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24. Juni 2020
11:36
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toni
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Davidstimme als Stolzing

24. Juni 2020
1:10
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mmnischek
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Richard Wagner:

Die Meistersinger von Nürnberg

Bayreuth 2017

Orchester und Chor der Bayreuther Festspiele
Leitung: Philippe Jordan
Regie: Barrie Kosky

Hans Sachs, Schuster – Michael Volle [Wagner]
Veit Pogner, Goldschmied – Günther Groissböck [Liszt]
Kunz Vogelgesang, Kürschner – Tansel Akzeybek
Konrad Nachtigall, Spengler – Armin Kolarczyk
Sixtus Beckmesser, Stadtschreiber – Johannes Martin Kränzle [Hermann Levi]
Fritz Kothner, Bäcker – Daniel Schmutzhard
Balthasar Zorn, Zinngießer – Paul Kaufmann
Ulrich Eisslinger, Würzkrämer – Christopher Kaplan
Augustin Moser, Schneider – Stefan Heibach
Hermann Ortel, Seifensieder – Raimund Nolte
Hans Schwarz, Strumpfwirker – Andreas Hörl
Hans Foltz, Kupferschmied – Timo Riihonen
Walther von Stolzing – Klaus Florian Vogt
David, Sachsens Lehrbube – Daniel Behle
Eva, Pogners Tochter – Anne Schwanewilms [Cosima]
Magdalene, Evas Amme – Wiebke Lehmkuhl [Cosimas Zofe]
Ein Nachtwächter – Karl-Heinz Lehner

Wahn! Wahn! Überall Wahn!
Wohin ich forschend blick'
in Stadt- und Weltchronik,
den Grund mir aufzufinden,
warum gar bis aufs Blut
die Leut' sich quälen und schinden
in unnütz toller Wut!
Hat keiner Lohn noch Dank davon:
in Flucht geschlagen, wähnt er zu jagen.
Hört nicht sein eigen Schmerzgekreisch,
wenn er sich wühlt ins eig'ne Fleisch,
wähnt Lust sich zu erzeigen.
Wer gibt den Namen an?
‘s ist halt der alte Wahn,
ohn' den nichts mag geschehen,
‘s mag gehen oder stehen!
Steht's wo im Lauf,
er schläft nur neue Kraft sich an;
gleich wacht er auf,
dann schaut, wer ihn bemeistern kann!
Wie friedsam treuer Sitten
getrost in Tat und Werk,
liegt nicht in Deutschlands Mitten
mein liebes Nürenberg!
Doch eines Abends spat,
ein Unglück zu verhüten,
bei jugendheissen Gemüten,
ein Mann weiss sich nicht Rat;
ein Schuster in seinem Laden
zieht an des Wahnes Faden.
Wie bald auf Gassen und Strassen
fängt der da an zu rasen!
Mann, Weib, Gesell und Kind
fällt sich da an wie toll und blind;
und will's der Wahn gesegnen,
nun muss es Prügel regnen,
mit Hieben, Stoss' und Dreschen
den Wutesbrand zu löschen.
Gott weiss, wie das geschah? -
Ein Kobold half wohl da!
Ein Glühwurm fand sein Weibchen nicht;
der hat den Schaden angericht't.
Der Flieder war's:
Johannisnacht. -
Nun aber kam Johannistag! -
Jetzt schau'n wir, wie Hans Sachs es macht,
dass er den Wahn fein lenken kann,
ein edler' Werk zu tun.
Denn lässt er uns nicht ruh'n
selbst hier in Nürenberg,
so sei's um solche Werk',
die selten vor gemeinen Dingen
und nie ohn' ein'gen Wahn gelingen.

