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Verhunzung im Musik- wie Sprechtheater
7. Oktober 2021
14:12
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Chenier
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Forumsbeiträge: 346
Mitglied seit:
28. Februar 2021
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Vor allem die Spießerszene beim franz. Don Carlo vom Konwitschny, das ist wohl original Schiller, aber von Verdi/Mery/ du Locle verdreht - oder umgekehrt? Wink

Aus welcher Anstalt er das wohl inszeniert hat?

7. Oktober 2021
13:49
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Michael Tanzler
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Forumsbeiträge: 121
Mitglied seit:
1. Februar 2021
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Was da für Mumpitz verbreitet wird, spottet jeder Beschreibung... !  Aber die größte Chuzpe ist es wohl den Verdischen Don Carlo  etwa nach Schiller - "Vorlage"  mit den Regieexzessen und deren Urhebern von heute zu "vergleichen"......????   Also bei allem Respekt, da sind wohl einige Tassen aus dem Schrank gekollert...

7. Oktober 2021
12:30
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 638
Mitglied seit:
20. Januar 2021
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Wer spricht von Versetzung in ein anderes Jahhundert? Ich jedenfalls nicht!

Aber das machistische Gehabe des Grafen, seine permanente Jagd nach "Frischfleisch" ist doch alles andere als nett..... Die Alte will sich den Figaro schnappen nund unter den Jüngsten geht wohl auch "alles". Na das ist erstens nicht jufendfrei und zweitens durchaus in historischen Kostümen deutlich zeigbar (vergleiche "Gefährliche Liebschaften").

Dass in der Mitte und zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts all das unter den Zuckerguss-Teppich gekehrt wurde, ist eine grobe Veränderung des ursprünglichen Stückes. Beaumarchais, da Ponte und Mozart WOLLTEN auf die Pauke hauen!

Ich habe schon mehrfach auf den Andrea Chenier in München higewiesen: historisch akriebisch genau auf die Bühne gebracht und daher umso packender, weil der Klassen-Gegensatz und der Furor der Revolution spürbar wurden (im Gegensatz zu Wien und London/Barcelona).

7. Oktober 2021
12:07
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Chenier
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Forumsbeiträge: 346
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28. Februar 2021
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Lohengrin2, eine Handlung wird völlig unverständlich und gibt sich der Lächerlichkeit preis, wenn sie um Jahrhunderte in ein völlig anderes Umfeld transferiert wird, weil vieles nur aus der Zeit heraus verständlich ist. 

7. Oktober 2021
11:53
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 638
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20. Januar 2021
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Die Regie hat das umzusetzen, was das Libretto vorgibt

Das ist ja der Knackpunkt!

Beispiel: Figaros Hochzeit
Was da in der Story/ im Libretto abgeht, war zu Mozerts Zeiten eine so heftige Gesellschaftskritik, wie heute vielleicht die Stücke von Peter Turrini oder die Meldungen zu #metoo.
Die Inszenierungen in meiner (weit zurück liegenden) Jugendzeit haben ein harmloses Schäferspiel daraus gemacht. Nun greifen Regisseure auf den unerhörten Kern der Geschichte zurück und machen ihn ungeschminkt sichtbar. Da braucht gar nichts verändert zu werden, um wieder der Aufreger von vor mehr als 200 Jahren zu sein, nur der optische Zuckerguss bleibt weg.
Unverhandelbar ist Mozarts Musik.

Derlei Beispiele ließen sich viele finden..........

7. Oktober 2021
10:04
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Christine
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Forumsbeiträge: 294
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22. Januar 2021
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Dalmont, Sie schreiben: "Die Diskussion, die sich aus meinem bescheidenen Kommentar zu der Eloge des Universitätsprofessors entsponnen hat, dreht sich doch wieder nur um das, was fast das einzige Thema im Forum ist: Die fundamentale Ablehnung all dessen, was modernes (Musik)Theater anbietet".

Ich habe vor allem die Anmerkung dazu von Walter so verstanden, dass es - zumindest auch - darum geht, ob die Arbeit eines Regisseurs, wenn er das Werk neu deutet, mit der künstlerischen Arbeit eines Komponisten oder Schriftstellers gleichzusetzen ist, ob sie die gleiche Wertigkeit hat. Das muss nichts darüber aussagen, ob diese Arbeit als gut oder schlecht empfunden wird. Wenn Sie meinen, dass Tschaikowsky die Puschkin Novelle und Verdi das Shakespeare Stück Othello entstellt haben, ist das als Ihre Meinung zu akzeptieren. Für mich haben Tschaikowsky und Verdi die Musik zu Werken geschrieben und wurden dabei von "Textvorlagen" inspiriert. Die Komponisten müssen mit den Schreibern der Libretti einverstanden gewesen sein und der Meinung gewesen sein, dass eine Vertonung des Textes des Theaterstücks im Fall der Verdi Opern nicht möglich war. Auch Tschaikowsky muss mit der Adaptierung der Novelle zufrieden gewesen sein.

