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Tristan und Isolde WSO | Seite 4 | OnlineMerker | Forum

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Tristan und Isolde WSO
25. April 2022
17:51
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MRadema796
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20. Januar 2021
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Ja, unbdingt zu empfehlen: Urlaub nehmen, Opernglas (die Zeitschrift) kaufen, Terminkalender nach Datum umsortieren, losfahren.

24. April 2022
22:16
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25. Januar 2021
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Das Buch war der Auslöser von vielen Reisen in die "deutsche Provinz", die ich nicht nur in kultureller Hinsicht stets als sehr bereichernd empfand.

24. April 2022
15:05
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Lohengrin2
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20. Januar 2021
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Das Buch habe ich tatsächlich schon mal erwähnt, weil ich es in vieler Hinsicht erhellend und auch amüsant fand. Die riesengroße Opernlandschaft in Deutschland, geschuldet der ehemaligen Kleinstaaterei, wird viel zu wenig gewürdigt. Dort wird ein breites Publikum mit Opernproduktionen bedient, viele SängerInnen können ihre Karriere von dort aus aufbauen (Garanca/Meiningen; Kaufmann /Saarbrücken, um zwei prominente Beispiele zu nennen), viele MusikerInnen finden Arbeit.

Man muss weder dien Intention, noch den Ton des Buchen goutieren, doch allein der Informationsgehalt trägt zum Überblick bei. Es gibt neben der BSO, der Staatsoper unter den Linden und der Semperoper eben noch ein paar mehr Opernhäusr mit immer wieder interesanten Produktionen und Protagonisten.

24. April 2022
14:35
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HansLick2
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25. Januar 2021
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ich hörte schager eigentlich nur einmal wirklich gut singend/phrasierend und das war ein GöDä siegfried in dresden. 3,4 jahre her? thielemann muss mit ihm damals intensiv gearbeitet haben.

den wiener tristan fand ich jetzt, 2x, nur laut und gefühllos, in der premiere 3. akt nur mehr markierend.

das stadt/staatstheater buch " für stefan" gewidmet, wurde hier schon einmal von der posterin angeboten, habs prompt gekauft, gelesen und fand es mühsam, uninteressant. mag eventuell für stadt/staatstheater "pendler" interessant sein?

24. April 2022
7:43
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Lohengrin2
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20. Januar 2021
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Es gibt ein sehr lesenswertes Buch über die "Stadttheater" in der BRD: "Walküre in Detmold", humorvoll und wertschätzend. https://www.google.de/search?q.....nt=gws-wiz

24. April 2022
7:33
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MRadema796
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20. Januar 2021
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RagnarDanneskjoeld sagt

MRadema796 sagt
Von Parsifal in Koblenz vorigen Samstag war ich z. B. sehr begeistert, auch wenn wohl kaum mehr als 100 Zuschauer dort waren. Mir schienen alle Rollen mindestens gut besetzt. Gebrüllt werden musste nicht, da das sehr große Orchester hinten auf der Bühne saß.

Man muss in Koblenz deshalb nicht brüllen weil es Suppenschüsseln gibt, die mehr Raumfülle besitzen. Jedes Wiener Blumenmädchen könnte dort eine anständige Kundry hinlegen - jedenfalls was Lautstärke betrifft.

Genau das ist ein Vorteil für die "Stadttheater einer unbedeutenden Kleinstadt". Es gibt keinen Grund, "Stadttheater einer unbedeutenden Kleinstadt" pauschal zu diskreditieren, wenn in der Wiener Staatsoper gebrüllt wird.

23. April 2022
14:36
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RagnarDanneskjoeld
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5. September 2021
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Schager kenne ich seit seinem Siegfried 2013. Da dachte ich mir - "Wow, jetzt noch Feinschliff, dann wird das ein Referenz-Tenor." 

Dann kam sein Durchbruch und er hatte kein Bedarf mehr zum Feintuning, er wurde ja eh engagiert. Und sicher, dieses enorm große und höhensichere Organ klingt beeindruckend, vor allem bei den so fiesen Strauss-Partien. Allerdings singt er mehr als er sollte, dementsprechend schlecht ist er vorbereitet. Letzten Dezember sang er in Wiesbaden Tristan und in Berlin Samson und Lohengrin. Auch aktuell springt er während des Wiener Tristans als Lohengrin in Berlin ein.

Und so häufen sich rhythmische und textliche Unsicherheiten. Besonders schlimm ist es, weil er sich dann aus reiner Unsicherheit mit einer ekelhaften Operettenattitüde an die Rampe wirft und einfach nur noch lauter als eh schon singt. Kollateralschäden sind dann u.a. die jugendliche Siegfried-Brünnhilde in Wiesbaden vor fünf (?) Jahren. Die konnte einem nur noch leid tun.

