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Tristan aus Aix | Seite 3 | OnlineMerker | Forum

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Tristan aus Aix
2. August 2021
16:28
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Dalmont
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22. Januar 2021
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Zu mehreren Antworten auf meine Einträge in diesem und im Holländer -Thread:

 

Ich habe von Gedanken und Inhalten der Werke geschrieben, die in optische und szenische Konzepte Eingang finden sollten, nicht von Szenenanweisungen, die schon zur Entstehungszeit vielfach obsolet waren.

zu Herrn Zorn: Ich habe nie behauptet, dass Ligne 11 ein gelungenes, aus aktueller Wahrnehmung stammendes, optisches Äquivalent für einen herabgekommenen Burggarten im 3. Akt von Wagners Handlung ist.

zu Tanzler: Ich verwahrte mich gegen das Wort „Dreck“ als ästhetisches Werturteil. Dreck gibt’s im Saustall und der wird – bei anständigen Bauern, die Tiere einigermaßen artgerecht halten – zweimal am Tag ausgemistet. Manche im Forum haben keine anderen Beurteilungskriterien als „Dreck“. Das spricht nicht für sie, aber natürlich dürfen sie auch ihre geistige Dürftigkeit zur Schau stellen.

Den Münchner „Tristan“, von dem ich in den Bergen nur den zweiten Akt im Stream sehen konnte, fand ich sehr viel gelungener als den aus Aix und ich bedaure es zutiefst, dass ich keine Billets für eine Live-Aufführung bekommen habe. Namentlich Kaufmann sang so, dass man fast alle Verse verstehen konnte (und damit auch das äußerst komplexe Beziehungsgeflecht zwischen ihm und Isolde).

Ich bedaure immer Zeitgenossen, die in ihrem künstlerischen Verständnis und ästhetischem Empfinden in der Zeit vor Cézanne stecken geblieben sind. Was ist ihnen nicht alles entgangen! Nicht wenige davon sind leider unter Opern-Aficionados zu finden.

Wie Wagner heute komponieren würde, weiß man natürlich nicht. Seine Werke lassen allerdings den Schluss zu, dass er dem Vorhandenen etwas ganz Neues gegenübergestellt hätte. Diese seine Haltung hat er ja zeitlebens nicht verraten. (Die ganze Debatte erinnert mich übrigens an meine Jugend: Damals hatte man diskutiert, ob Schumann, würde er noch leben, Songs wie die der Rolling Stones geschrieben hätte).

Die Gralshüterin in Sachen Wagner war Cosima, und viele Einträge im Forum, die das ab 1876 in Bayreuth Entwickelte hochhalten wollen, sind männliche oder weibliche, möglicherweise auch diverse Cosimas, die nichts an dem vermeintlich vom Meister Abgesegnete weiterentwickeln wollen. Und Fidi war auch nicht besser als seine Mutter.

Ja, und was „Tristan und Isolde“ angeht: Wie hat doch Wagner geschrieben: „Dieser Tristan wird etwas Furchtbares! … Ich fürchte, diese Oper wird verboten – falls durch schlechte Aufführungen nicht das Ganze parodiert wird-: nur mittelmäßige Aufführungen können mich retten! Vollständig gute müssen die Leute verrückt machen …“ Sind wir doch froh, dass es keine vollständig gute Aufführung gibt. Wieviel Verrückte würden dann zu den vielen, die es schon gibt, zusätzlich herumrennen…

2. August 2021
7:44
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Lohengrin2
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20. Januar 2021
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Wer hier die "Armen " sind, wäre noch festzustellen......

1. August 2021
16:21
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Michael Tanzler
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1. Februar 2021
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O ja, oh Meister Balthasar....dabnke für diesen Hinweis!!!!!       Sie haben doch Recht!  Das wir minder bemittelten so spät erst diese "Wahrheiten" entdecken, schlimm, kein Wunder das  Madams und Dalmonts und Co`s  mit uns verzweifeln, diese Armen...

29. Juli 2021
15:21
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BalthasarZorn
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21. Januar 2021
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@19 Worüber man reden kann und soll: Was kommt alles "in einem Stück vor", welche Gedanken und Inhalte sind in ihm gespeichert, die man die optische Umsetzung einbeziehen soll.

Um zum Ausgangspunkt (Tristan aus Aix) zurückzukehren: Ist nicht der Fahrplan der Linie 11 der Pariser Metro sowohl aus dem Text, als auch aus der Musik des dritten Aktes direkt herauszulesen ? (Oder hat ihn der Regisseur darin versteckt ?)

29. Juli 2021
15:00
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Chenier
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28. Februar 2021
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Dalmont sagt

Was sagt die Welser Botschaft aus?  Gar nix. Sie ist doch, mit Verlaub, trivial und ein No-na-net.

