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Stehplatz in der Wiener Staatsoper | Seite 5 | OnlineMerker | Forum

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Zudem prüfen wir auch, ob sich der Wegfall des Forums tatsächlich so stark auf die Quote auswirkt, weil uns bereits mehrmals vorgehalten wurde, dass wir das Forum nur wegen der Quote aufrechterhalten. Wir wollen Ihnen und auch uns das Gegenteil beweisen! Der Online-Merker lebt nicht von der Quote, wir verdienen keinen Cent an ihr, die Quote ist nur die Bestätigung/ Kontrolle über die Qualität unserer Arbeit!

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Anton Cupak, Herausgeber

 

 

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Stehplatz in der Wiener Staatsoper
14. August 2020
10:56
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Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole:

Erst wenn die Corona-Hysterie vorbei ist, werden wir wieder die Chance auf ein normales Kulturleben haben. Es ist völlig naiv anzunehmen, ein halbwegs normaler Betrieb wäre in einem Theater möglich, so lange uns Politiker und Journalisten einreden, wir könnten uns dort mit einer todbringenden Seuche infizieren. Je konsequenter wir der Panikmache entgegentreten, desto rascher werden wir wieder in die Oper gehen können. So lange wir den Lügengeschichten um Corona Glauben schenken, werden wir kein normales Leben führen können. Die Mitläufer und die Gutgläubigen sind an dieser Misere genau so Schuld wie die Regierungspolitiker und die Journalisten.

14. August 2020
10:50
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Lohengrin2
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28. Februar 2018
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Die Vorverkaufszahlen sollen ernüchternd sein!

Die Premiere Don Carlos ist jedenfalls lt Webseite der WSO ausverkauft; es gibt eine Warteliste.

14. August 2020
10:46
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Alberich
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Bevor hier wieder gesperrt wird, weil wir uns vom Thema entfernen, steuere ich dem entgegen und versuche zum Thema zurückzukommen: Ich glaube nicht daran, dass sich die Wiener Stehplatzler an barrierefreie Absperrungen halten, die drängen dort hin, wo sie besser sehen. Das ist ja auch verständlich. Da ein großer Teil der Stehplatzbesucher Touristen sind, müssen wir ohnehin zuerst die Entwicklung abwarten!

 

"Die Oper wird es immer geben" . Vor einigen Monaten hätte ich das unterschrieben, nun bin ich nicht mehr so sicher.

Die Vorverkaufszahlen sollen ernüchternd sein!

14. August 2020
10:22
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@alcindo

Sie wiederholen sich und ignorieren dabei weiterhin konsequent, dass die Menschen, die Sie ständig als "Corona-Tote" bezeichnen, zum Großteil an anderen Ursachen verstorben sind - in einem Alter, das der durchschnittlichen Lebenserwartung entspricht oder sogar darüber liegt. Wieviele 85jährige wären in diesem Zeitraum in Spanien auch ohne Corona gestorben? Erst wenn man diese Umstände berücksichtigt, können wir Spanien mit Österreich vergleichen. Sie ignorieren außerdem, dass die Maßnahmen zur Eindämmung von Covid-19 ihrerseits Opfer gefordert haben. Verschobene Krebsoperationen, geschlossene Arztpraxen und zerstörte Existenzen fordern Menschenleben - Tausende wahrscheinlich. Und selbst wenn wir 6000 Tote gehabt hätten, würden wir uns im Bereich einer schwereren Grippewelle bewegen. Und Grippewellen haben uns noch nie veranlasst, die Wirtschaft an die Wand zu fahren. Denn die Zerstörung ganzer Wirtschaftszweige und die nachhaltige Schädigung des wirtschaftlichen Lebens wird langfristig auch gesundheitspolitsiche Konsequenzen nach sich ziehen. Ein Anstieg der Arbeitslosenrate um 1 % reduziert die durchschnittliche Lebenserwartung der Bevölkerung um drei Monate. Sie können sich selbst ausrechnen, wieviele Menschenleben eine Regierung, die die schlimmste Massenarbeitslosigkeit seit dem Dritten Reich provoziert hat, nun zu verantworten hat. Davon abgesehen wissen wir mittlerweile, dass ein Großteil der Maßnahmen unserer Regierung nicht nur gegen die Grund- und Menschenrechte, sondern auch gegen die österreichische Verfassung verstoßen hat. Es gibt wirklich keinerlei Grund mehr, dieses Fehlverhalten schön zu reden.

