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INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 15. SEPTEMBER 2020)

15.09.2020 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 15. SEPTEMBER 2020)

WIEN/ Theater an der Wien: PREMIERE „ZAZA“ von R. LEONCAVALLO AM MITTWOCH, 16.9.


Copyright: Theater an der Wien, Eva Vasary.

Commedia lirica in vier Akten (1919)
Musik von Ruggero Leoncavallo
Libretto von Ruggero Leoncavallo unter Mitarbeit von Carlo Zangarini nach dem gleichnamigen Schauspiel von Pierre Berton und Charles Simon

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Neuproduktion des Theater an der Wien

Premiere: Mittwoch, 16. September 2020, 19:00 Uhr

Aufführungen: 18. / 21. / 23. / 25. / 27. September 2020, 19:00 Uhr bis 21 Uhr (keine Pause)

Für zu spät kommende Besucher*innen ist kein Nacheinlass möglich.

Betrifft: Einführungsvortrag für Premierenabonnent*innen und Abonnent*innen von „Die Zweite“:

Aufgrund der Präventionsmaßnahmen, die wir zu Ihrer Sicherheit im Haus durchführen, kann der Einführungsvortrag leider nicht stattfinden. Einen ausführlichen Einführungstext erhalten Sie gerne auf Anfrage unter presse@theater-wien.at

Ruggero Leoncavallos Ruhm gründet sich auf einer einzigen Oper, auf Pagliacci – Der Bajazzo. 1892 uraufgeführt, ist der Welterfolg ein Initialwerk des Verismo. Besser Informierte wissen vielleicht, dass Leoncavallo auch eine Version von La bohème in Konkurrenz zu Giacomo Puccini geschrieben hat. Mit Zazà hatte er jedoch zu Lebzeiten auch einen veritablen Erfolg. Nach der Uraufführung 1900 am Teatro Lirico in Mailand wurde Zazà international häufig gespielt, vorausgesetzt, es gab eine Primadonna, die der anspruchsvollen Titelpartie gewachsen war. Den größten Erfolg konnte Zazà sogar in den 1920er Jahren an der Metropolitan Opera New York verbuchen. Auch Zazá gehört stilistisch zum Verismo und spielt im schillernden Künstlermilieu, allerdings nicht wie der Bajazzo bei einer fahrenden Commedia dell’arte-Truppe, sondern unter semi-sesshaften Varietékünstlern, deren Reputation aber kaum besser ist als die ihrer vazierenden Kollegen. Die Schilderungen von halbseidenen Unterhaltungsshows und bürgerlichem Pariser Heim boten Leoncavallo musikalisch vielfältige Möglichkeiten. Im ersten Akt evoziert er anschaulich die Atmosphäre hinter der Bühne, für die er eine Art von damals experimenteller, moderner Collage-Technik entwickelt. Verschiedene Musiken und Musikstile überlagern sich: Der deklamatorisch-rezitativische Stil der Gespräche hinter der Bühne mischt sich mit den Musikdarbietungen auf der Bühne. Ähnlich schiebt er im dritten Akt in Paris die Gespräche, Totòs Klavierspiel und den durch das Fenster von der Seine in den bürgerlichen Salon hineindringenden Gesang der Wäscherinnen übereinander. In dem prinzipiell an Wagner orientierten Deklamationsfluss blitzen auch immer wieder arienhafte Momente hervor, wachsen sich aber nie zu einer schlagertauglichen Melodie aus – was sicherlich die Popularität von Zazà  eingedämmt hat. Leoncavallo kannte aus eigener Erfahrung die Atmosphäre der Varietés, das Leben der Sängerinnen und die bürgerliche Doppelmoral, die sein Stück vorführt, denn vor seinem großen Erfolg mit dem Bajazzo verdiente er sich als Pianist in solchen Etablissements in Paris sein Geld. Kurz vor seinem Tod 1919 straffte er Zazà im Sinne einer stringenteren Dramatik. Am Theater an der Wien  zeigen wir diese zweite Fassung, ergänzt um drei Einlagen aus der Erstfassung von 1900. 

