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INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 5. MAI 2020)

05.05.2020 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 5. MAI 2020)

operklosterneuburg muss auf 2021 verschoben werden


„Die Macht des Schicksals“ abgesagt. Copyright: Roland Ferrigato

Nach eingehender Beratung und Diskussion möglicher Szenarien geben Intendanz und Kulturamt der Stadt Klosterneuburg die Absage der operklosterneuburg bekannt. Schweren Herzens wird das kulturelle Flaggschiff dieses Jahr im sicheren Hafen bleiben. Die für 2020 geplante Produktion „Die Macht des Schicksals“ von Giuseppe Verdi wird vorläufig auf das nächste Jahr verschoben.

Leider muss auch die operklosterneuburg der Situation mit der weltweiten Corona-Pandemie und den in Österreich geltenden Schutzmaßnahmen Tribut zollen und „Die Macht des Schicksals“ für 2020 absagen bzw. auf den Spielplan 2021 setzen. Da die Gesundheit des Publikums, der Augustiner Chorherren sowie aller Mitwirkenden oberste Priorität hat, muss die operklosterneuburg nach intensiver Prüfung der Situation und reichlicher Überlegung die Entscheidung zu einer Verschiebung um ein Jahr bekanntgeben.

Die Vorgaben und Empfehlungen der Bundesregierung zur Sicherheit aller Bürger müssen selbstverständlich eingehalten werden. In diesem Rahmen ist es nach Ansicht aller Beteiligten nicht möglich, das Gesamtkunstwerk der operklosterneuburg als jenes unvergessliche Erlebnis zu gestalten, als welches die Besucher es kennen und schätzen. Das erwartete künstlerische Niveau wäre aufgrund der nicht abschätzbaren Probensituation gefährdet. Das Ambiente des einzigartigen Kaiserhofs könnten aufgrund der geltenden Eingangsbeschränkungen nur 30 Prozent der sonst üblichen Besucher genießen. Zudem sind folgende Einschränkungen für Publikum und Produktion nicht umsetzbar: 1 Meter Sicherheitsabstand, vor allem im Eingangsbereich, oder gar im Orchestergraben, massive Einschränkungen während der Pausensituation, Auflagen im Cateringbereich, Ausfall des Ausweichquartiers bei Regenwetter sowie das Damoklesschwert eines drohenden Entzugs der Veranstaltungsgenehmigung bei negativem Verlauf der Corona-Pandemie in Österreich.

„Als Kulturstadträtin bedaure ich diese Entscheidung sehr, stehe aber voll hinter ihr. In diesen Zeiten ist es wichtig, verantwortungsbewusst zu handeln und zu entscheiden. Ich bedanke mich bei Allen, die mit voller Energie bis zuletzt an den Vorbereitungen zur heurigen Saison gearbeitet haben, und freue mich sehr auf 2021, in der uns die ‚Macht des Schicksals‘ hoffentlich nur auf der Bühne begegnen wird“, zeigt sich Kulturstadträtin Verena Pöschl von der Richtigkeit der Entscheidung überzeugt.

Auch Intendant Michael Garschall schmerzt die Absage: „Für mich ist es unvorstellbar, dass unter den gegebenen Bedingungen unsere über 130 Mitwirkenden an einer sinnvollen Probenarbeit teilnehmen können. Zudem haben wir vier internationale Künstler, deren Anreise zum derzeitigen Zeitpunkt unmöglich erscheint. Wir möchten dem Publikum einen unbeschwerten Opernabend ohne Einschränkungen garantieren, und das erscheint heuer so gut wie unmöglich.“

Fast 70 Prozent der Karten wurden bereits verkauft und reserviert. „Wir möchten unserem treuen Publikum in diesen unsicheren Zeiten jedenfalls die Sicherheit geben, dass jeder einzelne Kunde von unserem Büro betreffend bereits gekaufter Tickets persönlich betreut wird,“ ist Geschäftsführer Mag. (FH) Franz Brenner mit seinem Team um eine bestmögliche Betreuung der Gäste bemüht.

Großer Dank gilt dem Augustiner Chorherrenstift und dem Amt der NÖ Landesregierung für die Zusammenarbeit in diesen herausfordernden Zeiten

Was passiert mit bereits gekauften Tickets?

