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INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 1. JULI 2021)

01.07.2021 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 1. JULI 2021)

STAATSOPERN-KOSTÜME FÜR MEHR ALS 60.000 EURO VERSTEIGERT

Auktionserlös für die Nachwuchsarbeit der Wiener Staatsoper

https://www.dorotheum.com/fileadmin/user_upload/Presse/2019und2020/kostuem-elisabeth-i-roberto-devereux-gaetano-donizetti-7248955.jpg
Kostüm Elisabeth I (Roberto Devereux-Gaetano Donizetti), entworfen für KS Edita Gruberova, versteigert für € 9.000. Copyright: Dorotheum

Handgefertigte Kostüme legendärer Opern-Produktionen aus dem Fundus der Wiener Staatsoper wurden bei einer Charity-Onlineauktion im Dorotheum versteigert. Opernfreunde aus der ganzen Welt beteiligten sich an der Versteigerung.

Mit dem Erlös von insgesamt 60.980 Euro zeigt sich Staatsopern-Direktor Bogdan Rošcic mehr als zufrieden: „Die Nachwuchsarbeit — sowohl bei Künstlerinnen und Künstlern wie auch beim Publikum — ist ein ganz zentrales Anliegen der Staatsoper. Daher ist es besonders wichtig, dass bei dieser besonderen Versteigerung ein so bedeutender Betrag zustande gekommen ist, der ja ausschließlich dieser Nachwuchsarbeit zugute kommt. Diese wunderbaren Kostüme wurden in unseren Werkstätten in aufwändiger Handarbeit hergestellt, haben aber, nicht zuletzt durch ihre prominenten Trägerinnen und Träger wie Edita Gruberova, Anna Netrebko oder Dmitri Hvorostovsky auch einen hohen ideellen Wert. Wir freuen uns, dass die Bietenden diesen Wert erkannt haben und sich unsere Kostüme somit in guten Händen befinden.“

9.000 Euro wurden zum Beispiel für das für KS Edita Gruberova entworfene Kostüm der Elisabeth I. aus Gaetano Donizettis „Roberto Devereux“ geboten. 9.500 Euro war einem Interessenten das Kostüm des Graf René Ankarström aus Verdis „Un ballo di Maschera“ wert. KS Dmitri Hvorostovsky war einer der letzten der großen Baritone der das in unterschiedlichen Blautönen gehaltene Kostüm getragen hat

Die aufwendigen Roben stammen aus beliebten Produktionen wie »Carmen« (Franco Zeffirelli), »Rigoletto«, »Lucia di Lammermoor«, »Madama Butterfly« oder »Un ballo in maschera«.

Einige Kostüme, die unverkauft blieben, können ab September im Nachverkauf erworben werden.

ONLINE-KATALOG

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WIENER STAATSOPER: GEDANKEN ZUM PUBLIKUMSGESPRÄCH

Ich habe mir das Gespräch gestern angesehen. Da ich nicht weiß, welche Fragen nun nicht beantwortet wurden erlaube ich mir keine Wertung. Vorgetragen wurden die Antworten jedoch in einer durchaus kompetenten und informativen Art – was nicht heißt, dass man vollinhaltlich übereinstimmmen muss.

Lukas Link schreibt an die Redaktion:Haben Sie sich eigentlich das Gespräch angesehen? Man darf sein Augenmerk auf die Frage bezüglich der Preiserhöhung richten. Im Video ab Minute 17:24.

publi
Dr. Petra Bohuslav, Dr. Bogdan Roscic und der Moderator. Foto: Youtube

https://www.youtube.com/watch?v=520YHL_7Sxk

Die kaufmännische Geschäftsführerin weist darauf hin, dass es keine Erhöhung ist sondern eine Anpassung! Aha, so kann man es natürlich auch bezeichnen, klingt besser. Noch dazu wird mitgeteilt, dass das aufgrund von Hinweisen des Opernpublikums geschehen ist, weil da die Preise bei diversen Plätzen nicht passend erschienen. Also sind die Zuschauer selbst schuld, dass man erhöht, ääähhhh … angepasst hat. Auch Herr Roscic selbst sagt, ‚von einer Erhöhung der Kartenpreise kann keine Rede sein‘. Nun, wenn beispielsweise 15-Euro-Plätze (wie etwa erste Reihe Balkonproszeniumloge) von nun an rund € 40 kosten, ist das einfach eine Erhöhung, und nichts anderes. Weiters gibt er an, dass zum Beispiel eine Reihe von Plätzen im Parkett (wir sprechen also von den rund 200-Euro-Plätzen!) nun günstiger sind. Schön, dass sind aber trotzdem immer noch Kartenpreise die sich Geringverdiener oder Mindestpensionisten ja trotzdem nicht leisten können. Das sind Karten für eine bestimmte Klientel.

