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INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 18. AUGUST 2020)

18.08.2020 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 18. AUGUST 2020)

DIE WIENER STAATSOPER ÖFFNET GENERALPROBEN FÜR JUNGES PUBLIKUM

WIEN : Wiener Staatsoper: Früher Startschuss um den ThronOnline Merker
Wiener Staatsoper. Copyright: Karl Goldammer

Die Staatsoper für ein junges Publikum noch zugänglicher zu machen ist eines der zentralen Vorhaben der neuen Direktion. Mit Unterstützung der Belegschaft des Hauses setzt Bogdan Roščić nun einen wichtigen ersten Schritt: die Öffnung der Generalproben für alle unter 27.

Beginnend mit der der ersten Produktion der neuen Spielzeit, Puccinis »Madama Butterfly«, können Besucherinnen und Besucher bis zu einem Alter von 27 Jahren alle neuen Opern- und Ballettproduktionen am Haus schon vor dem offiziellen Premierentermin erleben.

Die Generalproben werden an der Staatsoper traditionell von der Belegschaft besucht, die dabei das Resultat der Arbeit des Theaters an seiner jeweils neuesten Produktion sehen kann. Ab sofort ist nun auch ein Kontingent von 700 Karten pro Termin ausschließlich für junges Publikum reserviert. Solange das Haus aufgrund der COVID-19-Verordnungen Abstandsregeln und andere Sicherheitsmaßnahmen wie die Sperre des Stehplatzes befolgen muss, wird die Anzahl der tatsächlich verfügbaren Plätze, so wie bei den regulären Vorstellungen auch, geringer sein.

Die Karten für die Generalproben kosten einheitlich 10 € und können nach erfolgter Registrierung auf der Website der Wiener Staatsoper online gekauft werden. Der Erlös fließt in Programme der Jugendarbeit der Wiener Staatsoper wie die Opernschule, neue Vermittlungsformate und eigens für ein junges Publikum kreierte Produktionen außerhalb des Haupthauses am Ring.

»Generalproben sind immer besondere Meilensteine für ein Theater und haben eine ganz besondere Atmosphäre. Sie sind dadurch eine ideale Gelegenheit, die Staatsoper in einen intensiveren Dialog mit einem neuen, jungen Publikum zu bringen. Daher freue ich mich besonders, zusammen mit der Belegschaft des Hauses diese Aktion zu starten und alle unter 27 zu den Generalproben der Staatsoper einzuladen. Ebenfalls wichtig ist der besonders günstige Preis der Karten für diese Termine. Diese neue Initiative ist für mich ein ganz wesentlicher Schritt zur Intensivierung der Nachwuchsarbeit am größten Theater des Landes«, so Direktor Bogdan Roščić.

Die Aktion startet mit der Generalprobe der »Madama Butterfly« am 5. September um 13.00 Uhr. Mit dieser poetischen und gleichzeitig spektakulären Inszenierung von Oscarpreisträger Anthony Minghella eröffnet die Wiener Staatsoper am 7. September ihre Spielzeit 2020/21. Die hochkarätig besetzte Produktion unter der musikalischen Leitung von Musikdirektor Philippe Jordan bringt u. a. die Hausdebüts von Ausnahmekünstlerin Asmik Grigorian als Cio-Cio-San und von Freddie De Tommaso als Pinkerton. Als Suzuki kehrt die junge französische Mezzosopranistin Virginie Verrez zurück ins Ensemble des Hauses am Ring, den Konsul Sharpless verkörpert Boris Pinkhasovich. Einstudiert wird »Madama Butterfly« von Choreographin Carolyn Choa, der Frau des 2008 verstorbenen Regisseurs, die zusammen mit Minghella diese Produktion geschaffen hat.

Tickets für »Madama Butterfly«, aber auch für die Generalproben zu den folgenden Premieren (im Oktober: »Die Entführung aus dem Serail« und »Eugen Onegin«) sind ab sofort erhältlich.

Interessierte können sich ab sofort auf www.wiener-staatsoper.at/service/junges-publikum registrieren.   

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DER KULTURKAMPF IST ANGERICHTET – Und viele diskutieren mit.

Zum Beispiel Ioan Holender und Sohn Dr. Adrian Hollaender

Aus dem „Kurier“/ Leserbriefe

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BR-Klassikradio: Gespräch mit drei Bayreuth-Sängern. Unterhaltsam!

https://www.klassikradio.de/mediathek/wemhoff-im-gespräch-mit-drei-bayreuth-sängern?format=raw


BAYREUTH: Wagner Open Air am kommenden Sonntag 23.08.20

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 5. JULI 2020)Online Merker
Seebühne Wilhelminenaue. Foto: Musica Bayreuth/Veranstalter

Liebe Freundinnen und Freunde der Musica Bayreuth,

kommenden Sonntag dürfen wir Ihnen wie angekündigt gemeinsam mit den Initiatoren Günther Groissböck und Andreas Schager sowie mit Unterstützung der Bayreuther Festspiele das Wagner Open Air 2020 auf der Seebühne in der Wilhelminenaue präsentieren.

Für diejenigen unter Ihnen, die noch nicht im Besitz von Karten sind, besteht aktuell wieder die Möglichkeit, Restkarten zu erwerben.

