Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

Tristan und Isolde WSO | Seite 3 | OnlineMerker | Forum

Werte Forumsteilnehmer!

Das Forum ist nun wieder geöffnet!  Wenn es aber wieder nicht den Regeln entsprechend verwendet wird, werden wir mit Löschungen ohne jedwede Rechtfertigung vorgehen. 

Das Forum kann zwar von jedem, der sich an die Forumsregeln hält, genützt werden,  dennoch ist es privat und wir sind nicht gezwungen, Leute, von denen wir den Eindruck haben, dass sie - aus welchen Gründen immer - nur stören bzw. persönliche Rechnungen gegen einzelne Teilnehmer oder das Medium selbst begleichen wollen, daran teilnehmen zu lassen.

1. Teilnahme:

Der Online Merker würde es sehr schätzen, wenn sich die Teilnehmer an diesem Forum mit ihren echten bürgerlichen Namen anmeldeten. Das kann allerdings nicht verpflichtend sein, weil die Möglichkeiten, dies zu umgehen, zu groß sind und zweifellos auch von manchen Menschen genützt würden. Wer also unter seinem bekannten „Nick-Name“ angemeldet bleiben will, möge das tun. Allerdings wird gebeten, sich eines zivilisierten Tonfalls zu befleißigen, was nicht immer der Fall war, also mit einem Mindestmass an Höflichkeit, wie diese im gesellschaftlichen Umgang üblich ist, zu verfahren.

Um Spam-Anmeldungen zu vermeiden, muss jeder neu registrierte Teilnehmer das Mail, das er nach erfolgter Erst-Registrierung bekommt, binnen 24 Stunden bestätigt retournieren/ Link anklicken (bitte schauen Sie auch in Ihren Spam-Ordner). Erfolgt binnen 24 Stunden keine Reaktion, löscht sich die Anmeldung automatisch!

2. Regeln:

Im Forum des Online Merkers sollen ausschließlich kulturelle Angelegenheiten diskutiert werden. Politische oder gesellschaftliche Fragen sind nur dann gestattet, wenn sie in einem unmittelbaren und hier unverzichtbaren Zusammenhang mit einem konkreten Kulturereignis oder einer aktuellen kulturpolitischen Frage stehen. Da es hier eine gewisse Grauzone gibt, obliegt es ausschließlich dem Moderator zu entscheiden, ob der Beitrag zu löschen ist oder nicht. Beiträge die nicht unmittelbar mit Kultur zu tun haben, bzw. bei denen eine kulturelle Frage nur vorgeschoben wird, um in irgendeine Richtung zu agitieren, sind nicht zugelassen und werden gelöscht.

Der Umgangston im Forum  duldet keinerlei Herabwürdigungen und Beschimpfungen von Mitarbeitern des Online-Merker, anderen Forumsteilnehmern und/oder Dritter,  ebenso wenig wie Bedrohungen mit irgendeiner Art von Gewalt. Solche Einträge werden sofort gelöscht. Das Gleiche gilt für die Veröffentlichung persönlicher Informationen, die aus anderen Quellen des Internets (z.B. Google, Wikipedia oder sonstiger Quellen) über Mitarbeiter des Online-Merker, Forumsteilnehmer und/oder Dritte entnommen wurden.

Zudem wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass staatsfeindliche, gesetzeswidrige, rassistische, extremistische, frauenfeindliche und sexistische Äußerungen und solche über die sexuelle, religiöse und politische Orientierung von Mitarbeitern des Online-Merker, Forumsteilnehmern und/oder Dritten zu unterlassen sind und sofort gelöscht werden.

Der Moderator des Forums ist gegenüber jedermann völlig weisungsfrei und muss seine Entscheidungen nicht begründen. Ebenso wenig braucht er auf Beschwerden und Zurufe aus dem Forum reagieren.