Folgende Möglichkeiten bietet die operklosterneuburg für bereits gekaufte Tickets an:

Karten behalten unter Preisgarantie ihre Gültigkeit für den parallelen Ersatztermin der operklosterneuburg 2021 – „Die Macht des Schicksals“.

Kann das gekaufte Ticket für den Ersatztermin in der Saison 2021 nicht in Anspruch genommen werden, können die Tickets gegen Vorlage des Originals dort retourniert werden, wo sie gekauft wurden. Der Kartenpreis wird durch die operklosterneuburg in diesem Fall jedenfalls zurückbezahlt.

Das Kartenbüro der operklosterneuburg ist erreichbar unter Tel. 02243 / 444-424 und per E-Mail: karten@operklosterneuburg.at

Vorschau

Geplante Termine 2021 der operklosterneuburg – „Die Macht des Schicksals“:
3., 6. (Rotary), 8., 10., 13., 16., 18. (Kindervorstellung), 20., 22., 24., 28. und 30. Juli 2021

Ihr operklosterneuburg-Team

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Kulturinitiative bühnenliebe.at – eine neue Online-Plattform unterstützt kostenlos und unbürokratisch:

Ob Bühnenhäuser, Festspiele oder Festivals: alle Kulturbetriebe in Österreich sind von den Auswirkungen der Corona-Pandemie stark betroffen und stehen nun immer mehr vor großen finanziellen Herausforderungen.

Um abzuhelfen ist die Plattform bühnenliebe.at ins Leben gerufen worden, die auf einfache Weise ermöglicht, Gutscheine für Bühnenhäuser, Festspiele und Festivals jetzt zu kaufen und später einzulösen. Dabei fallen weder für Kulturbetriebe noch für Gutscheinkäufer Kosten & Gebühren auf der Plattform an und der Erlös der Gutscheine kommt den Bühnen und Festspielen direkt, sofort und zur Gänze zugute, »denn vom kleinen Puppentheater bis zum großen Bühnenhaus, vom kleinen Festspiel bis zum großen Festival brauchen alle JETZT Hilfe«, sind die Initiatoren überzeugt.

Zu den Unterstützern von bühnenliebe.at zählen bereits die ORF Plattform myfidelio.at, Universal Music, MICA, Habegger Austria, uvm.

Die Plattform wird von Kulturbetrieben sehr stark angenommen & dutzende große und kleine Kulturinstitutionen haben sich seit Start der Initiative vor 10 Tagen bereits registriert. Immer mehr Gutscheinbestellungen werden täglich durchgeführt und jeden Tag kommen neue Kultur-Betriebe dazu. Vom Haydn Festival zum Mozart Knabenchor Wien, von Schloss Thalheim Classic in NÖ bis zur Kompagnie Dieheroldfliri aus Vorarlberg.

»Kultur ist ein essenzieller Bestandteil unseres Lebens & wir wollen unsere Häuser erhalten, denn Kunst live zu erleben ist durch nichts zu ersetzen.« sagt dazu Teilnehmer Jakub Kavin, künstlerischer Leiter des Theater Arche. Das sieht das heimische Publikum, das seinen Kulturveranstaltungen entgegen sehnt, genauso, und der Gutscheinverkauf kam schnell ins Rollen. Auf diese Weise vermittelt bühnenliebe.at schon heute Vorfreude auf die kulturellen Ereignisse von morgen.

Bitte kommunizieren Sie diese Initiative an Ihr gesamtes Netzwerk weiter, damit die Plattform so rasch wie möglich in ganz Österreich bekannt wird und noch mehr Unterstützung für unsere geliebten Kulturbetriebe stattfinden kann.

Soziale Distanzierung Heute. Kultur Verbindet Morgen.

die Initiative bühnenliebe.at

Mail: info@bühnenliebe.at

Web: www.bühnenliebe.at   

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Theater Dortmund startet Konzertformat MUSIK AUF RÄDERN        


„Im weissen Rössl“: Mathias Störmer, Irina Simmes. Foto: Anke Sundermeier

Am Dienstag, 5. Mai 2020, startet das Theater Dortmund das der Corona-Pandemie angepasste Konzertformat MUSIK AUF RÄDERN. An verschiedenen Standorten in Dortmund werden die Oper Dortmund und die Dortmunder Philharmoniker jeweils um 16 Uhr kleine Live-Konzerte von ca. 20 Minuten Dauer geben. Die Abstandsregelungen werden eingehalten. Mit dem Programm kommt das Theater Dortmund vor allem zu den Menschen, die aufgrund ihrer Identifizierung als Risikogruppe besonders in ihrem Bewegungsfreiraum eingeschränkt sind.

