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Wiener Staatsoper: Roščić startet mit zehn Premieren und bringt Currentzis | Seite 7 | OnlineMerker | Forum

 

 

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Wiener Staatsoper: Roščić startet mit zehn Premieren und bringt Currentzis
22. September 2019
2:29
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 665
Mitglied seit:
29. September 2018
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(Susana und ich haben den Konflikt beigelegt, daher habe ich diese Textpassage auf meinen Wunsch hin - mit dem Einverständnis von susana - gelöscht)

 

-------------------------------------------------

ao sagt
Gz schreibt bei #64:

Das ist ja das Schöne: Eine Inszenierung entsteht immer neu und kleidet eine allgemein bekannte Oper in ein neues Gewand, beleuchtet den Stoff aus einem anderen Blickwinkel, hebt einen anderen Aspekt der Erzählung hervor. Das ist doch spannend!

der vergleich mit dem Gewand ist gut gewählt....aber, achtung im sommer kein winterkleid und im Winter kein bikini

Wie bitte?

-------------------------------------------------

lavoce sagt
@Gurnemanz:

Wie das Regietheater und schlechter Gesang Hand in Hand gehen?

Die Regie greift in die Musik ein und sie verfälscht. Die Tonhöhe und der Rhythmus werden ungefähr  so gesungen, wie sie notiert sind,aber der INHALT der musikalischen Phrasen nicht mehr. 

Zwei Besipiele:

Paminas g-Moll Arie. Sie ist in ihrer grundsätzlicher Aussage traurig. Man nennt sie manchmal auch Selbstmordarie. Dann kommt ein Regietheatermeister, der in der Arie eine "emanzipierte, starke,junge Frau sieht, die sich  gegen System auflehnt". Das musikalische Resultat: die Arie wird agressiv gesungen, kantig,Kolorauren verlieren die Geschmeidigkeit, eben "stark emanzipiert".  Mozart wollte es anders.

Oder Wahnsinnsarie der Lucia. Die Wahn wird zum Stichwort für viele Regisseure,was richtig ist. Nur, es interessiert sie nicht, wie die Wahn klingt (komponiert ist). Von viel zu vielen Filmen beindruckt, lassen sie  die Sängerin als ein katatonisches Opfer oder/und hysterische Furie agieren. Dem entsprechend klingt sie dann auch. Aber, wenn Sie nur der Musik von Donizetti lauschen , vernehmen Sie leise, fröhliche, schöne Töne. Schön ist out, langweilig. Donizetti wollte es anders.

Musikalische Gestaltung kommt von Willen des Sängers, sich so oder so auszudrücken. Wen einem an jeder zweiten Stelle gesagt wird, leise, leise, luftiger, hauchiger....weil das Grundkonzept zu filmisch, zu klein gedacht wird (für Stream, also für Mikrophon und Kamera), dann wird es eng im Hals. Und der Operngesang verwandelt sich in das,was wir heute hören: "crooning".

Säuseln, flüsterrn, luftig wabbern, tremolieren, unkontroliert brüllen. 

Die Oper als Kunstgattung war einmal für starke Stimmen, die frei und laut in Tönen Deklamieren können, konzipiert. Opernsänger MUSS den Klang projizieren können um die Zuhörer auch in der letzten Reihe zu erreichen. Auf die Art, wie das Bühengeschehen heute abläuft, ist er in dieser Grundhaltung gehindert.

Stelen Sie sich vor, einer Callas,Tebaldi,Nielssen sagte man wie sie zu singen hat.....sie durften singen, wie sie es für richtig hielten (ausgehend aus der PARTITUR), deshalb waren sie großartig und einzigartig.

Um Sie zu zitieren: Problem ist meiner Meinung nach vielmehr die heutzutage angestrebte Mittelmäßigkeit und allgemeine Kritiklosigkeit, und dass jeder Schmarrn beklatscht wird. 

Das ist das Problem der Wahrnehmung,  stimmt. Diese zwei Aspekte:die Darstellung auf der Bühne und die Wahrnemung im Zuschauerraum beeinflüssen sich gegenseitig und schalgen eine Richtung ein. Jetzige ist für den Operngesang ungünstig.

 

Gruß,lavoce  

Danke für die genaue Erklärung, jetzt kann ich verstehen, was Sie meinen.

Ja, das find ich auch nicht gut. Aber Sie werden doch nicht glauben, dass alle "Regietheater-Regisseure" die musikalische Aussage verfälschen wollen. Was soll überhaupt "Regietheater" heißen - ein völlig beliebiger Begriff, der für alles mögliche verwendet werden kann. Daher bediene ich mich dieses Begriffs nicht.

Peter Konwitschny und Christine Mielitz sind zum Beispiel Regisseure, denen man alles mögliche vorwerfen kann, aber ganz sicher nicht, dass sie sich um die Musik nicht scheren. Beide verfügen über fundiertes musikalisches Wissen.

Außerdem: Halten Sie die Pamina NICHT für eine "emanzipierte, starke, junge Frau, die sich gegen System auflehnt"? Ich schon. Pamina ist doch der Motor der Handlung, ohne Pamina würde Tamino schön aus der Wäsche schauen. Die Zauberflöte ist doch keine Kinderoper, sondern eine berührende Parabel des Triumphs der Menschlichkeit, des Aufbruchs veralteter Traditionen und des Sieges des Guten über das Böse - finde zumindest ich. Und Pamina hat im Grunde genommen den größten Anteil daran. Das ändert aber nichts darin, dass die g-moll-Arie tatsächlich ein Ausdruck tiefer Traurigkeit ist und auch dementsprechend gestaltet werden sollte. Letzlich muss das aber jede Interpretin selbst entscheiden bzw. in Absprache mit den übrigen Ausführenden (Dirigent, ...).

21. September 2019
19:01
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UwePaul
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Forumsbeiträge: 969
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Irgend jemand wollte sich  demnächst Halka anschauen,

https://operavision.eu/de/bibliothek/auffuehrungen/opern/halka-poznan-opera

21. September 2019
13:38
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susana
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Forumsbeiträge: 159
Mitglied seit:
16. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Gurnemanz schreibt: "Gäääääääääääääääääähn! Sie schreiben ja immer das gleiche, aber durch Wiederholung wird es nicht richtiger. Sie picken sich einen kleinen Teil meiner Argumentation heraus, verdrehen die Hälfte, lassen Ihre wohlbekannten Tiraden (die inhaltlich nichts Neues enthalten) ab und scheinen wirklich zu glauben, ich wäre arrogant, abgehoben, humorlos, elitär, eingebildet oder was auch immer. Ja, es läuft viel falsch in der Musikwelt, aber was ganz anderes als Inszenierungen (nämlich zum Beispiel die Macht der Agenten, die schlechten Berufschancen für Musiker und die zunehmende Mikrophonierung - ein Verbrechen am richtigen Gesang!!!).