Der, der sich mehr leisten kann, braucht hier jetzt ein bißchen weniger auszugeben. Der, der sich ohnehin nicht so viel leisten kann, muss dafür mehr in die Tasche greifen. Tolle „Anpassung“!

Doch diese Gedanken nur am Rande …

Lukas Link

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OFFENBURG/ „Die Walküre“ in der Oberrheinhalle
Dirigent Michael Güttler und Fachbereich Kultur setzen sommerliches Glanzlicht


Michael Güttler. Foto: privat

Offenburg
– Ein Glanzlicht der Sommersaison verspricht der Fachbereich Kultur der Stadt  Offenburg für Ende Juli. Der in der Ortenau  wohnende internationale Star-Dirigent Michael Güttler wird an zwei Tagen in der Offenburger Oberrheinhalle eine konzertante Aufführung des
ersten Aufzuges von Richard Wagners „Die Walküre“ leiten. Schirmherr ist Dr. Wolfgang Schäuble, der Präsident der Deutschen
Bundestages.
Die Konzerte sind Teil der Festival-Reihe „Frischluft und Musik Ortenau“, die von dem Dirigenten kürzlich ins Leben gerufen wurde. Das
ebenfalls von Güttler gegründete Festspielorchester vereint profilierte Musiker aus den besten Ensembles Baden-Württembergs  und der freien Szene.
Unter den Gesangs-Solist*innen befindet sich die erste Garde der Wagner
-Interpret*innen.
Zugesagt hat Günther Groissböck in der Rolle der Hunding. Er ist der diesjährige Bayreuther  Wotan und einer der weltbesten Sänger seines  Fachs. In die Rolle der Sieglinde schlüpft die ebenfalls weltbekannte schwedische Sopranistin und versierte Wagner-Interpretin Cornelia Beskow, der russische Tenor Viktor Antipenko verkörpert die Rolle von Sieglindes Zwillingsbruder und Geliebtem Siegmund.
Das Publikum darf sich auf eine gute Stunde Musikgenuss in Reinform freuen – am Samstag, 24. Juli, um 19 Uhr und am Sonntag, 25. Juli, um 17 Uhr. Gefördert werden die Konzerte durch die Baden-Württemberg-Stiftung.

Nach den derzeitigen Corona-Auflagen (Stand: Juni 2021) sind pro Konzert 250 Zuschauer*innen zugelassen.
Tickets gibt es in Kürze über
www.kulturbuero.offenburg.de.

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Freiluft-Oper in Lahr: Der Barbier impft und testet. Dirigent Michael Güttler als Intendant

gütk

 

Die Freiluft-Oper „Der Barbier von Sevillahr“ im Lahrer Stadtpark enthielt viele Anklänge an die Pandemie. Das Bühnenensemble und das „Frischluftund Musik Festivalorchester“ überzeugten.

Ein Orchester, das auf der ganzen Linie überzeugt und ein Bühnenensemble, das lustvoll agiert und mit kraftvollen Koloraturen brilliert. Bei der Erstau!ührung des „Barbiervon Sevillahr“ am Freitagabend, schwingt am Ende schwingt trotzdem eine Portion Klamauk und das eine oder andere Fragezeichen mit.
Cornelia Lanz und Michael Güttler haben die Opera bu!a von Gioacchino Rossini fast ohne Budget und unter schwierigen Rahmenbedingungen inszeniert. Sie sind in die Rolle der Vorreiter geschlüpft, haben die erste sich bietende Chance ergriffen, für die Bühnenkunst in die Bresche zu springen. „Systemrelevant“ prangert in großen Lettern auf derWerkzeugkiste des Barbiers, der nebenher auch testet und impft. Am Ende des ersten Aktes marschieren zwei Feuerwehrmänner auf die Bühne und erinnern das Ensemble an
Abstandsregel und Maskenpflicht.