Im übrigen ist es eine Ausrede und eine Verharmlosung schwerwiegender Fehlentscheidungen, wenn man behauptet, im Nachhinein sei Kritik immer leicht und deshalb hätte man es vorher nicht besser gewusst. Denn Kritik am Fehlverhalten der Regierungen gab es von Anfang an - und zwar nicht nur von mir sondern von sehr kompetenter Stelle, von den angesehensten Virologen und Epidemiologen der Welt. Damit diese Experten aber nicht gehört werden, hat die Regierung in Österreich rechtzeit die heimische Presse geschmiert, mit Presseförderungen in Millionenhöhe. Aber um Wissenschaft ging es ohnehin nie - es ging um Parteipolitik. Das wirklich Tragische an der Corona-Hysterie sind aber nicht die Toten. Es ist der Umstand, dass selbst im 21. Jahrhundert die Einschränkung von Bürger- und Menschenrechten ganz einfach ist, wenn man den Menschen nur ein bißchen Angst macht. Das ist ein Indiz dafür, dass wir nicht das geringste aus den totatlitären Katastrophen der Vergangenheit gelernt haben.

14. August 2020
9:11
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alcindo
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27. Februar 2018
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Amfortas, warum glauben Sie, dass ich einige male ueber die zustaende in Spanien geschrieben habe,,,,weil dort die sozialkommunistische regierung total versagt hat und insgesamt zwischen 45.000 und 48.000 covid opfer aufzuweisen hat (nur 28.000 werden von der regierung anerkannt, der rest verschwiegen und verheimlicht). in Oesterreich hat die regierung so reagiert, dass es hier nur 700+ coronatote gibt.....wenn wir das nun auf die spanischen zahlen umrechnen, dann kaemen ca 6000 tote fuer oesterreich heraus.....ob Sie da noch so unbesorgt von der gewoehnlichen grippe und verkuehlungskrankheit schreiben koennten?? im nachhinein ist es leicht gescheiter zu sein

14. August 2020
8:23
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@MRadema796

Es ist illusorisch anzunehmen, wir könnten wieder zu einem akzeptablem Kulturbetrieb zurück finden, so lange das Ammenmärchen von der todbringenden Covid-19-Seuche weiter verbreitet wird. Zuerst müssen Politik und Medien bereit sein, die wissenschaftlich abgesicherten Fakten über Covid-19 zu akzeptieren und zuzugeben, dass Covid-19 um nichts gefährlicher ist als jede gewöhnliche Grippe. Danach kann man versuchen, wieder zu einer wirtschaftlichen, sozialen oder kulturellen Normalität zurück zu kehren. So lange Politik und Medien jedoch von der Panikmache profitieren, wird das nicht passieren und wir werden weder auf Steh- noch auf Sitzplätzen die von uns so geliebten Opern hören dürfen. So einfach ist das. Wenn die Panikmache nicht mehr funktioniert und die Umfragewerte jener Politiker sinken, die auf dieses Thema setzen, wird Covid-19 sang- und klanglos aus den Medien und den Köpfen unserer Bürger verschwinden - so wie einst das Waldsterben, der Rinderwahnsinn oder das Y2K-Problem. Wenn hingegen große Teile der Bevölkerung weiterhin bereit sind, auf ihre Grundrechte zu verzichten, werden die Regierungen die Gelegenheit nützen, ihre eigene Machtsphäre weiter auszubauen. Unter solchen Bedingungen wird es aber weder normale Operbesuche, noch normal geöffnete Museen, Konzertveranstaltungen oder anderes Kulturleben geben.

