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INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 1. NOVEMBER 2018 – „ALLERHEILIGEN“)

01.11.2018 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 1. NOVEMBER 2018)

Besetzungsänderung in „Les Troyens“ an der Wiener Staatsoper

Margarita Gritskova singt auch am heutigen Donnerstag, 1. November 2018 die Anna in „Les Troyens“ anstelle der erkrankten Szilvia Vörös.

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VIDEO: EIN TAG MIT GÜNTHER GROISSBÖCK IN DER WIENER STAATSOPER (backstage)

Hier dafür-ganz frisch hochgeladen- eine kurze Backstage-Reportage vom  September-Solokonzert (Liederabend)  in Wien, der auch im Mai auch im Grazer Stefaniensaal bzw. im Juni an der Scala in Mailand nochmal gegeben wird.

Selbstverständlich wird schon wieder an neuen Programmen gebastelt!…

Groissböck und sein Klavierpartner versuchen -so echt wie möglich- einen etwas anderen Weg zu gehen.

ZUM VIDEO

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OPER FRANKFURT/ Kurzfristige Spielplanänderung: LA TRAVIATA anstelle von IL CORSARO

Im Rahmen der geplanten konzertanten Aufführungen von Giuseppe Verdis Il corsaro / Der Korsar erreichten die Oper Frankfurt äußerst kurzfristig krankheitsbedingte Absagen von Roberta Mantegna (Gulnara) und Dorothea Röschmann (Medora). Bedauerlicherweise war in Anbetracht der Kürze der Zeit für dieses selten gespielte Werk kein adäquater Ersatz verfügbar. Daher wird – frei nach dem Spruch vom „Glück im Unglück“ – am

Mittwoch, dem 7. November 2018, und
Freitag, dem 9. November 2018, jeweils um 19.00 Uhr im Opernhaus

Verdis La Traviata in zwei hochkarätig besetzten konzertanten Vorstellungen zur Aufführung gelangen.

Die musikalische Leitung des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters liegt weiterhin bei Francesco Lanzillotta, den Chor der Oper Frankfurt bereitet Tilman Michael vor. Auch die beiden für Verdis Frühwerk vorgesehenen ehemaligen Ensemblemitglieder Mario Chang und Željko Lučić stehen weiterhin auf der Besetzungsliste, nunmehr allerdings als Alfredo bzw. Vater Germont. Die Titelpartie übernimmt mit Publikumsliebling Brenda Rae ein gleichfalls ehemaliges Ensemblemitglied, das glücklicherweise in Frankfurt gerade für eine Neuproduktion von Bellinis I puritani probt.

Bereits erworbene Karten behalten ihre Gültigkeit oder können innerhalb von vier Wochen umgetauscht werden.

Weitere Tickets von € 17 bis 135 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf) sind bei unseren üblichen Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich.

Oper Frankfurt: Kurzfilm zu Oedipus Rex /  Iolanta freigeschaltet


„Iolanta“ – Asmik Grigorian. Foto: Barbara Aumüller

Der Kurzfilm von Thiemo Hehl zur Neuinszenierung von Igor Strawinskys Oedipus Rex in Kombination mit der Frankfurter Erstaufführung von Peter I. Tschaikowskis Iolanta (Musikalische Leitung: Sebastian Weigle; Inszenierung: Lydia Steier) im Internetauftritt der Oper Frankfurt ist freigeschaltet: 

https://oper-frankfurt.de/de/mediathek/?id_media=164

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MAILAND: TEATRO ALLA SCALA – NEWSLETTER

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Gentile,
A novembre la Scala si proietta verso il moderno e il contemporaneo con due importanti produzioni operistiche: dal 4 novembre torna l’Elektra di Strauss nella memorabile regia di Chéreau mentre dal 15 novembre in Prima Mondiale debutta Samuel Beckett: Fin de Partie di György Kurtág.

A cinque anni dalla morte di Patrice Chéreau, la ripresa di Elektra – suo ultimo spettacolo – è un dovuto omaggio. Nel 2014 la sua lettura tesa, rigorosa ma ricca di calore umano e poetico aveva suscitato l’entusiasmo di pubblico e critica: Arbasino sul Corriere, parlò di “Smisurato espressionismo su scenari monumentali”, Foletto su La Repubblica di „una trionfale consacrazione” Mattioli su La Stampa di „testamento del più importante regista d’opera del dopoguerra“. L’occasione per rivivere questo spettacolo d’antologia è impreziosita dal ritorno del leggendario Christoph von Dohnányi sul podio di un’opera alla Scala, dove manca dal Moses und Aron del 1977.

