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Wiener Staatsoper: Roščić startet mit zehn Premieren und bringt Currentzis | OnlineMerker | Forum

 

 

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Wiener Staatsoper: Roščić startet mit zehn Premieren und bringt Currentzis
6. Oktober 2019
21:54
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Gurnemanz
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29. September 2018
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@187: Werter Dalmont! Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort, die Beispiele und die Informationen! Ich stimme Ihnen selbstverständlich zu, dass Übersetzungen selten den Tonfall des Originals treffen und viel zu oft stilistisch "verschlimmbessert" werden (von Ihnen nicht genanntes Beispiel: Shakespeare), aber die Alternative ist eben, dass die in der Aufführung verwendete Fremdsprache den Tonfall des Publikums bzw. der meisten Sänger verfehlt. Wie man es macht, irgendwie macht man's falsch. Und im deutschsprachigen Raum ausschließlich deutschsprachige Opern aufzuführen ist ja auch undenkbar. Eine salomonische Lösung besteht aus meiner Sicht in einer bunten Mischung aus Produktionen in Originalsprache und aus Produktionen in Übersetzung - aber ich kann jede andere Meinung verstehen, weil es für jede Position für mich sinnvolle Proargumente gibt. Danke für Ihre Beiträge!

6. Oktober 2019
16:51
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Karl
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7. August 2019
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zu Dalmont 187) Sie haben natürlich recht - nur, dann dürften wir keine Theatrestücke bzw. Belletristik übersetzen...

Übersetzen ist immer ein Kompromiss - "Poetry is what gets lost in translation"

6. Oktober 2019
16:38
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Christine
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7. September 2019
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Karl Masek schreibt in seiner Kritik vom Sommernachtstraum: "Schon nach der Generalprobe gab es spontanen Jubel und viele zufriedene, ja glückliche Gesichter im Publikum. Das kann ich bezeugen. Geschuldet war dieser Umstand einer besonders stimmigen Opernproduktion, die Irina Brook da vorgelegt hat. Stimmig deshalb, weil die Geschichte 1:1 erzählt wird. Poetisch, traumverloren, witzig.  Magie und Zauber der Feenwelt, die Spielarten, Freuden und Leiden der Liebe  samt aller Eifersucht, samt allen Irrtümern, Konflikten und Missverständnissen, werden theaterwirksam,  zugleich dezent,  über die Rampe gebracht. Dem Publikum wird Raum für eigene Gedanken, Assoziationen und Träume gelassen. Was kein Fehler ist …" Spontaner Jubel, zufriedene, glückliche Gesichter nach einer Aufführung in der die Geschichte 1:1 erzählt wurde und dem Publikum Raum für eigene Gedanken und Träume blieb. Eine Regisseurin, die sich nicht selbst verwirklichen musste sondern an das Stück glaubte. Ich hoffe auf weitere solche Inszenierungen! Auch unter dem neuen Direktor!

5. Oktober 2019
12:07
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dalmont
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28. Januar 2019
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Ad 128) Gurnemanz, ich will noch kurz auf Ihre Anmerkungen zu meinem Übersetzungseintrag eingehen, obwohl er schon lang zurück liegt. Sie haben schon recht, dass Übersetzungen im musiktheatraischen Bereich eher Nachdichtungen sein müssen, aber sie sollten zumindest den Geist des Originals treffen.

Zwei Beispiele will ich anführen, wo sehr verfälschte Charaktere herauskamen. Diese zwei kann ich noch auswendig (hab’ vor ein paar Jahren beim Übersiedeln fast alle deutschen Textbücher weggegeben, man hat ja eh überall die Übertitel, war die Überlegung, heut’ bereu’ ich’s schon):

