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Tageskommentar - zu viele Sänger ... ... | OnlineMerker | Forum

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Tageskommentar - zu viele Sänger ... ...
12. Mai 2019
22:11
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UwePaul
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Es wird doch keiner gezwungen, Gesang zu studieren. Wer sich mit dem "Markt" befasst, muss doch merken, wie das Angebot ist und wie die Nachfrage sein muss.

Man sollte nicht anderen die Vorwürfe machen, sondern auch den Studierenden, weil sie ein bisschen zu arglos sind, um mich vorsichtig auszudrücken. In der heutigen Zeit sollte jeder so intelligent sein, und abwägen. Ich glaube eher, das sich viele selbst überschätzen und sich zu sehr als kommender Weltstar sehen, der er/sie nie sein wird, aufgrund der eigenen Möglichkeiten

12. Mai 2019
19:41
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lavoce
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Iris sagt
An der Ausbildung liegt es nur zum geringen Teil. Der Markt ist überfüllt und kann die jungen Künstler nicht mehr aufnehmen. Aus aller Welt drängen diese in den deutschprachigen Raum.Man muss sich am Markt orientieren - wie in anderen Berufen auch!

Als Gesangslehrer lässt sich gutes Geld verdienen - auf Kosten der Schüler, denen man nicht die Wahrheit über die Berufsaussichten sagt.

Es ist traurig - aber es wird sich nicht ändern!  

Wer ist "der Markt"?

Wissen Sie, wie viele Musikunis gibt es in Österreich? 5. Mit ca 50 Gesangslehrern, nur für Solo-Gesang.(Da sind aber die Pädagogik, Lied, Oratorium,Musical noch nicht dabei.)

Die Konservatorien sind in dieser Zahl auch nicht inkludiert. 

Sehen Sie, wo ich hindeute? Diese Zahlen sind astronomisch!!!

Wenn jeder dieser Lehrer im Schnitt 10 Schüler hat, sind es 500 im Jahrgang.Auch,wenn wir es nach unten abrunden, und sagen 300 Studenten, ist das ein Wahnsinn. Nur auf der Uni. Und jetzt surfen Sie ein bisschen im Netzt, schauen Sie sich  in unseren Nachbarsländern um (Deutschland, Schweiz,Italein) und rechnen Sie aus, wie viele Musikunis es gibt.Die unter gleichen Bedingungen arbeiten,wie unsere (da sie das Geld quasi pro Kopf bekommen, werden halt viele Studenten aufgenommen!).

Und dann zählen Sie nach, wie viele Opernhäuser gibt es, die diese Leute beschäftigen sollen.

Diese Rechnung kann nicht aufgehen.Rein statistisch nicht.Praktisch noch weniger,weil so wie Sie richtig bemerkt haben, auch zahlreiche Sänger aus den USA und Asien nach Europa strömen.

Ich bin der Meinung, dass der Kunstgesang zur Massenwarenproduktion vorkommen ist, was nicht richtig ist.

Der sogenannte Mark ist überfüllt,weilt weltweit viel zu viele Sänger ausgeblidet werden.Deshalb werden sie später als Ware eingesetzt  und keiner schert sich um sie.Der Nachschub kommt ja gleich.Wäre die Selektion vorher größer, hätte auch "der Markt" keine Chanche in diesem riesigen becken zu fischen.

Gruß,lavoce

12. Mai 2019
16:52
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HansLick2
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im winter 2019 wurde der in memorian elena obratzowa gesangswettbewerb gestreamt, nur tenöre.  ich sah einige sequenzen mit interessanten stimmen.

am 24. mai 2019 werden 4 oder 5 von den jungen sängern im musikverein, glaube brahmsaal, vorgestellt, singen. ich bin sehr neugierig darauf.

mein rat: hingehen, anhören, urteilen.

12. Mai 2019
16:11
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Gast
Gast
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@11 Herzlichen Dank für den Link zur Leseprobe, die ich soeben ausschnittsweise gelesen habe und die mich zum Entschluss gebracht hat, mir gleich heute abend dieses Buch („Opernsänger mit Zukunft“) zu bestellen. Das ist mit 20 Euro wert. Danke für den Tipp!
Das Dohmen-Video kenne ich bereits. Ja, es stimmt alles, was er sagt, aber naja, der Dohmen ist ja als Opernsänger nicht grad das Maß aller Dinge. Wobei ich gerechterweise sagen muss, dass ich seine Stimme erst 2010 kennengelernt habe, als er schon über seinem Zenit war.

@12 Wie ist denn das System im europäischen nicht-deutschsprachigen Raum? Das würde mich interessieren, haben Sie da Informationen? (Ich kann nur so viel sagen, dass ich vor einem halben Jahr in Tschechien einer Studenten-Opernaufführung beigewohnt habe, und wenn DAS das Niveau der zukünftigen tschechischen Opernsänger ist, dann gute Nacht.)

