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Stehplatz an der Wiener Staatsoper ab 2019/20 | OnlineMerker | Forum

 

 

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Stehplatz an der Wiener Staatsoper ab 2019/20
18. April 2019
11:02
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daema
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Forumsbeiträge: 6
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20. Februar 2019
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Zu Kurt Vlachs letzten Zeilen der Turandot-Kritik vom 16.4.2019:

Ich möchte mich dagegen aussprechen, dass die Preiserhöhung (selbst relativiert "insofern") "gut" sei: Selbst wenn die Preiserhöhung eine Verringerung der - salopp formuliert - "ich schau mir nur einen Akt an und flaniere etwas im Gebäude herum"-Zuschauer bewirken sollte, so wirkt sich die Preiserhöhung auf alle GelegenheitsbesucherInnen von Balkon und Galerie (die sich nicht nur einen Akt, sondern die gesamte Oper ansehen) mit einer mehr als Verdreifachung des Preises aus. Das finde ich immer noch sehr unerfreulich, selbst wenn es für InhaberInnen des bundestheatercard eine "Ermäßigung" gibt (wobei mich immer noch das Gefühl beschleicht, dass diese "Ermäßigung" in kommenden Saisonen womöglich auch nicht mehr verfügbar sein könnte).

Insofern natürlich ein Danke an die Staatsoper (oder wen auch immer, der dafür verantwortlich sein möge), dass die alten "ab-Hof-Preise" nächste Saison zumindest im Vorverkauf noch verfügbar sind.

10. April 2019
14:24
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Asinus
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13. Februar 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

Sehr geehrter Herr Platzer,

das Stillschweigen aus der Wiener Staatsoper zum Betreff erweckt bei mir den Eindruck, dass hier eine Sache nicht zu Ende gedacht wurde und noch keine endgültige Lösung vorliegt. Ich habe schon seinerzeit bei der Einführung der Stehplatzberechtigungskarte mitgewirkt und unterbreite auch diesmal einen Lösungsvorschlag:

Die BundestheaterCARD hält als Kundenkarte auch erweiterte Leistungen wie die Einzugsermächtigung bereit. Es war schon von jeher meine Idee, die Stehplatzberechtigungskarte in die BundestheaterCARD als Vorkaufsrecht zu integrieren, sodass die Garantie auf eine Stehplatzkarte für das Stammpublikum erhalten bleibt. In dieser Form können die Stehplatzkarten auch im Internet verkauft werden, allerdings nicht mit einem so großen Preisunterschied wie nun angeboten. Ich gehe sogar so weit, dass der volle Preis zu bezahlen ist. Es ist schon ein Mehrwert, wenn man die Sicherheit auf eine Stehplatzkarte hat und diesen Mehrwert kostenlos bekommt, wenn die Identität des Kartenbesitzers bekannt ist. Ein Preisunterschied zwischen Stehparterre und Balkon/Galerie sollte auf Grund des Qualitätsunterschiedes jedoch erhalten bleiben.

Ich stehe gerne mit einigen ernsthaften Stehplatzbesuchern zu einem Gespräch zur Verfügung und bin sehr zuversichtlich wieder eine gemeinsame Lösung zu erarbeiten.

Erich Reindl

Hat Herr Reindl die vorgesehenen Veränderungen eigentlich verstanden? Was er hier vorschlägt, ist außer einer weitere Verschlechterung - der volle Preis auch für Karteninhaber - genau dasjenige, was derzeit ohnehin geplant ist. Und eine gesicherte Stehplatzkarte bedeutet die Koppelung an die BundestheaterCARD bei mutmaßlich mehreren tausend Inhabern (und dann wohl ein paar mehr) außerdem noch lange nicht. Es wäre im Sinne und zum Vorteil eben der ernsthaften Stehplatzbesucher vielleicht besser, Herr Reindl würde sich aus dieser Sache heraushalten.

3. April 2019
13:02
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daema
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Forumsbeiträge: 6
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20. Februar 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

Ich war etwas doch etwas überrascht, dass in der Pressekonferenz zur Programmpräsentation die Stehplatzneuregelung überhaupt nicht erwähnt wurde (bzw. auch keine Nachfrage diesbezüglich kam) (habe mir den Stream nachträglich in der Mediathek angesehen). Leider habe ich das gedruckte Programm zur neuen Spielzeit (noch?) nicht gesehen - falls es schon jemand in Händen hält, steht dort vielleicht auch schon näheres drin?

3. April 2019
12:45
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 495
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29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

@13 Ich finde alle Beiträge hier in diesem Thread sehr interessant, aber besonders Ihren. Aber wie gesagt, warten wir einmal ab, was passiert. Aber das Anstellen wird ja, wie ich es verstanden habe, nicht abgeschafft, es wird halt womöglich auf zwei Schlangen aufgeteilt, und vermutlich werden sich keine so langen Anstellzeiten einbürgern werden. Das sehe ich aber positiv.

