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INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 4. DEZEMBER 2018)

04.12.2018 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 4. DEZEMBER 2018)

INTERVIEWSERIE ZU „DIE WEIDEN“: ANDREA MOSES – Es passiert hier und jetzt

Mit der Regisseurin sprach Renate Wagner


Andrea Moses, Foto: Wiebke Loeper

Andrea Moses genießt in Deutschland den Ruf einer„politischen“ Regisseurin. Vermutlich haben Komponist Johannes Maria Staud und Librettist Durs Grünbein sie deshalb schon vor drei Jahren in den Entstehungsprozess der Oper „Die Weiden“ einbezogen. Nun hat sie das vielschichtige, szenisch anspruchsvolle Werk so zu realisieren, dass es sich dem Publikum auch mitteilt – „Ich würde es nicht versuchen, wenn ich nicht meinte, dass es möglich ist“, sagt sie im Gespräch zu Renate Wagner.

Frau Moses, Sie inszenieren seit zwölf Jahren Opern, zwischen Weimar und Dessau, Meiningen und Braunschweig, Stuttgart und Berlin, und wann immer man darüber liest, wird der besondere politische „Touch“ betont, den Sie Ihren Aufführungen geben. Kann das auch mit Ihrer Jugend in der DDR zu tun haben?

Keine Frage, dass es ein geschärftes gesellschaftliches Bewusstsein nach sich gezogen hat, in der DDR aufzuwachsen. Die „Haltungsfragen“ stellten sich von Kindheit an – wie verhalte ich mich zur Umwelt, zur Gesellschaft, was ist das für eine Welt, in der ich lebe? Natürlich überträgt sich diese Prägung dann auch auf die Arbeit.

Und als Johannes Maria Staud und Durs Grünbein beschlossen, eine sehr politische Oper zu schreiben, kamen sie auf Sie zu?

Dass Durs Grünbein und ich beide aus Dresden stammen, hat jedenfalls nichts damit zu tun, denn wir haben uns erst bei der Arbeit kennen gelernt. Johannes Maria Staud hat meine Stuttgarter „Don Giovanni“-Inszenierung von 2012 gesehen, war begeistert und hat mich darum eingeladen, mich zu dem Projekt dazu zu gesellen. Seit Anfang 2016 bin ich dabei, während sich die „Weiden“ entwickelt haben. Ich habe natürlich nicht mitgeschrieben, wurde aber zusammen mit meinem Dramaturgen Thomas Wieck immer um meine Meinung, Ideen und Anregungen gefragt. Es sind nunmehr fast drei Jahre dauernder Auseinandersetzungen…

ZUM INTERVIEW


INTERVIEW MIT THOMAS EBENSTEIN

Wenn man mit dem Komponisten telefonieren kann…


Thomas Ebenstein, Foto: Julia Wesely

Thomas Ebenstein war an der Wiener Staatsoper der großartige Caliban in „Der Sturm“ von Thomas Adès, der faszinierende Robespierre in „Dantons Tod“ von Gottfried von Einem, er kreiert derzeit die Rolle des Edgar in „Die Weiden“ von Johannes Maria Staud, und er wird in dieser Spielzeit noch der Menelaos im „Orest“ des Manfred Trojahn sein. Ein Charaktertenor als Spezialist für die Moderne – und ein Künstler, der mit Hinblick auf sein Vorbild Heinz Zednik an Mime und Loge denkt…

Das Gespräch führte Renate Wagner

Herr Ebenstein, in „Die Weiden“ von Johannes Maria Staud gibt es im Libretto von Durs Grünbein zwei Paare, Lea und Peter sowie Edgar und Kitty. Sie sind Edgar – welche Funktion hat diese Figur?

Die Konstellation mit zwei Paaren erinnert ein wenig an die „Zauberflöte“, wo es auch ein „hohes Paar“ und ein „niederes Paar“ gibt. Die Rollen, die Andrea Carroll und ich verkörpern, bilden das niedere Paar. Sie sind fast gleichwertige Hauptrollen, fehlen nur in Prolog und Epilog, machen aber sonst die ganze Reise „am Fluß“ mit und sind für das Geschehen sehr wichtig. Edgar, der Selfmademan, ist wahrscheinlich ein Internet-Millionär, und kehrt für die Hochzeit mit seiner Braut Kitty in das Dorf zurück, aus dem er und sein Schulfreund Peter stammen und wo der Komponist Krachmeyer vermutlich ihr Musiklehrer war. Kitty ist eine Fremde, vielleicht eine Osteuropäerin. Die Beziehung funktioniert in punkto Sex hervorragend, sonst haben sie sich wenig zu sagen. Wenn es später zu einem „Dreier“ mit Peter kommt, scheint es, als ob Edgar seit seiner Jugend in den Freund verliebt war…