24. Juni 2020
0:51
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mmnischek
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A Midsummer Night’s Dream

USA, 1935 - Länge 132 Minuten
 
Regie: Max Reinhardt, William Dieterle
Drehbuch: Charles Kenyon, Mary C. McCall jr.
Produktion: Henry Blanke
Musik: Felix Mendelssohn Bartholdy, Leo F. Forbstein (Musikalischer Direktor), Erich Wolfgang Korngold (Adaption)
Kamera: Hal Mohr
Schnitt: Ralph Dawson
 
„Eng an das Bühnenstück angelehnt, glanzvoll ausgestattet, mit filmischer Trick-Zauberei phantasievoll ausgeschmückt und gut gespielt.“
– Lexikon des internationalen Films
 
„Theaterguru Max Reinhardt und William Dieterle verwandelten William Shakespeares amourösen Klassiker in eine überbordende Hollywood-Fantasie.“
– Cinema
 
Hof von Athen
 
Ian Hunter: König Theseus
Verree Teasdale: Königin Hippolyta
Dick Powell: Lysander
Ross Alexander: Demetrius
Olivia de Havilland: Hermia
Jean Muir: Helena
Grant Mitchell: Egeus, Hermias Vater
Hobart Cavanaugh: Philostrat
 
Schauspieltruppe
 
Frank McHugh: Squenz (Quince)
Dewey Robinson: Schnock (Snug)
James Cagney: Zettel (Bottom)
Joe E. Brown: Flaut (Flute)
Hugh Herbert: Schnauz (Snout)
Otis Harlan: Schlucker (Starveling)
Arthur Treacher: Epilog
 
Die Elfen
 
Victor Jory: König Oberon
Anita Louise: Königin Titania
Mickey Rooney: Puck
Nini Theilade: die tanzende Fee
Katherine Frey: Bohnenblüte
Helen Westcott: Spinnweb
Fred Sale: Motte
Billy Barty: Senfsamen
Sheila Brown: Indischer Prinz
 
22. Juni 2020
23:25
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mmnischek
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Stars of the White Nights

Mariinsky Opera - Gala Concert

since JUNE 22ND Monday, 19:00

https://mariinsky.tv/e

Mariinsky Opera Soloists
The Mariinsky Orchestra
Conductor: Valery Gergiev

Arias and orchestral excerpts from the operas by Johann Strauss, Charles Gounod, Pietro Mascagni, Amilcare Ponchielli, Giacomo Puccini, Richard Wagner, Léo Delibes, Jules Massenet, Umberto Giordano, Pyotr Tchaikovsky

22. Juni 2020
17:48
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mmnischek
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@toni: ja, wahrhaftig ein Genuß! - Schön, daß Sie es auch so empfinden!

__________________________________________________________________

Verfügbar ab 24.06., 18 Uhr bis 26.06.2020, 18 Uhr

https://www.staatskapelle-dresden.de/mediathek/mittwochsmitschnitt/

A Chinese night

Classical Music Open Air In Dresden

Chen Gang/He Zhanhao: Parts from “The Butterfly Lovers’ Violin Concerto”

Nikolai Rimsky-Korsakov: Capriccio Espagnol, Op. 34

Sergei Rachmaninoff: Piano Concerto No. 3 in D minor, Op. 30

Vladimir Horowitz: Variations on a theme from Georges Bizet’s “Carmen”

Sergey Prokofiev: March from “The Love For Three Oranges”

Conductor: Xian Zhang

Staatskapelle Dresden

Piano: Yuja Wang

Violin: Mengla Huang

Video Directors: Victor Grandits, Hanna Henigin

22. Juni 2020
12:10
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toni
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Forza

Tolle Stimmen, großartiger Bastianini, zuhören purer Genuß!