Schade, denn wenn er gut geprobt ist, kann er fantastisch sein, wie z.B. beim Parsifal in Berlin.   

23. April 2022
14:24
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Wolfram
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20. Mai 2021
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Der Tristan von Schager am 22. 4. war enorm. Er hat sich sogar gegenüber dem18.2. nochmals gesteigert.

Natürlich gibt es auch, das ist ja eigentlich ein Allgemeinplatz, andere, lyrischere etc. Tristaninterpretationen in der Operngeschichte, von denen wir sicher viele außerordentlich schätzen.

Schager gehört jetzt jedenfalls zu den großen Tristandarstellern, stimmlich enorm, gestern aber auch zunehmend differenziert. Das Timbre passt perfekt.

Und in Aussehen und Spiel überzeugt er auch.

 

Das Publikum tobte vor Begeisterung, und Schager gewinnt auch sehr junge Zuhörer, so wie ja einst auch Max Lorenz viele junge Anhänger hatte, sogar heute noch neue dazu gewinnt durch die histor. Documente.

23. April 2022
14:23
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RagnarDanneskjoeld
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5. September 2021
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MRadema796 sagt
Von Parsifal in Koblenz vorigen Samstag war ich z. B. sehr begeistert, auch wenn wohl kaum mehr als 100 Zuschauer dort waren. Mir schienen alle Rollen mindestens gut besetzt. Gebrüllt werden musste nicht, da das sehr große Orchester hinten auf der Bühne saß.

Man muss in Koblenz deshalb nicht brüllen weil es Suppenschüsseln gibt, die mehr Raumfülle besitzen. Jedes Wiener Blumenmädchen könnte dort eine anständige Kundry hinlegen - jedenfalls was Lautstärke betrifft. 

23. April 2022
13:22
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Tetrarch
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12. April 2022
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Dass es für jede Meinung Gegenmeinungen geben wird ist logisch. Dennoch muss ich nochmal festhalten, dass fast alles an diesem Tristan mir negative vibes gegeben hat.

23. April 2022
12:52
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copy
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25. Januar 2021
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@MRadema796: Unbestritten, jeder darf seine Meinung äußern, auch ich. Cool

@Gurnemanz: Den Ausdruck "vibes" verwendete ich im Jazz schon vor 50 Jahren, hat also wenig mit dem Alter zu tun. Cool

23. April 2022
12:06
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Gurnemanz
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31. Januar 2022
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MRadema796 sagt
Ich habe Andreas Schager im Sommer 2020 im Belvedere-Garten in Wien erlebt (Quasi-Ersatzkonzert für die ausgefallenen Bayreuther Festspiele) und in sehr guter Erinnerung, aber mir ist klar, dass ein verstärktes Konzert mit Klavier nicht gut mit einem großen Opernabend verglichen werden kann.
  

Als ich ihn erstmals gehört habe (2017: Apollo), war ich begeistert: Dann mit Max (2018), Lohengrin (2018) wurde es kontinuierlich schlechter, der Tamino (2019) war auch nicht wirklich was, seitdem weiche ich ihm eher aus.
Prachtvolles Stimmmaterial (Naturtenor mit Metall in der Stimme), aber auffallende Schlampigkeit, mangelhafte Technik, stilistisch sehr ausbaufähig.
Wie Hubschrauberfliegen im Wohnzimmer: kann man mögen, muss man nicht.

23. April 2022
11:48
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MRadema796
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20. Januar 2021
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Wenn Tetrarch etwas nicht gefallen hat, darf er das hier doch bitte auch äußern.

Ich habe Andreas Schager im Sommer 2020 im Belvedere-Garten in Wien erlebt (Quasi-Ersatzkonzert für die ausgefallenen Bayreuther Festspiele) und in sehr guter Erinnerung, aber mir ist klar, dass ein verstärktes Konzert mit Klavier nicht gut mit einem großen Opernabend verglichen werden kann.

23. April 2022
11:23
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 60
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31. Januar 2022
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copy sagt
Das Wortspiel mit "Tetrarch" erspare ich mir jetzt, aber so viel Aufmerksamkeit und Spannung im Publikum erlebt man in der Staatsoper nicht alle Tage. Ja und wenn ein Tetrarch gesprochen hat, dann haben 2.000 Besucher geirrt, die einen aufwühlenden Tristan über 10 Minuten bejubelten. Aber irgendwann bin ich es satt mich immer wieder mit nur negativen Vibes auseinanderzusetzen. Und ich will auch nicht wissen, ob ein kritiker wie TP ein Dirigat aus 1930 oder 1937 gehört hat. Für mich geschieht Kunst und Kultur immer im heute. Und wer über Schager nach seiner gestrigen Leistung nur von sich gibt, dass er nur laut aber nicht schön singt, der tut mir eigentlich leid. Aber bei diesem Sänger bin ich wahrscheinlich voreingenommen.