@10 Ihr Text klingt mir nach einer späten Abrechnung mit dem Stehplatz. Ja, das meiste haben Sie richtig beobachtet, aber trotzdem ist der Wiener Stehplatz eine tolle und lobenswerte Institution, man wird ja nicht gezwungen, (viel) hinzugehen. Natürlich haben dort nicht alle Leute Ahnung, aber - so wage ich zu behaupten - in Relation zum Gesamtpublikum schon verhältnismäßig viele. Und ad korruptes System: Die Nummernausgabe gibt es schon lange nicht mehr.

31. März 2019
23:47
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dalmont
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28. Januar 2019
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Семён Котко,

ich kenne Sie nicht persönlich, also hätte ich nur die Opernfigur Prokofievs lächerlich machen können, was ich nicht getan habe. Sollten Sie sich durch meine Zeilen beleidigt gefühlt haben, dann bitte ich Sie meine Entschuldigung anzunehmen. Ich ersuche Sie dennoch zu bedenken, dass ich – venendo dal monte, irgendwo im Welschtirol Anfang der 50er in eine bäuerliche Welt geworfen - dem Denken Kotkos sehr skeptisch gegenüberstehen muss. Meine Eltern gaben zwei Menschen Arbeit, hatten nie Geld ersparen können, aber wir hatten immer gut zu essen. In der Kotko-Welt hätte man uns als кулаки bezeichnet. Wir hätten alle eine Grube ausheben müssen, die Kotkos hätten uns hineingepfeffert. Und ungelöschten Kalk drauf, dann Wasser. Möglicherweise auch eine rote Fahne. Achmatova, Zwetajewa, Mandelstam, Blokh, Pasternak, Gorkij und der „Mann aus der Zukunft“ – Brodskij sind die für mich wunderbarsten LyrikerInnen des vergangenen Jahrhunderts. Kann ich sie mit der Welt Kotkos zusammenbringen? Eher mit den Ängsten Schostakowitschs. (Sie entschuldigen die fehlerhaften Transliterationen, ich mag nicht nachschauen).

Zur Erhöhung der Stehplatzpreise habe ich nix geschrieben und will dazu auch nix sagen. Ich bin sehr dankbar, dass es mir gelungen ist – zumindest nach dem 50er – für meine Arbeit so viel Geld zu bekommen, dass ich mir Sitzplätze erlauben kann. In den 70ern war ich froh, dass Stehplätze weniger als Kinokarten kosten. Können nicht 500 potentielle Stehplatzler auf die Direktion Druck ausüben?

Ich wollte mit meinen Zeilen nur der Myastifikation des Stehplatzes als d i e Kenner entgegentreten.

„Meinen“ Stehplatz der 70er Jahre gibt es nicht mehr, wiewohl ich manche Gesichter nach wie vor in jener Ecke des Marmorsaals sehe, in der wir uns damals getroffen haben. Er ist, im Vergleich zu damals, völlig leidenschaftslos geworden. Heute, nach „Orestes“, war der von meinem Platz aus einsehbare Parterre-Stehplatz nach Fallen des Vorhangs sehr schnell leer, wir „Ärsche“ auf den teureren Plätzen waren es, die den Künstlern den letzten Vorhang ermöglicht haben. Ganz im Gegensatz zu damals. Wie heisst es so schön bei uns im Welschtirol „acqua passata non bolle più.

31. März 2019
17:05
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Asinus
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Forumsbeiträge: 10
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13. Februar 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

1. Ein wenig merkwürdig ist der Zeitpunkt für diese Maßnahme: Dominique Meyer war ja recht stolz darauf, dass sich in seiner Amtszeit die Preise für den Stehplatz nicht erhöht haben; da mutet es ein wenig merkwürdig an, ihm das ausgerechnet in seiner letzten Saison zusammenzuhauen; soll hier etwa jetzt schon die Grundlage für weitgreifendere Veränderungen unter Roscic  gelegt werden?

2. Es wäre wünschenswert, wenn die Überlegungen hinter den nunmehrigen Maßnahmen etwas deutlicher kommuniziert würden; ausschließlich monetärer Natur können sie ja nicht sein; möchte man die Option der Stehplatzkarte als billigere Ersatzführung eliminieren, ein gewisses Klientel (Tschüss nach 20 Minuten) aussortieren?

3. Eine weitere Gefahr sehe ich außerdem, wenn das, was der Leserbriefschreiber unter Pkt. 5 anspricht, wirklich eintritt; gerade bei Premieren oder exklusiven Vorstellungen (Ring, gute Besetzung, etc.) würde sich eine solches auf Verdacht kaufen ja anbieten. Käme es wirklich dazu, dass merkliche Kontingente günstiger Karten ungenutzt bleiben, wäre dies eine plausible Argumentationsgrundlage für eine zukünftig generelle Anhebung der Stehplatzkartenpreise.

