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Stehplatz in der Wiener Staatsoper | Seite 3 | OnlineMerker | Forum

 

 

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Stehplatz in der Wiener Staatsoper
6. Juli 2020
16:45
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 1059
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Demächst brause ich mit 100 über den Ring, denn die Unterwürfigkeit in diese blöden Vorschriften geht mir auf den Geist. Oder ich könnte ja auch mal links fahen, wenn mir danach ist......... Was haben Sie doch für ein Verständnis von Verantwortung und Gemeinsinn, mmnischek?

Was sich jetzt in Österreich, aber auch in der Schweiz tut, ist genau das, was mit Disziplin bisher hintangehalten wurde und nun von verantwotungslosen Leuten verspielt wird. Die Kulturlandschaft wird von neuen Einschränkungen, die notwendigerweise kommen müssen, noch schwerer getroffen werden!!! Dann sollten die Verursacher aber zur Verantwortung gezogen werden: jeder der in den Öffies ohne Maske auftaucht, darf nicht mitfahren, wer den Abstand nicht einhält muss so viel Strafe zahlen, wie Falschparken kostet und so weiter.....

6. Juli 2020
16:41
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semjon_kotko
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Forumsbeiträge: 5
Mitglied seit:
5. Juli 2020
sp_UserOfflineSmall Offline

Noch eine Überlegung zur Frage, welcher Zeitpunkt sinnvoll ist, um den vorhandenen Unmut über die aktuelle Abschaffung des Stehplatzes zu bekunden. Womöglich gründet die Uneinigkeit in taktischen Fragen auch darin, dass ich durchaus andere Adressaten des Protests vor Augen habe als andere SchreiberInnen hier. Es geht mir nicht vordergründig darum, den neuen Direktor dafür zu kritisieren, dass er den Stehplatz Anfang September nicht öffnen wird. Auch ich weiß, dass in der aktuell gültigen Verordnung von "zugewiesenen Sitzplätzen" die Rede ist. Mir geht es jedoch um ein Signal an die Politik, also an die Kulturpolitik, und nicht nur um ein Signal an die Direktion. Angela Merkel spricht von den Corona-Maßnahmen als einer "demokratiepolitische Zumutung". Dies spiegelt sich auch im Kulturbereich wider. Ein Konzert für 100 Prominente im Musikverein im Juni war womöglich besser als gar kein Konzert, aber es es handelt sich dabei um eine elitäre Veranstaltung und um keine demokratiepolitische Dauerlösung. Vor dem Hintergrund dieser "demokratiepolitischen Zumutung" sind Überlegungen angebracht, wie man mit ein bisschen Fantasie und Kreativität eine verordnungskonforme Lösung am Stehplatz der Staatsoper finden kann. Dies wäre die Aufgabe der Direktion gewesen. Wo ein Wille, dort ein Weg. Es reichen zwei drei Gedanken, wie man das Stehplatzareal mit allen Abstandsregeln für Publikum zu den bisherigen finanziellen Bedingungen nutzen könnte. Die entsprechenden Stichworte habe ich schon im ersten Posting genannt: Nummerierung (als vorübergehende Maßnahme) und Vorverkauf. Kein "Stehplatzler" wird sich weigern, auf den Stufen der Stehplatzreihen oder auf einem improvisierten Klappsessel mit genügend Abstand zu den anderen zu sitzen, womit der Text der Verordnung (die sich ohnehin bald wieder ändern wird und die der politischen Einflussnahme unterliegt) erfüllt wäre (und nein, Lohengrin2, ihre "Argumente" dagegen interessieren mich nicht, bitte schreiben bzw. trollen Sie in einem anderen Thread; sie müssen auch nicht zu allem und jedem Ihren Senf dazu geben. Get a [cultural] life!).
Wenn jetzt seitens des Stehplatzpublikums signalisiert wird, dass die Abschaffung "bis auf Weiteres" eh nicht so schlimm ist, dass das Stammpublikum eh auch ganz gut ohne Oper auskommen bzw. auf die teureren Sitzplätze ausweichen kann, dann wird Tür und Tor geöffnet für weitere Verschlechterungen. Insofern halte ich eine Online-Petition, die sich über mehrere Wochen erstreckt und womöglich ein gewisses mediales Echo hervorrufen könnte, für eine gute Lösung. Parallel dazu ist jede Medienarbeit willkommen, wovon in der bisherigen Diskussion schon die Rede war. Auch die sozialen Medien eignen sich bestens, auf die "demokratiepolitische Zumutung" hinzuweisen, die die aktuellen Präventionsmaßnahmen im Bereich des Kulturbetriebs und des Theaters mit sich bringen.

