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INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 30. OKTOBER 2018)

30.10.2018 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 30. OKTOBER 2018)

L’elisir d’amore an der Wiener Staatsoper

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Paolo Rumetz (Dulcamara) und Benjamin Bernheim (Nemorino). Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

 Ab Mittwoch, 31. Oktober 2018 zeigt die Wiener Staatsoper wieder Donizettis L’elisir d’amore: Unter der musikalischen Leitung von Speranza Scappucci, die das Werk erstmals im Haus am Ring dirigiert, singen Aida Garifullina die Adina, Benjamin Bernheim den Nemorino, Orhan Yildiz den Belcore und Paolo Rumetz den Dulcamara. Mariam Battistelli gibt als Giannetta ihr Rollendebüt am Haus. Reprisen: 5. und 8. November

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Aida Garifullina (Adina). Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Die Vorstellung am 8. November 2018 wird mit WIENER STAATSOPER live at home weltweit live in HD gestreamt: www.staatsoperlive.com.


BAYREUTH-NACHTRAG: „DER VERSCHWUNDENE HOCHZEITER“ (27.7.)

Im Rahmen des von Festspielleiterin Katharina Wagner ins Leben gerufenen „Diskurses Bayreuth“ wurde in diesem Jahr ein Kompositionsauftrag an den österreichischen Komponisten Klaus Lang, finanziert von der Ernst von Siemens Stiftung, vergeben. Lang komponierte die Oper „der verschwundene hochzeiter“. Der Kompositionsauftrag wurde auch von der Oberfrankenstiftung und der Gesellschaft der Freunde von Bayreuth e.V. unterstützt. Die Uraufführung (und zwei Reprisen) fand einen Tag vor Beginn der 107. Bayreuther Festspiele im sog. Reichshof Bayreuth statt, einem geschichtsträchtigen Gebäude…


Copyright: Enrico Nawrath/Bayreuther Festspiele

Zum Uraufführungsbericht von Klaus Billand
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GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK 30. OKTOBER – 5. NOVEMBER 2018

Bildergebnis für radio

(Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern bezieht sich ausschließlich auf die untenstehenden Sender). Kurzfristige Programmänderungen der Sender vorbehalten!
Alle Zeiten MEZ.

31.10. CARMEN (Live aus New York) MET-Stream-1.25 Uhr
1.11. DER DÄMON (aus Barcelona, Aufnahme v. 26.4.) BBC 3-15 Uhr
MASS (aus Wien, Aufnahme vom 28.10.) ORF Ö1-19.30 Uhr
3.11. DIE WALKÜRE (aus London, Aufnahme v. 26.9.) BBC 3-18 Uhr
TOSCA (aus Rotterdam, Aufnahme v. 31.10.) Radio 4Hilversum-19 Uhr
RICCARDO E ZORAIDE (aus Pesaro, Aufnahme v. 11.8.) RNE Classica Madrid- 19 Uhr
LOHENGRIN (aus Bayreuth, Aufnahme v. 25.7.) Deutschlandradio-19.05 Uhr
FALSTAFF (aus London, Aufnahme v. 19.7.) ORF Ö1-19.30 Uhr
MEDEA (aus Berlin, Aufnahme v. 7.10.) Radio Suisse R.-20.03 Uhr
4.11. TOSCA (aus Salzburg, Aufnahme v. 24.3.) France Musique-20 Uhr
MOISE (aus Wildbad, Aufnahme v. 25.7.) WDR 3-20.03 UIhr

EMPFANGSMÖGLICHGKEIT ÜBER DAS INTERNET
ORF – Ö 1 http://oe1.orf.at/
Bayern 4 https://www.br-klassik.de/index.html
HR 2 http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/
WDR 3 http://www1.wdr.de/radio/wdr3/index.html
SWR 2 http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/otnbb1/index.html
Deutschlandradio http://www.deutschlandradiokultur.de/startseite.197.de.html
RAI 3 http://www.radio3.rai.it/dl/radio3/programmi/PublishingBlock-61ab4215-547b-4563-8b1f-8932531e5469.html
Radio Suisse R. https://www.rts.ch/
Radio 4Hilversum http://www.radio4.nl/gids/
VRT Klara http://www.klara.be/
RTBF Musique 3 http://www.rtbf.be/musiq3/
RNE Clasica Madrid http://www.rtve.es/radio/radioclasica/programacion/
Sveriges Radio 2 https://sverigesradio.se/p2
Met-Stream http://www.metopera.org/Season/Radio/Free-Live-Audio-Streams/
BBC 3 http://www.bbc.co.uk/radio3/programmes/genres/music/classical/opera/all
France Musique https://www.francemusique.fr/opera

