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Stehplatz an der Wiener Staatsoper ab 2019/20 | Seite 2 | OnlineMerker | Forum

 

 

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Stehplatz an der Wiener Staatsoper ab 2019/20
12. Mai 2019
16:40
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 585
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29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

An Flamingo: Ich muss Sie enttäuschen, aus mir spricht keine Eifersucht. Ganz im Gegenteil, ich bin sehr froh darüber, dass der Unsinn mit der Berechtigungskarte jetzt endlich beendet wird und wir ab Herbst alle "gleichgestellt" sind.
Eine Berechtigungskarte, die einmal vor einigen Jahren (sicherlich vor 2009) vergeben wurde und seitdem nur denselben Leuten zur Verfügung steht, ist doch positiv formuliert ein Scherz. Mit welchem Recht glauben Sie, diese Vorteile in Anspruch nehmen zu können? Endlich ist damit Schluss, gut so.
Wir sollten besser alle zusammenhelfen, dass das neue System gut funktioniert und die Preise nicht auf GENERELL 10 Euro angehoben werden, was ja ursprünglich geplant war oder immer noch geplant ist... DARAUF sollten wir unser Hirn und unsere Energie verwenden, nicht auf das Gejammere "Aber ich will meine exklusive Berechtigungskarte behalten mimimi".

An Marietherese: Kann ich vollkommen verstehen, geht wohl allen so!

12. Mai 2019
16:31
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Flamingo
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Werte(r) Gurnemz und Marietheres aus euch spricht rein nur die Eifersucht weil Ihr kein Berechtigungskarte habt. 

12. Mai 2019
16:21
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marietherese
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Ich verstehe vollkommen, dass sich jene mit einer Berechtigungskarte ärgern - niemand verliert gerne Privilegien. Dass sich eine kleine priveligierte Gruppe nun aber als Sprachrohr des Stehplatzpublikums aufspielt, empfinde ich als ärgerlich. Denn als regelmäßige Stehplatzlerin (die nicht in Wien wohnhaft ist), finde ich das neue System  durchaus praktisch. Ich kann meine Karten nun online kaufen und bin garantiert "drinnen", selbst wenn ich aus beruflichen Gründen nicht bereits am Vormittag nach Wien fahren kann, um mich anzustellen.

12. Mai 2019
15:49
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 585
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Werter Flamingo!

Sie bestätigen doch alles, das Semjon_Kotko und ich geschrieben haben, entlarvend auf's Schönste. Sie zählen die Vorteile der Stehplatzberechtigungskarte korrekt auf – so, und jetzt würde ich gerne von Ihnen erklärt haben, wieso Sie um alles in der Welt diese Vorteile nur einem kleinen Grüppchen von Leuten, die in den allermeisten Fällen obendrein gar nicht zum harten Kern der Stehplatzler gehören, zubilligen wollen. Auf diese Erklärung wäre ich jetzt wirklich gespannt. Ansonsten muss ich leider annehmen, dass es Ihnen ausschließlich um die Beibehaltung Ihrer ungerechten Privilegien geht (nach dem Motto: „Ich und meine Clique haben es gut, die anderen sollen dumm sterben!“). Insofern kann ich Ihnen mit Ihren eigenen Worten antworten: „Denken Sie darüber nach!“.

Ich gehe zwar erst seit 10 Jahren in die Oper, aber ich könnte Ihnen jetzt Leute nennen, die seit 50–60 Jahren in die Oper gehen und meine Meinung vollkommen teilen.

Nochmals: Die Stehplatzberechtigungskartler sprechen ausschließlich für sich selbst und für ihren eigenen egoistischen Vorteil. Wenn sich dieses Grüppchen jetzt zum Sprachrohr des Stehplatzes aufschwingt, fühle ich mich von diesen paar wenigen Leuten gar nicht vertreten, sondern bestenfalls hintergangen und gefrotzelt.

12. Mai 2019
13:08
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Flamingo
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Werte Diskutanten, gehe seit 40 Jahre in die Oper !! Daraus können Sie schließen, dass ich schon höheren Alters bin und die Stehplatzberechtigungskarte als sehr positiv

empfunden habe!