6. Juli 2020
16:33
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mmnischek
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Forumsbeiträge: 241
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10. März 2020
sp_UserOfflineSmall Offline

... entsprechend den Vorschriften zu verhalten

alles klar Frau Lohengrin2 - diese Ihre Meinung und Corona-Vorschrifts-Unterwürfigkeit und ihre Verunglinmpfung selbst von Sängern und Herausgebern, die anderer Auffassung sind als Sie, ist ja bekannt! - Genau diese hat aber die fürchterliche Situation der Kulturinstitutionen hervorgebracht, aufgrund einer beispiellosen Panik-Macherei und auf der anderen Seite Propaganda-Gläubigkeit in der Bevölkerung! - Andererseits ist niemand 14 Tage nach den Antirassismus-Demos mal tätig geworden, weil die ganzen vorausgesagten Erkrankungen, die ja hätten eintreten müssen, wenn die Paniker recht gehabt hätten, um alle Kulturinstitutionen einschränkungslos wieder aufsperren zu lassen. - Immerhin ist aber die unsägliche Maskenpflicht größtenteils in Österreich abgeschafft worden, wovon man in Deutschland nur träumen kann!

6. Juli 2020
16:13
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 1059
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Lohengrin2 mischt aber immer entsetzlich die eigene Rechthaberei in alles ein!

Sie können das Ätzen wohl nicht lassen und packen Ihre Rechthaberei ständig aus.

Haben Sie nicht bemerkt, dass HSS, AC und ich dieselbe vernünftige Meinung vertreten, der auch andere klugerweise zustimmen? Krawall bewirkt nur das Gegenteil dessen, was sich diverse Uneinsichtige vorstellen.

Viel besser wären Appelle an die Bevölkerung, sich rücksichtsvoll und entsprechend den Vorschriften zu verhalten. Die dauernde Feierei und Fahrlässigkeit gefährdet ALLES!!!

6. Juli 2020
16:01
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mmnischek
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Forumsbeiträge: 241
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10. März 2020
sp_UserOfflineSmall Offline

Verschiedene Meinungen mag es ja geben. - Lohengrin2 mischt aber immer entsetzlich die eigene Rechthaberei in alles ein!

Im Gegensatz zu HSS und ac halte ich es mit Gurnemanz und den anderen für vollkommen falsch jetzt nichts zu unternehmen! - Es muss sofort ein Signal gesetzt werden und auch die Problematik und Ungerechtigkeit der wenigen Plätze bei gleichzeitig vollen Zügen und Flugzeugen miteinbezogen werden, die der Herr Direktor ja sogar auch mit erwähnt hat! - Gerade deshalb muss jetzt möglichst bald, aber sicher zum Beginn der Saison, etwas getan werden, damit nicht der Stehplatz dann irgendwann hinten runter fällt, weil man zu spät tätig geworden ist! - ... und es darf keinesfalls mit "Dankbarkeit", daß überhaupt die Oper wieder öffnen darf, Unterwürfigkeit demonstriert werden!

6. Juli 2020
15:33
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Eduard Paul
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Forumsbeiträge: 19
Mitglied seit:
21. März 2020
sp_UserOfflineSmall Offline

zu Christine" unsere Kulturjournalisten der lokalen Printmedien und auch die des Öffentlichen Rundfunks, sind in den letzten Dezennien ( und mehr noch) zu "Hofberichterstattern" geworden- die meisten biedern sich bereits  jetzt der neuen Direktion an (Kurier !) ein Einziger und der ist, so glaube ich, nur noch freischaffend tätig, traut sich noch Kritik (sowohl im Opern als auch Konzertbetrieb) zu üben ( ein gewisser Herr Gürtelschmied in der "Presse") und wurde dafür von allen Seiten gerügt.......d.H. man müßte einen erfahrenen, kompetent-erfahrenen Kulturfachmann beauftragen, wenn im Fall des Falles es zum Fallen des Stehplatzes kommen sollte, sich dieser Sache seriös fachlich anzunehmen. 

