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INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 19. APRIL 2022)

19.04.2022 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 19. APRIL 2022)

SALZBURG: Osterfestspiele 2022 gehen mit über 81%iger Gesamtauslastung zu Ende // Programm Osterfestspiele 2023

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Die Osterfestspiele Salzburg 2022 gingen Montag Abend mit einer Vorstellung von Richard Wagners Lohengrin unter der Leitung von Christian Thielemann zu Ende.

Außerdem in diesem Newsletter: ein Ausblick auf die Osterfestspiele 2023 mit einer Neueinstudierung von Romeo Castelluccis Inszenierung von Tannhäuser, dem Gewandhausorchester Leipzig als Residenzorchester und Andris Nelsons am Pult.

Osterfestspiele Salzburg 2022 – Rückblick

Zum ersten Mal nach drei Jahren konnte das traditionsreiche Festival wieder um Ostern stattfinde. Im Zentrum stand Richard Wagners Lohengrin in einer Neuinszenierung von Jossi Wieler, Anna Viebrock und Sergio Morabito. Am Pult der Sächsischen Staatskapelle, die mit dem Herbert-von-Karajan-Preis ausgezeichnet wurde, stand Christian Thielemann. Vier verschiedene Konzertprogramme dirigierten Christian Thielemann, Tugan Sokhiev und Myung-Whun Chung. Die Gesamtauslastung der Festspiele lag bei knapp über 81%, die Auslastung bei Lohengrin bei 89%. Für die ingesamt 10 Festspieltage wurden knapp 16.200 Karten verkauft, davon über 400 an Jugendliche und junge Erwachsene zu stark vergünstigten Preisen vergeben.

Dank an Christian Thielemann und die Staatskapelle Dresden

Die Osterfestspiele Salzburg bedanken sich herzlich bei Christian Thielemann und der Sächsischen Staatskapelle Dresden für die fast 10-jährige künstlerische Partnerschaft, die den traditionsreichen Klangkörper mit unserem Festival verbunden hat. Als Residenzorchester der von Herbert von Karajan im Jahr 1967 gegründeten Osterfestspiele läutete Christian Thielemann am Pult der Staatskapelle ab dem Jahr 2013 eine neue Ära ein. Als Opern- und zugleich Konzertorchester gelang der Staatskapelle ein fulminanter Neustart auf höchstem künstlerischen Niveau. Der kapelltypische warme und homogene Klang bereitete dem Publikum der Osterfestspiele bei über hundert Veranstaltungen unzählige Sternstunden. Als zentrale Figur dieser Zeit festigte Christian Thielemann an insgesamt 53 Abenden am Pult mit seinen eleganten und zugleich intensiven Dirigaten den Ruf des Festivals als eines der besten der Welt.

Christian Thielemann verabschiedet sich

Zum vorläufig letzten Mal stand Christian Thielemann als Künstlerischer Leiter am Pult. „Salzburg und die Osterfestspiele verbinde ich mit sehr positiven Erinnerungen. Das Besondere an den vergangenen zehn Jahren unserer Residenz an der Salzach war vor allem die Vielfältigkeit – wir haben Opern von Wagner, Richard Strauss, Verdi und Puccini gemacht“, so der Dirigent. „Und an keinem anderen Ort außerhalb Dresdens waren meine Staatskapelle und ich mit so verschiedenen Programmen in so kurzer Zeit zu erleben. Was bleibt ist nicht nur die Erinnerung an zahlreiche musikalische Glanzstunden, sondern auch die Begegnungen und Freundschaften mit den Salzburgern, unserem treuen Publikum!“

Osterfestspiele Salzburg 2023

Nikolaus Bachler präsentiert mit seinem ersten Festspielprogramm als Künstlerischer Leiter der Osterfestspiele Salzburg eine Neuausrichtung des traditionsreichen Festivals. Ab 2023 ist jedes Jahr ein anderes Spitzenorchester mit dessen Chefdirigenten zu Gast, um deren jeweilige individuelle Klangkultur an der Salzach erlebbar zu machen. Den Anfang macht Andris Nelsons mit dem Gewandhausorchester Leipzig. Im Zentrum steht der gebürtige Leipziger Richard Wagner, unter anderem mit einer Neueinstudierung von Romeo Castelluccis Inszenierung von Tannhäuser sowie der Uraufführung der Kreation Träume von Choreograph Emanuel Gat.

Einen Überblick über das gesamte Programm der Osterfestspiele 2023 finden Sie hier >

Kartenverkauf

Karten für die Osterfestspiele 2023 können jederzeit bestellt werden, Förderer der Osterfestspiele Salzburg werden bevorzugt behandelt.

Kontakt Kartenbestellungen:
Tel. +43/662/8045-361 oder tickets@osterfestspiele.at oder Online-Bestellformular unter osterfestspiele.at/bestellung .

Der Einzelkartenverkauf beginnt am 3. Oktober über www.osterfestspiele.at.
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WIENER STAATSOPER:  DREI STREAMS SIND ANGEKÜNDIGT

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Begegnungen: Die neue Saison 2022/2023 im Musikverein Graz
Das Konzertangebot umfasst mit mehr als 50 Projekten eine umfangreiche Repertoirebandbreite von der Barockmusik bis zur Moderne.