Das sind jene Sender, die regelmäßig Opernübertragungen senden. Sollten unseren Lesern noch andere derartige Sender bekannt sein, dann bitten wir um Bekanntgabe inkl. Internetadresse.

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Wien: PREMIERE IM AKADEMIETHEATER (Heute Voraufführung, Premiere am 31.10.)


Valentin Postlmayr, Sebastian Wendelin, Petra Morzé, Christina Cervenka, Dietmar Koenig. Copyright: Barbara Zeininger

DER KANDIDAT

Carl Sternheim nach Flaubert. Fassung und Bearbeitung Florian Hirsch

Leopold Russek, erfolgreicher Investmentbanker, setzt sich mit 42 zur Ruhe. Er fühlt sich leer und unerfüllt. Aber die Leere wird noch größer – Russek sehnt sich nach Veränderung, Bewegung. Warum also nicht in die Politik gehen? Russek, der Kandidat, ist geboren! Allerdings muss er rasch feststellen: „Jede Partei hat ihr Gutes.“ Der politisch-mediale Komplex erweist sich als Kartenhaus aus Lügen und Manipulation, sinistre Grafen, smarte Berater, Journalisten und seine Frau verfolgen ganz eigene Interessen. Und sein alter Freund, der Gesellschaftsfotograf Seidenschnur, kandidiert plötzlich gegen ihn. Alle sind bis über beide Ohren verschuldet. Nur einer hat Geld: Russek. 


Florian Teichtmeister. Copyright: Barbara Zeininger)

„Wahrheit ist nicht Wahrheit“ in dieser Neubearbeitung von Carl Sternheims greller Farce (der 1914 wiederum das eher unbekannte Flaubert-Stück „Le Candidat“ übermalt hatte). Zugleich wird die Welt mit verschiedensten alternativen Wahrheiten überflutet, Komplexitäten löst man kurzerhand in Emotionen auf. Und umgekehrt. Das Private ist in diesem Stück stets politisch – auch Liebesschwüre können schließlich Fake News sein. Und echte Macht ist immer Angst. 


Gregor Bloeb, Sabine Haupt. Copyright: Barbara Zeininger

Carl Sternheim nach Flaubert, 1878–1942, sah sich selbst als „Doktor am Leibe seiner Zeit“. Mit seinen zahlreichen Komödien nahm er vor allem das wilhelminische Bürgertum ins Visier. Der Kandidat war in Wien zuletzt 1979 im Akademietheater zu sehen.


Petra Morzé, Valentin Postlmayr. Copyright: Barbara Zeininger

INTERVIEW mit Petra Morzé, deren Vertrag von Martin Kusej nicht verlängert wurde: „Ich habe Kampfgeist“

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/998855_Ich-habe-Kampfgeist.html
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STAATSTHEATER KASSEL: Nächste Premiere Madama Butterfly

Japanische Tragödie in drei Aufzügen von Giacomo Puccini

Text: Luigi Illica und Giuseppe Giacosa nach einem Schauspiel von David Belasco

 In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung: Joakim Unander, Inszenierung: Jan-Richard Kehl nach einer Idee von Lorenzo Fioroni, Bühne: Ralf Käselau, Kostüme: Annette Braun, Dramaturgie: Ursula Benzing, Chor: Marco Zeiser Celesti

Mit Celine Byrne (als Gast, Cio-Cio-San), Marta Herman (Suzuki), Maren Engelhardt (Kate Pinkerton), Merūnas Vitulskis (als Gast, B.F. Pinkerton), Hansung Yoo (Sharpless), Bassem Alkhouri (Goro), Dong-Kun Kim / Lars Rühl (Der Fürst Yamadori), Dieter Hönig (Onkel Bonze),

