Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 10. SEPTEMBER 2019)

10.09.2019 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 10. SEPTEMBER 2019)

NÄCHSTES KÜNSTLERGESPRÄCH BEIM ONLINE-MERKER! WIR STELLEN VOR: WIENS NEUE „SALOME“ AUSRINE STUNDYTE (23.9. um 19 h)

Künstlergespräch am Montag, 23. September um 19 h.

Salome an der Wiener Staatsoper: 27.9., 1. und 4.10.)

Dirigent Dennis Russell Davies
Regie Boleslaw Barlog
Ausstattung Jürgen Rose
 
Herodes Jörg Schneider
Herodias Linda Watson
Salome Ausrine Stundyte
Jochanaan Alan Held
Narraboth

Lukhanyo Moyake


„Der feurige Engel“ in Aix. Foto: Pascal Victor/ArtComPress

Ausrine Stundyte ist Litauerin: Zu ihren Projekten zählen »Der feurige Engel« in Warschau und Aix-en-Provence, »Tosca« in Helsinki, Zemlinskys »Lyrische Symphonie« und der Schlussgesang aus »Götterdämmerung« in Tokio sowie »Lady Macbeth von Mzensk« in Paris. Sie sang Carlotta in »Die Gezeichneten« an der Komischen Oper Berlin, Bianca in »Eine florentinische Tragödie« in Amsterdam, »Loreley« in St. Gallen, Renata in »Der feurige Engel« in Zürich, in München und Lyon, Venus in »Tannhäuser« in Venedig und Antwerpen, Katarina Ismailova in »Lady Macbeth von Mzensk« in Lyon und Antwerpen, Montezuma in Rihms »Die Eroberung von Mexiko« in Köln und in Madrid, Leonore in »Fidelio« in Israel (konzertant), in Florenz unter Zubin Mehta und an der Volksoper Wien, Margherita in »Mefistofele« in München, Judith in »Herzog Blaubarts Burg« an der Komischen Oper Berlin, Tosca in Seattle und São Paulo, Chrysothemis in »Elektra« in Antwerpen, »La Gioconda« in St. Gallen sowie Cio-Cio-San in »Madama Butterfly« in Savonlinna und Seattle. Sie arbeitet mit Dirigenten wie Zubin Mehta, Gianandrea Noseda, Fabio Luisi, Jeffrey Tate, Julia Jones, Marco Armiliato, Dmitri Jurowski sowie mit Regisseuren wie Calixto Bieito, Robert Carsen, Peter Kon­witschny, Graham Vick, David Alden, Christof Nel, Pierre Audi, Tatjana Gürbaca oder Dmitiri Tscherniakov. Als Konzertsängerin trat sie u. a. im Gewandhaus Leipzig, in der Liederhalle Stuttgart sowie in der Kölner Philharmonie und der Philharmonie Essen auf.

VIDEO AUS ZÜRICH: INTERVIEW ZUM „FEURIGEN ENGEL mit Ausrine Stundyte
_________________________________________________________________________

GÖTZ FRIEDRICH-PREIS 2019

Den Götz-Friedrich-Preis 2019 erhält die Schweizer Regisseurin Nina Russi für ihren Bernstein-Abend „Trouble in Tahiti“ / „A Quiet Place“ am Theater Aachen. Der Götz-Friedrich-Preis ist mit 7500 Euro dotiert. Nina Russi, 35, hat während ihrer Zeit als Spielleiterin am Opernhaus Zürich mehrere Inszenierungen erstellt, unter anderem die Uraufführungen „Der Traum von Dir“ auf der Studiobühne des Opernhauses vom Schweizer Komponisten Xavier Dayer sowie für die Theater Bern und Winterthur die Familienoper „Reise nach Tripiti“. Am 16. 11. 2019 folgt am Opernhaus Zürich „Coraline“ von Mark-Anthony Turnage. (www.ninarussi.ch)

