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Tosca
30. August 2021
11:43
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MRadema796
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20. Januar 2021
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Dalmont sagt
Warum ich keine Freilichtaufführungen von Opern mehr besuche, ist schnell erklärt:

1978 erlebte ich in Verona “Die Macht des Schicksals”..., 21 Jahre später in Bregenz Richard Jones grandios surreal auf die Seebühne gestellten „Maskenball“. Aber musikalisch und akustisch musste ich doch zu viele Abstriche machen. Und da in Freilichtaufführungen haupsächlich die Blockbusters des Repertoires gespielt werden, gehe ich in Bregenz lieber zum „Nerone“ als zum „Rigoletto".
  

Das steht Ihnen natürlich frei, aber 1999 war das Soundsystem in Bregenz noch weit entfernt von dem heutigen. Ich war wirklich in diesem Jahr überrascht von der Klangqualität. Ich habe es so gehalten, dass ich für das konzertante Rheingold angereist war und am Abend desselben Tages in den Rigoletto gegangen bin. Für mich ist das Hauptargument gegen die Bregenzer Seebühne das Wetter, da ich ungern zwei Stunden im Nieselregen sitze.

29. August 2021
13:14
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Christine
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22. Januar 2021
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Die Kritik von Herrn Mauró in der Süddeutschen Zeitung über Anna Netrebkos Tosca könnte ja kaum besser sein. Da Frau Netrebko ja selbst möchte, dass ihr Ehemann mit ihr auftritt, kann ich mir schwer vorstellen, dass eine schwächere Leistung von ihm auf sie abfärben könnte, wie Dalmont meint. Das wäre ja eher möglich wenn sie einen Partner hätte, mit dem sie nicht singen möchte. Warum Herr Hinterhäuser nicht in seinem Kurier Interview ehrlich Auskunft geben, was der Grund für die Absage der TV Übertragung war, ist mir auch nicht verständlich. Wenn sich Frau Netrebko nach einem Infekt nicht fit genug gefühlt, wäre das ja zu verstehen. Zumal eine ausgezeichnete Tosca Aufführung ja aus Graz gesendet wurde.

Dalmont, was ist für Sie "reiferes Alter"? Für mich beginnt es bei 50. Wer also 1967 schon 50 war, müsste jetzt über 100 sein. Gehen nur mehr die 90- bis 100 Jährigen ins Große Festspielhaus?

29. August 2021
9:48
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25. Januar 2021
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Wenn die SZ so begeistert war von AN, warum dann das Herumgeeiere um die Nichtausstrahlung???? Die von Markus H. heute im Interview nochmals verklausuliert wird...

29. August 2021
8:24
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Dalmont
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22. Januar 2021
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Ich denke, man sollte nicht verallgemeinern. Das Publikum der Netrebko-Shows bei der „großen italienischen Oper“ im Großen Festspielhaus dürfte doch ein sehr spezielles sein und sollte nicht als repräsentativ für das Festspielpublikum genommen werden. Ich fand heuer in allen meinen drei Aufführungen bisher („Maria Stuart“, dem von HSS sehr bemerkerten „Bergwerk von Falun“ und „Cosi fan tutte“) ein äußerst aufmerksames und sehr begeisterungsfähiges Publikum vor (und hoffe das heute Abend bei „Intolleranza“ wieder zu erleben).

Bei Vorstellungen im Großen Festspielhaus gibt es immer noch diesen Almauftrieb mit Audi-Limousinen und Rolls-Royces mit glotzenden Zuschauern an der Straßenseite, die nach der Visage eines Promis gieren. (Peinlich, peinlich, aber sehr österreichisch). Und da steigen dann Personen aus, die Karajans „Carmen“ von 1967 bereits in reiferem Alter erlebt haben.

Dieses halbstündige Geklatsche wie noch vor einem halben Jahrhundert gibt es übrigens nirgends mehr. Die Intensität des Beifalls sagt zudem nur bedingt etwas über die Gesamtqualität einer Vorstellung etwas aus.

Wenn ich mir die Rezension von Helmut Mauró in der „Süddeutschen“ durchlese, eine Zeitung, die nicht für sängerische Heiligenverehrung bekannt ist, könnte ich auch den Schluss ziehen, dass ein quäkig singender Cavaradossi, der im dritten Akt ja doch die dominierende Rolle spielt, auch auf die Tosca abfärbt und einen die Aufführung als schal erleben lässt.