Hakan Ciftcioglu (Mitglied des Opernchors, Yakusidé), Szczepan Nowak (Mitglied des Opernchors, Der kaiserliche Kommissar), Lona Culmer-Schellbach (Die Mutter Cho-Cho-Sans), Karola Sophia Schmid (Mitglied des Opernstudios, Die Base), Nayeon Kim / Tae Oza (Mitglied des Opernchors, Die Tante)

Premiere: Samstag, 8. Dezember, 19.30 Uhr, Opernhaus

Nächste Vorstellungen: 12.12., 22.12., 30.12. (18 Uhr), 04.01., 10.01., 20.01. (16 Uhr)

Anfang des 20. Jahrhunderts: Japan gilt als militärische Großmacht und aufgrund des damit einhergehenden wirtschaftlichen Aufschwungs pflegt das Land zahlreiche Handelskontakte mit westlichen Staaten. Dies ist der historische Hintergrund für die Begegnung zweier Welten: Anders als in der Heimat des amerikanischen Marineoffiziers Pinkerton ist die festgefügte japanische Gesellschaft durch strenge Bräuche geprägt.

Vor diesem Gegensatz entfaltet sich die Tragödie um eine bedingungslos liebende Frau und einen selbstsüchtigen Mann: Cio-Cio-San bricht für die Liebe ihres Lebens mit ihrer Vergangenheit und dem, was sie an ihre Heimat bindet, für ihn aber ist die Heirat nur Auftakt für ein exotisches Liebesabenteuer, an dessen Ende Pinkerton Cio-Cio-San schwanger in der Isolation zurücklässt. Drei Jahre lang wartet sie geduldig auf seine Rückkehr – um sich dann eingestehen zu müssen, dass sie sich um ihr eigenes Leben gewartet hat.

Cio-Cio-San ist als Madama Butterfly in die Operngeschichte eingegangen. Er fühle „con passione disperata“, mit verzweifelter Leidenschaft, hat Puccini einmal geäußert. Für seine „tragedia giapponese“ hat er sein Klangspektrum um fernöstliche Dimensionen von großer emotionaler Kraft erweitert.

Die Inszenierung übernimmt Jan-Richard Kehl für den aus persönlichen Gründen verhinderten Regisseur Lorenzo Fioroni. Kehl, der in der Vergangenheit schon mit Fioroni zusammengearbeitet hat, wird im Wesentlichen das Konzept übernehmen, d. h. er wird die Puccini-Oper „nach einer Idee von Lorenzo Fioroni“ inszenieren.

Jan-Richard Kehl hat bereits durch eine Vielzahl spannender Inszenierungen auf sich aufmerksam gemacht, u.a. am Staatstheater am Gärtnerplatz; die Palette der Werke reicht dabei von Wagners „Lohengrin“ über Bergs „Wozzeck“ bis zur Barockoper und zum Musical.

Von 2006 bis 2010 war Kehl Operndirektor am Schleswig-Holsteinischen Landestheater. Vor seinem Engagement in Flensburg war er als Chefregisseur sowie leitender Regisseur an den Häusern von Bautzen und Görlitz engagiert. Seit 2013 lehrt er an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main, wo er eine Professur für Szenischen Unterricht innehat sowie die Ausbildungsdirektion der Abteilung Gesang.

Die aus Irland stammende Sopranistin Celine Byrne studierte in Dublin und in Wien. Ihr Bühnendebüt gab sie 2010 als Mimì an der Scottish Opera Glasgow, 2012 folgte ihr Debüt als Rusalka am Royal Opera House Covent Garden, wo sie schon kurz darauf als Mimì und als Micaëla („Carmen“) wieder eingeladen wurde.

Inzwischen ist Celine Byrne international gefragt und tritt an großen Opernhäusern in ganz Europa auf sowie in den USA, in China, Russland und Mexiko.

Als Konzertsängerin gastierte Celine Byrne bereits u.a. in der Carnegie Hall, in der Royal Albert Hall, im Tschaikowsky-Saal in Moskau, im Beijing National Centre und in der Berliner Philharmonie. Zu ihren Bühnenpartnern gehörten u.a. Josep Calleja, Roberto Alagna und José Carreras.