Den Studiopreis hat die Jury der deutschen Regisseurin Kai Anne Schuhmacher zuerkannt für ihre Inszenierung von Viktor Ullmanns „Der Kaiser von Atlantis“ am Theater Gera. Der Studiopreis ist mit 2500 Euro dotiert. Kai Anne Schuhmacher, 31, lebt in Köln und arbeitet freischaffend in ganz Europa als Regisseurin, Librettistin und Theaterautorin, Figurenspielerin und Puppenbauerin. Bis 2017 war sie Assistentin und Spielleiterin an der Oper Köln, wo sie auch „The Rape of Lucretia“, „Hoffmanns Erzählungen für Kinder“ und „Pierrot lunaire“ inszenierte. Im Mai 2020 wird sie in Köln bei Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“ Regie führen. (www.kaianneschuhmacher.com)

Der Götz-Friedrich-Preis zur Förderung des Nachwuchses würdigt hervorragende Leistungen im Musiktheater. Er wurde 1995 von dem legendären Regisseur und Intendanten Götz Friedrich gestiftet und wird heute von der Deutschsprachigen Opernkonferenz getragen. Die Jury besteht aus den Intendant*innen Andreas Homoki (Zürich, Vorsitzender), Barrie Kosky (Komische Oper Berlin), Dr. Birgit Meyer (Köln) und Prof. Christoph Meyer (Deutsche Oper am Rhein), sowie Dr. Bernd Feuchtner (Geschäftsführung). Preisträger waren unter anderem Sebastian Baumgarten, Stefan Herheim, Benedikt von Peter, Elisabeth Stöppler, Yuval Sharon, Nadja Loschky, Mizgin Bilmen.

Der Götz-Friedrich-Preis 2019 wird verliehen – im Rahmen der Herbsttagung der dok – am 7. November vor der Vorstellung „Die Liebe zu den drei Orangen“ in der Staatsoper Stuttgart.
_________________________________________________________________________________
JONAS KAUFMANN MIT SOHN UNTERWEGS NACH CAPRI


Foto: Facebook
________________________________________________________________________

GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK 10.– 16. SEPTEMBER 2019

Bildergebnis für radio

(Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern bezieht sich ausschließlich auf die untenstehenden Sender). Kurzfristige Programmänderungen der Sender vorbehalten!
Alle Zeiten MEZ.

Diese Woche ist absolut nicht viel los, weil praktisch fast alle Sender am 14. „The last night of the proms“ übertragen.

15.9. LA FORZA DEL DESTINO (aus London, Aufnahme v. 5.4.) SWR 2-20.03 Uhr

EMPFANGSMÖGLICHGKEIT ÜBER DAS INTERNET
ORF – Ö 1 http://oe1.orf.at/
Bayern 4 https://www.br-klassik.de/index.html
HR 2 http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/
WDR 3 http://www1.wdr.de/radio/wdr3/index.html
SWR 2 http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/otnbb1/index.html
Deutschlandradio http://www.deutschlandradiokultur.de/startseite.197.de.html
RAI 3 http://www.radio3.rai.it/dl/radio3/programmi/PublishingBlock-61ab4215-547b-4563-8b1f-8932531e5469.html
Radio Suisse R. https://www.rts.ch/
Radio 4Hilversum https://www.nporadio4.nl/gids-gemist
VRT Klara http://www.klara.be/
RNE Clasica Madrid http://www.rtve.es/radio/radioclasica/programacion/
Sveriges Radio 2 https://sverigesradio.se/p2
Met-Stream http://www.metopera.org/Season/Radio/Free-Live-Audio-Streams/
BBC 3 http://www.bbc.co.uk/radio3/programmes/genres/music/classical/opera/all
France Musique https://www.francemusique.fr/opera

Das sind jene Sender, die regelmäßig Opernübertragungen senden. Sollten unseren Lesern noch andere derartige Sender bekannt sein, dann bitten wir um Bekanntgabe inkl. Internetadresse.