Meine ersten beiden Nestroy Aufführungen im Burgtheater, beide mit dem unvergesslichen Josef Meinrad, waren durchaus mit dem Original, das ich im Reclam Heft nachgelesen habe, kompatibel. Es wurden nur in den Couplets aktuelle Texte eingebaut. Meine ersten Operetten Aufführungen in der Wiener Volksoper sind ebenfalls vom Original nicht weit abgewichen, sieht man vielleicht vom Bettelstudent ab, wo einiges verändert wurde, das aber zur Operette gepasst hat.

Früher wurden "die Autoren in den Inszenierungen nicht abgeschafft". Heute sehen sich Regisseure oft als die "besseren Autoren". Kann bzw. soll der Regisseur den Autor ersetzen? Wenn das gewollt ist, sollte das aber so angekündigt werden. Otello, interpretiert von (Name des Regisseurs) nach eine Idee von Arrigo Boito, Musik von G. Verdi. In der Oper bleibt, zumindest vorläufig, immer noch die Musik. Beim Sprechstück wird es noch schwieriger.

7. Oktober 2021
9:59
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Chenier
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Forumsbeiträge: 346
Mitglied seit:
28. Februar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Nein, Dalmont, da irren Sie sich. Die Regie hat das umzusetzen, was das Libretto vorgibt und da existiert nicht allzu viel Spielraum für eigendynamische Exzesse, auch wenn man sich noch so wichtig machen will mit Neudeutungen. Und wenn dann in den musikalischen Ablauf eingegriffen wird, was kommt als nächstes? Die Fünfte n a c h Beethoven mit Dauerkadenzen des Dirigenten? 

7. Oktober 2021
1:59
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Dalmont
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22. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

ad 4)

Christine, natürlich gelten die Pamphlet-Kriterien für alle, die Pamphlete schreiben.

Ein Schriftsteller, der ein durchaus diskutierenswertes Thema seiner Zunft aufgreift (es ist nicht das Flagellantenmotto) und ernst genommen werden will, sollte keine Pamphlete schreiben, sondern die Gegenwart analysieren und dann differenziert argumentieren. Von der IG-Autoren über PEN und GAV über alles zu matschgern, was heute passiert, ist Mumpitz. Von Autoren erwarte ich mir mehr, als Tiraden zu formulieren, die dem österreichischen Boulevard entstammen könnten.

Intentionen von Autoren wurden immer umgedeutet, literarische Werke immer bearbeitet (auch von Spielleitern: Wie wurde beispielsweise Shakespeare im 19. Jhdt. auf dem Theater entstellt!)

Von Nestroy gibt es kein Stück, das nicht eine Umdeutung und Bearbeitung wäre (dankenswerter Weise hat die neue Gesamtausgabe auch bei vielen Stücken das Original beigefügt), kaum eine der klassischen Wiener Operetten geht auf eine Originalidee zurück, alles ist geklaut und bearbeitet. Der „Zigeunerbaron“ hat eine ungarische Novelle k.u.k.-mäßig zurecht gerichtet, bei der „Fledermaus“ weiß eh jeder, woher sie stammt. Wie hat Tschaikowsky Puschkins Novelle „Pique Dame“ entstellt! Lisa geht in die Newa, Hermann setzt seinem Leben ein Ende. Nix davon bei Puschkin. Wie kommt Offenbach dazu, etliche Texte von E.T.A. Hoffmann zu einer Oper zu verwurschten? Verdis "Otello" ist Shakespeare, entstellt, vom Komponisten jedoch durch seine pessimistische Menschensicht grandios neu gedeutet (Verdi nannte den Engländer seinen Papà).

In der Volksoper sind nicht nur die „Regimentstochter“ sondern auch viele anderen Werke (die meisten klassischen Operetten) - tantiemenpflichtig- bearbeitet und fürs Publikum zurecht gerichtet worden (nicht von Regisseuren).

Wie hat Richard Strauss Mozarts „Idomeneo“ bearbeitet und entstellt (und sicher dafür kassiert).

Was hat Visconti aus dem „Tod in Venedig“ gemacht? Einen grandiosen Film „nach Thomas Mann“. Oder eine Verfälschung. Was Fellini aus Petronius‘ „Satyricon“? Ist Stölzls Film „Schachnovelle“ ein Film „nach Stefan Zweig“?