1. Ich konnte mich am Tag der Aufführung spontan entscheiden in die Oper zu gehen (bis 12.00 Uhr) !

2. Musste mich in keiner Schlange anstellen !

3. Konnte mich 10-15 Minuten vor der Vorstellung einfinden !

4. Wer weiß schon zwei Monate vor der Opernvorstellung ob man Zeit hat oder noch lebt

Sollten Sie, werte Damen und Herren des Forums, welche Ihren Kommentar bisher abgegeben haben, denken Sie darüber nach. Man wird älter !

ich nehme an Sie müssen großteils jüngeren Alters sein.

Mit besten Grüßen an alle.

PS.: Bin der Meinung das dies positiv von den beiden Damen gedacht ist !!!

11. Mai 2019
15:54
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semjon_kotko
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Forumsbeiträge: 24
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8. Dezember 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Gurnemanz sagt
Ich denke, das fällt in die Kategorie "Misslungenes Wortspiel".

Ich bin da anderer Meinung. Aus meiner Sicht ist dieses Wortspiel der einzig gelungene Teil des offenen Briefes 🙂
Alle anderen Punkte sind mehr als kritikwürdig. De facto gab es bisher eine Zweiklassengesellschaft zwischen den Berechtigungskarten-InhaberInnen und jenen an der Abendkassa (egal ob "Stammpublikum" oder TouristInnen). Die Unterscheidung zwischen "Berechtigungskarte = Stammpublikum" auf der einen Seite und TouristInnen auf der anderen Seite ist also völlig falsch, wie Gurnemanz zurecht klargestellt hat. Es ist eine Anmaßung, dass jene, die um ihre Berechtigungskarten-Privilegien bangen, sich jetzt als SprecherInnen des Stehplatzes ausgeben. Die Leute mit der Berechtigungskarte haben eine Stunde vor Beginn vor dem Haus Einlass gefunden, konnten sich also das lange Anstehen ersparen. Sie mussten nur in Kauf nehmen, dass eine gewisse Anzahl an BesucherInnen schon vor Ihnen auf der Treppe war. Ich selbst habe demgemäß mein Anstehen an der Stehplatzkassa immer so getimed, dass ich gerade noch vor den Berechtigungskarten-InhaberInnen auf die Treppe kam, was meistens auch gelungen ist (es sei denn, es wurde wieder mal nicht 80 Minuten, sondern erst 75 oder 70 Minuten vor Beginn aufgesperrt). Die Überlegung hinter der Berechtigungskarte war zunächst sicher jene, dass man für die 50 oder 100 Euro (ich weiß nicht, wieviel sie gekostet hat) eine sichere Eintrittskarte hat (man also ein Vorverkaufsrecht "teuer" ersteht), was bei Netrebko- und Domingo-Vorstellungen oder einer Gala nicht ohne Relevanz war. Genau darum zittern die BriefeschreiberInnen jetzt, wie im zweiten Punkt ihres bornierten Briefes deutlich wird. Dass man sich durch die Berechtigungskarte auf einmal auch die Warteschlange erspart hat, war wohl ein zunächst nicht einkalkulierter Nebeneffekt, weil man den BerechtigungskartlerInnen ja den Einlass eine Stunde vor Beginn (wie allen anderen auch) nicht verwehren konnte. Ich erwähne das nur deshalb, weil ich befürchte, dass auch die neue Regelung ähnliche Nebeneffekte haben könnte, mit denen man jetzt noch nicht rechnet und die jetzt noch nicht deutlich absehbar sind.
So gesehen ist der Haupteffekt der neuen Regelung, dass nun alle Bundestheaterkarten-BesitzerInnen zu Berechtigungskarten-InhaberInnen werden. Indem sie nun eben statt 1,60 pro Vorstellung (das waren die Kosten aufgrund des 50er-Scheckheftes) fortan 3 Euro bezahlen. Man kann also auch behaupten, dass ich fortan bei 50 besuchten Vorstellungen im Jahr weiterhin 1,60 pro Abend bezahle und darüber hinaus eine Berechtigungskarte um 70 Euro (die Gesamtsumme ist dann gleich). Insofern ist die Maßnahme eine "Demokratisierung" gegenüber den bisherigen Privilegien der BerechtigungskartlerInnen. Mir wurde also de facto eine Berechtigungskarte