Die Operninszenierung zum Auftakt des Formats „Villa Jamm Artists“ thematisiert auch die Pandemie, die der Kulturbranche seit mehr als einem Jahr schwer zusetzt. Theater,

 Musik und Kunst waren allenfalls noch im Internet präsent. Die am Freitag und Samstag angesetzte Opernau!ührung unter freien Himmel hatte strenge Aufagen: Maximal100 Besucher, Abstandsgebot und Maskenpficht, kein Zugang ohne Schnelltest oder Impfnachweis. Michael Güttler hat die Rahmenbedingungen in den letzten Wochen mehr als einmal deutlich kritisiert: Die Kultur war nie ein Pandemietreiber, sie braucht Freiräume, kein Korsett.

Kulisse aus Pappmaché
Die Inszenierung von Güttler und Cornelia Lanz, der Leiterin des städtischen Kulturamtes, baut die Pandemie Thema plakativ in die vor mehr als 200 Jahren uraufgeführte Opera bffa ein. „Der Barbier von Sevillahr“, kommt volkstümlich und mit einer gehörigen Portion Klamauk daher. Die von Heinz Treiber und Julia Doll ohne Budget gestalteteKulisse und Stffage sind aus Pappmaché. Handgeschriebene Pappschilder, von zwei Kindern herumgezeigt, kommentieren das Geschehen auf der Bühne, das oft an eine Art Opernwerkstatt erinnert. Die Akteure hüpfen auf einem Trampolin, fuchteln mit karikaturenhaften Requisiten herum. Es wird gar nicht erst versucht, große Opernkunst auf die Bühne des Musikpavillons im Stadtpark zu bringen.

Wer die Bilder und den bei der Premiere am Freitag bis 18 Uhr auf der Nestler-Baustelle rumorenden Abrissbagger aber ausblenden konnte, wurde aber von einer bemerkenswerten Au!ührung in den Bann gezogen. Das von Michael Güttler mit viel Fingerspitzengefühl zusammengestellte „Frischluft und Musik Festivalorchester“ überzeugte auf der ganzen Linie. Mehr als 30 Pro#musiker aus ganz Süddeutschland, unter ihnen auch zwei gebürtige Lahrer. Am Pult ein Maestro, der den „Barbier vonSevilla“ 48-mal in Wien dirigiert hat. Sein Klangkörper agierte präzise, mit viel Schwung und einer gehörigen Portion Verve. Kraftvoll und doch leichtfüßig, wunderbar elegant,
an den richtigen Stellen mit ordentlichem Wums.

Großartige Opernsänger
Dem Orchester ebenbürtig war das von Cornelia Lanz zusammengestellte Bühnenensemble. Frederik Baldus als Figaro, ein stimmgewaltiger Spaßvogel. Oscar de la Torre (Graf Almaviva) und Filippo Morace (Bartolo) zwei großartige Opernsänger, die voller Leidenschaft um die von Cornelia Lanz verkörperte Rosina buhlen. Dazu Christoph Seidl (Basilio) und seine Frau Iva als Haushälterin Berta. Allesamt Profiss, die normalerweise in bedeutenden Opernhäusern auf der Bühne stehen. Denen aber auch anzumerken war, dass sie nach Monaten der Abstinenz darauf brennen, wieder vor Publikum zu spielen.

Der Abend lässt deshalb auch nur ein Fazit zu. In Lahr hat sich die Kultur eindrucksvoll zurückgemeldet, auch wenn die Rahmenbedingungen und das fehlende Budget, ebensofür das eine oder andere Fragezeichen sorgten, wie die durchaus noch erkennbare Unwucht bei der mitten in der Pandemie.

Quelle:  Offenburger Tageblatt

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GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK 1. – 7. JULI 2021

Duden | Rundfunkgerät | Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Herkunft

(Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern bezieht sich ausschließlich auf die untenstehenden Sender). Kurzfristige Programmänderungen der Sender vorbehalten!
Alle Zeiten MEZ.