ZUR SAISONVORSCHAU
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Aktionskünstler Hermann Nitsch ist tot
Einer der bekanntesten, aber auch umstrittensten Künstler Österreichs ist tot: Hermann Nitsch ist am Montagabend im Alter von 83 Jahren gestorben. Das gab seine Familie am Dienstag bekannt. Berühmt wurde er unter anderem durch sein Orgien-Mysterien-Theater.
„Ich wollte nie Leute schockieren, ich wollte mit meiner Arbeit Intensität bewirken“, sagte Hermann Nitsch einst in einem Interview über seine Arbeit. Bekannt geworden war der durchaus umstrittene Künstler in den 1960er-Jahren durch seinen Aktionismus, der auch als gotteslästerliches Spektakel kritisiert wurde.
http://noe.orf.at/stories/3152472/
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Am Ostersonntag ist der Pianist Radu Lupu gestorben.  Hier ist der Link zu einem Nachruf auf BR:

Vor drei Jahren verkündete der Pianist Radu Lupu seinen Abschied vom Konzertleben. Der Gesundheit wegen. Der stille Rumäne beendete damit eine Karriere, die ihm einen Platz unter den größten Klavierspielern der letzten Jahrzehnte garantierte: So eigenwillig romantisch, so farbfröhlich, insbesondere in den leisen Passagen, spielte niemand sonst. Am Ostersonntag ist der Pianist im Alter von 76 Jahren in Lausanne gestorben.
https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/radu-lupu-pianist-gestorben-nachruf-100.html
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Herzliche Einladung „Peru grüßt Wien“ „LIRICA PARA TI“

Der peruanische Tenor John Schofield singt Arien aus Opern, Operetten und Zarzuelas, Canzonen und Lieder seiner Heimat 

Klavier: Walter Bass
gewidmet dem Kulturaustausch Peru – Österreich

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Mittwoch, 04. Mai 2022, 19:30 Uhr

Kaisersaal (Klaviergalerie Stingl)

Kaiserstraße 10, 1070 Wien

Eintritt frei – Spenden werden nicht abgelehnt

beschränkte Platzzahl – um Reservierung wird ersucht ingrid.englitsch@gmx.at

oder 06801227456
www.johnschofield.pe

Maskenpflicht (!?)
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Nachruf für William Johns. (2.10.1936 Tulsa, Oklahoma USA -12.04.2022 Münsterlingen, Schweiz)

William Johns Interview with Bruce Duffie . . . . . . . . .

Dr. William Johns wurde am 2. Oktober 1936 in Tulsa, Oklahoma, geboren. Er besuchte die Capitol Hill High School, erwarb seinen Doktortitel in Gesang und Musik an der Oklahoma City University und setzte später seine Studien in New York fort. Er war 1965 Finalist bei den Metropolitan Opera National Council Auditions und gab 1967 sein professionelles Debüt als Rodolfo in La Bohème an der Lake George Opera. Im selben Jahr zog er nach Deutschland, wo er in den 1970er Jahren hauptsächlich lyrische Tenorpartien als Solist an den renommierten Opernhäusern in Bremen (1967-1971), Mannheim (1971-1975) und Köln (1975-1979) sang und an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf gastierte.

Seit Anfang der 70er Jahre folgten große internationale Engagements an Häusern und bei Festivals in ganz Europa, (einschliesslich Royal Opera House, La Scala, Grand Opéra Paris, Wiener Staatsoper, Bregenz und Orange) in Kanada, Australien, Japan, Argentinien und in den gesamten Vereinigten Staaten. 1976 gab er sein Debüt an der Lyric Opera of Chicago als Hoffmann in Les Contes d’Hoffmann, gefolgt von vielen Erfolgen, darunter 1985 die Titelrolle in Otello, im Wechsel mit Placido Domingo. Er sang mehrere Produktionen bei den Bayreuther Festspielen, zuletzt die Hauptrolle des Walther von Stolzing in Die Meistersinger im Jahr 1987. Sein Debüt an der Metropolitan Opera gab er 1979 als Don José in Carmen. Danach sang er dort in 28 Vorstellungen vor allem dramatische und wagnerianische Tenorpartien und beendete seine Karriere in 1993 mit der Rolle des Siegfried. Insgesamt sang er 132 Rollen in allen fünf Fächern des Tenorrepertoires, u.a. Faust, Herzog, Bacchus, Radames, Otello und Tristan und stand mit den großen Komponisten (Hindemith, Stravinsky), Dirigenten (Böhm, Bernstein, Mehta, Levine) und Sängern seiner Zeit auf der Bühne. Zu seinen Aufnahmen gehören Messa di Gloria von Puccini, Mahlers 8. Symphonie und die Hauptrolle des Cyrano de Bergérac von Alfano.

William Johns war 38 Jahre lang mit Waltraud Stabenau verheiratet, die ihn während seiner gesamten Karriere begleitete.

