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INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 26. APRIL 2022)

26.04.2022 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 22. APRIL 2022)

Wiener Staatsballett: Die Uraufführung von Martin Schläpfers  Ballett „DIE JAHRESZEITEN“ ist als Stream zu erleben

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Foto: Ashley Taylor

Am 30. April präsentieren wir Ihnen um 18.30 Uhr die Uraufführung von Martin Schläpfers Ballett Die Jahreszeiten in der Wiener Staatsoper. Falls es Ihnen nicht möglich sein sollte, die Vorstellung in Wien zu besuchen, möchten wir Sie gerne an den zeitgleichen und 72 Stunden verfügbaren Livestream erinnern, den Sie kostenlos auf play.wiener-staatsoper.at finden. Wir würden uns freuen, wenn Sie über unsere Premiere berichten.

Ein Gang durch das Jahr als Metapher des Lebens: Mit Die Jahreszeiten komponierte der hochbetagte Joseph Haydn ein großes weltliches Oratorium über das Eingebundensein des Menschen in den Kreislauf der Natur. Szenen aus dem prallen Leben stehen neben packenden musikalischen Naturschilderungen, eingängige Melodien neben nachdenklichen Reflexionen über die Vergänglichkeit, große Oratoriums-Szenen neben volkstümlichem Singspiel.

Nachdem Haydns Jahreszeiten Martin Schläpfer seit rund 25 Jahren begleiten, hat er sich für seine zweite Spielzeit mit dem Wiener Staatsballett entschieden, sie als abendfüllendes Tanzstück auf die Bühne zu bringen – gemeinsam mit Solistinnen und Solisten des Sängerensembles, dem Orchester der Wiener Staatsoper sowie dem von Erwin Ortner einstudierten Arnold Schoenberg Chor. Maestro Giovanni Antonini konnte aus gesundheitlichen Gründen die Proben für die neue Produktion nicht wahrnehmen und musste deshalb zu seinem großen Bedauern sein Dirigat absagen. Adam Fischer übernimmt die musikalische Leitung der Premiere am 30. April sowie der Folgevorstellungen am 5., 7., 10. und 13. Mai 2022. Für die Vorstellungen am 17. und 25. Mai steht Jendrik Springer am Pult des Orchesters der Wiener Staatsoper.

Für die Gestaltung der Bühne und Kostüme zeichnet die schwedische Künstlerin Mylla Ek verantwortlich. Aus dem Gehäuse einer Meeresschnecke als Bild eines Zuhauses hat sie einen Bühnenraum abstrahiert, der sich mit den Jahreszeiten verwandelt.

Detaillierte Informationen finden Sie HIER.

Premiere 30. April 2022, 18.30 Uhr, Wiener Staatsoper
Weitere Vorstellungen 5., 7., 10., 13., 17., 25. Mai 2022
Werkeinführung jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Gustav Mahler-Saal

Martin Schläpfer über Die Jahreszeiten

Diese Produktion wird gefördert von Mastercard.

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Wiener Staatsoper in der Akademie der bildenden Künste: UTOPERAS EPisode 1 und 2: MEHR ONLIne, weniger allein!

Premiere der partizipativen Jugendoper am 30. April 2022 im Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste

Utoperas03 Credit Ashley Taylor
Proben für »Utoperas« © Wiener Staatsoper / Ashley Taylor

Inspiriert durch Themen aus Jewgeni Samjatins dystopischem Sci-Fi Roman Wir haben 40 Schüler*innen der Neuen Mittelschulen Josef-Enslein Platz und Herzgasse in den vergangenen Monaten mit Künstler*innen der Wiener Staatsoper und Superar eine eigene partizipative Jugendoper entwickelt: Durch das Experimentieren mit dem Format »Serie« als Erzählformat für das Genre Oper entstand ein dreiteiliges Werk: Utoperas.

Die ersten beiden »Episoden« dieses Projektes, das es 2021 auf die Shortlist, d. h. unter die Top 10 des europäischen FEDORA Education Prize geschafft hat, feiern am Samstag, 30. April 2022 Premiere.

Erstmals gastiert damit eine Produktion der Wiener Staatsoper im Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste (ehemals Semperdepot), einem Raum, der durch seine Architektur der Oper einen ganz besonderen Rahmen gibt. Episode 3 folgt dann am 28. Mai 2022.
Für alle Vorstellungen sind kostenlose Zählkarten über die Website der Wiener Staatsoper erhältlich (solange der Vorrat reicht).

Staatsopern-Musiktheatervermittlerin Krysztina Winkel führt Regie bei diesem Projekt, das die mitwirkenden Jugendlichen gemeinsam mit Solist*innen des Opernstudios der Wiener Staatsoper erarbeitet haben und auf die Bühne bringen. Es musizieren das Bühnenorchester der Wiener Staatsoper sowie der Jugendchor und eine Percussionsgruppe von Superar unter der musikalischen Leitung von Andy Icochea Icochea. Insgesamt sind 50 Jugendliche an der Produktion beteiligt.

Utoperas erzählt innerhalb von drei Episoden Bilder einer dystopischen Zukunft einer fast totalitären Onlinewelt. Diese Welt lebt von regem Nachrichtenaustausch und einem ständigen (Mit)Teilen von persönlichen, aber auch oberflächlichen Inhalten und wird nur zu gewissen Uhrzeiten still – in den privaten Stunden. Während die neuen Regeln des selbsternannten Admins sukzessive die Lebensrealität der Jugendlichen beeinflussen und sogar vorgeben, wie man sich zu verhalten hat, fragen sich die jungen Protagonist*innen Sarah, Gabriel und Vanessa: Wie sichtbar oder unsichtbar möchte ich sein? Warum ist es gut in einer Gruppe zu sein? Und wann ist es wichtig, für die eigenen Bedürfnissen und Sichtweisen einzustehen?