Getreu dem Motto „Auf, nach der Wies – schnell auf die Füss!“ freuen wir uns auf ein Wiedersehen, diesmal auf der grünen Wiese.

MEHR INFO, KARTEN
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operklosterneuburg: OHRENSCHMAUS IM OPERNHAUS. TONY MAKKARONI KOCHT DIE SCHÖNSTEN OPERNARIEN

Eine lustige Opernkochshow für Kinder und die ganze Familie

Von und mit Publikumsliebling
Andy Hallwaxx als Chefkoch „Tony Makkaroni“


© Roland Ferrigato

Viel Anlass zu lachen gab es in letzter Zeit aufgrund von Covid-19 für uns alle nicht. Umso wichtiger sind kulturelle aufheiternde Zeichensetzungen sind sich Intendant Michael Garschall und Geschäftsführer Franz Brenner einig. Aus diesem Grunde sowie dank der generellen Lockerungsmaßnahmen kann erfreulicherweise eine außertourliche Neuproduktion für Kinder und Familien mit zwei Terminen Ende August in der Babenbergerhalle angesetzt werden.

Lachen, Heiterkeit, Mitmachen und jede Menge Spaß stehen im Mittelpunkt, wenn der berühmte Chefkoch Tony Makkaroni in seinem italienischen Restaurant seine Zauber-Suppe nach Omas geheimem Rezept kocht, die jedem Opernsänger nach Verzehr eine besonders schöne Singstimme schenkt. Natürlich hat sich das herumgesprochen und sämtliche Opernstars kommen zu Tony ins Restaurant. Sie bezahlen Unsummen an Geld nur um diese Wundersuppe essen zu dürfen. Doch Tony hat auch eine Küchenfee, die absichtlich die Suppe versalzt. Absolutes Chaos. Tony ist am Ende. Nur mehr die Kinder im Publikum können ihm helfen…

Eine musikalische Opernkochshow für die gesamte Familie, ein unterhaltsamer Nachmittag nicht nur für Kinder!
Mit beschwingten Arien von W.A. Mozart, G. Donizetti, Johann Strauß, u.a.

Selbstverständlichst unter Einhaltung strengster Corona-Schutzmaßnahmen: eigene Publikumseinlass- u Ausgangsregelungen, Mindestabstandseinhaltungen im Zuschauerraum, versetztes Sitzen unter Berücksichtigung des Ein-Meter-Sicherheitsabstandes zwischen den einzelnen jeweiligen Familiengruppen, spezielle Raumdurchlüftung, uvm.

„Als Kultur- und Jugendstadträtin freut es mich besonders, dass die operklosterneuburg heuer trotz Corona ein Lebenszeichen auf diese Weise gibt. Es lohnt sich das Erlebnis Oper Kindern schon früh nahe zu bringen. Die kindgerechte Aufbereitung bietet sicherlich auch für Erwachsene eine unterhaltsame Vorstellung.“ (Verena Pöschl)

Kommen Sie, lachen Sie,
lernen Sie Tony, Don Basilikum und seine Spaghetti-Connection kennen,
erleben Sie einen musikalisch heiteren Opernnachmittag!

Samstag, 29. August 2020, 16.00 Uhr
Sonntag, 30. August 2020, 16.00 Uhr

Babenbergerhalle
Rathausplatz 25
3400 Klosterneuburg

Dauer: 1 Stunde

Andy Hallwaxx (Moderation)
Christoph Campestrini (Musikalische Leitung)

Florina Ilie (Sopran)
Clemens Kerschbaumer (Tenor)
Lukas Johan (Bariton)
Isabella Campestrini als „Küchenfee“

Streichquartett der Beethoven Philharmonie

Karten
Kulturamt Klosterneuburg
Tel. 02243- 444 424
E-mail: karten@operklosterneuburg.at
Online: www.operklosterneuburg.at

Eine Veranstaltung der Stadtgemeinde Klosterneuburg.
Die operklosterneuburg ist Mitglied des Theaterfest NÖ.
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VERGANGENEN SONNTAG IN GRAFENEGG: JONAS KAUFMANN (Instag(k)ramereien – gefunden von Fritz Krammer)


ZU INSTAGRAM mit weiteren Fotos

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GROSSES WELTTHEATER – JUBILÄUMSAUSSTELLUNG „100 JAHRE SALZBURGER FESTSPIELE“ – bis 31.10.2021 (Salzburg-Museum)

(Heinrich Schramm-Schiessl)


Vor dem Eingang. Foto: Heinrich Schramm-Schiessl

Wenn eine bedeutende Institution wie die Salzburger Festspiele ihr hundertjähriges Jubiläum feiert. so gibt es natürlich auch eine Austellung, die – aus meiner Sicht – in erster Linie die Geschichte aufarbeitet. Doch dazu später.

Bereits vor 10 Jahren, zum 90-jährigen Jubiläum, hat es im „Salzburg-Museum“ am Mozart-Platz eine sehr,interessante Ausstellung gegeben, die sich sehr ausführlich mit eben dieser Geschichte befasste. Da diese szt. als „Vorlauf“ für die große Jubiläumsausstellung 2020 bezeichnet wurde, hat man sich eigentlich Größeres, insbesonders in Hinblick auf die Geschichte erwartet. Dem ist allerdings nicht so.