aufgezwungen, und wir sind nun alle zwangsprivilegiert - gegenüber einer Gruppe: den TouristInnen. Ich ziehe daraus zwar einen gewissen Nutzen, habe aber in diesem Thread schon vor Wochen mein Bauchweh angedeutet. Aus einem Grund: Solche Privilegien kann man mit einem Schlag auch wieder abschaffen, zulasten aller Beteiligten. Sollte in einem Jahr die komplizierte neue Sonderregelung wieder rückgängig gemacht werden, dann war der Effekt der neuen Maßnahme allein derjenige, dass die Tickets zwar statt 1,60 Euro nun 10 Euro kosten (also mehr als das Sechsfache), Proteste dagegen aber mittels "divide et impera" und Manövern klein gehalten wurden.
Damit zu tun hat die völlige Absurdität von Punkt 3 des zitierten "offenen Betriebens": Es war doch nicht Anliegen der Staatsoper (bzw. genau genommen des Aufsichtsrats der Holding) die "Touristenflut einzudämmen". (Und nebenbei: Es ist sicher kein Zufall, dass dieses nahezu menschenverachtende Wording aus dem Flüchtlingsdiskurs übernommen wurde, wo es vielen ja auch genau darum geht, solche wie bedrohliche Naturgewalten und Naturkatastrophen wirkende Szenarien "einzudämmen".) Es kann doch nicht Anliegen eines weltweit renommierten Kulturhauses sein, Regelungen zu entwickeln, um TouristInnen fernzuhalten, auch nicht vom billigen Stehplatz. Jedes Marketing muss doch genau umgekehrte Effekte haben. Stellen sich die SchreiberInnen nur dumm oder sind sie es wirklich? Anliegen der neuen Regelung war einzig und allein, statt 3 bzw. 4 Euro fortan 10 Euro pro Stehplatz einzunehmen, egal von wem und egal, wo oft derjenige oder diejenige die Oper besucht. Es ging ausschließlich ums Geld, zulasten einer jahrhunderte alten kulturpolitischen Institution (ich will meine diesbezügliche Argumentation an dieser Stelle nicht wiederholen). Und die Staatsoper hat daraufhin dankenswerterweise improvisiert und eine Regelung ausgetüftelt, die für das Wiener Stammpublikum von Vorteil ist. Es ist also eine Regelung FÜR das Stammpublikum und keine Regelung GEGEN die TouristInnen, wie in diesem absurden Punkt 3 behauptet wird. Das sollte doch für die Frau Magistra und die anderen ehrwürdigen Persönlichkeiten durchschaubar sein.
Am Ende dieses Postings frage ich mich, wieviele Minuten es dauern wird, bis sich die Michtas und Amfortasse - den wesentlichen Inhalt meines Postings ignorierend - mit einem geradezu Pawlow´schen Reflex auf einen Klammersatz einschießen und ihre sattsam bekannten Schubladen aufreißen werden 🙂

11. Mai 2019
14:25
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Gurnemanz
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29. September 2018
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Danke für die Zustimmung! Ich denke, das fällt in die Kategorie "Misslungenes Wortspiel".

Man kann es nicht oft genug betonen: Den wenigen Berechtigungskartlern steht es nicht zu, für alle Stammbesucher zu sprechen.

11. Mai 2019
11:39
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copy
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@ Gurnemanz: Vollkommen d'accord! Und der Satz Standing Ovations am „Steh“ für die kommenden 150 Jahre wären damit garantiert. ist ja wohl nur als Realsatire zu verstehen, oder? LaughLaugh

11. Mai 2019
0:05
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Gurnemanz
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29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Aus den heutigen (10. Mai 2019) Infos des Tages:

BETRIFFT: WIENER STAATSOPER/ STEHPLATZ. OFFENER BRIEF AN DIE GESCHÄFTSFÜHRUNG
Perchtoldsdorf, im Mai 2019

An die WIENER STAATSOPER Gesellschaft m.b. H.
c/o Herrn Thomas W. Platzer
A-1010 Wien, Opernring 2

Sehr geehrter Herr Platzer!

