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Wie wird man zum "Opernfan?"
1. März 2019
18:20
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Chenier
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Forumsbeiträge: 370
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Interessante Biografie, Dreamhunter. Mit Ihrer Schlussbemerkung, dass es wenig Sinn hat, Kinder oder Jugendliche "zwangszuverpflichten", liegen Sie aus meiner Sicht völlig richtig.

Auch sehr sympathisch ihre "Nebentätigkeit", meint ein bekennender Katzenliebhaber.

1. März 2019
13:53
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Dreamhunter
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Forumsbeiträge: 2
Mitglied seit:
15. Februar 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

Die Geschichte(n), wie meine Opernleidenschaft schlussendlich entfacht wurde -

Nachdem meine Mutter eine Beethoven-Liebhaberin war und der Meinung war, dass Fidelio die beste aller Opern ist (Gattenliebe und so...) musste ich mir mit ca. 10-12 Jahren die Schenk-Inszenierung in Wien ansehen. Hat mir nicht gefallen. Nächste Oper, zu der ich zwangsverpflichtet wurde war die Zeffirelli-Carmen. Schon besser..

Als ich ins Gymnasium ging wurden an und ab Freikarten für den Opern-Stehplatz angeboten - einmal für die Schenk-Meistersinger, zwei Tage später für die Trojaner und dann war ich auch in der Aida, bevor ich die Oper fast 30 Jahre nicht mehr von innen sah. Dazu folgende Geschichte - am Galerie-Stehplatz gab es Mitte der 70er-Jahre noch keine Displays, wo man das Libretto mitlesen konnte. Nun, ich wusste zwar um was es bei der Aida ging, allerdings konnte ich nicht Aida und Amneris auseinander halten. Während die Sängerin der Amneris vom "Juche" gar liebreizend wirkte konnte man das von der Darstellerin der Aida nicht sagen. Ich war SEHR verwundert, als plötzlich im letzten Bild sich Radames und die Person, die ich für die Amneris hielt, eingemauert wurden. Das war sehr frustrierend für mich..

Fast forward ins Jahr 2004. Ich bin, wie vielleicht einige wissen, hobbymäßig ein internationaler Rassekatzenrichter und organisierte zu dieser Zeit auch Ausstellungen in Österreich. Wir hatten zu Besuch zwei Richterinnen aus Japan, die mich bei meinen Besuchen in Kyoto wunderbar bewirtet hatten. Da dachte ich, dass ein Besuch in der Staatsoper das Richtige sei und organiserte Karten für "La Favorite". Kann mich noch erinnern, dass José Bros, Genia Kühmeier und Nadia Krasteva sangen. Mir gefiel die Athmosphäre sehr gut und da meine damalige Frau auch opernaffin war (Platten und CDs von Opern hatte schon seit meinen frühen 20ern - besonders Aufnahmen mit Maria Callas -, aber es zog mich nie zu einem Live-Erlebnis hin) beschlossen wir einmal uns weitere Aufführungen live anzusehen.

Der Barbiere folgte - und danach vielleicht mein Schlüsselerlebnis - Cavalleria Rusticana mit Agnes Baltsa als Santuzza. Ich saß unten im Parkett und heulte wie ein Schlosshund. Und da war es um mich geschehen. Einige Zeit später wurde ich eingeladen, für den "Neuen Merker" Besprechungen zu schreiben und ja, ca. 350 Vorstellungen später freue ich mich noch immer auf spannende Aufführungen. Was sicherlich auch hilft, dass ich ca. 17 Minuten zu Fuß von der Oper wohne...

Ich weiß nicht ob es hilft, wenn man Kinder und Jugendliche in die Oper mitschleppt - ich denke, dass dies von alleine kommen muss und seitens eines jungen Menschen irgendwann das Bedürfnis entsteht, sich einmal eine Oper live anzuschauen. Was meiner Meinung nach sinnvoll wäre ist, dass man sich schon vorher ein wenig mit dem Werk beschäftigt - einmal reinhört. In Zeiten von Youtube ist das ja überhaupt kein Problem. Weil da kann man ja gleich vielleicht Unterschiede der Inszenierung, beim Gesang etc. feststellen.

Das mach ich noch immer, wenn ich ein Werk überhaupt nicht kenne (wie z.B. bei Wonderful Town) ...

Hear me roar!