Eine Sache noch: So wie heute (zum Beispiel) die THADW-Rusalka-Inszenierung verrissen wird, wurde in den Sechzigern Otto Schenk verrissen, der mittlerweile schon längst zum Establisment gehört, und 2004 wurde Konwitschnys Don Carlos verrissen, der schon längst als Kultinszenierung bezeichnet wurde. Die Klage über Inszenierungen ist doch schon uralt. Interessiert mich daher nicht. Ich setze mich lieber mit KONKRETEN Inszenierungen auseinander als mit den ewig gleichen, moralisierenden, pauschal-verunglimpfenden Tiraden von Ihnen."

Ja weil ich der gleiche Mensch bin, werde ich kaum meine Grundeinstellung wegen ihnen um 180 Grad ändern , warum sollte ich - viele haben hier interessante Arguemnte gebracht, die nachdenkens wert sind.

Witzig ist ja, dass Sie nun echt glauben, dass Sie alleine wissen was " der richtige Gesang ist" - das nur nebenbei..

Es geht hier auch nicht um Moral oder sonst was, wie sie vielleicht lesen können , habe  ich Arguemnte gebracht die ich aus meinem Berufsleben heraus schreibe, die Sie noch kein einziges Mal ernst genommen haben, oder wenn , dann sehr abwertend beurteilt haben.

Das was ich ihenn vorwerfe ist, dass Sie kein Verständnis dafür haben , dass es viele verschiedene Ansätze des Opernbesuches gibt, viele verschiedene Interessen gibt, Hörgewohnheiten etc. Sie haben einen Ansatz des Opernbesuches, den Sie für sich richtig halten, das ist Ok und wichtig. Das ist auch teilweise sehr interessant was Sie schreiben. Für mich sind zum Beispeil alle Tschechischen Oeprn vollkommen uninteressant. aber ich hab noch nie etwas dagegen geschrieben, weil ich immer große Achtung vor dem persönlichen Geschmack eines Opernbesuchers habe.

Was ich nicht richtig finde und wirklcih schlimm finde, dass Sie alle die jenigen die ihrem Ideal nicht entsprechend, mit meist beiläufigen, aber immer sehr abwertenden Worte bedenken.

Ob jetzt die Kritiker etwas gut oder schlecht finden, ist mir egal ..und ja klar, ich ahbe erst vor kurzem meine Sammlung der Zeitungkritiken aus den 70 und 80er die ich mal sehr lange gesammelt habe durchgelesen, mittlerweile auch entsorgt. Aber es waren immer fast 70 % mindestens über die Sänger, wenn nicht mehr , über die Bühne, Regie und Kostüme  viel weniger, diese Wertigkeit hat sich verschoben, Sänger sind beinahe unwichtig.

ich kann mir , wenn es mir das Geld und die Lebenszeit wert ist mein eigenen Bild machen. Um das geht es nicht. Es geht mir nur einfach darum Ihnen zu erklären, dass Menschen die einen anderen Zugang zur Oper haben weder schlecht, noch dumm, noch primitiv oder sonst was sind.
Wir alle geben Geld und Lebenszeit dafür aus in die Oper oder halt wo anders hinzu gehen. und da hat jeder einan anderen Anspruch , das zu akzeptieren und nicht schlecht zu  machen ist einzig und alleine der Sinn meiner Argumentation. Wenn sie darüber gähnen und sich langweilen finde ich das auch bedauerlich. Dann tuen sie es einfach..

zu @ Kotozzo : Ich habe deie Beschreibung von den aktuellen "Trash" Inszenierungen wie ich es dazu schreib, mit Absicht  überspitzt, da man hier ja bei alten Inszenierungen auch automatisch in die Jahre 60 und früher geht .. sollte ein Gegensatz sein

Egal wo man Berichte sieht, liest , Fotos sieht zu 80 % ist Oper hässlich in Szene gesetzt. da weiss man natürlich nicht wie Regie geführt wird, und wie die Sänger singen. Aber meist ist das auch nicht so , dass man sagt,  ich fahre jetzt dorthin und schau mir  das an. Ich kann es mir weder gesundheitlich noch finanziell kaum mehr leisten. Also werde ich das einfach anders auswählen. Risikobereit war ich 50 Jahre lang , jetzt macht da auch keinen Spaß mehr . und Ja Oper soll auch Spaß machen !! 

Ich habe viele gute  aktuelle inszenierungen gesehen, viel davon ohne vorher davon viel gelesen oder gesehen zu haben., meist weil einfach die Besetzung interessant genug war um zu reisen.

Dabei waren die besten neuen Inszenieungen in Frankfurt: Ring von Nemirova, Frau ohne Schatten, Simone Boccanegra, PArsifla, Ariadne auf NAxos.
Alles aktuelle großartige Umsetzungen der Oper ohne den Inhalt und die Aussage zu verlieren.

Auch Claus Guths Umsetzungen können gut und spannend sein : Frau ohne Schatten in Berlin, Simone in Hamburg, Barry Koskys Macbeth in Zürich großartig , spannend.

Schlimmes habe ich in Hamburg in den letzten drei Jahren erlebt, z.b ein absolut schwachsinnige Zauberflöte, eine zappelige unsinnige Lulu wo alle in Unterhosen rum rannten und irgendwelche Zuckungen vollführten , eine Schumanns Faust umsetzung .. die in keiner Szene wirkliche Ausage hatte und absolut sinnlos war.

 

@lavoce Beitrag 66 : stimme ich ihnen vollkommen zu, denn es ist seit langem auch meine Meinung , dass sich Sänger durch die zuviele Regie nicht entwickeln können und daher der Gesang oftmal zu einem Einheitsbrei wird. Sie haben es toll beschrieben !!