1) Zum 150 Jahr- Jubiläum der Wiener Staatsoper wurde den Stamm- Stehplatzbesuchern die sogenannte Stehplatzberechtigungskarte „sang- und klang“-los entzogen. Der Grund dafür ist nicht bekannt. Sie wurde als Ausdruck der Wertschätzung für langjährige Treue zum Haus gesehen, und es tut weh, diesen Bonus zu verlieren. Die persönliche Benachrichtigung ehrt uns, ändert aber nichts daran, dass wir vor vollendete Tatsachen gestellt wurden.

2) Mit dem Ansatz, ein festgelegtes Kontingent an Stehplatzkarten in den Vorverkauf zu geben, ist noch nicht garantiert, dass man für prominent besetzte Vorstellungen auch weiterhin eine Stehplatzkarte bekommt.

3) Grundsätzlich positiv wird gesehen, dass die Touristenflut eingedämmt werden soll und gleichzeitig eine Möglichkeit gesucht wurde, das volle Ausmaß der Preiserhöhung vom Stammpublikum abzuwenden.

4) Ausweiskontrollen beim Besuch kultureller Einrichtungen haben prinzipiell einen ideologisch höchst unangenehmen Beigeschmack.

5) Unser Vorschlag liegt darin, wie in anderen Häusern bereits möglich, ein Vorkaufsrecht für das Stammpublikum anzubieten. Bei Erwerb der jährlichen Mitgliedschaft (z. B. durch den Kauf der eventuell so genannten „COSTANZA CARD“), hat man die Möglichkeit eine Woche vor offiziellem Verkaufsbeginn Karten zu kaufen. (z.B. Ende Jänner für den gesamten März)

6) Standing Ovations am „Steh“ für die kommenden 150 Jahre wären damit garantiert.

Mit freundlichen Grüßen
Eva Posch pos.e@gmx.at
Mag. Jutta Stehmann jutta@stehmann.at

Für alle Unterzeichneten (zahlreiche Unterschriften )

 

Ich muss da mal was Wichtiges festhalten. Es erfüllt mich mit großer Verwunderung, dass sich die Inhaber der Stehplatzberechtigungskarte zum Sprachrohr aller Stamm-Stehplatzbesucher aufschwingen (siehe der erste Absatz, der eine Frechheit ist, des kopierten offenen Briefs von heute). UND DAS SIND SIE NICHT.

Wer es nicht weiß: Vor einigen Jahren wurde die sogenannte Stehplatzberechtigungskarte eingeführt, die um 50 Euro pro Saison ein Vorvekaufsrecht auf einen Stehplatz gewährleistete. Aber: Dieser Bonus wurde nicht für jede Spielzeit neu vergeben, sondern wer ihn einmal hatte, konnte ihn behalten. Dass jetzt endlich mit diesem Schwachsinn aufgehört wird, ist lautstark zu begrüßen. Es kann nicht sein, dass ein kleines Grüppchen jedes Jahr ganz deutlich bevorzugt wird, und die anderen regelmäßigen Stehplatzbesucher (die weit in der Überzahl sind) systematisch benachteiligt werden.
Insofern: Sehr gut so!

Das zukünftige System hat seine Probleme, das derzeit noch gültige allerdings auch. Aus meiner Sicht überwiegen die Vorteile des neuen. Das aktuelle Gejammere stammt nur von Leuten, die bisher auf den Stehplatzberechtigungskarten saßen und jetzt Angst verspüren, ihre Privilegien nicht weiter in Anspruch nehmen zu können.

Dafür gibt es genau eine Lösung: Das Geraunze ignorieren und ja nicht auf die paar wenigen empörten offenen Briefe hören! Diese offenen Briefe repräsentieren NICHT die Meinung des Gros der Stamm-Stehplatzbesucher.