Installation „Bühnenraum“. Foto: Heinrich Schramm-Schiessl


Modelle von Festspielhäusern. Foto: Heinrich Schramm-Schiessl


Bühnenbildmodell Don Giovanni 1953.Foto: Heinrich Schramm-Schiessl

Ein ziemlich breiter Raum wird einem sogenannten „Dialog mit den Salzburger Festspielen“ eingeräumt. Hier werden in 10 Räumen, in denen verschiedene Themen im Zusammenhang mit den Festspielen abgehandelt, z.B. die immer wieder gestellte Frage, was Salzburg ohne die Festspiele wäre. Zentrales Schaustück ist ein großer Tisch mit den Modellen verschiedener geplanter aber – man muss sagen glücklicherweise – nicht realisierter Festspielhäuser. Weitere Räume betreffen u.a. frühere Visionen von Festspielen in Salzburg, weiters die Bedeutung von Max Reinhardt, ohne den die Festspiele nicht denkbar wären und die „Stadt als Bühne“. in dem ein Überblick über die verschiedenen Spielstätten einst und jetzt gegeben wird.

Dies alles nimmt einen ziemlich großen Raum ein, während die Darstellung der eigentlichen Festspielgeschichte auf einen im Verhältnis dazu kleineren Bereich eingeschränkt ist.


Bühnenbild „Rosenkavalier“ (2.Akt)-Eröffnungsvorstellung Gr. Festspielhaus. Foto: Heinrich Schramm-Schiessl

Diese Festspielgeschichte wird in Jahrzehntsprüngen abgehandelt. In  10 Boxen werden signifikante Ereignisse der einzelnen Jahrzehnte herausgehoben, wie z.B. in dern 60er-Jahren die Eröffnung des Großen Festspielhauses. Begleitet wird diese Zeitreise von Bühnenbildmodellen, Kostümen und Requisiten aus verschiedenen Produktionen. Allerdings ist die Auswahl eher willkürlich getroffen worden. Es fehlen doch einige wichtige Dinge, wie z.B. das Krönungskostüm des „Boris“ aus der „Boris Godunow“-Produktion von 1965.

Positiv anzumerken ist, dass diese Darstellung der Festspielgeschichte objektiver ausgefallen ist, als jene in der gleichnamigen Fernsehdokumentation vom 1. Aujgust 2020, in der zwar die Zeit vor dem 2. Weltkrieg in der geboternen Ausführlichkeit behandelt, aber die Jahrzehnte nach dem Krieg mehr als einseitig dargeboten wurden. Da wurde in großer Ausführlichkeit die Rolle Gottfried von Einems als angeblichen Wiedererwecker der Festspiele geschildert und zum wiederholten Mal behauptet, dass er einer Intrige zum Opfer gefallen sei. Daß er sich durch seinen Versuch, Berthold Brecht auf nicht ganz legale Weise die österreichische Staatsbürgerschaft zu verschaffen, selbst aus dem Spiel genommen hat, wurde mehr oder weniger in Abrede gestellt. Danach ging man fast nahtlos zu Gerard Mortier über, der die Festspiele angeblich fit für das 21. Jahrhundert gemacht hätte. Die dazwischen liegenden Jahrzehnte, in denen Herbert von Karajan verantwortlich war und in denen die Festspiele durch das Engagement fast aller bedeutender Dirigenten, Regisseure, Sänger und Schauspieler dieser Zeit erst jenen Weltruhm erworben haben, der sie heute (noch) auszeichnet, wurde verschwiegen und diese Jahre auf den Jet-Set und den Glamour der Yellow-Press reduziert.

Ergänzend sei noch erwähnt, dass im Hof des Museums ein Modell der ersten Jedermannbühne aufgebaut ist und es auch einen Kinsosaal gibt, in dem Ausschnitte von Film- und Fernsehrproduktionen verschiedener Festspielaufführungen geboten werden.

Grundsätzlich kann man die Ausstellung als geglückt betrachten, auch wenn es wünschenswert gewesen wäre, der Historie mehr Platz einzuräumen.

Heinrich Schramm-Schiessl

 


Bühnenbildmodell Boris Godunow 1965. Foto: Heinrich Schramm-Schiessl


Karte der Eröffnungsvorstellung des Gr. Festspielhauses v. 26.7.1960
Jedermannbühne 1920, etc. Foto: Heinrich Schramm-Schiessl


Einer unserer Vorgänger (datiert 1918). Foto: Heinrich Schramm-Schiessl

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Niederösterreich: Piano & Ballett – Tomoko Nakai & Europaballett