Habt ein schönes Wochenende und ich hoffe ihr gähnt nicht alle über meine Zeilen 🙂

21. September 2019
12:15
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alcindo
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Forumsbeiträge: 320
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27. Februar 2018
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Gz schreibt bei #64:

Das ist ja das Schöne: Eine Inszenierung entsteht immer neu und kleidet eine allgemein bekannte Oper in ein neues Gewand, beleuchtet den Stoff aus einem anderen Blickwinkel, hebt einen anderen Aspekt der Erzählung hervor. Das ist doch spannend!

der vergleich mit dem Gewand ist gut gewählt....aber, achtung im sommer kein winterkleid und im Winter kein bikini

zu lavoce #66:

wie recht Sie leider haben. heute wird vieles hochgelobt, was vor 50 jähren wenig beachtung gefunden hätte. ich habe aus Berlin immer wieder lobeshymnen auf St. Degout gelesen, und ihn jetzt endlich einmal auf Mezzo als Hamlet gesehen und gehört: ein guter saenger mit einem relativ unbedeutendem timbre, mit Wächter, Weikl , Frey oder gar mit stimmen wie Bastianini, Warren, Taddei überhaupt nicht zu vergleichen,   aber er ist ein Barihunk, und das scheint manchen wichtig zu sein, die vorher genannten haben auch meines wissens nach nie nackt oder halbnackt gesungen....jetzt wird wieder die "Verklärung"  als antwort kommen, naja...einige hier im forum sind professionell genug um nicht der verklärung zum opfer zu fallen, und aufnahmen gibt es ja in grosser menge und in guter qualitaet

21. September 2019
10:39
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lavoce
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Forumsbeiträge: 35
Mitglied seit:
10. Mai 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

@Gurnemanz:

Wie das Regietheater und schlechter Gesang Hand in Hand gehen?

Die Regie greift in die Musik ein und sie verfälscht. Die Tonhöhe und der Rhythmus werden ungefähr  so gesungen, wie sie notiert sind,aber der INHALT der musikalischen Phrasen nicht mehr. 

Zwei Besipiele:

Paminas g-Moll Arie. Sie ist in ihrer grundsätzlicher Aussage traurig. Man nennt sie manchmal auch Selbstmordarie. Dann kommt ein Regietheatermeister, der in der Arie eine "emanzipierte, starke,junge Frau sieht, die sich  gegen System auflehnt". Das musikalische Resultat: die Arie wird agressiv gesungen, kantig,Kolorauren verlieren die Geschmeidigkeit, eben "stark emanzipiert".  Mozart wollte es anders.

Oder Wahnsinnsarie der Lucia. Die Wahn wird zum Stichwort für viele Regisseure,was richtig ist. Nur, es interessiert sie nicht, wie die Wahn klingt (komponiert ist). Von viel zu vielen Filmen beindruckt, lassen sie  die Sängerin als ein katatonisches Opfer oder/und hysterische Furie agieren. Dem entsprechend klingt sie dann auch. Aber, wenn Sie nur der Musik von Donizetti lauschen , vernehmen Sie leise, fröhliche, schöne Töne. Schön ist out, langweilig. Donizetti wollte es anders.

Musikalische Gestaltung kommt von Willen des Sängers, sich so oder so auszudrücken. Wen einem an jeder zweiten Stelle gesagt wird, leise, leise, luftiger, hauchiger....weil das Grundkonzept zu filmisch, zu klein gedacht wird (für Stream, also für Mikrophon und Kamera), dann wird es eng im Hals. Und der Operngesang verwandelt sich in das,was wir heute hören: "crooning".

Säuseln, flüsterrn, luftig wabbern, tremolieren, unkontroliert brüllen. 

Die Oper als Kunstgattung war einmal für starke Stimmen, die frei und laut in Tönen Deklamieren können, konzipiert. Opernsänger MUSS den Klang projizieren können um die Zuhörer auch in der letzten Reihe zu erreichen. Auf die Art, wie das Bühengeschehen heute abläuft, ist er in dieser Grundhaltung gehindert.

Stelen Sie sich vor, einer Callas,Tebaldi,Nielssen sagte man wie sie zu singen hat.....sie durften singen, wie sie es für richtig hielten (ausgehend aus der PARTITUR), deshalb waren sie großartig und einzigartig.

Um Sie zu zitieren: Problem ist meiner Meinung nach vielmehr die heutzutage angestrebte Mittelmäßigkeit und allgemeine Kritiklosigkeit, und dass jeder Schmarrn beklatscht wird. 

Das ist das Problem der Wahrnehmung,  stimmt. Diese zwei Aspekte:die Darstellung auf der Bühne und die Wahrnemung im Zuschauerraum beeinflüssen sich gegenseitig und schalgen eine Richtung ein. Jetzige ist für den Operngesang ungünstig.

 

Gruß,lavoce

21. September 2019
7:46
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UwePaul
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28. Februar 2018
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Gurnemanz,

ja und nein, natürlich kann und sollte man vergleichen. Tue ich auch, wie gestern nach der Cavalleria und dem Bajazzo. Habe da überlegt, wann ich zuletzt eine so gute Aufführung dieser Opern gehört habe.

Aber um auf die Vergleiche zurück zu kommen. Es waren damals, sagen wir vor 50-60 Jahren andere Zeiten, dann spielt m.E. auch die Verklärung im Laufe der Zeit eine Rolle.

Aber was bringt mir das, wenn ich heute in die Oper gehe, und immer daran denke, wie es früher war?  Dann bekomme ich vielleicht schlechte Laune und verdirbt mir den Abend, der es vielleicht gar nicht verdient hat..

Mal so ein Beispiel, ich war damals dabei , als Peter Seiffert seinen ersten Lohengrin sang, der damals wohl wirklich sensationell war. Das er ihn 3- 4 Jahrzehnte anders singt, liegt doch auf der Hand, was soll ich da an "damals" denken, verdirbt mir vielleicht den Abend und wird dem Künstler nicht gerecht.

Vor allem meinte ich das auch vor dem Hintergrund, das einige, die in der Vergangenheit leben und schwelgen, sei Ihnen auch unbenommen, sich heute hier zu jetzigen Aufführungen kaum oder gar nicht äussern, da sie offensichtlich in keine Aufführungen mehr gehen

21. September 2019
1:52
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 665
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29. September 2018
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UwePaul sagt
Gurnemanz meine volle Zustimmung.

Es kommt noch eines dazu, das ständig geschrieben, wie es vor 50 Jahren usw. war. Die Zeiten sind vorbei, damit muss man sich abfinden, so schwer es manchmal auch fällt.

Was mir auch oft auffällt, das von denjenigen, die von der Vergangenheit schwelgen, kaum oder keine Beiträge zu Besuchen in heutigen Aufführungen kommen.  

Da muss ich teilweise doch widersprechen Laugh Ich finde Vergleiche mit der Vergangenheit wichtig, um einen Maßstab für die Gegenwart zu haben. Allerdings sollten diese Vergleiche natürlich begründet sein und nach Möglichkeit geprüft mit Aufnahmen. In der bloßen Erinnerung wird ja bekanntlich viel verklärt. Ich denke aber, dass Sie das ohnehin großteils so gemeint haben!

lavoce sagt
Regietheater und moderner Operngesang gehen Hand in Hand.

Anstatt Authentizität (Stimme und Charakter), pseudointelektuelles, gekünsteltes  Schummeln der Moschitos. Deshalb ist die Oper so fad.

Wenn das Geräusch der Einatmung und Konsonanten lauter wird als Vokale, dann Gute Nacht Oper!

