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INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 30. JULI 2019)

30.07.2019 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 30. JULI 2019)

SALZBURGER FESTSPIELE: HEUTE PREMIERE „MEDÉE von Luigi Cherubini

TerrassenTalk Médée

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Simon Stone und Thomas Hengelbrock. Fotos: SF/Anne Zeuner


Marie-Andrée Bouchard-Lesieur (Deuxième Femme), Rosa Feola (Dircé) und Tamara Bounazou (Première Femme). Foto: Thomas Aurin/ Salzburger Festspiele

Thomas Hengelbrock Musikalische Leitung
Simon Stone Regie
Bob Cousins Bühne
Mel Page Kostüme
Nick Schlieper Licht
Stefan Gregory Sounddesign
Christian Arseni Dramaturgie

Besetzung

Elena Stikhina Médée
Pavel Černoch Jason
Vitalij Kowaljow Créon
Rosa Feola Dircé
Alisa Kolosova Néris
Tamara Bounazou Première Femme de Dircé/Teilnehmerin YSP
Marie-Andrée Bouchard-Lesieur Deuxième Femme de Dircé/Teilnehmerin YSP
Amira Casar Sprachnachrichten Médée

Ensembles

Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
Ernst Raffelsberger Choreinstudierung
Wiener Philharmoniker

 Das Publikum solle das Gefühl haben, dass das auf der Bühne Gezeigte etwas mit dem eigenen Leben zu tun habe, sagt Regisseur Simon Stone, der in diesem Festspielsommer Luigi Cherubinis Médée im Großen Festspielhaus inszeniert. So setzt er die Oper, die 1797 uraufgeführt wurde, in einen heutigen Ort, in unsere heutige Gesellschaft, wie er beim TerrassenTalk erzählt. „Es war mir sehr wichtig, Räume zu schaffen, die der Gegenwart entsprechen und Fragen rund um dieses gesellschaftliche Drama aufwerfen.“ – Wieso macht eine Mutter so etwas Unvorstellbares? – Bemerkt die Gesellschaft nicht, dass da jemand Hilfe bräuchte? – Wie kommt ein Mensch in solch einen Zustand, seine eigenen Kinder zu töten? Obwohl die Oper aus den 1790er-Jahren stammt, handele es sich um eine außerordentlich moderne und durchgearbeitete Partitur, sagt Dirigent Thomas Hengelbrock. Die Rolle der Médée sei sehr facettenreich gezeichnet und psychologisch gesehen eine sehr heutige Frauenfigur. „Es ist ein langer Weg von dieser liebenden, aber enttäuschten Frau bis zu hin zu einer Frau, die die Götter anfleht, ihr die Kraft zu geben, ihrem Mann das Schrecklichste antun zu können“, sagt Thomas Hengelbrock. Als Beethoven gefragt wurde, wer der bedeutendste Komponist seiner Zeit sei, war seine Antwort: Cherubini. Thomas Hengelbrock habe schon vor 20 Jahren gerne die Médée dieses außergewöhnlichen Komponisten machen wollen, es habe sich allerdings erst jetzt ergeben. Den Grund dafür, dass das Stück sich nicht im Repertoire durchgesetzt habe, sehe er vor allem in der Gattung der opéra comique. „Es gibt sehr lange gesprochene Dialoge in dieser Oper. Für diese französischen Alexandriner muss man eine Lösung finden, man kann sie nicht einfach übersetzen in andere Sprachen“, sagt der Dirigent. Wie die beiden das Problem lösen werden, wollten sie allerdings während des Gespräches noch nicht verraten. „Ich empfinde
aber, dass das Stück heute noch das Potenzial hat, ins Repertoire aufgenommen zu werden“, sagt Thomas Hengelbrock.

