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INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 10. DEZEMBER 2020)

10.12.2020 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 10. DEZEMBER 2020)

HEUTE AUS DER WIENER STAATSOPER: »Werther« im Live-Stream


Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Jules Massenet
WERTHER
Drame lyrique in vier Akten
Musikalische Leitung: Bertrand de Billy
Inszenierung: Andrei Serban
Mit u.a. Piotr Beczala, Gaëlle Arquez, Clemens Unterreiner, Daniela Fally

Innerhalb Österreichs 

10. Dezember um 19.00 Uhr live auf play.wiener-staatsoper.at und am 10. Jänner auf ORF III

Außerhalb Österreichs 

10. Dezember um 19.00 Uhr live auf: 

www.mezzo.tv/en 
www.medici.tv/en/operas/massenets-werther/

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INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Lisette Oropesa backstage bei der Scala-Gala

Lijo
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Giorgio Armani entwarf die Scala Robe für Marianne Crebassa

Acre
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HEUTE in St. Petersburg: NABUCCO mit Gergiev; Serjan, Domingo

Guter Geschäftsgang bei Domingo!

Dop
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Neapel: Mozart und Belcanto Gala 10.12.2020 stream bis inkl 13.12.2020

Derz
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GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK – 10. – 16. DEZEMBER 2020

(Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern bezieht sich ausschließlich  auf die untenstehenden Sender). Kurzfristige Programmänderungen der Sender vorbehalten!
Alle Zeiten MEZ.

Tragbares Radio AE5020B/12 | Philips
12.12. DER VAMPYR (aus Utrecht, Aufnahme v. 15.2.1990) Radio 4Hilöversum-19 Uhr
TANCREDI (aus Beaure, Aufnahme v. 22.7.2017) RNE Classica Madrid-19 Uhr
ALADIN (aus Braunschweig, Aufnahme v. 10.3.2017) Deutschlandradio-19.05 Uhr
FIDELIO (aus London, Aufnahme v. 3.3.) ORF Ö1-19.30 Uhr
FALSTAFF (aus London, Aufnahme v. 19.7.2018) BBC 3-19.,30 Uhr
FIDELIO-URFASSUNG (aus Wien, Aufnahme v. 1.2.) France Musique-20 Uhr
LA TRAVIATA (aus Bordeaux, Aufnahme v. 27.9.) HR 2-20.04 Uhr
13.12. PASSIONNÉMENT (Live aus München) Bayern 4-20.30 Uhr
15.12. DAS VERRATENE MEER (aus Wien, Aufnahme v. 14.12.) ORF Ö1-19.30 Uhr

EMPFANGSMÖGLICHGKEIT ÜBER DAS INTERNET
ORF – Ö 1 http://oe1.orf.at/
Bayern 4 https://www.br-klassik.de/index.html
HR 2 http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/
WDR 3 http://www1.wdr.de/radio/wdr3/index.html
SWR 2 http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/otnbb1/index.html
Deutschlandradio http://www.deutschlandradiokultur.de/startseite.197.de.html
RAI 3 http://www.radio3.rai.it/dl/radio3/programmi/PublishingBlock-61ab4215-547b-4563-8b1f-8932531e5469.html
Radio Suisse R. https://www.rts.ch/
Radio 4Hilversum https://www.nporadio4.nl/gids-gemist
VRT Klara http://www.klara.be/
RNE Clasica Madrid http://www.rtve.es/radio/radioclasica/programacion/
MET-Stream http://www.metopera.org/Season/Radio/Free-Live-Audio-Streams/
BBC 3 http://www.bbc.co.uk/radio3/programmes/genres/music/classical/opera/all
France Musique https://www.francemusique.fr/opera

Das sind jene Sender, die regelmäßig Opernübertragungen senden. Sollten unseren Lesern noch andere derartige Sender bekannt sein, dann bitten wir um Bekanntgabe inkl. Internetadresse.
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STAATSOPER STUTTGART: Fortsetzung folgt: Wer ist Wir?