Danke für das Video, das ich mir teilweise angehört habe! Mir ist aber nicht klar, inwiefern "Regietheater" (was das auch immer sein soll) mit schlechtem (Opern-)Gesang Hand in Hand geht. Ja, heutzutage gibt es viele unzureichende Sänger (daneben auch wirklich gute!), allerdings ist ja auch bei Dirigenten, Pianisten etc. genauso. Das Problem ist meiner Meinung nach vielmehr die heutzutage angestrebte Mittelmäßigkeit und allgemeine Kritiklosigkeit, und dass jeder Schmarrn beklatscht wird. Zum Beispiel war ich Ende April im Konzerthaus, um die beiden Janáček-Streichquartette zu hören, die aber entsetzlich dargeboten wurden (vor allem das zweite, die "Intimen Briefe")!!! Unglaublich, dass man für eine inferiore Leistung (vor allem der Primgeigerin) warmen, herzlichen Applaus entgegennehmen kann. Bzw. gibts heutzutage eh schon für jeden Schmarrn standing ovations.

Christine sagt
Ich möchte mir gerne im Theater an der Wien Halka ansehen, eine Oper die ich noch nie gesehen habe, die mich aber interessieren würde. Ich könnte sie gar nicht mit einer Inszenierung von vor 50 Jahren vergleichen. Wenn sie aber auch durch einen Regisseur "auf heutige Zeit" uminterpretiert werden sollte, werde ich wohl darauf verzichten.  

Auch ich möchte die Gelegenheit nützen, diese Oper im Dezember kennenzulernen. Schön, dass Sie sich auch dafür interessieren - das freut mich wirklich sehr! Gehen Sie doch einfach trotzdem hin und lassen sich überraschen, vielleicht überzeugt Sie die Aufführung ja, und wenn nicht, haben Sie trotzdem ein neues Stück kennengelernt! (und zwar eines, das in absehbarer Zeit wohl nicht mehr in Wien gespielt werden wird)

susana sagt
Gurnemanz schreibt:

Damit will ich sagen: THEATER IST LEBENDIG!!! Wer glaubt, ein Recht zu haben, immer dasselbe in der Oper zu sehen, der hat den Sinn eines Theaters nicht verstanden. Man tut sich SO viel leichter im Leben, wenn man ein bisschen aufgeschlossen ist gegenüber Unbekanntem und nicht immer erwartet, dass die eigenen Erwartungshaltungen erfüllt werden - was jedoch nicht heißt, dass man neuen Unsinn nicht als Unsinn bezeichnen darf!

Ich versteh nicht warum immer die Forderung besteht- andere müssen aufgeschlossen sein, und Sie Gurnemanz könnes es nicht verstehen, dass es Menschen gibt, die Opern nicht sehen wollen , wo man sich ständig am Boden wälzt, mit Blut verschmiert, oder Seiltänze macht oder irgendwie kasperlartig verkleidet wird (um das  jetzt einfach etwas krasser auszudrücken) .. und ja Aufgeschlossenheit würde ihnen auch tun, wenn Sie nämlich einfach akzeptiren könnten , dass es Menschen gibt die anderes ticken wie sie und deshalb weder dümmer oder schlechter sind.

Sie fordern neues, weil sie gelangweilt sind weil Sie etwas nicht doppelt sehen wollen. Aber können Sie nicht einfach akzeptieren dass es Menschen gibt, die Oper nicht "trashartig" auf der Bühne sehen wollen. Und damit meine ich.. ich wiederhole mich wie so oft - nicht alles wie am ersten Tag aufgeführt, es gibt nämlich extreme Palette von Aufführungsformen  dazwischen. Bei ihnen hat man immer das Gefühl, wer sich unterhalten will, und nicht hochgeistig denken will ist automatisch dumm, blöd,  primitiv.. (das lese ich aus ihrer Wortwahl heraus)  ..

Es gibt einfach Menschen mit unterschiedlichen Anforderungen, weshalb Sie den Abend in der Oper verbringen. Und diese Haltung, die Sie immer wieder an den Tag legen, Menschen abwertend zu beurteilen, die nicht den gleichen Anspruch haben wie Sie, das ist bedauernswert. Das ist der Hauptgrund weshalb ich mich an dieser Diskussion überhaupt beteilige. Wenn man Jahrzehnte auch im Kartenverkauf ist, mit Kunden zu tun hat die in die Oper und in Theater gehen , ist das auch eine sache mit der man beruflich zu tun hat, die auch für mcih "tägliches Brot" im Kundenumgang ist. Ich möchte ganz einfach auch andere Seiten zeigen, dass es auch anders denkende Menschen gibt.

Ich bin nunmal ein paar Jahrzehnte alt, und ich habe selten was interessantes neues erlebt in den letzten 10 jahren auf der Opernbühne. Das hat mit Erwartungsahltung nichts zu tun. Ich gehe in die Oper weil ich mich der Musik erfreuen will, der Sänger erfreuen will.. aber weder weil ich aktuelle Zeitkritik brauche noch Geschichstunterricht erleben möchte. Aktuelle Zeitkritik ist für mich nur dann ok wenn es in die Handlung der Oper passt und dieser ihre Aussage nicht verliert.
Im übrigen habe ich oft schon aktuelle Inszenierungen gesehen, die wirklich gut und interessant waren. Bei denen war aber immer die Musik, der Inhalt .. aber auch die Sänger der wichtigste Teil . nur dann ist für mich ein Opernabend ein gelungener ..

Und ja ich gehe in den Chenier nur dann wenn es gute Sänger und eine erträgliche Inszeneirung gibt, ich gehe nicht wegen dem Inhalt hinein, habe ich bei einer Oper noch NIE in meinem Leben gemacht. Für mich waren immer Sänger und die Musik ausschlaggebend um in die Oper zu gehen, und das 5 Jahrzehnte.

Wenn ich Geschichte lernen will, schaue ich mir Dokus im Tv oder im Kino an.  

Gäääääääääääääääääähn! Sie schreiben ja immer das gleiche, aber durch Wiederholung wird es nicht richtiger. Sie picken sich einen kleinen Teil meiner Argumentation heraus, verdrehen die Hälfte, lassen Ihre wohlbekannten Tiraden (die inhaltlich nichts Neues enthalten) ab und scheinen wirklich zu glauben, ich wäre arrogant, abgehoben, humorlos, elitär, eingebildet oder was auch immer. Ja, es läuft viel falsch in der Musikwelt, aber was ganz anderes als Inszenierungen (nämlich zum Beispiel die Macht der Agenten, die schlechten Berufschancen für Musiker und die zunehmende Mikrophonierung - ein Verbrechen am richtigen Gesang!!!).

