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Verhunzung im Musik- wie Sprechtheater
11. Oktober 2021
21:58
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Dalmont
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Forumsbeiträge: 162
Mitglied seit:
22. Januar 2021
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Tanzler zu ‚Nabucco‘:

(….‚) ‘Kampfoper‘ (….) das war nicht das wichtigste Ziel für Verdi:  er hatte nichts zu tun und die Strepponi hat sich für ihn eingesetzt und ihm diese Uraufführung ermöglicht. Dass es dann so gut zu seiner "Linie" gepasst hat, war eine glückliche Fügung!

 

War’s nicht doch anders?

Der „Oberto“ war 1839 an der Scala so erfolgreich gewesen, dass der Scala-Direktor Verdi gleich für drei weitere Opern unter Vertrag nahm, die er in den nächsten zwei Jahren schreiben sollte. Die Serie begann mit „Il finto Stanislao“, und dieses melodramma giocoso war bei der Uraufführung das allseits bekannte Verdi entmutigende Fiasko. Bartolomeo Merelli, der Impresario der Scala, brauchte sehr viele Novitäten, wollte zudem das Libretto „Nabucodonosor“, das ihm Otto Nicolai – heute tät‘ man sagen – „zurückgeschmissen“ hat, verwerten und ließ Verdi nicht aus dem Vertrag.

Verdi hatte eine Schaffenskrise. Welche Bedeutung hat seine persönliche Tragödie (1838, 1839 starben die beiden Kinder, 1840 seine Frau) dabei?

Verdi fing schließlich Feuer für „Nabucodonosor“, weil er in den Versen zu dieser Leidensgeschichte der Hebräer „gleichsam eine Paraphrase der Bibel“ sah.

Daherzuflapsen, „er hatte nix zu tun“, scheint mir doch Verdi nicht gerecht zu werden.

Nachdem die Oper fertig komponiert war, hat sich die Strepponi gemeinsam mit dem ersten Nabucco Giorgio Ronconi bei Merelli dafür eingesetzt, sie bereits in die „Spielzeit“ 1841/42 aufzunehmen, mit ihr selbst als Abigaille.

11. Oktober 2021
16:21
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Chenier
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Forumsbeiträge: 346
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28. Februar 2021
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Habe ich nicht behauptet.

Meine Benchmarks sind nicht nur die WSO, sondern auch Scala, Met, Bastille, ROH, BSO, DOB, aber bei aller Wertschätzung nicht unbedingt Essen als Maß aller Dinge. Dann schon eher Parma, Lyon oder Frankfurt.

11. Oktober 2021
16:13
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MRadema796
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Forumsbeiträge: 192
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20. Januar 2021
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Chenier sagt
Eine Mozart-Oper in Essen steht ja nicht unbedingt pars pro toto und lässt Rückschlüsse auf das allgemeine Besucherverhalten zu.

 

 

Das war ein Beispiel aus einem der wichtigsten Häuser hier in der Region NRW. Vielleicht sollten Sie einfach mal reinschauen, statt alles andere als die Wiener Staatsoper als provinziell zu bezeichnen. In NRW gibt es keine Staatsoper(n), daher nehmen die großen Stadttheater in NRW die Rolle der Staatsopern ein. Wenn ich große Oper in der Nähe sehen möchte, fahre ich nach Köln, Düsseldorf oder Essen.

Wenn Sie meine Beobachtung widerlegen möchten, können Sie gerne andere Beispiele bringen. Ich kann nur mit den Aufführungen als Beispiel dienen, die ich gesehen habe. Ich kann auch andere Beispiele nennen, das ändert aber nichts am Ergebnis.

11. Oktober 2021
13:13
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Michael Tanzler
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1. Februar 2021
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Merci Chenier,  genauso ist es.    Und was sich der arme Wolferl alles gedacht haben soll, arm direkt.  Ja, arm war e eh, hat wie die Meisten seiner Kollegen hart hackeln müssen für sein Brot und Einkommen  - nicht wie der da glückliche Gioacchino...   drum habens gschrieben!  

10. Oktober 2021
12:11
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Chenier
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Forumsbeiträge: 346
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28. Februar 2021
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MRadema796 sagt

Chenier sagt

Und was wünschen Sie sich? Eine Flüchtlings-, Pandemie- oder Klimaoper im Zwölftonmodus, Libretto Turrini, Regie Castorf? Da dürfte sich das Interesse in engen Grenzen halten.

Sie tun ja gerade so, als würde ein Mozart mit schönen Bühnenbildern für volle Häuser sorgen. Das Gegenteil ist der Fall. Wenn Sie es nicht glauben, fahren Sie nach Essen zur Finta Giardiniera und tun etwas dagegen. Dort dürften wohl kaum mehr als 200 Besucher gewesen sein. In Köln bei Schnittstellen [II] bei u.a. zwei Klimaopern waren es vielleicht ein paar weniger Besucher, aber es gab auch nicht so viele Sitzplätze. Dafür überwiegend junge Leute.