_________________________________________________________________________

FÜSSEN: DSDS in Ludwigs Festspielhaus

„….einfach atemberaubend“


Entspannte Jury, zufriedene Gastgeber: vlnr Xavier Naidoo, Benjamin Sahler, Stefanie Gröning, Oana Nechiti, Pietro Lombardi, Birgit Karle, Dieter Bohlen, Manfred Rietzler. Foto: Dominik Sporer

 Seit Anfang letzter Woche wurden in Ludwigs Festspielhaus Aufnahmen für Deutschland sucht den Superstar gemacht. Die prominente Jury aus Erfolgsproduzent und Poptitan Dieter Bohlen, Xavier Naidoo, einer der erfolgreichsten Musiker Deutschlands, Sänger und Ex-DSDS Sieger Pietro Lombardi und Profitänzerin und Let‘s Dance Star Oana Nechiti genossen die besondere Atmosphäre in Füssen. Auch Christian Ziervogel, Aufnahmeleiter der TV Produktion zeigte sich mehr als zufrieden: „Ludwigs Festspielhaus hat unser gesamtes Team tief beeindruckt. Die Kulisse draußen im Barockgarten am See mit dem Schloss im Hintergrund – einfach atemberaubend. Auch innerhalb des Festspielhauses bietet nahezu jeder Raum den für uns so wichtigen, perfekten Ausblick. Dazu diese grandiose Bühne mit all den technischen Möglichkeiten. Für mich einer der facettenreichsten und interessantesten Produktionsorte in ganz Deutschland!“ RTL strahlt die 17. Staffel der Erfolgsshowreihe ab Januar 2020 aus.

 ______________________________________________________________________

FESTIVAL DE LA CHAISE DIEU in La Chaise-Dieu, Brioude und Ambert


Die Abtei von La Chaise Dieu. Foto: Quitta

am 29.,30. und 31.8.2019

Hand aufs Herz: wenn Sie von der Existenz eines Ortes namens LA CHAISE DIEU (Der Sessel Gottes) erführen, würden Sie dann nicht auch sofort hinfahren wollen, allein schon des Namens wegen ? Und wenn man dann noch mitgeteilt bekommt, dass dort seit 53 Jahren ein renommiertes Klassikmusikfestival stattfindet, gibt es sowieso kein Zurück mehr. Da muss man unbedingt hin…

Gesagt, getan.

Naturgemäß steht der Sessel Gottes aber nicht irgendwo gleich um die Ecke in der Ebene herum. Nein, da muss man schon eine längere und beschwerliche Pilgerfahrt in Kauf nehmen. Also zuerst (am besten mit dem Flieger) nach Lyon, dann mit dem TGV nach St.-Etienne. Umsteigen in den Lokalzug, wenn er verkehrt. Ansonsten (aufgrund der häufig vorkommenden Steinschläge) mit dem Schienenersatzverkehr nach Le Puy en Velay, wo es die meisten Übernachtungsmöglichkeiten gibt.

Le Puy ist eine reizvoll zurückgebliebene Kleinstadt mit zwei hohen erloschenen Vulkankegeln in der Mitte, auf die die Christen dann noch triumphalerweise eine riesige Kirche und eine gigantische Marienstatue gesetzt haben. Sie ist vor allem für ihre Spitzen- und Verveineschnaps-Produktion bekannt. Von hier aus begeben sich auch täglich in aller Herrgottsfrüh ça.150 Pilger auf den Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Wir hingegen pilgern erst am Abend endlich an unser Ziel, nach La Chaise-Dieu, noch ungefähr eine Stunde mit dem Auto entfernt.


Der Heilige Robert. Foto: Quitta

Der Sessel Gottes liegt auf 1120 m Seehöhe und hat 608 Einwohner. Robert von Turlande hat hier 1068 ein Benediktinerkloster gegründet. Die gotische Abtei wurde dann später von Papst Clemens VI. dem mittlerweile heiliggesprochenen Saint Robert (den Waschkörben voller Wunsch-Zetteln nach zu schliessen, muss er ein sehr populärer und effizienter Fürsprecher sein) geweiht.


