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Studie Theaterbesucher : Vielbesucher, Gelegenheitsbesucher, Nichtbesucher | Seite 4 | OnlineMerker | Forum

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Wir überprüfen nun die Möglichkeit eines Forums, bei dem man die Wortmeldung zuerst dem Moderator senden muss, der dann darüber entscheidet, ob der Beitrag den Forumsregeln entspricht und der nur selbst online stellen kann. Ob wir da fündig werden und uns das leisten können oder wollen, werden wir ohne jeden Zeitdruck entscheiden.

Aber das  widerspräche meiner Mentalität, denn das Freie Wort ist für mich ein hohes Gut. Schade dass es soweit kommen musste!

Ich bedanke mich bei den Diskutierern, die stets fair waren und unschuldig an der Einstellung sind. Mit den ganz wenigen "Verursachern" möchte ich aber keinen weiteren Kontakt haben und bitte dies zu respektieren. 

Mit Grüßen

Anton Cupak, Herausgeber Online-Merker

 

 

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Studie Theaterbesucher : Vielbesucher, Gelegenheitsbesucher, Nichtbesucher
15. Juni 2022
17:33
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timtheotinn
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Forumsbeiträge: 27
Mitglied seit:
19. Januar 2022
sp_UserOfflineSmall Offline

Dank Despinas Rat habe ich mich redlich bemüht neu zu formatieren - bis auf den letzen Satz ist es zumindest besser geworden!

Studie Theaterbesucher: Vielbesucher, Gelegenheitsbesucher, Nichtbesucher

Sachliche, kompetente, ernsthafte und hilfreiche Darstellung von HH im letzten Treat entspricht schlüssig einem tatsächlichen Mediziner, meinem Erleben und Weltläufigkeit. Von mir ein letzter Beitrag im Online-Merker.

Besucherschwund im Theater: ob dies durch geschwurbelte Behauptungen in Politik- Verschwörungsphantasmen überhaupt eine Rolle spielt ist zu bezweifeln. Dies ist These. Jede weitere politische Thematisierung ist in diesem Treat nicht zulässig, belastet und sollte sofort gelöscht werden. Ggf. kann man den Herausgeber bitten dafür redaktionellen Platz einzuräumen. Hier soll über aktuelles Musiktheater Austausch stattfinden.

Die wissenschaftliche Studie der Uni Hildesheim weist nach, dass auch schon bis Anfang 2020 Musiktheater unzeitgemäßes Phänomen (Casus non grata) geworden ist, gemessen an der Publikumsakzeptanz.

Die neue Moderatorin geht hier sehr angemessen vor – Kompliment! Ich entschuldige mich für meine erste Einlassung und hoffe, dass alle Beiträge (insbesondere selbstentlarvende) erhalten bleiben.

Ich werde mich allgemeinem bedeutsamem Bewußtsein anschließen, Besuche nach über 40 Jahren einstellen. Gründe s.u.

Theater in der Legitimationskrise? Repräsentative Bevölkerungsbefragung! (Ohne Pandemie etc. von Anfang 2020)

Theaterbesuche Vielbesucher, Gelegenheitsbesucher, Nichtbesucher (Schaubild s. Seite 14, bin leider nicht in der Lage einzukopieren)

https://www.krisengefuege.thea.....bnisse.pdf

Nur 10 % regelmäßige Theaterbesucher! Mit dieser ohnehin kritischen Masse ist somit unter normalen Bedingungen schon keine selbsttragende Funktion gegeben. Es bleibt Synthetik durch maßgebliche staatliche Subvention (ohnehin erst seit ca. 100 Jahren), jenseits vitaler Existenz.

Pandemie etc., daraus kolportierte angeblich grundlose Massendynamik (Besorgnis nach H H ist relevant!) bleibt außen vor. Mit der Behauptung, dass dies Ursache, nicht nur temporärer Anlass bestehender grundsätzlicher Unzufriedenheiten sei, schrumpfen Zahlen gem. Studie noch weiter.

Gewichtungen „pro und contra“ dramaturgisch fragwürdiger szenischer Einrichtungen sind nicht enthalten. Contra wird den Schwund inflationär vergrößern. Es wird sich zeigen, ob mangelhafte Inszenierungen oder äußere Umstände Besucherschwund verursachen, bzw. Neuzugänge verhindern.

Wenn einer Wiener Staatsoper sogar während Vorstellungen Großteile der Besucher schwinden, überzeugt wohl Dargebotenes wenig, liegt es an der Inszenierung.

Es wird immer augenfälliger, dass nur Minderheiten unschlüssige Inszenierungen (Regietheater mittlerweile seit 40 Jahren antiquiert) noch als zukunftsträchtige Qualität einschätzen.

Im Treat „TTT – Abschied“ habe ich die aktuell inflationär fehlende nötige Durchdringung einer Partitur in Musik und Szene, Bewertung daraus resultierender Gefühle, der Hoffnung auf Umsetzung wissenschaftlich nachgewiesener Quantenphysik dargestellt.

Der Gehalt einer Komposition spricht nachweisbar klare Strukturen in unseren Körpern an,wenn dieser berücksichtigt wird. Dem will Musiktheater derzeit nicht genügen. So wird Sprache, Ausdruck, Identität verloren, durch Aufgabe seiner Bedeutungen. Die unterbewussten emotionalen Eindrücke können dann im besten Fall nur noch irritieren, nicht klar und förderlich sein.