  

Eine Mozart-Oper in Essen steht ja nicht unbedingt pars pro toto und lässt Rückschlüsse auf das allgemeine Besucherverhalten zu.

9. Oktober 2021
9:14
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MRadema796
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20. Januar 2021
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Michael Tanzler sagt
Verdi hat die Oper"Nabucco" keineswegs primär als "Kampfoper für die Einigung Italiens" komponiert!  Natürlich war er ein politischer Mensch - absolut kein parteipolitischer! - für eine Periode hat er sich zum Abgeordneten überreden lassen , war aber nicht sonderlich an den SCharmützeln interessiert...und klar für die Einigung Italiens , das stimmt.    Aber  das war nicht das wichtigste Ziel für Verdi:  er hatte nichts zu tun und die Strepponi hat sich für ihn eingesetzt und ihm diese Uraufführung ermöglicht. Dass es dann so gut zu seiner "Linie" gepasst hat, war eine glückliche Fügung!

Der riesige Erfolg des Nabucco ergibt sich m. E. *ausschließlich* aus dem Kampfoperncharakter. Er hat etwas gemacht, das die Leute aktuell brennend interessiert hat. Das dürfte bei den meisten Opern so sein, nur dass das für uns oft nicht mehr nachvollziehbar ist.

So hat Mozart sich bestimmt nicht für den Figaro interessiert, weil er dort schöne Arien komponieren konnte, sondern da es um die französische Revolution geht.

9. Oktober 2021
9:03
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MRadema796
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20. Januar 2021
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Chenier sagt
Und was wünschen Sie sich? Eine Flüchtlings-, Pandemie- oder Klimaoper im Zwölftonmodus, Libretto Turrini, Regie Castorf? Da dürfte sich das Interesse in engen Grenzen halten.

Sie tun ja gerade so, als würde ein Mozart mit schönen Bühnenbildern für volle Häuser sorgen. Das Gegenteil ist der Fall. Wenn Sie es nicht glauben, fahren Sie nach Essen zur Finta Giardiniera und tun etwas dagegen. Dort dürften wohl kaum mehr als 200 Besucher gewesen sein. In Köln bei Schnittstellen [II] bei u.a. zwei Klimaopern waren es vielleicht ein paar weniger Besucher, aber es gab auch nicht so viele Sitzplätze. Dafür überwiegend junge Leute.

8. Oktober 2021
16:18
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Lohengrin2
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20. Januar 2021
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Und was wünschen Sie sich?

Dass die ewig Gestrigen und die Beschöniger endlich anerkennen (können), dass Oper kein von der Welt und dem Zeitgeschehen abgekoppelter Orbit ist. Dass schwere Schicksale vorgestellt werden, dass soziale Missstände aufgezeigt werden usw. Natürlich gibt es die Bloßstellung von Angebern wie im Liebestrank und über das lächerlich-machen darf schenkelklopfend gelacht werden. Die teuflische Verführung zum Gelingen des Probeschusses ersetzt den Tatort - falls man nicht merkt, dass auch da eine menschenverachtende Tradition auf der Anklagebank sitzt.

Mord, Betrug, Vergewaltigung, Verrat etc. in allen Libretti und manche tun so, als würde ständig jubiliert..... "La vita inferno all'infelice" zum Beispiel ist ja auch ein allzu lustiges Gstanzl........ Da trinkt man in der Pause gern ein Gläschen Sekt drauf und zieht den Lippenstift nach.

Manche kapieren es halt nicht oder üben sich - wie leider wohl auch im Alltag - im Wegschauen......

8. Oktober 2021
15:14
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Michael Tanzler
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1. Februar 2021
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Madame, dalmont und ihre 1001 Geistesgenossen würden solche Traumwerke wohl stürmen...LaughLaughLaugh

8. Oktober 2021
15:13
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Michael Tanzler
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1. Februar 2021
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Sie irren wieder Madame... Verdi hat die Oper"Nabucco" keineswegs primär als "Kampfoper für die Einigung Italiens" komponiert!  Natürlich war er ein politischer Mensch - absolut kein parteipolitischer! - für eine Periode hat er sich zum Abgeordneten überreden lassen , war aber nicht sonderlich an den SCharmützeln interessiert...und klar für die Einigung Italiens , das stimmt.    Aber  das war nicht das wichtigste Ziel für Verdi:  er hatte nichts zu tun und die Strepponi hat sich für ihn eingesetzt und ihm diese Uraufführung ermöglicht. Dass es dann so gut zu seiner "Linie" gepasst hat, war eine glückliche Fügung!

8. Oktober 2021
15:06
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Chenier
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Forumsbeiträge: 346
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28. Februar 2021
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Und was wünschen Sie sich? Eine Flüchtlings-, Pandemie- oder Klimaoper im Zwölftonmodus, Libretto Turrini, Regie Castorf? Da dürfte sich das Interesse in engen Grenzen halten.

8. Oktober 2021
14:43
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Lohengrin2
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20. Januar 2021
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Haben Sie mal "Annie Nicole" gesehen? Es gab in den letzten Jahren auch andere (recht erfolgreiche) aktuelle Opern, nur halt nicht in der Meyer-WSO.....