28. Februar 2019
8:13
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Christine
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Forumsbeiträge: 83
Mitglied seit:
3. Oktober 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Nabucco war mein erster Verdi auf der Bühne in der Volksoper. Es wurde in deutscher Sprache gesungen, in meiner Vorstellung war Ladislav Konya der Nabucco und Liane Synek die Abigaille. Ich verbinde mit beiden Namen und Leistungen keine besondere Erinnerung. Am besten gefallen hat mir Thomas O'Leary als Zacharias und gar nicht gefallen Peter Bahrig als Ismael.

27. Februar 2019
21:35
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alcindo
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Forumsbeiträge: 242
Mitglied seit:
27. Februar 2018
sp_UserOnlineSmall Online

zu HansLick2: mich brachte das theater der Jugend zum Barbier von Sevilla( damals noch mit Alfred Jerger als Bartolo) und zum Freischuetz mit Per Grunde'n in die VO

den Nabucco in der VO habe ich oft gesehen, einmal habe ich ihn für meine ganze schulklasse organisiert, unvergesslich dieser Nabucco unter Quadri, eine sehr gute Abigail - Domaninska, wunderbar Sonja Draksler als Fenena, besonders schön war das duett in 1.akt mit Karl Terkal, Kathol, ein sehr guter bass als Zacharias, Nabucco war entweder Theo Bayle- recht gut oder Edmund Hurshell- eher schrecklich.  und Christiane Sorell stach in der kleinen rolle der Anna hervor, sie sang damals auch schon die Gilda......diese Aufführungen werden für mich unvergesslich bleiben

27. Februar 2019
17:13
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HansLick2
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Forumsbeiträge: 224
Mitglied seit:
14. März 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

@ 17 richtig der frühe nabucco war in der volksoper als argeo quadri das italienische repertoire dort pflegte. das " theater der jugend" brachte meine generation auch in die VO.

"virtuelles schädeleinhauen" tut nicht weh, wie auch gurnemanz weis. 

Cool

27. Februar 2019
15:25
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walter
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Forumsbeiträge: 27
Mitglied seit:
20. Februar 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

Werter Hanslick2: Ref. Nabucco: Sie haben recht, das STOP- Archiv bestätigt es. Dann war es wohl die Volksoper oder das TaW? Gegeben haben muss es das, denn ich weiß noch, dass ich immer einen Zusammenhang zwischen "Nabucco" und den "Nubuk- Schuhen" meiner Mutter hergestellt habe. Es war mir schleierhaft, wie es die Schuhe auf eine Bühne schaffen konnten......

Das mit Schädeleinschlagen meinen Sie hoffentlich nicht ernst, Ihren Themenvorschlag fände ich dagegen gut! Ich hätte auch noch einen auf Lager: 

"Mein liebstes Opern- Hoppala"!, wobei sowohl szenische als auch sängerische Ausrutscher interessant wären. Zwangsläufig ist es ein Retro- Thema, aber gewiss spannend! Ob sich das umsetzen ließe?

walter 

27. Februar 2019
15:03
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HansLick2
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Forumsbeiträge: 224
Mitglied seit:
14. März 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

@6 walter: in der direktion karajan wurde nabucco nicht gespielt, kam erst um die 2000 ins repertoire.

@8 michta: auch bei mir steht die arien LP grace bumbry, vielgespielt. war eine beson ders schöne mezzostimme.

nächste forumfrage wäre, welche schallplatten wurden in den anfängen gekauft?

@ 15 gurnemanz - auch forum schädel gegenseitg einschlagen passt, tut nicht weh!

sonst wär' s langweilig.

27. Februar 2019
14:22
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 439
Mitglied seit:
29. September 2018
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Das ist doch wirklich ein schöner Thread, wenn alle von ihren eigenen Erfahrungen erzählen anstatt sich die Schädel einzuschlagen. Ich hab gestern im Thread "Gibt es die ideale Einstiegsoper für den Nachwuchs?" meine Geschichte in Kurzfassung erzählt, die passt auch hierher:

auch bei mir war es der Freischütz. Wir haben die Oper in der Schule im Musikunterricht behandelt, ich war damals 13. Auf der Straße hab ich die Freischütz-Plakate aus der Volksoper gesehen, hab im Internet recherchiert, wie viel die Stehplätze kosten (nämlich damals 1,50 Euro), hab mir gleich eine Stehplatzkarte gekauft und war dort. Ich kann mich zwar kaum an die Vorstellung erinnern, aber ich hab mir gleich am nächsten Tag meine zweite Karte gekauft (das war Anatevka an der Volksoper). Und so hat es halt angefangen.