So ein Schmarrn. Ein Aufführungsbericht, der "negative Vibes" (was für ein absurdes Jugendwort, das aus dem Munde jemandes mit fortgeschrittenem Alter nur peinlich wirkt, aber bitte) grundsätzlich vermeiden will, ist uninteressant. Wenn Sie etwas nicht lesen wollen, dann lesen Sie es nicht -- und "nur laut, aber nicht schön" passt doch zu meinem bisherigen Eindruck von Schager.

Ich jedenfalls danke dem User Tetrarch für seine Meinung, sie bestätigt mich darin, wegen der Sängerbesetzung NICHT hinzugehen. Dass Sie untergriffig werden (Wortspiel mit Tetrach) zeigt nur Ihre argumentative Dünnhäutigkeit.

23. April 2022
10:58
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copy
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Forumsbeiträge: 152
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25. Januar 2021
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Das Wortspiel mit "Tetrarch" erspare ich mir jetzt, aber so viel Aufmerksamkeit und Spannung im Publikum erlebt man in der Staatsoper nicht alle Tage. Ja und wenn ein Tetrarch gesprochen hat, dann haben 2.000 Besucher geirrt, die einen aufwühlenden Tristan über 10 Minuten bejubelten. Aber irgendwann bin ich es satt mich immer wieder mit nur negativen Vibes auseinanderzusetzen. Und ich will auch nicht wissen, ob ein kritiker wie TP ein Dirigat aus 1930 oder 1937 gehört hat. Für mich geschieht Kunst und Kultur immer im heute. Und wer über Schager nach seiner gestrigen Leistung nur von sich gibt, dass er nur laut aber nicht schön singt, der tut mir eigentlich leid. Aber bei diesem Sänger bin ich wahrscheinlich voreingenommen.

23. April 2022
10:33
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MRadema796
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Forumsbeiträge: 406
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20. Januar 2021
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Könnte es sein, dass Sie die Leistungen der Stadttheater unterschätzen? Dort sind Produktionen solcher Mammutwerke das Ereignis des Jahres und werden mit Sorgfalt vorbereitet. Von Parsifal in Koblenz vorigen Samstag war ich z. B. sehr begeistert, auch wenn wohl kaum mehr als 100 Zuschauer dort waren. Mir schienen alle Rollen mindestens gut besetzt. Gebrüllt werden musste nicht, da das sehr große Orchester hinten auf der Bühne saß.

23. April 2022
0:44
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Tetrarch
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Forumsbeiträge: 9
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12. April 2022
sp_UserOfflineSmall Offline

Nachdem ich nun die Produktion live zu erleben das zweifelhafte Vergnügen hatte, hier noch meine Einschätzung des Abends.

Zunächst zur Inszenierung: Tristan singt „Das Licht! Das Licht!“ und knipst dabei eine Tischlampe an und aus. Damit sind Qualität und Intelligenz der Regie zur Genüge besprochen.

Ansonsten ist es eine erstaunliche Fähigkeit der Produktion, dem Publikum das Gefühl zu geben, es würde sich im Stadttheater einer unbedeutenden Kleinstadt befinden und nicht in der Staatsoper. Nie hätte ich gedacht, dass es unangenehm sein könnte, bei Isoldes Verklärung der Musik zuzuhören.

Mit Ausnahme von Melot und Marke sind alle Sänger fehlbesetzt und das gehörig; zudem schafft es Philippe Jordan, jede Stelle ihres emotionalen Eindrucksvermögens weitgehend zu berauben. Den Beginn des zweites Aktes habe ich zwar akustisch gehört aber eigentlich nicht wahrgenommen und damit es möglich ist, dass die Philharmoniker das Finale desselben Aktes spielen, ohne auch nur einen Funken mitreißend zu sein oder einen anderen Eindruck zu hinterlassen, benötigt es doch einiges an „Arbeit“ durch das Dirigat. Es ist ein Wunder, dass ein eigentlich neu einstudiertes Stück derart lasch und fad klingen kann, zumal es sich doch eigentlich ohnehin seit Menschengedenken um Repertoire handelt.