Giovedì 15 novembre la Prima Assoluta di Samuel Beckett: Fin de Partie preannuncia di lasciare un segno nella storia della musica: dopo dieci anni di lavoro minuzioso vede la luce la prima opera di György Kurtág, da molti considerato il massimo compositore vivente. Dirige lo specialista Markus Stenz per la regia di Pierre Audi, direttore artistico dell’Opera di Amsterdam. L’attesa per l’evento è preparata dai concerti del 27° Festival Milano Musica “György Kurtág. Ascoltando Beckett” e dall’originale beckettiano Finale di Partita al Piccolo Teatro. Per chi possiede un biglietto per uno di questi spettacoli è possibile assistere agli altri a prezzo ridotto.

Sul fronte concertistico, a novembre sono tre gli appuntamenti da non perdere.
Il 5 novembre Ildar Abdrazakov bissa il successo di Ernani in attesa dell’Attila inaugurale con un raffinato recital di musica italiana, tedesca, francese e russa.

Il 26 novembre
protagonista in recital un altro grande basso, Michael Volle, che canterà Die schöne Magelone di Brahms con voce recitante di Andrea Jonasson.

Il 30 novembre, infine, il controverso direttore Teodor Currentzis porta alla Scala la sua orchestra musicAeterna per un programma tutto dedicato a Gustav Mahler.

Da sabato 3 novembre (ore 11 e 15) ripartono anche gli spettacoli per i piccoli con il nuovo Elisir d’amore per i bambini, adattamento del capolavoro di Donizetti per tutte le età. Per i minori di 18 anni biglietti al prezzo speciale di 1 euro.
Ti aspettiamo a Teatro!

clicca qui
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STADTTHEATER KLAGENFURT: La clemenza di Tito
Dramma serio per musica in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto von Caterino Tommaso Mazzolà nach dem Dramma per musica von Pietro Metastasio
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

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Copyright: Stadttheater Klagenfurt

Premiere 08. November 2018, 19.30 Uhr

In Wolfgang Amadeus Mozarts vorletzter Oper entfaltet sich eine typische, an verwickelten Intrigen reiche Handlung
einer barocken Opera seria. Anlass für den Kompositionsauftrag war die Prager Krönung Kaiser Leopolds II. zum
König von Böhmen im Jahre 1791 – Grund genug für die böhmischen Stände, ein Opernsujet auszuwählen, das
die Güte und Weisheit einer Herrscherfigur pries. Denn obwohl Tito im Laufe der Handlung von seinen engsten
Vertrauten verraten wird, lässt er am Ende Milde walten, begnadigt sie und bewahrt sie so vor dem Tod in der Arena.

Doch die selbstlose Milde des Kaisers ist doppelbödig. Betrachtet man seine Vorgeschichte, so enthüllt sich das
Bild eines brutalen Feldherren, der all seine Güte auf dem Fundament seiner früheren Kriegs- und Greueltaten
errichtet. So wird das Porträt eines Mannes deutlich, der zwischen einer glänzenden Fassade und der Verdrängung
seiner dunklen Vergangenheit steht.

Regie führt Marco Štorman, der in Klagenfurt zuletzt Mozarts Così fan tutte und Wut von Elfriede Jelinek inszenierte.
Am Pult steht Chefdirigent Nicholas Carter, die Titelrolle singt Attilio Glaser. Er debütiere der in der Spielzeit 2017/18
mit der Partie des Werther in Klagenfurt.

