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INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 13. AUGUST 2019)

13.08.2019 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 13. AUGUST 2019)

BAYREUTH: GERGIEV KANN HEUTE NICHT DEN „TANNHÄUSER“ DIRIGIEREN


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COMPETIZIONE DELL OPERA – FINALE IN SOTSCHI


Anna Bondarenko. Foto: Competizione dell Opera

Der in Dresden beheimatete „Competizione del’Opera“ wird wie andere große internationale Gesangswettbewerbe (u.a. Operalia, Belvedere) mittlerweile jedes Jahr weltweit in einer anderen Stadt durchgeführt. In den letzten Jahren waren dies u.a. Minsk, Taschkent, Linz, Moskau, Dresden und Hamburg. 2020 findet der Competizione in Mexiko-City statt.

In diesem Jahr war vom 5. bis 10. August das mondäne Sotschi an der russischen Schwarzmeerküste Austragungsort des Wettbewerbs. Die Sirius-Foundation (Privatstiftung des russischen Präsidenten), deren künstlerischer Leiter der Dresdner Opernballchef Prof. Hans-Joachim Frey seit 2017 ist, war ein großzügiger Gastgeber, und der Wettbewerb konnte vorzüglich organisiert durchgeführt werden. Von der internationalen Jury mit Vertretern diverser Opernhäuser, Agenten, Musikmanagern und Dirigenten aus 12 Ländern bestätigt, konnten 78 von 542 jungen Sänger/innen aus der ganzen Welt, die sich dem Wettbewerb stellten, nach Sotschi reisen. 13 Finalisten wurden ausgewählt und stellten sich in diesem Jahr erstmals in zwei ausverkauften Finalkonzerten vor. Diese fanden im Adler/Sotschi im Mediacenter der dortigen Sirius-Stiftung im Olympiapark und im 20 Kilometer entfernten Wintertheater im alten Stadtkern von Sotschi statt.


Foto: Competizione dell Opera

Die Sopranistin Anna Bondarenko, aus der Ukraine stammend, konnte in diesem Jahr als Gewinnerin aus dem Wettbewerb hervorgehen. Der Stifter des Preises war der Dresdner Unternehmer Jürgen Preiss-Daimler. Platz 2 belegte die russische Mezzosopranistin Victoria Karkacheva. Die derzeit im Jungen Ensemble der Semperoper engagierte und ebenfalls aus Russland stammende Julia Muyzchenko belegte Platz 3 und bekam außerdem den diesjährigen Publikumspreis, welcher beinhaltet, dass sie im nächsten Sommer in Sotschi ein Galakonzert geben wird.

Das stetige überdurchschnittliche Niveau dieses Wettbewerbs konnte bisher stets gehalten werden, weil sich alle interessierten Sänger in internationalen Runden präsentieren können und sie keine hohen Wettbewerbsstartgelder zahlen müssen, die sie sich trotz vorhandenen Talents oft nicht leisten können.
2021 soll Sotschi wieder Gastgeber dieses Wettbewerbs sein.
Rico Förster

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SALZBURGER FESTSPIELE: ORPHÉE AUX ENFERS – Orpheus in der Unterwelt. Premiere am 14.8. im Haus für Mozart
2 Akte/4 Bilder
6 Vorstellungen bis 30.8.


Tänzerinnen und Tänzer. Foto: Monika Rittershaus/ Salzburger Festspiele

Enrique Mazzola Musikalische Leitung
Barrie Kosky Regie
Rufus Didwiszus Bühne


Joel Prieto (Orheus), Kathryn Lewek (Eurydike). Foto: Monika Rittershaus/ Salzburger Festspiele

  • Anne Sofie von Otter L’Opinion publique
  • Max Hopp John Styx
  • Kathryn Lewek Eurydice
  • Joel Prieto Orphée
  • Marcel Beekman Aristée / Pluton
  • Nadine Weissmann Cupidon
  • Lea Desandre Vénus
  • Martin Winkler Jupiter
  • Frances Pappas Junon
  • Rafał Pawnuk Mars
  • Vasilisa Berzhanskaya Diane
  • Peter Renz Mercure
  • Alessandra Bizzarri, Martina Borroni, Kai Braithwaite, Damian Czarnecki, Shane Dickson, Michael Fernandez, Claudia Greco, Merry Holden, Daniel Ojeda, Marcell Prét, Tara Randell, Lorenzo Soragni Tänzerinnen und Tänzer
  • Silvano Marraffa Dance Captain
Ensembles

Vocalconsort Berlin
David Cavelius Choreinstudierung
Wiener Philharmoniker

Koproduktion mit der Komischen Oper Berlin
und der Deutschen Oper am Rhein


Joel Prieto (Orpheus). Kathryn Lewek (Eurydike), Max Hopp (John Stix). Foto: Monika Rittershaus/ Salzburger Festspiele

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Foto vom Liederabend Günther Groissböck in Bayreuth (12.8.)