UTOPERAS
Eine Jugend(chat)oper im Serienformat

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Proben für »Utoperas« © Jakob Gellermann

Musikalische Leitung Andy Icochea Icochea
Projektleitung & Inszenierung Krysztina Winkel
Künstlerische Mitgestaltung Katharina Augendopler
Bühne Constanze Bieber
Kostüme Mahshad Safaei
Dramaturgie Valentin Lewisch

Sopran Anna Nekhames
Tenor Angelo Pollak

Ensemble
Schüler*innen der NMS Josef-Enslein-Platz und NMS Herzgasse 
Superar Jugendchor, Superar Percussionsgruppe

In Kooperation mit Superar
Shortlisted by FEDORA Education Prize 2021

Episode 1 und 2
30. April (16.00 Uhr / Premiere; zweite Vorstellung um 18.30 Uhr)

Episode 3:
28. Mai (16.00 Uhr / Premiere; zweite Vorstellung um 18.30 Uhr)

Aufführungen im Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste (ehemals Semperdepot):
Lehárgasse 8, 1060 Wien

weitere Informationen und kostenlose Zählkarten
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Wiens städtisches Musiktheater unter neuer Leitung – Opernregisseur Stefan Herheim ist jetzt der Chef 

herheim
Foto: The Telegraph

 

Nach dem Abgang von Langzeitchef Roland Geyer hat sich nun die neue Leitung des Theaters an der Wien mit dem Programm für die Saison 2022/23 sowie der Ankündigung eines ‘fulminanten‘ Musiktheaters gemeldet. Mit den auffordernden Worten: „Wir lieben Begegnungen zwischen den Menschen, sei es auf der Bühne, backstage oder auch in der Stadt.“

Die Stadt Wien hat sich für das Stagione-Opernhaus der von ihr hoch finanzierten Vereinigten Bühnen Wien für den Opernkonsum ihrer intellektuellen Bürger ein norwegisch–deutsches Trio ins Theater an der Wien geholt: Der international erfolgreiche Opernregisseur Stefan Herheim aus Oslo, Jahrgang 1970, ist jetzt der jugendlich wirkende wie durchaus charmante Chef im Haus. Peter Heilker wirkt als sein Programm- und Castingdirektor, Carolin Wielpütz übernimmt die künstlerische Betriebsdirektion. Und somit heißt nun die niveauvolle Show MusikTheater an der Wien. Mit dem Zusatz: … im Museumsquartier.

Kuriosum gleich am Beginn von Herheims Direktion: Für ganze zwei Jahre muss unser MusikTheater in die Halle E des Museumsquartier übersiedeln – da das historisch Theatergebäude durch viele Monate renoviert wird. Zur Verwunderung so mancher Mitarbeiter: Statt Ausbesserungen von gegebenen diversen Defekten wird gleich höchst aufwendig eine Generalsanierung durchgeführt. Ermöglicht durch ein gehöriges Zusatzbudget der Stadt. Eine vernünftigere Lösung wäre wohl gewesen, mit der ins Land geholten stets wechselnden Künstlerschar in eine der beiden Musical-Lokalitäten (Ronacher, Raimund Theater) der Vereinigten Bühnen zu ziehen und auf eine jeweils zweite teure wie eher geistig magere Musical-Produktion zu verzichten. Aber auch: der Fluss der zusätzlichen Subventionen hätte in diese Wiener Distrikte geleitet werden können, in denen es so ganz und gar nicht rosig mit der kulturellen Bildung der Jugendlichen aussieht.

Jedenfalls sollte nun ein frischer  Wind in der kommende Saison Wiens alte Opernfreunde erfreuen. Geld ist da, ein offen denkender Intendant ist da – und vielleicht werden nach einer einigermaßen verwehten Corona wieder mehr Besucher in Wiens Opernhäuser gelockt. Und kurz noch der beschränkte Versuch, die Denkungsart der neuen Direktion ganz, ganz knapp zu charakterisieren. 

Der künstlerische Blickwinkel: Ganz eindeutig in Richtung Europa; Wien finanziert.

Heimische Fixpunkte: der Arnold Schönberg Chor ist ganz intensiv im Einsatz, ORF-Orchester, Wiener Symphoniker.

Die Besetzungen: Zusammen geholt, ständig wechselnde Gastspiele und Gäste, die sich hier vielleicht einen Namen machen könnten.

Jugendarbeit: Die Dependance Kammeroper am Fleischmarkt wird zu einem Campus mit offenen Meisterklassen (und natürlich auch Inszenierungen) umfunktioniert.

Kreativität und Neuschöpfungen: Mit Fragezeichen …. ist anzunehmen, könnte schon passen. Wäre auch notwendige in diesen Zeit des kulturellen Umbruches.  

Kooperationen: Etwa mit den Wiener Festwoche oder dem Teatro Real Madrid.

Offensichtlich kein Thema jetzt: Die vom Stadtrechnungshof angesprochenen extrem hohen Subventionskosten für jeden einzelnen Sitzplatz.

Somit auf in die kommende Saison! Und dies mit dem Chef als Regisseur: Leo Janáceks „Das schlaue Füchslein“ wird in der Eröffnungswoche  ab Mitte Oktober im Wiener Museumsquartier zu sehen sein.

Meinhard Rüdenauer  

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INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

#standingovations for #placidodomingo in #simonboccanegra
and all the cast

doap

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