Wenn „L’amour est un oiseau rebelle“ mit „Ja, die Liebe hat bunte Flügel“ übersetzt wird, ist das sehr pseudoromantisch, der rebellische Vogel des Originals verweist doch deutlich auf eine eher aggressive Erotik Carmens. Die „bunten Flügel“ sind mehr verquaste Poesie (was deutsche Texte ganz gern haben, wobei ich ehrlich gesagt nicht genau weiß, was Poesie sein soll). Und Toscas sehr direktes: „Vissi d’arte, vissi d’amore, non feci mai male ad anima viva“ („Ich lebte der Kunst, ich lebte der Liebe, tat keinem Lebewesen etwas zu leide“) hat wenig mit dem pathetischen „Nur der Schönheit weiht ich mein Leben, einzig der Kunst und Liebe ergeben“ zu tun. Dass es extrem schwierig ist, den Geist des Originals zu treffen, die Melodielinien nicht zu verfälschen und auf Sangbarkeit Rücksicht zu nehmen, ist mir natürlich klar. Gerade in der slawischen Operist die Musik sehr der Sprachmelodie abgelauscht ist, und da verändern die Übertragungen häufig diese Melodielinien. Deutsche Übersetzer neigen dazu, alles Sozialkritische und auf Erotik Hindeutende zu glätten. Kalbeck mit der „Verkauften Braut“ oder Brod mit den Janáčeks haben die Originale in dieser Hinsicht eher verharmlost. Opernlibretti sind meiner Meinung nach nicht so doof, wie sie auf deutsch wirken.

Ihr zitierter Wassermann – Vers wird in meinem Klavierauszug übrigens mit „Verkauft, verraten an Menschenlist“ übersetzt. Da ist doch „Menschenhand“ dem Orginal sehr viel näher als die „Menschenlist“. Und das „ubohá, rusalko bledá“ wird mit „Nie mehr lacht uns deine Nähe!“ übertragen. Was mit dem Original gar nix mehr zu tun hat. Wobei mir durch die Kleinschreibung von „rusalko“ gerade auffällt, dass Rusalka ja kein Name ist, wie es das Deutsche vermittelt, sondern nur eine Nixe bezeichnet. Sie ist so namenlos wie der vodník und der princ oder die cizí kněžna.

Ich habe immer den Eindruck, dass vor allem romanische Sprachen die verquaste Poesie des Deutschen nicht zulassen, weshalb es so schwer ist, Wagner ins Italienische oder Französische zu übertragen.

Zurück zum Ausgangspunkt: Ich habe die Übertitel eine Zeit lang sehr geschätzt, komme aber immer mehr darauf, dass sie extrem ablenken. Hören, schauen und lesen, das überfordert offensichtlich das Gehirn. Ich hab’ nach wie vor die Originalsprache am liebsten, wenn Übertitel, dann wie im Theater an der Wien. Momentan setze ich eher auf eingehende Vorbereitung (dafür hat man halt nicht immer Zeit).

 

Ad 128) Smetana wollte dann, als die endgültige Version der „Verkauften Braut“ (in 3 Akten und mit den Rezitativen) geschrieben war, die Oper auch außerhalb Böhmens bekannt machen und gab bei Emanuel Züngel eine deutsche Übertragung in Auftrag. Eine Aufführung kam allerdings erst längere Zeit nach seinem Tod in Wien zu Stande, da hat sich meines Wissens dann Max Kalbeck übersetzend der Sache angenommen. So zumindest glaube ich die Entstehung der deutschen Erstübersetzung damals im Grazer Programmheft gelesen zu haben.

4. Oktober 2019
9:35
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Chenier
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28. Februar 2018
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Sorry, Monsieur dalmont, ich bin auch kein Purist, aber für authentische Darstellungen und schon gar nicht für inhaltliche Änderungen.

4. Oktober 2019
0:05
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dalmont
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28. Januar 2019
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Chénier, Sie irren. Ich bin weder Dialektiker und will keine Synthese erreichen, noch Missionar, der jemand bekehren will. Da bin ich zu sehr davon überzeugt, dass es nicht nur eine allein seligmachende Wahrheit gibt. Ich bin ja eher neugierig und möchte verstehen können (bin also hermeneutisch angehaucht, wenn Sie so wollen). Und zwar auch Positionen, die nicht die meinen sind. Flatulenz-Wortspiele und Schwachsinnrhetorik sind halt für das Verstehen nicht sehr hilfreich.