 

 

Avatar
Bitte denke über eine Registrierung nach
guest
sp_LogInOut Login sp_Registration Registrieren
Registrieren | Passwort vergessen?
Erweiterte Suche
Forumbereich


Übereinstimmung



Forum Optionen



Minimale Suchwortlänge beträgt 3 Zeichen - die maximale 84
sp_Feed RSS (Beitrag) sp_TopicIcon
Tristan und Isolde WSO
30. April 2022
0:57
Avatar
Gurnemanz
Member
Members
Forumsbeiträge: 60
Mitglied seit:
31. Januar 2022
sp_UserOfflineSmall Offline
124sp_Permalink sp_Print

alcindo sagt
guten abend , Walter: wenn man einem bild von Picasso einen barocken rahmen umhaengt, dann zerstoert man nicht das werk des malers, aber man bringt es um den richtigen effekt auf den betrachter. wenn Sie den "las meninas" von Velazquez eine neonroehre als rahmen verpassen, dann werden Sie Velazquez um die gewuenschte wirkung bringen, so ein bild braucht einen adaequaten rahmen und die richtige beleuchtung.......das kann man so ungefaehr auf die oper uebertragen, aber kein Oliver Stone, Neuenfels, Bieito oder wer immer wird ein meisterwerk zerstoeren koennen, wohl aber es um einen teil der wirkung bringen koennen......ich weiss, ich bin sehr rueckschrittlich und konservativ, aber ich will in einer oper nicht von vom komponisten nicht geplanten accidentalia weder abgelenkt noch beschaeftigt werden....apropos, was sollen die zum groessten teil homoerotischen nacktszenen im 3.akt??......

Nein, weil ein Bild Picassos oder Velázquez' ein abgeschlossenes Kunstwerk ist, aber eine Oper als Theaterstück erst der Realisierung durch einen Regisseur bedarf. Wenn man bildende Kunst mit darstellender Kunst vergleicht, vergleicht man Äpfel mit Birnen -- das hat auch nichts mit konservativ oder fortschrittlich zu tun. Ich frage mich, warum solche Basics im Jahre 2022 immer noch wiederholt werden müssen.

30. April 2022
0:12
Avatar
alcindo
Member
Members
Forumsbeiträge: 804
Mitglied seit:
21. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline
123sp_Permalink sp_Print

guten abend , Walter: wenn man einem bild von Picasso einen barocken rahmen umhaengt, dann zerstoert man nicht das werk des malers, aber man bringt es um den richtigen effekt auf den betrachter. wenn Sie den "las meninas" von Velazquez eine neonroehre als rahmen verpassen, dann werden Sie Velazquez um die gewuenschte wirkung bringen, so ein bild braucht einen adaequaten rahmen und die richtige beleuchtung.......das kann man so ungefaehr auf die oper uebertragen, aber kein Oliver Stone, Neuenfels, Bieito oder wer immer wird ein meisterwerk zerstoeren koennen, wohl aber es um einen teil der wirkung bringen koennen......ich weiss, ich bin sehr rueckschrittlich und konservativ, aber ich will in einer oper nicht von vom komponisten nicht geplanten accidentalia weder abgelenkt noch beschaeftigt werden....apropos, was sollen die zum groessten teil homoerotischen nacktszenen im 3.akt??......

29. April 2022
18:53
Avatar
walter
Member
Members
Forumsbeiträge: 159
Mitglied seit:
8. März 2021
sp_UserOfflineSmall Offline
122sp_Permalink sp_Print

Chenier, die Sache ist ich glaube Heute und Morgen noch zu erleben. Ob sich's lohnt, müssten Sie natürlich selbst herausfinden. Ich würde mir, wenn überhaupt, nur mehr den 3. Akt - allerdings ohne Finale- ansehen, das macht dem Schager nicht sobald jemand nach.

walter

29. April 2022
16:25
Avatar
Chenier
Member
Members
Forumsbeiträge: 615
Mitglied seit:
28. Februar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Sehr ambivalent, die Sichtweise im Forum: Von "Schager war unheimlich gut, wurde gegen Ende immer besser" und  "Ich habe in 42 Jahren sehr, sehr viele Tristan-Aufführungen erlebt, aber (ausser Jess Thomas, meinen ersten bewussten Wagnertenor) noch nie einen Tristan-Darsteller gehört, der im 3.Akt so MÜHELOS und ohne Ermüdungserscheinungen hinweggesungen hat" bis hin zum vernichtenden "Das Titel-Paar fand ich so schrecklich, dass ich nur einen Teil anhören konnte" waren sehr gegensätzliche, fast widersprüchliche Meinungsbilder vertreten. In den medialen Kritiken kommen Schager eher gut, Serafin durchwachsen und Pape eher schlecht weg.

Ich selbst kann dazu überhaupt nichts sagen, weil ich 2 Wochen nicht in Österreich war und den Tristan abgesehen von kurzen Ausschnitten weder gehört noch gesehen habe.