21. Juni 2020
1:04
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mmnischek
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https://ok.ru/video/1075646040693

Giuseppe Verdi: La Forza del Destino

Teatro San Carlo Napoli, March 15 1958

Cast: Renata Tebaldi, Franco Corelli, Ettore Bastianini, Boris Christoff, Oralia Dominguez, Renato Capecchi, Giorgio Algorta
Conductor: Francesco Molinari-Pradelli
Orchestra: Orchestra del Teatro di San Carlo Napoli

21. Juni 2020
0:41
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mmnischek
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Und hier eine wirklich singuläre Opernaufnahme, die sicher viele kennen, mit dem - wie ich finde - besten aller Sänger des Bariton-Fachs: Ettore Bastianini:

https://my.mail.ru/mail/olga_shved/video/433/16412.html

Giuseppe Verdi: Il Trovatore

Studio RAI Milano, April 1957
Cast: Mario del Monaco, Leyla Gencer, Ettore Bastianini, Fedora Barbieri, Plinio Clabassi
Conductor: Fernando Previtali 
Orchestra: Orchestra Sinfonicaa di Milano della RAI 
Chorus: Coro di Milano della RAI 
Chorus Master: Roberto Benaglio 
Stage Director: Claudio Fino
20. Juni 2020
23:50
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mmnischek
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Eine legendäre Theater-Aufführung:

Hier geht's zum Video "Platonov" - online bis 21. Juni 2020, 19 Uhr 

Platonov

von Anton Čechov / Stück in vier Akten und fünf Bildern / Aus dem Russischen von Peter Urban

Eine Aufzeichnung von ZDF/3sat 1990

REGIE: Jürgen Flimm

BÜHNE: Rolf Glittenberg

KOSTÜME: Marianne Glittenberg

MUSIK: Tassilo Jelde

LICHT: Hans Schirle

DRAMATURGIE: Wolfgang Wiens

BESETZUNG:

Elisabeth Schwarz (Anna Petrovna Vojniceva, Witwe, Generalin)
Sven-Eric Bechtolf (Sergej Pavlovič Vojnicev, Sohn General Vojnicevs aus erster Ehe)
Anne-Marie Kuster (Sofia Egorovna, seine Frau)
Fritz Lichtenhahn (Porfirij Semënovič Glogoljev 1, Gutsbesitzer)
Klaus Schreiber (Kirill Porfirijič Glagoljev 2, sein Sohn)
Claudia Kaske (Maria Efimovna Grekova, ein junges Mädchen)
Günther Flesch (Ivan Ivanovič Trileckij, Oberst a. D.)
Christian Grashof (Nikolaj Ivanovič, sein Sohn, Arzt)
Stefan Kurt (Isaak Abramovič 2, sein Sohn, Student)
Gerd Kunath (Timofei Gordejevič Bugrov, Kaufmann)
Hans Christian Rudolph (Michail Vasiljevič Platonov, Dorflehrer)
Annette Paulmann (Aleksandra Ivanovna (Saša),seine Frau, Tochter von I. I. Trileckij)
Hans Kremer (Osip, Pferdedieb)
Eric Schildkraut (Marko, Bote des Friedensrichters)
Oscar Ortega Sanchez (Jakov, Dienstbote der Familie Vojnicev)
Katharina Matz (Katja, Dienstbotin der Familie Vojnicev)

20. Juni 2020
17:11
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2020Loldi
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Forumsbeiträge: 53
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25. Februar 2020
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Sorry, Die Übertragung ist optisch leider ausgeufert  und für mich nicht zu vereinfachen  : Macht aber Krawall !

Heute Samstag einmal Royal Opera House, erst zum zweiten Mal seit dem Lockdown.  Und NICHT GRATIS . Es kostet 4 Pfund 99.  