Leider, und das muß man zugeben, ist der Stehplatz- und hier besonders der Stehparterre,in Mißkredit geraten und glich in den letzten Jahren bei Vorstellungen eher  einem "Ein und Ausstiegbahnhof".....unzählige Touristen benützten diesen als "Sightseeingplatz". klar: kostete dieser Platz doch weniger als eine  Führungstour durch das  ehrwürdige Gebäude. Jetzt aber, in der Coronarkrise, beim Wegfall der Touristenströme, wird sich das wahre Gesicht des Stehplatzes wieder zeigen müssen- und dieser Appell ist dann hauptsächlich an die Jugend gerichtet. 

Trotzdem nochmals: abwarten und Tee trinken...erst dann bei Bedarf die "Waffen strecken" !

6. Juli 2020
12:58
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Christine
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Forumsbeiträge: 138
Mitglied seit:
7. September 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

Der Stehplatz gehört eindeutig zur Wiener Oper und muss deshalb erhalten bleiben! Er war doch in all den Jahren der Ort grenzenloser Begeisterung oder totaler Ablehnung. Selten konnte man so viele Emotionen erleben wie dort, zumindest in früheren Jahren. Aktionen erscheinen mir aber verfrüht. Es wäre vorläufig günstig einen Kulturjournalisten motivieren zu können sich des Themas anzunehmen und den Operndirektor zu fragen. Je nach Antwort sollte reagiert werden. Entweder "Die Stehplatz Situation bedaure ich sehr. So bald wie möglich soll er wieder uneingeschränkt offen sein." Oder: "Das ist ein Thema, das gut überlegt werden muss". Bei der zweiten Aussage würden bei mir alle Alarmglocken läuten.

6. Juli 2020
12:43
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 1059
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Die Argumentation von Hrn Schramm-Schießl scheint mir richtig

Das freut mich aber! HSS hat fast wörtlich mein Positing übenommen!!!

Meine Warnung vor übereilten Aktionen überwiegt mittlerweile bei zahlreichen Beiträgen, was will unsereins noch mehr? Einige ....... bleiben leider unbelehrbar und müssen reflexartig zuschlagen.

6. Juli 2020
10:49
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Eduard Paul
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Forumsbeiträge: 19
Mitglied seit:
21. März 2020
sp_UserOfflineSmall Offline

liebe (Stehplatz) Freunde- Achtung !!! damit dieses heikle und für die Tradition der Wiener Staatsoper so wichtige Thema nicht in eine dumme/plump/ja sinnlos-dreiste  Fehde zu Lohengrin2 ausartet ( bitte diese "2.Besetzung" zu ignorieren,man gibt ihm ja nur "Futter" und er badet sich erfreut in seiner totalen Provokation )  bitte ich um zunächst Besonnenheit !!

Die Argumentation von Hrn Schramm-Schießl scheint mir richtig: jetzt in den Monaten Juli bis Oktober kann und muß sich die Direktion & Co den Vorsichtsregeln beugen ( und da gehört halt im Moment die Schließung des Stehplatzes dazu.)  Freilich wäre es interessant zu erfahren, wie das im Moment auch an den Häusern wie Burgtheater, Theater an der Wien, Volksoper, Theater i.d. Josefstadt gehandhabt wird.)

Protest wäre und müßte dann gezielt und gut organisiert erfolgen, sobald Lockerungen (und damit Platz Öffnungen) seitens der Regierung erfolgen und dann der Stehplatz ( vor allem Stehparterre)  zugunsten von Sitzplätzen aufgelassen werden.*)....ja dann wäre  Revolte angesagt !!!!!!!...aber nicht jetzt schon das "Pulver verschießen" !!!

*) ja es stimmt, es gab schon öfters die Überlegung dies zu tun...aber nicht einmal der "Sparefroh" Direktor Holender führte das durch....im Gegenteil: man sah in öfters sogar dort- so kurz hinten für ca 30 Minuten.......

Wer hat da in Organisation Erfahrung ? Unterschriftenaktion ?  Zugang zu den Medien ? Erfassung der Zahlen: wie viele Stehplatzkarten in 1 Saison verkauft wurden (Anfrage an die Holding)etc,,,etc,,,

6. Juli 2020
9:20
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Amfortas
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Forumsbeiträge: 298
Mitglied seit:
25. Oktober 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

Obwohl ich noch nie eine Stehplatzkarte der Wiener Staatsoper gekauft habe, würde ich mich sofort an einer solchen Unterschriftenaktion beteiligen. Wieder einmal zeigt sich, dass diejenigen, die sich leichtgläubig Ängste einjagen lassen, gleichzeitig auch bereit sind, sich bereitwillig jedem Irrsinn zu unterwerfen, der uns von der Politik aufs Auge gedrückt wird. Je größer der Widerstand in der Bevölkerung desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass man uns endlich gestattet, wieder ein normales Leben zu führen - ohne ständigen Corona-Terror.