Eine Sache noch: So wie heute (zum Beispiel) die THADW-Rusalka-Inszenierung verrissen wird, wurde in den Sechzigern Otto Schenk verrissen, der mittlerweile schon längst zum Establisment gehört, und 2004 wurde Konwitschnys Don Carlos verrissen, der schon längst als Kultinszenierung bezeichnet wurde. Die Klage über Inszenierungen ist doch schon uralt. Interessiert mich daher nicht. Ich setze mich lieber mit KONKRETEN Inszenierungen auseinander als mit den ewig gleichen, moralisierenden, pauschal-verunglimpfenden Tiraden von Ihnen.

alcindo sagt
das ist im Grund richtig, nur stört die jugendstilausstattung nicht den musikalischen ablauf und macht das libretto nicht unsinnig, wie zb in der Salome aus SZB der um nicht wieder "neger' zu sagen, der schwarze 3. oder 4. jude, das ist nur auffallen und für diskussion sorgen. oder maschinengewehre und panzer im einer Haendeloper, wie im ThadW gesehen, oder ein Cadillac mit Scarpia, wie in einer Tosca in Lissabon...schlacht von Marengo bestimmt nachhaltig den zeitpunkt der handlung...usw das ist fuer mich der Vergleiches Bildes mit dem unpassenden rahmen....buehnenelemente, die dem libretto widersprechen.....

Ich kann zwar nachvollziehen, was Sie meinen (nämlich eine bestimmte Ästhetik), aber ich halte Ihre Argumentation für inkonsequent. Jugendstil in der Salome ist in Ordnung, Maschinengewehre in einer Händel-Oper nicht? Das passt kaum zusammen. Allerdings weiß ich nicht, um welche Händeloper es geht, kann die Inszenierung also nicht kommentieren. Maschinengewehre habe ich nur sehr selten in einer Operninszenierung erlebt, wenn mich die Erinnerung nicht täuscht, letztes Jahr in Torsten Fischers Guillaume Tell. Mir hat die Produktion gefallen, die Gewaltbereitschaft von Ges(s)lers Schergen wurde für mich eindrucksvoll dargestellt.

Christine sagt
Michael Koling schreibt: "auch historische Bilder werden in einem nach aktuellen museumsdidaktischen Erkenntnissen gestalteten Museum (und ich sehe ein Opernhaus und ein Museum in einem ähnlichen Rahmen) heute anders gehängt als früher und sie hängen auch in einem anderen Licht." Ich besuche seit vielen Jahren immer wieder das Kunsthistorische Museum. Die Bilder, die ich mir gerne anschaue, hängen immer am gleichen Platz. Außerdem kann man das Umhängen eines Bildes nicht mit der Inszenierung einer Oper oder eines Theaterstückes, die dieses Werk verändern, ihm teilweise einen anderen Sinn geben, vergleichen. Das ist ja absurd! Ein Bild würde allen Wert verlieren, wenn es verändert wird, daher tut man es nicht. Ich stimme Gurnemanz zu, dass die szenische Aufführung einer Oper erst durch die Inszenierung entsteht, aber genau da liegt ja das Problem. Da es zu wenig gute moderne Opern gibt an denen sich Regisseure selbst verwirklichen können, müssen die beliebten Opern früherer Jahre herhalten. "Man kann den Leuten doch nicht zumuten eine Inszenierung anschauen zu müssen, die die einer in den 50er, 60er oder 70er Jahren ähnlich ist. Wer da singt oder dirigiert, ist doch nebensächlich!" Seltsam, dass die Wiener Tosca nicht vor einem halbleeren Haus gespielt wird!  

Ich bin mir nicht sicher, ob ein berühmtes Werk der Bildenden Kunst wirklich allen Wert verlöre, wenn man es veränderte, aber darum es mir ja gar nicht, denn ich habe nicht die geringste Absicht, die Mona Lisa oder ein beliebiges anderes Kunstwerk zu zerstören. Aber genau darin liegt ja der Unterschied zwischen Theater/Oper und Bildender Kunst: Wenn ich ein Bild übermale oder zerschneide, ist das ursprüngliche Bild unwiederbringlich verloren. Wenn aber Regisseur x heute in der Stadt A die Salome sehr "modern" auf die Bühne bringt, passiert dem Werk Salome überhaupt nichts, weil am nächsten Tag Regisseur y dieselbe Oper in der Stadt B ganz "klassisch" inszenieren kann. Das ist ja das Schöne: Eine Inszenierung entsteht immer neu und kleidet eine allgemein bekannte Oper in ein neues Gewand, beleuchtet den Stoff aus einem anderen Blickwinkel, hebt einen anderen Aspekt der Erzählung hervor. Das ist doch spannend!

Zu wenig gute moderne Opern: Ja, da bin ich Ihrer Meinung. Ich kann ja auch vollkommen nachvollziehen, was Sie meinen (alte Opern in altem Stil inszenieren, neue Opern in neuem Stil), aber ich sehe das etwas anderes.

Und naja, dass die Wiener Tosca voll ist, ist nicht den Wienern zu verdanken, sondern den Touristen Laugh Ich gehe jede Wette ein: Würde parallel zur Wallmann-Tosca eine Tosca von Calixto Bieito gespielt werden, wäre das Haus dann nicht merklich leerer. In Wien sorgen ohnehin die Touristen dafür, und die Wiener gehen hauptsächlich wegen bestimmter Besetzungen in die Tosca und bleiben daheim, wenn die Besetzung uninteressant/schlecht ist.

kotozzo sagt
Hallo Gurnemanz, wir scheinen wirklich auf der gleichen Wellenlänge zu liegen. Bloß dass Sie viel geduldiger und ausführlicher alles erklären, meine Analogien dagegen scheint nicht jeder zu goutieren.
Susana, Sie bemühen immer dieselben abwertenden Klischeebeispiele von "sich ständig am Boden wälzt, mit Blut verschmiert, oder Seiltänze macht ..." und bezeichnen das als Trash oder Unsinn etc. Mich würde doch konkret interessieren, um welche Operninszenierungen es sich dabei gehandelt hat, denn aus dem Zusammenhang gerissen kann alles unsinnig scheinen. Dass Sie in den letzten 10 Jahren selten etwas Interessantes und Neues erlebt haben, finde ich traurig, aber vielleicht übersieht man links und rechts von einer Einbahnstraße einiges. Aber in 50 Jahren Opernbesuch hat man sich doch auch selbst verändert, was Geschmack und ästhetisches Empfinden betrifft. Nach der Statik vieler Opernaufführungen fand ich anfangs Schenk oder Zeffirelli erfrischend, weil sie mehr Psychologie und echteres Spiel vom Sprechtheater auf die Opernbühne brachten und Sänger beim Duett nicht mehr nebeneinander an der Rampe standen, sondern miteinander sangen und war etwa der Chéreau-Ring meine Offenbarung bei Wagner, so ist mir Zeffirelli heute zu überladen mit fatalem Hang zum Kitsch (der mich allerdings immer schon ein bisschen störte) und Schenk oft unfreiwillig komisch ("Rusalka" an der Met). Chéreau dagegen hat Bestand. Faszinierende Opernabende verdankte ich in den letzten Jahren dafür Stölzl, Kusej, Warlikowski oder Guth. Aber missverstehen Sie mich nicht: musikalische Qualität bei Orchester, Dirigent und Sängern sind für mich selbstverständliche Voraussetzung für einen guten Opernabend. Natürlich will ich in der Oper nicht "hochgeistig denken" oder "Geschichtsunterricht", sondern mich mitreißen lassen, ohne durch musikalische Unzulänglichkeiten gestört zu werden.  