Stefan Soltesz (Dirigent)

Christoph Loy (Inszenierung: Mit Aksenova, Shkosa, Mars, Topicibasic, Namisnyk, Gallena/Antonuzzo; Schukoff, Maltman, Greenhalgh, Schweinester, Madarasan, Zinoviev, Bamberger, Kühn

RSO-Orchester

Arnold Schönberg-Chor

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INSTAGKRAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Wien: Domingo-Applaus nach „Simon Boccanegra“


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Placido Domingo beim Bühnentürl. Er „segnet“ die Fans, die nicht nahe kommen durften


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Die Scala hat Aufführungen von Beethoven 9 mit Chailly

Solisti Krassimira Stoyanova, Ekaterina Gubanova, Michael König e Tomasz Konieczny. Repliche il 14, 16 e 17 settembre.

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Jonas Kaufmann: Zugabe im Wiener Theater im Park

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Fritz Krammer verbringt den Winter immer in Brasilien. Auch heuer?

In Rio Ipanema sind Strände wieder zugänglich, es darf ohne Schirm und Alkohol gesessen werden. Ob ich einen Dezember Abflug schaffen werde?

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MUSIKVEREIN FÜR STEIERMARK/ GRAZ:  1. FESTKONZERT, Do 24.09.2020. DON GIOVANNI

UHRZEIT: 19:30 Uhr
ORT: Stefaniensaal

ANGELIKA-PROKOPP-SOMMERAKADEMIE DER WIENER PHILHARMONIKER
MICHAEL WERBA Künstlerische Leitung
WOLFGANG GRATSCHMAIER | STEPHANIE SCHIMMER Regie


Copyright: Fotostudie Wilke

Wolfgang Amadeus Mozart
Don Giovanni
Dramma giocoso in 2 Akten, KV 527

In Kooperation mit der Angelika-Prokopp-Sommerakademie der Wiener Philharmoniker und MUK Privatuniversität Wien (Leitung | Niels Muus)

Auch in dieser Saison führt der Musikverein seine Kooperation mit der Angelika-Prokopp-Sommerakademie der Wiener Philharmoniker (Leitung: Michael Werba) und der Opernklasse der MUK Privatuniversität Wien (Leitung: Niels Muus) fort. Auf dem Programm steht, wie bereits in den letzten Jahren, ein Werk Wolfgang Amadeus Mozarts. Mit Don Giovanni wird am 24. September 2020 das häufig als „Oper aller Opern“ titulierte Dramma giocoso seine Premiere im Stefaniensaal finden, über dessen Uraufführung der Komponist selbst meinte: „Den 29. Ockt. (1787) Gieng meine oper D. Giovanni in scena, und zwar mit dem lautes-ten Beyfall“. Dass das Premierenpublikum richtig lag, hat der Verlauf der Musikgeschichte gezeigt. Freuen Sie sich auf ein packendes und reizvoll ausgestattetes Opernerlebnis in der Regie von Wolfgang Gratschmaier, in dem der musikalische Nachwuchs eindrucksvoll beweist, dass auch die musizierende Jugend den Atem der Mozart‘schen Musik zu formen weiß!

KARTEN
Konzertkasse
Sparkassenplatz 2, 8010 Graz
Mo. 9-18 Uhr, Di.-Fr. 9-15 Uhr
0316 82 24 55, tickets@musikverein-graz.at
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Theater ERFURT:  Erste Premiere nach der Corona-Zwangspause

im Theater Erfurt steht an diesem Sonntag, 20.9., 19 Uhr, die erste Premiere nach der Corona-Zwangspause an. Gezeigt wird „Drunter und Drüber“ – ein ironisch-szenischer Rückblick auf die Zeit des Lockdowns mit Musik unter anderem von Bach, Verdi, Strauss und Gershwin.

Weitere Informationen: https://www.theater-erfurt.de/Programm/Alle-Stuecke/Drunter-und-drueber.html
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THEATER MAGDEBURG: »Näher an der Shakespeare-Zeit« : Karen Stone inszeniert »Roméo et Juliette« von Charles Gounod
Premiere am Sa. 3. 10. 2020, 19.30 Uhr, Opernhaus

Vier Jahre nach der vom Publikum begeistert aufgenommenen Premiere der Oper »Faust« nach Johann Wolfgang von Goethe bringt das Theater Magdeburg am 3. Oktober 2020 nun mit »Roméo et Juliette« wieder eine Oper des Franzosen Charles Gounod auf die Bühne des Opernhauses.