13. August 2020
9:48
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MRadema796
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22. Mai 2020
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Bei den Innsbrucker Festwochen gibt es auch im Tiroler Landestheater dieses Jahr Stehplätze. Es ist also möglich. Es müsste allerdings wohl sichergestellt werden, dass die Besucher sich dann auch auf den Plätzen aufhalten, für die sie registriert sind. Die diesbezügliche Ansage (nur in - etwas verquerer - Deutscher Sprache) ist anscheinend für einen signfikanten Teil der Festspielbesucher (sowohl auf Steh- als auch auf Sitzplätzen) nicht verständlich oder nicht deutlich genug. In der Ansage mutiert eine Desinfektion zur Desinfikation. Das bestärkt nicht gerade der Eindruck, dass das Thema wirklich ernst genommen wird.

Bei den Salzburger Festspielen gibt es dieses Jahr keine Stehplätze.

Die von Eduard Paul mir zugeordneten Annahmen haben nichts mit meiner Meinung zu tun. Als Nicht-Besucher der Wiener Staatsoper überlasse ich denen das Feld, die mehr darüber wissen. Die etwa zwanzig Opernhäuser, die ich als Tagesausflug erreichen kann, haben alle keine Stehplätze. Den Kommentaren entnehme ich, dass die Probleme in Wien anscheinend andere sind: Die billigsten Sitzplätze sind zu teuer oder zu wenige preiswerte vorhanden, die Stehplätze sind nicht numeriert. Über die Entlüftung in der Wiener Staatsoper habe ich nichts gefunden (Luftzug nach oben wäre wichtig).

Laut einem Artikel in der heutigen Rheinischen Post wurden im Burgtheater in Dinslaken (Freilufttheater) jetzt Sitzplätze ohne Sicherheitsabstand belegt (belegt mit einem Foto), was zulässig sei, da die Sitzplätze namentlich registriert sind. Anscheinend ist auch bei dem Barockfestival im September im Markgräflichen Opernhaus in Bayreuth vorgesehen, alle Sitzplätze zu besetzen, wobei über die gesamte Vorstellungsdauer Mund-Nasenschutz zu tragen ist (auch vom Orchester).

11. August 2020
21:32
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Eduard Paul
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21. März 2020
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ad MRadema

Sie verlangen aber viel von dieser soooo kulturaffinen Regierung, wo die Verantwortlichen nicht einmal wissen, wie unsere Theater von innen aussehen, geschweige, wie die baulichen Gegebenheiten des Stehplatzareales beschaffen sind. (wäre interessant zu wissen, ob sich die jeweiligen Direktoren in dieser Sache auch genügend stark machen) 

10. August 2020
22:26
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MRadema796
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22. Mai 2020
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Bei den Innsbrucker Festwochen gab es heute Stehplätze. Es waren hinten in der Kirche rote Punkte markiert, auf denen die Karteninhaber sich positionieren sollten. Das hat wunderbar funktioniert.Für mich ist nicht erkennbar, warum dass woanders nicht ebenfalls funktionieren sollte.

NB: Das Argument in Nr. 20 hat m. E. nichts mit Stehplätzen zu tun. Es gilt genauso für Sitzplätze. Da wissen Sie auch nicht, wer neben Ihnen sitzt.

14. Juli 2020
18:34
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Sehr schlechte Idee, siehe mein Eintrag Nr. 20

14. Juli 2020
17:52
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Scaramuccio
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Vielleicht wieder zurück zum ursprünglichen Thema:

Es wäre doch eine Möglichkeit, die Stehplätze zu numerieren. Dann wäre das Gdränge nicht vorprogrammiert. Ist ja in einigen Häusern weltweit so üblich. Nur eine Idee.