ZUM INTERVIEW
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WIEN: ERSTE SZENENFOTOS ZUR STAATSOPERNPREMIERE „DIE WEIDEN“


Rachel Frenkel. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn


Rachel Frenkel, Andrea Carroll, Tomasz Konieczny, Thomas Ebenstein. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn


Rachel Frenkel, Tomasz Konieczny. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn


Tomasz Konieczny. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn
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GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK 4. – 10. DEZEMBER 2018

Bildergebnis für radio

(Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern bezieht sich ausschließlich auf die untenstehenden Sender). Kurzfristige Programmänderungen der Sender vorbehalten!
Alle Zeiten MEZ.

5.12. LA TRAVIATA (Live aus New York) MET-Stream-1.55 Uhr
6.12. RICCARDO E ZORAIDE (aus Pesaro, Aufnahme v. 11.8.) BBC 3-15 Uhr
7.12. ATTILA (Live aus Mailand) RAI 3-18 Uhr
8.12. DIE WEIDEN (Live aus Wien) ORF Ö1-19 Uhr
ATTILA (aus Mailand, Aufnahme v. 7.12.) Bayern 4-19.05 Uhr
KATJA KABANOVA (aus Brünn, Aufnahme v. 19.11.) Deutschlandradio-19.05 Uhr
IL TRITTICO (aus New York, Aufnahme v. 23.11.) BBC 3-19.30 Uhr
LES TROYENS (aus Wien, Aufnahme v. 14.10.) Radio Suisse R.-20.03 Uhr
FRANCESCA DA RIMINI (aus Mailand, Aufnahme v. 15.4.) HR 2-20.04 Uhr
9.12. MAM’ZELLE NITOUCHE (aus Montpellier, Aufnahme v. 23.11.) France Musique- 20 Uhr
FIN DE PARTIE (aus Mailand, Aufnahme v. 15.11.) SWR-20.03 Uhr
L’EURIDICE (aus Innsbruck, Aufnahme v. 23.8.2013) WDR 3-20.04 Uhr

EMPFANGSMÖGLICHGKEIT ÜBER DAS INTERNET
ORF – Ö 1 http://oe1.orf.at/
Bayern 4 https://www.br-klassik.de/index.html
HR 2 http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/
WDR 3 http://www1.wdr.de/radio/wdr3/index.html
SWR 2 http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/otnbb1/index.html
Deutschlandradio http://www.deutschlandradiokultur.de/startseite.197.de.html
RAI 3 http://www.radio3.rai.it/dl/radio3/programmi/PublishingBlock-61ab4215-547b-4563-8b1f-8932531e5469.html
Radio Suisse R. https://www.rts.ch/
Radio 4Hilversum http://www.radio4.nl/gids/
VRT Klara http://www.klara.be/
RTBF Musique 3 http://www.rtbf.be/musiq3/
RNE Clasica Madrid http://www.rtve.es/radio/radioclasica/programacion/
Sveriges Radio 2 https://sverigesradio.se/p2
Met-Stream http://www.metopera.org/Season/Radio/Free-Live-Audio-Streams/
BBC 3 http://www.bbc.co.uk/radio3/programmes/genres/music/classical/opera/all
France Musique https://www.francemusique.fr/opera

Das sind jene Sender, die regelmäßig Opernübertragungen senden. Sollten unseren Lesern noch andere derartige Sender bekannt sein, dann bitten wir um Bekanntgabe inkl. Internetadresse.

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BERLIN: WIE ALT IST DIE „HOFFMANN“-INSZENIERUNG WIRKLICH?

 In der Berichterstattung zur Premiere von „Les Contes d’Hoffmann“ an der Deutschen Oper Berlin gab es unterschiedliche Angaben über das Premierendatum der Produktion. Die Eigenkritik des Online-Merker (Autor Waltenberger) hat sich auf die Angaben im Programmheft der Deutschen Oper Berlin gestützt. In einer SMS hat mir ein berühmter Berliner Feuilletonist mitgeteilt, er wäre bei der Premiere 2003 in Lausanne dabei gewesen. Das verlangte natürlich nach Aufklärung: Ich habe daher die Pressestelle der Deutschen Oper Berlin kontaktiert und von Frau Kirsten Hehmeyer folgende klarstellende Strellungnahme erhalten:

„2003 in Lausanne gab es eine Hoffmann-Premiere von Laurent Pelly, allerdings in viel kleinerem Rahmen und musiziert mit dem Orchestre de Chambre de Lausanne, also einem Kammerorchester. Für Lyon 2005 wurde die Produktion neu gemacht, ein neues Bühnenbild gebaut und meines Wissens nach war auch die Instrumentierung eine andere. Deshalb ist das die Referenz dieser Koproduktion.“

Ich denke, damit ist Licht ins Dunkel gekehrt.