Es besteht angesichts der beleidigenden Wortmeldungen von Lohengrin2 wieder einmal die Gefahr, dass einer der Moderatoren auch diesen Thread abwürgen wird. Deshalb nochmals der Hinweis: Lohengrin2 bemerkt entweder nicht, dass sie es ist, die das Niveau unserer Diskussionen ständig in den Dreck zieht, oder sie geht ganz bewusst so vor, um Diskussionen zu verhindern, die ihr nicht in den Kram passen. Deshalb wäre es wohl auch hier das beste, ihre Wortmeldungen einfach elegant zu ignorieren.

6. Juli 2020
0:18
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mmnischek
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Forumsbeiträge: 241
Mitglied seit:
10. März 2020
sp_UserOfflineSmall Offline

Wer würde sich generell an einer Unterschriftenliste beteiligen?

Das fände ich eigentlich gut. - Was wäre hiervon zu halten:

https://www.openpetition.eu/at 

5. Juli 2020
23:29
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 785
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

An Lohengrin2: Sie haben es einmal mehr nicht verstanden! Es wäre schön, wenn Sie es dabei bewenden lassen könnten anstatt auch diesen konstruktiv gemeinten Thread wie üblich durch Ihre Wortmeldungen zu zerstören. Was der Bundespräsident mit den Stehplätzen zu tun hat, wissen wohl nur Sie allein, und in diesem Thread wurde oft genug klargestellt, dass es um ein SIGNAL geht, dass man mit dem Stehplatzpublikum nicht alles aufführen kann. Verstehen'S das ned? Es gibt jetzt halt keinen Georg Springer mehr, der dem Operndirektor dreinfährt, wenn die Stehplätze reduziert/aufgelassen werden sollen. Also lassen Sie es einfach!

Ich stimme dem Threadersteller vollkommen zu.

An Michael Koling: Ich spreche mich in Nicht-Corona-Zeiten ganz klar gegen eine Numerierung der Stehplätze aus - wenn Sie einmal neben einer nervigen und präpotenten Schnaufnase gestanden sind und froh waren, weit genug ausweichen zu können, verstehen Sie sicherlich warum.

 

Und jetzt zu was Konstruktiven:

Gibt es noch weitere Stehplatzler-Schreiber/Mitleser hier? Wer würde sich generell an einer Unterschriftenliste beteiligen? (Eine solche hat wohl mehr Effekt als eine Demonstration, bei der nur ein überschaubarer Teil der Stehplatzler erscheint.)

Ich könnte so etwas auch in die Wege leiten und einige Freunde/Bekannte vom Stehplatz zum Unterschreiben motivieren, aber ich habe keine Erfahrung damit, wie man soetwas aufzieht.

Jetzt ist mal die Hirnkapazität und der Teamgeist gefragt!

5. Juli 2020
22:32
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michael koling
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Forumsbeiträge: 81
Mitglied seit:
17. Juni 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Ich habe - beginnend vor gut 50 Jahren - einen Gutteil meiner (auch späteren) Jugend am Stehplatz verbracht. In der Staatsoper und auch in anderen Häusern (teils auch außerhalb von Österreich). Als doch einigermaßen älterer Mensch bin ich dafür heute einerseits zu bequem (gebe ich ja zu) und auch Kreuz und Knie würden deutlich rebellieren. Wenn ich jetzt auch meinen Senf dazu gebe, ist das also definitiv nicht in eigener Sache.

Ich werde mich jetzt nicht zu Corona äußern - ich bin kein Arzt (welcher Fachrichtung auch immer). Ich vertrete nur den - zugegeben konservativen - Standpunkt, dass die (gesundheitliche) Sicherheit hohe Priorität genießen muss. 

Ich bin kein Freund dieser Regierung und ich bin auch der Meinung, dass - jedenfalls nachträglich gesehen - nicht alle Regelungen wirklich sinnvoll waren. Und ich stimme jenen Stimmen zu, die argumentieren, dass nicht nur jüngste Lockerungen vor allem dem Druck der einen oder anderen Lobby geschuldet sind. Über die Wortwahl einzelner Personen (in der Politik zB. Stichwort "mit der Flex dreinfahren" - jetzt nicht wörtlich zitiert, aber sinngemäß) möchte ich mich nicht auslassen. 