„Piano & Ballett“ mit der japanischen Starpianistin und Wahl-St. Pöltnerin Tomoko Nakai und dem Europaballett St. Pölten. Lassen Sie sich verzaubern mit Robert Schumanns, Pjotr Iljitsch Tschaikowskis, Frédéric Chopins und Franz Schuberts Melodien. Tomoko Nakai, die Pianistin aus Otsu/Japan gewann 2008 den 1. Preis beim Musikwettbewerb der Präfektur Shiga in Japan. Es folgten Konzerte in den USA, Italien und Bulgarien, wo sie mit namhaften Orchestern auftrat. Sie debütierte in der traditionsreichen New Yorker Carnegie Hall und wiederholte diesen großen Erfolg im Wiener Ehrbarsaal. Einen Auszug aus der Gefühlswelt des renommierten Choreografen Artur Kolmakov, getanzt in Harmonie und Perfektion vom Ensemble des Europaballetts, ergeben ein großes Ganzes an kulturellem Genuss mit der Genialität der Pianistin Tomoko Nakai. Artur Kolmakov ist seit 1999 in Wien und St. Pölten als Choreograf tätig. Heute ist St. Pölten und das Europaballett sein fixer kreativer Schwerpunkt, wo er mit Leidenschaft und Herzblut Choreografien und neue Produktionen schafft, und Ensemblemitglieder im modernen Tanz, Jazztanz und in verschiedenen Ausdruckstechniken entwickelt.

Wo:
SCHLOSS THALHEIM 22, 3141 KAPELLN, NIEDERÖSTERREICH

Karten unter:
+43 664 64 64 303
karten@schlossthalheimclassic.at
www.schlossthalheimclassic.at
Ö-Ticket

Ihre Gesundheit ist uns wichtig.
Aus diesem Grund wird ein Covid-19 Konzept für den Veranstaltungsbetrieb auf Schloss Thalheim entwickelt.
Sollten Sie bekannte Symptome der Covid-19 Erkrankung aufweisen bitten wir Sie zu Ihrem Schutz und zum Schutz all unserer Gäste, die Veranstlatung nicht zu besuchen.
Bitte denken Sie an den Sicherheitsabstand.
Bei Schlechtwetter finden die Veranstaltungen im Festsaal statt.

Europaballett
Oriongasse 4, St. Pölten, 3100
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CHARITÉ BERLIN: Stellungnahme zum Spielbetrieb der Orchester während der COVID-19 Pandemie
Aktualisierung 17. August 2020

Prof. Dr. med. Stefan N. Willich, MPH MBA, Priv.-Doz. Dr. med. Anne Berghöfer, Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Dr. med. Miriam Wiese-Posselt, MPH, Prof. Dr. med. Petra Gastmeier, Institut für Hygiene und Umweltmedizin, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Die Orchestervorstände und Intendanzen der folgenden Berliner Orchester (in alphabetischer Auflistung):
Berliner Philharmoniker
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin (DSO)
Konzerthausorchester Berlin
Orchester der Deutschen Oper Berlin
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB)
Staatskapelle Berlin

Berlin, den 17.8.2020
Hinweis der Autorinnen und Autoren:
Die Stellungnahme bezieht sich auf das Orchesterspiel und die Sicherheit der Musikerinnen und Musiker und dient dazu, den Spielbetrieb während der COVID-19 Pandemie zu ermöglichen. Bei der Umsetzung unserer Empfehlungen sind ggf. die weitere epidemiologische Entwicklung sowie neue Forschungsergebnisse zu berücksichtigen.
Update Orchesterbetrieb während COVID-19 Pandemie 17. August 2020

Zusammenfassung
Die vorliegende Stellungnahme aktualisiert unsere Stellungnahme vom 7.5.2020 und basiert auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen bzw. Einschätzungen und der Erfahrung von Musikerinnen und Musikern und Instrumentenexpertinnen und – experten. Zur Vermeidung von Risiken für eine COVID-19-Infektion empfehlen wir folgende Maßnahmen während des Spielbetriebs von Konzert- und Opernorchestern.

Allgemeine Schutzmaßnahmen:
 Symptom-Achtsamkeit: Tägliche Selbstüberprüfung von auf COVID-19 hindeutende klinische Zeichen: Fieber, Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Atemnot, Kopf- und Gliederschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Schwächegefühl, Geruchs-/Geschmacksstörung. Wenn eins oder mehrere dieser Zeichen auftreten, verbleibt die Musikerin/der Musiker zu Hause und sollte für eine Testung auf SARS-CoV-2 eine Ärztin/einen Arzt kontaktieren.
 Durch die Arbeitgeberin/den Arbeitgeber wird eine Freistellung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Hochrisikogruppen für COVID-19 Infektionen (siehe Definitionen des Robert Koch-Instituts) im Rahmen der arbeitsmedizinischen Vorsorge angeboten. Wenn gewünscht, kann sie/er am Spielbetrieb teilnehmen.
 Beachtung der Händehygiene und Hustenetikette, Händedesinfektion mindestens bei Betreten und Verlassen der Arbeitsstätte.
 Körperliche Distanz von mindestens 1,5 m im allgemeinen Umgang der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In geschlossenen Räumen außerhalb des Konzertsaals sollte ein Mundnasenschutz getragen werden, auf dem Podium nicht mehr erforderlich.
 Normale Reinigung der Arbeitsräume und Funktionsräume einschließlich Umkleiden und Toiletten.
 Betrieb von Klimaanlagen mit angemessener DIN-Norm, bei Umluftbetrieb Einsatz eines HEPA-Filters (High Efficiency Particulate Air Filter), alternativ regelmäßige Durchlüftung.
Orchesteraufstellung und Instrumentenempfehlungen:
 Streicher Stuhlabstand 1 m.
 Bläser Stuhlabstand 1,5 m, Flüssigkeitsentfernung und Instrumentenreinigung mit
Einmaltüchern (zu entsorgen) bzw. Tüchern (zu reinigen). Nach aktueller Einschätzung erscheint ein Plexiglasschutz vor den Blechbläsern nicht mehr notwendig und kann entfallen.
 Schlagzeuger mit Stuhlabstand 1,5 m, Vermeidung der gemeinsamen Nutzung von Instrumenten und Zubehör.
 Harfen und Tasteninstrumente Stuhlabstand 1,5 m.
 Dirigent Abstand zu den Orchestermusikerinnen und -musikern mindestens 2 m bei Probe und 1,5 m bei Konzert.
Update Orchesterbetrieb während COVID-19 Pandemie 17. August 2020