Oft liege als Erklärung des Mordes das Wort Rache in der Luft, sagt Dramaturg Christian Arseni, der den TerrassenTalk moderierte. Ob Médée von vornherein eine Ausgeschlossene der Gesellschaft ist, fragt er den Regisseur. – „Médée ist das wohl älteste Immigrantendrama der Welt“, sagt Simon Stone. „Wenn man keinen Zugang mehr zu Gerechtigkeit hat, weil man im Exil lebt, bekommt man vielleicht stärker das Gefühl, dass man selbst Gerechtigkeit schaffen muss.“ Seiner Rechte beraubt zu werden, sei das Schlimmste, was einem Menschen passieren könne. Es gehe ihm in seiner Inszenierung darum, das, was Cherubini schon in der Musik angelegt habe, zu unterstützen. Der Zuschauer solle dabei das Gefühl bekommen, dass der Geist der Musik in der Inszenierung sei und umgekehrt. Wieviel schon in der Musik vermittelt wird, zeige sich deutlich in den beiden Duetten von Médée und Jason. „Das erste Duett ist voller Kraft, voller Vorwürfe und voller Zorn“, sagt Simon Stone. Cherubini setzt dann eine andere Szene dazwischen, ehe die beiden im zweiten Duett noch einmal miteinander reden. Dieses Duett sei voller Liebe und Leidenschaft. „Es fühlt sich an, als ob sich ein Paar noch einmal auf einen Kaffee trifft, um alles zu bereden. Sehr modern“, sagt Simon Stone. Nur dass das Lebewohl sich hier von liebevoll bis hin zu einem Fluch entwickle. Auch der Dirigent pflichtet ihm bei: „Die Musik von Cherubini setzt das Gesprochene und das Gemeinte direkt in musikalische Formen um.“ Es gehöre zur schwersten Musik, die man spielen könne, und er sei sehr glücklich, dieses Werk mit den Wiener Philharmonikern erarbeiten zu dürfen. „Wie die Musiker sich in dieses ihnen noch unbekannte Werk hineingestürzt haben, war toll zu beobachten“, sagt er. Es erklinge das französische Original, aber erstmalig in einer neuen Fassung, die Cherubinis spätere Eingriffe in die Orchestrierung berücksichtige und dem Großen Festspielhaus gerecht werde.

Es ist die dritte Arbeit als Opernregisseur für Simon Stone, er arbeitet vorrangig im Sprechtheater und auch im Film. „Das sind drei verschiedene Kunstformen, die sich nur oberflächlich ähneln“, sagt Simon Stone. Im Sprechtheater und im Film aber könne er ausweichen, wenn es Probleme gebe. Er könne streichen oder etwas umschreiben. Das sei befreiend und gleichzeitig belastend. In der Oper aber ginge dies nicht, hier müsse er sich mit einem vorgegebenen Rahmen auseinandersetzen und immer eine Lösung finden. Eine Lösung zusammen mit dem Dirigenten. Während des Probenprozesses wurden viele Probleme diskutiert, nun ist das Team bei den Orchesterproben angelangt: „Und plötzlich ist da eine Welt“, sagt Stone.


Vitalij Kowaljow (Créon) und Ensemble. Foto: Thomas Aurin/ Salzburger Festspiele


Elena Stikhina (Médée), Pavel Černoch (Jason), Alisa Kolosova (Néris). Foto: Thomas Aurin/Salzburger Festspiele)


Alisa Kolosova (Néris). Foto: Thomas Aurin/Salzburger Festspiele)

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SALZBURG/ FESTSPIELE: FOTOS ZU „ADRIANA LECOUVREUR“ (konzertant)

Für die konzertante Aufführung am 31.7. sind noch Restkarten zu haben!


Anita Rachvelishvili, Anna Netrebko. Foto: Marco Borrelli/ Salzburger Festspiele


Marco Armiliato (Dirigent). Foto: Johannes Ifkovits (für Salzburger Festspiele)


Mozarteum Orchester. Foto: Nancy Horrowitz/ Salzburger Festspiele


Anna Netrebko. Foto: Kirk Edwards für Salzburger Festspiele


Yusef Eyvazov. Foto: Vladimir Shirkov/Salzburger Festspiele

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Das war ROSSINI IN WILDBAD 2019
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Mit der Vergabe des Internationalen Belcanto Preises endete das 31. Festival ROSSINI IN WILDBAD 2019. Ausgezeichnet wurde der mit einem Stipendium des Freundeskreises Rossini in Wildbad e.V. ausgestattete Tenor César Cortes aus Kolumbien, der in der szenischen Produktion L’accademia di musica sowie beim Konzert Rossini-Alternativen zu hören war. Den Publikumspreis erhielt die französische Mezzosopranistin Lamia Beuque, die unter anderem in Corradino Eisenherz sang.