20 June 2020, 7:30pm BST We are just a few hours away from our second live concert from the Royal Opera House stage since lockdown. Make sure to join us from the comfort of your home for a night of world-class opera and ballet.The programme includes: Frederick Ashton's rarely staged work Dance of the Blessed Spirits, performed by Royal Ballet Principal Vadim Muntagirov.A chamber arrangement of Das Lied von der Erde (The Song of the Earth), performed by David Butt Philip, Sarah Connolly and soloists of the Orchestra of the Royal Opera House.Tickets cost just £4.99*. Make sure to buy yours in advance to enjoy the concert live. If you are unable to join us, the recording will be available until 3 July.#OurHouseToYourHouse

 

 

 
19. Juni 2020
12:47
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mmnischek
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10. März 2020
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Auf diesem YouTube-Kanal, wird der Live-Stream heute Abend um 18 Uhr erscheinen und dort funktioniert es dann auf jeden Fall:

https://www.youtube.com/user/mupabudapest/videos

Hier nun der Walküre-Link direkt:

https://youtu.be/i2dpuhCRnMQ

Herzlichen Dank für Ihre tägliche Arbeit, Marina

19. Juni 2020
12:34
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ac
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16. Januar 2018
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Nochmals zum Budapester MÜPA-Ring

Danke für den offenbar Privatlink gestern. Aber wie komme ich zum Beispiel heute in die Walküre (mit Botha). Da haben mich bereits mehrere Opernfreunde gefragt. Gibt es einen Direktlink zum MÜPA. Youtube habe ich durchforstet, da werde ich nicht fündig.

Vielen Dank für eine Hilfe, einen Tipp

Gruß   A.C.

19. Juni 2020
12:00
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alcindo
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27. Februar 2018
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analphabet wird er sicher nicht gewesen sein, aber vielleicht konnte er nicht notenlesen, und irgendjemand hat das dann umgedeutet ...."musikalischer analphabet"

19. Juni 2020
11:21
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mmnischek
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10. März 2020
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Ja, die Behauptung, daß er Analphabet gewesen sei, wird wohl eher nicht zutreffen!

Die Rigoletto-Geschichte soll sich aber tatsächlich in Wien in den Jahren 1984 oder 1985 so zugetragen haben und zwar mit Stefan Soltesz am Dirigenten-Pult, als ganz kurzfristiger Einspringer für Hans Graf.

19. Juni 2020
11:13
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Christine
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7. September 2019
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Das ist ja witzig, was da jetzt für G'schicht'ln über Bonisolli auftauchen. Die glaube ich eher nicht. Was das da capo im Rigoletto betrifft, kann es wohl nicht in Wien gewesen sein. Vom Applaus her hätte er auch die Stretta im Trovatore wiederholen können.

19. Juni 2020
10:22
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Chenier
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28. Februar 2018
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Nein, das ist mir völlig neu, dass FB Analphabet gewesen sein soll, kann ich mir auch beim besten Willen nicht wirklich vorstellen.

Danke jedenfalls für die interessanten Tipps.

19. Juni 2020
2:19
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mmnischek
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10. März 2020
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Gewandhausorchester Leipzig

Leitung: Andris Nelsons

Peter Tschaikowski: Sinfonie Nr. 4 f-Moll, op. 36 

Aufnahme: 19./20. Dezember 2019

Verfügbar FR, 19. JUNI, 12 Uhr - SO, 21. JUNI, 12 Uhr
https://www.gewandhausorchester.de/stream/

Ein Stream kann keinen Konzertbesuch ersetzen. Aber er kann auch zuhause das unvergessliche Gefühl wachrufen, mit dem Tschaikowskis Musik live im Konzertsaal überwältigt und erschüttert, gefangen nimmt und befreit. Das macht es nicht einfacher, darauf verzichten zu müssen. Doch die »Videokonferenz« mit den Blechbläsern, die in den ersten Takten das schicksalshafte Motto der 4. Sinfonie verkünden, mit der Solo-Oboe des zweiten Satzes und den dauerzupfenden Streichern des dritten lässt Stimmungen, Erlebnisse und Begegnungen unmittelbar präsent und lebendig werden – und weckt Vorfreude: in kleinen Schritten kehrt ja bereits wieder Konzertleben ins Gewandhaus ein.