Akustisch können die Welser Aufführungen kein wirklicher Genuss gewesen sein: Ich hatte vier Jahre lang im Kino Greif eines der berühmt-berüchtigten Dienstags-Abos, es gastierten die Landestheater von Linz und Salzburg mit Opern und Schauspielen. Schon Mozart und Verdi konnten klanglich nicht adäquat umgesetzt werden, wie muss das erst bei Wagner gewesen sein.

 

Ich habe nie behauptet, dass die Welser F. ein Genuss waren, sondern nur die Intendantin mit einer Botschaft zitiert, der ich mich persönlich durchaus anschließen kann.

Und für viele selbsternannte Regisseure ist das alles, nur kein no-na-net.

29. Juli 2021
12:35
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Dalmont
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22. Januar 2021
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Was sagt die Welser Botschaft aus?  Gar nix. Sie ist doch, mit Verlaub, trivial und ein No-na-net.

Worüber man reden kann und soll: Was kommt alles "in einem Stück vor", welche Gedanken und Inhalte sind in ihm gespeichert, die man die optische Umsetzung einbeziehen soll. Das ist unendlich viel mehr, als sich das Welser „Festival“, das von etlichen Leuten größenwahnsinnig als Gegenpol zu Bayreuth hochstilisiert wurde (wie es auch mit Erl in den Anfangsjahren geschah), vorstellen konnte und wollte.  

Auch in der Opernarbeit gilt: Wer an die Werke keine Fragen stellt, erreicht den Opern-Gral nie. Das tut die Werkstatt Bayreuth, in Wels glaubte man sich im Besitz der Wahrheit, und das geht immer nach hinten los.

Akustisch können die Welser Aufführungen kein wirklicher Genuss gewesen sein: Ich hatte vier Jahre lang im Kino Greif eines der berühmt-berüchtigten Dienstags-Abos, es gastierten die Landestheater von Linz und Salzburg mit Opern und Schauspielen. Schon Mozart und Verdi konnten klanglich nicht adäquat umgesetzt werden, wie muss das erst bei Wagner gewesen sein.

29. Juli 2021
10:30
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Chenier
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28. Februar 2021
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Wer etwas unter welchen Umständen sagt, Dalmont, ist nicht so wichtig, wenn die Botschaft inhaltlich stimmt.

28. Juli 2021
16:59
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Dalmont
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22. Januar 2021
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Man kommt aus dem Staunen nicht heraus:

Das Richard Wagner-Festival im (eher scheußlichen) Kino Greif in Wels versus die Bayreuther Festspiele (vgl. "Holländer"-Thread) im Theaterbau am Grünen Hügel !

Und die verdienstvolle Managerin Renate Doppler als oberste Instanz in Sachen Operninszenierung. Non c’è più religione, sagt man in solchen Fällen in meiner Heimat.

28. Juli 2021
16:55
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Chenier
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28. Februar 2021
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Danke für die Info, Sie sind wahrlich ein Insider. Ich bin ja nur schlichter Musikgenießer.

28. Juli 2021
16:29
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Michael Tanzler
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1. Februar 2021
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Gefehlt haben neben der ersten Arie der Leonora Teile des Duetts Alvaro - Leonora im ersten Bild. Einzelne kleinere Passagen des zweiten Bildes in der Schänke ( wo sinnloserweise aber am Ende ein traditioneller Strich  beim oftmaligen "Buona notte" zwischen Preziosilla, Carlo und Chor geöffnet war!! ), nach Leonoras Arie im Klosterbild der erste Auftritt von Melitone und die herrliche  "Brückenpassage" der Leonora, kleine Passagen im Duett Leonora - Guardian. Verstümmelt die Szene des Alvaro ( das doch sehr schöne und anspruchsvolle Recitativo ) , "Solenne in quest`ora" nur einstrophig(!!!),  zwar das "dritte", oft gestrichene Duett Alvaro-Carlo , aber nur rudimentär.....Kleinigkeiten fehlten in der Klostersuppenszene....         ich hoffe, ich hab nichts Wesentliches vergessen  ...

28. Juli 2021
15:12
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Chenier
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28. Februar 2021
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"Zu Klosterneuburg: Waren Donnerstag in der Vorstellung, hat uns sehr gut gefallen. Sänger gut, am Besten Frau Flores, wunderbare Stimme, großartige Sängerin."

Sänger alle bestens, Flores sogar exzellent, Chor sehr gut einstudiert, Regie und Inszenierung unauffällig, aber werktreu, für ein "Vorstadtfestival" ausgezeichnetes Niveau.

Ob tatsächlich eine Arie gefehlt hat, kann ich leider nicht beurteilen, weil ich die Forza nicht so gut kenne wie viele andere Verdi-Werke.