Danke für diesen klugen und relflektierten Beitrag, dem ich nichts mehr hinzufügen kann! So sehe ich es auch (vor allem ab "Aber mussverstehen Sie mich nicht")! Es ist schön, dass jemand auch hervorhebt, dass Schenk durchaus seine Meriten hat(te)! Diese möchte ich ja gar nicht in Abrede stellen.

Eines möchte ich Sie aber aus persönlichem Interesse fragen: Was hat Warlikowski zu einem für Sie faszinierenden Opernabend beigetragen? Also welches Werk, und was hat Ihnen an der Inszenierung gefallen? Ich habe von ihm die Münchner Gezeichneten, die Münchner Frau ohne Schatten und die Salzburger Bassariden (Henze) gesehen, hat mich alles gar nicht überzeugt: öde, öde, öde.

20. September 2019
21:38
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Christine
Member
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Forumsbeiträge: 51
Mitglied seit:
7. September 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

Kotozzo, Ihr Beitrag 30 unterscheidet sich von ihrem letzten Beitrag sehr deutlich. Ihrem Beitrag 62 kann ichin vielen Bereichen zustimmen, etwa bei "Nach der Statik vieler Opernaufführungen fand ich anfangs Schenk oder Zeffirelli erfrischend, weil sie mehr Psychologie und echteres Spiel vom Sprechtheater auf die Opernbühne brachten und Sänger beim Duett nicht mehr nebeneinander an der Rampe standen, sondern miteinander sangen". Umso befremdlicher fanf ich das Duett "Piangi,  fanciulla" beim Bregenzer Rigoletto, das die beiden Sänger zunächst im Abstand von mehreren Metern begannen. Den Chéreau-Ring konnte ich nicht als Offenbarung bei Wagner empfinden, aber immerhin als Möglichkeit der Interpretation. Zeffirellis Boheme ist nach wie vor ein Hit in der Oper, kitschig finde ich sie gar nicht. Rusalka an der Met kenne ich nicht, aber ich glaube sie würede mir besser gefallen als die drei derzeitigen Wiener Produktionen.

20. September 2019
19:53
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kotozzo
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Hallo Gurnemanz, wir scheinen wirklich auf der gleichen Wellenlänge zu liegen. Bloß dass Sie viel geduldiger und ausführlicher alles erklären, meine Analogien dagegen scheint nicht jeder zu goutieren.
Susana, Sie bemühen immer dieselben abwertenden Klischeebeispiele von "sich ständig am Boden wälzt, mit Blut verschmiert, oder Seiltänze macht ..." und bezeichnen das als Trash oder Unsinn etc. Mich würde doch konkret interessieren, um welche Operninszenierungen es sich dabei gehandelt hat, denn aus dem Zusammenhang gerissen kann alles unsinnig scheinen. Dass Sie in den letzten 10 Jahren selten etwas Interessantes und Neues erlebt haben, finde ich traurig, aber vielleicht übersieht man links und rechts von einer Einbahnstraße einiges. Aber in 50 Jahren Opernbesuch hat man sich doch auch selbst verändert, was Geschmack und ästhetisches Empfinden betrifft. Nach der Statik vieler Opernaufführungen fand ich anfangs Schenk oder Zeffirelli erfrischend, weil sie mehr Psychologie und echteres Spiel vom Sprechtheater auf die Opernbühne brachten und Sänger beim Duett nicht mehr nebeneinander an der Rampe standen, sondern miteinander sangen und war etwa der Chéreau-Ring meine Offenbarung bei Wagner, so ist mir Zeffirelli heute zu überladen mit fatalem Hang zum Kitsch (der mich allerdings immer schon ein bisschen störte) und Schenk oft unfreiwillig komisch ("Rusalka" an der Met). Chéreau dagegen hat Bestand. Faszinierende Opernabende verdankte ich in den letzten Jahren dafür Stölzl, Kusej, Warlikowski oder Guth. Aber missverstehen Sie mich nicht: musikalische Qualität bei Orchester, Dirigent und Sängern sind für mich selbstverständliche Voraussetzung für einen guten Opernabend. Natürlich will ich in der Oper nicht "hochgeistig denken" oder "Geschichtsunterricht", sondern mich mitreißen lassen, ohne durch musikalische Unzulänglichkeiten gestört zu werden.

20. September 2019
18:52
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HansLick
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@ 56 alcindo, also wenn ich mir vom neuen was wünschen dürfte dann wären das wielands inszenierungen von "elektra" und " lohengrin" !

einfach und repertoirefähig.

20. September 2019
18:36
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alcindo
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zu Christine: vor allem sollten inszenierungen in einem repertoiretheater praktisch sein...wie oft muss ein sänger durch einen einspringer ersetzt werden, der steht dann vor einer schweren aufgabe, da er nicht wie der kranke kollege wochenlang manipuliert wurde um die 'Ideen' und "Sichtweisen" zu durchschauen. dann kommt es halt zum lächerlichen Resultat,  dass der heisere auf der bühne markiert, und der einspringer aus dem orchesterraum oder aus der gasse singt.                                                 oder die Unsitte, dass auf der bühne und auf dem programmzettel personen in rollen auftauchen, die im libretto nichts verloren haben, und von denen der komponist keine ahnung haben kann, usw, etc...