Am Staatstheater Kassel war sie bereits als Marschallin („Der Rosenkavalier“), als Gräfin in Mozarts „Die Hochzeit des Figaro“ und zuletzt als Marietta in Korngolds „Die tote Stadt“ zu erleben.

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Ksenia SKOROKHODOVA (Sopran): Ohne Träume geht es in diesem Beruf nicht! (Interview beim Online-Merker am 22.10.2018

Wohin soll die Reise gehen?


Ksenia Skorohodova (links) beim „Online-Merker. Foto: Markus Hörhan

Ksenia SKOROKHODOVA zu Gast beim Online-Merker (22.Oktober 2018)

In einer derart heiteren, ungezwungenen Atmosphäre hat selten bei uns ein Künstlergespräch stattgefunden. Auch Ksenia Skorokhodova (Sopran) scheint eine Frohnatur zu sein, kein Wunder bei diesem Aussehen. Sie steht am Beginn ihrer Kariere, das heißt, sie schöpft alle Möglichkeiten aus, diese zu machen. Eine CD hat sie über Crowdfunding selbst finanziert. Aber auch Wien ist kein Selbstläufer. Sie ist hier zwar nahe dran, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein, aber ohne Glück geht auch in Wien nichts, wo jede Sängerin/jeder Sänger darauf wartet, vom Glück auserkoren zu werden.

Den optischen Vorteil hat sie, wie Sie auch ihrer Webseite mit zahlreichen Portraitfotos entnehmen können.

KSENIA SKROHODOVA – die internationale Stimme Russlands


Ksenia Skorokhodova. Foto: Webseite Skorokhodova

Ksenia wurde in keiner Musikerfamilie geboren und wollte auf eigenen Wunsch hin die Musikschule besuchen. Trotz der damaligen Schwierigkeiten in der Stadt Wolgograd förderten Ksenias Eltern schon sehr früh ihre musikalische Ausbildung. Mit 6 Jahren lernte sie Violine in der Musikschule und sie zeigte gleichzeitig besonderes Interesse an Chor- und Sologesang in der Klasse von Svetlana Davidenko. 2011 machte sie die Abschlussprüfung am Musik-College P.A. Serebryakov (Wolgograd) in der Klasse von Elena Yuneeva mit Auszeichnung (Schwerpunkt Chor, Ensemble und Sologesang). Während ihrer College-Zeit, wurde sie Diplomandin bei mehreren russischen und internationalen Wettbewerben, wie z.B. „Orfei“, „Art-Vokal“ oder „Musik ohne Grenzen“ in Litauen. Nach dem College verließ sie ihre Heimatstadt und begann das Sologesang-Studium bei Professorin Tatiana Smelkova an der „Russisch Staatlich Pädagogischen A.I. Herzen-Universität“ in der kulturellen Hauptstadt Sankt Petersburg. Ihre Professorin erkannte sofort ihr außerordentliches Talent und das einzigartige Timbre ihrer Stimme. Sie bestärkte ihren Wunsch eine Sängerinnen-Karriere anzustreben und unterrichtete sie täglich, wodurch ein freundschaftliches Verhältnis entstand. In dieser Zeit wurde sie Diplomandin bei internationalen Wettbewerben in Estland. Außerdem konnte sie den zweiten Platz beim internationalen Wettbewerb „The Fifth International Competition Saint-Petersburg Reflected In World’s Musical Culture“ und den ersten Platz beim internationalen Wettbewerb „Peter’s Paradies“ in St. Petersburg erreichen. Im Jahr 2015 machte sie die Abschlussprüfung und zog kurz darauf nach Wien um, wo sie am Vienna Konservatorium bei Gabriele Rösel und privat bei Prof. Gerhard Kahry und Prof. Martin Vacha studiert. Sie nimmt außerdem an Meisterkursen, Workshops (Schauspiel für Opernsänger bei Leonard Prinsloo) und Wettbewerben teil. Im Mai 2017 stand sie als Gianetta in G. Donizetti’s Oper „L’elisir d’amore“ im Rahmen des Plusopera-Projekts (Otto Edelmann Society) auf der Bühne (Musikalische Leitung: Anna Sushon, Regie: Leonard Prinsloo). Am 23.12.2017 debütierte sie auf Einladung von Maestro Ahmed El Saedi im großen Saal der Oper Kairo als erster Solosopran in Mozarts großer c-Moll Messe. Im Jahr 2018 steht sie neben Soloauftritten und TV-Auftritten als Lucy in Menottis Oper „The Telephone“ auf der Bühne. Im Moment bereitet sie sich unter anderem für die Rolle Rosalinde in der Fledermaus für Klang Bad Hall 2019 vor (künstlerische Leitung: Ernst Theis, Regie: Gerald Pichowetz).