Der erste Auftritt findet mit der Sopranistin Irina Simmes vor dem Seniorenwohnsitz „Kreuzviertel“ 44139 Dortmund-Kreuzviertel, Kreuzstraße 68 / Ecke Lindemannstraße statt.

Die Corona-Krise zwingt das Theater Dortmund, bis zum Ende der Spielzeit keine Vorstellungen mehr auf den Bühnen des Opern- und Schauspielhauses sowie im Kinder- und Jugendtheater anzubieten. Um jedoch Interessentinnen und Interessenten klassischer Musik eine Möglichkeit zu geben, Live-Vorstellungen zu erleben, wird das Theater Dortmund mit einem mobilen Programm an ausgesuchten Plätzen und Örtlichkeiten in Dortmund musizieren. Das Theater Dortmund nimmt mit dem Programm MUSIK AUF RÄDERN auch seine soziale Verantwortung wahr, indem es vorrangig vor Seniorenheimen spielen wird. Gerade Senioren sind aufgrund ihrer Identifizierung als Risikogruppe besonders in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Das Theater Dortmund möchte damit, diesen Menschen ein Stück Alltag und Normalität wiedergeben. Das Programm besteht aus zwei bis drei musikalischen Darbietungen von ca. 20 Minuten Dauer.

Auch wenn das Streaming Angebot der Theater stetig ausgebaut wird, ist doch die Nachfrage nach Live-Vorstellungen groß und macht die Einzigartigkeit von Theater aus. Das Programm findet zwei Mal in der Woche, dienstags und donnerstags, statt und wechselt zwischen der Oper und den Philharmonikern. Bei dem Vorhaben, das mit den Sicherheitsbehörden abgestimmt ist, wird gewährleistet, dass alle Maßgaben der Abstandswahrung eingehalten werden.
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KONZERTE – WIE SIE DERZEIT AUCH IN WIEN MÖGLICH WÄREN!

Mir (Anm.d.Red.: Dr. Markus Vasek) geht es in meiner Nachricht um das individuelle Schicksal der einzelnen Künstler einerseits und das kulturelle Leben „vor Ort“ insgesamt andererseits. Als Jurist wähle ich einen ganz pragmatischen Zugang, nämlich die derzeit geltende Rechtslage (Kritik in die eine oder andere Richtung überlasse ich – wie gesagt – anderen).


Foto: Barbara Zeininger

Stand heute sind Veranstaltungen, auch und insbesondere solche kultureller Art, grundsätzlich wieder erlaubt, soweit in geschlossenen Räumlichkeiten die Teilnehmerzahl zehn Personen nicht übersteigt (§ 10 Abs 1 und 2 COVID-19-Lockerungsverordnung, BGBl II 197/2020). In geschlossenen Räumlichkeiten gilt, dass 10qm pro Teilnehmer zu Verfügung stehen müssen, wobei Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, einen Mindestabstand von einem Meter einhalten müssen sowie eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung getragen werden muss (§ 10 Abs 4 der Verordnung). In § 11 der genannten Verordnung sind einige relevante Ausnahmen enthalten, wobei es im Grundsatz beim Vorgesagten bleibt.