Am Nachmittag des Abschlusstags folgte die vierte und letzte überfüllte Vorstellung des Tancredi (Regie: Jochen Schönleber), der als Gastspiel aus Krakau gezeigt wurde. Diana Haller, Belcanto-Preisträgerin von 2011 und beliebtes Ensemblemitglieder der Staatsoper Stuttgart, sang die Hauptrolle. Gespielt und für DVD aufgezeichnet wurde die „tragische“ Fassung, die Rossini für Ferrara komponierte.

In der Trinkhalle wurde als zweite Rossini-Produktion Corradino Eisenherz oder Matilde di Shabran gezeigt, von Regisseurin Stefania Bonfadelli in eine Zeitungsredaktion der 90er-Jahre verlegt. Nachdem der Ausfall des Titeltenors in der Premiere für Spannung gesorgt hatte, wurde die fulminante Live-Übertragung unter José Miguel Pérez-Sierra im DeutschlandRadio allgemein bejubelt und mit Sprechchören gefeiert. In der Trinkhalle wurde auch die kurzfristig ins Programm gehobene moderne Erstaufführung von Meyerbeers erstem Opernerfolg in Italien, Romilda e Costanza gespielt. Im Kurtheater wurde neben Simon Mayrs L’accademia di musica, I tre gobbi, eine Komödie von Carlo Goldoni in der Vertonung von Manuel Garcia gespielt. Auch diese Produktion kam aus Krakau.

Beim Konzert mit Rossini-Alternativen konnten verblüffend viele Alternativarien und Ensembles von Rossini höchstselbst für die Gegenwart erstaufgeführt werden. Das Konzert feierte zugleich 30 Jahre Deutsche Rossinigesellschaft.

Insgesamt war die Ausbeute an vorzüglichen Aufzeichnungen hoch, einmal live dreimal zeitversetzt im Radio, drei CDs und eine DVD für ein internationales Label werden aus diesem Festival hervorgehen. An diesem hohen künstlerischen Ertrag haben das neue Passionart-Festivalorchester aus Krakau, und der Gorecki Kammerchor einen hohen Anteil. Unter Antonino Fogliani, dem musikalischen Leiter des Festivlas, wuchs hier ein hochklassiges Orchester zusammen. Ein dicker Wermutstropfen war, dass das beliebte Eröffnungskonzert wegen schlechten Wetters vom Turm des Baumwipfelpfads in die Trinkhalle verlegt werden musste.

Im Rahmenprogramm des Festivals wurden unter anderem ein ausverkauftes A-cappella Konzert des Górecki-Chamber-Choirs, ein Belcanto Treff mit lockerem Programm bei freiem Eintritt und drei ausverkaufte Arienkonzerte Rossini & co durchgeführt. In diesem Jahr zeigte sich die Unterstützung der heimischen Geschäftswelt, Restaurants und Hotels in einem besonders üppigen Premierenbuffet, das von den Künstlern mit dankbarem Staunen aufgenommen wurde.

Nach dem sensationellen Rekordergebnis von 2018 gingen die Karteneinnahmen in diesem Jahr um ca. 5 Prozent auf immer noch stolze 313.000 Euro zurück. Grund hierfür war insbesondere der schlechtere Verkauf in der Trinkhalle.

ROSSINI CDs erhalten Sie in großer Auswahl bei Touristik Bad Wildbad GmbH
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Ziergesang und Ensemble-Oper

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Victoria Yarovaya und Cinzia Forte in den Titelrollen, Kenneth Tarver als strenger Vater Biancas – eine wunderbare Entdeckung in Bad Wildbad mit ausgezeichneter Besetzung!
„Im Finale des zweiten Akts stürmt die Musik turbulent dahin, souverän gesteuert von Antonino Fogliani mit den vom ersten Takt an brillant spielenden Virtuosi Brunensis, dem bewährten Orchester der Rossini-Festspiele Bad Wildbad, die seit Jahren unermüdlich den unbekannten Rossini erkunden.“ – Richard Lorber, Fono-Forum
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„KONZERTGÄNGER IN BERLIN AUF REISEN“ : Mit dem Fahrrad in den Venusberg

Natürlich könnte man einwenden, dass dieses Fest eine überlebte Idee sei, zumal mit seiner erzbösen Geschichte. Ganz abgesehen davon, dass sich das alles aus Sicht des Steuerzahlers an der Grenze zur Clan-Kriminalität bewegt. Man leistet sich die Festspiele als putziges Kuriosum, so wie man auch den Panda zu retten versucht, das beliebteste Tier der Welt, obwohl er doch ein Irrtum der Natur ist, wie er sich mit seinem Nur-Bambus-Speiseplan in eine evolutionäre Sackgasse manövriert hat.