28. Juli 2021
9:36
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Chenier
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Forumsbeiträge: 297
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28. Februar 2021
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Die Zusammenhänge sind ziemlich simpel und wären in einfacher Form umsetzbar.

Renate Doppler, die Intendantin des für traditionelle Inszenierungen bekannten Welser Wagner-Festivals, das neuerdings im Rahmen der Musikfestspiele Königswinkel stattfindet, bringt es auf den Punkt: "Man kann nicht auf der Bühne zeigen, was im Stück nicht vorkommt"

Das ist selbsterklärend und dem ist nichts hinzuzufügen.

27. Juli 2021
21:43
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Toni
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11. März 2021
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Sehr geehrter Herr Tanzler

ihren Beiträgen 8+10 können sich meine Gattin und ich vorbehaltslos anschließen. Haben unser Abo in STO seit einigen Jahren nicht mehr erneuert. Haben genug vom sogenannten Regietheater und seinen Auswüchsen. Suchen uns ab und zu Vorstellungen nach unserem Geschmack aus. La Boheme etc.....

 

Zu Klosterneuburg: Waren Donnerstag in der Vorstellung, hat uns sehr gut gefallen. Sänger gut, am Besten Frau Flores, wunderbare Stimme, großartige Sängerin.

Minuspunkt. Auch die Tenorarie war arg verstümmelt, schade.

27. Juli 2021
17:08
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MRadema796
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20. Januar 2021
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Wenn niemand "aufsteht dagegen" könnte es bedeuteten, dass niemand aufstehen möchte.

Bei der Gelegentheit zitiere ich einen Satz aus einem Artikel über Marina Abramović (deren Opernprojekt "7 Deaths of Maria Callas" ich gleich in München sehe) aus dem aktuellen Spiegel:

"Bald würden Künstler keine Skulpturen, Gemälde oder Installationen mehr anfertigen. Sie seien mental so stark, dass sie ihre Kunst, ihre Botschaft direkt auf andere Menschen übertragen können."

Es lohnt sich, über diese Idee nachzudenken.

27. Juli 2021
16:38
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Michael Tanzler
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Forumsbeiträge: 89
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1. Februar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

...jawohl  milletre, ..........Laugh

Ach, Stürme der Entrüstung sind mir egal....!  Ich hätte gerne, wenn der Sturm losbräche gegen das, was da so passiert! Und das Volk sich nicht für dumm verkaufen lässt und aufsteht dagegen! Aber die haben ja das Glück, dass die, denen das nicht gefällt meist friedfertige, oft resignierende Leute sind, die halt nicht mehr hingehen ( Ich hatte noch NIE so viele Beispiele dafür im Bekanntenkreis, die einfach sich auf "den Plattenteller" und Heimkino zurück ziehen - auch ich mach das mehr und mehr!! )

  Ich bin ganz bei Ihnen, nur in einem hege ich Zweifel, daß  "die Jugend" nicht mehr zuhören kann, und immer nur "action" braucht - übrigens eine schreckliche Fahrt Richtung Einbahn-Sackgasse...- die würden in ästhetische Produktion sehr wohl gehen ( siehe die vielen Musical-Produktionen , die absolut nicht "abstrahiert" und "umgedeutet" werden!! Sic! )

 

Anmerkung des Moderators: Der 2. Teil des Satzes ist sexistisch und widerspricht den Forum-Regeln.

27. Juli 2021
16:27
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florezaficionada
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19. April 2021
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irgendwie haben Sie ja recht, werden aber wieder einen sturm der entrüstung auslösen! die jüngeren regisseure passen sich halt an die veränderten sehgewohnheiten der jüngeren opernbesuchen an, diese brauchen immer starke visuelle reize, sprich action auf der bühne, keiner hat mehr die geduld, eine unbebilderte ouverture zu hören. ich kann mit der hektischen betriebsamkeit zur eröffnungsmusik auch nichts anfangen, sondern möchte mich auf die musik allein konzentrieren. ich brauch keine über die bühne laufende ziege (in der verkauften braut in münchen passte das lebende schweinchen in den kontext!), keinen clownesken ottavio mit pudel an der leine, keine herabdonnernden gegenstände, deren krach bei der radioübertragung ordentlich störte! um den frauenverschleiß des DG in der registerarie zu symbolisieren müssen auch nicht 150 salzburger damen aufmarschieren, aber wenn schon , dann mille tre!!!!!

27. Juli 2021
15:32
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Michael Tanzler
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Forumsbeiträge: 89
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1. Februar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Weil sich die Leute alles gefallen lassen - wie bei des "Kaisers neue Kleider"....   da wird denen eingeredet , es geht nur so, und das und jenes ist modern... !!  UNd die ganzen alten Deppen plappern den Mist nach - wie man ja in Salzburg, Bayreuth etc sieht und hört---    man will ja "jung" und "zeitgeistig" sein...   wirklich "Jungen" ist das alles ziemlich "Blunzn" ( auf gut wienerisch) ....