 Das Programm der Staatsoper Stuttgart  von Februar bis Juli 2021

  • Fünf Premieren, u.a. Jesus Christ Superstar und Johannes-Passion
  • Frühjahrsfestival „Wer ist wir?“
  • Staatsorchester unterwegs in der Stadt, Sinfonie- & Kammerkonzerte
  • Junge Oper im Nord macht den Februar zum Familienmonat und zeigt zwei Uraufführungen

Die Frage nach einem vielschichtigen „Wir“ beschäftigt die Staatsoper Stuttgart auch in der zweiten Saisonhälfte: Im Rahmen der heutigen Pressekonferenz der Staatstheater Stuttgart gaben Opernintendant Viktor Schoner, die Leiterin der Jungen Oper im Nord (JOiN) Elena Tzavara und Generalmusikdirektor Cornelius Meister das Programm für den Zeitraum Februar bis Juli 2021 bekannt. Im zweiten Teil der Saison 2020/21 kommen insgesamt fünf Musiktheater-Premieren, zwei Produktionen aus dem Repertoire, vier konzertante Opern sowie diverse Sonderformate zur Aufführung. Das JOiN macht den Februar zum Familienmonat und plant vier Premieren, darunter zwei Uraufführungen. Die Musikerinnen und Musiker des Staatsorchesters Stuttgart werden neben den Sinfonie- und Kammerkonzerten das Frühjahrsfestival Wer ist wir? zentral mitgestalten. Singer-Songwriter und Produzent Max Herre kehrt als Artist in Residence an die Staatsoper zurück.

„Während der öffentliche Diskurs vor allem ein Thema kennt, entwickelten wir für das Frühjahr 2021 Projekte mit den Künstler*innen, mit denen wir ja vor Jahren ganz andere Verabredungen getroffen hatten. Entstanden ist ein Spielplan, der in der Kombination aus vielleicht unerwarteten musiktheatralischen Erkundungen wie bspw. Jesus Christ Superstar oder der Johannes-Passion, aus nachgeholten Premieren, konzertanten Opern und Repertoire, dem Mensch-Sein, der Frage „Wer ist wir?“ intensiv auf den Grund geht. Ich weiß nicht, ob wir relevant sein wollen für ein System – für das gemeinsame Mensch-Sein ist unsere Arbeit relevant, davon bin ich überzeugt“, so Intendant Viktor Schoner.

Premieren, Repertoire und konzertante Oper

Als zentrale Neuproduktion inszeniert Marco Štorman im März Jesus Christ Superstar / Miserere unter der musikalischen Leitung von André de Ridder. Der Regisseur stellt darin Andrew Lloyd Webbers Rock Opera neben Arvo Pärts Miserere. Ks. Matthias Klink wird die Rolle des Jesus übernehmen, Katherine Manley singt Mary Magdalene. Generalmusikdirektor Cornelius Meister dirigiert im April eine weitere Premiere: Ulrich Rasches Sicht auf Johann Sebastian Bachs Johannes-Passion. Der Regisseur und Bühnenbildner feiert mit Bachs Oratorium sein Comeback an den Staatstheatern und sein Debüt auf der Opernbühne. Zu erleben sind die Ensemblesänger Shigeo Ishino als Jesus und Moritz Kallenberg als Evangelist sowie Greer Grimsely als Petrus/Pilatus, gemeinsam mit dem Staatsopernchor. 

Zu den Premieren, die in diesem Jahr aufgrund der Pandemie verschoben werden mussten, gehören Verzauberte Welt mit Maurice Ravels Oper Das Kind und die Zauberdinge und seiner Märchensuite Ma Mère L’Oye, Jules Massenets Werther, sowie Juditha triumphans von Antonio Vivaldi. Verzauberte Welt feiert seine Premiere im Februar 2021 in einer Inszenierung von Schorsch Kamerun und unter der musikalischen Leitung von Dennis Russel Davies. Im März folgt Werther in der Regie von Felix Rothenhäusler. Als letzte Premiere der Saison bringt Regisseurin Silvia Costa mit Dirigent Stefano Montanari Juditha triumphans im Mai auf die Bühne.