Meinen vollständigen Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung über die diesjährigen Bayreuther Festspiele kann man für 45 Cent bei Blendle nachlesen. Bei Nichtgefallen gibts das Geld mit einem Klick zurück. Bei Gefallen kann man ein Herzchen anklicken und hat dazu beigetragen, dass der Autor seine Kinder ernähren kann.

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BREGENZER FESTSPIELE: EUGEN ONEGIN und WUNDERWANDELWELT

in der letzten Woche der Festspielsaison 2019 stehen neben anderen Programmpunkten zwei Musiktheater-Ereignisse auf dem Spielplan: Im Kornmarkt-Theater präsentiert das Opernstudio Eugen Onegin in der Regie von Jan Eßinger, auf der Werkstattbühne gelangt François Sarhans Wunderwandelwelt zur Uraufführung.

Eugene Onegin
Peter I. Tchaikovsky

Lyrical scenes in three acts, op. 24 (1879)
Libretto by Peter I. Tchaikovsky and Konstantin S. Shilovsky
after Alexander S. Pushkin’s Eugene Onegin (1823-30)
In Russian with German surtitles
Premiere
12 August 2019 – 7.30 p.m., Opera Studio at Kornmarkt
Duration : approx. 3 hours (incl. interval)
Performances & Tickets
Mon, 12. August 2019 19:30 hour Theater am Kornmarkt
Tue, 13. August 2019 19:30 hour Theater am Kornmarkt
Thu, 15. August 2019 19:30 hour Theater am Kornmarkt

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Wunderwandelwelt
François Sarhan

Wunderwandelwelt (Éphémère Enchainé)
Eine musiktheatrale Installation in zwei Abenden
In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Uraufführung

Koproduktion mit La Muse en Circuit
Kooperation mit Donaueschinger Musiktage
Dauer ca. 3 Stunden (mit selbst gewählten Pausen)

16. und 17. August. Restkarten für den 17. August
Karten

Weitere Veranstaltungen

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GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK 30. JULI – 5. AUGUST 2019

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(Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern bezieht sich ausschließlich auf die untenstehenden Sender). Kurzfristige Programmänderungen der Sender vorbehalten!
Alle Zeiten MEZ.

30.7. ECUBA (Live aus Martina Franca) RAI 3-21 Uhr
31.7. IL MATRIMONIO SEGRETO (Live aus Martina Franca) (RAI 3-21 Uhr
1.8. TRISTAN UND ISOLDE (Live aus Bayreuth) Bayern 4-15.57 Uhr
3.8. POMME D’API (aus Berlin, Aufnahme v. 15.5.) Deutschlandradio-19.05 Uhr
DIE TOTE STADT (aus Mailand, Aufnahme v. 28.5.) ORF Ö1-19.30 Uhr
SALOME (aus München, Aufnahme v. 27.6.) HR 2, WDR 3-20.04 Uhr

EMPFANGSMÖGLICHGKEIT ÜBER DAS INTERNET
ORF – Ö 1 http://oe1.orf.at/
Bayern 4 https://www.br-klassik.de/index.html
HR 2 http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/
WDR 3 http://www1.wdr.de/radio/wdr3/index.html
SWR 2 http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/otnbb1/index.html
Deutschlandradio http://www.deutschlandradiokultur.de/startseite.197.de.html
RAI 3 http://www.radio3.rai.it/dl/radio3/programmi/PublishingBlock-61ab4215-547b-4563-8b1f-8932531e5469.html
Radio Suisse R. https://www.rts.ch/
Radio 4Hilversum https://www.nporadio4.nl/gids-gemist
VRT Klara http://www.klara.be/
RNE Clasica Madrid http://www.rtve.es/radio/radioclasica/programacion/
Sveriges Radio 2 https://sverigesradio.se/p2
Met-Stream http://www.metopera.org/Season/Radio/Free-Live-Audio-Streams/
BBC 3 http://www.bbc.co.uk/radio3/programmes/genres/music/classical/opera/all
France Musique https://www.francemusique.fr/opera