 

Gruß,

Scaramuccio

10. Juli 2020
1:15
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mmnischek
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... genauso wie ... as Zentrum der Weli

Wow! - Das ist mal wieder ein Vergleich, der wirklich würdig Lohengrin2's "sachgemäße" Auffassungsgabe charakterisiert! - Echt beeindruckend!

Wahrscheinlich kommt Lohengrin2 aber tatsächlich von einem anderen Planeten. - Das erklärt in der Tat manches!

 

Der Weli ist eine Spielkarte des Doppeldeutschen (Jahreszeiten Bild) und Einfachdeutschen (Salzburger Bild) Kartenblatts. Er ersetzt die Schellen 6 und wird in vielen Spielen als Joker eingesetzt, weshalb er zusätzlich die Farbzeichen Herz und Eichel trägt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Weli

Das Stichwort "Weli" ist eine Nebenform zu Wali. Um mehr Informationen zu erhalten, lesen Sie bitte den Artikel Wali: höherer türkischer Verwaltungsbeamter; Statthalter.

https://www.duden.de/rechtschr.....ibung/Weli

Dass man mir nicht gönnt, die Stehpatz-Frage zutreend eingeschätzt zu haben, vertshe ich be diesen Kleingeister schon

9. Juli 2020
20:20
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Lohengrin2
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28. Februar 2018
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Zum Thema Stehplatz auf einem anderen Planeten, wo die Bewohner genauso wie die Opernstehplätzler glauben, sie seien as Zentrum der Weli:

https://www.spiegel.de/sport/f.....22086.html

9. Juli 2020
11:08
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dalmont
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28. Januar 2019
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Christine, nein, wir waren nicht in unterschiedlichen Vorstellungen. Ich denke nur, für mich hatte das eine ganz andere Qualität. Ich kam damals nach Wien, weil ich daheim weg musste, und man hat hier in Wien angenommen, dass ich wegen meiner nie verleugneten Herkunft nur Bauernkalender verstehen könne.

Knapp gesagt: Bis ich zum Wiener wurde, waren die Stehplätze der Wiener Theater und Konzertsäle (vor allem der der Staatsoper) der Ort, an dem ich mein Heimweh bekämpfen konnte. Mit all den Demütigungen, die Wien für Zuzügler bereit hält.

Und während ich diese Zeilen überlege, spielt man auf Ö1 Mahler. Und ich krieg Heimweh nach einer (meiner) Welt, die es nimmer gibt. Sagt Mahlers Lied „Ich bin der Welt abhanden gekommen“ jungen Menschen noch was (Gurnemanz, Sie sind der einzige unter den Beiträgern, der dazu was sagen könnte)?

S’isch halt amal aso...

9. Juli 2020
9:28
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Christine
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7. September 2019
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Dalmont, ich war zwar nicht sehr oft im Stehparterre der Wiener Staatsoper, aber doch immer wieder, auch in der von Ihnen beschriebenen Zeit. Ich war in sehr gefragten Vorstellungen mit Anstellen über Nacht oder ganz zeitig in der Früh und in "normalen" Vorstellungen mit Anstellen ab ca 15 Uhr. Wir müssen in sehr unterschiedlichen Vorstellungen gewesen sein, denn mir ist das alles nie aufgefallen. Ich habe nur engagierte, vorwiegend junge Menschen erlebt, teilweise waren auch Eltern von diesen dabei. Bei manchen Vorstellungen herrschte eine unglaublich tolle Stimmung, bei anderen verlief es ruhiger. Einen Opernskandal hab ich live (leider) nie erlebt. Ich habe auch Vorstellungen auf Sitzplatz besucht. Das war natürlich komfortabler und wenn es ein Abend war, an dem für mich alles gepasst hat, auch sehr eindrucksvoll. Aber beim Stehplatz kam noch "etwas dazu". Ich hatte keinerlei Beziehungen zu irgendjemand von der Oper, bin aber immer zu Karten gekommen, manchmal über das Kulturreferat der Universität Wien. Auf dem Stehplatz der Galerie war ich - glaube ich - nur zweimal. Dort hat es mir nicht so gut gefallen, das war mir zu weit weg vom Geschehen. Auch Galerie ganz Seite wie Chenier schreibt, wäre nicht mein Fall gewesen. Jetzt gehe ich nicht mehr auf Stehplatz, aber ich fände es äußerst schade, wenn es dort Einschränkungen geben müsste. Wenn man einer ORF Sendung vor einiger Zeit Glauben kann, ist das Stammpublikum des Stehplatzes heutzutage nicht mehr sehr jung. Zu meiner Anstellzeit wurden noch die Mathematikhausübungen dort gemacht.