Cornelius Meister wird in der zweiten Hälfte der Saison zudem drei konzertante Opern an verschiedenen Spielorten dirigieren: In Kooperation mit dem Forum am Schlosspark zeigt die Staatsoper Stuttgart Ariadne auf Naxos von Richard Strauss in Ludwigsburg – in der bewährten Besetzung der Saison 2019/2020 und mit Harald Schmidt als Haushofmeister. Giuseppe Verdis Falstaff kommt mit Lucio Gallo in der Hauptrolle im Opernhaus zur Aufführung und Der fliegende Holländer von Richard Wagner mit Simone Schneiders Debüt als Senta und Tomasz Konieczny als Holländer soll zum Ende der Saison in der Liederhalle Stuttgart erklingen. Eine weitere konzertante Opernaufführung, Giacomo Puccinis Madama Butterfly, wird die Dirigentin Oksana Lyniv leiten – in der Hauptrolle Elizabeth Caballero.

Aus dem Repertoire zeigt die Staatsoper Stuttgart neben Barrie Koskys Inszenierung von Mozarts Zauberflöte, die im Oktober dieses Jahres Premiere in Stuttgart feierte, im Sommer 2021 Johann Strauss‘ Die Fledermaus in der Regie von Philipp Stölzl.

Frühjahrsfestival „Wer ist wir?“ und Konzerte des Staatsorchesters

Die Dramaturgie, die Musiker*innen des Staatsorchesters und die ganze Staatsoper Stuttgart beschäftigen sich im Frühjahrsfestival im März und April als Reflexion über die Leitfrage „Wer ist wir?“ mit der kulturellen Diversität Stuttgarts. In Kooperation u.a. mit der Staatsgalerie Stuttgart, dem Kunstmuseum und dem Württembergischen Kunstverein treten verschiedene musikalische Traditionen in einen interkulturellen Dialog. Das Angebot reicht von einer Langen Nacht in den Stuttgarter Museen über die Uraufführung der Kinderoper HOLLE! bis hin zu Kammermusik, 1:1 Concerts und zwei Sinfoniekonzerten unter der Leitung von Cornelius Meister und Nicola Luisotti. Dafür begibt sich das Staatsorchester in die Stadt und erkundet neue Orte der Begegnung.

„Das Staatsorchester Stuttgart und ich brennen darauf, wieder für das Publikum zu spielen, denn die Begeisterung für die Musik eint uns. Wir spielen für Stuttgarter*innen jeden Alters, wir laden alle zu uns ein, aber wir gehen auch selbst in andere Stadtteile und an ungewöhnliche Orte, wir spielen Sinfoniekonzert-Programme, aber auch Stummfilmkonzerte und Kammermusik, wir musizieren mit Weltstars, und wir musizieren mit dem Landesjugendorchester Baden-Württemberg. Wir sind immer online für unsere Zuhörerinnen und Zuhörern da, aber vor allem und so oft es geht, sind wir mit ihnen im gleichen Raum: Sie hören und sehen uns direkt, wir spüren sie und geben für sie unser Bestes.“ so Generalmusikdirektor Cornelius Meister

In weiteren Sinfoniekonzerten sind die Dirigenten Gábor Káli, die Pianistin Gabriela Montero und der Violinist Renaud Capuçon sowie der Composer in Residence, Régis Campo, zu erleben. Mit insgesamt sieben Kammerkonzerte in verschiedenen Besetzungen im Mozartsaal der Liederhalle Stuttgart führt das Staatsorchester die intensive Pflege der Kammermusik fort. Cornelius Meister wird zudem eine Aufführung zu einem Stummfilm-Klassiker Charlie Chaplins mit dem Staatsorchester leiten.

JOiN – Junge Oper im Nord: „Familienmonat“ im Februar, Uraufführungen

Die Wiederaufnahme des Spielbetriebs soll im Februar 2021 mit einem „Familienmonat“ und Aufführungen von Die Zauberflöte, Verzauberte Welt und dem Familienkonzert Das Dschungelbuch gefeiert werden. Darüber hinaus plant das JOiN für die zweite Hälfte der Saison gleich zwei Uraufführungen: die Kinderoper HOLLE! von Sebastian Schwab (April) sowie das „Straßenoratorium“ Nesenbach der Komponistin Susanne Hinkelbein, welches gemeinsam mit einem eigens dafür zusammengestellten Stadtchor an acht verschiedenen Orten in Stuttgart aufgeführt wird (Juli).