3.7. LUISA MILLER (aus Rom, Aufnahme v. 30.4.) Deutschlandradio-19.05 Uhr
OTELLO (aus Barcelona, Aufnahme v. 27.3.) ORF Ö1-19.30 Uhr
OTELLO (aus New York, Aufnahme v. 6.10.2015) BBC 3-19.30 Uhr
L’ORFEO (aus Paris, Aufnahme v. 4.6.) France Musique-20 Uhr
SIMON BOCCANEGRA (aus Zürich, Aufnahme v. 6.12.2020) HR 2-20.04 Uhr
I LITUANI (aus Vilnius, Aufnahme v. 5.9.2020) Bayern 4-20.05 Uhr
5.7. LE NOZZE DI FIGARO (Live aus Aix) RAI 3-21.30 Uhr
6.7. FALSTAFF (Live aus Aix) RAI 3-21.30 Uhr

EMPFANGSMÖGLICHGKEIT ÜBER DAS INTERNET
ORF – Ö 1 http://oe1.orf.at/
Bayern 4 https://www.br-klassik.de/index.html
HR 2 http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/
WDR 3 http://www1.wdr.de/radio/wdr3/index.html
SWR 2 http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/otnbb1/index.html
Deutschlandradio http://www.deutschlandradiokultur.de/startseite.197.de.html
RAI 3 http://www.radio3.rai.it/dl/radio3/programmi/PublishingBlock-61ab4215-547b-4563-8b1f-8932531e5469.html
Radio Suisse R. https://www.rts.ch/
Radio 4Hilversum https://www.nporadio4.nl/gids-gemist
VRT Klara http://www.klara.be/
RNE Clasica Madrid http://www.rtve.es/radio/radioclasica/programacion/
MET-Stream http://www.metopera.org/Season/Radio/Free-Live-Audio-Streams/
BBC 3 http://www.bbc.co.uk/radio3/programmes/genres/music/classical/opera/all
France Musique https://www.francemusique.fr/opera

Das sind jene Sender, die regelmäßig Opernübertragungen senden. Sollten unseren Lesern noch andere derartige Sender bekannt sein, dann bitten wir um Bekanntgabe inkl. Internetadresse.

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Die Häuser des Burgtheaters: Premieren im September 2021

Eröffnung des Akademietheaters in der Saison 2021/22

04.09.2021, 18.30 Uhr
Lärm. Blindes sehen. Blinde sehen!
Elfriede Jelinek

Regie: Frank Castorf
Österreichische Erstaufführung

Eröffnung des Burgtheaters in der Saison 2021/22

05.09.2021, 19 Uhr
Maria Stuart
Friedrich Schiller

Regie: Martin Kušej
Koproduktion mit den Salzburger Festspielen

Burgtheater

09.09.2021, 19.30 Uhr
Richard II.
William Shakespeare

Regie: Johan Simons

Eröffnung des Vestibüls in der Saison 2021/22

17.09.2021, 18 Uhr
Mädchen wie die
Evan Placey

Regie: Mira Stadler
Koproduktion mit dem Max Reinhardt Seminar

Österreichische Erstaufführung
Burgtheaterstudio, Vestibül & mobil, für alle ab 12

Burgtheater

18.09.2021, 18 Uhr

Zdeněk Adamec
Eine Szene von Peter Handke

Regie: Frank Castorf

Eröffnung des Kasinos am Schwarzenbergplatz in der Saison 2021/22

22.09.2021

(Ob)Sessions
Saar Magal

Regie: Saar Magal

Uraufführung

Burgtheater

26.09.2021
Komplizen
Simon Stone, nach Kinder der Sonne und Feinde von Maxim Gorki

Regie. Simon Stone

Uraufführung

Aviso für die Premieren im Oktober 2021

Burgtheater

Der Untergang des Hauses Usher

Edgar Allan Poe
Regie: Barbara Frey

Koproduktion mit der Ruhrtriennale

Burgtheater

Der Selbstmörder
Nikolai Erdmann
Regie: Peter Jordan & Leonhard Koppelmann

Akademietheater

Moskitos
Lucy Kirkwood
Regie: Itay Tiran

Österreichische Erstaufführung

Kasino am Schwarzenbergplatz

Stadt der Affen
Lies Pauwels

Regie: Lies Pauwels
Uraufführung

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BUCH: Irgendwann blieb er dann dort: ein Griechenland-Aussteiger erzählt

Burgenländer Rudi Treiber lebt seit 20 Jahren auch in Griechenland. Nun beschreibt er die Seele des Landes in einem – schrägen – Buch

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© Rudi Treiber Rudi Treiber ist ein Abenteurer, der sich in Griechenland verliebt hat: „Das Meer erzeugt immer wieder ein Gefühl“.