Alexandra Goloubitskaia (Klavier), Günther Groissböck. Foto: Privat
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OPER FRANKFURT: PREMIERE VON ROSSINIS „OTELLO“

Premiere / Frankfurter Erstaufführung OTELLO Dramma per musica in drei Akten von Gioachino Rossini
Text von Francesco Maria Berio nach Jean François Ducis und Giovanni Carlo Cosenza, basierend auf William Shakespeare In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Bildergebnis für damiano michieletto
Damiano Michieletto. Foto: Fabio Lovino

Musikalische Leitung: Sesto Quatrini
Regie: Damiano Michieletto
Szenische Einstudierung: Marcin Lakomicki
Bühnenbild: Paolo Fantin
Kostüme: Carla Teti
Licht: Alessandro Carletti
Chor: Tilman Michael

Otello: Enea Scala
Desdemona: Karolina Makuła
Jago: Theo Lebow
Rodrigo: Jack Swanson
Elmiro Barberigo: Thomas Faulkner
Emilia: Kelsey Lauritano
Doge: Hans-Jürgen Lazar
Lucio / Ein Gondoliere: Michael Petruccelli
Chor der Oper Frankfurt; Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Übernahme einer Produktion des Theater an der Wien, Premiere 19. Februar 2016
Mit freundlicher Unterstützung des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper

Am 4. Dezember 1816 kam Otello von Gioachino Rossini (1792-1868) im Teatro del Fondo in Neapel zur Uraufführung – und somit weder am ursprünglich vorgesehenen Aufführungsort noch zum eigentlich geplanten Premierentermin. Das Libretto stammt aus der Feder Francesco Maria Berios, dem Bearbeitungen der Shakespeare-Tragödie von Jean François Ducis und Giovanni Carlo Cosenza als Vorlagen dienten. Die erfolgreiche Oper fand bis zum Erscheinen von Verdis gleichnamigem Werk 1887 über Italien hinaus europaweite Verbreitung. Das Haus am Willy-Brandt-Platz beginnt mit Otello seine Reihe von Frankfurter Erstaufführungen dreier Werke Rossinis in der Spielzeit 2019/20.
Der venezianische Feldherr Otello wird nach seiner siegreichen Rückkehr aus Zypern in Venedig erwartet. Der Afrikaner ist heimlich mit Elmiros Tochter Desdemona verlobt. Auf diese hat jedoch auch Rodrigo, der Sohn des Dogen, ein Auge geworfen. Elmiro, der Otello ebenfalls feindlich gesinnt ist, verspricht Rodrigo die Hand seiner Tochter. Otello erscheint während der Trauung und macht seine Verlobung publik, woraufhin sich Desdemona der Heirat mit Rodrigo verweigert. Jago beschließt, die Hochzeit Desdemonas und Otellos zu verhindern: Durch eine Intrige gelingt es ihm, Otellos Eifersucht zu entfachen. Infolgedessen erdolcht der rachsüchtige Feldherr die Geliebte. Als Jagos Machenschaften ans Licht kommen, bereut Otello seine Tat und setzt auch seinem Leben ein Ende.

Die musikalische Leitung übernimmt Sesto Quatrini, derzeitiger Künstlerischer Leiter des Litauischen Nationaltheaters für Oper und Ballett in Vilnius. Der Italiener ist erstmals in Frankfurt zu Gast und dirigierte unlängst Offenbachs Coscoletto beim Festival della Valle d’Itria. Donizettis L’elisir d’amore wird den Maestro zu den Tiroler Festspielen Erl führen. Die 2016 in Wien entstandene Inszenierung stammt von dem Venezianer Damiano Michieletto und wird nun nach Frankfurt übernommen. Nach der Premiere am Theater an der Wien war im Kurier zu lesen: „Damiano Michieletto gelingt szenisch ein großer, in sich stimmiger Wurf.“ In der vergangenen Spielzeit stellte sich der international gefragte Opernregisseur mit Franz Schrekers Der ferne Klang am Main vor und eröffnete jüngst mit der Händel-Oper Alcina die Salzburger Pfingstfestspiele. Zu seinen Plänen zählt u.a. Donizettis Don Pasquale am Royal Opera House Covent Garden London. In Frankfurt wird seine Inszenierung in vollständig neuer Besetzung dargeboten: In der Titelpartie gibt der italienische Tenor Enea Scala sein Hausdebüt. Pirro in Rossinis Ermione führt den Sänger ans Teatro di San Carlo in Neapel. Ebenso gastiert sein amerikanischer Fachkollege Jack Swanson (Rodrigo) zum ersten Mal im Haus am Willy-Brandt-Platz. Conte Almaviva in Rossinis Il barbiere di Siviglia an der Santa Fe Opera gehört zu seinen aktuellen Aufgaben. Alle übrigen Partien, angeführt von Karolina Makuła (Desdemona), Theo Lebow (Jago) und Thomas Faulkner (Elmiro Barberigo), sind mit Mitgliedern des Ensembles sowie des Opernstudios der Oper Frankfurt besetzt.

Premiere / Frankfurter Erstaufführung: Sonntag, 08. September 2019, um 18.00 Uhr im Opernhaus

Weitere Vorstellungen: 12., 21., 29. (18.00 Uhr) September, 3. (18.00 Uhr), 12., 20. (15.30 Uhr; mit kostenloser Betreuung von Kindern zwischen 3 und 9 Jahren) Oktober 2019 Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr

Preise: € 15 bis 165 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

Karten sind bei unseren üblichen Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich.