4. Mai 2019
13:34
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marietherese
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Laut Auskunft der WSO wird es nur eine Schlange geben, um einen geordneten Ablauf zu ermöglichen.

3. Mai 2019
19:55
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Scaramuccio
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Danke für die hilfreiche Zusammenfassung!

Eine Frage, die für mich noch bleibt:

Wird es nur eine Warteschlange pro Vorstellung geben, oder werden Personen mit Tickets aus dem Vorverkauf eigens eingelassen. Oder wird es so sein wie bisher, nur dass man sich mit der gekauften Karte anstellt und das ganze Procedere durchlaufen muss, als ob man die Karte erst an der Abendkassa kaufen würde? Das geht für mich aus dem Artikel nicht ganz klar hervor.

Gruß,

Scaramuccio

2. Mai 2019
21:24
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ac
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Forumsbeiträge: 64
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16. Januar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Die neue Stehplatzregelung der WIENER STAATSOPER zusammengefasst

Die am 29. März 2019 angekündigten Änderungen und Erhöhungen der Preise für die Stehplatzkarten ab der Saison 2019/2020 sorgten unter den betroffenen Besuchern nicht nur für einigen Unmut, sondern auch Ratlosigkeit betreffend das zukünftige Procedere. »Der Merker« (Thomas Prochazka) will mit diesem Artikel die Fakten zusammenfassend darstellen.

http://www.dermerker.com/index.....5056A64872

18. April 2019
11:02
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daema
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Zu Kurt Vlachs letzten Zeilen der Turandot-Kritik vom 16.4.2019:

Ich möchte mich dagegen aussprechen, dass die Preiserhöhung (selbst relativiert "insofern") "gut" sei: Selbst wenn die Preiserhöhung eine Verringerung der - salopp formuliert - "ich schau mir nur einen Akt an und flaniere etwas im Gebäude herum"-Zuschauer bewirken sollte, so wirkt sich die Preiserhöhung auf alle GelegenheitsbesucherInnen von Balkon und Galerie (die sich nicht nur einen Akt, sondern die gesamte Oper ansehen) mit einer mehr als Verdreifachung des Preises aus. Das finde ich immer noch sehr unerfreulich, selbst wenn es für InhaberInnen des bundestheatercard eine "Ermäßigung" gibt (wobei mich immer noch das Gefühl beschleicht, dass diese "Ermäßigung" in kommenden Saisonen womöglich auch nicht mehr verfügbar sein könnte).

Insofern natürlich ein Danke an die Staatsoper (oder wen auch immer, der dafür verantwortlich sein möge), dass die alten "ab-Hof-Preise" nächste Saison zumindest im Vorverkauf noch verfügbar sind.

10. April 2019
14:24
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Asinus
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Sehr geehrter Herr Platzer,

das Stillschweigen aus der Wiener Staatsoper zum Betreff erweckt bei mir den Eindruck, dass hier eine Sache nicht zu Ende gedacht wurde und noch keine endgültige Lösung vorliegt. Ich habe schon seinerzeit bei der Einführung der Stehplatzberechtigungskarte mitgewirkt und unterbreite auch diesmal einen Lösungsvorschlag:

Die BundestheaterCARD hält als Kundenkarte auch erweiterte Leistungen wie die Einzugsermächtigung bereit. Es war schon von jeher meine Idee, die Stehplatzberechtigungskarte in die BundestheaterCARD als Vorkaufsrecht zu integrieren, sodass die Garantie auf eine Stehplatzkarte für das Stammpublikum erhalten bleibt. In dieser Form können die Stehplatzkarten auch im Internet verkauft werden, allerdings nicht mit einem so großen Preisunterschied wie nun angeboten. Ich gehe sogar so weit, dass der volle Preis zu bezahlen ist. Es ist schon ein Mehrwert, wenn man die Sicherheit auf eine Stehplatzkarte hat und diesen Mehrwert kostenlos bekommt, wenn die Identität des Kartenbesitzers bekannt ist. Ein Preisunterschied zwischen Stehparterre und Balkon/Galerie sollte auf Grund des Qualitätsunterschiedes jedoch erhalten bleiben.