Den Beiträgen in diesem Thread ist gemein, dass die Entscheidung aus eigenem Interesse gekommen ist, was ja auch klar ist, denn ein Hobby oder eine Leidenschaft kann man nur selbst für sich entdecken. Natürlich können sich die eigenen Interessen auch ändern, in meinem ersten Jahr hab ich zB Operetten am liebsten gehabt (keine Ahnung wieso), dann waren es für knapp 10 Jahre Jahre nur Opern, während ich jetzt immer häufiger in Konzerte geh (aber die Oper lass ich natürlich auch nicht links liegen).

Aber Hauptsache, man findet etwas, das einem Freude bereitet und einen erfüllt.

27. Februar 2019
14:19
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walter
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Forumsbeiträge: 27
Mitglied seit:
20. Februar 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

Einen schönen Nachmittag wünsche ich allen Anwesenden!

Sehr interessant, was da herauskommt, wenn man fragt....!

Susanna, ich bin auch der Meinung, dass man Geschmack und die Musikvorlieben Anderer- in unserer Runde im Besonderen- nicht heruntermachen darf. Ich hatte zwei Freunde, Brüder, die, so um 1959/60 oder etwas später, im Keller ihres Hauses einen Musikraum einrichten durfte, mit allem, was dazu gehört. Technisch war das für zwei Buben mit schmaler Börse eigentlich beachtlich. Dort spielten sie mir die neuesten Beatles- Songs vor, die Stones waren damals bis in die Albin Hanson- Siedlung noch nicht vorgedrungen. Ich hörte ihnen zu, aber es war und blieb mir unverständlich, wie man sich dafür so begeistern konnte. Selbst schätzte ich damals den Jazz, den Folksong etc., ins geheimnisvolle Opernland hatte ich noch kaum den Fuß gesetzt. 

Was einem aber bei aller Offenheit unbenommen bleiben sollte ist ein gewisses und im Lauf der Jahre entwickeltes Qualitätsempfinden, ich vergleiche das gerne mit Weinkennerschaft. Zu Beginn kann man noch kaum mehr dazu sagen als: "Schmeckt mir", oder "schmeckt nicht". Nach einigen Jahren wird das Beurteilungsvermögen differenzierter sein. So ähnlich ergeht es auch dem Musikgeschmack, und irgendwann beginnt man, die Dinge zu beurteilen: Wurde etwas gut gemacht oder eher weniger gut, die Vorlage berücksichtigend oder darauf herumtrampelnd, hält es dem Vergleich mit Vorgängerproduktionen stand, übertrifft es sie vielleicht sogar?

(Leise beschleicht mich das Gefühl, ich bin schon wieder im falschen Thema, aber sei's drum, wer das eine liest, sieht auch das andere...)

walter 

27. Februar 2019
14:07
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Christine
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Forumsbeiträge: 83
Mitglied seit:
3. Oktober 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Zunächst ging ich nur ins Theater, nach Stücken wie der "Der Alpenkönig und der Menschenfeind", "Der Verschwender" und "Einen Jux will er sich machen" wurde meine Liebe zur Bühne durch eine großartige Vorstellung von "Maria Stuart" im Burgtheater geweckt und ich bemerkte, dass mir die Tragödien viel besser gefielen als die Komödien. Das war wohl auch der Grund warum Angelina (heute Cenerentola) oder die Zauberflöte oder die Fledermaus in der Staatsoper trotz guter Besetzung keinen nachhaltigen Eindruck hinterließen. Als im Fernsehen der 2. Akt der Tosca aus Covent Garden mit Maria Callas und Tito Gobbi übertragen wurden, war ich sehr beeindruckt, wollte diese Oper auch in der Staatsoper sehen und besuchte eine Vorstellung mit meinem Vater. Leider war der Eindruck nicht so großartig und die Oper trat wieder für einige Zeit in den Hintergrund. Anfang der 70er Jahre besuchte ich öfters die Volksoper und konnte mich dort auch erstaunlicherweise für die Operette und das Musical erwärmen. Ich denke vor allem an Aufführungen von Wiener Blut, Czardasfürstin, Bettelstudent, Graf von Luxemburg, Lustige Witwe, Gräfin Mariza, Kiss me Kate und Showboat. Dazu Opernaufführungen von Martha, Tiefland, Adriana Lecouvreur, Regimentstochter. Ich habe viel mehr gesehen, nenne nur das, was mir besonders gefiel, auch wenn es sich bis auf zwei nicht um Stücke mit tragischem Ausgang handelt. Als ich im Radio Ausschnitte aus Rigoletto hörte, beschloss ich mir die Oper einmal anzusehen. Und da wurde ich zum Opern- und Verdifan, es war eine ganz normale Repertoirevorstellung, aber für mich ein unvergesslicher Abend. Von da an ging ich sehr oft in die Staatsoper, besuchte auch die Opernvorstellungen anderer Komponisten, bevorzugt neben Verdi die anderen Italiener, Carmen und einige Opern von Mozart und Strauss und slawischer Komponisten. Mit Wagner habe ich bis auf Lohengrin Probleme, Götterdämmerung und Parsifal z.B. sind mir einfach zu lang.