Das sind jene Sender, die regelmäßig Opernübertragungen senden. Sollten unseren Lesern noch andere derartige Sender bekannt sein, dann bitten wir um Bekanntgabe inkl. Internetadresse.
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AUCH WENN ES „NUR“ FÜR KINDER IST: EIN SEHENSWERTER BEITRAG ÜBER BAYREUTH AUS „DIE SENDUNG MIT DER MAUS“ (28.7.2019


Foto: Mediathek

http://mediathek.daserste.de/Die-Sendung-mit-der-Maus/Die-Sendung-vom-28-07-2019/Video?bcastId=1458&documentId=65289726

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 ORF : Traditioneller Festspielempfang des ORF-Generaldirektors zum Auftakt der Salzburger Festspiele

Nächste Live-Übertragungen: u. a. „kulturMontag“-Spezial, Offenbachs „Orphée aux enfers“ – insgesamt mehr als 100 Stunden in TV und Radio =

Wien (OTS) – Die 99. Salzburger Festspiele wurden am 27.7.) mit dem offiziellen Festakt in der Felsenreitschule feierlich eröffnet. Am Sonntag, dem 28. Juli 2019, folgte mit einem Empfang im Großen Festspielhaus auf Einladung von Generaldirektor Alexander Wrabetz der traditionelle ORF-Auftaktevent zum jährlichen Kulturereignis in der Mozartstadt, das vom Österreichischen Rundfunk auch heuer wieder mit einem opulenten Programmschwerpunkt medial begleitet wird. Auf die ersten beiden Live-Übertragungen – die Eröffnung sowie die Premiere von Mozarts „Idomeneo“ – folgen zahlreiche weitere Opern und Konzerte wie u.a. Offenbachs Opéra bouffon „Orphée aux enfers“ (live in ORF 2 am 17. August) oder das Verdi-Requiem unter Riccardo Muti (live in Ö1 am 15. August) beides dargeboten von den Wiener Philharmonikern, außerdem ausführliche Berichterstattung und ein umfangreiches Rahmen- bzw. Begleitprogramm – insgesamt mehr als 100 Stunden in TV und Radio.

ORF-Generaldirektor Wrabetz: „ORF bietet freien Zugang zu den wichtigsten Produktionen der Saison“

„Die Salzburger Festspiele sind auch in diesem Jahr der absolute Höhepunkt im reichhaltigen ORF-Kultursommer, der dem berühmtesten aller Klassikfestivals mehr als 100 Programmstunden in TV und Radio widmet“, sagt ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz. „Mit Live-Übertragungen wie der Eröffnungsoper ‚Idomeneo‘ des Dreamteams Peter Sellars und Teodor Currentzis oder – passend zum Offenbach-Jahr – der komischen Oper ‚Orphée aux enfers‘, aber auch zahlreichen hochkarätigen Konzerten, Dokumentationen, Kulturmagazinen oder Künstlergesprächen bietet der ORF allen Österreicherinnen und Österreichern freien Zugang zu den wichtigsten Produktionen der Saison. Vielseitige, umfangreiche Kulturvermittlung ist eine Kernaufgabe des ORF, die in dieser Dichte und Qualität nur ein vitaler öffentlich-rechtlicher Rundfunk erfüllen kann. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die dieses erstklassige Kulturereignis im ORF erlebbar machen, vor allem unseren Partnern Salzburger Festspiele und Unitel. Schon jetzt freuen wir uns auf das Jubiläumsjahr 2020, in dem die ORF-Kulturflotte einmal mehr all ihre Stärken unter Beweis stellen wird“, so Wrabetz.