Ich stehe gerne mit einigen ernsthaften Stehplatzbesuchern zu einem Gespräch zur Verfügung und bin sehr zuversichtlich wieder eine gemeinsame Lösung zu erarbeiten.

Erich Reindl

Hat Herr Reindl die vorgesehenen Veränderungen eigentlich verstanden? Was er hier vorschlägt, ist außer einer weitere Verschlechterung - der volle Preis auch für Karteninhaber - genau dasjenige, was derzeit ohnehin geplant ist. Und eine gesicherte Stehplatzkarte bedeutet die Koppelung an die BundestheaterCARD bei mutmaßlich mehreren tausend Inhabern (und dann wohl ein paar mehr) außerdem noch lange nicht. Es wäre im Sinne und zum Vorteil eben der ernsthaften Stehplatzbesucher vielleicht besser, Herr Reindl würde sich aus dieser Sache heraushalten.

3. April 2019
13:02
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daema
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Ich war etwas doch etwas überrascht, dass in der Pressekonferenz zur Programmpräsentation die Stehplatzneuregelung überhaupt nicht erwähnt wurde (bzw. auch keine Nachfrage diesbezüglich kam) (habe mir den Stream nachträglich in der Mediathek angesehen). Leider habe ich das gedruckte Programm zur neuen Spielzeit (noch?) nicht gesehen - falls es schon jemand in Händen hält, steht dort vielleicht auch schon näheres drin?

3. April 2019
12:45
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Gurnemanz
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29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

@13 Ich finde alle Beiträge hier in diesem Thread sehr interessant, aber besonders Ihren. Aber wie gesagt, warten wir einmal ab, was passiert. Aber das Anstellen wird ja, wie ich es verstanden habe, nicht abgeschafft, es wird halt womöglich auf zwei Schlangen aufgeteilt, und vermutlich werden sich keine so langen Anstellzeiten einbürgern werden. Das sehe ich aber positiv.

@10 Ihr Text klingt mir nach einer späten Abrechnung mit dem Stehplatz. Ja, das meiste haben Sie richtig beobachtet, aber trotzdem ist der Wiener Stehplatz eine tolle und lobenswerte Institution, man wird ja nicht gezwungen, (viel) hinzugehen. Natürlich haben dort nicht alle Leute Ahnung, aber - so wage ich zu behaupten - in Relation zum Gesamtpublikum schon verhältnismäßig viele. Und ad korruptes System: Die Nummernausgabe gibt es schon lange nicht mehr.

31. März 2019
23:47
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dalmont
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28. Januar 2019
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Семён Котко,

ich kenne Sie nicht persönlich, also hätte ich nur die Opernfigur Prokofievs lächerlich machen können, was ich nicht getan habe. Sollten Sie sich durch meine Zeilen beleidigt gefühlt haben, dann bitte ich Sie meine Entschuldigung anzunehmen. Ich ersuche Sie dennoch zu bedenken, dass ich – venendo dal monte, irgendwo im Welschtirol Anfang der 50er in eine bäuerliche Welt geworfen - dem Denken Kotkos sehr skeptisch gegenüberstehen muss. Meine Eltern gaben zwei Menschen Arbeit, hatten nie Geld ersparen können, aber wir hatten immer gut zu essen. In der Kotko-Welt hätte man uns als кулаки bezeichnet. Wir hätten alle eine Grube ausheben müssen, die Kotkos hätten uns hineingepfeffert. Und ungelöschten Kalk drauf, dann Wasser. Möglicherweise auch eine rote Fahne. Achmatova, Zwetajewa, Mandelstam, Blokh, Pasternak, Gorkij und der „Mann aus der Zukunft“ – Brodskij sind die für mich wunderbarsten LyrikerInnen des vergangenen Jahrhunderts. Kann ich sie mit der Welt Kotkos zusammenbringen? Eher mit den Ängsten Schostakowitschs. (Sie entschuldigen die fehlerhaften Transliterationen, ich mag nicht nachschauen).