Wieder ist es eine Oper, die auf literarischer Grundlage fußt: »Roméo et Juliette«. Shakespeares Liebestragödie »Romeo und Julia« beschäftigte Gounod bereits in den Jahren 1839/1840, nachdem er die gleichnamige »Symphonie dramatique« seines Kollegen Hector Berlioz gehört hatte, die sich programmatisch – unter Beteiligung von Gesangssolist*innen und eines Chores – am Romeo-und-Julia-Stoff abarbeitete. Das Opern-Projekt Gounods, der populärste Komponist der französischen Opernschule des 19. Jahrhunderts, nahm erst ab dem Jahr 1864 konkretere Form an. Das Libretto lieferten ihm Michel Carré und Jules Barbier, die ihm auch schon den Operntext zu »Faust« verfasst hatten. Die Uraufführung erfolgte am 27. April 1867 im Théâtre Lyrique in Paris.

Die bekannteste Liebestragödie der Weltliteratur hier noch einmal kurz zusammengefasst: Schon seit langer Zeit leben die Familien Montaigu und Capulet in Fehde. Als Roméo Montaigu – uneingeladen – auf einem von Graf Capulet ausgerichteten Maskenball auftaucht, trifft er das erste Mal auf Juliette, die Tochter des Gastgebers. Für beide ist es Liebe auf den ersten Blick. Doch schnell droht Unheil: Roméo wird von Juliettes Cousin Tybalt erkannt, der sofort Rache für die Annäherungsversuche des Eindringlings nehmen will. Graf Capulet gebietet zunächst Einhalt, aber der Konflikt zwischen den beiden Familien eskaliert schließlich blutig. Ein letzter Versuch, die Liebe zwischen Juliette und Roméo zu retten, scheitert an einem tragischen Missverständnis …

Regisseurin Karen Stone spürt in ihrer Inszenierung den stofflichen Wurzeln nach und sucht den Shakespeare in der Gounod-Oper. Ohne den lyrischen Grundcharakter der Oper zu verleugnen, will sie »zurück zu einer Elisabethanischen Robustheit«, wie sie selbst sagt. Dabei nimmt sie insbesondere die Figur des Romeo in den Fokus und befreit ihn von seinem romantischen Zuckerguss, der ihm – als männlichem Part des größten Liebespaares der Welt – übergegossen wurde und der bis in die heutige Zeit prägend wirkt. Romeo – das ist für viele der ungebrochene, wenn auch tragische, Held der ewigen Liebe. Für Stone sind auch ein Hang zur Gewalt und eine Sprunghaftigkeit in dieser Figur. So sind in dieser Inszenierung auch viele Fechtszenen zu erleben.

Julia ist für sie eine junge Frau, die sich zunächst einmal nach Freiheit und Selbstbestimmung sehnt, wie sie es gleich in ihrer berühmten Auftrittsarie »Je veux vivre« (»Ich will leben in diesem Traum, der mich berauscht«) anklingen lässt. Ausgehend vom Liebespaar, das in dieser Welt nicht zueinanderkommen kann, lotet die Regisseurin in ihrer Inszenierung darüber hinaus das Spannungsfeld von innerer Nähe und äußerer Distanz aus – ein Thema, das in Zeiten des erzwungenen Social Distancing umso relevanter erscheint. Denn auch diese Inszenierung entsteht unter Berücksichtigung der coronabedingten Auflagen.

Bühnenbildner Ulrich Schulz hat für die Inszenierung einen abstrakten Raum entworfen, der sich für die einzelnen Szenen durch Spiegelwände, einen Katafalk und verschiedene Lichtein-stellungen verändert.

Für die Titelpartien in »Roméo et Juliette« kehren eine Sopranistin und ein Tenor an das Theater Magdeburg zurück, die beide das Magdeburger Publikum schon in mehreren Opern-Produktionen begeisterten. Raffaela Lintl (Juliette), bis vergangene Spielzeit festes En-semblemitglied am Theater Magdeburg, brillierte unter anderem in der Titelpartie von Dvořáks »Rusalka« sowie als Liù in Puccinis »Turandot«. Der philippinisch-USamerikanische Tenor Arthur Espiritu stand bereits in zwei Inszenierungen von Karen Stone am Theater Magdeburg auf der Bühne – zunächst als Ferrando in Mozarts »Così fan tutte«, dann als Rodolfo in Puccinis »La Bohème«. Nun debütiert er in der Rolle des Roméo am Theater Magdeburg. Die musikalische Leitung liegt in den Händen des 1. Kapellmeisters Svetoslav Borisov.