Elena Tzavara, die künstlerische Leiterin des JOiN: „Kulturelle Bildung ist gerade in unserer jetzigen Krisenzeit von größter Bedeutung, um gesellschaftliche Teilhabe – auch über andere Kanäle – zu ermöglichen. Mit unseren digitalen Vermittlungsangeboten #joinusatschool und #joinusathome haben wir seit März nach neuen Wegen gesucht, um trotz der Kontaktbeschränkungen in einem gesellschaftlichen Austausch zu bleiben. Mit unserem Familienmonat Februar, dem Straßenoratorium Nesenbach und allen anderen mobilen und partizipativen Formaten erhoffen wir uns nun, auch wieder live und in Farbe soziale Anlässe zu stiften!“

Weitere Premieren feiert das JOiN mit der Tanzoper Les Enfants terribles (Kinder der Nacht) von Philip Glass (Juni) sowie der Produktion CRASH!, die das Film-Projekt Artus mit Musik von Nicholas Kok und Henry Purcell mit Claudio Monteverdis Il Combattimento di Tancredi e Clorinda vereint.

Neben Das Dschungelbuch im Opernhaus zeigt die Junge Oper Gold von Leonard Evers als Wiederaufnahme. Die Sitzkissenkonzerte finden ab Februar für Kinder zwischen 3 und 6 Jahren im Foyer der Spielstätte im Nord statt.

Weitere Konzerte und Spezialformate

Für den zweiten Teil der Saison 2020/21 plant die Staatsoper Stuttgart zahlreiche weitere Konzerte und Spezialformate. Die Gesprächsreihe Wer ist wir? versucht mit der Fragestellung die einzelnen Positionen des Spielplans miteinander zu verbinden und setzt jeweils zwei Gäste miteinander in Dialog, während der Liederabend Farges mikh nit jiddische Operettenlieder präsentiert und Revue und Bestandsaufnahme eines fast in Vergessenheit geratenen Genres zugleich ist. Kammersängerin Helene Schneiderman und Sopranistin Alma Sadé werden dabei von Barrie Kosky am Klavier begleitet.

Unter dem Titel Quälend süße Einsamkeit werden außerdem sechs Kurzfilme mit Musik von Claudio Monteverdi, Francesco Cavalli, Carlo Milanuzzi, Tarquino Merula, Benedetto Ferrari, Barbara Strozzi u.a. gezeigt. Darüber hinaus stellt sich das Internationale Opernstudio in verschiedenen Konzerten musikalisch vor. Im Juni 2021 schließt sich der thematische Bogen der Saison 2020/21 mit dem zweiten Teil des Konzerts Denk ich an Deutschland, dirigiert von Bernhard Kontarsky und unter der Leitung von Schorsch Kamerun. Artist in Residence Max Herre wird mit seiner Band Web Web an die Staatsoper zurückkehren.

 Unter folgendem Link finden Sie das gesamte Programm als PDF, Biografien der Künstler*innen sowie Fotos der Intendanten:

https://cloud.staatstheater-stuttgart.de/public/download-shares/vxdty9gQWiQfHtZFDFY8LImGJbzhlX1B

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ANKARA (Türkei): ERÖFFNUNG DER NEUEN KONZERTHALLE am 3.12.2020

Europa, im Dezember 2020: alle Opern, Theater und Konzertsäle sind geschlossen. Und man macht sich berechtigte Sorgen, um das Weiterbestehen dieser Institutionen, falls sie dann je wieder aufsperren sollten.

Überall, wirklich überall ? Nein, denn drüben in Asien, „hinten, weit, in der Türkei“ (Goethe) wurde soeben in der Hauptstadt Ankara – total antzyklischerweise, allen Viren dieser Welt zum Trotz – eine brandneue, riesige Konzerthalle eröffnet.

Es ist das erste, extra für diesen Zweck erbaute Gebäude in der türkischen Republik (bisher gab es nur dafür provisorisch adaptierte Lagerhallen, Speicher, etc.), und es hat aber auch schon eine schwierige Geschichte hinter sich. Der Spatenstich erfolgte nämlich bereits vor 28 Jahren, und seither stand (nicht zuletzt aufgrund der „Starrsinnigkeit“ der Architekten Semra und Özcan Uygur – wie offizielle Stellen hinter vorgehaltener Hand verlauten liessen – ein hässlicher Rohbau sinnlos in der Gegend herum.