4. Man wird sehen, wie sich das Prozedere des Anstellens verändert; derzeit ist die Warteschlange ja ein sozialer Treffpunkt, die Gefahr besteht natürlich, dass sich das Stehplatz(stamm)publikum zukünftig zu größerer Anonymität gegeneinander entwickelt, da das Ritual des gemeinsamen Anstellens halt doch einem Wiedererkennen und miteinander Sprechen etc. förderlich ist, wie es das bei einer Begegnung nur im Haus selbst eher nicht der Fall sein wird. Das mag zwar das derzeitige Stammpublikum vielleicht noch nicht betreffen, das Soziotop hinkünftig aber sehr wohl beträchtlich verändern.

31. März 2019
15:05
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Lohengrin2
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28. Februar 2018
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Wenn man (in diesem Fall ich) den offiziellen Text und die zum Teil sehr ausführlichen und sorgsam geschriebenen Kommentare liest, kann man sich des Eindruckes nicht erwehren, dass mit dieser "Änderung" eine Revolution von oben oder eine riesige Dummheit vor sich geht.

Ich habe, da ich nicht in Wien wohne, den Stehplatz nur ab und zu in Anspruch genommen (Um eine Reise zu planen, sollte man die Karte schon in der Tasche haben, was ja nun auch für Stehplätze möglich sein soll).

Was das Ziel hinter dieser Änderung ist, kann ich nicht verstehen.

- Sollen Mehreinnahmen generiert werden, dann kann eine Erhöhung um jeweils 1 Euro von jedem Besucher verkraftet werden, brächte dem Haus 500 € täglich.

- Sollen die Kurzentschlossenen geschröpft werden (Touristen zum Beispiel), dann bringt das wohl auch nicht viel mehr, da -wie schon in einem Kommentar bemerkt- jeder der das System kennt, sich frühzeitig seine Karte bestellt (zum alten Preis!) und sie notfalls verfallen lässt. Den Gegenwert für einen Kaffee kann jeder verschmerzen.

- Will man Unfrieden säen?

- Soll das Soziotop umgebaut werden?

Für mich höchst undurchsichtig und weder richtig Einnahmen generierend, noch die Kundenzufriedenheit steigrnd.

Halb ironisch gemeint:
Nach meiner Kenntnis gibt es eine Konferenz der Intendanten. Bitte diese Konferenz in eine Klausur in Art des Konklaves umwandeln und die Damen und Herren ihre Ticket-Systeme benutzen, vergleichen und verbessern lassen. Bis eine kundenfreundliche, leicht handhabbare und wirtschaftlch gangbare Lösung gefunden ist, gibt es Wasser und Brot ;-). Die Kosten des Ticketverkaufs sowe die Menge der Freikarten sind natürlich auch zu berücksichtigen! Ich fürchte, es werden nach langer Zeit abgemagerte Gestalten die Konferenz verlassen......
Dann möge der "Aufsichtsrat" (die berechtite Frage wurde gestellt, wer da sitzt) seine übergroße Weisheit walten lassen.

31. März 2019
14:00
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semjon_kotko
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Lieber Dalmont,

selbst wenn Sie mit all Ihren Beobachtungen und Analysen uneingeschränkt Recht hätten (und das meiste haben Sie auch aus meiner Sicht richtig beobachtet): was folgt dann daraus? Dass die aktuelle Preiserhöhung auf 10 Euro eine gute und richtige Maßnahme war, um diesen Stehplatzsumpf mit den "Begeisterten" (im Stile von Fußball-Fans), Möchtegerns und Korruptionisten endlich trocken zu legen?
Ich bin weit davon entfernt, den Stehplatz zu glorifizieren als Hort der "wahren Kenner", und in der Tat sind nicht alle Opernbesessenen große OpernexpertInnen, wie ich aus eigener 20-jähriger Stehplatz-Erfahrung weiß, aber mit den niedrigen Preisen wird zumindest die Option darauf offen gehalten und eine gute Grundlage geschaffen. Und ja, für Leute wie mich - die Sie als "Söhne des arbeitenden Volkes" lächerlich machen - macht es sehr wohl einen Unterschied, ob ich für 70 Vorstellungen pro Saison ca. 110 Euro oder 700 Euro bezahle. Unter SoziologInnen und MusikhistorikerInnen wird es zudem als unbestritten gelten, dass die Institution "Stehplatz der Wiener Staatsoper", die ich auch als Soziotop charakterisiert habe, historisch betrachtet nur entstehen konnte auf Grundlage der niedrigen Preispolitik. Und es war auch immer eine politische Entscheidung, diese Preise niedrig zu halten, denn Diskussionen über eine Erhöhung gab es immer (meist mit Hinweis auf die höheren Preise für eine Führung durchs Haus). Bei Preisen von 10 Euro pro Vorstellung (und das war und ist die Intention des Aufsichtsrates) hätte sich ein solches "Milieu" - wie immer Sie es bewerten - nicht entwickeln können. Wie hoch das fachliche Niveau der Stehplatz-Stammgäste tatsächlich einzuschätzen ist, jenseits aller Klischees, ist demgegenüber eine eher untergeordnete Frage.