mit gruss alcindo

20. September 2019
18:32
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Karl
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SPIEGEL: Kritiker meinen, diese gute Auslastung komme daher, dass Sie Ihr Theater, in dem einst Bertolt Brecht arbeitete, wie ein Museum betreiben. Zu Unrecht?
Peymann: Ja, die Kritiker, die sind ja immer klüger als das Publikum. Was ist denn an einem Museum schlecht? Es ist eine Unverschämtheit, den kreativen Begriff des Museums so niederzumachen, wie es in Berlin zurzeit geschieht. In einem Museum hängt hier ein Rembrandt und dort ein Neo Rauch. In einem Museum stehen die Leute für eine große Ausstellung zehn Stunden an - wie in Berlin, als das MoMA in der Stadt gastierte. Und warum tun sie das? Weil sie ihre Utopie, ihren Schönheitsbegriff auch aus der Vergangenheit beziehen. Ist die Philharmonie etwas Schlechtes, nur weil dort Simon Rattle Brahms vom Blatt musizieren lässt und eben nicht um des Effekts willen die Violinen durch eine Ziehharmonika ersetzt? Nein. Wenn Sie mich fragen: Wir brauchen sogar noch mehr gute Theatermuseen!
SPIEGEL: Ist es nicht der Hauptjob eines Theaterleiters, auf seiner Bühne statt der politischen und gesellschaftlichen Vergangenheit die Gegenwart zu verhandeln, egal woher er den Stoff bezieht?
Peymann: Aber doch nicht um den Preis des Verzichts auf die Dichtung! Das Theater kann meinetwegen alles machen. Es hält auch die Anmaßung und den Größenwahn von Regisseuren aus. Aber wenn wir aufgeben, was das Wesentliche ist, darf man sich nicht wundern, dass wir am Rand der Gesellschaft sind.
 
20. September 2019
18:26
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Karl
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SPIEGEL: Wahre Schaustücke. Also doch ein Peymann-Museum?
Peymann: Was wollen Sie denn? Ich gehe gerne ins Museum, offenbar im Gegensatz zu Ihnen. Einmal habe ich vor dem Burgtheater in einem Schaukasten ein Plakat ausgewechselt. Da kam ein Amerikaner vorbei und fragte: "When is this museum open?" Da bekam ich dann doch einen kleinen Schock. Aber mal ernsthaft: Was ist schlimm an einem Museum? Das BE bewahrt tatsächlich Geschichten auf - kleine und große, ganze und heile. Ohne die großen Stoffe und Mythen stirbt das Theater. Wir sind ein Zufluchtsort für Autoren, deren Werke eben nicht von originalitätssüchtigen Regisseuren zerstückelt und aufgelöst werden in lauter kleine Elementarteilchen, wie es etwa an der Berliner Volksbühne von Frank Castorf geschieht.
 
 
 
20. September 2019
18:22
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Christine
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Michael Koling schreibt: "auch historische Bilder werden in einem nach aktuellen museumsdidaktischen Erkenntnissen gestalteten Museum (und ich sehe ein Opernhaus und ein Museum in einem ähnlichen Rahmen) heute anders gehängt als früher und sie hängen auch in einem anderen Licht." Ich besuche seit vielen Jahren immer wieder das Kunsthistorische Museum. Die Bilder, die ich mir gerne anschaue, hängen immer am gleichen Platz. Außerdem kann man das Umhängen eines Bildes nicht mit der Inszenierung einer Oper oder eines Theaterstückes, die dieses Werk verändern, ihm teilweise einen anderen Sinn geben, vergleichen. Das ist ja absurd! Ein Bild würde allen Wert verlieren, wenn es verändert wird, daher tut man es nicht. Ich stimme Gurnemanz zu, dass die szenische Aufführung einer Oper erst durch die Inszenierung entsteht, aber genau da liegt ja das Problem. Da es zu wenig gute moderne Opern gibt an denen sich Regisseure selbst verwirklichen können, müssen die beliebten Opern früherer Jahre herhalten. "Man kann den Leuten doch nicht zumuten eine Inszenierung anschauen zu müssen, die die einer in den 50er, 60er oder 70er Jahren ähnlich ist. Wer da singt oder dirigiert, ist doch nebensächlich!" Seltsam, dass die Wiener Tosca nicht vor einem halbleeren Haus gespielt wird!

20. September 2019
17:49
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alcindo
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michael Kolling schreibt:

Ob das Bühnenbild und die Kostüme der aktuellen aus den 70er Jahren stammenden "Salome" der Staatsoper von Jürgen Rose tatsächlich dem Werk entsprechen, darüber kann man mit Eifer diskutieren. Die dem Jugendstil nachempfundenen und an Bilder von Klimmt angelehnten Bühnenbild und Kostüme sind zwar ein Zitat an die Entstehungszeit der Oper, sind aber von der Historie meilenweit entfernt. Da war, wenn ich mich richtig erinnere (ich habe sie noch gesehen), die Vorgängerinszenierung von Wielend Wagner viel näher am Stoff. Und wie wir alle wissen, war Wieland Wagner zu seiner Zeit bei "wahren Opernfreunden" so umstritten wie heute zum Beispiel Peter Konwitschny. 

das ist im Grund richtig, nur stört die jugendstilausstattung nicht den musikalischen ablauf und macht das libretto nicht unsinnig, wie zb in der Salome aus SZB der um nicht wieder "neger' zu sagen, der schwarze 3. oder 4. jude, das ist nur auffallen und für diskussion sorgen. oder maschinengewehre und panzer im einer Haendeloper, wie im ThadW gesehen, oder ein Cadillac mit Scarpia, wie in einer Tosca in Lissabon...schlacht von Marengo bestimmt nachhaltig den zeitpunkt der handlung...usw das ist fuer mich der Vergleiches Bildes mit dem unpassenden rahmen....buehnenelemente, die dem libretto widersprechen.....

mit Gruss alcindo

apropos "neger' ich bin teil des jahres in Portugal und die dort ansässigen Angolaner und caboverdianos bezeichnen sich selbst ohne scheu als "negros" oder "pretos"

20. September 2019
11:52
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susana
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Gurnemanz schreibt:

Damit will ich sagen: THEATER IST LEBENDIG!!! Wer glaubt, ein Recht zu haben, immer dasselbe in der Oper zu sehen, der hat den Sinn eines Theaters nicht verstanden. Man tut sich SO viel leichter im Leben, wenn man ein bisschen aufgeschlossen ist gegenüber Unbekanntem und nicht immer erwartet, dass die eigenen Erwartungshaltungen erfüllt werden - was jedoch nicht heißt, dass man neuen Unsinn nicht als Unsinn bezeichnen darf!

Ich versteh nicht warum immer die Forderung besteht- andere müssen aufgeschlossen sein, und Sie Gurnemanz könnes es nicht verstehen, dass es Menschen gibt, die Opern nicht sehen wollen , wo man sich ständig am Boden wälzt, mit Blut verschmiert, oder Seiltänze macht oder irgendwie kasperlartig verkleidet wird (um das  jetzt einfach etwas krasser auszudrücken) .. und ja Aufgeschlossenheit würde ihnen auch tun, wenn Sie nämlich einfach akzeptiren könnten , dass es Menschen gibt die anderes ticken wie sie und deshalb weder dümmer oder schlechter sind.