27. Februar 2019
12:07
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susana
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Forumsbeiträge: 92
Mitglied seit:
16. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Lohengrin2 sagt
Es zeigt sich immer wieder,dass die als Einstiegswerke zum Zuge kommenden Opern Hänsel und Gretel sowie Zauberflöte die Wirkung verfehlen. Tosca oder Rheingold sollte besser geeignet sein, traut sich meist niemand.....  

Da haben Sie leider recht - Meine Kinder sind seit wirklich klein auf mit mir ins Musical und in die Oper gegangen, zuerst  Kindermusical mit 3 besucht, mit 6 Phantom der Oper (was haben mich da andere Eltern beschimpft!!) und die ersten Opern waren Liebestrank, Barbier von Sevilla  und die erst Oper mit denen sie Spaß hatten waren Cavalleria Rusticana, Wozzeck und Tosca.. wenig später kam schon der Wunsch zum Fliegenden Holländer , Parsifal und Ring. das war im Alter von 10 Jahren - Zauberflöte mögen sie jetzt noch nicht 🙂

Es gibt kein "Rezept" für Kinder zur Oper zu bringen.. aber ich glaube das wichtigste dabei ist, als Elternteil dieses Genre zu lieben und Spaß daran zu haben.. und .. das ist besonders wichtig, auch die Musik der Kinder zu respektieren .. auch wenn sie einem nicht gefällt.

Mein großer geht immer noch mit in die Oper, wobei wir derzeit mit dem Musical mehr Spaß haben , auch wenn es hier einen Teilnehmer gibt, der meint Musical sei unnötig - keine Musikrichtig ist unnötig, keine beser oder schlechter. Es gibt nur Musik die gefällt oder nicht. Musik die einem nicht gefällt schlecht zu machen halte ich persönlich für sehr .. sagen mir mal "kurzsichtig" .  Den Musikgeschmack anderer zu respektieren finde ich besonders wichtig. Aber das ist in allen Bereichen so, wer negativ über den Spaß anderer schreibt , den bedaure ich sehr. Ich bin mit so einem ignoranten Menschen aufgewachsen,  Ich habe in meiner Jugend das oft erlebt wie mir meine Musik die ich hörte schlecht gemacht wurde. Meine Großmutter war da ganz anders, sie hat mich wenn ich wollte mitgenommen, und es war oft auch eine Flucht von zu Hause. Nicht der ideale Zugang zur Oper aber auch eine Möglichkeit, meine Kinder machten mit Spaß selber mit. Wir gehen aber auch gemeinsam in Pop Konzerte 🙂

Man kann vieles als gut oder als schlecht für sich selber empfinden, aber man sollte immer respektieren wenn andere einen anderen Geschmack haben, sei es wg Sänger, Inszenierungen, Theater , Gemälde, etc etc.

27. Februar 2019
11:22
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 350
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28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Es zeigt sich immer wieder,dass die als Einstiegswerke zum Zuge kommenden Opern Hänsel und Gretel sowie Zauberflöte die Wirkung verfehlen. Tosca oder Rheingold sollte besser geeignet sein, traut sich meist niemand.....