Schager ist laut aber singt nicht schön, Kurwenal und Brangäne singen aber man versteht sie nicht und bei der Serafin ist man überrascht, wenn man sie mal hört, hofft dann allerdings alsbald, es nicht mehr zu tun. Im Finale singt sie so schrill und voller Vibrato, dass man froh ist, wenn sie endlich aufhört. 

 

Immerhin eines an dem Abend bleibt - wie es bei einem unsterblichen Werk wie dem Tristan zu erwarten wäre - ganz im Sinne Wagners: man ist nach dem Verklingen des Schlussakkords in der Tat erfüllt von dem Gefühl der Erlösung.

20. April 2022
23:51
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Figaro1992
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Forumsbeiträge: 12
Mitglied seit:
20. Januar 2022
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flo sagt
 

Aber dafür viele Nackte - und in unterschiedlichsten Kombinationen aneinandergeklammert

  

vom Moderator gelöscht wegen folgender Forumsregel: 

Zudem wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass staatsfeindliche, gesetzeswidrige, rassistische, extremistische, frauenfeindliche und sexistische Äußerungen und solche über die sexuelle, religiöse und politische Orientierung von Mitarbeitern des Online-Merker, Forumsteilnehmern und/oder Dritten zu unterlassen sind und sofort gelöscht werden.

19. April 2022
20:05
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alcindo
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Forumsbeiträge: 804
Mitglied seit:
21. Januar 2021
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caro Dalmont, lassen Sie doch meine bemerkung auf 75 zu, im grunde weiss ich aus eigener erfahrung genau, wovon ich spreche...ich umschreibe es aber.....

und zu KVl, lasse Sie ihm seine kritiken  schreiben wie er glaubt....in seiner einleitung schreibt er einiges, mit dem ich nicht einverstanden bin, zb die Butterfly: Puccini wuerde einspruch erheben, da stimmt vieles nicht.....die grauenhafte Traviata mit dem kebabstandl hat er vergessen...die Carmen ist verludert, aus der musik nicht erklaerbar......telefonhuetteln und metrostationen haben das RT bereichert...

P S  uebrigens habe ich zu dieser produktion das urteil "OASCH" auch aus dem 1. und dem 23.bezirk vernommen, hat also nicht direkt mit Floridsdorf zu tun

19. April 2022
16:12
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Dalmont
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22. Januar 2021
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Ad 75)

Alcindo, warum soll ich mich über diese Frage freuen? „Wer braucht da eigentlich“-Fragen sind nicht zu beantworten. Wer braucht da eigentlich „Tristan und Isolde“? Wer braucht da eigentlich die Staatsoper?

Diese Fragen stellen sich mir nicht, auch nicht was die erotischen Intentionen der Dramatik personae anlangt, die sind höchstwahrscheinlich vielfältiger, als es sich der Opernabonnent eingestehen möchte (man lese nach, wer das Wort Liebe in der Oper verwendet und auf wen er es bezieht). Ich habe die Anregungen von Calixto Bieito angenommen und bin ins Belvedere gewandert und habe versucht, mich mit Luis Buñuel und Salvador Dali zu befassen, und siehe da, in das allgemeine Gezeter vermag ich nicht einzustimmen. (Wiewohl ich durchaus Defizite bei der Aufführung feststellte).

Warum nur will man in Wien seit Jahrzehnten nur alfanzerischen Hyperrealismus à la… erleben?

In einer Rezension las ich, Bieito müsse etwas richtig gemacht haben, dass sich in Wien so extreme Empörung gezeigt habe (schon Wochen vorher). Was ist es nur, was die Wiener so agaciert? Man komme mir nicht mit dem Wort „Werktreue“.

Dass ein jüngerer Rezensent aus Transdanubien sich ausschleimt, o.k. Das habe ich bei der Premiere aus meiner und der Nebenloge zur Genüge vernommen. Da hat man sich sogar noch einmal über die Salzburger „Fledermaus“ alteriert, mit dem nämlichen Verbalinjurien, wie sie KV verwendet. Und das waren die üblichen masochistischen Staatsopernalterlen, bei denen man sich fragt, warum bleiben sie nicht daheim (was ihre Geldbörse schonen würde).

Es ist schön, dass sich im Forum jeder ausschleimen darf. Was aber soll die Bemerkung, dass man den Arbeiterbezirk Floridsdorf nicht aus KV rausbringen kann. Heißt das, dass man sich in Arbeiterbezirken nur per Sch… und vera… verständigt? Soll ich auch meine dolomitensüdladinische Denkweise, die allerdings weniger rozzo ist als die Florisdorfer, in eine ästhetische Diskussion über eine Staatsopernaufführung von Wagners „Tristan und Isolde“ einbringen?

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