Rund 100 geladene Gäste aus Kunst, Kultur, Politik und Wirtschaft ließen sich im Rahmen des von ORF-TV-Kulturchef Martin Traxl moderierten Empfangs auf die Festspielsaison im ORF einstimmen. Neben Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler in Begleitung ihres Direktoriums, Intendant Markus Hinterhäuser und Kaufmännischer Direktor Lukas Crepaz, nahmen u. a. teil: Kultur- und Europaminister Alexander Schallenberg, Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf, Nationalratsabgeordnete und Kultursprecherin Maria Großbauer mit Ehemann und Wiener Philharmoniker Andreas Großbauer, Alexander Steinberger, Vizevorstand der Wiener Philharmoniker, Opernstar René Pape (heuer in „Simon Boccanegra“ zu erleben), Jürgen Meindl, Sektionschef Kunst und Kultur im Bundeskanzleramt sowie Kuratoriumsmitglied, weiters Johannes Honsig-Erlenburg, Präsident der Stiftung Mozarteum und Kuratoriumsmitglied, Christian Kircher, Geschäftsführer der Bundestheater-Holding, ebenfalls Kuratoriumsmitglied, außerdem der Vorstand der Freunde der Salzburger Festspiele Siegbert Stronegger, Vereinigte Bühnen Wien-Geschäftsführer Franz Patay, der Vize-Generalsekretär der Industriellenvereinigung Peter Koren, der Generaldirektor der Bundeswettbewerbsbehörde Theo Thanner, BR-Programmdirektor Reinhard Scolik, Starpianist und Grafenegg-Intendant Rudolf Buchbinder, NÖKU-Geschäftsführer Paul Gessl, die Unternehmerin und Aufsichtsratsvorsitzende der Tiroler Landesmuseen Elisabeth Gürtler, Medienmanager Hans Mahr u. v. a. Seitens des ORF waren weiters dabei: der Kaufmännische Direktor Andreas Nadler, Programmdirektorin Kathrin Zechner, Hörfunkdirektorin Monika Eigensperger, der Technische Direktor Michael Götzhaber, stv. Technikdirektor und Onlinechef Thomas Prantner, der stv. Kaufmännische Direktor Roland Weissmann, ORF-2-Channelmanager Alexander Hofer, Salzburg-Landesdirektor Christoph Takacs, ORF-III-Geschäftsführer Peter Schöber, Petra Gruber, Leiterin Koordination 3sat und ARTE, RSO Wien-Intendant Christoph Becher, der scheidende Ö1-Chef Peter Klein, Stiftungs- und Publikumsrätin Corina Heinreichsberger u. a.

Kulturminister Schallenberg: „Salzburg ist ein unglaubliches Aushängeschild für Österreich.“

Erstmals in seiner Funktion als Kulturminister bei den Salzburger Festspielen ist Mag. Alexander Schallenberg: „Es sind im Grunde genommen nicht Salzburger Festspiele, es sind Österreich-Festspiele“, sagt er beim ORF-Empfang. „Hier zeigt sich unser Land im Kulturellen von seiner besten Seite, und auch im Medialen, wenn man so will. Ich glaube, wir können besonders stolz sein auf das, was jedes Jahr hier erbracht wird, von allen Beteiligten – an dieser Stelle darf man die Präsidentin, den Intendanten und den Kaufmännischen Direktor besonders erwähnen. Salzburg ist ein unglaubliches Aushängeschild für Österreich, eine Visitenkarte. Wir können auf diese Visitenkarte zurecht stolz sein“, so Schallenberg.

Festspielpräsidentin Rabl-Stadler: „Eine Angelegenheit der europäischen Kultur!“

„Die Salzburger Festspiele sind keine Angelegenheit der Provinz, sie sind eine Angelegenheit der europäischen Kultur mit wirtschaftlichen, sozialen und gesellschaftlichen Folgen“ betont Festspielpräsidentin Dr. Helga Rabl-Stadler, die sich mit ihrem Team bereits auf das Jubiläumsjahr 2020 vorbereitet, in dem die Festspiele 100 Jahre feiern „Ich danke dem ORF und seinem Generaldirektor, der Oper mag und hinter dem Kulturauftrag steht, für die engagierte Begleitung.“

Die nächsten Salzburg-Highlights im ORF-Fernsehen

Nach dem Eröffnungswochenende mit ersten hochkarätigen Programmpunkten sind die nächsten Salzburg-Highlights im ORF: eine von Martin Traxl moderierte „kulturMontag“-Spezialausgabe aus Salzburg (29. Juli, live um 22.30 Uhr, ORF 2), auf die am 12. August eine Schwerpunktsendung zu den Festspielen folgt. Live gesendet wird bis 23. August auch jeden Freitag, um 18.30 Uhr in ORF 2 „JedermannJedefrau – Das Salzburger Festspielmagazin“ – das vom ORF Salzburg zur nationalen Ausstrahlung produzierte Erfolgsformat. Ab Montag, dem 5. August, zeigt ORF III wieder seine hochkarätig besetzten „Salzburger Festspielgespräche“ mit Barbara Rett im Rahmen von „Kultur Heute“ (werktäglich, 19.45 Uhr).