Zitate Mauròs:

Manchmal an diesem Abend denkt man, die große Rolle der Tosca ist noch zu klein für die Netrebko. Sie singt die Tosca nicht nur mit Bravour, sondern verkörpert auch den Charakter der Figur so überzeugend, dass man sich keine stimmigere Besetzung vorstellen kann. … Die Bühnenpräsenz Netrebkos ist enorm, dabei spielt sie die übrigen Protagonisten nicht an die Wand. Und stimmlich? Erlebt man sie nie am Rande ihrer Möglichkeiten, sodass man glauben muss, es gebe keine Grenzen. Auch dies ist ein Teil der Faszination Netrebkos. Stimme und Darstellung - makellos und doch menschlich nah….

Yusif Eyvazov, der Ehegatte von Netrebko, im Leben wie hier auf der Bühne, zeigte als Cavaradossi vor allem in den perfekten hohen Lagen seine Stärke, in den mittleren neigt er zu unschön breit gezogenen Vokalen, generell einem etwas quäkigen Gesang. Im Gegensatz zu dem schon 2018 mit seinem großräumigen Bariton brillierenden Scarpia des Ludovic Tézier.“

 

Zu Christine: Warum ich keine Freilichtaufführungen von Opern mehr besuche, ist schnell erklärt:

1978 erlebte ich in Verona “Die Macht des Schicksals” (mit Molnar-Talajic, Luchetti, Zancanaro, Giaiotti) mit einer von Giò Pomodoro wunderbar eindrucksvoll, jedoch nicht hyperrealistisch gestalteten Szene, 21 Jahre später in Bregenz Richard Jones grandios surreal auf die Seebühne gestellten „Maskenball“. Aber musikalisch und akustisch musste ich doch zu viele Abstriche machen. Und da in Freilichtaufführungen haupsächlich die Blockbusters des Repertoires gespielt werden, gehe ich in Bregenz lieber zum „Nerone“ als zum „Rigoletto".

28. August 2021
11:42
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Lohengrin2
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20. Januar 2021
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Was sagt uns das über das Publikum der Salzburger Festspiele?

Ziemlich viel 😉

28. August 2021
11:41
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Christine
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22. Januar 2021
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Von der Tosca Aufführung schreibt der ungenannt bleiben wollende Berichterstatter: Publikumsreaktion erwartungsgemäß: großer Beifall, aber kein Jubel bei Anna, ähnlich beim „Eierzopf“, am wenigsten aber immer noch viel für den Besten: Tezier.

Heißt das, dass Tezier zwar der beste Sänger des Abends war, aber am wenigsten Beifall vom Publikum bekam? Weniger als Eyvazov? Was sagt uns das über das Publikum der Salzburger Festspiele? Gibt es bei Netrebko Abenden Claqueure?

26. August 2021
11:16
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25. Januar 2021
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Anmerkung zur Äußerung von Heinz Schramm-Schiessl im heutigen Tageskommentar, wonach 1965 eine geplante Rundfunkübertragung gecancelt wurde: Die ökonomische Situation vor 56 Jahren war im Opernbereich doch eine gänzlich andere als heute, den Unterschied für die Übertragungsrechte möchte ich gerne auf meinem Konto haben....

26. August 2021
10:21
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HansLick2
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25. Januar 2021
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Jordan Shanahan, der Scarpia Einspringer, wird sicher eine Bereicherung in der Grazer Forza.

 

Holender Nachtrag 11,20 - heute wurden die Papierzeitungen spät zugestellt.

Holender vergisst, auch er hat opern, produktionen für seine "zugpferde" ins programm der staatsoper genommen. damit auch pleiten - regisseure erlebt und von wegen "pferde" er lies sich gern und publikumswirksam mit netrebko im fiaker durch den opernball führen.

seine annahme ob netrebko am freitag singen wird oder nicht ist sehr spekulativ. ICH nehme an sie wird singen, die produktion steht nun mal eine nochmalige medien-fernseh verwertung war doch wirklich nicht mehr notwendig. zum kommerziellen, sie hat zwei tosca video produktionen am markt.

26. August 2021
9:26
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Christine
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22. Januar 2021
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Es sollte heißen: Absage der TV Übertragung.

26. August 2021
8:19
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MRadema796
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20. Januar 2021
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Christine sagt
Ein treffliche Kolumne von Ioan Holender zur Absage der Tosca Aufführung und Anna Netrebko findet sich auf der gleichen Seite...

  

 

Was wurde abgesagt? Können Sie das bitte genauer schildern? Geht es weiter um die TV-Übertragung oder um eine Vorstellungsabsage? Nicht jeder liest einen Bezahlartikel.