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BRÜHL/ NORDRHEIN-WESTFALEN:  BRÜHLER SCHLOSSKONZERTE BEGINNEN IM FREITAG

Musik und Architektur verschmelzen zum Gesamtkunstwerk, wenn Schloss Augustusburg in Brühl zum Konzertort wird. Seit mehr als sechs Jahrzehnten bildet das von Balthasar Neumann prunkvoll barock ausgestaltete Treppenhaus in der UNESCO-Welterbestätte einen so ungewöhnlichen wie stimmungsvollen Rahmen für Konzerte. Die Ensembles und Solisten, die sich hier die Klinke in die Hand geben, sind handverlesen. Gemeinsamer Nenner der Künstler, die im August nach Brühl kommen: eine besondere Leidenschaft für die Musik Joseph Haydns. Das jährlich stattfindende und mittlerweile weltweit einzige Haydn-Festival findet in diesem Jahr vom 16. bis 25. August statt.

Öffentliche Proben

 Die Proben der Capella Augustina für deren Konzerte im Rahmen des Haydn-Festivals sind öffentlich und kostenlos zugänglich und finden an folgenden Terminen statt:

Programm „Faszination Haydn“ (Konzert am 16. August):

– Dienstag, 13. August: 13.15 – 16.15 Uhr und 17.30 – 20.30 Uhr

– Mittwoch, 14. August: 14.15 – 17.15 Uhr und 18.30 – 21.30 Uhr

– Donnerstag, 15. August: 13.35 – 16.35 Uhr und 17.35 – 18.55 Uhr

– Freitag, 16. August: 11.15 Uhr – ca. 13 Uhr (Generalprobe)

 

Programm „Haydns Entführung“ (Konzerte am 24./25. August):

– Mittwoch, 21. August: 14.15 – 17.15 Uhr und 18.30 – 21.30 Uhr

– Donnerstag, 22. August: 13.15 – 16.15 Uhr und 17.30 – 20.30 Uhr

– Freitag, 23. August: 13.35 Uhr – 16.35 Uhr und 17.35 – 18.55 Uhr

Probenort: Galerie am Schloss, Schloßstraße 25, 50321 Brühl, Eingang in der Kreissparkassen-Passage

Die Türen der Galerie am Schloss stehen während der Proben offen, sodass ein Kommen und Gehen jederzeit möglich ist. Zwischendurch macht das Orchester kleine Pausen, deren genaue Zeitpunkte vorher nicht absehbar sind. Eine Voranmeldung und Platzreservierung ist leider nicht möglich.

 Konzerte

 Fr 16. August

20 Uhr, Schloss Augustusburg, Treppenhaus (Am Bundesbahnhof, 50321 Brühl)
Preise: 49 / 37 / 34 / 23 / 14 / 9 € | Tickets über KölnTicket: 0221-2801
Infos Brühler Schlosskonzerte: 02232-941884, www.schlosskonzerte.de

Tickets:
– über die KölnTicket-Hotline +49(0)221.2801
– über die Homepage www.schlosskonzerte.de (print@home: Konzertkarten online buchen und zuhause ausdrucken) sowie
– in allen an KölnTicket angeschlossenen Vorverkaufsstellen
Restkarten sind jeweils an der Konzertkasse erhältlich, die 1 Stunde vor Konzertbeginn öffnet

FASZINATION HAYDN

 Joseph Haydn   Sinfonie Es-Dur Hob. I:99
Walter Zimmermann   „Six country dances lost“ – Uraufführung (Kompositionsauftrag des Haydn-Festivals)
Franz Schubert   Sinfonie Nr. 3 D-Dur

Capella Augustina | Andreas Spering

Nach der Uraufführung seiner „10. Londoner Sinfonie“ Nr. 99 im Jahr 1794 lag Joseph Haydn ganz Europa zu Füßen. Genau wie ihre zwei Jahre zuvor anlässlich der ersten Londonreise Haydns entstandenen Schwesterwerke sprüht sie vor Witz, Erfindungsreichtum und instrumentatorischer Finesse. London war auch der Ort der Uraufführung von Franz Schuberts 3. Sinfonie. Allerdings erst 1891 und damit nicht nur über 75 Jahre nach ihrer Entstehung, sondern auch erst mehr als 60 Jahre nach dem Tod des Komponisten. Nicht so lang auf seine Uraufführung warten muss das neue Werk von Walter Zimmermann, das von der Tatsache inspiriert wurde, dass Haydn in England auch sechs „Country Dances“ komponierte, die heute verschollen sind.