27. Februar 2019
10:49
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Chenier
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Forumsbeiträge: 370
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

In gebotener Kürze zu meiner musikalischen Biografie: Habe früh, in der Gymnasialzeit, mit Instrumentalklassik (passiv) begonnen, mit Oper hatte ich aber wenig am Hut. War in der Studienzeit vielleicht 3 oder 4 mal in der Oper, weil "man eben geht". Ende der 1970er hatte ich eine Freundin, die mich  diesem Genre näher brachte und am 6. Mai 1979, bei einem Don Carlo unter Karajan mit einer Luxusbesetzung, hatte ich ein Schlüsselerlebnis und da sprang der Funke über. Ich war zwar begeistert, konnte aber aus damaliger Sicht gar nicht erahnen, was ich gerade erlebt habe. Seit damals regelmäßiger Operngeher, vornehmlich in Wien, ein wenig Salzburg und auch international, wenn sich etwas ergibt. Jedenfalls habe ich meine Reisen immer ein wenig mit Oper im Hinterkopf geplant.

Meine mittlerweile erwachsenen Kinder haben für Oper wenig Interesse, obwohl ich es früher mit Einstiegswerken versucht habe, Hänsel und Gretel, Zauberflöte für Kinder usw. Aber man soll niemanden zu etwas nötigen und sie sollen selbst zur Musik finden, wenn die Zeit reif ist.  

27. Februar 2019
0:40
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Pwolf
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18. Oktober 2018
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Also bei mir hat es 10 Jahre gedauert bis ich zum Openfan wurde. Erstmals hat mich meine Mutter 1963 oder 1964 in die Oper mitgenommen, da ging ich noch in die Volksschule. Ich war dann bis 1970 ab und zu in der Oper aber nie besonders begeistert. Besonders fad habe ich Aufführungen mit Josef Krips im Gedächtnis. Ab 1970 bin ich sehr häufig in Konzerte, Theater und auch Oper gegangen, tlw. täglich und manchmal auch 2 mal täglich z.B. ein Konzert am Nachmittag und am Abend ein Theater oder eine Oper, wobei ich aber noch immer fand, dass die Oper eine unnatürliche Kunstform sei und mich darüber lustig gemacht habe, dass z.B. Personen, die gerade erstochen, erdrosselt oder sonst wie zu Tode kamen, noch in der Lage sind eine tolle Arie zu singen. Konzerte waren meine Hauptleidenschaft und sind es noch immer.

Ich wurde dann im Juni 1975 schlagartig zum Opernfan nach einer Aufführung von "Cosi fan tutte" unter Böhm mit Fassbaender, Janowitz, Schreier, sowie Weikl, Holm und Wächter.

Ich habe dann bald festgestellt, dass diese Begeisterung aber - zumindest nicht von mir - nicht auf jedermann übertragbar ist. Die Idee mit einer Frau für die man Interesse hat, als eine der ersten Einladungen in eine Wagner-Oper zu gehen, hat sich z.B. als nicht sehr erfolgversprechend erwiesen.

Auch meine Kinder konnte ich nicht zu Openfans erziehen. Deren musikalisches Interesse ist leider nicht sehr groß, wobei mir aber die Jüngste schon Vorwürfe gemacht hat, dass wir sie kein Instrument lernen ließen, nachdem unsere diesbezüglichen Versuche bei ihren größeren Geschwistern kläglich gescheitert waren.

26. Februar 2019
20:32
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Michta
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6. März 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Schlüsselerlebnis: Eine Verdi-Arien Platte von der mein Vater immer nur die Briefszene der Lady Macbeth mit Grace Bumbry spielte - ich flüchtete immer, furchtbar.  Eines Tages mit 14 oder 15 allein zu Hause hab ich sie mir dann selbst angehört, ... gar nicht so schlecht... dann auch die anderen Tracks... der Bann war gebrochen!

Erste Oper war dann Carmen in Bregenz mit Debria Brown, Anton de Ridder, dann mit der Schule ein "Orpheus" in der VOP mit Ingrid Mayr und Hanny Steffek, erste STOP: Tosca mit Jones, Aragall, Wächter ... Oper und Jones seither immer geliebt..Wink

26. Februar 2019
17:49
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Tristan62
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Forumsbeiträge: 43
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28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Ich gehe seit 1962 in die Oper und das kam so: Meine Eltern gingen praktisch jede Woche ins Theater oder in die Oper und als achtjähriger wird man halt neugierig, was denn dort stattfindet. Ich hatte daher den Wunsch auch einmal dorthin zu gehen. Indirekte Unterstützung bekamm ich von meinem Volksschullehrer, der sehr viel für klassische Musik über hatte und selbst Klavier und Orgel spielte. Er riet den Eltern am Elternabend zu Schulbeginn 1962/63 mit den Kindern einmal in die Oper zu gehen. Da erfüllten mir meine Eltern meinen Wunsch und gingen mit mir noch im September 1962 zur "Zauberflöte" ins Theater an der Wien, wo die Staatsoper damals dieses Werk aufführte. Da hat es bei mir "klick" gemacht und seither ist die Oper für mich einer der wichtigsten Lebensinhalte.  Und das ist, glaube ich, das richtige Rezept: Einfach einmal hingehen und hoffen, daß es "klick" macht.