29. April 2022
15:06
Avatar
walter
Member
Members
Forumsbeiträge: 159
Mitglied seit:
8. März 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Gurnemanz hat natürlich recht: Durch eine- mir nicht konvenierende- Produktion wird das Werk selbst nicht zerstört, und könnte jederzeit in einer anderen Grundstimmung wieder auferstehen. Bis es soweit ist, müsste ich mich dann eben mit Konserven begnügen.....

Für mich persönlich (Jg. 1948) hat die Sache aber schon einen Haken: Wird ein Standardwerk in einer Inszenierung, die sich über viele Jahre bewährt hat, aus dem Repertoire herausgebrochen, und folgt ihr eine für mich ungenießbare Produktion- wie lange muss ich dann, kann ich dann, warten, um dem Werk in einer neuen Inszenierung wieder zu begegnen? Nota bene: "Es kommt nichts besseres nach", sagt der nicht immer ganz blöde Volksmund. Ja, die Hoffnung stirbt zuletzt.

Wenn ich mir vergegenwärtige, was an der Staatsoper zerstört wurde in den letzten Jahren, und was noch auf der Abschussliste steht, muss ich einfach resignieren. 

Für jemanden, der wirtschaftlich denkt ( was jedoch im Bereich des Theaters insgesamt und besonders im Musiktheater überhaupt ein recht schlüpfriges Pflaster ist) würde sich doch auch eine andere Möglichkeit ergeben: Inszenatorische Ikonen, die sich dreißig, vierzig, und manchmal noch mehr Jahre - auch als Cashcow- bewährt haben, gehören überarbeitet, gepflegt, restauriert und repariert. Die Staatsoper ist nach meiner Meinung auf dem Holzweg, wenn sie Dinge rauswirft, derentwegen Besucher ins Haus kommen, und sie durch Produktionen ersetzt, wie man sie auch anderswo ( und um weniger Geld ) sehen kann. 

walter 

29. April 2022
13:33
Avatar
Lohengrin2
Mitglied
Members
Forumsbeiträge: 1004
Mitglied seit:
20. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Am meisten wird eine Oper von schreienden SängerInnen zerstört.

Dieser hier so beschimpfte Tristan gefällt durchaus "Besuchern", nur nicht allen...... Weniger Blut hätte allerdings nicht geschadet.

Erstaunlicherweise werden die SängerInnen sogar gegensätzlich besprochen. Das Titel-Paar fand ich so schrecklich, dass ich nur einen Teil anhören konnte. Ich bin dann später nochmal "durchgegangen", nein, das war nichts für meine Ohren.

Brangäne hingegen hat mir gefallen, Marke war etwas wenig "königlich".

Das Orchester klang in der Übertragung sehr laut; woran es lang, kann man im Stream nicht feststellen.

29. April 2022
13:31
Avatar
Gurnemanz
Member
Members
Forumsbeiträge: 60
Mitglied seit:
31. Januar 2022
sp_UserOfflineSmall Offline
118sp_Permalink sp_Print

Christine sagt
Gurnemanz, das sehe ich anders. Wenn eine Regisseur eine Oper so inszeniert, dass sie den Vorstellungen von Besuchern eindeutig widerspricht, ist für diese Besucher selbstverständlich etwas zerstört. Außerdem hat nicht jeder Mensch der die Oper liebt, die Möglichkeit innerhalb eines nicht zu langen Zeitraumes sich diese Oper gleich wieder woanders anzusehen. Manche Menschen fahren offenbar das ganze Jahr über von einer Stadt in die andere und sehen sich Opern an. Andere haben weder die Zeit noch das Geld dazu. Sie haben eine Familie und einen Beruf, können nicht jeden Abend weggehen und schon gar nicht ständig herumreisen. Sie lieben aber die Oper und sind enttäuscht, wenn eine Inszenierung nach der anderen in "ihrem Opernhaus" - das für sie leicht erreichbar ist und wo sie Familie, Beruf und Kunsterlebnis "unter einen Hut bringen können"  - nicht mehr ihren Vorstellungen entspricht. Da wird etwas zerstört. Die Platte, CD, DVD, you tube usw. sind kein vollwertiger Ersatz!

Die Bedeutung von zerstören ist laut DWDS (https://www.dwds.de/wb/zerstören) ‘etw. so stark beschädigen, dass es unbrauchbar wird’.