Der Kompositionsauftrag an Walter Zimmermann wurde durch die C. L. Grosspeter Stiftung ermöglicht

 Sa 17. August

20 Uhr, Schloss Augustusburg, Treppenhaus (Am Bundesbahnhof, 50321 Brühl)
Preise: 30 / 24 / 20 / 14 / 10 / 7 € | Tickets über KölnTicket: 0221-2801
Infos Brühler Schlosskonzerte: 02232-941884, www.schlosskonzerte.de

Tickets: – über die KölnTicket-Hotline +49(0)221.2801

VON BACH BIS HAYDN

Joseph Haydn   Sonate g-Moll Hob. XVI:44 für Klavier
Johann Sebastian Bach   Französische Suite Nr. 5 G-Dur BWV 816 für Klavier
Joseph Haydn   Sonate As-Dur Hob. XVI:46 für Klavier
Johann Sebastian Bach   Partita Nr. 3 a-Moll BWV 827 für Klavier
Joseph Haydn   Sonate Es-Dur Hob. XVI:52 für Klavier

Christian Zacharias, Klavier

Endlich: Christian Zacharias kommt zum ersten Mal zu den Brühler Schlosskonzerten! Mit seinem tiefen musikalischen Verständnis, brillanter Ausdrucksfähigkeit und großem Charisma etablierte er sich als einer der weltweit führenden Pianisten seiner Generation. In seinem Brühler Recital stellt der vielfach ausgezeichnete Künstler Klavierkompositionen von Haydn und Bach einander gegenüber. Dass hier zahlreiche Zusammenhänge zu finden sind, ist nicht verwunderlich, war doch Bachs Musik auch für Haydn stilbildend.

S0 18. August

20 Uhr, Schloss Augustusburg, Treppenhaus (Am Bundesbahnhof, 50321 Brühl)
Preise: 40 / 33 / 30 / 21 / 12 / 7 € | Tickets über KölnTicket: 0221-2801
Infos Brühler Schlosskonzerte: 02232-941884, www.schlosskonzerte.de

Tickets: – über die KölnTicket-Hotline +49(0)221.2801

 

FÜR KAISER UND HELDEN

Joseph Haydn   Sinfonie D-Dur Hob. I:53 „L’Imperiale“
Ludwig van Beethoven   Sinfonie Nr. 3 Es-Dur „Eroica“
Compagnia di Punto | Christian Binde, Horn und Leitung

Um Kaiser und Helden und ihre Widerspiegelung in der Musik geht es im Konzert der Compagnia di Punto: Der Überlieferung nach wollte Beethoven seine „Eroica“ Napoleon widmen, doch als er davon erfuhr, dass sich dieser zum Kaiser krönte, hat er – so die Anekdote – die Titelseite der Partitur mit der Widmung zerrissen. Napoleon war noch ein Schuljunge, als Haydn seine Sinfonie Nr. 53 komponierte, die international ein riesiger Erfolg wurde. Ihr Beiname „L’Imperiale“ passt zur majestätischen Einleitung, stammt aber nicht von Haydn selbst. Nikolaus Harnoncourt, der Gründervater der historischen Aufführungspraxis, sprach gern von „Musik als Klangrede“. Diesem Gedanken fühlen sich die Musiker der Compagnia di Punto um den Hornisten Christian Binde verpflichtet. Mit ihren historischen Instrumenten erzählen sie Geschichten.

 

M0 19. August

20 Uhr, Schloss Augustusburg, Treppenhaus (Am Bundesbahnhof, 50321 Brühl)
Preise: 40 / 33 / 30 / 21 / 12 / 7 € | Tickets über KölnTicket: 0221-2801
Infos Brühler Schlosskonzerte: 02232-941884, www.schlosskonzerte.de

Tickets:- über die KölnTicket-Hotline +49(0)221.2801

LIEBESGRÜSSE AUS MOSKAU

Giovanni Paisiello   Ouvertüre zur Oper „Il Matrimonio inaspettato“
Giovanni Paisiello   Poco adagio aus der Sonate „Les Adieux de la Grande Duchesse des Russies“
Domenico Cimarosa   Ballo aus der Oper „La Felicità inaspettata”
Dmytro Bortniansky   Allegro D-Dur für Cembalo und Streicher
Joseph Haydn   Streichquartett D-Dur op. 33 Nr. 6 Hob. III:42 „Russisches Streichquartett Nr. 6“
Baldassare Galuppi   Concerto a quattro
Joseph Haydn   Konzert G-Dur Hob. XVIII:4 für Cembalo und Streicher

Petteri Pitko, Cembalo | Finnish Baroque Orchestra | Irma Niskanen, Violine und Leitung

Das Finnish Baroque Orchestra hat sich international einen hervorragenden Ruf erspielt – mit einem von Frühbarock bis Frühromantik reichenden Repertoire und unkonventionellen Programmzusammenstellungen. Dreh- und Angelpunkt des Programms in Schloss Augustusburg: Moskau, dieses neben St. Petersburg so bedeutende europäische Musikzentrum des 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts. Haydn und Mozart wurden hier hoch verehrt und im Gegenzug erfreuten sich russische Komponisten im deutschsprachigen Raum großer Beliebtheit. Verschiedene Russland-Bezüge tun sich im Programm der Finnen auf. Unter anderem wird Joseph Haydns „Russisches Streichquartett Nr. 6“ zu hören sein, das einst dem russischen Großherzog dargeboten wurde.