31. März 2019
10:43
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dalmont
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28. Januar 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

Ad 7)

Das reizt natürlich zum Widerspruch:

Vorweg gesagt und um zu verhindern, dass bei Gurnemanz sofort seine Aggressionsmechanismen aktiviert werden (alles, worauf ich mich beziehe, geschah, bevor er in die Welt kam): Ich war in meinen Twens in den 70ern von der Josefstadt bis zum Konzerthaus (dort gab es in den damals noch Stehplätze) Stehplatzler, und am Loggione der Scala (das ist deshalb hier anzuführen, weil dort immer wieder STOP-Habitués anzutreffen waren).

Die immer wieder zitierte große Kennerschaft der Stehplatzler der Opernbesucher in Wien halte ich für eine große Mystifikation. Was wäre der Grund dafür? Die Parterre-Stehplatz – Gestion war damals ein mafiöses System und immer Teil der Claque. Gefördert wurde diese Mystifikation medial bis zu seinem Hunderter vom Stehplatzler Dr. Prawy, der aber auch hauptsächlich Gschichtln-Drucken konnte und wusste, wer wen wann und wo ins Ohr gebissen und wer was wann und mit wem wo gesungen hat. 50mal die Bohème gesehen zu haben heißt ja nur, 50mal die Bohéme gesehen zu haben und nicht, verstanden zu haben, was Puccini meinte.

Das Stehplatzler-Gequatsche war zu meiner Zeit meist enervierend, Tiefpunkt war eine „Macht des Schicksals“-Aufführung, als zwei Besuchende – Frau und Mann - meinten, sie würden sich die „Patschen“-Arie (für die nicht in Ostösterreich Beheimateten: Patschen - mit schwedischem a ausgesprochen - sind im Wienerischen stinkende, im Inneren fellchenbesetzte Pantoffel, und es handelte sich musikalisch um die Arie der Leonore „Pace, pace“... grandios von Verdi aber für Wien zu wenig spektakulär komponiert) nicht anhören wollen und nach oben zurückgezogen haben. Was machten sie dort? Als ich später das Outing eines Wiener Starkritikers in einer Hochglanzpostille las, dass er am Stehplatz „erotisch sozialisiert“ worden war, machte ich mir einen Reim darauf. In den 70ern waren die besten Stehplatz-Plätze in Wien in allen Kulturinstitutionen (v.a. im Musikverein) jedenfalls Teil eines korrupten Systems.

Ich weiß nicht, was der Semjon, der sich als Sohn des arbeitendenen Volkes geriert, mit seinen Einlassungen meint. Begeisterte sind immer furchtbar, in der Oper wie am Fussballplatz, weil sie den Verstand ausschalten (auf deutsch werden sie Fans genannt).

Ich habe jedenfalls in den 70ern erfahren, dass Menschen, die sehr oft in die Oper rennen, nichts von Welt wissen wollten. Selbst stamme ich aus einer Bergbauernwelt, in der ich durch Zufall mit Verdis Musik in Kontakt kam (Verdi, der sich immer als Bauer verstand) und dann nach Wien verschlagen wurde, der viele Jahre brauchte, um in Wien seine Heimat zu finden. Und in Bezug auf Stehplätze: ja, da hab ich tagtäglich mein Heimweh bekämpft und bin jeden Tag irgendwohin gerannt. 

Ich hör hier auf weil niemand mehr bis hierher lesen wird.

PS: Was meint der Sohn des arbeitenden Volkes mit Ahnung von Oper haben?

31. März 2019
10:22
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Scaramuccio
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Wird die Stehplatzkarte eine print@home Version sein, wie in der VOP ? Oder muss man sie nach Zusage persönlich an der Vorverkaufskasse abholen?