MUSIKALISCHE LEITUNG Nicholas Carter
REGIE Marco Štorman
BÜHNE Demian Wohler
KOSTÜME Anika Marquardt, Benjamin Burgunder
CHOREINSTUDIERUNG Günter Wallner
DRAMATURGIE Markus Hänsel

Tito Attilio Glaser
Vitellia Sofia Soloviy
Servilia Bryony Dwyer
Sesto Anaïk Morel
Annio Feride Büyükdenktas
Publio Nicholas Crawley
Chor des Stadttheaters Klagenfurt, Kärntner Sinfonieorchester

Weitere Vorstellungen: 13., 15., 17., 21., 23., 28. November; 1., 7., 9., 15., 19. Dezember 2018
Einführung 25 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Galeriefoyer links

Theaterkasse Tel +43 (0) 463 54064, kartenkasse@stadttheater-klagenfurt.at
www.stadttheater-klagenfurt.at
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Bilanz der Herbsttage Blindenmarkt 2018: 100 Prozent Auslastung und Kritiker-Hymnen für „Rose“

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Ensemble „Die Rose von Stambul. Copyright: Herbsttage/ Lukas Beck

Eine mehr als glanzvolle Bilanz können die diesjährigen „Herbsttage Blindenmarkt“ ziehen: mit insgesamt 10.250 BesucherInnen erzielte das Mostviertler Festival ein sensationelles Ergebnis. Die Operetten-Produktion von Leo Falls „Die Rose von Stambul“ war mit mehr als 8.500 Gästen wieder zu 100 Prozent ausgelastet. Wahre Kritiker-Hymnen gab es für die Regie von Isabella Gregor, sowie für Tenor Iurie Ciobanu und Sopranistin Andreja Zidaric, das Hauptpaar der Operette. Eine Rezension sprach gar von einem „Operettenwunder“ in Blindenmarkt. Im Jubiläumsjahr 2019 – da feiern die „Herbsttage Blindenmarkt“ ihr 30-jähriges Bestehen – hat die „Fledermaus“ von Johann Strauß am 4. Oktober Premiere.

30 Jahre Herbsttage Blindenmarkt 2019: Champagnerlaune mit Strauß‘ „Fledermaus“ zum 30er-Jubiläum

Im Jubiläumsjahr 2019 präsentiert Intendant Michael Garschall die Königin aller Operetten: Am 4. Oktober 2019 eröffnet die „Fledermaus“ von Johann Strauß in der Regie von Marcus Ganser die Festsaison des erfolgreichen niederösterreichischen Festivals. Publikumsliebling Alexander Kaimbacher kehrt in der Partie des „Eisenstein“ nach Blindenmarkt zurück. Als zweite Eigenproduktion steht das Theaterstück mit Musik „Pippi Langstrumpf“ von Astrid Lindgren auf dem Programm (Regie: Christoph Sommersguter), das am 20. Oktober Premiere hat. Weiters wird „Rosenheim Cops“-Star Max Müller am 9. Oktober einen Wienerischen Abend gestalten. Für den musikalischen Doyen Kurt Dlouhy findet zu dessen 70er am 13. Oktober eine Festmatinee statt. Die Jubiläums-Saison dauert bis 27. Oktober 2019. Der Kartenverkauf startet am 11. Jänner 2019.

www.herbsttage.at

Trailer „Die Rose von Stambul“, Herbsttage Blindenmarkt 2018:

TRAILER „DIE ROSE VON STAMBUL

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Rekordeinnahmen beim Internationalen Brucknerfest Linz 2018

Auf einer Pressekonferenz im Brucknerhaus wurde heute, am 30. Oktober 2018, die Bilanz des Internationalen Brucknerfestes Linz 2018 vorgelegt. Bürgermeister Klaus Luger zeigte sich zufrieden darüber, dass Brucknerhaus-Intendant Dietmar Kerschbaum die seinerzeit bei seinem Hearing gemachten Ankündigungen bezüglich des Brucknerfestes erfüllen konnte. „All jenen, die seinen Kurs der Erneuerung riskant fanden, kann ich heute sagen, dass die Neupositionierung des Brucknerfestes geglückt ist“ so der Bürgermeister.

In seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der LIVA  zog Klaus Luger eine positive Bilanz: Das Internationale Brucknerfest 2018 hat trotz der hohen Anzahl von 31 Veranstaltungen eine Auslastung von 68 Prozent erzielt. Zum Vergleich: In den Jahren 2016 und 2017 betrug die Auslastung 42 bzw. 65 Prozent. Ein Rekordergebnis fuhr das Brucknerfest 2018 in Bezug auf die Einnahmen ein: Aus dem Kartenerlös wurden € 475.000. erzielt. Zum Vergleich: 2016 betrug dieser Wert € 280.000,-, 2017 € 315.000,-.  Außerdem konnte der geplante Aufwand des Brucknerfestes 2018 von € 1,175.000,- um mehr als
€ 100.000 unterschritten werden.