Fakt ist: der Direktor der Staatsoper (dem ich durchaus kritisch gegenüber stehe) muss sich an Vorgaben halten. Egal ob diese sinnvoll erscheinen oder nicht. Und eine dieser Vorgaben ist eben die (in meinen Augen noch langfristig sinnvolle) Abstandsregelung. Und die könnte auch am Stehplatz eingehalten werden. Voraussetzung wäre, dass die Stehplätze nummeriert sind - wie beispielsweise in München - und dann nur jeder zweite oder dritte Stehplatz in den Verkauf gelangt. Den Plan von Nummerierten Stehplätzen hat es schon gegeben und dagegen wurde vehement protestiert (und ja, auch ich habe davon profitiert, dass bei "wichtigen" Vorstellungen mehr Besucher am Stehplatz waren als es Karten gab). Gäbe es diese Regelung heute, könnten jedenfalls vermutlich die Hälfte der Stehplätze angeboten werden. Die Disziplin der Besucher, dass sie wirklich nur bei der gekauften Nummer stehen, müsste allerdings strikt (und allenfalls mit Sanktionen) überprüft werden.

Wahrscheinlich ist es noch nicht zu spät, so ein Konzept umzusetzen. Der Versuch wäre vermutlich lohnenswert. Über Details kann und oll diskutiert und nachgedacht werden. Auch vom Operndirektor und dem Chef der Holding (und vielleicht auch von den zuständigen Politikern).

5. Juli 2020
20:08
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 1059
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28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Nur im Stehen ist Covid-19 gefährlich und im Sitzen nicht?

So ist es in der Tat. Zwar ist nicht die Körperhaltung entscheidend sondern die Möglichkeit, dem Nachbarn auf die Pelle zu rücken. Man schaue sich an, was allrorts geschieht! Oder sollen alle Stehplatzler in eine Box gestellt werden?

Protest ist an anderen Stellen atuell angebracht. Der Aufruf, jetzt eine "Petition" zu schicken, ist sehr naiv. Die Antwort wird lauten (und da wette ich meinen nächsten Stehplatz): "Tut mir leid, wenden Sie sich an die Regierung, vorläufig geht kein Stehplatz; Punktum"

Angesichts der steigenden Infektionszahlen sollte sich lieber der Herr Bundespräsident zu Wort melden, das stünde ihm gut an! Die Bevölkerung zur Einhaltung der als nützlich bewiesenen Maßnahmen zu ermuntern, wäre hoch an der Zeit!

5. Juli 2020
19:50
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semjon_kotko
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Forumsbeiträge: 5
Mitglied seit:
5. Juli 2020
sp_UserOfflineSmall Offline

Ich widerspreche so manchen hier formulierten Argumenten und auch der Argumentation von AC im Tageskommentar.
Die Berufung auf den Buchstabentext der Regierungsverordnung (Stichwort "zugewiesene Sitzplätze") gilt für den heutigen Tag, aber wie wir wissen, werden Verordnungen wöchentlich revidiert und angepasst und unterliegen nicht nur dem Vernunftdenken, sondern auch dem politischen Lobbying. Die Gastronomie, die Tourismusbranche und andere Wirtschaftszweige haben für sich etwas herausgeholt, das anderen Branchen, wie etwa den Theatern und der Eventbranche, verweigert wird. Es ist also auch eine politische Frage!
Das Virus soll am nummerierten Sitzplatz mit Abstand weniger gefährlich sein als am nummerierten Stehplatz mit Abstand? Nur im Stehen ist Covid-19 gefährlich und im Sitzen nicht? Aha, da habe ich also etwas dazugelernt.
Soviel zu den aktuellen Vorgaben der Politik. Die andere Sache ist, wie die Theaterdirektionen darauf reagieren. Hier hat AC völlig recht: Offenbar ist dem neuen Direktor der Stehplatz kein großes Anliegen. Damit hat er von meiner Seite mit keinem Vertrauensvorschuss zu rechnen. Ein wichtiger Teil des Publikums ist ihm offenbar nicht besonders wichtig. Hier erwarte ich mir deutliche Signale und klare Ansagen von der neuen Direktion, wie sie es mit der kulturpolitischen Institution "Staatsopernstehplatz" hält.
Und jetzt mein Widerspruch zum Tageskommentar von AC: Er hat völlig recht, allfällige Proteste werden an der aktuellen, sich seit längerer Zeit abzeichnenden Regelung nichts mehr ändern können. Protest ist aber dennoch nicht sinnlos! Die "vorübergehende" Abschaffung des Stehplatzes zum gegenwärtigen Zeitpunkt kommentarlos zur Kenntnis zu nehmen, ja womöglich sogar dankbar zu sein (wie hier im Forum geschrieben wurde), würde bedeuten, gleich weitere Verschlechterungen vorab zu akzeptieren. Es wäre ein Freibrief für den nächsten Angriff auf diese wichtige kulturpolitische Errungenschaft. Wenn sich jetzt kein Protest regt, dann ist dies ein Signal Richtung Direktion, dass die Lobby des Wiener Stehplatzes im Grunde eh zu vernachlässigen ist, dass von dieser Seite mit keinem großen Gegenwind zu rechnen ist, wenn der Stehplatz gleich ganz abgeschafft und durch Sitzplatzreihen ersetzt wird. Jetzt kommt es aber darauf an, diesen Gegenwind zu entfachen! Die Message sollte sein: Wir lassen diesen Schritt nicht kommentarlos über die Bühne gehen, wir werden nicht vereinzelt um irgendwelche billigen Tickets mit Sichteinschränkung raufen, werden uns nicht gegenseitig zu überlisten und auszubremsen suchen. Nicht Entsolidarisierung ist angesagt, sondern eine gemeinsame Protestaktion des Stehplatzpublikums, etwa in Gestalt einer Petition auf Grundlage einer prägnant formulierten Forderung (etwa im Sinne von: Wir fordern den Erhalt des Stehplatzes und ein klares Bekenntnis der neuen Direktion zu dieser kulturpolitischen Errungenschaft, für den Zeitraum der Corona-Krise angepasst an die Abstandsregeln, was durch eine Durchnummerierung und Vorverkauf zu erreichen sein sollte).