Nachlassendes Publikumsinteresse könnte selbstreinigende Wirkung haben, wird hinsichtlich massiver wirtschaftlicher zukünftiger Probleme kaum noch Subventionen von einigen Milliarden € ermöglichen (s.https://onlinemerker.com/tim-t.....-die-welt/).

Neben optisch/inhaltlichen Defiziten reduzierte sich der akustische Teil in den letzten 20 Jahren – neue Stimmen wirken in den Stimmfächern stereotyp mit ähnlichen bis gleichen Timbres, Wiedererkennungswerte sind rar. Und die vielen hochgespülten neuen musikalischen Einrichter* innen, Dirigent *innen erreichen kaum den Stellenwert von z. B. Thielemann (in seinen Kernkompetenzen) und Petrenko. Unkundiger Gefälligkeitsjounalismus tut sein Übriges. Kompetente Rezensenten im Onlinemerker sind ehrliche Seltenheit.

Warum soll ich dann noch gute 3stellige Beträge für einen Theaterbesuch investieren, statt mich meiner hochwertigen HighEnd – Audio-Anlage zu widmen, meine Plattensammlung zu ergänzen, mich uneingeschränktem Genuss hinzugeben.Wie Trennung von meiner Ehefrau mir in übergroßer Liebe zusetzte, erkenne ich heute, dass ich nicht die heutige Person herbeisehne, sondern die Erinnerung an Bezauberndes, das es nicht mehr gibt.

Aktuelles Musiktheater (Ausnahme z. B. Gärtnerplatz -Theater) ist antiquierte hohle Entwertung, findet seine Allegorie in Kadavisierung, pathologischem Auseinandernehmen vitalen Kulturguts.

Hochkultur: Inszenierungen sind oft im Prollo-/ Trash Milieu. Pornofilme mit klassischer Musik bleiben Pornos! Klassische Musik im Trash-/ Prollo-Milieu bleibt Hochkultur? (s. Openthesaurus Trash/Prollo: ordinär, ohne Manieren, Banausen, Krempel, Gerümpel, Kram, Driss, Filefanz, Gedöns, Gelumpe, Geraffel, Killefit, Kladderadatsch, Rams, Schnickschnack, Zinnober, Müll, wertloses Zeug, sinn- u. zwecklos)

Aktuelle Szenenerfinder wie Stone, Kratzer, Serebrennikov u.a. basteln mit schrägem, ungarem Wissen, mangelhaftem dramatischen, ohne dramaturgisches Vermögen eigene Geschichten. So werden nicht mal Abrisskalender-Weissheiten erreicht.

Beispiel Meistersinger Berlin:

Kernthema /dramatischer Konflikt ist ein älterer Schuster (Hans Sachs), auch philosophisch, poetisch ambitioniert (Fliedermonolg: „Fass ich es ganz, kann ich’s nicht messen! Doch wie soll ich auch fassen, was unermesslich mir schien!“), der trotz dieser intellektuellen Möglichkeiten im 2. Frühling ein junges Mädchen für sich zu gewinnen glaubt.

Real kommt er zur Einsicht, in Altersweisheit tritt er zurück, um sich dann in reaktionäre nationalistische Deutschtümelei zu verirren = ganz heutige brisante Themen, die sich inszenatorisch konfrontativ als komplexes Menschenbild zeigen könnten!

Ich hab vor gefühlten „100 Jahren“ in einer solchen Inszenierung gearbeitet.

Spannend wird es, da man ohne „Zaunpfahl“ unsere Wirklichkeit in Wagners Genialität zeitlos erlebt. Da ist ein vitaler Mensch, im Widerstreit von Gefühlen, Weltanschauungen und Intellekt, wenn man das in Vorbereitung szenischer Umsetzung erkennen kann und will.

Ein überidealisierter, völlig stilisierter junger Sturm- u. Drang- Typ (Ritter Stolzing) ist dagegen nicht von dieser Welt! In irrationaler Überhöhung jenseits unserer fassbaren Welt, in „Hedwig Courths-Mahler“ – Manier, triumphiert der Ritter unrealistisch in Allem – bei der und dem Schönen (Frau + Gesang), ist mglw. verlogener Sympathieträger mit Überlegenheits-Dünkel.

Dann gibt es da noch einen Vertreter überkommener Zivilisationszwänge (Beckmesser), der Kunst, das ganze Leben in buchhalterischer Manier in lebensfremde Kategorien, Regeln, Pflichten pressen will – ganz so wie wir unseren Bürokratismus heute auch erleben.

In Berlin hat man alles in eine Musikhochschule mit NS – Vergangenheit ohne jede dramaturgische Anbindung an die Vorlage verschoben, ein neues Drama geschaffen, in dem im Wesentlichen Körpersäfte ausgetauscht werden und man sich ansonsten beliebig durch die Handlung hangelt. Wollen da alle nur tumber triebhafter Sexualität frönen?

Wieder wird Zeugnis fehlenden Inszenierungs-Handwerks offengelegt, wenn man dramaturgische Sichtung, also Konzentration auf musikalischen und wortformulierten Inhalt und Text als sinnvoll erachtet. Dass beliebige Flachheiten - jenseits aller Werkbezüge - auch irgendwie die Zeit vertreiben, kann keine immanente Dramaturgie im Erzählen einer Geschichte ersetzen.

 

 

 

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