Soweit die von ihr selbst veröffentlichte Biographie. Inzwischen sind natürlich Termine dazugekommen, manche freilich noch im Verhandlungs-Endstadium, so dass sie noch nicht genannt werden können.

 

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Ksenia Skorokhodova in Menottis „The Telephone“ (Otto Edelmann-Society). Foto: Edelmann-Society

Vor Operette schreckt Ksenia Skorokhodova nicht zurück, gerade in diesem Genre ist das Aussehen, also die optische Glaubwürdigkeit einer dazustellenden Figur besonders wichtig.

Ihre Sprachbegabung ist enorm (eigentlich eine Grundvoraussetzung für diesen Beruf). Das Deutsch der Ksenia Skorokhodova ist perfekt, praktisch akzentfrei – wovon wir uns beim Interview überzeugen konnten.

Ist der Name ein „Zungenbrecher“? Ich denke nicht, versuchen Sie es doch dreimal (ein Tipp: teilen Sie in zwei Silben, dann sprechen Sie ihn problemlos aus.). Das „kh“ im Namen spricht man wie das deutsche „ch“. Ein Zungenbrecher ist Anita Rachvelishvili – und die Dame hat damit eine Weltkarriere gemacht. Wenn ein einfacher Name aber nötig erscheint, wird sie darüber nachdenken.

Träume? Ohne Träume geht es in diesem Beruf nicht. Ksenia Skorokhodova scheint „geerdet“ zu sein!

Was also sind ihre Träume, wohin soll die Reise gehen?

Ksenia möchte gefragt sein, auf den Konzert- und Opernbühnen dieser Welt. Ständige Weiterentwicklung und die Zusammenarbeit mit inspirierenden Dirigenten, Regisseuren und Künstlerkollegen ist ihr ein großes Anliegen. Ihre größten Träume möchte sie im Augenblick bei sich lassen, da sie sie als ihre inneren Kraftquellen betrachtet.

Anton Cupak sprach mit der Sopranistin am 22.10.2018

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MERKER-KUNSTSALON: I  CAPULETI E I MONTECCHI (29.10.)


Nicola Proksch, Oscar Ore, Pablo Cameselle, Manfred Schiebel, Joan Francesc Folqué), Alejandro Pizarro-Enriquez. Copyright: Herta Haider


Alejandro Pizarro-Enriquez, Pablo Cameselle, Oscar Ore.  Copyright: Herta Haider
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 ORF HEUTE: „kreuz und quer“: „Die Gruft der Kaiser“ und „Das letzte Jahr – Sterben als Teil des Lebens“

 Am 30. Oktober um 22.35 Uhr in ORF 2

In Gabriele Flossmanns „kreuz und quer“-Dokumentation „Die Gruft der Kaiser“ lädt Kaiserenkel Karl Habsburg-Lothringen das TV-Publikum am Dienstag, dem 30. Oktober 2018, um 22.35 Uhr in ORF 2 zu einer sehr persönlich gehaltenen Führung durch die Kapuzinergruft. Bei einem Zusammentreffen mit Dompfarrer Toni Faber im Stephansdom geben die beiden auch Einblicke in ihre Gedankenwelt zu den Themen Totengedenken, Auferstehungsglauben sowie christliche Erinnerungs- und Begräbniskultur.