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Foto: Robert Quitta

Als aber vor zwei Jahren ein neuer, parteiloser Kulturminister ins Amt kam – der hünenhafte, durchsetzungsfähige Tourismus-Unternehmer Mehmet Nuri Ezroy  – und gleich ordentlich Druck machte, ging plötzlich alles ganz schnell. Und somit fand jetzt endlich am 3.Dezember die langerwartete Eröffnungsgala statt.

Der in einem ehemaligen Eisenbahnindustrie-Viertel gelegene Bau ist architektonisch durchaus interessant und verhehlt seine Ambitionen nicht, ein „Landmark-Building“ zu sein (wie die Elbphilharmonie in Hamburg und die Neue Philharmonie in Paris). Er besteht aus einer gläsernen Halb-Pyramide als lichtspendendem Eingangsbereich, von dem man aus links und rechts in die beiden eier- oder igluförmigen Konzertsäle gelangt. Der große fasst 2200 Zuschauer, der kleine 600.

Aber nicht nur das Gebäude hat Ambitionen, sondern auch das Orchester, für das es gebaut wurde, erwartet sich von seiner neuen Heimstätte, dass es in Hinkunft in der weltweiten A-Liga mitspielen wird können.

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Foto: Robert Quitta

Das mag uns eingebildeten, hochnäsigen, aus der „Welthauptstadt der Musik“ stammenden Wienern etwas verwegen erscheinen. Wir vergessen dabei aber, dass das Cumhurbaskanligi Senfoni Orkestrasi’na (übersetzt Presidential Symphony Orchestra – wobei sich das Presidential nicht auf den derzeitigen Präsidenten, sondern auf den ersten Präsidenten der Türke, Kemal Atatürk, bezieht) eines der ältesten Orchester der Welt ist. Es wurde (natürlich unter anderem Namen) bereits 1826 (!) gegründet – und zwar von niemand Geringeren als dem älteren Bruder Gaetano Donizettis Giuseppe. Der für seine Verdienste (er lebte 28 Jahre lang in Istanbul, wo er auch begraben ist), eine osmanische Militärkapelle in die westliche Musik eingeführt zu haben, vom Sultan den Ehrentitel Donizetti Pascha verliehen bekam.

Einen kleinen Einblick in den damaligen west-östlichen Stil vermittelten die ersten beiden Stücke des Eröffnungskonzerts: die für Sultan Abdulmecid bzw. Sultan Abdulaziz (jeder Sultan bekam immer seine eigene Komposition) geschriebenen marschähnlichen Hymnen von Donizetti und seinem Nachfolger Carulli.

Wie ja überhaupt die türkischen Teile der vom jungen Chefdirigenten Cemi’i Can Deliorman geleiteten Gala die für den mitteleuropäischen Besucher interessanteren waren. Denn die von Angela Gheorgiou vorgetragene Habanera hatte man schon ein paar mal gehört, wie auch die berühmte Arie aus Ihrer Leib-und Magenoper „Adriana Lecouvreur“ (die wahrscheinlich deshalb gewählt wurde, weil in ihr ein Sultan vorkommt: “ Del Sultano Amurate“ ).

Auch das Mozart-Piano-Doppelkonzert, hier vorgetragen von den Zwillingsschwestern Güher&Süher Pekinel ist ja nicht gänzlich unbekannt.

Die türkischen Komponisten Ferit Tüzün, Ahmed Adnan Saygun und Ulvit Cemal Erkin hingegen sind für unsere Ohren total unbeschriebene Blätter – wenn auch zu Unrecht. Denn besonders Sayguns Ouvertüre zur ersten türkischen Oper „Özgoy“ und Erkins Köçekce-Suite machten großen Appetit auf mehr.

Insofern war das erste Eröffnungskonzert – auch wenn die Stimmung im covidbedingt nur zu einem Drittel besetzten Saal naturgemäss nicht überschäumend war – doch sehr faszinierend und inspirierend.

Deliorman plant übrigens für April ein neues Festival für zeitgenössische Musik – das erste seiner Art in der Türkei.

Und der toughe Kulturminister lässt – tatkräftig unterstützt von seinem Präsidenten, der offenbar kunstverliebter ist als unser Bundeskanzler – nicht locker: bereits im März soll die nächste Grossbaustelle – die neue Oper am zentralen Taksim-Platz in Istanbul – fertiggestellt werden. Wir sind gespannt !