 

Di 20. August
20 Uhr, Schloss Augustusburg, Treppenhaus (Am Bundesbahnhof, 50321 Brühl)
Preise: 49 / 37 / 34 / 23 / 14 / 9 € | Tickets über KölnTicket: 0221-2801
Infos Brühler Schlosskonzerte: 02232-941884, www.schlosskonzerte.de

Tickets:- über die KölnTicket-Hotline +49(0)221.2801

 

UNTER FREUNDEN

Joseph Haydn   Sinfonie d-Moll Hob. I:34
Wolfgang Amadeus Mozart   Konzert B-Dur für Fagott und Orchester KV 191
Wolfgang Amadeus Mozart   Sinfonie A-Dur KV 201 (186a)
Joseph Haydn   Sinfonie Es-Dur Hob. I:36

Javier Zafra, Fagott | Capella Cracoviensis | Jan Tomasz Adamus

Haydn und Mozart pflegten eine besondere Freundschaft – menschlich wie musikalisch. Gegenseitige Bewunderung prägte ihr Verhältnis genauso wie ein fruchtbares, augenzwinkerndes Wetteifern. In ihrer Kammermusik, aber auch in ihren Sinfonien und Konzerten beflügelten sie sich gegenseitig, wobei jeder seinen eigenen, unverwechselbaren Stil bewahrte. Die Musiker der Capella Cracoviensis gelten seit ihrer Gründung 1970 als Experten der historischen Aufführungspraxis und sind vor allem in der Wiener Klassik beheimatet. Bei den Brühler Schlosskonzerten waren sie zuletzt 2013 mit einem umjubelten Konzert zu Gast.

Mi 21. August

20 Uhr, Schloss Augustusburg, Treppenhaus (Am Bundesbahnhof, 50321 Brühl)
Preise: 40 / 33 / 30 / 21 / 12 / 7 € | Tickets über KölnTicket: 0221-2801
Infos Brühler Schlosskonzerte: 02232-941884, www.schlosskonzerte.de

Tickets: – über die KölnTicket-Hotline +49(0)221.2801

 

GIPFELTREFFEN

Joseph Haydn   Streichquartett C-Dur op. 50 Nr. 2 Hob. III:45 „2. Preußisches Quartett“
Wolfgang Amadeus Mozart   Streichquartett D-Dur KV 575 „1. Preußisches Quartett: Das Veilchen“
Ludwig van Beethoven   Streichquartett F-Dur op. 59 Nr. 1

Quatuor Cambini-Paris

Vor sechs Jahren gab das Quatuor Cambini aus Paris sein fulminantes Debüt in Schloss Augustusburg. Jetzt kommt es endlich wieder. Ohne Zweifel zählt es zu den weltbesten auf historischen Instrumenten musizierenden Streichquartetten. Obwohl es eine der Spezialitäten des Ensembles ist, vergessenes Repertoire wieder lebendig zu machen, bringen die vier Musiker diesmal sehr bedeutende Werke der großen Wiener Klassiker auf die Bühne: je ein Quartett von Haydn und Mozart, beide Friedrich Wilhelm dem II. von Preußen gewidmet, und eins von Beethoven, das er für den russischen Gesandten in Wien komponierte. Musik der Größten aller Zeiten für Große ihrer Zeit.

Do 22. August

20 Uhr, Schloss Augustusburg, Treppenhaus (Am Bundesbahnhof, 50321 Brühl)
Preise: 49 / 37 / 34 / 23 / 14 / 9 € | Tickets über KölnTicket: 0221-2801

Infos Brühler Schlosskonzerte: 02232-941884, www.schlosskonzerte.de
Tickets: – über die KölnTicket-Hotline +49(0)221.2801

KLASSISCHE KOSTBARKEITEN

Earl of Kelly   Ouvertüre op. 1 Nr. 2
Joseph Haydn   „D’una sposa meschinella“ Hob. XXIVb:2, Arie für Sopran und Orchester
Joseph Haydn   „Se pietade avete oh Numi“, Arie für Sopran und Orchester aus der Oper „Armida“ Hob. XXVIII:12
Joseph Haydn   „Dica pure chi vuol dire“ Hob. XXIVb:8, Arie für Sopran und Orchester
Joseph Haydn   Sinfonie D-Dur Hob. I:6 „Le Matin“
Wolfgang Amadeus Mozart   Sinfonie D-Dur KV 81
Wolfgang Amadeus Mozart   „Nehmt meinen Dank, ihr holden Gönner!“ KV 383, Arie für Sopran und Orchester
Wolfgang Amadeus Mozart   „Vorrei spiegarvi, oh Dio“ KV 418, Arie für Sopran und Orchester
Joseph Haydn   Sinfonie G-Dur Hob. I:8 „Le Soir“

Sarah Traubel, Sopran | The English Concert | Peter Whelan

Fast schon legendär ist das weltberühmte Alte-Musik-Ensemble The English Concert, das als einer der Vorreiter der historischen Aufführungspraxis von London aus die ganze Welt erobert hat. Das Programm der britischen Musiker ist ebenso exquisit wie charmant: Haydns frühe Sinfonien „Le Matin“ und „Le Soir“ aus dem Zyklus der „Tageszeiten“ bilden den Rahmen für ausgesuchte und selten aufgeführte Sopran-Arien aus der Feder von Mozart und Haydn. Ergänzt wird das Programm durch eine Seltenheit, die Ouvertüre op. 1 Nr. 2 des schottischen Thomas Erskine, 6. Earl of Kelly, der als Schüler von Stamitz im klassischen Stil und dem jungen Mozart ähnlich komponierte. Eine große Entdeckung ist die junge Sopranistin Sarah Traubel, die mit ihrer warmen und flexiblen Stimme gerade auf allen wichtigen Opern- und Konzertbühnen zu erleben ist.