Großzügig von Charakter und in der Tradition seines eigenen Pädagogen Herbert-Caesari unterrichtete er nach seiner Pensionierung seine zahlreichen Schüler unentgeltlich.

William Johns verstarb am 12. April 2022 in Münsterlingen, Schweiz, im Alter von 85 Jahren.

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WERK X: Am Sonntag kommt es nach Verschiebung endlich zur Premiere!

 Schorsch Kamerun, Sänger und Mitbegründer der in Hamburg ansässigen Punkband „Die Goldenen Zitronen“ ist nach der Installation „Me are the world“ zurück am WERK X in Wien.

In HERRSCHAFTSZEITEN (NOCH MAL?) setzt sich das Ensemble um den Musiker mit Machtverhältnissen auseinander.

In der Figur der „Großen Erinnerung“ wird die famose Marika Lichter auf der Bühne stehen.

Das Thema Macht wird in hierarchiefreien Strukturen durch und mit Schorsch Kamerun, Schauspielstudierenden der Filmacademy, dem Musiker PC Nackt, Schauspielerin Ines Schiller, Tänzerin Livia Khazanehdari, Kontrabassist Kristian Lind und der Schauspielerin und Sängerin Marika Lichter als Konzertinstallation erarbeitet.

HERRSCHAFTSZEITEN (NOCH MAL?)

Eine Konzertinstallation von und mit Schorsch Kamerun über die, welche besser auf dem Baum geblieben wären

Inszenierung & Text: Schorsch Kamerun
Bühne & Kostüm: Katja Eichbaum
Musik: PC Nackt, Schorsch Kamerun
Dramaturgie: Hannah Lioba Egenolf
Regieassistenz: Alina Hainig
Bühnenbildassistenz: Selina Nowak
Kostümassistenz: Sophie Tautorus

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„Herrschaftszeiten“. Copyright: Alexander Gotter

Mit: Damaris-Katrin Dumitru, Jakob Eder, Maria Christina Felzmann, Selina Fischer, Damaris Henn, Patrick Isopp, Ines Schiller, Schorsch Kamerun, Livia Khazanehdari, Marika Lichter, Kristian Lind, PC Nackt, Melis Senozan, Viktoria Smole, Maximilian Steinacker, Conny Unger, Rebecca Vogel

So 01. Mai 2022, 17.00 Uhr

 Sie alle kennen und lieben sie bereits: DIE ARBEITERSAGA kommt am Tag der Arbeit (wie sollte es anders sein) im WERK X wieder zur Aufführung!

 Und es wird dabei viel gearbeitet: alle vier Teile werden am 01. Mai auf die Bühne gebracht!

 Dazu servieren die seligen Affen ab 15 uhr eine Heurigenjause im Hof.
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ORF III am Dienstag: Neue „Erbe Österreich“-Doku „Österreichs Adel unter sich: Die Spielzeuge der Noblesse“

 Außerdem: Eine neue Folge „erLesen“ aus dem 48er-Tandler

Wien (OTS) – Der „ORF III Kulturdienstag“ am 19. April 2022 begibt sich zum Auftakt zu den Burgen und Schlössern der Oststeiermark. Anschließend folgt „Österreichs Adel unter sich: Die Spielzeuge der Noblesse“ und im Spätabend sind Conny Bischofberger, Ursula Strauss und Manfred Rebhandl in einer neuen Ausgabe des Literaturmagazins „erLesen“ zu Gast.

ORF III zeigt im Rahmen des Kulturdienstags „Burgen und Schlösser in Österreich – Die Oststeiermark“ (20.15 Uhr). Die Dokumentation besucht unter anderem Schloss Herberstein, das bereits seit 21 Generationen im Besitz des gleichnamigen Adelsgeschlechts ist und mit seiner Gartenanlage und dem Tierpark als steirisches Wahrzeichen gilt. Anschließend beleuchtet Gebhard Hölzl in der Neuproduktion „Österreichs Adel unter sich: Die Spielzeuge der Noblesse“ (21.05 Uhr) die Liebe der Adeligen zu schnellen Autos. Karl Habsburgs Sohn Ferdinand Zvonimir ist beispielsweise ein begeisterter Rennfahrer und Prinz Leopold von Bayern, ein Verwandter der Kaiserin Sisi, ist mehrfacher Mille-Miglia-Teilnehmer. Danach widmet sich der Dokumentarfilm „Der Pariser Triumphbogen – Herz einer Nation“ (21.55 Uhr) einem der prägnantesten Wahrzeichen Frankreichs.

Der „ORF III Kulturdienstag“ schließt mit einer neuen Folge des Literaturmagazins „erLesen“ (22.45 Uhr) aus dem 48er-Tandler, in der Heinz Sichrovsky seine Gäste begrüßt: Conny Bischofberger mit ihrem autorbiografischen Roman „Eisschwimmen“, Ursula Strauss, die in der Verfilmung von Christine Nöstlingers „Geschichten vom Franz“ zu sehen ist, und Manfred Rebhandl, der in seinem neuen Krimi „Erster Mai“ den Ermittler Rock Rockenschaub zur Ermittlung in den Gemeindebau schickt.

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