Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

FRANKFURT/ Opernhaus: LIVESTREAM „BÜHNE FREI!“

24.01.2021 | Konzert/Liederabende

Frankfurt / Opernhaus: „Livestream BÜHNE FREI!“ 22.01.2021

Livestream: Bühne frei!" an der Oper Frankfurt
Bianca Tognocchi. Foto: Barbara Aumüller

Der Corona-Pandemie zum Trotz blieb und bleibt die Intendanz der Oper Frankfurt im Einfallsreichtum neuer Ideen unermüdlich und bietet seinem  Publikum während des (teils unnötig erzwungenen) Lockdowns kostenlose Livestreams (Spenden sind willkommen!) der eigenen Homepage und über www.youtube.com an. Zum 3. JanuarStream (ich bedauere meine bisher versäumten) im „Holzfoyer“ die nächtliche Skyline des Bankenviertels im Hintergrund der Glasscheibe verliehen dem Geschehen zusätzlich reizvolle optische Impressionen.

Drei sehr junge Ensemble-Mitglieder gaben sich heute die Ehre mit einem 45-minütigen Streifzug durch Oper und Musical. Michael Porter der junge bereits sehr bewährte Tenor eröffnete den Reigen mit Lonely House aus „Street Scene“ (Kurt Weill). Aus dergleichen amerikanischen Oper sang der Bariton Bozidar Smiljanic Let Things Be Like They Always Was resümierte mit prachtvoller, herrlich timbrierter Stimme und weckte bereits Sehnsüchte auf  Posa etc. Strahlend hell sowie männlich markant im Schönklang sangen die Herren den Ohrwurm Au fond du temple saint aus „Les pécheurs de perles“ von Georges Bizet. Solistisch offerierte der junge Bariton sehr eindrucksvoll die Arie Non piú andrai aus „Le nozze di Figaro“ von W. A. Mozart.

Eine klare glockenreine Stimme präsentierte die Sopranistin Bianca Tognocchi und servierte in bester  Intonation die Scene O luce di quest´anima der „Linda di Chamounix“ von Gaetano Donizetti sowie aus dessen Feder Scene und Duett Nemorino-Adina Caro elisir- Sei mio! Lallaralla… Esulti pur la barbara zu herrlichen Klangfarben und strahlend-tenoralen Tönen Michael Porters. Mit dem schwärmerischen Song des Freddy aus „My Fair Lady“ setzte Porter den Finalpunkt.

Am Flügel begleitete souverän, routiniert und sehr virtuos Anne Larlee die Solisten, charmant moderierte Deborah Einspieler die Programmfolge.

Mit Spannung sehe ich dem nächsten Livestream am 29. Januar entgegen.

Gerhard Hoffmann

 

Diese Seite drucken