12. Mai 2019
9:16
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Iris
Gast
Guests

An der Ausbildung liegt es nur zum geringen Teil. Der Markt ist überfüllt und kann die jungen Künstler nicht mehr aufnehmen. Aus aller Welt drängen diese in den deutschprachigen Raum.Man muss sich am Markt orientieren - wie in anderen Berufen auch!

Als Gesangslehrer lässt sich gutes Geld verdienen - auf Kosten der Schüler, denen man nicht die Wahrheit über die Berufsaussichten sagt.

Es ist traurig - aber es wird sich nicht ändern!

12. Mai 2019
8:25
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lavoce
Gast
Guests

Gurnemanz sagt
Danke für Ihre Erläuterungen! Klingt alles sehr plausibel - aber denken Sie nicht auch, dass die Mängel zum Teil auch in der Ausbildung liegen? 

https://www.bertelsmann-stiftu.....58-7_1.pdf

Bitte,nachlesen.Dann wird der Spruch "die Ausbildung ist toll, die Sänger sind technisch besser als früher" endlich mal aus der Welt geräumt.

Ein klitzerkleine Prozentsatz der Sänger, die das Studium abgeschlossen haben, bekommt einen Job.Aber nicht als Solosänger, nein, als irgendeine Art Sänger.

Da kann man nich von einer guten Ausbildung reden.Wenn das System so viele Arbeitslose produziert, stimmt etwas nicht.

 

Hören sie sich an,was ein erfahrener "Alter Knacker" (Zitat: Albert Dohmen) über die Ausbildung und den Beruf sagt. Auf dem Youtube Kanall: What's Opera Doc-For Profesional Opera Singers gibt es viele Themen, die da aufgegriffen werden.Ein Blick hinter den Kulissen lohnt sich manchmal um eine ein bisschen realistische Perspektive zu gewinnen.

t=409s

 

Gruß,lavoce

11. Mai 2019
15:14
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Gast
Gast
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Wenn sie zwei, dreimal was ablehnen, werden sie sicher nicht mehr gefragt,.....

 

Ablehnen geht gar nicht. elegenheiten müssen, in allen Berufen aber hier mehr denn je. beim Schopf gepackt werden. Ich denke da an die junge Sopranistin Nikola Hillebrand, die in Dresden bei der Fledermaus eingsprungen ist und fast ohne Probe die Fernsehübertragung bravourös mitgemacht hat. So eine Chance kommt nicht so schnell wieder, die muss ergriffen werden

 

11. Mai 2019
14:22
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Gast
Gast
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Ja, da sind wir uns ja komplett einig! Danke auch für den Innsbruck-Tipp, ich kenne das dortige Landestheater noch gar nicht, möchte das aber in der kommenden Saison ändern, da mich das dortige Programm sehr anspricht! Posten erhält man ja bekanntlich nicht durch Fachwissen, sondern durch Beziehungen - deshalb die vielen Fehlbesetzungen.

Was würden Sie jungen Sängern raten? Möglichst lang im Ensemble eines kleinen Hauses bleiben und dort heranwachsen? Das ist zwar eine halbwegs (mehr oder weniger) sichere Variante, aber vielleicht auch nicht das, was man sich als junger Sänger wünscht. Keine Ahnung, was würden Sie da empfehlen?

Eines ist auf jeden Fall wichtig: Einen guten Lehrer haben und Leute kennen, die kompetent sind und einem auch mal ganz ehrlich sagen: "Heast, das war jetzt wirklich schlecht". Wenn man immer nur gelobt wird und nicht genug selbstkritisch ist, ist der Anfang vom Ende schon vorgezeichnet. 

11. Mai 2019
12:40
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Gast
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Ja, kan Ihnen da nur recht geben!  Genau diese "Attacke" , der persönliche "Touch" fehlt oft,  wie Soie völlig richtig sagen, es muss alles "rund" und "schön" abgehen...muss es daß den wirklich???? 

   Mit den Intendanten stimmt leider in sehr vielen Fällen , wenn es auch etliche Ausnahmen gibt  ( Herr  Reitmeier in Innnsbruck zum Beispiel, ..)

Ja, das auf alle Fälle!   Wenn sie zwei, dreimal was ablehnen, werden sie sicher nicht mehr gefragt, es gibt ja ohnedies sooo viele, da frägt man dann  lieber eine, die gleich ja sagt, und keine "Umstände" macht...  traurig, aber so ist es!   

11. Mai 2019
2:47
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Danke für Ihre Erläuterungen! Klingt alles sehr plausibel - aber denken Sie nicht auch, dass die Mängel zum Teil auch in der Ausbildung liegen? Früher hat man auf die Stimmen hinaufgehaut, viele sind daran zugrundegegangen, dafür hat es auch mehrere WIRKLICH gute Stimmen gegeben (zu denen man jetzt im Detail stehen kann, wie man will, aber trotzdem). Heute gibt es zahlreiche mittelmäßige gute Sänger, aber alles muss stimmlich locker-flockig gehen, man darf kaum mal richtig Gas geben. Die Stimmen würden aber generell auch mal was aushalten.