 

LG

Scaramuccio

31. März 2019
1:22
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Gurnemanz
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29. September 2018
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Den Beitrag von semjon_kotko finde ich sehr, sehr wichtig, die in ihm angesprochene Problematik ist wirklich relevant und beachtenswert.
Meine Erklärung wäre: Den Leuten im Aufsichtsrat ist die besondere Wiener Stehplatzkultur völlig egal. Das erinnert mich an die derzeit vorhandenen Pläne, ein bestimmtes Sprachstudienfach der Universität Wien abzuschaffen, obwohl dieses Fach sehr wenig Kosten verursacht, an nur wenigen Universitäten studiert werden kann und für Österreich, die Österreichische Geschichte und für einen Teil der Österreicher von großer Bedeutung ist! - und das muss durch ideologische Gründen verursacht sein, denn die Kosten dieses Fachs sind vollkommen lächerlich, da kosten die UniWien-Hochglanzbroschüren monatlich mehr oder ein einziges Mikroskop für Physik. Also könnte man kombinieren, dass auch die ursprünglich geplante Erhöhung der Stehplatzkarten auf 10 Euro mit Vorsatz erfolgt ist (und das finanzielle Plus nicht von großer Bedeutung ist), eventuell weil sich unter den regelmäßigen Stehplatzbesuchern kritische Hörer befinden, die nicht alles Vorgesetzte goutieren möchten? Aber man weiß nix Genaues nicht...

Aber wie gesagt, ich finde die Änderung in der letzten Fassung sehr gut (wenngleich es derzeit noch gewisse Unklarheiten gibt), und die Preiserhöhung trifft ja glücklicherweise doch nicht die Stammbesucher (wenn man von den Stehplatzschecks absieht, ja). Dass Touristen 10 Euro zahlen müssen, finde ich sinnvoll, vor allem deswegen, weil dann dieser Unsinn hoffentlich abgestellt wird, dass die Stehplatzkarte als Ersatz für eine Hausführung verwendet wird, das kann nicht der Sinn der Sache sein und ist nicht im Sinne der Beteiligten.

Ich bin der Staatsoper sehr dankbar, dass die neue Regelung gefunden wurde anstatt einfach 10 Euro für den Stehplatz zu verlangen, was eine Katastrophe für die Institution des Wiener Stehplatzes gewesen wäre.

Aber ja, wer ist eigentlich dieser Aufsichtsrat? Und wer sitzt in diesem?
Weiß das jemand?

31. März 2019
1:01
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semjon_kotko
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8. Dezember 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Es wurden in diesem Forum schon einige Tücken des neuen Systems aufgezeigt, aber auch einige Vorteile, die für das Stammpublikum entstehen könnten. Ganz konkret geht es um Vorteile zu Lasten der TouristInnen und Kurzentschlossenen. Ich gehöre zwar auch zu jenen, die vom neuen Modus profitieren könnten, weshalb ich mich auch nicht gegen einen online-Vorverkauf stellen werde, aber angesichts dieses Aufsichtsratsbeschlusses gleich zur Tagesordnung überzugehen, erscheint mir doch ein wenig borniert zu sein.

Der Stehplatz der Wiener Staatsoper (mit über 500 Plätzen, also einem Viertel des Gesamtquantums) ist eine seit Jahrhunderten gewachsene Institution. Er stellt ein ganz bemerkenswertes kulturgeschichtliches Phänomen und Soziotop dar, über das schon musikgeschichtliche und soziologische Dissertationen geschrieben wurden. Wer die Stehplatz-Serie in der Staatsopern-Zeitung "Prolog" liest, wird dort auf alle möglichen HonoratiorInnen und Kulturschaffende stoßen, die davon schwärmen, wie sie in ihren jüngeren Jahren nahezu täglich - um wenig Geld - am Stehplatz der Staatsoper waren und sich hier einschlägige Kenntnisse aneignen konnten. Auch der (mehr oder weniger) qualifizierte Diskurs über die Aufführungen in diesem Haus wird weitgehend von den Opernbegeisterten am Stehplatz geprägt, während selbst so manche MitarbeiterInnen dieses Hauses von Oper wenig bis gar keine Ahnung haben.

Durch den Beschluss des Aufsichtsrats, die Preise des Stehplatzes um das Dreifache (!) (bzw. für die Stehplatzscheckheft-BesitzerInnen sogar um das Sechsfache) zu erhöhen, wird bewusst in Kauf genommen, diese kulturgeschichtliche Errungenschaft, die weltweit Beachtung findet, zu zerstören. Wien sollte stolz sein auf diese einzigartige Institution, und nicht mit Verweis auf die teuren Stehplätze der Münchner Oper (die im übrigen nummeriert sind) die drohende Zerstörung dieses Unikums rechtfertigen. Ich frage nach der Motivation einer solch destruktiven Herangehensweise: Wieviel Euro spült die Verdreifachung der Preise in die Staatsopernkassa? Und wie groß ist diese Summe in Relation zu den Abendgagen der Topstars? Geht es um eine tatsächlich relevante budgetäre Maßnahme (auf dem Rücken der Schwächsten, nicht der LogenbesucherInnen), und wird deshalb bewusst ein Lenkungseffekt in Kauf genommen, wie er etwa auch mit den Studiengebühren beabsichtigt war (auch diese sind budgetär betrachtet völlig irrelevant)?