Hintergrund
Seit der Veröffentlichung unserer ersten Stellungnahme zum Spielbetrieb der Orchester während der COVID-19 Pandemie am 7.5.2020 hat sich die epidemiologische Situation bezüglich Neuerkrankungen (Inzidenz) und Anzahl der Erkrankten in der Bevölkerung (Prävalenz) stabilisiert. Auch wenn in den letzten Wochen ein leichter Anstieg bei Neuinfektionen registriert wurde, ist die epidemiologische Belastung in Deutschland mit täglich 500-1.500 gemeldeten Neuinfektionen (entspricht ca. 1 Infektion pro 100.000 Einwohner) als gering bis
moderat einzuschätzen. So sind zum Beispiel für über 100 Land/Stadtkreise in den letzten 7 Tagen überhaupt keine Neuinfektionen gemeldet worden (Robert KochInstitut 2020). Relevante Ausbrüche von SARS-CoV-2-Infektionen treten in Deutschland seit Mai 2020 nur vereinzelt auf.
Der Proben- und Konzertbetrieb der professionellen Orchester ist je nach Bundesland seit mehreren Wochen in unterschiedlicher Ausprägung wiederaufgenommen worden.
Diese aktualisierte Stellungnahme bezieht sich auf das Orchesterspiel und die Sicherheit der Musikerinnen und Musiker und dient dazu, den Spielbetrieb unter den aktuellen Bedingungen der COVID-19 Pandemie zu normalisieren. Regelungen und Empfehlungen, die das Publikum betreffen, erfolgen gesondert. Bei der Umsetzungunserer Empfehlungen sind ggf. die weitere epidemiologische Entwicklung sowie neue
Forschungsergebnisse zu berücksichtigen.

Zielstellung der vorliegenden Aktualisierung
Basierend auf der geringen epidemiologischen Belastung in Deutschland, neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen bzw. Einschätzungen und der Erfahrung von Musikerinnen und Musikern und Instrumentenexpertinnen und -experten aktualisieren wir die früheren Empfehlungen (vom 7.5.2020) zu allgemeinen Hygiene- und Verhaltensmaßnahmen, zur Orchesteraufstellung und zu instrumenten-spezifischen Aspekten, die eine weitgehende Normalisierung des Orchesterspielbetriebs in Deutschland ermöglichen. Die Aktualisierung fokussiert insbesondere auf die Abstände zwischen Musikern und Musikerinnen der verschiedenen Instrumentengruppen.

Relevante Gefährdungen und Risiken

Bei Blasinstrumenten können während des Spiels Aerosole, Kondenswasser in Abhängigkeit von der Außentemperatur, sowie Tröpfchenbildung durch Speichel entstehen. Diese Flüssigkeiten können potenziell infektiös sein, wenn die Musikerin/der Musiker SARS-CoV-2 positiv sind, auch ohne Symptome zu zeigen.
Daher ist einzuschätzen, inwieweit möglicherweise ein erhöhtes Infektionsrisiko während und infolge des Spiels besteht und welche Maßnahmen wirksam und angemessen dieses Risiko reduzieren können.
Erste Ergebnisse von Visualisierungsstudien eines Ingenieurbüros in Zusammenarbeit mit den Bamberger Symphonikern zeigen geringe Luftströmungen bei Blasinstrumenten (Jozipovic und Kruse 2020).

Visualisierungsexperimente zum Luftstrom bei Blasinstrumenten der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bestätigen diese Befunde (Bertsch 2020).
Inzwischen sind weitere Ergebnisse der Universität der Bundeswehr in München zur Ausbreitung von Tröpfchen und Aerosol bei verschiedenen Blasinstrumenten publiziert worden. Die aus dem Mund und aus den Instrumenten austretenden
Speicheltröpfchen und Aerosole wurden mit einem Laser beleuchtet und mit digitalen Kameras aufgezeichnet und hinsichtlich eines möglichen kontaminierten Luftbereichs ausgewertet (Kähler und Hain 2020). Der beim Instrumentenspiel in Luftbewegung gesetzte Bereich war auch in diesen Experimenten kleiner als 0,5 m. Lediglich bei der Querflöte konnten Strömungsbewegungen im Bereich von 1 m gemessen werden.
Die Musikerinnen und Musiker mit Streichinstrumenten sitzen parallel nebeneinander sowie hintereinander, Bewegungen sind begrenzt und erfolgen ausschließlich auf ihrem Platz. Die Atemfrequenz kann abhängig von den zu spielenden Passagen erhöht sein, in der Regel wird bei geschlossenem Mund durch die Nase geatmet. Da die Musikerinnen und Musiker nicht einander gegenübersitzen und sich auch nicht
regelmäßig ansprechen, ist von einer sehr geringen Gefährdung durch Speicheltröpfchen oder Aerosole auszugehen, geringer als beim normalen sozialen Kontakt mit Gespräch. In Anlehnung an Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) (World Health Organization 2020) und bei epidemiologisch insgesamt stabiler Situation ist bei einem Abstand von mindestens 1 m zwischen den Streichern von keinem erhöhten Risiko auszugehen.