Wenn jetzt ein Regisseur eine Oper auf eine bestimmte Art und Weise inszeniert, ist damit diese Oper an sich nicht beschädigt, weil sie eben jederzeit wieder anders inszeniert werden kann: Daher ist die Vorstellung und Ausdrucksweise, dass Regisseure Opern zerstören würden, einfach nicht richtig. Ganz anders ist es bei einem Bild, das bei einer Übermalung "so stark beschädig[t wird], dass es unbrauchbar wird": Aber wenn man das auf Opern überträgt (wie es in diesem Thread mehrfach gemacht wurde), verkennt man das Wesen der Oper.

(P.S.: Das alles bezieht sich nicht auf die neue Tristan-Inszenierung, weil ich diese Serie wegen der Sängerbesetzung auslasse.)

29. April 2022
13:16
Avatar
Christine
Member
Members
Forumsbeiträge: 489
Mitglied seit:
22. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline
117sp_Permalink sp_Print

Gurnemanz, das sehe ich anders. Wenn eine Regisseur eine Oper so inszeniert, dass sie den Vorstellungen von Besuchern eindeutig widerspricht, ist für diese Besucher selbstverständlich etwas zerstört. Außerdem hat nicht jeder Mensch der die Oper liebt, die Möglichkeit innerhalb eines nicht zu langen Zeitraumes sich diese Oper gleich wieder woanders anzusehen. Manche Menschen fahren offenbar das ganze Jahr über von einer Stadt in die andere und sehen sich Opern an. Andere haben weder die Zeit noch das Geld dazu. Sie haben eine Familie und einen Beruf, können nicht jeden Abend weggehen und schon gar nicht ständig herumreisen. Sie lieben aber die Oper und sind enttäuscht, wenn eine Inszenierung nach der anderen in "ihrem Opernhaus" - das für sie leicht erreichbar ist und wo sie Familie, Beruf und Kunsterlebnis "unter einen Hut bringen können"  - nicht mehr ihren Vorstellungen entspricht. Da wird etwas zerstört. Die Platte, CD, DVD, you tube usw. sind kein vollwertiger Ersatz!

29. April 2022
12:07
Avatar
Gurnemanz
Member
Members
Forumsbeiträge: 60
Mitglied seit:
31. Januar 2022
sp_UserOfflineSmall Offline
116sp_Permalink sp_Print

walter sagt
Andererseits, diese Leute zerstören etwas, und sie werden dafür bezahlt, somit passt es wieder.

Nein, das ist ein Missverständnis. Wenn Regisseur x eine Oper so inszeniert, dass es Ihren Vorstellungen widerspricht, ist genau GAR nichts zerstört, denn Regisseur y kann dieselbe Oper jederzeit an einem anderen Ort (oder theoretisch sogar im selben Opernhaus) ganz klassisch inszenieren. Insofern geht die Bezeichnung "Opernzerstörer" oder gar "(Opern-)Killer" völlig an der Sache vorbei.

28. April 2022
16:49
Avatar
Miguel
Member
Members
Forumsbeiträge: 12
Mitglied seit:
6. November 2021
sp_UserOfflineSmall Offline
115sp_Permalink sp_Print

ad Tetrarch:

Stimme mit ihrem 2. Besuch (27.4) weitgehend überein.

Das Orchester ist natürlich großartig, aber Jordan (solide Kapellmeisterleistung) reicht nicht an die Dirigenten meiner letzten beiden Tristan-Besuche in der STOP heran (Semyon Bychkov und Peter Schneider). Tristan braucht unbedingt den Schuss Magie und den sehe ich bei Jordan nicht.

Die Sängerpaare waren 2001 Gösta Winbergh/Waltraud Meier bzw. 2015 Seiffert/Théorin. Auch da war das Gesamtergebnis gestern schwächer.

Die Inszenierungen von Everding und McVicar waren der gestrigen turmhoch überlegen und gehe nun mal in die Oper, um mich von der Handlung und den Bildern packen zu lassen. 

Im Fußball hätte es ein klares 3:0 für die beiden älteren Vorstellungen gegeben.

Beste Grüße

LF

28. April 2022
16:34
Avatar
walter
Member
Members
Forumsbeiträge: 159
Mitglied seit:
8. März 2021
sp_UserOfflineSmall Offline
114sp_Permalink sp_Print

Ad 111: Möglicherweise habe ich mit der Bezeichnung "Killer" eine schlechte Wahl getroffen, denkt man doch dabei an Mord und Totschlag. Allerdings ist mir gestern kurz vor Mitternacht- und geschwächt durch den Eindruck dieser Übertragung!- nichts besseres eingefallen.