Die Diskussion, die sich aus meinem bescheidenen Kommentar zu der Eloge des Universitätsprofessors entsponnen hat, dreht sich doch wieder nur um das, was fast das einzige Thema im Forum ist: Die fundamentale Ablehnung all dessen, was modernes (Musik)Theater anbietet. Vor allem in inszenatorischer Hinsicht. Es geht nicht um die Frage, welche Freiheiten bei der Umsetzung von einem künstlerischen Medium in ein anderes existieren. Nein, es wird versucht, Dogmen zu formulieren, mit zum Teil absurden Argumenten aus vergangenen Jahrhunderten. 

 

ad 3) Herrn Tanzler ins Stammbuch geschrieben: Im Vergleich mit Ihnen weiß ich es tatsächlich besser. Von Ihnen kenne ich nichts außer ideologische Stehsätze. Haben Sie wirklich nicht mehr zu bieten? Ich fürchte, nein.

Und bittascheen: Sior Dalmont, nix Monsieur, unsereins stammt aus dem veneto-ladin-daitschen Grenzgebiet.

7. Oktober 2021
0:45
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schusterklareh
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3. August 2021
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Das tun sie auch - leider jedoch viel zu selten.

Beispiel Mortier ( schmerzlich vermisst )

Brokeback/ Proulx/ Ang Lee/ Wuorinen

Oper kann sehr viel Vitalkraft entwickeln, wenn sie weder Trivialität fürchten-

noch den Ewigkeitstest schon VOR der Uraufführung bestehen muss.

6. Oktober 2021
22:41
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Christine
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22. Januar 2021
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Walter schreibt: Eigentlich ein überlegenswerter Denkansatz: Sind die Bearbeitungen literarischer Werke durch Kompositions- Heroen wie Verdi, Puccini, oder Massenet gleichzusetzen mit den Um- und Neudeutungen, die heute an ihren Werken durch die Regisseure vorgenommen werden?

Meiner Meinung nach kann man die Arbeit eines Dichters, Schriftstellers oder Komponisten auf keinen Fall mit der Arbeit eines Regisseurs gleichsetzen. Heute kommt es oft vor "Romane umzuschreiben" und als Theaterstück auf die Bühne zu bringen. Das wird auch heute anders beurteilt als das was ein Regisseur aus Werken macht.

Wenn ich ins Burgtheater gehe, steht auf dem Programmzettel "Othello von William Shakespeare". Gehe ich in die Staatsoper steht auf dem Programmzettel "Otello von Giuseppe Verdi". Es ist nicht der Othello von Shakespeare, den ich in der Staatsoper sehe und den erwarte ich dort auch nicht. Ein Regisseur hat nicht ein neues Stück aus dem Ot(h)ello zu machen, sonst müsste er als Autor genannt werden. Wenn den Regisseuren die Stücke der Vergangenheit nicht (mehr) gefallen, sollten sie diese nicht inszenieren sondern sich mit modernen Opern oder Sprechstücken befassen. Warum geben die Direktoren diese nicht in Auftrag?

6. Oktober 2021
20:26
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walter
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8. März 2021
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Eigentlich ein überlegenswerter Denkansatz: Sind die Bearbeitungen literarischer Werke durch Kompositions- Heroen wie Verdi, Puccini, oder Massenet gleichzusetzen mit  den Um- und Neudeutungen, die heute an ihren Werken durch die Regisseure vorgenommen werden? Könnten sie also gar nicht dagegen vorgehen, weil es doch ihr eigenes Geschäftsmodell war?

Ein heikles Minenfeld, wo man leicht ausrutschen könnte.......

Eine Pauschalantwort wird es kaum geben können, aber vielleicht einen Blick auf's Detail?

Victor Hugo soll sich lange gewehrt haben dagegen, seinen "Le Roi s' amuse" aus der Hand zu geben, und hat sicher dafür auch kassiert. Mme. Butterfly und die Fanciulla hat Puccini wohl auch dem Autor abkaufen müssen, und Sardou hat für die Tosca ordentlich abgecasht....

Müssen die Regieberserkerinnen und Berserker von heute auch etwas bezahlen? Nein, die dürfen kassieren.

Ich muss weiter darüber nachdenken....

walter

6. Oktober 2021
19:00
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Lohengrin2
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Oh doch! Er hat Wetliteratur für seine Zwecke und zu seinem wirtschaftlichen Vorteil umgemodelt! Der Respekt vor den Dichtern hätte das nach Meinung einiger Foristen nicht erlaubt! Doch vor 1900 durfte man, nach 2000 darf man nicht; so ist die engstirnige Meinung!

Puccini hat mt der Vorlage von Manon Lescaut auch Salti gemacht; trotzdem ist die Oper grandios. Bei Andrea Chenier gab es keine Maddalena, doch erst die Lovestory, vom Librettisten dazugedichtet, macht die Oper "griffig"!. Warum sollte das späteren Gestaltern nicht erlaubt sein?