26. August 2021
8:12
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Christine
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22. Januar 2021
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Im Kurier gibt es heute eine Kritik der 2. Grazer Aufführung. Auch dieser Kritiker ist begeistert sowohl von Kaufmann als auch von Opolais und dem Einspringer Shanahan. Dass die Aufführung halbszenisch ist, stört ihn gar nicht. "Der Opernthriller wurde sehr eindringlich und spielfreudig dargestellt." Stimmt mit meinem Eindruck überein.

Ein treffliche Kolumne von Ioan Holender zur Absage der Tosca Aufführung und Anna Netrebko findet sich auf der gleichen Seite. "Früher hätte man gesagt, sie sei durchgefallen". War das nur eine Indisposition oder ist die Netrebko mit 50 Jahren über ihren Zenit hinaus? Eine berühmte Tosca des 20. Jahrhunderts Renata Tebaldi hat ihre Opernkarriere in diesem Alter beendet.

25. August 2021
20:01
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Lohengrin2
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20. Januar 2021
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Da muss ich immer wieder auf die leider nicht aufgezeichnte Aufführung in München im Juli 2016 verweisen. Harteros hat den ganzen Ekel und die Angst vor diesem Gewalttäter (Bryn Terfel dmals) bei gleichzeitigem Bemühen, die Fassung zu wahren und einen Ausweg zu suchen, auf die Bühne gebracht; meisterhaft!

25. August 2021
19:49
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Christine
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22. Januar 2021
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Ich fand Jonas Kaufmann bei der Tosca in Graz großartig und für mich war es fast rührend, wie sehr er sich über den Beifall nach seiner letzten Arie gefreut hat. Das war ja keine für ihn unbekannte Situation, aber eine so ehrliche Freude. Tezier hat mir auch sehr gefallen. Eine andere Art von Scarpia als Tito Gobbi, den man am Sonntag Vormittag in der Londoner Aufführung von 1964 mit der Callas nochmals sehen konnte, aber für mich eine sehr gute Interpretation. Auf jeden Fall beeindruckender als so mancher Scarpia in der Wiener Staatsoper. Opolais hat mir auch gut gefallen obwohl ich bei allen Toscas der letzten Jahre (die ich gesehen habe), die echte Verzweiflung über eine ausweglos scheinende Situation im 2. Akt vermisse. Ich habe immer den Eindruck, diese Frauen wissen schon vorher, wie es ausgehen wird. Das konnte die Callas wirklich unvergleichlich darstellen, finde zumindest ich.

25. August 2021
16:44
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Lohengrin2
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20. Januar 2021
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Ui, das war im Sommer 2016 und das war keine Stimmkrise sondern eine üble Einblutung (Hämatom) in den Stimmbändern, weshalb er bis Januar 2017 ausgefallen ist...... Zum Glück ist nichts zurückgeblieben und die etwas ruhigere Zeit seit Ausbruch von CORONA hat wohl auch nicht geschadet 😉

25. August 2021
16:38
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Chenier
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28. Februar 2021
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Ich persönlich habe den Eindruck, dass JK ein wenig in der Stimmkrise war, seit seinem Ausflug nach Machu Picchu, und die jetzt überwunden hat. Diesmal war er perfekt, wie ich geschrieben habe.

25. August 2021
15:37
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Lohengrin2
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20. Januar 2021
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@chenier: ...und hat sein Tief anscheinend überwunden. 

Können Sie das näher erklären? War der Tristan ein "Tief"? Oder Parsifal oder was?

Getanzte Oratorien oder Liedzyklen mögen "spannend" sein, mich lenken diese Zusätze von den in Wort und Musik komplett gestalteten Werken ab. Da ist das Bühnenbild bei Opern leichter entbehrlich, zumal wenn die SängerInnen mit ihren Mitteln (gesanglich und darstellerisch) alles ausdrücken, was geschieht. Mit immer noch Gänsehaut erinnere ich mich an den letzten Akt Manon Lescaut in der Neuenfels-Inszenierung in München, wo die Bühne leer war und nur die beiden Protagonisten alles getragen haben.

25. August 2021
14:54
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Chenier
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28. Februar 2021
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Christine sagt

ja, die Oper ist ein Gesamtkunstwerk, aber die Musik steht im Vordergrund.

Sehe ich auch so, der Holismus ist wichtig, aber es gilt trotzdem das Primat der Musik. Besser eine konzertante oder halbszenische als eine trostlose Inszenierung.

copy, solche Verträge, die von der persönlichen Befindlichkeit und letztlich Willkür abhängen, sind nicht nur unfassbar, sondern unprofessionell. Aber die Entwicklung von AN hat sich abgezeichnet, sie hat bei aller Bühnenpräsenz den Zenit offensichtlich schon überschritten und ist selbstkritisch genug, das auch richtig einzuschätzen. Schon bei ihrem letzten Auftritt an der WSO als Lady Macbeth war es absehbar und die vielen Feiern in Russland während des Opern-Lockdowns haben ihr nicht gutgetan. Auf "Augenhöhe mit Eyvazov" zu singen, wie ich einer Kritik entnehmen konnte, ist nicht unbedingt als Kompliment zu verstehen.