Besetzung
Roméo et Juliette
Charles Gounod

Oper in fünf Akten
Libretto von Jules Barbier und Michel Carré nach William Shakespeare
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung                              Svetoslav Borisov
Regie                                                         Karen Stone
Bühne, Kostüme                                    Ulrich Schulz
Choreografie                                           David Williams
Fechtchoreografie                                  Johannes Wollrab
Dramaturgie                                           Thomas Schmidt-Ehrenberg
Choreinstudierung                                 Martin Wagner/Philipp Schweizer

Juliette                                                    Raffaela Lintl
Roméo                                                     Arthur Espiritu/Benjamin Lee  
Stéphano                                                 Karina Repova
Gertrude                                                 Ks. Undine Dreißig
Tybalt                                                     Jonathan Winell/Benjamin Lee
Benvolio                                                Anders Kampmann/Peter Diebschlag
Mercutio                                               Johannes Wollrab
Pâris                                                      Marko Pantelić
Grégorio                                               Thomas Matz
Capulet                                                 Zhive Kremshovski
Frère Laurent                                     Johannes Stermann
Le Duc                                                 Paul Sketris
Frère Jean                                         Frank Heinrich

Ballett Magdeburg
Opernchor des Theaters Magdeburg
Magdeburgische Philharmonie

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NEU BEI SONY MUSIC

Wolfgang Amadeus Mozart: Violinkonzerte Nr.1-5 (2 CDs) – jpc

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Igor Levit - Encounter

Das neue Album „ENCOUNTER“ von IGOR LEVIT erscheint am 11. September bei Sony Classical.Ein sehr persönliches Doppelalbum, getragen vom Wunsch nach Begegnung und Miteinander. Das Programm umfasst selten gespielte Bach- und Brahms-Bearbeitungen von Ferruccio Busoni und Max Reger sowie „Palais de Mari“, das letzte Klavierstück von Morton Feldman.Igor Levits Doppelalbum „Encounter“ sucht nach Klängen, die innere Stärke geben und seelischen Halt. Die auf eindringlichen Vokalkompositionen basiere… 

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attitude – Ballet-Blog: This week’s recommendations: Sep. 14th, 2020

How does the Song go?
„Another Season, another reason… for making Whoopee“?

A new Season is just beginning:
Vienna State Ballet.

Read it now!

Steven McRae (Royal Ballet):
What is wrong with being different?

Steven_McRae.jpg

Read it now!

Theme and Variations – a rare video with Gelsey Kirkland. Watch it now!

„Mein Tanzen, Mein Leben“ (My dance, my life) a book by Bettina Trouwborst.

Read it now!
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Baltic Sea Philharmonic kehrt mit erfolgreicher „Nordic Pulse“-Tournee und starker Botschaft der Einheit auf die Bühne zurück

• Orchester und Kristjan Järvi gaben ausverkaufte Konzerte beim Meraner Musikfestival und beim Usedomer Musikfestival unter Einhaltung aller COVID-19-Sicherheitsvorschriften

• Ensemble von 39 Musikern spielte das gesamte Programm auswendig, mit Solisten aus dem Orchester
• Musik von Komponisten aus dem gesamten Ostseeraum, von Grieg und Beethoven bis Gelgotas und Järvi
• Konzerte in Meran und Usedom beide für den Rundfunk aufgezeichnet