Empfehlungen
Abhängig von den spezifischen Arbeitsbedingungen (Räumlichkeiten, technische Ausstattung, Ensemblegröße, zu probende Werke) wird den Orchestern empfohlen, eine Gefährdungsanalyse vorzunehmen und ein Hygiene-, Verhaltens- und Prozesskonzept auf der Basis des SARS-CoV-2 Arbeitsschutzstandard des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (Bundesministerium für Arbeit und Soziales 2020) zu erstellen unter Berücksichtigung und Integration der vorliegenden Stellungnahme und Empfehlungen.

Testung auf COVID-19 Infektion
Eine regelmäßige Reihen-Testung aller symptomfreien Orchestermitglieder auf eine COVID-19 Infektion vor Aufnahme des Spielbetriebs ist nicht erforderlich und aus epidemiologischer Perspektive nicht sinnvoll, da die sog. Vortestwahrscheinlichkeit in der Gruppe der Musiker in der aktuellen epidemiologischen Situation zu gering ist.
Sobald jedoch eine Musikerin/ein Musiker Krankheitszeichen hat, die für eine COVID19 Erkrankung sprechen, sollte sie/er sich einer Ärztin/ einem Arzt vorstellen, um eine Testung auf SARS-CoV-2 durchführen zu lassen. Wird ein Orchestermitglied positiv auf SARS-CoV-2 getestet, werden durch das Gesundheitsamt alle Kontaktpersonen eruiert. Das Gesundheitsamt legt das weitere Prozedere fest, d.h. welche
Kontaktpersonen in häusliche Quarantäne gehen müssen und wer ggf. auf SARSCoV-2 getestet wird.
Des Weiteren kann eine Testung aller Ensemblemitglieder nach Ende einer Urlaubsperiode oder z.B. nach Rückkehr von einer Tournee in Betracht gezogen werden, weil z.B. bei längeren Flugreisen oder Besuchen in Risikogebieten Kontakte
mit SARS-CoV-2 infizierten Personen bestanden haben könnten.

Gesundheitsmonitoring
Um die Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen engmaschig zu überprüfen, wäre es sinnvoll, über das Winterhalbjahr 2020/21 ein Monitoring von Erkältungs- und Atemwegserkrankungen sowie grippalen Infekten und ggf. COVID-19-Symptomen in den Orchestern durchzuführen, die eine regelmäßige Proben- und Konzerttätigkeit wieder aufnehmen.

Allgemeine Schutzmaßnahmen
Symptom-Achtsamkeit: Die berufliche Tätigkeit im Orchester wiederaufnehmen sollen nur Personen, die sich gesund und leistungsfähig fühlen. Eine tägliche Selbstüberprüfung im Hinblick auf die folgenden COVID-19-typischen Symptome ist daher vor Betreten des Arbeitsgebäudes erforderlich (z.B. mit entsprechendem Aushang): Husten, Fieber, Schnupfen, Halsschmerzen, Atemnot, Kopf- und
Gliederschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Schwächegefühl, Geruchs- /Geschmacksstörung. Sollten eins oder mehrere dieser Krankheitszeichen auftreten, sollte die Musikerin/der Musiker zu Hause bleiben, eine Ärztin/einen Arzt kontaktieren und eine Testung auf SARS-CoV-2 durchführen lassen.

Hochrisikopersonen: Personen, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer COVID-19-Infektion haben, gelten als Hochrisikopersonen. Ihnen wird im Rahmen der arbeitsmedizinischen Vorsorge eine Freistellung von der Teilnahme am Orchesterspiel gewährt. Nach den Angaben des RKI zählen zu den Risikopersonen stark übergewichtige Personen, ältere Personen (70+), Patienten mit koronarer Herzkrankheit, deutlichem Bluthochdruck (mindestens 2 Medikamente), chronischer Lungenerkrankung (z.B. COPD, Asthma), chronischer Lebererkrankung, Diabetes mellitus und geschwächtem Immunsystem infolge Erkrankung oder Medikamenteneinnahme (RKI). Wenn von der Musikerin/dem Musiker gewünscht,kann eine Teilnahme am Orchesterspiel erfolgen.

Räumliche Distanzierung: Musikerinnen und Musiker und andere Beschäftigte sollten im allgemeinen Umgang untereinander einen körperlichen Abstand von mindestens 1,5 m einhalten. Der Auftritt und Abtritt in die Proben- und Konzertbereiche sollten in festgelegter Reihenfolge unter Wahrung des Abstands von 1,5 m erfolgen,
Gedränge in engen Bühneneingängen ist zu vermeiden.