Brucknerhaus–Intendant Dietmar Kerschbaum erklärte, viel Zuspruch für das Programm des Internationalen Brucknerfestes erhalten zu haben. „Wie in einer gut kuratierten Ausstellung standen die einzelnen Werke unseres Programms nicht beziehungslos nebeneinander, sondern traten in einen wechselseitigen Dialog ein, wodurch wir mehr über Bruckners Persönlichkeit und seine künstlerische Physiognomie erfahren haben. Das wurde auch so erkannt und gewürdigt, was beweist, dass wir auf dem richtigen Weg sind, den wir auch in den folgenden Jahren weiter beschreiten werden.“

 Heinrich Schaller, Generaldirektor,  CEO Raiffeisen, brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass die Raiffeisen Landesbank Oberösterreich „bei der Erfolgsgeschichte des Brucknerhauses wieder als Sponsor dabei sein kann … Wenn man in Linz Kultur sponsert, darf man am Brucknerhaus nicht vorbei gehen. Es trägt dazu bei, dass diese Stadt wieder internationaler wird.“

 Thomas Ziegler, kaufmännischer Vorstandsdirektor der LIVA seit 2015, erklärte, dass es in diesen drei Jahren einen steten Aufwärtskurs gibt. „Auch für die ersten drei Quartale des Jahres 2018 ist die Entwicklung plankonform“.
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WIEN/ Akademietheater: Premierenkritik DER KANDIDAT online!

Zur Premierenkritik von Renate Wagner

…Wenn er nun im Akademietheater wieder auf den Spielplan gesetzt wird, so wohl kaum aus dem dringenden Bedürfnis, wieder einmal Sternheim zu spielen, der seit den achtziger Jahren aus den Wiener Spielplänen verschwunden ist. Vielmehr nimmt man das Stück zum Vorwand, wieder einmal eine Breitseite gegen die derzeitige Regierung abzufeuern. Vielleicht nicht ganz so untergriffig-brutal wie Peter Turrini („News“ titelt zitierend: „Siegeszug des Arschlochtums in Österreich?“), aber immer noch schlimm genug. Bearbeiter Florian Hirsch hat das Stück nicht nur mit Fernsehwahlkampf und Internet in unsere Zeit versetzt, er hat sich auch reichlich – und demagogisch (obwohl es laut dem Programmheftartikel „Demagogie“ nur von Rechts gibt…) – an Redewendungen aus der österreichischen Politik bedient und diese so collagiert, dass die Nutzanwendung nie schwer fällt. (Höchstens, wenn man es angesichts – angehört – der allgemeinen schlechten Diktion des Abends oft kaum akustisch versteht.) Karin Bergmann wird sich einmal sagen lassen können, dass ihr Theater die Aufgabe zum Widerstand gegen die Tagespolitik wacker wahrgenommen hat…

Schwer zu sagen, was man von einem Abend wie diesen halten soll. Wie müsste das Publikum geistig beschaffen sein, das sich von so etwas politisch „belehren“ lässt?

65 Fotos aus dieser Produktion sehen Sie in unserem Album „Barbara Zeininger/ Sprechtheater 36“
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USA: DVORAK-PREIS FÜR DIE TSCHECHISCHE PHILHARMONIE

  • Die Tschechische Philharmonie erhielt am 29.10.2018) den Antonín Dvořák Preis, im Kennedy Center im Rahmen einer USA Tournee mit Chefdirigent Semyon Bychkov. Der renommierte Preis wird jährlich vergeben und würdigt außergewöhnliche Künstler und Organisationen, die die tschechische Musik weltweit fördern und verbreiten.
  • Orchesterresidenz mit Chefdirigent Semyon Bychkov im Wiener Musikverein von 24. – 27. November 2018 mit tschechischem Programm und Mahler.

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NEU IN UNSEREN INTERVIEWS

RECIFE/Nordostbrasilien: Interview mit VANESSA DE MELO, Koloratursopran – 9.10.2018

Im Zusammenhang mit den Meisterklassen von Radu Pantea in Recife vom 25. September bis 4. Oktober interviewte Dr. Klaus Billand  die 26jährige Koloratursopranistin Vanessa de Melo, eine der Gesangstudentinnen von Rosemary Carlos, die am Conservatório Pernambucano de Música in Recife unterrichtet.