Meine Idee ist nicht originell, aber sie appelliert an die Eigeninitiative und die Kreativität der Künstler (leider wird man auf Grund der Vorgaben wohl ausschließlich Solisten ohne „großes Gerät“ ansprechen können), die Bereitschaft von Einrichtungen/Institutionen, die Räumlichkeiten mit 100qm+ zur Verfügung stellen würden sowie die Bereitschaft des Publikums, wieder „in die Gänge zu kommen“. Stellen wir uns vor, dass eine Violinistin/ein Violinist bereit wäre, die Violinsonaten von Bach in einem entsprechenden Raum vor neun zahlenden Zuhörern aufzuführen. Das mag ein trauriger Anblick sein, aber es wäre ein wirkmächtiges Bild: Es wird wieder Kultur vor Publikum gemacht! Ich bin kein Betriebswirt, aber sagen wir, dass man für solch ein „außergewöhnliches Konzert“ ohne Weiteres Eintritt verlangen könnte (die Sicht dürfte auf allen Plätzen gut sein und auch sonst mag der werte Hochkulturkonsument ja gerne „Exklusivität“). Raummiete dürfte klarerweise nicht anfallen, aber es sollte doch bitte wirklich Einrichtungen/Institutionen geben, die das ermöglichen und „den Schlüssel hergeben“.

Was an dieser Idee vielleicht noch gut sein könnte: Der individuelle Künstler wäre nicht Bittsteller und Bettler, sondern Dienstleister, der für sein „Produkt“ selbstverständlich auch etwas verlangen kann. Es ist klar, dass das derzeit unter extremen Bedingungen stattfindet, aber immerhin: Der Kulturbetrieb würde en miniature vor Ort weitergehen und nicht bloß im Internet. Und ich traue mich zu wetten, dass bei entsprechender Bewerbung (natürlich im Internet!) schon bald sehr großes Interesse des Publikums da wäre – man ist ja ausgehungert. Ich will nicht sagen, dass Künstler und Programm egal sind, aber im Moment könnte das schon so sein.

Ich trage diese Idee einmal an Sie heran – ich weiß nicht was daraus folgt. Vielleicht ist das alles auch nur ein Hirngespinst, aber auch die müssen manchmal an die Luft gesetzt werden …

Herzliche Grüße

Markus Vašek (markus.vasek@live.at )

Wir vom Online-Merker wären bereit, solche Konzerte zu ermöglichen, um den Karren etwas in Schwung zu bringen. Wir geben Künstlern kostenlos „den Schlüssel“ zu unserem Veranstaltungsraum –  veranstalten müssten diese aber selbst – auch Eintritt verlangen! Yamaha- Elektroklavier vorhanden.

Kontakt: info@der-neue-merker.at oder Festnetztelefon 813 62 85.

Rechtliche Fragen beantwortet Dr. Vasek unter markus.vasek@live.at

Konzerte trotz Corona. Wie wird die „neue Normalität“ im Konzert?
Keiner weiß, wann es wieder normale Konzerte geben wird. Veranstalter, Intendanten und Musiker suchen Lösungen, um auch während der Corona-Pandemie Konzerte zu ermöglichen. Nach dem 6. Mai will sich auch die Bundesregierung darüber Gedanken machen, wie Kultureinrichtungen schrittweise geöffnet werden können. Klar ist: Es muss Pläne, Vorgaben, Richtlinien geben. Wie sehen die aus? BR-KLASSIK fragt Intendanten, Virologen, Musikermediziner, Veranstalter und Orchester. Für letztere sieht es besonders schlecht aus.
http://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/konzerte-corona-regeln-veranstaltungen-hygienekonzept-abstand-publikum-100.html

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BAYERISCHE STAATSOPER: JONAS KAUFMANN SINGT „DICHTERLIEBE“ („Ein Jüngling liebt ein Mädchen“

ZU INSTAGRAM

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VIDEO-KONZERTE  GEIGENKLASSE DER LEHRERIN PARWANEH HADERER (Musikschule 1090 und 1170 Wien)

VIDEO 1

VIDEO 2

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STREAM-TIPPS von Sigi Brockmann: Hinweisen möchte ich auf die historische Zauberflöte aus Hamburg in der Regie von Peter Ustinov mit N. Gedda und Edith Matthis als jungem Paar, C. Deutekom als Königin der Nacht und Hans Sotin als Sarastro (Fischer-Dieskau als Sprecher) ML Horst Stein – aus der Met ist vielleicht Saariaho´s Lámour de loin (ganz aktuell Liebe aus der Ferne!) von besonderem Interesse. Damals im Kino habe ich sie verpaßt bzw. wegen einer hiesigen Vorstellung nicht besucht – alle Kritiken auch im Merker waren begeistert – das kann man jetzt nachholen. 