Händewaschen: Die Hände sollten nach Betreten der Arbeitsstätte sofort mit Seife gründlich gewaschen oder mit einem bereitgestellten Händedesinfektionsmittel desinfiziert (mindestens 30 Sekunden) werden. Die Hände sollten nach jedem Husten oder Niesen, welches nicht in ein Taschentuch oder in den Ärmel erfolgte, sofort gründlich gewaschen (oder ggf. desinfiziert) werden (Bundeszentrale für
gesundheitliche Aufklärung 2020).
Hustenetikette: Die Husten- und Niesregeln sollte eingehalten werden, um keinen Speichel oder Nasensekret in die Umgebung zu sprühen. Es soll in ein Einwegtaschentuch gehustet oder geniest werden und dieses anschließend entsorgt werden. Wenn kein Taschentuch zur Hand ist, soll in die Armbeuge gehustet oder geniest werden (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung 2020).

Mundnasenschutz (MNS): In geschlossenen Räumen außerhalb des Konzertsaals,z.B. Umkleideräumen, Sanitärräumen, Fluren, etc., sollte ein MNS getragen werden.
Auf dem Podium ist ein MNS nicht zwingend erforderlich, da die Musikerinnen und Musiker während des Spiels nicht sprechen und sich nicht von ihren Plätzen bewegen (siehe gesonderte Hinweise für Blasinstrumente und Schlagzeug). Während der Probe könnten Personen, die beim Instrumentenspiel durch einen MNS nicht beeinträchtigt werden (Schlagzeug, Tasteninstrumente, Harfe), diesen tragen. Bei korrekter Verwendung (Anfassen nur an den Befestigungsenden, festes Anliegen an den Seiten und an der Nase) ist von einem Fremdschutz auszugehen, da die Tröpfchenverteilung wirksam unterbunden wird. Durchfeuchtete Masken (nach der Probe) müssen ausgetauscht und regelrecht entsorgt werden.

Reinigung: Oberflächen im Konzertsaal oder Übungsraum müssen nach jederOrchesterprobe/-konzert gereinigt werden. Eine desinfizierende Reinigung ist in der Regel nicht notwendig (RKI). Die fachgerechte Reinigung der Instrumente und ggf. desinfizierende Reinigung obliegt den Musikerinnen und Musikern.

Klimaanlage/Belüftung: Anlagen zur Klimatisierung und Belüftung der Räume und Bühnen dürfen weiter betrieben werden, sofern sie den geltenden DIN-Normen entsprechen, bei Umluftbetrieb ist der Einsatz eines HEPA-Filters (High Efficiency Particulate Air Filter) erforderlich. Wenn keine raumlufttechnische Anlage genutzt werden kann, sollte regelmäßig gelüftet werden.

Spezifische Empfehlungen
In der Musikergruppe mit Blasinstrumenten mit Aerosolproduktion und Tröpfchenbildung sind spezifische Hygienemaßnahmen im Hinblick auf folgende Aspekte zu entwickeln:
a) Umgang mit tropfendem Kondenswasser oder Speichel in den Instrumenten.
Das im bisherigen Spielbetrieb übliche Verfahren, Flüssigkeit auf den Boden tropfen zu lassen oder auszukippen, ist unbedingt zu vermeiden, da diese Flüssigkeit potenziell infektiös sein kann. Flüssigkeiten sind in Einwegtüchern aufzufangen, die nach der Probe bzw. nach dem Konzert zu entsorgen sind.
Die Reinigung der Instrumente (Blech und Holz) nach dem Spiel sollte, wenn dies möglich ist, ebenfalls mit Einwegtüchern erfolgen, die nach der Verwendung entsorgt werden. Falls besondere Materialien für die Reinigung erforderlich sind, müssen diese nach dem Gebrauch mit mindestens 70 Grad warmem Wasser gewaschen werden. Für empfindliche Materialien sind auch niedrigere Temperaturen mit desinfizierendem Waschmittel ausreichend.
Der Reinigungsversuch von Kondenswasser aus Klappen durch heftiges Pusten während der Spielpausen sollte vermieden werden.
Nach dem Kontakt mit der Flüssigkeit beim Reinigen des Instruments sollen die Hände gewaschen oder desinfiziert werden. Die Reinigung der Instrumenteobliegt den Musikerinnen und Musikern.

b) Nach dem Spielbetrieb sollte der Fußboden im Arbeitsbereich der Blasinstrumentengruppe gründlich gereinigt werden.

c) Zur Vermeidung der Kontaminierung des Arbeitsplatzes des Nachbarn sollte bei Musikerinnen und Musikern mit Blasinstrumenten ein Abstand von 1,5 m eingehalten werden.

d) Nach aktueller Einschätzung erscheint ein Plexiglasschutz vor den Blechbläsern nicht mehr notwendig und kann entfallen.