9. Juli 2020
3:37
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dalmont
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Forumsbeiträge: 243
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28. Januar 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

ad 61)

Ich wunderte mich schon sehr, dass niemand vor Ihnen das sprachliche h-moll in dem Schreiben aus der Staatsoper gespürt und beschrieben hat. Da klang doch Aggression, Konfrontation, Missachtung mit. Warum eigentlich? (Alle „Pawlowschen Hunde“, die auf Roscic, Drizda, links konditioniert sind, bitte vor Antworten zu reflektieren).

ad 60)

Die Mystifizierung des Stehplatzes der Wiener Staatsoper geht meinem Empfinden nach auf den Opern-Kommunikator Dr. Prawy zurück. Ich selbst (von 1971-1983 aus pekuniären Gründen in allen Theatern und Konzertsälen Wiens nur auf Stehplätzen unterwegs) konnte an der Staatsoper nix feststellen, woraus eine besondere Kennerschaft abzulesen gewesen wäre. Besonders unangenehm (in jeder Hinsicht) war der Parterrestehplatz, das war bei besonders gefragten Vorstellungen ein – von der Direktion geduldetes - mafiöses System, parteiisch (Claque?), zum Teil uninteressiert, bei der „Patschen“-Arie z. B in der „Macht des Schicksals“ verkrümelte man sich nach hinten, das galt ja als fades Musikstück. Beim Anstellen gab es ein (sehr österreichisch) intransparentes Meldesystem im 3 Stunden-Takt.

Die Stehparterre-Borniertheit war am Balkon und der Galerie weniger festzustellen, da spürte man in den Gesprächen, die sich ergaben, Interesse und Neugier.

Der Stehplatz (schon diese Generalisierung ist absurd) an der Staatsoper war zu meinen Zeiten nie kenntnisreicher als das übrige Publikum.

Gurnemanz wird mit dem Parade-Stehplatzler Dr. Prawy und seinem Anekdotenschatz nix mehr verbinden, und deshalb kann er auch Konwitschnys Deutung von Verdis „Don Carlos“ schätzen, die ich für die beste Inszenierung dieses Wunderwerkes halte. Und Gurnemanz’ Generation wird die Oper am Leben erhalten oder sterben lassen.

Wem Oper und deren Überleben am Herzen liegt, der höre doch den Jungen zu, was ihnen diese Werke bedeuten.

Wenn man sich die Rolle des Begründers der Mystifikation des Wiener Stehplatzes bei der Verhinderung des Kupfer-Rings an der Staatsoper (der dann zu dem nach der „Walküre“ abgebrochenen Sanjust-„Ring“ mutierte) in Erinnerung ruft, wird man noch einen Grund dafür finden, eine besondere Stehplatz-Kennerschaft (immer als Stehparterre-Kennerschaft zu verstehen) zu verneinen.

Der Parterre-Stehplatz war sehr mächtig, vor allem wenn er jemand nicht mochte, und unter Lorin Maazel , den man (warum wohl?) in Wien nicht liebte, gab es tatsächlich Überlegungen, den Stehplatz im Parterre in Sitzplätze umzuwandeln. Weil selbiger (der Parterrestehplatz) eben außer parteiisch nur parteiisch war.