Das Stehplatz-Stammpublikum kann den Verantwortlichen der Wiener Staatsoper nicht dankbar genug sein, dass die desaströse Verdreifachung bzw. Versechsfachung der Preise im Nachhinein (!) durch gewisse Hintertüren abgefedert wurde, und dass womöglich sogar ein Vorteil auf Kosten der TouristInnen entstehen wird. Dass dabei aber der kulturpolitische Skandal einer beabsichtigten Zerstörung des Wiener Stehplatz-Milieus durch diesen ominösen Aufsichtsrat (wer sitzt dort überhaupt?) aus dem Blick gerät, und nicht anders kann dessen Beschluss interpretiert werden, ist doch sehr borniert. Ich bin auch geschockt darüber, dass es in diesem Land keine einflussreichen Persönlichkeiten in Politik und Wirtschaft gibt, die einen solchen kulturpolitischen Amoklauf des Aufsichtsrats, der budgetär sicher nicht viel bringen wird, zu verhindern wissen. Die Aufsichtsräte handeln ja nicht im luftleeren Raum losgelöst von der Politik, und sie handeln sicher auch nicht überfallsartig, sondern erst nach Konsultation mit EntscheidungsträgerInnen in der Politik und im Haus. Die Direktion hätte sicher auch nach einem solchen Beschluss genug Mittel in der Hand, öffentlichen Druck im Sinne des Stehplatzpublikums auszuüben. Ein TV-Beitrag im Kulturmontag und zehn Artikel in überregionalen Tageszeitungen müssten reichen, um den Aufsichtsrat zu einer Rücknahme des Beschlusses zu bewegen. Hauptsache die Kasse stimmt, kulturpolitisch fatale Konsequenzen sind den Verantwortlichen an den Schaltstellen offenbar völlig egal.

31. März 2019
0:10
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Gurnemanz
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@3 Danke, dass Sie nachgefragt haben und davon hier berichten. Allerdings fällt es mir schwer, dieser Auskunft zu glauben. Vielleicht erinnern sich einige, was ursprünglich zu den Stehplatzberechtigungskarten verlautbart wurde, nämlich dass sich deren Inhaber schön brav in der Schlange anstellen müssen. Und was passiert: Natürlich nicht das Angekündigte, sondern die Berechtigungskartler schlüpfen bei Hausöffnung pünktlich eine Stunde vor Beginn vorne hinein und reihen sich ein. Daher kommt ist es keine Seltenheit, selbst bei 2 Stunden "normaler" Anstellzeit hinter die Berechtigungskartler in die Schlange zu kommen, weil der Stehplatzkartenverkauf halt seine Zeit dauert, besonders wenn viele Touristen da sind. Also warten wirs ab. Ich denke jedenfalls, dass da noch eine Lösung gefunden wird. Wenn 50+ Leute vor dem Haus warten (so wie jetzt 10 Berechtigungskartler oder so), ist das nicht mehr organisierbar.

@4 Wieso sehen Sie nur die schlechten Dinge bzw. interpretieren auch schlechte Neuigkeiten hinein, wo keine sind? Erstens weise ich darauf hin, dass die (keineswegs überraschende) Neuregelung ein großes Service der Staatsoper darstellt, denn der Aufsichtsrat wollte ursprünglich 10 Euro für ALLE Stehplätze haben, die Staatsoper hat aber - wohl aus Angst vor einer Revolte des Stammpunlikums - die neue Regelung entwickelt. Also sind wir alle mal bitte dankbar anstatt herumzukeppeln!!! Aber jetzt im einzelnen zu Ihren Punkten:
1) Ja, und bitte wo ist da das Problem? Ich sehe keines. Bitte werden Sie konkret.
2) "Höhere Preise" zählt nur, wenn Sie bis jetzt Stehplatzschecks genützt haben und somit 3 Euro statt 1,60 zahlen müssen. Aber auch 3 Euro ist verdammt wenig Geld. Und "notwendigerweise kleineres Kontingent", ähm, wieso?
3) Sowas Absurdes, wieso sollte das ein Verlust sein? Erstens garantiere ich Ihnen, dass kaum weniger Touristen kommen werden (wer nach Wien kommt, nagt üblicherweise nicht am Hungertuch, und auch 10 Euro sind international gesehen für Oper wenig - davon lässt sich kaum wer abschrecken!), und zweitens haben sich die Touristen in den letzten Jahren (noch vor 8 Jahren war das ganz anders!) zu einer regelrechten Plage auf dem Stehplatz entwickelt: Es gibt derer zu viele und vor allem viel zu viele laute und störende Touristen. Also wenn weniger Touristen kommen (und dafür möglicherweise eher die, die die Aufführung interessiert anstatt derer, die einfach nur das Haus anschauen wollen, weil sie sich das Geld für eine Führung sparen wollen, dann, weil sie die Stehplatzkarte schon haben, gleich in die Vorstellung gehen und dort Radau machen - dieser Unfug wird jetzt ENDLICH abgestellt), dann ist das eine große Freude!
4) Ja, das ist ein Problem. Dem könnte man aber recht leicht Herr werden, zum Beispiel indem die Stehplatzkarten nur mit Namenszuweisung gekauft werden können. Das sehe ich aber problematisch, dann kann man die Karte nicht mehr an andere weitergeben, falls man spontan verhindert ist. Also auch keine tolle Lösung. Hm, mal nachdenken.
5) Das ist tatsächlich ein Problem. Aber dann machen Sie doch einen konstruktiven Vorschlag: Wie wäre es, wenn die Stehplatzkarten nicht 2 Monate, sondern - wie im Theater an der Wien - nur 7 Tage vor der Aufführung verkauft würden? Dann könnte man ihren 5. Kritikpunkt weitgehend in den Griff kriegen. Das wäre zB sinnvoll.
Also ich bleibe dabei: Ihre Kritikpunkte sind kaum nachvollziehbar, Sie wollen es wohl schlechter sehen als es ist. Wieso tun Sie das? Weil Sie generell wollen, dass alles so bleibt, wie es ist?