 

Fr 23. August

20 Uhr, Schloss Augustusburg, Treppenhaus (Am Bundesbahnhof, 50321 Brühl)
Preise: 49 / 37 / 34 / 23 / 14 / 9 € | Tickets über KölnTicket: 0221-2801
Infos Brühler Schlosskonzerte: 02232-941884, www.schlosskonzerte.de

Tickets:- über die KölnTicket-Hotline +49(0)221.2801

 

ANKUNFT UND ABSCHIED

Christian Cannabich   Sinfonie F-Dur Nr. 64
Wolfgang Amadeus Mozart   Concertone C-Dur KV 190
Wolfgang Amadeus Mozart   Ouvertüre zu „La finta giardiniera“ KV 196
Joseph Haydn   Sinfonie fis-Moll Hob. I:45 „Abschiedssinfonie“

Hofkapelle München | Rüdiger Lotter, Violine und Leitung

Kurfürsten gibt es in München schon lange nicht mehr – aber die Hofkapelle München ist auch ohne einen wirklichen Dienstherren aus dem Musikleben Bayerns nicht mehr wegzudenken. Das 1992 gegründete Originalklang-Ensemble unter der Leitung des Barockgeigers Rüdiger Lotter hat es sich zum Ziel gesetzt, das reiche Musikleben zwischen 1600 und 1850 wieder lebendig zu machen. Einer der wichtigen Komponisten aus dem Wirkungskreis der historischen Münchener Hofkapelle war Christian Cannabich, der von Mozart als „guter Freund“ bezeichnet wurde. Noch bevor Mozart und Cannabich in Mannheim Freundschaft schlossen, komponierte Wolfgang Amadeus seine Oper „La finta giardiniera“, deren frisch-fröhliche Ouvertüre bereits die ganze Raffinesse des 18-Jährigen erkennen ließ. Nur drei Jahre zuvor entstand Haydns berühmte „Abschiedssinfonie“, an die sich eine der schönsten Anekdoten der Musikgeschichte knüpft.

 

Sa 24. / So 25. August

18.30 Uhr, Restaurant 1875 im Kaiserbahnhof / Schlosspark
Preis: 107 € (buchbar nur telefonisch unter 02232.941884) | inklusive Eintritt zum anschließenden Feuerwerk

 

KONZERT-MENÜ & FEUERWERK

 Duo Guitartes

Eine Verbindung von kulinarischem und musikalischem Genuss bietet das Konzert des renommierten Gitarrenduos „Guitartes“ in Kombination mit einem 4-Gang-Menü im stimmungsvollen Ambiente des Restaurants im Brühler Kaiserbahnhof. Im Anschluss an das Konzert-Menü werden die Gäste mit einem Bus zum Park von Schloss Augustusburg gebracht, wo auf der Schlossterrasse Ehrenplätze für sie reserviert sind. Um 22 Uhr beginnt hier das große Feuerwerk zum Abschluss der Schlosskonzerte-Saison.

Der Paketpreis – 107 € pro Person – umfasst
* ein 4-Gang-Menü
* begleitende Weine und alkoholfreie Getränke, Bier und Kaffeegetränke
* die musikalische Umrahmung
* den Bustransfer zum Feuerwerk und zurück
* und das Feuerwerk der Brühler Schlosskonzerte

Sa 24. / So. 25. August

19 Uhr, Schloss Augustusburg, Treppenhaus (Am Bundesbahnhof, 50321 Brühl)
Preise: 77 / 65 / 57 / 45 / 25 / 15 € | inklusive Eintritt zum anschließenden Feuerwerk | Tickets über KölnTicket: 0221-2801
Infos Brühler Schlosskonzerte: 02232-941884, www.schlosskonzerte.de
Tickets: – über die KölnTicket-Hotline +49(0)221.2801

 

HayDNS ENTFÜHRUNG

Joseph Haydn   „L’Incontro Improvviso“ Hob. XXVIII:6, Dramma giocoso per musica in drei Akten

Robin Johannsen, Rezia | Sophie Harmsen, Dardane | Berit Solset, Balkis | Juan Sancho, Ali | David Fischer, Osmin | Rafael Fingerlos, Calandro | Capella Augustina | Andreas Spering