Foto: Klaus Billand

ZUM INTERVIEW

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Dreitägiger ORF-III-Schwerpunkt zu Allerheiligen und Allerseelen mit Doku-Neuproduktionen, Klassik-Konzerten und Spielfilmen

Dokupremieren „St. Florian – Ein Stift im Traunviertel“ und „Peter Rapp – Es lebe der Zentralfriedhof“, Mozart- und Verdi-Requiem =

Zu Allerheiligen und Allerseelen präsentiert ORF III Kultur und Information von Mittwoch, 31. Oktober, bis Freitag, 2. November 2018, ein umfangreiches Programm, das traditionell im Zeichen der Feiertage steht. Zu sehen gibt es u. a. die ORF-III-Neuproduktionen „St. Florian – Ein Stift im Traunviertel“ und „Peter Rapp – Es lebe der Zentralfriedhof“, Klassikkonzerte wie das „Wolfgang Amadeus Mozart: Requiem“ unter der Leitung von Teodor Currentzis und „Mariss Jansons dirigiert das Verdi-Reqiuem“ aus dem Wiener Musikverein sowie Spielfilm-Unterhaltung wie „Gottes mächtige Dienerin“ und „Die Geierwally“.

Donnerstag, 1. November: Mozart-Requiem, „Gipfel-Sieg“ mit Franz Posch und Nico Langmann, ganztägiges „ORF III Spezial zu Allerheiligen“ u. a. mit Dokus über Zentralfriedhof, Stephansdom, Mutter Teresa, zweiteiliger Spielfilm „Gottes mächtige Dienerin“ (20.15, 21.45 Uhr)

Zu Allerheiligen startet ORF III mit „Wolfgang Amadeus Mozart: Requiem“ (8.45 Uhr) in das Feiertagsprogramm. Der Klassikstar Teodor Currentzis interpretierte Mozarts letzte Komposition mit seinem Ensemble MusicAeterna bei den Salzburger Festspielen 2017. Als Solisten singen Anna Prohaska, Katharina Magiera, Mauro Peter und Tareq Nazmi. Danach folgt eine neue Ausgabe „Gipfel-Sieg: Der Wille versetzt Berge“ (9.40 Uhr) mit Franz Posch, Gastgeber der beliebten ORF-Fernsehsendung „Mei liabste Weis“, und Nico Langmann, Österreichs Nummer eins im Rollstuhltennis, am Patscherkofel. Präsentiert wird das Gespräch von ORF-Moderatorin Barbara Stöckl. Der Film „Mutter Teresa: Heilige der Dunkelheit“ (10.25 Uhr) von Maria Magdalena Koller zeigt ungewohnte Seiten der 2016 heiliggesprochenen berühmten Ordensfrau, die auch in Phasen ihres Lebens von Glaubenszweifeln geplagt wurde. Anschließend präsentiert die Dokumentation „Es lebe der Zentralfriedhof“ (11.20 Uhr) von Manfred Corrine jene Seiten der berühmten Wiener Ruhestätte, die dem Besucher oft verborgen bleiben. Als Erzähler fungiert der Simmeringer Ortskundige Willi Resetarits. Über die Sinnsuche des Menschen und spirituelle wie christliche Zufluchtsorte geht es danach in den Dokumentationen „St. Florian – Ein Stift im Traunviertel“ (12.15 Uhr), „Admont – Ein Stift in den steirischen Alpen“ (13.00 Uhr), „Mysterien von St. Stephan – Der unbekannte Dom“ (13.45 Uhr), „Habsburg und der Dom – St. Stephan unter dem Doppeladler“ (14.45 Uhr) und „Der Wiener Stephansdom – Die Wiedergeburt eines Wahrzeichens“ (15.35 Uhr). Nach dem Dakapo von „Die Seelen im Feuer“ (16.40 Uhr) zeigt ORF III die ORF-2-Neuproduktion „Leben für den Tod – Menschen am Zentralfriedhof“ (18.30 Uhr) von Karin Berghammer und Krisztina Kerekes, gefolgt von der ebenfalls bereits am Vorabend gezeigten ORF-III-Produktion „Peter Rapp – Es lebe der Zentralfriedhof“ (19.25 Uhr). Im Hauptabend steht der zweiteilige Spielfilm „Gottes mächtige Dienerin“ (20.15 Uhr) aus dem Jahr 2011 auf dem Programm. Christine Neubauer und Remo Girone spielen die Hauptrollen in diesem historischen Drama über die faszinierende Lebensgeschichte Pascalina Lehnerts, die dem späteren Papst Pius XII. über Jahrzehnte als Haushälterin und persönliche Referentin diente. Regie führte Marcus O. Rosenmüller.