@5 Wie gesagt, mir persönlich erscheint sehr sehr viel am neuen System besser. Ich finde es großteils super, auch wenn es ein bisschen Zeit brauchen wird, bis es sich eingespielt haben wird. Aber genau die Frage nach der Verfügbarkeit des Stehplatzkontingents habe ich mir auch schon gestellt. Ich würde mal darauf tippen, dass innerhalb des Hauses noch gar nicht alle Fragen geklärt sind - das wird aber bis Herbst noch passieren!

30. März 2019
23:49
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daema
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Forumsbeiträge: 6
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20. Februar 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

Seit ich gestern Abend von der Neuregelung gelesen habe (danke an Gurnemanz für den prompten Hinweis), bin ich im Wickelwackel - es gibt sowohl positive als auch negative Seiten am neuen System, wie ich finde, wobei einiges, was mir positiv anmutet, anderen wahrscheinlich wiederum negativ erscheint (und umgekehrt ebenso).

Eine Frage, die ich mir gestellt habe:

Wird das gesamte Stehplatzkontingent online verfügbar sein oder nur ein Teil (und wenn nur ein Teil, in welcher Größenordnung)? Im TAW ist es bei den Stehplätzen ja zurzeit so, dass eine Hälfte im Vorverkauf angeboten wird, die andere nur an der Abendkassa – in der VOP hingegen sind alle Stehplätze im Vorverkauf (was auch die erwähnte Spontaneität „bestraft“).

 

Nachtrag: Ich habe mir gerade nochmal den Geschäftsbericht der Saison 2017/18 angeschaut. Stehplatzauslastung über 90% war bei 8 Opern bzw. über 80% bei weiteren 10 (also insgesamt 18 Opern).

Aus kaufmännischer Sicht wird interessant, ob die Erhöhung des Preises (immerhin mehr als eine Verdoppelung bzw. sogar Verdreifachung für Spontankäufer) sich auf die Anzahl der Besucher auswirkt. Laut Text scheint ja die monetäre Seite (Budgetplanung) einen Faktor darzustellen. (Ich denke aber im Übrigen nicht, dass die Touristenzahlen einbrechen werden. 10€ ist immer noch vergleichsweise günstig, auch im TAW kosteten die Stehplätze vor einigen Saisonen noch 7€, bevor sie wieder auf 5€ zurückgegangen sind.)

30. März 2019
22:10
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ac
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Forumsbeiträge: 50
Mitglied seit:
16. Januar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

An die Redaktion wurde folgende Mail gerichtet:

 

Sehr geehrte Redaktion!
 
In diesem Fall glaube ich wirklich nicht, dass ich der Einzige bin, der sich bei Ihnen meldet. Man braucht keine große Fantasie, um die Konsequenzen der geplanten Änderungen zu erkennen:
  1. Auch das Stammpublikum wird zum Onlinekauf/Vorverkauf abwandern. Wer möchte schon 6/7€ mehr zahlen und dafür auch noch anstehen? Die sozialen Konsequenzen möge jeder selbst beurteilen.
  2. Spontanität wird bestraft: Durch höhere Preise und ein notwendigerweise kleineres Kontingent.
  3. Noch zu 2.: Das wird bewirken, dass weniger Touristen kommen. Das mag manche freuen, halte ich aber für einen Verlust.
  4. Willkommen im "Missbrauch": Es ist lieb gedacht, dass pro BundestheaterCard-Account nur eine Karte pro Vorstellung verfügbar ist. Nachdem die Karte bzw der Account gratis ist, werden dann sich dann eben auf freundliche Anregung des Kulturfreundes die kulturfernen Verwandten/Freunde auch einen Account zulegen lassen. Und über diesen können dann munter Karten bestellt werden - und vielleicht auch später verkauft werden bei begehrten Vorstellungen?
  5. Willkommen am "leeren Stehplatz": Wenn ich mir heute eine Karte um 3/4€ online kaufe, dann werde ich vielleicht eher leichten Herzens auf die Vorstellung verzichten, wenn es mir dann in zwei Monaten doch nicht passt, weil ich ja weder viel Geld noch Zeit vergeudet habe. Der Platz wird trotzdem nicht noch einmal verkauft werden und bleibt daher leer.
     