Ich vergesse immer wieder, dass ich im Online-M e r k e r-Forum poste, da verstehen sich natürlich viele als Beckmesser und nicht als Hans Sachs („Wollt ihr nach Regeln messen, was nicht nach eurer Regeln Lauf, der eignen Spur vergessen, sucht davon erst die Regeln auf.“). Bei allem Gekeife versagt sich Beckmesser allerdings jegliche Flatulenz-Rhetorik, er ist sozusagen ein wütender Merker, aber kein Wut-Merker.

Das Theater lebt übrigens nicht von der Sprache, sondern von Menschen auf der Bühne, die sich vorrangig mit Hilfe der Sprache ausdrücken. Das ist wohl ein Unterschied.

Ich habe kein quasi-religiöses Verständnis von Kunst und Kultur, wo ich Gebote aufstelle, wonach sich „alles Weitere erübrigt“.

Und dabei lasse auch ich es bewenden. Ohne sorry.

PS: Dass der Poster Karl sich windschief lachen muss, bedaure ich sehr, das ist doch eine recht unangenehme Position.

3. Oktober 2019
23:57
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alcindo
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27. Februar 2018
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Fein, dass mme Lohengrin die "tavola del destino" so fantastisch gefallen hat, ich konnte mich nicht dafür begeistern, es begann schon mit der inszenierten ouverture, von Verdi "sinfonia" genannt. die meisten komponisten würden heftig protestieren, wenn ihre ouvertüren oder zwischenspiele bebildert und choreografiert werden..... und der immer präsente tisch....ist halt geschmacksache, für mich aber billig. aber mme ist halt meist begeistert, wenn ihr tenor dabei ist, zb auch die Cav/Baj in Salzburg fand ich eher befremdlich und vor allem in ihren farben nicht mit der musik korrespondierend.

3. Oktober 2019
23:32
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Chenier
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28. Februar 2018
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Merkwürdiger Geschmack, diese "grandiosen" Inszenierungen zu goutieren, manchen ist nicht zu helfen.

3. Oktober 2019
21:59
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Karl
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7. August 2019
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"grandiosen Inszenierungen von „Weh dem der lügt“, „Glaube und Heimat“. „König Ottokars Glück und Ende“ „Geschichten aus dem Wienerwald“ ein"

ich lach mich windschief...

3. Oktober 2019
15:09
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Chenier
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28. Februar 2018
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dalmont, es wäre sinnlos, auf diese Diskussion in dialektischer Form einzugehen. Ihnen gefallen Dinge, die ich ablehne und umgekehrt, und Sie würden hunderte Kilometer oder mehr Anfahrt in Kauf nehmen für Stücke, die ich mir nicht einmal geschenkt in der ersten Reihe Parkett vor Ort ansehen würde. Es sei Ihnen unbenommen und es freut mich für Sie, aber genau sowenig, wie ich Sie missionieren kann, gelingt Ihnen das bei mir, und jeder hat in seiner Weise und in seiner Gedankenwelt recht, nur gibt es da wenig Schnittstellen geschweige denn Überschneidungen. Wenn man nicht akzeptiert, dass das Theater von der Sprache lebt und Textänderungen, also operativ-verändernde Eingriffe in das Werk, befürwortet, erübrigt sich alles Weitere, sorry.

3. Oktober 2019
14:47
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dalmont
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28. Januar 2019
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Chénier, mit der Sprache drücken sich doch im Theater die Figuren aus, und aus deren Charakteren leitet sich das Wie des Ausdrucks ab. Die Figuren des „Faust“ sind nicht „gepflegt“ (was immer das auch sein könnte), daher ist das immer wieder hochgelobte alte Burgtheaterdeutsch heute nicht mehr aussagekräftig genug.

Theater und Oper sollten Teil der aktuellen ästhetischen Debatten sein und die Themen, die die Stücke der Vergangenheit aufwerfen, zur Gegenwart in Beziehung setzen, mit zeitgemäßen künstlerischen Mitteln. (Sie verzeihen, aber was ein „fortschrittlicher, aber gepflegter Konservativismus“ sein soll, kann ich mir auch nach längerem Überlegen nicht ausdeuteln).