Andererseits, diese Leute zerstören etwas, und sie werden dafür bezahlt, somit passt es wieder.

walter

28. April 2022
15:25
Avatar
Figaro1992
Member
Members
Forumsbeiträge: 12
Mitglied seit:
20. Januar 2022
sp_UserOfflineSmall Offline
113sp_Permalink sp_Print

Tetrarch sagt
Nachdem ich die desaströse Vorstellung am 22. (dank mir geschenkter Karten) bereits leider besucht hatte,....

  

Desaströs? Wo waren Sie denn wirklich? Wohl nicht in der selben Vorstellung wie ich.

28. April 2022
12:55
Avatar
Tetrarch
Member
Members
Forumsbeiträge: 9
Mitglied seit:
12. April 2022
sp_UserOfflineSmall Offline
112sp_Permalink sp_Print

Nachdem ich die desaströse Vorstellung am 22. (dank mir geschenkter Karten) bereits leider besucht hatte, war ich gestern mit einem sehr unguten Gefühl in der Vorstellung. Tatsächlich wurde ich teilweise überrascht. 

Das Orchester war wesentlich besser und hat tatsächlich wunderbar gespielt. Jordan dirigiert weiterhin fad aber wenigstens schafften die Philharmoniker es, es gekonnt zu veredeln. Auch Schager empfand ich tatsächlich als wesentlich besser, ich hatte zwischenzeitlich den Eindruck, dass er hier vielleicht mitgelesen hat...

Über die Serafin bleibt mein Urteil allerdings erhalten, erneut war die Verklärung kaum aushaltbar.

 

Ah ja: die Schaukeln am Ende vom 1. Akt (ohne die ist eine stringente Interpretation natürlich nicht möglich, erst durch die ergibt alles Sinn!) sind nicht rechtzeitig gefallen, man hat im Parkett sogar irgendwen aus der Regie von über der Bühne sprechen hören. Die Schaukeln sind dann gefallen, als der Vorhang schon halb zu war.

Das ist dann wohl das Roščić-Gütesiegel der aktuellen Neuproduktionen. Schon bei der dritten Aufführung funktioniert das Bühnenbild nicht mehr richtig.

28. April 2022
6:37
Avatar
MRadema796
Member
Members
Forumsbeiträge: 406
Mitglied seit:
20. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

#109: Mit "Killer" meinen Sie "etwas, das etwas nicht zur Entfaltung kommen lässt oder abrupt beendet beziehungsweise jemanden aus der Stimmung bringt" (www.wortbedeutung.info/Killer), demnach kein Kapitalverbrechen ("Person, die – oft auch gegen Bezahlung – jemanden umbringt")?

27. April 2022
23:46
Avatar
Figaro1992
Member
Members
Forumsbeiträge: 12
Mitglied seit:
20. Januar 2022
sp_UserOfflineSmall Offline
110sp_Permalink sp_Print

Figaro1992 sagt

flo sagt

 

Aber dafür viele Nackte - und in unterschiedlichsten Kombinationen aneinandergeklammert

  

vom Moderator gelöscht wegen folgender Forumsregel: 

Zudem wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass staatsfeindliche, gesetzeswidrige, rassistische, extremistische, frauenfeindliche und sexistische Äußerungen und solche über die sexuelle, religiöse und politische Orientierung von Mitarbeitern des Online-Merker, Forumsteilnehmern und/oder Dritten zu unterlassen sind und sofort gelöscht werden.

  

Tschuldigung!

27. April 2022
23:46
Avatar
walter
Member
Members
Forumsbeiträge: 159
Mitglied seit:
8. März 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Trotz all meiner Begeisterung für das Musiktheater bin ich dem Tristan irgendwie immer ausgewichen; er war mir zu monströs, zu lang, zu vielschichtig- und kaum je in einer Aufführung zu erleben, die mir zusagte.

Über die Szene dieser Staatsopernvorstellung muss ich auch diesmal schweigen- und das ist noch das Beste, was ich tun kann. Wie so etwas möglich ist, wird mir immer unverständlich bleiben.......