Zur Erhöhung der Stehplatzpreise habe ich nix geschrieben und will dazu auch nix sagen. Ich bin sehr dankbar, dass es mir gelungen ist – zumindest nach dem 50er – für meine Arbeit so viel Geld zu bekommen, dass ich mir Sitzplätze erlauben kann. In den 70ern war ich froh, dass Stehplätze weniger als Kinokarten kosten. Können nicht 500 potentielle Stehplatzler auf die Direktion Druck ausüben?

Ich wollte mit meinen Zeilen nur der Myastifikation des Stehplatzes als d i e Kenner entgegentreten.

„Meinen“ Stehplatz der 70er Jahre gibt es nicht mehr, wiewohl ich manche Gesichter nach wie vor in jener Ecke des Marmorsaals sehe, in der wir uns damals getroffen haben. Er ist, im Vergleich zu damals, völlig leidenschaftslos geworden. Heute, nach „Orestes“, war der von meinem Platz aus einsehbare Parterre-Stehplatz nach Fallen des Vorhangs sehr schnell leer, wir „Ärsche“ auf den teureren Plätzen waren es, die den Künstlern den letzten Vorhang ermöglicht haben. Ganz im Gegensatz zu damals. Wie heisst es so schön bei uns im Welschtirol „acqua passata non bolle più.

31. März 2019
17:05
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Asinus
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1. Ein wenig merkwürdig ist der Zeitpunkt für diese Maßnahme: Dominique Meyer war ja recht stolz darauf, dass sich in seiner Amtszeit die Preise für den Stehplatz nicht erhöht haben; da mutet es ein wenig merkwürdig an, ihm das ausgerechnet in seiner letzten Saison zusammenzuhauen; soll hier etwa jetzt schon die Grundlage für weitgreifendere Veränderungen unter Roscic  gelegt werden?

2. Es wäre wünschenswert, wenn die Überlegungen hinter den nunmehrigen Maßnahmen etwas deutlicher kommuniziert würden; ausschließlich monetärer Natur können sie ja nicht sein; möchte man die Option der Stehplatzkarte als billigere Ersatzführung eliminieren, ein gewisses Klientel (Tschüss nach 20 Minuten) aussortieren?

3. Eine weitere Gefahr sehe ich außerdem, wenn das, was der Leserbriefschreiber unter Pkt. 5 anspricht, wirklich eintritt; gerade bei Premieren oder exklusiven Vorstellungen (Ring, gute Besetzung, etc.) würde sich eine solches auf Verdacht kaufen ja anbieten. Käme es wirklich dazu, dass merkliche Kontingente günstiger Karten ungenutzt bleiben, wäre dies eine plausible Argumentationsgrundlage für eine zukünftig generelle Anhebung der Stehplatzkartenpreise.

4. Man wird sehen, wie sich das Prozedere des Anstellens verändert; derzeit ist die Warteschlange ja ein sozialer Treffpunkt, die Gefahr besteht natürlich, dass sich das Stehplatz(stamm)publikum zukünftig zu größerer Anonymität gegeneinander entwickelt, da das Ritual des gemeinsamen Anstellens halt doch einem Wiedererkennen und miteinander Sprechen etc. förderlich ist, wie es das bei einer Begegnung nur im Haus selbst eher nicht der Fall sein wird. Das mag zwar das derzeitige Stammpublikum vielleicht noch nicht betreffen, das Soziotop hinkünftig aber sehr wohl beträchtlich verändern.

31. März 2019
15:05
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Lohengrin2
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28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Wenn man (in diesem Fall ich) den offiziellen Text und die zum Teil sehr ausführlichen und sorgsam geschriebenen Kommentare liest, kann man sich des Eindruckes nicht erwehren, dass mit dieser "Änderung" eine Revolution von oben oder eine riesige Dummheit vor sich geht.