Freitag, 2. November: „Hilda“ (8.20 Uhr), Verdi-Requiem (9.15 Uhr), Dakapo für Dokus über Stephansdom und Stift Admont, Trilogie „Die Welt der Ritter“ (13.35, 14.20, 15.10 Uhr), Vierteiler „Wege aus der Finsternis – Europa im Mittelalter“ (16.00, 16.50, 17.40, 18.30 Uhr), „Der Österreichische Film“ mit „Die Geierwally“ (20.15 Uhr), „Der Winzerkrieg“ (21.50 Uhr)

Mit dem Dokumentarfilm „Hilda“ (8.20 Uhr) beginnt der Programmtag zu Allerseelen. Karin Berghammer porträtiert ihre Nachbarin Hilda Lackner, die trotz ihres Alters und ihrer Gebrechlichkeit unentwegt in Bewegung ist und ihr Leben frei von Konventionen lebt und genießt.

Die „Erlebnis Bühne matinee mit Barbara Rett“ präsentiert danach aus dem Wiener Musikverein „Mariss Jansons dirigiert das Verdi-Requiem“ (9.15 Uhr) – mit dabei sind die Ausnahmesänger Krassimira Stoyanova, Marina Prudenskaya, Saimir Pirgu und Orlin Anastassov. Anschließend gibt es Dakapos der Dokus „Admont – Ein Stift in den steirischen Alpen“ (10.50 Uhr), „Mysterien von St. Stephan – Der unbekannte Dom“ (11.40 Uhr) und „Habsburg und der Dom – St. Stephan unter dem Doppeladler“ (12.40 Uhr). Der ORF-III-Nachmittag steht im Zeichen des Mittelalters, beginnend mit der Trilogie „Die Welt der Ritter“ von Christian Feyerabend. Die Epoche der Ritter, Knappen und Kettenhemden liegt lange zurück, doch die Faszination ist ungebrochen. Die Auftaktfolge „Männer in Eisen“ (13.35 Uhr) geht u. a. der Frage nach, wann aus dem Reiter ein Ritter wurde. Der zweite Teil „Helden für Ruhm und Ehre“ (14.20 Uhr) beschäftigt sich mit der blutigen Zeit der Kreuzzüge. „Die Letzten ihrer Art“ (15.10 Uhr) dreht sich um Kaiser Maximilian I., den man heute als den „letzten Ritter“ bezeichnet. Er stand am Wendepunkt vom Mittelalter zur Neuzeit. Danach zeigt ORF III den Vierteiler „Wege aus der Finsternis – Europa im Mittelalter“ von Uwe Kersken und Christian Feyerabend. Den Auftakt macht die Produktion „Von Rittern und Turnieren“ (16.00 Uhr) über die Geschichte des Ritters Don Antonio Fernandez Pacheco. „Von Mönchen und Ketzern“ (16.50 Uhr) dreht sich um den Mönch Edward vom Kloster Saint Andrews sowie um das Geschäft mit den Pilgerreisen. In „Von Bauern und Edelmännern“ (17.40 Uhr) erzählt Gaukler Adam vom Leben der Bauern im Mittelalter. In der vierten und letzten Folge „Von Städten und Kathedralen“ (18.30 Uhr) ist die Welt des Mittelalters im revolutionären Umbruch. Im Hauptabend folgt die Literaturverfilmung des Heimatromans „Die Geierwally“ (20.15 Uhr) aus dem Jahr 2005 in der Regie von Peter Sämann. Die Bauerntochter Wally (Christine Neubauer) soll auf Geheiß ihres Vaters (Siegfried Rauch) den reichen Landwirt Joseph Gruber (Martin Feifel) heiraten. Von Joseph schon einmal enttäuscht, widersetzt sie sich jedoch diesem Wunsch und zieht sich in die Bergwildnis zurück. Ihr einziger Gefährte ist ein junger Adler. Peter Sämann führte ebenfalls Regie in „Der Winzerkrieg“ (21.50 Uhr). Darin liefern sich die angesehene Biowinzerin Franziska Habicht (Uschi Glas) und der benachbarte Billigweinhersteller Josef Fink (August Schmölzer) einen erbitterten Konkurrenzkampf rund um Haus, Hof und Familienehre. Und hätten sie damit nicht schon genug Probleme, verliebt sich Franziskas Sohn (Laurence Rupp) auch noch in klassischer Romeo-und-Julia-Manier in die Tochter des Konkurrenten (Alina Fritsch).