Ingo Waltenberger

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STADTTHEATER KLAGENFURT: La Bohème – Üremiere am 20. 12

Oper in vier Bildern  von Giacomo Puccini

Szenen nach La vie de Bohème von Henri Murger. Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach dem Roman Scènes de la vie de Bohème von Louis Henri Murger und dem Drama La vie de Bohème von Murger und Théodore Barrière. In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 Premiere 20. Dezember 2018, 19.30 Uhr 

 Nach dem überwältigenden Erfolg der Manon Lescaut legte Giacomo Puccini 1896 mit La Bohème seine vierte Oper vor, die in kurzer Zeit zu einem der beliebtesten und meistgespielten Werke des Opernrepertoires avancierte. Intendant Florian Scholz stellt sich mit dieser Inszenierung von La Bohème dem Klagenfurter Publikum erstmals als Opernregisseur vor. Am Pult des Kärntner Sinfonieorchesters stehen Lorenzo Viotti und Gábor Hontvári. In der Rolle der Mimì ist die australische Sopranistin Kiandra Howarth zu sehen, Matteo Desole steht als Rodolfo auf der Bühne.

Erzählt wird die Geschichte einer Gruppe befreundeter Künstler, die in einer Pariser Mansarde ein entbehrungsreiches Leben führen. Doch sie lassen sich ihren Optimismus nicht nehmen: Frohen Mutes investieren sie jeden verdienten Sou umgehend in gutes Essen und Wein. Für den Dichter Rodolfo beginnt der Ernst des Lebens, als er sich in die sterbenskranke Nachbarin Mimì verliebt. Sie wird in seinen Freundeskreis aufgenommen, doch weder die Lebenslust der Künstler noch die Liebe des Paares vermögen das Fortschreiten der Krankheit aufzuhalten.

MUSIKALISCHE LEITUNG Lorenzo Viotti/Gábor Hontvári REGIE Florian Scholz BÜHNE Etienne Pluss

KOSTÜME Axel Aust CHOREOGRAPHIE Lukas Zuschlag CHOREINSTUDIERUNG Günter Wallner

Mimì Kiandra Howarth Musetta Bryony Dwyer  Rodolfo Matteo Desole

Marcello Andrzej Filonczyk  Schaunard Gurgen Baveyan  Colline Riccardo Fassi

Monsieur Benoît Tiziano Bracci Alcindoro / Zöllner Taras Kuzmych Parpignol Woohyun Park

Sergeant bei der Zollwache Josef Pepper, Tanzensemble, Statisterie des Stadttheaters

Chor und Extrachor des Stadttheaters Klagenfurt, Singakademie Carinthia

Kärntner Sinfonieorchester

Weitere Vorstellungen: 22., 27., 29., 31. Dezember; 02., 05.,09., 11., 13., 15., 17., 19., 25., 26. Januar

Einführungsmatinee 09. Dezember 2018, 11 Uhr, Bühne. Moderation Intendant Florian Scholz

Einführung zur Oper 25 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Galeriefoyer links

NEU! Gemeinsam ins Theater 26. Januar 2019, Treffpunkt: 35 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Foyer

Theaterkasse Tel +43 (0) 463 54064, kartenkasse@stadttheater-klagenfurt.at

www.stadttheater-klagenfurt.at

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HEUTE: ADVENTKONZERT DES MERKER-KUNSTSALONS


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SCHNAPPSCHUSS AUS DER  KAUFMANN-GARDEROBE BEI OTELLO

Ich fand auf Instagram diesen Kaufmann Garderoben Schnappschuss, Ehering abgelegt, Feitl bereit! Vom Premierenabend.

F.K.

https://www.instagram.com/p/BqiDnp4hIcT/?utm_source=ig_share_sheet&igshid=19o16tsiq5aa4
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ERL/ TIROL : ISABELL KARAJAN IN DER NEUEN OPER STILLHANG

https://www.tiroler-festspiele.at/stillhang


Isabel von Karajan in Erl- Foto:  Facebook


Isabel von Karajan in Erl- Foto:  Facebook

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