Sie fordern neues, weil sie gelangweilt sind weil Sie etwas nicht doppelt sehen wollen. Aber können Sie nicht einfach akzeptieren dass es Menschen gibt, die Oper nicht "trashartig" auf der Bühne sehen wollen. Und damit meine ich.. ich wiederhole mich wie so oft - nicht alles wie am ersten Tag aufgeführt, es gibt nämlich extreme Palette von Aufführungsformen  dazwischen. Bei ihnen hat man immer das Gefühl, wer sich unterhalten will, und nicht hochgeistig denken will ist automatisch dumm, blöd,  primitiv.. (das lese ich aus ihrer Wortwahl heraus)  ..

Es gibt einfach Menschen mit unterschiedlichen Anforderungen, weshalb Sie den Abend in der Oper verbringen. Und diese Haltung, die Sie immer wieder an den Tag legen, Menschen abwertend zu beurteilen, die nicht den gleichen Anspruch haben wie Sie, das ist bedauernswert. Das ist der Hauptgrund weshalb ich mich an dieser Diskussion überhaupt beteilige. Wenn man Jahrzehnte auch im Kartenverkauf ist, mit Kunden zu tun hat die in die Oper und in Theater gehen , ist das auch eine sache mit der man beruflich zu tun hat, die auch für mcih "tägliches Brot" im Kundenumgang ist. Ich möchte ganz einfach auch andere Seiten zeigen, dass es auch anders denkende Menschen gibt.

Ich bin nunmal ein paar Jahrzehnte alt, und ich habe selten was interessantes neues erlebt in den letzten 10 jahren auf der Opernbühne. Das hat mit Erwartungsahltung nichts zu tun. Ich gehe in die Oper weil ich mich der Musik erfreuen will, der Sänger erfreuen will.. aber weder weil ich aktuelle Zeitkritik brauche noch Geschichstunterricht erleben möchte. Aktuelle Zeitkritik ist für mich nur dann ok wenn es in die Handlung der Oper passt und dieser ihre Aussage nicht verliert.
Im übrigen habe ich oft schon aktuelle Inszenierungen gesehen, die wirklich gut und interessant waren. Bei denen war aber immer die Musik, der Inhalt .. aber auch die Sänger der wichtigste Teil . nur dann ist für mich ein Opernabend ein gelungener ..

Und ja ich gehe in den Chenier nur dann wenn es gute Sänger und eine erträgliche Inszeneirung gibt, ich gehe nicht wegen dem Inhalt hinein, habe ich bei einer Oper noch NIE in meinem Leben gemacht. Für mich waren immer Sänger und die Musik ausschlaggebend um in die Oper zu gehen, und das 5 Jahrzehnte.

Wenn ich Geschichte lernen will, schaue ich mir Dokus im Tv oder im Kino an.

20. September 2019
11:21
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michael koling
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Ich möchte den Beitrag 47 von Gurnemanz noch um einen Gedankengang erweitern.

Zitat: "Ein Gemälde oder ein Buch ist ein abgeschlossenes Kunstwerk. Ein Opernlibretto oder eine Partitur ist zwar auch für sich genommen ein Kunstwerk, aber die Aufführung entsteht ja erst durch die Inszenierung". Dem kann ich mich voll anschließen und ergänze: auch historische Bilder werden in einem nach aktuellen museumsdidaktischen Erkenntnissen gestalteten Museum (und ich sehe ein Opernhaus und ein Museum in einem ähnlichen Rahmen) heute anders gehängt als früher und sie hängen auch in einem anderen Licht. Und manch ein "alter Schinken" (ich bitte für diese nicht respektlos gemeinte Bezeichnung um Vergebung) findet sich auch in einem modernen in aktueller Architektur errichteten Museum. Und so, wie Gurnemanz richtig schreibt, die (szenische) Aufführung einer Oper erst durch eine Inszenierung entsteht (mehr oder weniger gut - dem subjektiven Empfinden, aber vor allem auch dem Inhalt geschuldet), so hängt die Wirkung eines (auch alten) Bildes/Gemäldes zweifellos mit der Hängung zusammen. Die Musik und das Libretto einer Oper bleiben auch bei einer auf Aktualität gerichteten Inszenierung (jedenfalls im Regelfall) unverändert, wie auch ein Gemälde von sagen wir einmal Rembrandt auch in einem modernen Museumsgebäude hängen kann.

 

zu alcindo und "Salome" an der STOP (Beitrag 48)

Ob das Bühnenbild und die Kostüme der aktuellen aus den 70er Jahren stammenden "Salome" der Staatsoper von Jürgen Rose tatsächlich dem Werk entsprechen, darüber kann man mit Eifer diskutieren. Die dem Jugendstil nachempfundenen und an Bilder von Klimmt angelehnten Bühnenbild und Kostüme sind zwar ein Zitat an die Entstehungszeit der Oper, sind aber von der Historie meilenweit entfernt. Da war, wenn ich mich richtig erinnere (ich habe sie noch gesehen), die Vorgängerinszenierung von Wielend Wagner viel näher am Stoff. Und wie wir alle wissen, war Wieland Wagner zu seiner Zeit bei "wahren Opernfreunden" so umstritten wie heute zum Beispiel Peter Konwitschny. 

20. September 2019
10:21
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UwePaul
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Christine, Sie hatte ich eigentlich auch nicht damit gemeint....:-)

20. September 2019
10:06
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Christine
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7. September 2019
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UwePaul, Sie schreiben: "Was mir auch oft auffällt, dass von denjenigen, die von der Vergangenheit schwelgen, kaum oder keine Beiträge zu Besuchen in heutigen Aufführungen kommen." Wundert Sie das? Wenn ich die bisher erschienen Kritiken von Rusalka lese, gehe in sicher nicht in die Vorstellung, es wäre für mich vergeudete Zeit und eine Geldverschwendung. Ich möchte mir gerne im Theater an der Wien Halka ansehen, eine Oper die ich noch nie gesehen habe, die mich aber interessieren würde. Ich könnte sie gar nicht mit einer Inszenierung von vor 50 Jahren vergleichen. Wenn sie aber auch durch einen Regisseur "auf heutige Zeit" uminterpretiert werden sollte, werde ich wohl darauf verzichten.

20. September 2019
9:04
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lavoce
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Regietheater und moderner Operngesang gehen Hand in Hand.

Anstatt Authentizität (Stimme und Charakter), pseudointelektuelles, gekünsteltes  Schummeln der Moschitos. Deshalb ist die Oper so fad.

Wenn das Geräusch der Einatmung und Konsonanten lauter wird als Vokale, dann Gute Nacht Oper!

 

t=2s

 

Gruß,lavoce

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