Die nächste Live-Festspielübertragung im Fernsehen steht mit Barrie Koskys Neuinszenierung von Jacques Offenbachs „Orphée aux enfers“ („Orpheus in der Unterwelt“) anlässlich des 200. Geburtstags des Komponisten auf dem Programm (Samstag, 17. August, live-zeitversetzt um 20.15 Uhr, ORF 2; Dakapo: Samstag, 31. August, 19.30 Uhr, Ö1). Weiters steht die vom ORF eingebrachte Neuproduktion des Verdi-Klassikers „Simon Boccanegra“ auf dem 3sat-Spielplan (Samstag, 31. August, 20.15 Uhr). Außerdem in 3sat: ein Konzert von „Daniel Barenboim & West-Eastern Divan Orchestra“ (Samstag, 24. August, 20.15 Uhr). Das traditionell jeden Sommer von der ORF-TV-Kultur für ORF/3sat produzierte „Kulturzeit Extra: Salzburger Festspiele“ gibt es am Samstag, dem 10. August um 19.20 Uhr.

Die nächsten Festspielhöhepunkte in Radio Ö1

Ö1 bringt in den kommenden Wochen u. a. drei Konzert-Live-Übertragungen: den Auftritt des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks unter Mariss Jansons mit Geigerin Lisa Batiashvili (Sonntag, 4. August, 11.03 Uhr), weiters Giuseppe Verdis „Messa da Requiem“, gespielt von den Wiener Philharmoniker unter Riccardo Muti (Donnerstag, 15. August, 11.03 Uhr); ebenfalls live das Konzert des Mozarteum Orchesters Salzburg unter Dirigent Ádám Fischer mit den Pianisten Lucas und Arthur Jussen (Sonntag, 25. August, 11.03 Uhr). Mit Luigi Cherubinis „Médée (Samstag, 10. August, 19.30 Uhr) und George Enescus „Oedipe“ (Samstag, 17. August, 19.30 Uhr) stehen zwei weitere Opernneuproduktionen der diesjährigen Salzburger Festspiele auf dem Ö1-Programm.

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Vienna Calligraphy Center: Tag der offenen Tür mit Schwerpunkt: Zeitgenössische Arabische Kalligraphie

1120 Wien, Spießhammergasse 4

Bildergebnis für Vienna Calligraphy Center:

An diesem Tag bekommen BesucherInnen Einblicke in diese alte Kunst und haben die Möglichkeit, selbst mit Bambus als Schreibwerkzeug, arabische Kalligraphie auszuprobieren.
Am Mittwoch 7. August 2019 freuen wir uns, euch von 17 bis 19 Uhr im Vienna Calligraphy Center begrüßen zu dürfen.

Einladung ☞

Lange Nacht der Museen 2019

Obwohl das Vienna Calligraphy Center erst im September 2018 in Meidling gegründet wurde, ist es bereits 2019 in das ORF Programm Lange Nacht der Museen 2019 aufgenommen worden und freut sich für diese Veranstaltung seine Türe am 5. Oktober ab 18 Uhr dem Publikum zu öffnen.
In Zusammenarbeit mit Global Calligraphy Vienna gibt es ein Programm für Erwachsenen und Kinder.
Wir freuen uns auf eure Unterstützung wenn eure Nacht bei uns beginnt.

Programm ☞

Das jordanische AlMamlaka TV auf Besuch in Wien

Nach dem Besuch von AlGhad TV / UK war AlMamlaka TV in Wien um über das Vienna Calligraphy Center und seinen Initiator zu berichten.

TV Reportage auf Arabisch ☞

TV Reportage mit englischem Untertitel ☞

Vienna Calligraphy Center
Spiesshammergasse 4   I   A-1120 Vienna   I   Austria + 43 664 737 537 08

office@vccenter.at  I  www.vccenter.at
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