Bei meinen Kindern habe ich es auch so versucht. Es war eine "Boheme" mit Johan Botha in der Volksoper. Er hatte wenige Tage davor debutiert und ich war ob der guten Kritiken neugierig auf ihn. Da es an einem Sonntag eine Nachmittagsvorstellung gab, nahm ich meine Kinder mit, aber leider hat es nicht "klick" gemacht. Vielleicht war es auch meine Schuld, denn meine Kinder mußten vorher zu Hause wohnraumbedingt schon viel Opernmusik hören und hatten davon offenbar schon genug.

26. Februar 2019
17:45
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walter
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Forumsbeiträge: 27
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20. Februar 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

Meine Mutter hat immer gerne und gut gesungen, war jahrzehnte Chormitglied, spielte Gitarre, Vater begnügte sich mit Brummen, ging aber gerne in die Oper und ins Konzert, Schwester spielte ebenfalls Gitarre. Also kein zwingender Grund, zum Opernfan zu werden, aber auch keine Hindernisse. Es gab einige wenige Langspielplatten mit Ausschnitten, Mutter's Chor veranstaltete Konzerte ( ich erinnere mich an Traute Skladal, nachmals Musikprofessorin, und Alois Buchbauer, Mitglied des Staatsopernensembles, als Solisten an diesen Abenden).
Ich glaube, es war 1959, da feierte mein Gymnasium in Erdberg 50 Jahre Bestand, und man führte ein Stück um Richard Löwenherz auf, dessen Geschichte ja mit Erdberg verbunden ist ( hier wurde er erkannt und verhaftet, und verbrachte die nächste Zeit auf der Festung Dürnstein, bis sein Sänger Blondel ihn aufspürte).
Damals durfte ich erstmals eine Bühne betreten, bekam eine Perücke und ein Kostüm, und war von da an fasziniert. Von dem Stück weiß ich nichts mehr, außer dass darin Musik aus den Carmina Burana vorkam: "Chu-um, chu-um, chu-um Geselle mein...." , oder zumindest so ähnlich. Höhepunkt der Festlichkeiten war dann Händel's Halleluja und ich war im Chor. Ein, zwei Oktaven tiefer könnte ich da heute noch mitsingen....
Theater generell, und die Staatsoper im Besonderen, war in den späten Fünziger- Jahren schon auch ein Geldproblem, aber ich erinnere mich an einen Rosenkavalier, zu dem der Vater die Familie an einem Weihnachtsfeiertag einlud ( Heinz Conrads saß eine Reihe vor uns am Balkon!) und an eine Entführung, die ich mit meiner Mutter besuchen durfte ( es gab eine gute Freundin bei den Bundetheatern, es waren also wohl Regiekarten, denn wir saßen im Parkett!).
Meine Eltern besuchten einige Vorstellungen in der 1. Direktion Karajans, ich erinnere mich an Nabucco, Forza, Turandot. Das fand in den Medien damals ein großes Echo.
Dann erinnere ich mich an zwei Schlüsselerlebnisse. Es waren verfilmte Burgtheateraufführungen, etwa aus 1958, Maria Stuart und Don Carlos, mit allen damals großen Burgstars. Durch Zufall- wohl weil sie irgendwann im TV gesendet wurden- habe ich beides auf Videoband. Die Reclamhefte beider Stücke befanden sich in der eher schmalen Bibliothek meiner Eltern, und so begann ich mich in diesem Netz von Recherche, Querlesen, Schiller'scher Geschichtsdarstellung, in diesem so weitläufigen Wunderland Theater immer weiter vorzutappen. Dann stieß ich auf Verdi's Bearbeitungen, heute frage ich mich im Theater, wann die nun endlich zu singen beginnen, weil das gibt doch wesentlich mehr her! Da war es wohl schon um mich geschehen....
Meine erste Frau ging gerne mit in die Oper, allerdings mehr der Schaulust wegen, meine 2. Frau konnte ich einmal zu Porgy & Bess und einmal zum Barbier verführen. Einmal lernte ich eine Frau kennen, die wäre vielleicht mit dem Virus ansteckbar gewesen, wir verbrachten unzählige Abende gemeinsam im Theater, nur-, die wollte mich nicht heiraten ( aber nicht wegen meiner Opernbegeisterung!).