Berlin 14. September 2020. Nach der völlig unerwarteten Pause von Live-Auftritten aufgrund der COVID-19-Pandemie kehrten das Baltic Sea Philharmonic und Kristjan Järvi diesen Monat mit drei äußerst erfolgreichen Konzerten in Italien und Deutschland auf die Bühne zurück. Die „Nordic Pulse“-Tournee des Orchesters, deren geplante Gesamtzahl von sechs Konzerten wegen der Pandemie gekürzt wurde, setzten die jungen Musiker und ihr Dirigent mit Auftritten bei den Meraner Musikwochen am 10. September und beim Usedomer Musikfestival am 12. September fort. Aufgrund der geltenden Abstandregelungen besuchten nur rund 500 Konzertgänger die ausverkaufte Aufführung in Meran und jeweils rund 400 bei zwei ausverkauften Konzerten in Peenemünde auf Usedom. Unter Vor-Corona-Bedingungen hätten bis zu 3.000 Personen an den drei Konzerten teilnehmen können.
Das Baltic Sea Philharmonic hielt sich an alle relevanten COVID-19-Bestimmungen und ging als kleineres Ensemble mit 39 Musikern auf Tournee. Die mitreißenden Darbietungen des Orchesters mit Musik von nordischen Komponisten aus Vergangenheit und Gegenwart zogen begeisterte Ovationen des Publikums an beiden Veranstaltungsorten nach sich.
Rückkehr zu den Lieblingsfestivals
Das Konzert des Baltic Sea Philharmonic bei den Meraner Musikwochen war dort der vierte umjubelte Auftritt in ebenso vielen Jahren. In Peenemünde, wo das Orchester seit seiner Gründung im Jahr 2008 jedes Jahr auftritt, gab das Ensemble zwei Konzerte am selben Abend. Das Event war zugleich eine Feier anlässlich von 30-Jahren Deutscher Wiedervereinigung und ein Sonderkonzert des Usedomer Musikfestivals, an dem auch die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, teilnahm. Sowohl dieses Konzert, als auch der Auftritt in Meran wurden für eine spätere Rundfunkübertragung aufgezeichnet. Deutschlandfunk Kultur überträgt das Peenemünder Konzert vom Usedomer Musikfestival am 20. Oktober um 20 Uhr.
„Nordic Pulse“ – eine innovative Feier des Nordens
Das Programm „Nordic Pulse“ nahm das Publikum mit auf eine spannende musikalische Reise durch die Ostseeregion. Komponisten aus allen Ländern rund um die Ostsee waren vertreten, darunter Beethoven (mit drei Sätzen aus seiner Symphonie Nr. 5), Tschaikowsky (Szenen aus Dornröschen und Schwanensee, arrangiert von Kristjan Järvi), Stenhammar (Mellanspel), Nielsen („Aladdins Traum“ aus der Aladdin-Suite), Gediminas Gelgotas (To the Skies) und Kristjan Järvi (Aurora, Nebula und „Midnight Snow“ aus White Dragon). Die Musiker spielten das gesamte Programm von über 70 Minuten aus dem Gedächtnis und als ununterbrochenen Klangstrom, wobei die einzelnen Stücke miteinander verflochten waren. Da auf der Bühne keine Notenständer standen und die meisten der 39 Spieler sich frei bewegend miteinander und mit dem Dirigenten interagieren konnten, sah das Baltic Sea Philharmonic nicht nur wie ein Ensemble von Solisten aus, es vermittelte auch diesen Eindruck. Eine maßgeschneiderte Projektion unterstrich das Thema „Nordic Pulse“ in den Usedomer Konzerten. Mitglieder des Ensembles übernahmen die Solistenrollen in mehreren Stücken, darunter der Bratscher Maximilian Procop in White Dragon sowie der Klarinettist Alexey Mikhaylenko und der Fagottist Arseniy Shkaptsov in To the Skies.

Für den Dirigenten Kristjan Järvi sendet „Nordic Pulse“ eine Botschaft der Einheit zu einer Zeit, in der Länder bei der Bewältigung globaler Probleme – von COVID-19 bis zum Klimawandel – zusammenarbeiten sollten. In einem Interview für den Deutschlandfunk Kultur vor den Konzerten in Peenemünde sagte er: „Das Programm spiegelt wider, warum wir das, was wir in diesem Orchester tun, tatsächlich tun. Und zwar nicht nur, um Musik zu spielen, sondern weil wir uns dafür entschieden haben, aus diesen verschiedenen Ländern zusammenzukommen, all unsere Geschichten und Unterschiede zu übersehen und unsere Einheit in einer Zeit zu umarmen, in der es der Welt an Menschlichkeit zu mangeln scheint. Wir versuchen zu entkommen und in etwas zusammenzukommen, das wirklich eine Art Vehikel der Zusammengehörigkeit und Liebe ist. Wir feiern in diesem Jahr Beethovens Vermächtnis, und er war jemand, der vor 250 Jahren für all diese Dinge stand.“
Beifall von Kritikern und Konzertbesuchern