5. Juli 2020
19:42
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mmnischek
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Forumsbeiträge: 241
Mitglied seit:
10. März 2020
sp_UserOfflineSmall Offline

... sollte es nach den Gepflogenheiten des Forums möglich sein, den dort angeführten -unzutreffenden- Argumenten zu widersprechen, oder herrscht schon völlige Meinungsdiktatur?

LaughLaughLaughLaughLaughLaughKiss

DAS ist jetzt wirklich echt köstlich! - Lohengrin2 schreibt von Meinungsdiktatur??? - Die, die immer nur pöbelt über fremde Meinungen und sie abwürgen will und den Moderator zu Hilfe ruft??? - Das hat es jetzt echt in sich! 

Und der Dialog mit Lohengrin(sic!) - ist das jetzt echt im Ernst eine Satire???

5. Juli 2020
18:48
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 1059
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Die Zweit-Besetzung bekommt eine 6 für unmögliches Sozialverhalten! - Setzen! - Ende!

Der Angeber soll den Mund halten!

5. Juli 2020
18:30
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Lohengrin
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Forumsbeiträge: 17
Mitglied seit:
17. Juni 2020
sp_UserOfflineSmall Offline

Die Zweit-Besetzung bekommt eine 6 für unmögliches Sozialverhalten! - Setzen! - Ende!

5. Juli 2020
17:34
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 1059
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

....als uns hier zu erklären.....

Wer sind "wir", wer nicht? Oder sollte das ein "pluralis majestatis" sein?

Junger Mann, auch wenn dieser Thread als "Pro Stehpatz" gestartet wurde, sollte es nach den Gepflogenheiten des Forums möglich sein, den dort angeführten -unzutreffenden- Argumenten zu widersprechen, oder herrscht schon völlige Meinungsdiktatur?

Falls berechtigte Proteste später nötig werden sollten, bin ich dafür, die Themenpalette gleich zu erweitern: keine verschenkten Karten mehr! Dann kommt es nicht zu der nun offenbar gewordenen Diskrepanz zwischen "bezahlten" und "besetzten" Plätzen.

5. Juli 2020
17:27
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 1059
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

aber ich glaube, dass Sie das Problem nicht ganz verstanden haben.

Das scheint mir allerdings bei Ihnen so, Gurnemanz.
Die Lockerungsregel ab September (siehe ständige Information im ORF und Webseiten der zuständigen staatlichen Institutionen) besagt, dass es nur "zugewiesene Sitzplätze" geben darf. Auch im Park von Schönbrunn wird das für die dann 10 000 zugelassenen Besucher des hilharmoniker-Sommernachts-Konzertes wohl so sein müssen...... Da ist derzeot einfach nichts mit Stehpläzen und wenn das mit der Disziplinlosigkeit so weiter geht, wird gar nichts stattfinden.

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