Über das hinwegzusehen was in den diveren Opern Sache ist, wirft ein bezeichnendes Bild auf die entsprechenden Zuschauer; übrigens ganz gegen die Intention von z.B. Verdi, der -wie jeder wissen sollte- ein hochpolitischer Mensch war und Aktivist und Fnanzier der italienischen Einigungsbewegung.

Beethoven hat den Fidelio keieswegs zur Unterhaltung der Zuschauer geschrieben, sondern als politisches Manifest!

8. Oktober 2021
12:32
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Christine
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22. Januar 2021
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Ich ging niemals in Macbeth oder Nabucco um Horror und Blut zu sehen sondern um Verdis Musik zu hören und - in den meisten Fällen -  großartige Darsteller auf der Bühne zu erleben, die hoffentlich nicht durch eine Inszenierung behindert zu werden. Es tut mir leid, auch bei André Cheneier steht die Französische Revolution nicht im Vordergrund und ich muss sie nicht durch ein Bühnenbild, Kostüme oder eine Regie besonders deutlich dargestellt bekommen. Ich weiß auch so, dass diese Zeit furchtbar war, aber Oper ist für mich etwas anderes und ich gehe in jede Operaufführung um das zu erleben, was ich oben beschrieben habe.

Interessant wäre es auch für mich wenn sich heutige Autoren oder Komponisten mit Problemen der Gegenwart befassen würden. Musikalisch beeindruckt mich da allerdings nicht viel.

8. Oktober 2021
10:51
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Lohengrin2
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20. Januar 2021
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Christine: wollen oder können Sie komplexe Sachverhalte nicht verstehen?

Niemand geht in die Oper, UM Gräuel zu sehen (ausser zu Wozzeck, Nabucco, Lady Macbeth von Mzenzk, Macbeth etc; denn dort ist nur Horror und Blut!), sondern um ein interessantes Stück mit musikalischer Unterstreichung zu erleben, denn nichts anderes ist OPER! Die Geschehnisse, oft auch verklausuliert, zu ignorieren ist naiv und entspricht keineswegs den Absichten der Autoren. Verdi hat Nabucco als Kampfoper für die Einigung Italiens geschrieben; Schiller die Räuber als Anklage gegen seinenn Landesherrn, ebenso Kabale und Liebe; beides von Verdi als Oper adaptiert.

Ungeachtet dessen soll sich das Publikum an der Aufführung erfreuen!

8. Oktober 2021
10:43
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Michael Tanzler
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1. Februar 2021
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Liebe Christine: 100% NICHT!    Ich habe im breiten Bekanntenkreis alle "Richtungen" drin: vom Fan, über "Unterhalten werden wollende", "musikfreunde", "Theaterfreunde", .. bis zu "Regieliebhaber, die intellektuell und interpretatorisch gefordert werden wollen" ( um es höflich auszudrücken...) -   die Prozentzaal derselbigen erreicht nicht mal 1 volles Prozent!     So schauts aus!!!!

  ( Und das Spektrum geht von 12 jährigen bis 90 jährigen Besuchern!! Buntest durch alle Schichten durchgemischt! )

8. Oktober 2021
9:17
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Christine
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Lohengrin, ganz im Ernst: Wie viel Prozent der Opernbesucher gehen in eine Aufführung von Mozarts Figaro um sich gedanklich mit sozialkritischen Spannungen der damaligen Zeit auseinander zu setzen? Das trifft auch auf den von Ihnen immer wieder angesprochenen André Chenier zu. Wer besucht eine Aufführung der Oper um die Gräuel der Französischen Revolution vorgesetzt zu bekommen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen? Ich persönlich kenne niemand, aber vielleicht gibt es diese Menschen. Ob ihre Zahl so groß ist, dass mit ihr die Vorstellungen ausverkauft wären?

7. Oktober 2021
22:21
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Lohengrin2
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20. Januar 2021
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Da schätzen Sie den guten WAM aber sehr naiv ein....

Empfehl, mal eine gut recherchierte Biografie zu lesen; diese hier ist eine der besten:

7. Oktober 2021
22:12
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Christine
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22. Januar 2021
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Leider konnte ich nicht befragen. Aber vielleicht wollte er einfach Menschen mit seiner Musik erfreuen.

7. Oktober 2021
21:54
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Lohengrin2
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20. Januar 2021
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Was wollte Mozart denn?

7. Oktober 2021
19:46
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Christine
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22. Januar 2021
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Lohengrin, die Ponelle Inszenierung von der Hochzeit des Figaro, die der neue Staatsoperndirektor wieder aus der Versenkung geholt hat und die von den beiden Merker Kritikern Walter Nowotny und Dominik Troger sehr positiv beurteilt wurde (bei Thomas Prochazka kennen wir ja seine extrem kritische Einstellung), entspricht aber gar nicht dem, wie Sie glauben, dass Mozart sein Werk szenisch interpretiert haben wollte. Ich glaube, sie hat aber auch dem heutigen Publikum gefallen.

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