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BELLINI’S „I CAPULETI  E  I  MONTECCHI”ALS FEST DER TENÖRE (29.10.2018)


Nicola Proksch, Oscar Ore, Pablo Cameselle, Manfred Schiebel, Joan Francesc Folqué, Alejandro Pizarro-Enriques. Foto: Herta Haider

Die herzzerreißende Geschichte zwischen Romeo und Julia wird im internationalen Opernbetrieb zumeist in der Fassung von Charles Gounod  (UA Paris 1867)gespielt. Doch die 27Jahre ältere Version von Vinzenzo Bellini „I Capuleti e i Montecchi“ (UA 1830 Venedig) – mit dem Namen der verfeindeten Familien in Verona  im Titel  -kann jeden Vergleich mit der französischen „Nachfolgerin“ standhalten. Der Melodienreichtum und die packende Dramatik dieser Oper konnte man in Wien  an der Staatsoper in den  späten 70er Jahren mit dem Duo Edita Gruberova und Agnes Baltsa erleben, spektakulär war jedoch jene Version, die Claudio Abbado  1966 in Mailand und Amsterdam mit dem Duo Giacomo Aragall- Renata Scotto zur Aufführung gebracht hat. Dabei  mutierte er nicht nur die Hosenrolle in eine Tenor-Partie  sondern engagierte als Romeo-Gegenspieler Tebaldo Luciano Pavarotti, der am Beginn seiner kometenhaften Karriere stand. Nun: im „Merker-Salon“, der von der umtriebigen Elena Habermann  seit Jahren souverän organisiert wird, wurde man diese „goldenen Opernzeiten“ erinnert. Man brachte die Schlüsselstellen aus „I Capuleti e i Montecchi“ nicht nur mit zwei Tenören. Diesmal waren es gar 3 Tenöre! Wie das geht: man kombiniert eine Fassung, in der der Lorenzo ebenfalls von einem Tenor gesungen wurde. Besonders gut disponiert war diesmal Manfred Schiebel am Klavier, der auch die hinreißende Ouvertüre vortrug. Dann begeisterte einmal mehr der argentinische Tenor Pablo Camaselle in der Pavarotti-Rolle des Tebaldo: er brillierte mit Höhen in der Stratosphäre, mit einer Technik, die einer vergessenen Zeit entstammen.

Dann der Romeo, ein attraktiver Tenor aus Chile, der tolle Höhen produzierte, aber in der Mittellage – beim sogenannten „Passaggio“- noch etwas flach und unfertig wirkt: Oscar Ore  ist aber zweifellos ein „Geheim-Tipp“. Er muss muss nur seine Technik verbessern. Dann Julia bzw. Giuletta – die österreichische Sopranistin Nicola Proksch. Ebenso ein großes Talent – zweifellos. Etwas zu instrumental im Piano, sicher in der Höhe, souverän in den Ensembles: sie verstand es jedenfalls, den zwei Tenor-Gegenspielern Paroli zu bieten. Die 3.Tenor-Partie spielte übrigens nur eine untergeordnete Rolle: Joan Francesco Folqué – ein junger Mann aus Katalanien – trat nur bei zwei Ensemble-Szenen auf. Außerdem gab es einen vielversprechenden Bariton: Alejandro Pizarro-Enriquez wirkte als Capellio (Chef des Hauses Capulet) mit.


Alejandro Pizarro-Enriquez, Pablo Cameselle, Oscar Ore. Foto: Herta Haider

Alles in allem: Super-Stimmung bei den fast zwei Stunden Bellini-Highlights. Am Ende sangen die „3 Tenöre“ und das Publikum für die Julia, die ihren Geburtstag mit diesem Bellini-Abend krönte.

Die nächste Veranstaltung gilt der  Pietro-Mascagni-Rarität „Zanetto“ am 20. November 2018 mit Anna Ryan und Flaka Goranca (Klavier: Mennan Berveniku).

Peter Dusek

 

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