6. Oktober 2021
17:28
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Christine
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22. Januar 2021
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Lohengrin, Verdi Theaterstücke von Schiller oder Shakespeare als Ausgangspunkt für ein eigenes Werk genommen und jemand gefunden, der ihm das Libretto schreibt. Verdi hat nicht den Don Carlos von Schiller oder den Othello von Shakespeare vertont sondern ein vollkommen eigenständiges Werk geschaffen. Das ist doch nicht mit der Umdeutung eines Werkes durch einen Regisseur zu vergleichen!

6. Oktober 2021
17:07
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Lohengrin2
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Nix da, um Teil werden sogar Figuren dazu erfunden, andere weggelassen.......

Luisa Miller oder Die Räuber sind nicht wieder zu erkennen! Bei Werther ist fast alles zurechtgebogen (allerdings sehr gekonnt!)

Otello fehl der ganze wichtige erste Teil!

und so geht es weiter........

Das sind natürlich bittere Wahrheiten, die der geneigte Vergangenheitsanbeter nicht wahrhaben will und kann.

6. Oktober 2021
15:51
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Michael Tanzler
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Ach Chenier, lassen Sie doch,  das ist ja völlig vorbei am Thema von Madame von der Gralsburg!    Das sind doch keine "Umdeutungen" , die haben alle musikalische Werke geschaffen    n a c h   einer Textvorlage.         Die "Umdeuter" schaffen doch selber gar nix Neues,  die drehen nur für den Augenblick die Dinge um und verhunzen sie...  jedes weitere Wort überflüssig...

6. Oktober 2021
15:10
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Chenier
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Lohengrin2 sagt
dass "die Intentionen der Autoren "umgedeutet" oder "bearbeitet" werden oder Stücke "nach XY" erfunden werden", stimmt (leider). Es gibt Menschen, die das gut finden und andere, die das Original der Bearbeitung oder Umdeutung vorziehen.

Ja, leider hat Verdi von Schiller Kabale und Liebe und Doncarlo, von Shakespeare Othello für seine Zwecke umgedeutet und verkürzt, ebenso wie Gounod den Faust und Massenet der Werther von Goethe. .............

  

Die Bearbeitung eines Theaterstücks als Grundlage der Vertonung als Umdeutung zu interpretieren, ist Lichtjahre von der Realität entfernt, solange in der Oper nicht elementar in Inhalte oder Psychogramme eingegriffen wird. Macbeth bleibt Macbeth, Faust Faust und W. Tell W. Tell, oder meinen Sie Othello, der zu Otello wird?

6. Oktober 2021
15:05
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Chenier
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28. Februar 2021
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Michael Tanzler sagt
Monsieur dalmont weiß es wieder besser... auch nix Neues.  Vielleicht hat er ja Chancen, in der neuen stalinistischen Hauptstadt an der Mur Kulturbeauftragter zu werden???

  

Und die Qualität geht in der Quantität unter. Weniger ist oft wirklich mehr, ein Stehsatz, der hier absolute Gültigkeit hat.

6. Oktober 2021
14:35
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Lohengrin2
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20. Januar 2021
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dass "die Intentionen der Autoren "umgedeutet" oder "bearbeitet" werden oder Stücke "nach XY" erfunden werden", stimmt (leider). Es gibt Menschen, die das gut finden und andere, die das Original der Bearbeitung oder Umdeutung vorziehen.

Ja, leider hat Verdi von Schiller Kabale und Liebe und Doncarlo, von Shakespeare Othello für seine Zwecke umgedeutet und verkürzt, ebenso wie Gounod den Faust und Massenet der Werther von Goethe. .............

6. Oktober 2021
13:58
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Christine
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22. Januar 2021
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Die Aussage "Ein Pamphlet bleibt ein Pamphlet, auch wenn es von einem literarisch Tätigen stammt. Es muss ja weder sachlich sein, noch inhaltlich stimmen" gilt für alle, die ein solches verfassen. Dass "die Intentionen der Autoren "umgedeutet" oder "bearbeitet" werden oder Stücke "nach XY" erfunden werden",  stimmt (leider). Es gibt Menschen, die das gut finden und andere, die das Original der Bearbeitung oder Umdeutung vorziehen. Ich zähle mich zur zweiten Kategorie.  Eine gute Oper, ein gutes Theaterstück muss meiner Meinung nach nicht umgedeutet und die Handlung auch keinesfalls in die Gegenwart versetzt werden. Wer sich mit der Gegenwart auseinandersetzen will, möge ein Werk dazu verfassen.

6. Oktober 2021
12:33
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Michael Tanzler
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1. Februar 2021
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Monsieur dalmont weiß es wieder besser... auch nix Neues.  Vielleicht hat er ja Chancen, in der neuen stalinistischen Hauptstadt an der Mur Kulturbeauftragter zu werden???

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