Robert Quitta, Ankara

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Präsident Erdogan schreitet zur Eröffnung.  Und der toughe Kulturminister lässt – tatkräftig unterstützt von seinem Präsidenten, der offenbar kunstverliebter ist als unser Bundeskanzler – nicht locker: bereits im März soll die nächste Grossbaustelle – die neue Oper am zentralen Taksim-Platz in Istanbul – fertiggestellt werden. Foto: Robert Quitta

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Foto: Robert Quitta

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Foto: Robert Quitta

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SOFIA: PRESSEFOTOS DER „ELEKTRA-PRODUKTION

Zum nun ausführlichen Bericht über die ersten zwei Vorstellungen

https://onlinemerker.com/sofia-elektra-premiere-am-26-und-1-reprise-am-29-november-2020/ (von Klaus Billand)

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Foto: Svetoslav Nikolov

Chap2721 Kl
Foto: Svetoslav Nikolov

Chap2905 Kl
Foto: Svetoslav Nikolov

Chap2954 Kl
Foto: Svetoslav Nikolov

Chap2966 Kl
Foto: Svetoslav Nikolov
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WIEN/ Theater Jugend: Vorstellungsabsagen bis 7. Jänner, Spielplan Jänner 2021 und Online-Weihnachtserzählung

Leider müssen wir aufgrund behördlicher Auflagen weiterhin unsere Vorstellungen bis 7. Jänner 2021 absagen.

Wir freuen uns wirklich schon sehr, wenn wir Sie endlich wieder auf unseren Bühnen begeistern dürfen! Bis dahin proben wir weiterhin und bereiten für Sie unsere nächste Premiere von DER KLEINE DICKE RITTER von Robert Bolt in der Regie von Werner Sobotka mit dem neuen Premierendatum 8. Jänner 2021 16 Uhr für Kinder ab 6 Jahren im Renaissancetheater vor! Und für Jugendliche ab 11 Jahren zeigen wir ab 9. Jänner 2021 DIE ABENTEUER DES ODYSSEUS nach Homer von Michael Schachermaier im Theater im Zentrum. Die Premiere findet am 12. Jänner 19:30 Uhr statt.

DER KLEINE DICKE RITTER
Ab 6 Jahren
Vorstellungen: 8.-20.1.2021

Ritter Länglich ist ein ernsthafter kleiner Mann, etwas rundlich um die Leibesmitte, der seine Ritterschaft als Leidenschaft betrachtet. Er hat ein großes Herz und kann keinem Drachen etwas zuleide tun. Auf seiner Mission, einem gemeinen Alleinherrscher und Fiesling das Handwerk zu legen, helfen dem pflichtbewussten Tierfreund sein scharfer Verstand und viele neue fabelhafte Bekanntschaften…

Werner Sobotka inszeniert das parabelhafte Plädoyer für Nächstenliebe und Gerechtigkeit von Robert Bolt.

Österreichische Erstaufführung: 8. Jänner 2021 um 16 Uhr, Renaissancetheater

 DIE ABENTEUER DES ODYSSEUS
Ab 11 Jahren
Vorstellungen: 9.1.-20.3.2021

Heureka! – Es ist vollbracht! Mit Hilfe einer genialen List hat Odysseus den zehn Jahre andauernden Krieg gegen Troja zu Gunsten der Griechen entschieden, und auch für ihn scheint sich nun alles zum Guten zu wenden. Dass jedoch ausgerechnet sein Name in ferner Zukunft mit einer beschwerlichen und langwierigen Irrfahrt in Verbindung gebracht werden soll, hätte er sich wohl nie träumen lassen. Dabei will er doch nur eines: nach Hause…

Regisseur Michael Schachermaier wagt sich an einen der großen Klassiker der Weltliteratur.

Premiere: 12. Jänner 2021 um 19:30 Uhr, Theater im Zentrum

Anbei finden Sie die Presseinformationen sowie unsere Spieltermine im Jänner 2021. Sujetbilder zum Download zu „Die Abenteuer des Odysseus“ und „Der kleine dicke Ritter“ gibt es hier: www.tdj.at/tdjpresse. Szenenfotos zu diesen Produktionen können wir erst kurz vor den jeweiligen Premieren zur Verfügung stellen.