e) Nach einer Probe/ einem Konzert sind Notenständer und andere Arbeitsflächen im Umfeld der Bläser zu reinigen.
f) In der Musikergruppe mit Streichinstrumenten wird ein Stuhlabstand von 1 m
empfohlen.
In der Musikergruppe mit Schlagzeug sollte ein Stuhlabstand von 1,5 m eingehalten werden. Außerdem sollte das Instrumentenspiel organisatorisch und personell so vorbereitet werden, dass eine möglichst stationäre Bedienung der Instrumente möglich
ist. Ein Austausch von Schlegeln oder Instrumententeilen sollte vermieden werden.
In der Musikergruppe mit Harfen und Tasteninstrumente sollte ein Stuhlabstand von 1,5 m eingehalten werden.
Bei der Verwendung von Dienstinstrumenten sollte auf einen Wechsel der Instrumente zwischen verschiedenen Musikerinnen und Musikern verzichtet werden. Falls einWechsel erforderlich ist, sollte das Instrument 72 Stunden nicht verwendet werden, um sicherzustellen, dass das Instrument nicht mehr viruskontaminiert ist.
Der Dirigent/die Dirigentin spricht in der Probe üblicherweise auch mit direkt gegenüber positionierten Orchestermusikern, daher sollten in der Probensituation 2 m und im Konzert 1,5 m Mindestabstand zu den Musikerinnen und Musikern eingehalten werden.
Orchesterwarte sollten Schutzhandschuhe tragen, da sie in ihrem Aufgabenbereich einem höheren Risiko ausgesetzt sind, mit Virus kontaminierte Flächen zu berühren.

Referenzen:
Bertsch M (2020). Sind Blasinstrumente Virenschleudern? Experimente und Erklärungen mit Trompete
und Posaune. Wien, https://mb.drtrumpet.eu/online-materials/mb-youtube/mb-yt-playlist-brassresearch?lang=en.
Bundesministerium für Arbeit und Soziales (2020). SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard,
Bundesministerium für Arbeit und Soziales.
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. (2020). Hygiene beim Husten & Niesen. 27.7.2020,
https://www.infektionsschutz.de/hygienetipps/hygiene-beim-husten-und-niesen.html#c6375.
Jozipovic S, Kruse D (2020). Bamberger Symphoniker: Wissenschaftler messen Aerosolausstoß.
München, Bayerischer Rundfunk, https://www.br.de/nachrichten/bayern/bamberger-symphonikerwissenschaftler-messen-aerosolausstoss,Ry6T6OU.
Kähler CJ, Hain R (2020). Musizieren während der Pandemie – was rät die Wissenschaft? Über
Infektionsrisiken beim Chorsingen und Musizieren mit Blasinstrumenten. Neubiberg, Institut für
Strömungsmechanik und Aerodynamik, Universität der Bundeswehr München.
Robert Koch-Institut (2020). Täglicher Lagebericht des RKI zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID19). Berlin, Robert Koch-Institut.
World Health Organization. (2020). Coronavirus disease (COVID-19) advice for the public. 9.6.2020,
https://www.who.int/emergencies/diseases/novel-coronavirus-2019/advice-for-public.
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ORF III am Dienstag: Finale Folgen von „Agatha Christie’s Poirot“ mit „Die Arbeiten des Herkules“ und „Vorhang – Poirots letzter Fall“

Tagsüber: Drei Folgen von „Wenn der Vater mit dem Sohne“ zum 90. Geburtstag von Peter Weck

Wien (OTS) – ORF III Kultur und Information verabschiedet sich am Dienstag, dem 18. August 2020, vom belgischen Meisterdetektiv Hercule Poirot und zeigt im Hauptabend die zwei finalen Folgen von „Agatha Christie’s Poirot“ – beide aus dem Jahr 2010. Außerdem setzt „ORF III Spezial“ ab 16.10 Uhr den Peter-Weck-Schwerpunkt zum 90. Geburtstag mit drei Folgen von „Wenn der Vater mit dem Sohne“ fort.

„Die Arbeiten des Herkules“ (20.15 Uhr) lautet der Titel der vorletzten Folge von „Agatha Christie’s Poirot“. Poirot (David Suchet) verspricht einer jungen Dame, sie und ihre Juwelen zu schützen. Doch kurz darauf wird sie beraubt und ermordet. Poirot fällt in eine Depression, aus der ihn erst der Liebeskummer eines Chauffeurs zurückholt. Kurzerhand verspricht er, dessen verschwundene Freundin zu finden und zurückzubringen. Die Suche führt den Meisterdetektiv in ein Alpenhotel in der Schweiz, in dem einiges an Arbeit auf ihn wartet. Um 21.50 Uhr präsentiert ORF III schließlich „Vorhang – Poirots letzter Fall“. Nach vielen Jahren treffen sich Poirot, nun von Arthrose geplagt, und Captain Hastings (Hugh Fraser), der inzwischen verwitwet ist, wieder. Als sie eine Einladung nach Styles erhalten, dem Haus, in dem sie ihren ersten gemeinsamen Fall lösten, nehmen sie diese schnell an. Doch als der große Detektiv einen der scheinbar harmlosen Gäste als „X“ bezeichnet, einen rücksichtslosen Serienmörder, zweifeln die Menschen an seinem Verstand und der Leistung seiner berühmten grauen Zellen. Doch Poirot ist sich sicher, dass nur er einen weiteren Mord verhindern kann, selbst wenn dabei sein eigenes Leben in Gefahr gerät.

 

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