Nach und nach erweiterte sich mein Opernhorizont und es stellten sich Präferenzen ein. Heute neige ich dazu, die Sachen einzuteilen in "für's Herz" bzw. "für's Hirn". Interessehalber erlebte ich vieles, das ich mir nur einmal angetan habe, aber wenn man sich zu den Verrückten zählt, muss man auch bereit sein, abseits der Trampelpfade die Nase bzw. das Ohr hinzuhalten. Dabei entdeckte ich so manche Perle, nur tut sich dieses Repertoire heute fast kein Theater mehr an. Zemlinsky, Schreker, da gäbe es viel neu zu entdecken, auch die Italiener aus der zweiten Reihe. Ich verurteile jedoch keinen Operndirektor deswegen, ein volles Haus halte ich für wichtig, und wenn man Interesse an Raritäten hat, so findet man sie ja heute viel leichter als früher und kann sie fußfrei zu Hause genießen.
Ab 1971 begann ich dann systematisch das Feld zu beackern, und habe in so mancher dritten Logenreihe geflucht. Galerie Seite war zwar optisch auch nicht das Gelbe vom Ei, aber immerhin, und wenn man's einmal gesehen hatte, konnte man sich auf Musik und Gesang konzentrieren. Dazu kam der Umstand, dass man im ORF damals viel mehr übertrug. Irgendwo muss ich noch einen Karton mit Kassetten haben, es waren an die 450 Gesamtaufnahmen. Auch die Bücher- und Plattensammlung wuchs. Karl Löbl am Sonntag um 16h wurde ein Fixtermin, es gab den Opernführer, also Quellen mehr als genug, aus denen ich schöpfen konnte. Leider habe ich all meine Theaterabende nicht dokumentiert und bin heute angewiesen auf mein Gedächtnis, aber wundersamer Weise erinnere ich mich an sehr Vieles, während wirklich Wichtiges mir oft sehr schnell entfällt...
Etwa ab 1995 bescherte mir der Himmel einen Kontakt, durch den ich während der nächsten 15 Jahre in den Genuss von verbilligten Karten kam. Da gab es Karten für Kurzentschossene, für Arbeitslose etc., und auch Regiekarten. Wirklich sehr gefragte Sachen waren da natürlich nicht dabei, denn wenn es gut verkauft ist, haben die Arbeitslosen das Nachsehen. Dafür durfte ich das Theater aus den Perspektiven von Parkett, Logen 1. Reihe, etc. erleben. Höhepunkt war einmal Mittelloge, 1. Reihe, Mitte, und wenn der Direktor seine Loge frreigab, durfte ich da auch sein. Kaufkarten leistete ich mir natürlich auch, wenn mich etwas interessierte.
Leider ging sowohl mein Kontakt als auch ich dann irgendwann in Pension, und der Opernhimmel verdunkelte sich wieder. Als ich meinen Wohnort von Wien ins Umland verlegte, das Parken verunmöglicht wurde, und ich nachts auch nicht mehr so gerne fuhr, beschränkte sich mein Theaterbesuch auf ein VOP- Abo. Die Erlebnisse dort sind zumindest durchwachsen, wenn auch nicht durchwegs enttäuschend. Operetten kommen oft etwas ranzig daher, Musicals sind nicht ganz das Meine, und Opern oft so inszeniert, dass man besser wegschaut. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das im nächsten Jahr fortsetze.
Mein Gott, jetzt habe ich aber viel geplaudert! Ich bitte um Nachsicht, aber wenn ich ins Reden komme.....

walter

26. Februar 2019
17:41
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UwePaul
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Forumsbeiträge: 591
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28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Lohengrin

fast so schlimm wie bei mir 1963 Theater am Goetheplatz Bremen, Siegfried..... und bin trotzdem Opernfan geworden

26. Februar 2019
17:38
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HESE
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16. Februar 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

"Wildschütz" am 15.4.1962

"Traviata" am 25.11.1962 (beide Wr. Staatsoper)

26. Februar 2019
16:11
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 350
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28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Rosenkavalier an der WSO, Stehplatz, vermutlich 16.1.1966 .....

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