Wir wünschen allen eine wunderbare Vorweihnachtszeit und möchten unserem Publikum diese mit neuen Online-Videogeschichten verkürzen! Machen Sie es sich zu Hause gemütlich und lassen Sie sich vom Ensemble des Theaters der Jugend den englischen Weihnachstklassiker von Chalres Dickens’s A CHRISTMAS CAROL – EINE WEIHNACHTSGESCHICHTE erzählen! Jeden Adventsonntag und am 23. Dezember erscheint eine neue Folge. Zu sehen auf TdJ Youtube, TdJ Facebook und TdJ Instagram/TdJ IGTV!

Hier finden Sie nähere Informationen und können den Film ansehen:

https://www.tdj.at/n/charles-dickens-a-christmas-carol/

Und hier gelangen Sie direkt zum Film: https://www.youtube.com/watch?v=rD5OHoBElgI&list=PLHuCVmCkrIbAmhRexM1-Q2MdUI-NIZ2vs
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HAYDN-REGION NIEDERÖSTERREICH: Coronabedingte Absagen

Aufgrund des Erlasses des Gesundheitsministeriums und der dringenden Empfehlung des Kulturministeriums wird die letzte Veranstaltung „Harmoniemusik zum Advent“ im Rahmen der Haydnregion Niederösterreich am 13. Dezember 2020 verschoben: Mit einem leicht adaptierten Programm präsentiert sich das Ensemble Barucco dem Publikum im Rahmen des Konzerts „Harmoniemusik zum Frühlingsbeginn“ – pünktlich am Sonntag, 21. März 2021, um 16.30 Uhr, in der Pfarrkirche Prellenkirchen. Der Gesamterlös kommt der Renovierung der Kirchenorgel zugute.

Für bereits bezahlte Karten gibt es auf Wunsch entweder Gutschriften oder das Geld wird rückerstattet. Infos unter: www.haydnregion-noe.at/karten.html , tickets@haydnregion-noe.at,
Tel. +43 02164/2268

Nachstehend Detail-Infos zum verschobenen Konzert am 13. Dezember 2020:
Das Saison-Abschlusskonzert „Harmoniemusik zum Advent“ knüpft an die Tradition von Blech- und Holzbläser-Ensembles des späten 18. Jahrhunderts an und präsentiert am 13. Dezember, um 18 Uhr, im Clarissa-Saal von Schloss Rohrau Kompositionen von Joseph und Michael Haydn, Georg Philipp Telemann und Johann Sebastian Bach auf historischen Blasinstrumenten, meisterhaft interpretiert vom Bläserensemble des Original-klangorchesters Barucco.
Harmoniemusik zum Advent
Bläsermusik aus Barock und Klassik auf historischen Instrumenten
SO, 13. Dezember 2020, 18.00 Uhr
Rohrau, Schloss, Clarissasaal
JOSEPH HAYDN: „Feldparthie“, Hob II. (Auszüge)
MICHAEL HAYDN: Divertimento in D-Dur, P. 95 MH 418
GEORG PHILIPP TELEMANN: Ouverture „La Joye“, TWV 55:F5
JOHANN SEBASTIAN BACH: Choräle aus dem Weihnachtsoratorium, BWV 248
BLÄSERENSEMBLE DES ORIGINALKLANGORCHESTERS „BARUCCO“:
ANDREAS HELM, Oboe und Leitung
ELISABETH BAUMER, Oboe
PETER DORFMAYR, Horn
CHRISTINE GNIGLER, Fagott
MAKIKO KURABAYASHI, Fagott
Karten: EUR 28,- (Kat.A) / EUR 22,- (Kat.B)

Haydnregion Niederösterreich
Festivalbilanz 2020
Bei der Corona-Ausgabe des Klassikfestivals Haydnregion Niederösterreich 2020 wurden bis Ende Oktober 14 Veranstaltungen, davon 2 Zusatzvorstellungen, bei maximaler Publikumsauslastung unter Einhaltung sämtlicher Sicherheitsvorkehrungen 100 Prozent Cluster-frei umgesetzt.