Er ist ein „Aussteiger“ und damit sowieso schon jeder Biederkeit unverdächtig. Aber der Burgenländer Rudi Treiber hebt das Wort „unkonventionell“ auf ein neues Level. Der bald 71-Jährige lebte in den 1960ern eine jener Geschichten, in denen sich die Worte Griechenland und Autostoppen treffen, die entstandene Sehnsucht wuchs, bis er 2001 einen Wohnsitz dort begründete. Danzer wäre stolz auf ihn.

Jetzt hat Treiber ein Buch geschrieben, das man auch „unkonventionell“ nennen darf. Gespickt mit Fehlern, aber auch mit viel Herz, erzählt ohne Reiseführerstrenge, aber mit der Leidenschaft eines Aussteigers. Man kann sagen: Der Rudi schreibt sich seine Griechenlandliebe samt emotionalem Wissen über das Land von der Seele, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Und irgendwie geht das auf.

YouTube-Starlet und Lehrer

Nachdem er 35 Jahre Lehrer für Englisch und Turnen in Neusiedl war, kaufte sich Treiber in Erfüllung eines Lebenstraums ein Anwesen auf der nördlichen Peloponnes, nahe Patras am korinthischen Meer.

Sechs Kilometer im Landesinneren, aber nur wenige Minuten vom Meer entfernt, 10.000 Quadratmeter groß, mit 150 Olivenbäumen. Man braucht Platz im Leben, denn „ein Nachbar kann dir das Leben versauen“, sagt Treiber, der immer schon viele Interessen hatte, vom Malen bis zur Musik – Treiber spielte einst als Vorgruppe von Status Quo, verkaufte Tausende Tonträger und ist ein bisschen Youtube-Star. „Mein Vater hat immer gesagt: Bua, du fangst immer was an, von dem I waas, dass du es nicht kannst, aber es wird immer was draus.“

Die größte Leidenschaft ist aber Griechenland und dass er das bis jetzt nie künstlerisch verarbeitet habe, sei komisch. „Es gab nix von meinem Lieblingsland, also schrieb ich während der Pandemie das Buch.“ Hauptort darin ist sein Anwesen, das er vor zwanzig Jahren nur entdeckt hat, weil der Auspuff seines alten Mercedes aufgegeben hatte.

Seitdem verbringt er zumindest drei Monate pro Jahr hier und an anderen Orten in Griechenland, wobei: „Für mich ist das hier die beste Gegend der Welt. Die Inseln sind im Sommer überfüllt und im Winter ist alles zu. Am Peloponnes ist im Sommer Leben, im Winter Leben. Ich brauche Infrastruktur, will auf einen Kaffee gehen können. Und hier sind nur griechische Touristen. Keine Österreicher, keine Deutschen.“ Nur er, den die Menschen im Dorf längst „Rudaki“ nennen, den der Fischer auf eine Ausfahrt mitnimmt, und der ein Heimatgefühl entwickelte.

Empfehlungen für Griechenland

Welchen Teil des Landes ein Griechenland-Neuling zuerst besuchen sollte, sei Typsache: „Wer das Städtische sucht, muss unbedingt nach Athen, Thessaloniki und Kalamata. Richtig ursprünglich ist der Norden bei der albanischen Grenze. Und je näher zum Meer, umso entwickelter und touristischer.

Jeder muss sich sein Griechenland erobern.“ Das beginne schon bei der Anreise: schnell mit dem Flieger oder „bequem nach Venedig und dann mit der Fähre nach Patras. Das dauert zwei Tage, aber wie sagt man: Ihr habt die Uhren, ich habe die Zeit.“

© Rudi Treiber Treiber ist Künstler, Sänger, Aussteiger, Olivenbauer … und mehr.

Im Buch erzählt Treiber die kleinen und großen Anekdoten, von der Olivenernte, während der er immer da sein muss, bis zu den Essenseinladungen an den Bürgermeister, wenn die Zufahrtsstraße wieder gemacht werden muss. Vom Dauerregen im Februar und dem Meer, das „immer wieder ein Gefühl erzeugt“. Von Skorpionen, deren Bisse schmerzen, und von Entstehung und Qualität des Olivenöls. Die Erzählungen sind so wirr, wie es ein „permanenter Seitensprung“ eben ist, wie Treiber sein Teilzeitleben in Griechenland nennt.