    Name des Schreibers der Redaktion bekannt

30. März 2019
15:20
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marietherese
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30. März 2019
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Ich habe bei der WSO nachgefragt - es wird nur eine Schlange geben. Diese darf mit bereits gekauften Tickets auch nicht überholt werden; man kauft nur eben im Vorhinein sein Ticket online, stellt sich in die Schlange, passiert die Kasse, zeigt das Ticket und absolviert dann das bekannte Markieren des Platzes. 

29. März 2019
13:29
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Gurnemanz
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P.S.:
Nachdem ich jetzt kurz darüber nachgedacht habe, finde ich das neue System ziemlich gut. Da werden sich halt zwei Schlangen bilden, die eine vor der Stehplatzkassa für die Touristen und die andere vor dem vorderen Eingang für die Stammgäste. Und wer einen besonders guten Stehplatz haben will, wird sich halt in die Touristenschlange stellen, um früher hineingelassen zu werden.
Schade, dass die Stehplatzschecks aufgegeben werden, somit muss ich 3 Euro statt 1,60 zahlen, aber jo mei.
Beachten muss man nur, dass die Touristen/Reisebüros ja auch nicht blöd sind und es - vermute ich - nicht lange dauern wird, bis die das heraußen haben und dann im Vorhinein billige Karten kaufen, die sie dann den Touristen weitergeben. Das wäre blöd.
Wenn ich richtig verstanden habe, gibt es unbegrenzte Karten im "Stammkunden-Vorverkauf". Das hat einerseits Vorteile, anderseits Nachteile, aber die Vorteile überwiegen, denke ich. Und ich hoffe sehr und ich gehe auch davon aus, dass die Plätze nicht numeriert werden, sondern dass das derzeitige System beibehalten wird, da man dann spontan entscheiden kann, wo man steht, falls man einen 2-Meter-Mann oder einen Stinker genau vor einem vorfindet.

29. März 2019
13:11
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Gurnemanz
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Was auf der Homepage der Staatsoper steht: (Quelle)

Die Kartenpreise für Sitzplätze bleiben unverändert, eine Änderung gibt es bei den Stehplätzen:
Seitens des Eigentümervertreters, der Bundestheater-Holding, wurde die Geschäftsführung der Wiener Staatsoper im Zuge der Budgetplanung angehalten, ab 2019/2020 die Stehplatzpreise zu erhöhen. Die Wiener Staatsoper möchte den StammkundInnen dennoch die Möglichkeit geben, ihre Stehplatzkarte zum bisherigen Preis zu erwerben.
InhaberInnen der – kostenlos erhältlichen – BundestheaterCard können im Rahmen des allgemeinen Vorverkaufs (d.h. ab Mai 2019 für September, ab Juni für Oktober sowie in der Folge zwei Monate vor dem jeweiligen Vorstellungstermin) eine Stehplatzkarte (max. 1 Karte pro Vorstellung pro Person bzw. Kunde) an den Kassen oder online bis einen Tag vor der jeweiligen Vorstellung erwerben. Der Preis beträgt wie zuletzt € 4,- und € 3,- (bzw. € 2,50 und € 2,- bei Preisen K, M und F). Beim Online-Kauf sind die verfügbaren Stehplatzkarten erst nach erfolgreicher Anmeldung und nur für BundestheaterCard-KundInnen sichtbar (Infos zur BundestheaterCard unter http://www.bundestheater.at).
Am Vorstellungstag werden Stehplatzkarten zum Einheitspreis von € 10,- (bzw. € 5,- bei Preisen K und M) angeboten, und zwar wie bisher ab 80 Minuten vor Beginn an der Stehplatzkassa.
Die Stehplatzberechtigungskarte sowie die Stehplatzschecks werden ab der Saison 2019/2020 nicht mehr aufgelegt. Die Anstellordnung für BesucherInnen, die ihre Stehplatzkarte bereits erworben haben, und für BesucherInnen, die erst am Vorstellungstag ihre Stehplatzkarte kaufen möchten, ist nach wie vor gültig.

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