Im Rahmen der Corona-Ausgabe des Klassikfestivals Haydnregion Niederösterreich fanden von 8. August bis 31. Oktober 2020 insgesamt 14 der ursprünglich 28 geplanten Musikveranstaltungen unter strengen behördlichen Auflagen, Abstands- und Hygieneregeln 100 Prozent Cluster-frei statt. Alle Aufführungen waren ausgebucht, was knapp 1000 verkaufte Karten bedeutet. Aufgrund des großen Publikumsinteresses wurden im Oktober sowohl für die Joseph-Haydn-Matinee als auch für das Musikvermittlungsprogramm Ein Märchen für Rohrau eine Zusatzvorstellung angesetzt.
Programmatische Höhepunkte waren die Festival-Eröffnung am 8. August mit Kammersängerin und Publikumsliebling Ildikó Raimondi in der prächtigen, barocken Sala Terrena von Schloss Petronell-Carnuntum, die Präsentation der neuen musikwissenschaftlichen Publikation „Johann Michael Haydn ― kein vergessener Meister‟ in Zusammenarbeit mit der „Haydn Science“-Forschungsstelle der Donauuniversität Krems sowie die Österreich-Premiere der Neuinszenierung von Michael Haydns Pantomime „Der Traum‟ am 12. September. Letzterer wurde im Rahmen eines „Haydn-Festkonzerts‟ zusammen mit Joseph Haydns Symphonie „Lamentatione‟ vom Czech Ensemble Baroque, einem der be¬sten Originalklangensembles Mitteleuropas, in Schloss Petronell-Carnuntum mit einem internationalen Sänger_innen- und Tanzensemble auf die Bühne gebracht. Der Abend wur¬de vom ORF Landesstudio Niederösterreich für das Radio aufgezeichnet. Die Ausstrahlung erfolgt am 8. Dezember 2020, von 20.04 Uhr bis 21.19 Uhr via Radio Niederösterreich („Klas¬sik am Abend Spezial‟).

Viel Applaus gab es außerdem für die Neuentdeckung und Bespielung atmosphärisch außergewöhnlicher Spielorte — ein Markenzeichen des Festivals, etwa für die barock aus¬gestaltete Sala Terrena in Schloss Petronell-Carnuntum sowie für Roland Batiks stim¬mungsvollen Musiksalon und die neu renovierte gotische Kapelle in Schloss Eber¬gassing.

Große Aufmerksamkeit galt der Förderung junger, talentierter Künstler_innen und En-sem¬bles. Unter den „Rising Stars‟ 2020 sind u.a. Ausnahmepianist Martin Ivanov, Akkor¬deon¬virtuose Nicola Djoric, Sopranistin Anita Rosati und das fabelhafte Aureum Saxophon¬quar¬tett besonders hervorzuheben.

Im Zusammenhang mit den pandemiebedingten Programmänderungen setzte Michael Linsbauer, künstlerischer Leiter der Haydnregion Niederösterreich, klare Prioritäten: „Angesichts von Corona stand die Sicherheit und Gesundheit unserer Gäste, der mitwir¬kenden Musik¬schaffenden sowie des Festival-Teams an erster Stelle. Der sorgfältigen Umsetzung sämt¬licher Hygiene- und Abstandsvorschriften galt daher höchste Auf¬merk¬samkeit. Gleichzeitig war es mir auch ein Herzensanliegen, die Engagements der betrof¬fenen Künstler_innen wenigstens durch möglichst zeitnahe Nachholung von Konzerten zu unterstützen.‟

Corona-bedingt abgesagte Konzerte wurden nach Möglichkeit schon 2020 nachgeholt oder auf 2021 verschoben: Ersatztermin für die Ende März geplante Saisoneröffnung des Haydn-Geburtshauses Haydns Muster¬schüler? mit dem Geigenvirtuosen Christian Altenburger und Burgschauspieler Markus Meyer war am 30. Oktober. Stargeiger und Echo-Preisträger Yury Revich — sein Auftritt war ursprünglich für Anfang Mai 2020 im Rahmen des Beethoven-Fest¬konzerts geplant — wird am 9. Jänner das erste Neujahrskonzert der Haydnregion Niederösterreich mit Michael Haydns Violinkonzert sowie Walzerklängen von Johann Strauss in der Kulturfabrik Hainburg gestalten. —- www.haydnregion-noe.at

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