»Sie fragen mich, ob dieser Sinfonie ein bestimmtes Programm zugrunde liegt? Meistens beantworte ich derartige Fragen mit Nein«. Wahrscheinlich hätte sich Tschaikowski auch im Fall der 4. Sinfonie wieder mit einem schützenden »Nein« aus der Affäre gezogen. Doch er wollte die Fragende, die er zur Widmungsträgerin erkoren hatte, nicht enttäuschen. Es war Nadeshda von Meck, die reiche Witwe eines Eisenbahnunternehmers und leidenschaftliche Verehrerin seiner Musik. Ende des Jahres 1876 war sie als Mäzenin und Briefpartnerin in das krisengeschüttelte Leben Tschaikowskis getreten, der sich gerade vom gescheiterten Experiment einer Ehe erholte. Nadeshda von Meck begleitete von Ferne die Entstehung »ihrer« 4. Sinfonie, mit der sich Tschaikowski den Weg zurück in sein Künstlerleben bahnte. Auf ihre Frage nach der »Bedeutung« seiner Musik projizierte Tschaikowski schicksalshafte Ereignisse und Gemütszustände auf die Töne und deutete an, was er selbst mit dieser Musik verband. Doch (auto-)biographische Deutungen greifen immer zu kurz. Entscheidend ist nicht, was die Musik über den Komponisten mitteilt, sondern was sie jedem einzelnen über sich selbst offenbart. Darum vermied der sensible Komponist bei seiner Erläuterung konsequent die »ich«-Form:

»Die Einleitung birgt das Samenkorn der ganzen Sinfonie. Der Hauptgedanke ist das Fatum, jene verhängnisvolle Macht, die eifersüchtig darüber wacht, dass Glück und Frieden nie vollkommen und ungetrübt sind«. Der 2. Satz, in den die Oboe mit einem wunderbaren Solo hineinführt, »drückt jene Art von Schwermut aus, die den Einsamen umfängt, wenn er abends erschöpft ein Buch zur Hand nimmt, das ihm plötzlich entgleitet«. Beim 3. Satz, in dessen zauberhaftes Dauer-Pizzicato zünftig die Bläser hineinmarschieren, »denkt man an betrunkene Bäuerlein und ein Gassenliedchen. Irgendwo in der Ferne ziehen Soldaten vorbei. Der 4. Satz: Wenn du keine Freude in dir finden kannst, so blicke um dich. Die Heiterkeit eines Volksfests umfängt dich. Wie fröhlich alle sind! [...] Dies, meine liebe Freundin, ist alles, was ich Ihnen zur Erläuterung der Sinfonie sagen kann. Es ist vage und unvollkommen. Doch die Eigenart der Instrumentalmusik besteht ja darin, dass sie nicht genau analysierbar ist. Wo Worte versagen, beginnt die Musik...«

19. Juni 2020
2:14
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mmnischek
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10. März 2020
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Gewandhausorchester Leipzig

Leitung: Andris Nelsons

Håkan Hardenberger, Trompete

Modest Mussorgski: Vorspiel zur Oper »Chowanschtschina«
Mieczysław Weinberg: Trompetenkonzert B-Dur, op. 94

Aufnahme: 19./20. Dezember 2019

Verfügbar DO, 18. JUNI, 12 Uhr - SA, 20. JUNI, 12 Uhr
https://www.gewandhausorchester.de/stream/

Zum Glück konnten wir dieses Saison-Highlight realisieren: unseren Programmschwerpunkt zu Mieczysław Weinberg. Bevor wir am 27. Juni mit live-Kammermusik daran anknüpfen, erinnern wir heute an einen besonders eindrücklichen Weinberg-Abend. Damals im Dezember, als noch niemand darüber nachdachte, wie viele Viren wohl mit jedem Trompetenton durch den Saal wirbeln, gratulierten Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons, der selbst seine Musikerkarriere als Trompeter begann, und sein künstlerischer Freund und langjähriger Wegbegleiter Håkan Hardenberger dem Komponisten zum (mutmaßlichen) 100. Geburtstag. Weinbergs Konzert ist auch mit Publikum ein veritables Geisterkonzert – ein Maskenball mit verkleideter Klassik-Prominenz, ohne Spuck- und Spukschutz.