Was Sie über die "Provinz" sagen, kann ich nur bestätigen - ein Beispiel: Hans Schöpflin war letztes Jahr in Linz ganz grandios in der Mörderpartie des Aschenbach (Death in Venice).

Viele Intendanten sind ja auch ziemlich ahnungslos.

Allerdings füchte ich, dass sich so bald nichts ändern wird. (Junge) Sänger müssen um Engagements kämpfen, da nimmt man auch mal was an, das nicht zur Stimme passt. Da müsste man - wie gesagt - in der Ausbildung ansetzen und im Laufe des Studiums den Leuten klarmachen, dass sie vielleicht mal anders ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen als durch Musik.

Aber generell ist das alles eine unerfreuliche Sache, leider.

9. Mai 2019
22:23
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Ich denke gar nicht, daß es an der Ausbildung liegt...vom Technischen her sind manche heute sogar besser als früher ausgebildet - theoretisch zumindestens!  Aber:  es gibt keine "Reifezeit" mehr, große Talente  - die auch noch gut aussehen müssen!!!  - werden gnadenlos hineingeworfen in Dinge, die viel zu früh kommen, mit "jugendlichem Schwung" und  unverbrauchtem Material ein paar Mal gut gehen, .... dann werden sie abgelegt und andere geholt - es gibt ja genug! Oder, wenn sie schon zu "Stars" aufgebaut worden sind, gut vermarktet ! Weil dann bejubelt Otto Normalverbraucher sowieso was ihm als "star" vorgesetzt wird. Groß ist dann die Überraschung, wenn dann mal jemand "in der Provinz" jemand hört, "namenlos", aber weit besser!   Die grosse Karriere bleibt so einem "Besseren" aber ganz sicher verwehrt, mit 35 oder gar 40 wird man nicht mehr zum "Star" gemacht.

      Zum anderen scheitern viele auch daran, die KEINE Ahnung von Größen der Vergangenheit, teilweise sogar der unmittelbaren Vergangenheit und ihren vorgängerkolegen haben!   Das geht halt gar nicht!  Gerade Operngesang ist Erfahrungen, Traditionen weitergeben, sich von Vorbildern das herauszupicken, das einem selber helfen kann! Keine "Kopierversuche" - die gehen immer schief! - sondern am Guten und vllt nicht so Optimsalen der anderen lernen, reifen! Dann entsteht Persönlichkeit, dann entsteht auch etwas Lebendiges, dann kann man etwas Eigenständiges schaffen!  D a s  fehlt leider heute seehr oft! 

Aber es gibt sie noch, die Wißbegierigen, die Aufnahmensammler, die Bewunderer ihrer Vorgänger , unter den Jungen von heute. Das freut mich jedes Mal wenn ich so eine oder einen entdecke!

9. Mai 2019
15:01
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UwePaul
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Nr.4

irgend etwas läuft bei Ihnen auch schief. Wer hat denn angefangen zu pöbeln? Lesen scheint auch nicht Ihre Stärke zu sein

9. Mai 2019
14:53
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Gast
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Bitte lassen wir diesen Thread mit der interessanten und wichtigen Thematik nicht durch Provokationen wie Beitrag 3 stören. Nicht einmal ignorieren..

@1 Es scheint ja offenbar zu viele Sänger zu geben, aber zu wenige gute. Wieso ist das so? Und wie könnte sich das ändern? Ich nehme an, es krankt an der Ausbildung, aber was genau läuft da falsch?

9. Mai 2019
14:32
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UwePaul
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Anmerkung des Moderators: Dieser Beitrag wurde gelöscht, weil es gegen die Forumsregeln ist, andere Forumsteilnehmer zu beleidigen.

9. Mai 2019
13:30
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HansLick2
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Michta, haben sie gar eine lieblingsinterpretation des " koffer in berlin" liedes?

Laugh

8. Mai 2019
23:12
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Gast
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Ja, es stimmt, bei Gesangswettbewerben treten gehäuft leichte Soprane auf, man hört weiß ich wie oft "Batti, batti", und Norina und Rosina... furchtbar. Und es stimmt was Meister Cupak über "Ausbildner" sagt....  Man müsste viel öfter den Armen sagen: "Leutln, mit diesem Stimmerl habt ihr keine Chance!" Wäre ehrlicher!

Apropos "ehrlich",  auch was AC zu dem letztklassigen Satiriker sagt stimmt. Unterboten nur vom ORF, der so einen in eine "Kultursendung" einlädt ( wobei die Montagsendung sowieso schon lang nix mehr mit Kultur zu tun hat, eher Propagandasendung...) . Ja und leider hat er auch da Recht, dass es auch unter unseren deutschen Brüdern , die ich eigentlich sehr sehr gerne mag, echte Volltrotteln gibt!

   Warum mir wohl  gerade jetzt das schöne Lied  "Ich hab noch einen Koffer in Berlin " einfällt...?

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