Ich habe, da ich nicht in Wien wohne, den Stehplatz nur ab und zu in Anspruch genommen (Um eine Reise zu planen, sollte man die Karte schon in der Tasche haben, was ja nun auch für Stehplätze möglich sein soll).

Was das Ziel hinter dieser Änderung ist, kann ich nicht verstehen.

- Sollen Mehreinnahmen generiert werden, dann kann eine Erhöhung um jeweils 1 Euro von jedem Besucher verkraftet werden, brächte dem Haus 500 € täglich.

- Sollen die Kurzentschlossenen geschröpft werden (Touristen zum Beispiel), dann bringt das wohl auch nicht viel mehr, da -wie schon in einem Kommentar bemerkt- jeder der das System kennt, sich frühzeitig seine Karte bestellt (zum alten Preis!) und sie notfalls verfallen lässt. Den Gegenwert für einen Kaffee kann jeder verschmerzen.

- Will man Unfrieden säen?

- Soll das Soziotop umgebaut werden?

Für mich höchst undurchsichtig und weder richtig Einnahmen generierend, noch die Kundenzufriedenheit steigrnd.

Halb ironisch gemeint:
Nach meiner Kenntnis gibt es eine Konferenz der Intendanten. Bitte diese Konferenz in eine Klausur in Art des Konklaves umwandeln und die Damen und Herren ihre Ticket-Systeme benutzen, vergleichen und verbessern lassen. Bis eine kundenfreundliche, leicht handhabbare und wirtschaftlch gangbare Lösung gefunden ist, gibt es Wasser und Brot ;-). Die Kosten des Ticketverkaufs sowe die Menge der Freikarten sind natürlich auch zu berücksichtigen! Ich fürchte, es werden nach langer Zeit abgemagerte Gestalten die Konferenz verlassen......
Dann möge der "Aufsichtsrat" (die berechtite Frage wurde gestellt, wer da sitzt) seine übergroße Weisheit walten lassen.

31. März 2019
14:00
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semjon_kotko
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Forumsbeiträge: 24
Mitglied seit:
8. Dezember 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Lieber Dalmont,

selbst wenn Sie mit all Ihren Beobachtungen und Analysen uneingeschränkt Recht hätten (und das meiste haben Sie auch aus meiner Sicht richtig beobachtet): was folgt dann daraus? Dass die aktuelle Preiserhöhung auf 10 Euro eine gute und richtige Maßnahme war, um diesen Stehplatzsumpf mit den "Begeisterten" (im Stile von Fußball-Fans), Möchtegerns und Korruptionisten endlich trocken zu legen?
Ich bin weit davon entfernt, den Stehplatz zu glorifizieren als Hort der "wahren Kenner", und in der Tat sind nicht alle Opernbesessenen große OpernexpertInnen, wie ich aus eigener 20-jähriger Stehplatz-Erfahrung weiß, aber mit den niedrigen Preisen wird zumindest die Option darauf offen gehalten und eine gute Grundlage geschaffen. Und ja, für Leute wie mich - die Sie als "Söhne des arbeitenden Volkes" lächerlich machen - macht es sehr wohl einen Unterschied, ob ich für 70 Vorstellungen pro Saison ca. 110 Euro oder 700 Euro bezahle. Unter SoziologInnen und MusikhistorikerInnen wird es zudem als unbestritten gelten, dass die Institution "Stehplatz der Wiener Staatsoper", die ich auch als Soziotop charakterisiert habe, historisch betrachtet nur entstehen konnte auf Grundlage der niedrigen Preispolitik. Und es war auch immer eine politische Entscheidung, diese Preise niedrig zu halten, denn Diskussionen über eine Erhöhung gab es immer (meist mit Hinweis auf die höheren Preise für eine Führung durchs Haus). Bei Preisen von 10 Euro pro Vorstellung (und das war und ist die Intention des Aufsichtsrates) hätte sich ein solches "Milieu" - wie immer Sie es bewerten - nicht entwickeln können. Wie hoch das fachliche Niveau der Stehplatz-Stammgäste tatsächlich einzuschätzen ist, jenseits aller Klischees, ist demgegenüber eine eher untergeordnete Frage.

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