Zu bedauern wären vielleicht die Sänger: Wenn das Finale an einem Küchentisch mit IKEA- Stühlen ( wir haben die gleichen zu Hause!) stattfindet, ist eigentlich schon alles gesagt. Man würde die Verantwortlichen am liebsten mit nassen Fetzen von der Bühne fegen, aber leider, gegen diese Killer ist noch kein Kraut gewachsen.....

Schager war unheimlich gut, wurde gegen Ende immer besser, und das heißt beim Tristan schon etwas! Isolde/ Serafin sollte sich das nicht zu oft antun, aber sie konnte ganz gut mithalten; alle waren gut. Das Dirigat ließ mich vielleicht etwas vermissen, diese -besonders dem Tristan eigene- Rätselhaftigkeit, wie sie z. B. bei Kleiber zu hören war, aber das ist schon Jammern auf allerhöchstem Niveau. 

Nun haben wir also eine Inszenierung mehr, für die es sich nicht lohnt, nach Wien zu kommen. Das kann einen schon ein wenig traurig machen.......

walter

27. April 2022
23:03
Avatar
Figaro1992
Member
Members
Forumsbeiträge: 12
Mitglied seit:
20. Januar 2022
sp_UserOfflineSmall Offline

Zu den Aufführungen am 22. und 27.April ...

Ich habe in 42 Jahren sehr, sehr viele Tristan-Aufführungen erlebt, aber (ausser Jess Thomas, meinen ersten bewussten Wagnertenor) noch nie einen Tristan-Darsteller gehört, der im 3.Akt so MÜHELOS und ohne Ermüdungserscheinungen hinweggesungen hat, als wollte er das gesamte Orchester "wegblasen", wie Andreas Schager(l).Das war sensationeller als nur sensationell.Eigentlich fehlen mir die Worte.

Die restliche Besetzung war bis in die kleinste Partie so hervorragend, daß ich den Ärger über die -streckenweise- völlig falsche Personenführung in dieser wirklich DUMMEN Inszenierung bereits vergessen habe.

Ich habe Schager zuletzt als Siegmund und Siegfried in Berlin und Wiesbaden erlebt (2016 und 2017).Er hat in der Zwischenzeit stimmlich NOCH mehr zugelegt, und das freut mich sehr.

26. April 2022
18:12
Avatar
MRadema796
Member
Members
Forumsbeiträge: 406
Mitglied seit:
20. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline
107sp_Permalink sp_Print

Ö1 hat vorigen Sonntag im Staatsopernmagazin um 15 Uhr KEINE Ausschnitte aus Tristan und Isolde gesendet, prüft aber noch, ob dies später nachgeholt werden kann.

Hingegen scheint der Livestream Morgen bei play.wiener-staatsoper.at tatsächlich stattzufinden.

26. April 2022
8:24
Avatar
MRadema796
Member
Members
Forumsbeiträge: 406
Mitglied seit:
20. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline
106sp_Permalink sp_Print

Lohengrin2 sagt
Internetseiten checken geht auch 😉

Natürlich. Das ist kein Widerspruch. Opernglas ist auch im Internet. Die Terminübersicht ist nach meiner Erfahrung zuverlässiger als von den meisten anderen Übersichtsseiten wie concerti.de. Aber man muss jeden Termin natürlich beim Veranstalter gegenprüfen.

25. April 2022
18:00
Avatar
Lohengrin2
Mitglied
Members
Forumsbeiträge: 1004
Mitglied seit:
20. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline
105sp_Permalink sp_Print

Internetseiten checken geht auch 😉

Zeitzone des Forums: Europe/Berlin
Am meisten Mitglieder online: 39
Zurzeit Online: Toscanini
Gast/Gäste 21
Momentan betrachten diese Seite:
1 Gast/Gäste
Top Autoren:
Lohengrin2: 1004
alcindo: 804
Chenier: 615
Christine: 489
MRadema796: 406
Dalmont: 290
Michael Tanzler: 162
walter: 159
HansLick2: 156
copy: 152
Mitgliederstatistiken
Gastbeiträge: 170
Mitglieder: 65
Moderatoren: 1
Administratoren: 3
Forumsstatistiken
Gruppen: 1
Foren: 1
Themen: 812
Beiträge: 14598
Neuste Mitglieder:
Philipp12, spielvogel, Aufmerksamer, Waldvogel, klingsor, Golaud, Despina, emhaer, CorneLia
Moderatoren: Moderator17: 10
Administratoren: HaaSon: 2, ac: 136, webentwicklerin: 0

 

Diese Seite drucken