Mein verrücktes Griechenland - Treiber, Rudi - morawa.at

Buchinfo: „Mein verrücktes Griechenland. Vom Rucksacktouristen zum Olivenhainbesitzer“, Eigenverlag, 29,80  Euro.  Infos zu Rudi Treiber und seinen Projekten: ruditreiber.com

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a t t i t u d e: This week’s recommendations: June 29th, 2021

Due to the Summer Holidays, a t t i t u d e will also take some „Vacations“ and will restart its work next September. We can already reveal that, after a content relaunch, we will bring you lots of News, Articles and Interviews in a new form. Yes, we are not standing still as we are also reinventing ourselves.

With the best Summer Wishes,
I remain yours
Ricardo Leitner
a t t i t u d e

A Suite of Dances (part Première): Vienna State Ballet (May 20th, 2021)

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Read it here!

To the Lady in the fourth row (with her daughter): What is racism?

Watch the video here!

Exquisite work: Danielle Rowe’s „Wooden Times“! Watch the Video here!

Vienna State Ballet: Next Season’s Presentation.

Read it here!

Ricardo Leitner/ attitude
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 ORF : „Inspector Barnaby“: Britische Kult-Krimiserie ab 1. Juli neu im ORF-III-Sommerprogramm

 Erste 16 Folgen – donnerstags ab 20.15 Uhr im Doppelpack =

Wien (OTS) – Britische Landidylle, liebenswert-schrullige Figuren, Mordfälle, die es in sich haben – und dazwischen der integre Inspector Barnaby, der sich nichts vormachen lässt: Ab 1. Juli 2021 zeigt ORF III Kultur und Information donnerstags ab 20.15 Uhr jeweils zwei Folgen der britischen Krimiserie „Inspector Barnaby“ mit John Nettles als kultigem Ermittler. Bis zum 26. August stehen die ersten 16 Episoden auf dem Programm, die zwischen 1997 und 2001 produziert wurden. Während das kühle Inselwetter in der fiktiven idyllischen Grafschaft Midsomer für Abkühlung sorgt, erhitzen die kniffligen Mordfälle, die auf den Romanen der britischen Autorin Caroline Graham basieren, die Gemüter der ländlichen Gemeinschaft. Zum Glück arbeitet Inspector Barnaby (Nettles) mit ruhiger Hand. Und gerät mal etwas aus dem Ruder, steht ihm der stets loyale Sergeant Gavin Troy (Daniel Casey) zur Seite – wenngleich dieser mit seinem abenteuerlichen Fahrstil immer wieder für zusätzlichen Nervenkitzel sorgt. Ein Ruhepol in Inspector Barnabys Leben ist seine Frau Joyce (Jane Wymark), die ihren umtriebigen Mann gerne öfter zu Gesicht bekommen würde.

Bereits im Juli muss der britische Ermittler eine Reihe von Fällen aufklären, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die „Inspector Barnaby“-Folgen im Überblick:

Donnerstag, 1. Juli 20.15 Uhr: Tod in Badger’s Drift 22.00 Uhr: Blutige Anfänger

Donnerstag, 15. Juli 20.15 Uhr: Requiem für einen Mörder 22.00 Uhr: Treu bis in den Tod

Donnerstag, 22. Juli 20.15 Uhr: Ein böses Ende 22.00 Uhr: Der Schatten des Todes

Donnerstag, 29. Juli 20.15 Uhr: Der Würger von Raven’s Wood 22.00 Uhr: Sport ist Mord

Donnerstag, 5. August 20.15 Uhr: Mord auf der Durchreise 22.00 Uhr: Ein Toter, den niemand vermisst

Donnerstag, 12. August 20.15 Uhr: Drei tote alte Damen 22.00 Uhr: Der Mistgabel-Mörder

Donnerstag, 19. August 20.15 Uhr: Der Fluch von Aspern Tallow 22.00 Uhr: Der Garten des Todes

Donnerstag, 26. August 20.15 Uhr: Ein Männlein stirbt im Walde 22.00 Uhr: Der Tote im Kornkreis

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