Auf der Bühne wird gehandelt und dieses Handeln heißt eben action, azione, l’action, und das ist mit Bewegung verbunden. Das Verächtlichmachen mit „Äktschn“ passt hier nicht, passte selbst damals nicht, als sich die Darsteller bei „Glaube und Heimat“ sprichwörtlich in den Gatsch gehaut haben.

Wer mag schon „schwachsinnige Inszenierungen“? Wobei ich mit diesem Adjektiv sehr vorsichtig wäre, denn selbst wenn etwas nicht gelungen ist – und es gibt ja mehr nicht (ganz) gelungene als wirklich geglückte Versuche, etwas auf die Bühne zu stellen – heißt das noch lange nicht, dass die, die es gemacht haben, Idioten sind.

Wegen der „Macht des Schicksals“, wie sie Castorf inszeniert hat, würde ich nicht nach Berlin fahren. Ich reise dann, um Dinge zu sehen, die in Wien nicht gespielt werden, etwas die Meyerbeers in Berlin, Venedig und Frankfurt, „Die Abenteuer des Herrn Brouček“ in Brünn, „Die Braut von Messina“ in Pilsen oder heuer „Der Postillon von Lonjumeau“ und im nächsten Jahr „Die weiße Dame“ in Paris. Bin aber auch zu den „Königskindern“ nach Zürich gefahren, mit einem fulminanten J. Kaufmann als Königssohn. Wegen der von Kušej inszenierten „Macht des Schicksals“ war ich übrigens in München.

In Wien hätte ich mir die Castorf-Inszenierung klarerweise angeschaut, weil mich seine Position prinzipiell interessiert, und ich es mir zur Aufgabe gemacht habe, soweit wie möglich alle neuen Inszenierungen anzuschauen.

Und zum Schluss, was die Änderungen anlangt: Jede Strichversion eines Theaterstückes bedeutet Veränderungen hinsichtlich der Inhaltsangabe. Der „Faust“ lässt wie jedes große Kunstwerk viele Deutungen zu, die es für eine Aufführung herauszuarbeiten gilt. Dass u. U. fremde Texte mit hereingenommen werden, ist Teil aktueller künstlerischer Positionen. Nur Puristen fühlen sich davon gestört. Purismus ist aber in der Regel äußerst langweilig.

3. Oktober 2019
14:21
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UwePaul
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28. Februar 2018
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Ja genau, kam nicht auf den Namen, mir war dieser Ort und die Geschichte auch vorher nicht bekannt......

3. Oktober 2019
13:58
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Lohengrin2
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28. Februar 2018
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In Matera meinen Sie wohl...

Das war grauenhaft.

3. Oktober 2019
13:33
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UwePaul
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Frau Lohengrin,

kann ich voll und ganz verstehen, würde ich auch nicht ein zweites Mal mir antun, zumal da dann wohl Aronica singt, wenn ich an den denke, der kürzlich in einer Freilichtveranstaltung den Turridu versuchte zu singen, müsste das dann eine doppelte Qual sein

3. Oktober 2019
13:13
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Lohengrin2
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Kann schon sein, ich werde mirs jedenfalls nicht antun, selbst wenn ich nach Berlin zu meiner Tochter fahre.

Die Münchner Forza war fantastisch, habe sie mehrmals gesehen und gehört.

3. Oktober 2019
13:08
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UwePaul
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Ne Frau Lohengrin,

ich bin ja nun eigentlich wahrlich ein Fan von modernen Inszenierungen, aber das, was Casdorf da auf die Bühne gebracht hat, zählt für mich zu dem größten Schwachsinn, den ich je gesehen habe.