Alle Menschen wünschen sich einen würdevollen Tod frei von Schmerzen, aber nur wenige dürfen das so erleben. „Gerade im medizinischen Alltag erscheint das Sterben oft wie ein Betriebsunfall, etwas, das nicht sein sollte. Wahr ist aber, dass das Sterben Teil des Lebens ist, und dass auch umgekehrt jeder Sterbende ein Lebender ist, bis zum Schluss“, sagt Caritas-Präsident Michael Landau: „Ich bin überzeugt, wir brauchen eine Kultur des Lebens, zu der auch eine Kultur des Sterbens, eine Kultur der Solidarität mit den Sterbenden gehört.“ „kreuz und quer“ zeigt dazu um 22.55 Uhr in ORF 2 die Dokumentation „Das letzte Jahr – Sterben als Teil des Lebens“ von Andrea Eder und Kurt Langbein: einen Film gegen die Verdrängung und Tabuisierung des Sterbens in der modernen Gesellschaft.

„Die Gruft der Kaiser“ – Ein Film von Gabriele Flossmann

Friedhöfe sind das Spiegelbild einer Gesellschaft und ihres Umgangs mit dem Tod und – ganz besonders zu Allerheiligen – ein Ort der stillen Zwiesprache mit verstorbenen Angehörigen sowie ein Ort, um sich mit der eigenen Vergangenheit zu verabreden. Karl Habsburg-Lothringen, der Enkel des letzten Kaisers Karl I., hat in der Kapuzinergruft und in den Katakomben des Stephansdoms nicht nur Eltern und Großeltern zu besuchen, sondern Vorfahren aus mehreren Jahrhunderten. Wie geht er zu Allerheiligen damit um? Welcher seiner Ahnen gedenkt er besonders gerne? Gabriele Flossmann hat dazu auch Filmmaterial aus den Archiven eingearbeitet, das unter anderem die Begräbnisse von Kaiser Franz Joseph (1916), Kaiserin Zita (1989) und das Requiem für den einstigen Kronprinzen Otto (2011) zeigt. Der Tod macht alle gleich – sagt ein Sprichwort, das besonders im Anklopf-Zeremoniell der Habsburger seinen Ausdruck fand.

„Das letzte Jahr – Sterben als Teil des Lebens“ – Ein Film von Andrea Eder und Kurt Langbein

Andrea Eder und Kurt Langbein begleiten acht Menschen durch den Alltag, für die aus ärztlicher Sicht keine Heilungschancen mehr bestehen. Was sind die Gedanken und Sehnsüchte in dieser Zeit und was können Angehörige und Mediziner/innen in dieser Phase sinnvoll tun? Roberto Hierländer etwa ist unheilbar an Darmkrebs erkrankt. Er hat einer palliativen Chemotherapie zugestimmt, um so seinem fünfjährigen Sohn und seiner Lebensgefährtin noch so lange wie möglich nahe sein zu können: „Ich halte durch! Eigentlich habe ich keine Zeit, um zu sterben – ich habe noch so viel zu erledigen.“ Ilse Kreuzinger, die im Pflegeheim ihre letzte Zeit verbringt, will „so wenig wie möglich an den Tod denken“. Und Konrad Höß, der seine an ALS erkrankte Frau liebevoll begleitet, sieht wie seine Frau, mit der er nur noch durch Blicke kommunizieren kann, dem erwartbaren Ende ruhig entgegen. Die Palliativmedizin bietet den Betroffenen und ihren Angehörigen Betreuung und Hilfe. Aber erst einer von zehn der rund 80.000 Menschen, die jährlich in Österreich sterben, kann eine solche würdevolle Betreuung bekommen. „Es gibt einen Konsens, dass Palliativ- und Hospizversorgung bzw. auch die Begleitung der Angehörigen ungeheuer wichtig ist, aber alle sind der Überzeugung, die jeweils anderen wären dafür zuständig“, kritisiert Michael Landau die Situation. „Ein Großteil muss durch Spenden finanziert werden. Aber niemand käme auf die Idee, für ein gebrochenes Bein oder ein intensivmedizinisches Bett Spenden zu sammeln. Menschen dabei nicht im Stich zu lassen, eben auch mit ihnen am Ende dieses Weges zu sein, sie zu begleiten, das verändert etwas für alle, die damit befasst sind, aber auch für die Gesellschaft insgesamt.“
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PURKERSDORF/ NÖ: VERNISSAGE DER AUSSTELLUNG ANNA EINSER (SAMSTAG, 3.11. um 15 h)

Bildergebnis für anna einser
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