Überraschend, aber wahr: Acht Jahre vor Mozart vertonte Haydn bereits die Geschichte um die „Entführung aus dem Serail“. Dieses Sujet war der Renner in der Wiener Klassik und hat sich rund 120 Jahre gehalten: Von Mozarts „Alla Turca“ bis Beethovens 9. Sinfonie lassen sich quer durch die Kompositionen dieser Zeit zahlreiche Orient-Bezüge finden. Man könnte fast sagen, dass die Beschäftigung mit dem Islam im 18. Jahrhundert genauso präsent war, wie sie es heute ist. Anders als Mozart komponierte Haydn seine Oper auf ein italienisches Libretto und die Handlung spielt nicht an der türkischen Küste, sondern in Kairo. Aber auch bei ihm gibt es ein junges Liebespaar, einen humanen muslimischen Monarchen und viel orientalisches Kolorit – verpackt in herrlichste Musik. Auf die Bühne gebracht wird das Werk vom Haydn-Spezialisten und Künstlerischen Leiter der Brühler Schlosskonzerte, Andreas Spering, dessen Begeisterung für Haydns Musik nicht nur in Brühl, sondern weltweit Funken überspringen lässt. Ihm zur Seite stehen renommierte Solisten sowie das Orchester der Brühler Schlosskonzerte, die Capella Augustina.

 

Sa 24. / So. 25. August

19.30 Uhr, St. Margareta, (Pastoratsstraße 20, 50321 Brühl)
Preise: 39 / 34 / 29 / 24 / 17 / 12 € | inklusive Eintritt zum anschließenden Feuerwerk | Tickets über KölnTicket: 0221-2801
Infos Brühler Schlosskonzerte: 02232-941884, www.schlosskonzerte.de

Tickets:- über die KölnTicket-Hotline +49(0)221.2801

 

HAYDNS SCHÖPFUNG

Joseph Haydn   „Die Schöpfung“ Hob. XXI:2, Oratorium in drei Teilen

Cecilia Acs, Sopran | Michael Kurz, Tenor | Thomas Bonni, Bass
Kammerchor und Kammerorchester der Universität zu Köln | Michael Ostrzyga

Joseph Haydn ist trotz seines überaus großen und bedeutenden Werkes und seines immensen Einflusses auf die Musikgeschichte bis heute der „große Unbekannte“ unter den Wiener Klassikern. Nicht viele Werktitel kommen einem, nach Haydn gefragt, spontan in den Sinn. Einer aber doch auf jeden Fall: der seines berühmtesten Oratoriums „Die Schöpfung“. Und zu Recht, denn dieses Werk ist von einer Klangfantasie, einem Erfindungsreichtum und einer Größe, dass es über 200 Jahre nach seiner Uraufführung nichts von seiner unmittelbaren Wirkung eingebüßt hat.

 

Sa 24. / So. 25. August

19.30 Uhr, Schlosskirche (Schloßstraße 2, 50321 Brühl)
Preis: 27 € | inklusive Eintritt zum anschließenden Feuerwerk | Tickets über KölnTicket: 0221-2801
Infos Brühler Schlosskonzerte: 02232-941884, www.schlosskonzerte.de

Tickets: – über die KölnTicket-Hotline +49(0)221.2801

 

HAYDN IN PARIS

Jean-Philippe Rameau / Ludwig Christian Hesse   Suite für Viola, Viola da gamba, Violoncello und Gitarre
Jean Barrière   Sonata IV G-Dur für Pardessus de Viole und Basso continuo
Carl Friedrich Abel   Sonate c-Moll A2:60A für Viola da gamba und Bass
Joseph Haydn   Trio Nr. 52 d-Moll Hob. XI:52 für Baryton, Viola und Violoncello
Joseph Haydn   Trio Nr. 87 a-Moll Hob. XI:87 für Baryton, Viola und Violoncello
Jean Barrière   Sonata I h-Moll für Pardessus de Viole und Basso continuo
François de Fossa   Divertimento II op. 13 pour la Guitare seule (extraits des Oeuvres de J. Haydn)

Hamburger Ratsmusik | Simone Eckert, Pardessus de Viole, Baryton, Viola da gamba und Leitung

Haydns Musik feierte in Paris große Erfolge. Was hätte Haydn wohl selbst in Frankreichs Metropole gehört, hätten nicht die Wirren der Revolution seine Reise dorthin verhindert? Paris war ein Tummelplatz für Musikbegeisterte, Aristokraten und Bürger, aber ebenso für Besucher aus dem Ausland. Auch der Gambist und Barytonspieler Carl Friedrich Abel fand auf seinen Konzertreisen hier ein Podium. Durch ihn wurde das Baryton in Frankreich bekannt. Das Ensemble Hamburger Ratsmusik sorgt dafür, dass wir mehr als eine Vorstellung gewinnen können, wie das damals geklungen hat. In der Brühler Schlosskirche wird auch das originale Pardessus de Viole zu hören sein, das noch aus der Dynastie Gaviniès, einer französischen Familie von Musikern und Geigenbauern aus dem 18. Jahrhundert, stammt.