Inszenierung kann ich das nicht nennen, aus Anstandgründen werde ich mir eine Bezeichnung dafür ersparen. Jemand, der sich Regisseur nennt, und keinerlei Ahnung von Personenführung hat, hat seinen Beruf verfehlt. Das mag vielleicht auf einer Schauspielbühne mit "richtigen" Schaupielern funktionieren, die agieren doch eher gewohnt sind als Sänger und ihm die Kastanien aus dem Müll holen, den er produziert. Bei einer Schauspielaufführung kann ich Texteinschübe anderer Autoren noch verstehen, aber gesprochene Texte in einer Oper von fremden Autoren, dann noch in fremder Sprache, einfach Schwachsinn. Wem ich eigentlich noch mehr Vorwürfe mache, ist der Chefdramaturg dieses Hauses, der mitgearbeitet hat, und früher ein ziemlich merkwürdiger Kritiker einer großen Berliner Zeitung war, und so etwas nicht unterbunden hat.

Ich habe jedenfalls  versucht, das war auf der Bühne ablief auszublenden, und mich nur auf die Sänger konzentriert. Klapptee natürlich nicht immer, aber die waren großartig.

Schlimm war dann das Publikum, die dann den großartigen Marco Mimica und Amber Frasquelle für diese dämlichen Texte ausbuhten. Aber das ist leider diesem überschätzten Typen zuzuschreiben, den manche für einen Großen halten, wie z.B. unser sog. Kultursenantor

3. Oktober 2019
12:48
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Lohengrin2
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Sie nach Berlin und schauen Sie sich die Castorf-Forza (Furz in diesem Fall?) an, Sie werden begeistert sein.

Wie kommen Sie darauf? Ich war und bin begeistert von der Forza in München, Regie Kusej !!!

3. Oktober 2019
12:16
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Chenier
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28. Februar 2018
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Die Burg, dalmont, sollte ein Ort der gepflegten Sprache sein.

Habe nichts gegen "Äktschn", aber dann Arni oder Clint Eastwood, oder die Champions League, aber nicht die Bühne.

Grundsätzlich bin ich für alles offen, nur nicht für schwachsinnige Inszenierungen im Theater und in der Oper. Und Sie goutieren auch inhaltliche Änderungen und entstellte Zitate?

Die angekündigten Namen, Lohengrin2, klingen für mich wie eine gefährliche Drohung des "Regietheaters", diese Meinung darf ich doch vertreten? Fahren Sie nach Berlin und schauen Sie sich die Castorf-Forza (Furz in diesem Fall?) an, Sie werden begeistert sein. Ich kenne nur Kritiken, Kommentare und Meinungen von Besuchern, aber das reicht mir für ein komplettes Meinungsbild.

Ich bin für fortschrittlichen, aber gepflegten Konservativismus auf der Bühne.

3. Oktober 2019
10:57
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dalmont
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Chénier, Kušej hat seine "Visitenkarte" schon um die Jahrtausendwende sehr deutlich am Burgtheater abgegeben: Mir fallen aus dieser Zeit auf die Schnelle die grandiosen Inszenierungen von „Weh dem der lügt“, „Glaube und Heimat“. „König Ottokars Glück und Ende“ „Geschichten aus dem Wienerwald“ ein, alles Aufführungen, die mir im Gedächtnis geblieben sind. Und alles Stücke, die zum Kanon österreichischer Dramatik gehören und die erst in der Kušejschen Deutung erträglich wurden. Seine Inszenierung des Schönherrschen „Weibsteufels“ ist nach wie vor ein Renner, für den ich noch nie Karten ergattern konnte.

Seine „Faust“-Inszenierung ist jedem, der Goethe schätzt, äußerst zu empfehlen (ich habe allerdings nur eine Aufführung im Residenztheater gesehen, ich nehme an, dass Kušej sie für Wien weiter entwickelt hat). Goethe Stücke als erbauliche Sprechopern (wie ihn das Bildungsbürgertum auch heute noch gerne hätte), das ist doch gottsjämmerlich langweilig.

Interessant wäre es, würden Sie, Chénier, einmal darlegen, was Sie unter der „richtigen Richtung“ verstehen, dann ließe sich darüber diskutieren.

3. Oktober 2019
10:05
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Lohengrin2
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28. Februar 2018
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nicht in die richtige Richtung

Bitte kennzeichnen Sie solche Meinungen als ausschließlich die Ihrige. ann mögen sich die einen anschließen, die anderen sich abweichend positioniren. Die "richtige Richtung" gibt es hier nicht.

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