Wednesday, May 6
Saariaho’s L’Amour de Loin
Starring Susanna Phillips, Tamara Mumford, and Eric Owens, conducted by Susanna Mälkki. From December 10, 2016.

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BERLIN: Young Euro Classic – 2020 anders spielen?

Young Euro Classic, das weltweit wichtigste Festival für Jugendorchester, wird diesen Sommer nicht in gewohnter Form stattfinden. Die traditionsreiche Veranstaltungsreihe sollte am 24. Juli im Konzerthaus Berlin beginnen. Nun geben die Regulierungen von Bund und Land im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus neue Rahmenbedingungen vor: „Wir tragen die Schutzmaßnahmen aus Überzeugung mit; die Gesundheit der Musiker*innen, des Publikums, aller Beteiligten hat die oberste Priorität“, sagt Festivalchefin Gabriele Minz. Dass die Orchesterkonzerte in diesem Jahr nicht stattfinden können, erfüllt sie und ihr gesamtes Festivalteam mit großem Bedauern. Gleichzeitig aber soll versucht werden, ohnehin gebeutelten Künstler*innen eine Perspektive und dem Publikum einen Grund zur Vorfreude zu bieten: „Wir arbeiten seit Wochen mit großem Engagement an alternativen Konzepten, denn Jugend, Musik und Europa stehen auch für Zukunftshoffnung“, so die Festivalleitung.

Wie so ein Alternativprogramm aussehen könnte, hängt von künstlerischen, gesundheitlichen und finanziellen Rahmenbedingungen ab. Das Konzerthaus am Gendarmenmarkt, von Anfang an Partner und Spielort von Young Euro Classic, bleibt bis zum 31. Juli geschlossen. Eine vorsichtige Öffnung ist nach aktuellem Stand ab 1. August zu erwarten. Dass dann wie gewohnt Jugendorchester aus aller Welt anreisen, ist angesichts der globalen Reisebeschränkungen ausgeschlossen. Vergessen werden die eigentlichen Protagonist*innen des Festivals bei dessen Neukonzeption aber keineswegs: „Wichtig wäre uns ein Zeichen an den musikalischen Nachwuchs“, erklärt Dieter Rexroth, Künstlerischer Leiter von Young Euro Classic: „Gebt nicht auf, das Leben geht weiter!“ Das alternative Programm soll mit gewohnt mitreißenden wie spannenden Beiträgen durch die kulturarme Zeit helfen.

Viele Orchester, die diesen Sommer nicht anreisen können, haben bereits angekündigt, in der kommenden Saison dabei sein zu wollen. Darunter das Tbilisi Youth Orchestra: „We will be more than happy to participate in YEC for the year of 2021“, teilte der Künstlerische Leiter Mikheil Mdinaradze mit. „Till then, we hope the world will move to a much more developed and positive reality.“

Ähnlich optimistisch ist auch Willi Steul, 1. Vorsitzender des veranstaltenden Freundeskreises: „Mag der Virus auch unberechenbar sein; klassische Musik bietet eine große Bandbreite von Möglichkeiten!“

Für das alternative Festivalformat im August prüft Young Euro Classic im Einvernehmen mit den zuständigen Behörden und dem Konzerthaus, unter welchen Umständen Konzerte zu realisieren wären. Dies wird noch eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen. Das Festival bittet daher alle Zuschauer*innen, alle Freund*innen um Geduld und Unterstützung.

Young Euro Classic ist dem Konzerthaus und den Partnern des Festivals, vor allem dem Hauptstadtkulturfonds, der KfW Bankengruppe, den Volksbanken und Raiffeisenbanken, der GVL, dem Auswärtigen Amt, dem Bundesfamilienministerium und der SARIAS Stiftung und allen Spender*innen sehr dankbar, dass sie diese noch ergebnisoffenen Bemühungen um ein alternatives Young Euro Classic Programm ab dem 1. August 2020 vertrauensvoll unterstützen.

