesen unglücklichen Umständen die richtige Entscheidung“, so Zane Culkstena, Executive Director des Riga Jurmala Music Festivals. „Nichtsdestotrotz schauen wir weiterhin optimistisch in die Zukunft und hoffen, dass unsere neuen Initiativen – die Online Music Academy und die im Fernsehen übertragene Hommage an Mariss Jansons – die Zahl der Freunde unseres Festivals, die nächsten Sommer nach Riga und Jurmala kommen werden, nur noch vergrößern werden.”

Das Programm für 2021 wird im Spätsommer bekanntgegeben.

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Parnassus Arts Productions erlaubt sich mitzuteilen, daß die Neuveröffentlichung der CD GISMONDO, RE DI POLONIA, Oper von Leonardo Vinci, mit einem luxuriösen Booklet ab sofort in unserem neuen Webshop erhältlich und unter →  www.parnassus-shop.com zu bestellen ist.

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