 

Sa 24. / So. 25. August

22 Uhr, Schlosspark (50321 Brühl)

Preis: 7 € | Tickets über KölnTicket: 0221-2801
Infos Brühler Schlosskonzerte: 02232-941884, www.schlosskonzerte.de
Tickets: – über die KölnTicket-Hotline +49(0)221.2801

FINALE: FEUERWERK

Georg Friedrich Händel   „Feuerwerksmusik“ HWV 351

mit synchronem Boden-, Terrassen- und Höhenfeuerwerk (Dauer: ca. 30 Minuten)

Neues Rheinisches Kammerorchester | Gerhard Peters

Es ist der Funken sprühende Höhepunkt und der krönende Abschluss einer jeden Brühler Schlosskonzerte-Saison: Das Boden-, Terrassen- und Höhenfeuerwerk im Schlosspark der Augustusburg, begleitet von orchestraler Live-Musik. Auch dieses Jahr erklingt das beste und prachtvollste, das größte und schönste Werk, das man sich zu einem solchen Anlass vorstellen kann. Es ist Georg Friedrich Händels Jahrtausend-Hit der „Music for the Royal Fireworks“, komponiert im Jahr 1749 für ein königliches Feuerwerk auf der Londoner Themse. Unter der Leitung von Gerhard Peters spielt das Neue Rheinische Kammerorchester, das seit langer Zeit zu den festen Größen der Kölner Musikkultur zählt.

Der Eintritt zu den Feuerwerken ist im Kartenpreis der am selben Tag vorangehenden Konzerte im Schloss, in St. Margareta und der Schlosskirche bereits enthalten. Für Besucher dieser Konzerte sind zum Feuerwerk Stehplätze auf der Schlossterrasse reserviert. Einzelkarten für Stehplätze bei den Feuerwerken im Gartenparterre sind im Vorverkauf sowie an den Eingängen zum Schlosspark erhältlich. Die Park-Tore werden um 21 Uhr geöffnet.

                                                                                                                                                                               

Die wahre Geschichte: Eine theatrale Sonderermittlung des Ensembles der jtw spandau

Das Ensemble der jtw spandau greift in seiner bevorstehenden Premiere mit einer grotesken, sprachgewaltigen Parabel die Generationenkonflikte unserer Zeit auf. Unter der Leitung von Carlos Manuel verknüpfen die zwanzig Darsteller*innen zwischen zehn und 70 Jahren für „Die wahre Geschichte“ mehrere Erzählungen miteinander und zeichnen ein kritisches Porträt der Gegenwart:

In einem fernen Land (oder doch mitten unter uns?) geht das Gerücht um, die Herrscher verschlängen in feierlichen Banketten Kinder. Mit einer theatralen Sonderermittlung geht das Ensemble der jtw spandau den Kannibalismusvorwürfen nach, lässt sich die Sicht vom Alkohol vernebeln, halluziniert, schöpft erneut Kraft und verstrickt sich im Konflikt der Generationen, in Vetternwirtschaft und Korruption.

Kannibalismus als ein zentrales Motiv „der wahren Geschichte“ verweist nicht nur auf den Sinnspruch der Revolution, die ihre Kinder frisst; es ist auch Sinnbild für unsere zeitgenössisch-kapitalistische und -kolonialistische Gesellschaft, in der die Jugend aufbegehrt, die Politik herausfordert und doch kein fruchtbarer Dialog zwischen Jung und Alt zu entstehen scheint. Diese Gesellschaft lebt auf Kosten der nachfolgenden Generationen, ihrer Kinder. Den Kindern bleiben nur drei Möglichkeiten: sie rebellieren, sie begreifen das System und führen es fort oder sie werden gefressen. Eine reale Fiktion mit Schlager-Musik und großen Kostümen.
 
Die jtw spandau arbeitet seit 30 Jahren in der Tradition der Volkstheater und ermöglicht eine Zusammenarbeit von professionellen Kunstschaffenden mit Laien, die von beiden Seiten als Bereicherung erlebt wird. Alle können sich beteiligen. Es gibt keine Gebühren, kein Casting, keine Bildungsschranken oder Alterskontrollen. Auf der Bühne trifft sich ein Ensemble ohne professionelle Maske, das einen Querschnitt der Gesellschaft zeigt.
 
Für die wahre Geschichte kooperiert die jtw spandau erstmals mit dem angolanischen Künstler João Ana, der ein bewegliches Bühnenbild aus Bambus für die Produktion baut.
 
Ergänzt wird die Produktion durch eine Konferenz am 21. September, zu der am Nachmittag Wissenschaftler*innen aus unterschiedlichen Disziplinen ihre Thesen zum Raubbau an der zukünftigen Generation darlegen.
 
Von und mit dem 14-köpfigen Ensemble der jtw spandau
Regie, Dramaturgie: Carlos Manuel | Bühne: João Ana | Kostüm: Verena Hay
 
Informationen:           www.jtw-spandau.de
Premiere                 30. August 2019, 19 Uhr
Weitere Vorstellungen    Sa 31. August
                         Mo2./Fr6./So8./Sa14./So15./ Sa 21 September
                         Sa 7.9. (mit Audiodeskription & Gebärdenübersetzung)
                         So 22.9.(mit Kinderbetreuung)
Konferenz                21. September, ab 14Uhr
Ort                      jtw Spandau
Preise                   frei, Spenden erbeten
Dauer                    2 Stunden

Eine Produktion der jtw spandau, gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds
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