Bereits gekaufte Tickets können erstattet, gutgeschrieben oder gespendet werden. Nähere Informationen dazu unter: www.young-euro-classic.de
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Staatstheater am Gärtnerplatz lanciert »Hinter dem Vorhang – Talk vom Gärtnerplatz«

Gärtnerplatztheater (@Gaertnertheater) | Twitter

Das Staatstheater am Gärtnerplatz plant ab dem 7. Mai 2020 eine wöchentliche OnlineSerie, die auf der eigenen Website sowie der BR KulturBühne gezeigt wird. Für die ersten Episoden der rund 60-minütigen Gesprächsrunde mit musikalischen Beiträgen haben Gäste wie Brigitte Fassbaender oder Konstantin Wecker zugesagt.

Ein regulärer Theaterbetrieb ist auf absehbare Zeit nicht möglich. Aus diesem Grund hat das Staatstheater am Gärtnerplatz ein neues, kostenloses Digital-Format entwickelt, das unter dem Titel »Hinter dem Vorhang – Talk vom Gärtnerplatz« eine unterhaltsame und informative Mischung aus Gesprächen mit hochkarätigen Gästen und musikalischen Darbietungen kombiniert.
»Das Streamen von Musiktheater-Aufführungen kann das Erlebnis eines Theaterbesuches nicht ersetzen. Um unser Publikum online zu erreichen müssen wir also die Inhalte neu und kreativ gestalten.«, unterstreicht Staatsintendant Josef E. Köpplinger, der die Gesprächsrunde moderieren wird.

Das rund 60-minütige Format wird ab 7. Mai immer donnerstags um 19.30 Uhr auf gaertnerplatztheater.de zu sehen sein. Mit dabei: die BR KulturBühne, das neue Onlineformat des Bayerischen Rundfunks.

Die erste Episode mit Brigitte Fassbaender steht unter dem Motto »Liebe auf der Bühne – Vom seelischen und musikalischen Striptease vor Publikum« und wird musikalisch umrahmt von den Ensemblemitgliedern des Gärtnerplatztheaters Camille Schnoor, Anna-Katharina Tonauer und Daniel Gutmann sowie Gaststar Daniel Prohaska.

Neben »Hinter dem Vorhang« sind weitere Onlineangebote des Theaters geplant, so z.B. theaterpädagogische Formate des Jungen Gärtnerplatztheaters oder von den Musikern des Orchesters des Staatstheaters am Gärtnerplatz. Diese Angebote werden ebenfalls auf der Website des Gärtnerplatztheaters zu finden sein.

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Deutschland: FORUM MUSIK FESTIVALS macht konkrete Vorschläge: Zukunftssicherungsfonds und Zweistufenmodell für die Rückkehr zu einem öffentlichen Veranstaltungsbetrieb

FORUM MUSIK FESTIVALS (FMF) wurde im April 2020 von 40 Festivals gegründet mit dem Ziel, die politischen Interessen der vielfältigen deutschen Festivallandschaft auf Bundesebene zu vertreten. Das FORUM MUSIK FESTIVALS vertritt aktuell 72 Institutionen jeglicher Größenordnung.

In seinem aktuellen Positionspapier fordert FMF einen Zukunftssicherungsfonds, um den durch die COVID-19-Pandemie in ihrer Existenz bedrohten Festivals zu helfen und Ausfallgagen für die betroffenen Künstler*innen finanziell und zuwendungsrechtlich möglich zu machen.

Darüber hinaus legt FMF ein Konzept für eine behutsame Öffnung des Veranstaltungsbetriebs vor. Dies soll unter anderem dazu beitragen, dass die Festivals im weiteren Verlauf des Jahres ihre kulturell bedeutenden Aufgaben und wertschöpfende Funktion an den jeweiligen Orten zumindest teilweise wieder wahrnehmen können.

FMF schlägt ein Zweistufenmodell bestehend aus einem Gesundheits- und Sicherheitskonzept und einer Gefährdungsbeurteilung in Bezug auf Künstler*innen und Publikum vor.

Adressaten sind die Beauftragte des Bundes für Kultur und Medien, die Kulturminister*innen der Länder sowie Kulturpolitiker*innen aller Fraktionen. Ziel ist der Eintritt in einen gemeinsamen konstruktiven Lösungsprozess zur Sicherung der musikalischen Festivallandschaft.

forum-musik-festivals.de

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BONNDEMIE – Lockdown, Liebe, Lagerkoller

Text: Volker Racho
Regie: Simon Solberg

Premiere: Samstag, den 9. Mai 2020 um 17 Uhr

auf www.theater-bonn.de & den Social Media Kanälen des Theater Bonn

Verfolgen Sie die Entstehung einer Theaterinszenierung auf zwei Meter Sicherheitsabstand, die es ohne Corona nie gegeben hätte!