Zu Graz: JK war blendend disponiert, soweit das als Ferndiagnose zu beurteilen ist, und hat sein Tief anscheinend überwunden. So gut habe ich ihn schon lange nicht mehr gehört. Opolais war grundsolide und Tezier hat absolut keine Sehnsucht nach dem ausgefallenen Terfel geweckt, der auch schon bessere Zeiten erlebt hat. Dirigent und Orchester haben Potential nach oben, waren aber so schlecht auch wieder nicht. 

25. August 2021
14:48
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MRadema796
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20. Januar 2021
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Lohengrin2 sagt
Zu getanzten Oratorien oder Liedzyklen (Verbrechen an der Winterreise z.B.) gehe ich erst gar nicht hin

Da würde ich nicht verallgemeinern. Ich erinnere mich zumindest an eine szenische Winterreise (allerdings ohne Tanz) mit Christine Schäfer, die ich beeindruckend fand. Auch fand ich die Neumeier-Matthäuspassion in Hamburg sehr spannend, obwohl ich den romantisierend-pathetischen Ansatz mit Musik vom Band komplett abgelehnt habe und die Choreographie oft die romantischen Aspekte der konkreten musikalischen Interpretation herausgearbeitet hat (gibt es jetzt auch auf DVD).

Christine sagt
Amfortas, ja, die Oper ist ein Gesamtkunstwerk, aber die Musik steht im Vordergrund. 

Ich würde es so sagen: Oper ohne Musik ist keine Oper. Dass Oper ohne Inszenierung keine Oper ist, werden wohl nur wenige sofort unterschreiben. Davon abgehen habe ich konzertante Aufführung gesehen, bei denen szenisch mehr und überzeugenderes passierte als in mancher Inzsenierung. Was ich schlimm finde, sind Aufführungen, bei denen eine vergessene Opernrarität, die keiner der Ausführenden vorher kennt, in 3 oder 5 Tagen einstudiert und mit Klebe-in-den-Noten-Mentalität umgebettet wird - eine Ausgrabung erfordert mehr Einsatz.

25. August 2021
14:46
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Amfortas_3
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@Christina

"Amfortas, ja, die Oper ist ein Gesamtkunstwerk, aber die Musik steht im Vordergrund."

Das ist IHRE Meinung. Da Ponte oder von Hoffmannsthal hätten Ihnen genau so widersprochen wie Richard Wagner. Sobald etwas "im Vordergrund" steht, handelt es sich um kein Gesamtkunstwerk mehr. Das Im-Vordergrund-Stehen widerspricht dem Prinzip des Gesamtkunstwerks.

"Das Publikum war von dem Grazer Dirigenten sehr angetan, oder habe ich das falsch gehört?"

Die Leistung des Dirigenten beurteile ich anhand des musikalischen Ergebnisses und nicht nach der Intensität des Beifalls.

25. August 2021
14:11
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Christine
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22. Januar 2021
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Natürlich ist eine szenische Umsetzung einer halbszenischen vorzuziehen, oder besser gesagt, war. Wenn die szenische Umsetzung mit dem Werk nach Ansicht des Opernbesuchers nichts mehr zu tun hat, dann wird es halt für diesen Besucher schwierig.

Dalmont, bei Ihnen verstehe ich ja vieles nicht, aber das liegt wahrscheinlich an mir. Wieso gehen Sie in keine Freiluftaufführungen obwohl die zwei, die sie besucht haben, Ihnen gefallen haben? Ich war in Verona in vier aus verschiedenen Gründen schönen Aufführungen. Noch als Schülerin habe ich in der Burg in Friesach eindrucksvolle Aufführungen (Theaterstücke) gesehen, ebenso in Bregenz auf der Seebühne. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, werde ich wieder gehen.

Amfortas, ja, die Oper ist ein Gesamtkunstwerk, aber die Musik steht im Vordergrund.

Wie der tote Scarpia vom Podium kam, war mir ziemlich egal. Ich war froh, dass er erstochen wurde, wie es im Textbuch vorgesehen ist, und sich nicht wieder aufraffen und weiter morden konnte.

Das Publikum war von dem Grazer Dirigenten sehr angetan, oder habe ich das falsch gehört?

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