Die Aufführungen des Baltic Sea Philharmonic von „Nordic Pulse“ wurden von Publikum und Kritik gleichermaßen herzlich aufgenommen. Nach dem Besuch einer Generalprobe im deutschen Kurort Bad Schussenried, wo sich das Orchester zur Vorbereitung der Tournee versammelte, schrieb eine Rezensentin der Schwäbischen Zeitung: „Eine flirrende, schwelgerische und überaus sinnliche Stunde mit dem prickelnden Ensemble war der ergreifende Beweis für die Grenzenlosigkeit der Musik.“ „Die unbändige Spielfreude jedes Einzelnen wurde in ein atemberaubendes Klangerlebnis verwandelt“, schrieb eine Kritikerin der Ostsee-Zeitung über die Usedomer Konzerte, an denen in Peenemünde auch Cornelia Pieper teilnahm, die deutsche Generalkonsulin in Gdańsk, Polen. Sie kommentierte anschließend: „Es ist einfach unglaublich, was diese jungen Musiker hinbekommen.“ Und Fred Martin, Konzertbesucher auf Usedom, schrieb auf Facebook: „Es war ein großartiges Konzert! Dirigent und Orchester in verschmolzener Einheit und einer wunderbaren Klangharmonie! Vielen Dank an die Initiatoren dieses Konzertes, es war ein unvergessliches Ereignis!“

Innovation geht weiter mit „Musical Chain“-Videos
Da viele der geplanten Konzerte in den letzten sechs Monaten leider verschoben oder abgesagt wurden, waren das Baltic Sea Philharmonic und Kristjan Järvi vor allem damit beschäftigt, innovative Online-Musikerlebnisse zu kreieren. Die nächste Veröffentlichung in der „Musical Chain“-Remix-Videoserie des Orchesters ist „Beethoven’s Twilight“, mit von Kristjan Järvi geschriebener und produzierter Musik, basierend auf Beethovens Symphonie Nr. 5. Das Video wird im Laufe dieses Monats auf den Social Media-Kanälen des Baltic Sea Philharmonic veröffentlicht.

Baltic Sea Philharmonic – eine Revolution in Musik und Kultur
Seit seiner Gründung 2008, initiiert durch das Usedomer Musikfestival, realisierte das Baltic Sea Philharmonic über 100 Konzerte vor mehr als 110.000 Konzertgängern in 15 Ländern – von Europa bis in die Vereinigten Arabischen Emirate. Dabei tritt das Baltic Sea Philharmonic an, die Präsentation und Aufführung von Musik im 21. Jahrhundert zu revolutionieren. Unter der mitreißenden Leitung seines künstlerischen Leiters Kristjan Järvi strahlen die Aufführungen ansteckende Leidenschaft und Energie aus und sind Spektakel, die Klang-, Licht- und Projektionskunst, aber auch Choreografien zu einzigartigen Konzerterfahrungen verschmelzen. Mehr als das, ist das Baltic Sea Philharmonic eine Bewegung, die Menschen zusammenbringt und eine Gemeinschaft von Musikern aus zehn Ländern, die ebenso mühelos geografische, wie historische Grenzen überwindet. Indem das Ensemble die ganze innovative und progressive Kraft des Nordens verkörpert, führt es dabei das traditionelle Verständnis vom Orchester weiter als je zuvor.

„Nordic Pulse“-Konzerterfahrung des Baltic Sea Philharmonic beim Südtirol Festival Meran (Italien), 10. September 2020, mit Kristjan Järvi
Foto: Damian Pertoll

Konzerterlebnis „Divine Geometry“ des Baltic Sea Philharmonic bei den Meraner Musikwochen in Meran (Italien), 20. September 2019 mit Kristjan Järvi, Foto: Damian Pertoll

„Nordic Pulse“-Konzerterlebnis des Baltic Sea Philharmonic beim Usedomer Musikfestival (Deutschland), 12. September 2020, mit Kristjan Järvi
Foto: Peter Adamik

„Nordic Pulse“-Konzerterfahrung des Baltic Sea Philharmonic beim Usedomer Musikfestival (Deutschland), 12. September 2020, mit Kristjan Järvi und Arseniy Shkaptsov (Fagott) und Alexey Mikhaylenko (Klarinette)
Foto: Peter Adamik

 

 

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