Aber zunächst lässt Modest Mussorgskis Vorspiel zur Oper »Chowanschtschina« musikalisch die Sonne aufgehen. Eine sanfte Streicherwelle hebt sich, helle Flötentöne lassen erste Lichtstrahlen der Morgendämmerung aufblitzen, Vogelstimmen der Bläser erwachen, flirrende Streichertremoli und Harfenklänge beschwören ein stimmungsvolles Tagesanbruch-Szenario. Wenig später verlangt eine Regieanweisung: Die Kirchenkuppeln werden von der aufgehenden Sonne beleuchtet. Es ertönt das Läuten zur Frühmesse. Doch die Glocken schlagen nicht – sie dröhnen, bedrohlich verfinstert von Pauke, Klavier, Tamtam und Kontrafagott. Es bleibt vorerst bei Momenten dunkler Ahnung. Das »Musikalische Volksdrama«, das die politischen Wirren zwischen 1682 und 1687 in Moskau um die Machtübernahme Peters des Großen, Glaube und Fanatismus, Liebe und Eifersucht zum Thema hat, gelangte nicht mehr zur Vollendung. Rimsky-Korsakow, Ravel, Strawinsky und – in unserem Fall – Dmitri Schostakowitsch ergänzten die Partitur nach Mussorgskis Tod.

Im unmittelbaren Umfeld Schostakowitschs, in ständigem Austausch und manchmal sogar im freundschaftlichen Wettstreit mit dem Kollegen schuf Mieczysław Weinberg 22 Sinfonien, 17 Streichquartette, 10 Konzerte, 8 Opern und Operetten, Ballett- und Filmmusiken sowie eine Fülle vokaler, kammermusikalischer und solistischer Werke. Schostakowitsch hatte dem 1919 oder 1918 in Warschau geborenen Juden nach seiner Flucht vor den Nationalsozialisten die Übersiedelung nach Moskau ermöglicht. Das Trompetenkonzert zeugt von feinem Humor, originellen Einfällen, raffinierter Formgestaltung und der überragenden Orchestrierungskunst Weinbergs, die Instrumentencharaktere herrlich zur Geltung bringt. Wie zumeist hatte Weinberg einen konkreten Interpreten im Sinn: den phänomenalen Solo-Trompeter des Bolschoi-Theaters Timofey Dokschitzer, dem das Konzert gewidmet ist und der es am 6. Januar 1968 in Moskau aus der Taufe hob.

Die bunte, abwechslungsreiche Musik löst viele Assoziationen aus: An Zirkusmusik lässt der mit Peitschenknall endende 1. Satz denken. Für Weinberg, der mit Unterhaltungsmusik aufgewachsen war, bot die Welt des Zirkus mit ihrem unverzichtbaren musikalischen Anteil ein wichtiges Betätigungsfeld. Dass Weinberg in den mittleren 60er-Jahren ferner neben Sinfonien und einer Fülle von Kammermusik auch Spiel- und Trickfilmmusiken schuf – darunter 1964 zur Geschichte um den Zirkuslöwen Bonifazius und 1968 zur russischen Version von »Pu der Bär« – kann man dem pointenreichen, akrobatischen Trompetenkonzert ebenfalls ablauschen. Glockenschläge rufen zum Finale eine musikalische Geisterstunde aus. Die charmante Karikatur von Felix Mendelssohn Bartholdys »Hochzeitsmarsch«-Fanfare aus der »Sommernachtstraum«-Musik wird nicht das einzige (Beinahe-)Zitat bleiben und ist typisch für Weinbergs Werke dieser Schaffensphase. Rimsky-Korsakow und Strawinsky grüßen von Ferne, das Streicher-Tutti probierts mal mit der Gemütlichkeit eines Walzers, die Solo-Violine schlägt ebenfalls etwas Unterhaltendes vor, was sogar beinahe zum Walzer der anderen passt, jedoch über eine irrlichternde Floskel nicht hinauskommt. Immer gespenstischer wird das Tönen auf diesem Friedhof der Schunkeltiere. Ausgerechnet das Xylophon stimmt mit skelettösem Klappern für die Trompetenfanfare aus Bizets Carmen, die Kontrabässe plädieren für Mendelssohn, die Trompete trillert lahm und betreten. Bis der Satz richtig in Gang kommt, dauert es erstaunlich lang, denkt man noch – da ist er schon vorüber. Das verrostete Friedhofstor fällt schallend ins Schloss, alle Träume und Alpträume sind effektvoll zerplatzt, die alten Geister haben wieder ihre Ruhe.