L‘Abbatiale Saint-Robert. Foto: Quitta

In dieser sehr imposanten Abbaye mit wehrkirchenhaften Zügen wird also seit 53 Jahren mit internationalen Spitzenkräften das renommierte La Chaise-Dieu-Festival veranstaltet, das sich naheliegenderweise in erster Linie sakraler Musik widmet (es gab heuer aber auch die 7. und die 9. Beethoven, das Brahms-Klavierkonzert und das Mendelssohn-Violinkonzert etc. zu hören)


Paul McCreesh, The Gabrieli Consort&Players. Foto: Robert Quitta

Wir konnten in dem sehr eindrucksvoll ausgeleuchteten, ehrfurchtsgebietenden Innenraum den immer wieder für höchste Qualität bürgenden Paul McCreesh mit seinen famosen Gabrieli Consort & Players erleben.

Diesmal hatten sie ein Programm namens Händel in Italien im Gepäck: zwei Meisterwerke des 21jährigen frühreifen Sachsen: das legendäre Dixit Dominus und die seltener gespielte Kantate “ Donna che in ciel di tanta luce splendi“ (beide während seines Romaufenthalts entstanden).

Angesichts des überraschenden Reichtums an kunstgeschichtlich bedeutenden Kirchen hat sich das Festival auch auf benachbarte Gemeinden ausgedehnt: nach Brioude in die Basilique Saint-Julien, nach Saint Paulien ind die Collégiale Saint-Georges und nach Ambert in die Église Saint-Jean. 

Dort erklangen u.a. das Stabat Mater von Pergolesi, umrahmt von geistlichen Werken von Leonardo Leo, Johann Adolf Hasse, Nicola Porpora und Nicola Fiorenza (Les Musiciens du Louvre unter Francesco Corti) sowie amerikanische A-cappella-Chöre von Samuel Barber, Aaron Copland, Steven Stucky, Eric Whitacre, Morten Lauridsen und Morton Feldman.

Alles hochinteressant, erstklasisg und erhebend.

Die Reise nach Chaise-Dieu, Brioude, Ambert etc. mag beschwerlich und langwierig sein, dafür wird man aber mit unvergesslichen musikalischen Erlebnissen in beeindruckenden Gotteshåusern belohnt…

 

Robert Quitta, La Chaise Dieu
________________________________________________________________________

ZWEIJÄHRIGE GRIECHIN  WIRD DIE KINDEROPER (CINDERELLA) VON ALMA DEUTSCHER IN WIEN BESUCHEN

Emma Koromilas ist Fan von Alma Deutscher und wird „Cinderella am 19.10. um 15 h im Theater Walfischgasse (Filiale der Staatsoper) besuchen!


Emma Koromlilas. Foto: Dr. Ilias Koromilas

Emma Koromilas ist Online-Merker-Fan und sorgte dafür, dass ihre Eltern für die Redaktion des Online-Merker eine Büste des Herakles spendeten. Der alte Grieche leistet mir bei meiner Arbeit Gesellschaft und bietet Inspiration.

Wenn Emma für Alma klatscht, schaut sie, ob auch ihre Eltern klatschen. Das ist Pflicht!

Auf diesem Foto studiert sie die Irrfahrten des Odysseus, kontrolliert, ob die Beschreibung so stimmt, wie sie es gehört hat. Sie weiß von der Insel Kefalonia – unweit der Insel Ithaka. Emma spricht für ihre 27 Lebensmonate sehr deutlich, singt, tanzt und besucht jetzt bereits eine Schule, in der sie in drei Sprachen simultan unterrichtet wird. Sie reist gerne und sieht jeden Bus nach, der vorbeifährt.

Bereits mit viereinhalb Monaten hat sich Emma für Mozart interessiert. MUSIKERZIEHUNG: Man kann nicht zu früh damit beginnen.

E.H.

________________________________________________________________________________ 

 

 

Diese Seite drucken