Stehplätze sind eine gute Einrichtung für alle Interessierten, die wenig ausgeben wollen oder können, und deshalb g9bt es keinen Grund , da was zu verändern. Dass ein Stehplatzler mehr als ein Sitzplatzler von der Sache verstehen sollte, das ist Mumpitz.

Und: Mahlers 3. mit Bernstein und Ludwig (wie auch einen Liederabend mit Beiden) habe ich am Stehplatz im Konzerthaus erlebt. Wo ist selbiger jetzt?

Und die Welt steht noch immer...

8. Juli 2020
19:45
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2020Loldi
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25. Februar 2020
sp_UserOfflineSmall Offline

Geht es nur mir so oder sind alle anderen vor allem  in Forum- Streitereien verstrickt:

 Ich bin höchst erstaunt über den Ton den Herr Schulz in seinen an den Online- Merker gerichteten  Stellungnahmen anschlägt. Zum Thema Stehplatz  fast schon beleidigend und zum Thema Streaming  gnadenhalber noch einmal die Information, die " schon lange bekannt sein müßte".

 Vielleicht schlägt da  Frust durch, weil entgegen der Ankündigung des Direktors, es werden wohl kaum mehr Karten in den Verkauf kommen können bei so vielen Vorbestellungen, doch im September noch sehr viele in fast allen Preislagen zu haben sind. Womit sich aber nur bestätigt, was ohnehin alle hier wissen. Die WSO ist vor allem ein Touristen-Opernhaus . Wenn die ausbleiben, wird noch viel Steuergeld fließen müssen..

8. Juli 2020
18:33
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Ist nicht der Wiener Stehplatz eigentlich zum Unesco Weltkulturerbe zu erklären?! - Es ist doch eine in der Welt einmalige Institution, die nicht im Sinne des eigenen Interesses, ob man nun Sitzplatz-Gänger ist, oder nicht, leichtfertig auf's Spiel gesetzt werden darf! - Viele Sänger, die in Wien gesungen haben, waren oft in erster Linie gespannt, wie der Stehplatz reagiert. - Dabei ist es natürlich auch eine Frage, ob die Wiener selbst diese Welt-Institution überhaupt noch zu schätzen wissen. - In Wirklichkeit ist der Wiener Stehplatz auch Ausdruck davon, daß es nicht vom Geld abhängt, ob man in die Oper gehen kann oder nicht! - Und genau die "Rentabilitäts"-Überlegungen, die auch hier im Forum angebracht worden sind, sind in Wirklichkeit ein Offenbarungseid im Hinblick auf wahrhaft demokratische Kultur!

8. Juli 2020
13:27
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Man kann es nicht oft genug sagen:

Wenn wir die aggressiven, polemischen und der Diskussion nicht zuträglichen Beiträge von Lohengrin2 gemeinsam konsequent ignorieren, wird sich das Problem innerhalb weniger Tage von ganz alleine lösen.

8. Juli 2020
11:10
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Lohengrin2 versteht es immer noch nicht! Lohengrin2 hat die "Stehplatz-Frage" eben NICHT zutreffend eingeschätzt, sondern in jeder Hinsicht vollkommen falsch, aber nicht einmal diese objektiven Fakten versteht sie, sondern sie versteigt sich in geradezu manischem Wahn dazu, recht haben zu wollen, und zerstört in ihrem Rechthaben-Fanatismus das Forum. Eine Lohengrin2-Auszeit täte wirklich gut. Die Beiträge von HansLick hingegen finden im wesentlichen meine Zustimmung.

Ansonsten kann ich mich Christine anschließen - die Streitigkeiten von Lohengrin2 interessieren niemand, und wollt Ihr wirklich, dass die mitlesende Staatsoper einen SOLCHEN Eindruck ihres Publikums bekommt?! Manchen ist echt nix zu blöd! Offenbar nichts anderes im Leben zu tun, das ist ziemlich traurig.

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