Der Mensch ist ein Herdentier – doch was passiert, wenn man ihm die Herde untersagt?

Er sitzt wie ein Hamster isoliert in seinem Käfig und dreht am Rad. Homeoffice, Homeschooling, Quarantäne, soziale Distanz – unser aller Leben wurde von jetzt auf gleich komplett auf den Kopf gestellt. Die Arbeitswelt organisiert sich neu, Familienbesuche sind auf Eis gelegt, der Kneipenbesuch kann nur am virtuellen Tresen stattfinden und daran, ein Theater vor September von innen zu sehen, ist nicht zu denken. Diese außergewöhnliche, verwirrende, beängstigende, aber auch hoffnungsvolle Zeit schreibt Geschichten, die so nur jetzt möglich sind.

Die Macher von “Linie 16” um den Autor Volker Racho präsentieren Ihnen über die nächsten 8 Wochen jeden Mittwoch und Samstag ab 17 Uhr eine neue ca. 3-minütige Szene in einer Theater-Web-Serie des Schauspiels Theater Bonn. Verpassen Sie nicht, wie die Charaktere sich im Ausnahmezustand entwickeln, Figurenstränge sich verweben und zu einer Geschichte zusammenwachsen, die dann zum Beginn der nächsten Spielzeit in einem musikalischen Theaterabend münden soll.

Sollten Sie eine Folge versäumt haben, können Sie diese jederzeit auf der Website und den Social Media Kanälen des Theater Bonn nachholen.

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Badener Museen öffnen wieder am 20. Mai

Beethoven in Baden
Im Jahr 2020 steht ganz Baden im Zeichen des berühmten Komponisten, der regelmäßig in Baden kurte. Im Kaiserhaus Baden läuft derzeit die große Beethoven-Ausstellung MYTHOS LUDWIG VAN. Die biedermeierlichen Wohnräume des Beethovenhauses Baden geben einen Einblick in das Leben und Umfeld des Komponisten in der Stadt Baden. 

Neue Ausstellung „Beethoven in Baden“ im Rollettmuseum
Mit zahlreichen Objekten, Dokumenten und Bildern berichtet die Sonderschau im Rollettmuseum über die Beethoven-Feiern und Gedenkstätten des Komponisten in Baden. Außerdem sind der Abguss der Lebendmaske, der Abdruck von Friedrich Nietzsches Gedicht „Beethovens Tod“, ein Faksimile von Beethovens Stammbuch sowie seines Heiligenstädter Testaments ausgestellt.

Gesundheit steht an erster Stelle
Ulrike Scholda, Leiterin der Museen Baden, freut sich auf die Öffnung der Museen nach der wochenlangen verordneten Schließung: „Die Covid-19-Schutzmaßnahmen sind natürlich auch in den Museen Baden einzuhalten. Neben dem Tragen einer Maske und der Handdesinfektion ist auch eine Begrenzung der Besucherzahl notwendig, Gruppen und Führungen sind vorerst nicht erlaubt. Die Medienstationen wurden entsprechend umgerüstet, um auch weiterhin genützt werden zu können.“

Intime Atmosphäre in den Museen
Die begrenzte Besucherzahl ermöglicht noch besser, die besondere Atmosphäre in den historischen Räumlichkeiten der Museen Baden in Ruhe zu erleben. Besonders werden sich natürlich die Puppen und Stofftiere freuen, wenn sie endlich wieder aus der Welt von früher berichten können. Gerade im kleinen Puppen- und Spielzeugmuseum werden die Zugangsbeschränkungen das Gefühl eines Privatbesuchs vermitteln.

Nähere Informationen unter  museum@baden.gv.at oder auf den Websites der jeweiligen Museen.
www.beethoven-baden.at
www.kaiserhaus-baden.at
www.rollettmuseum.at
www.puppenmuseum-baden.at
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Servus TV:  Wochenkommentar von Intendant Dr. Ferdinand Wegscheider

Der Wegscheider: ServusTV ist auf dem Weg zum Heimatsender der ...

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