22. Juli 2021
21:44
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Gulliver
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23. März 2021
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offensichtlich bin ich oder mein Beitrag abschreckend.

Dann noch eine Ergänzung: "Text und Musik sollten eine Einheit bilden" Das heißt doch nicht, dass es nur eine visuelle Darstellung eines Musikdramas geben kann.

Es eröffnete die gleichen vielen Möglichkeiten wie diese mittleirweile immergleichen Trash-Varianten, die ich nicht leiden kann. Mir gefällt das nicht, ich suche Dinge außerhalb von Prollo-/Unterschichts-Welten, und, ich ganz subjektiv, habe auch den Anspruch in der Optik Momente der bildenden Kunst wiederzufinden - in ästetisch ansprechender Visualität, die mich aus meinem Alltag heraushebt. Das war mal üblich.

Nach dem was ich früher(vor Jahrzehnten) erlebt habe, gibt es also mit "Text und Musik sollten eine Einheit bilden" unendliche Möglichkeiten. Eine Inszenierung sollte sich also nicht mit mannigfaltigen handwerklichen Mängeln nur in Deutungsverfremdungen bewegen, sondern einfach die Fantasie eines bildenden Künstlers (z. B. Impressionismus, Pointillismus, Symbolismus, Jugendstil, Expressionismus, Fauvismus, Kubismus, Orphismus, Futurismus, Suprematismus, Dadaismus, Surrealismus, Purismus, Konstruktivismus, Neoplastizismus, Art déco, Bauhaus, Neue Sachlichkeit, Sozialistischer Realismus, Phantastischer Realismus, Abstrakter Expressionismus, Informel, Funktionalismus, Naive Kunst usw s.auch  https://de.wikipedia.org/wiki/.....ende_Kunst) einbeziehen.

Da hat man derzeit natürlich Ansätze wie den Lohengring in Bayreuth (Neo Rauch Bühne), oder den Idomeneo in München, die aber keine Inszenierung bieten können, weil da nix aus einem Guss ist. Die armseligen "Regisseure"dürfen nur noch in einem vorgegebenem Bühnenbild die Szene arrangieren, können aber nichts aus ihren Vorstellungen entwickeln.

Meine Meinung : es gibt eine Minderheit , denen gefallen Trash - Inszenieurngen. Die soll man ihnen auch bieten. Aber warum sind fast alle Inszenierungen so. Kann man nicht für den Großteil der Theaterkundigen Adäquates bieten?

22. Juli 2021
14:20
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Gulliver
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23. März 2021
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DW Akademie: https://www.dw.com/de/7-dinge-.....a-58254145

7 Dinge, die Sie über Wagner wissen wollen

„ … für seine Opern schrieb er ... die Libretti, was unüblich war. Text und Musik sollten eine Einheit bilden. Die Musik stand nicht für sich, sondern … immer im Dienste des Dramas.

Symbiose von Text, Musik, Regie, Bühnenbild und Architektur gelang Wagner 1876 mit seinem berühmten Opern-Zyklus "Der Ring des Nibelungen"

Geht das mit den hier diskutierten Abweichungen von den Vorgaben aus oder sind diese Details aus Wagners Schaffen überlebt?

22. Juli 2021
13:55
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MRadema796
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20. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Michael Tanzler sagt
Jedes Lebensmittel muss die "Ingedienzen" verpflichtend angeführt bekommen, jede Speisekarte bei jeder Speise die "Allergene" anführen - laut der "sinnigen" EU....

In der Oper wird z.B.  Richard Wagners "Tristan und Isolde" angeboten und verkauft:    ( nicht nur ) in diesem obigen Fall   eine GLATTE LÜGE!!

Das sehe ich nicht so. Der Name des Regisseurs war angeben, und definitiv stand da nicht Richard Wagner, und sicher wurde auch nirgends eine Rekonstruktion versprochen. Vielmehr gibt eine Recherche nach dem Namen "Simon Stone" nicht den geringsten Anhaltspunkt, dass eine Rekonstruktion erwartet werden könnte. Vielmehr wissen wir doch durch seine Influencerinnen-Traviata aus der Wiener Staatsoper schon, dass die Richtung einer radikalen Neudeutung eingeschlagen werden würde. Offensichtlich ist die Ermittlung von Allergenen einfacher als eine amtlich korrekte Angabe der Inhalte von Kunstwerken, deren Wirkung auf sich man dann vorab berechnen könnte. Ich glaube, das sollte man lieber nicht versuchen.

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