19. Juni 2020
1:58
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mmnischek
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Globe Theatre, London

William Shakespeare

A Midsummer Night’s Dream

https://www.shakespearesglobe.com/watch/a-midsummer-nights-dream-2013-youtube-premiere-2020/

 

Watch our 2013 production of A Midsummer Night’s Dream, available to stream from Monday 15 June until Sunday 28 June 2020. The original performance took place at the Globe Theatre, London, in summer 2013.

An enchanted forest charms a disenchanted court. In Athens a daughter’s disobedience forces two lovers to flee to the woods, pursued by the two lovers they rejected. In the woods, amateur actors rehearse a play, while the king of fairies plays tricks and captivates the night. A mischievous Puck with the magical juice of a flower helps love lose its way while the fairy queen falls for an ass; the king and queen of the fairies reconcile; the lovers find each other, return to court and marriage celebrations end in a theatrical dream.

Shakespeare put some of his most dazzling dramatic poetry at the service of this teasing, glittering, hilarious and amazingly inventive play, whose seriousness is only fleetingly glimpsed beneath its dreamlike surface.

This production employs Renaissance costumes and staging.

19. Juni 2020
1:48
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mmnischek
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Wolfgang Amadeus Mozart

The Magic Flute

Royal Opera House London

https://www.roh.org.uk/tickets-and-events/the-magic-flute-stream-details
19 June – 3 July 2020
David McVicar’s classic production embraces both the seriousness and comedy of Mozart’s glorious opera, transporting us to a fantastical world of dancing animals, flying machines and dazzling starry skies. The setting provides a wonderful backdrop for Mozart’s kaleidoscopic score, from the Queen of the Night’s coloratura fireworks to Tamino and Pamina’s lyrical love duets and Papageno’s hearty, folksong-like arias.

Mozart wrote Die Zauberflöte (The Magic Flute) for a suburban theatre in Vienna, the Theater auf der Wieden. He drew on the magical spectacle and earthy comedy of popular Viennese theatre. As well as being a comedy, The Magic Flute is an expression of Mozart’s profound spiritual beliefs: Enlightenment concerns with the search for wisdom and virtue are at the heart of this enchanting tale. The Magic Flute was an instant success with audiences and Mozart’s supposed rival Salieri described it as an ‘operone’ – a great opera.
Director David McVicar
Designer John Macfarlane
Lighting designer Paule Constable
Movement director Leah Hausman
Revival director Thomas Guthrie
Revival choreographer Angelo Smimmo

Royal Opera Chorus

Concert Master Vasko Vassilev

Orchestra Orchestra of the Royal Opera House

Conductor Julia Jones

Pamina Siobhan Stagg
Tamino Mauro Peter
Papageno Roderick Williams
Sarastro Mika Kares
Queen of the Night Sabine Devieilhe
First Lady Rebecca Evans
Second Lady Angela Simkin
Third Lady Susan Platts
Monostatos Peter Bronder
Papagena Christina Gansch
Speaker of the Temple Darren Jeffery
First Priest Harry Nicoll
Second Priest Donald Maxwell
First Man in Armour Thomas Atkins
Second Man in Armour Simon Shibambu
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