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Spielplan Wiener Staatsoper 2021/22 | Seite 4 | OnlineMerker | Forum

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Spielplan Wiener Staatsoper 2021/22
5. Juni 2021
10:13
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Christine
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22. Januar 2021
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Bei Bedeutung geht es mir nicht um musikhistorische Bedeutung!

Aber wenn es schon um diesen Begriff geht: Wer definiert die musikhistorische Bedeutung? Und was hat diese mit den Vorlieben der Opernbesucher zu tun?

Wenn wir bei dem Wort musikhistorisch musik weglassen, was historisch wichtig ist, sehen viele Historiker unterschiedlich, vor allem, wenn es sich um länger zurückliegende Ereignisse handelt. Und Menschen, die keine Historiker sind, sehen es nochmals anders. Es wird bei muskihistorisch nicht anders sein.

5. Juni 2021
9:21
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Lohengrin2
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20. Januar 2021
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Zum letzten Mal: die Häufigkeit der Aufführung einer Oper hat nichts mit der musikhistorischen Bedeutung zu tun !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

5. Juni 2021
9:09
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Christine
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22. Januar 2021
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In meinem Lexikon der Musik wird das Jahr 1594 als Jahr der erste Opernaufführungen von Dafne von Peri genannt. Ihr folgte 1600 Euridice, die von Peri und Caccini vertont wurde. Von diesen Werken ging "eine Erregung aus", aber die eigentliche Geschichte der Oper habe erst Orfeo begonnen. In diesem Lexikon steht auch, dass die "Oper im Grunde ein Zufallsprodukt, Folge eines Missverständnisses, eines Irrtums war".

Dalmont, Sie zählen sehr selten gespielte Opern auf, von denen Sie gerne eine Aufführung sehen möchten. Könnte interessant sein, aber man muss sich auch die Frage stellen, warum werden manche Werke kaum aufgeführt? Das liegt doch wohl auch daran, wie ein Werk beim Publikum ankommt. Und wenn ein Werk gut ankommt, wird es öfter gespielt. Wenn bedeutende Werke von Verdi erwähnt werden, werden wohl Rigoletto, Traviata, Trovatore, Aida, Don Carlo, Otello etc. öfters genannt werden als Oberto oder Alzira. Bei Mozart zählen der Schauspieldirektor oder Lucio Silla oder La finte semplice auch nicht zu seinen bedeutenden Werken und bei Wagner stehen "Das Liebesverbot" oder Rienzi wohl nicht an erster Stelle wenn man an seine Werke denkt. Die Bedeutung von Werken hat für mich auf jeden Fall damit zu tun, wie oft sie aufgeführt werden. Ein Werk, das nur selten oder (vorübergehend) gar nicht mehr auf einer Bühne gespielt wird, kann doch nicht gleichbedeutend mit einem sein, das man überall finden kann. Das hat doch nicht nur mit Marketing zu tun. Die Qualität liegt im Werk.

5. Juni 2021
7:51
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Lohengrin2
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20. Januar 2021
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„Les Indes galantes“ war in München vor 2 (?) Jahren mit großem Erfolg auf der Bühne, auch als Stream angeboten.

5. Juni 2021
1:22
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alcindo
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21. Januar 2021
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das mit Caccini stimmt, ich erinnere mich bei einer auffuehrung "Euridice von Peri-Caccini" gesehen zu haben. und dass Monteverdi entschieden "moderner' als Peri war, ist auch gewiss

5. Juni 2021
0:40
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Dalmont
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22. Januar 2021
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ad 47)

Ich möchte „Persée“ von Lully auf der Wiener Bühne sehen, Rameaus „Les Indes galantes“, Meyerbeers „Robert le diable“, Donizettis „Dom Sébastian“, Lalos „Le roi d’Ys“, Glinkas „Жизнь за царя“, Schrekers „Gezeichnete“ oder Olivier Messiaens „Saint François d’Assise“. (Bevor wieder Dummheiten gepostet werden: Ich kenne diese Werke alle, von CD, Konzerten, Noten und den „Franziskus“ auch von der Bühne). Da sind auch Werke dabei, die opernhistorisch Weichen gestellt haben. Ich werde jedoch den Teufel tun, und meine persönlichen Vorlieben einem Operndirektor vorlegen, wenn er einige der größten Schöpfungen operntheatralisch neu zur Diskussion stellt.

Warum ist Verdis „Aida“ besser als seine „Alzira“, warum ist „Andrea Chénier“ gelungener als „Fedora“? Da gibt es schon Kriterien, die objektivierbar sind. Bei manchen im Forum wird die persönliche Vorliebe zum opernbezogenen kategorischen Imperativ hoch stilisiert.

Ob ich persönlich  „Don Giovanni“ oder „Le nozze di Figaro” oder “Cosi fan tutte” für bedeutender halte, wäre tatsächlich eine subjektive Wertung. Das ist keine Frage der Bedeutung, daher stellt sie sich mir nicht. Die sind doch alle drei grandiosest. Dass ich persönlich „Le nozze di Figaro“ um eine Nuance lieber habe, warum das so ist, erzähle ich nur sehr befreundeten Menschen.

Dass im Forum eine Diskussion über die musikwissenschaftliche Bedeutung von „Tristan und Isolde“ oder „Wozzeck“ angezettelt wurde, ist peinlich und da kann ich nur sagen, schauen Sie sich die Partituren an, die sind sehr erschwinglich.

Für die Beantwortung dieses Einwandes suchte ich nach dem Repertoireentwurf eines Wiener Operndirektors. Er hieß Richard Strauss und entwarf dieses Repertoire für sein am Ende des 1000jährigen Reiches noch herbeiphantasiertes Opernmuseum – ich habe den Entwurf nicht mehr gefunden –  - bei der Suche fiel mir Srauss‘ Bearbeitung der Berliozschen Instrumentationslehre in die Hände. Da schreibt der Münchner im Vorwort von der homophonen Schreibweise, die „vom lieben bequemen Theaterpublikum noch heute der polyphonen vorgezogen wird“. In Strauss‘ Repertoire-Entwurf blieb meiner  Erinnerung nach von dem italienisch-französischen Repertoire fast nix mehr übrig. Dieses Repertoire bevorzugen allerdings die meisten Foranten. Deren Repertoire ist sicherlich mehr „orecchiabile“ (ohrgängig), wie man bei mir daheim sagt, als das deitsche oder slawische, wird jedoch sehr leicht schlagermäßig missverstanden (und Strauss‘ Opernrepertoire-„Vermächtnis“ war ein Versuch knapp nach dem Ende der Diktatur, das Deutsche über das Nicht-Deutsche noch hochzuhalten. Demutsdämlichdumm, das Ganze).

Wie oft was gespielt wird, wie gern Leute dafür bezahlen, hat überhaupt nix mit Qualität zu tun, das ist Marketing. Und Menschen, die selten in die Oper gehen, lieben „La Traviata“, „Carmen“ und noch ein paar mehr Werke, weil sie schöne, in fremden Sprachen gesungene Melodien hören. Wüssten sie um das Elend, das in diesen Texten verhandelt wird, würden sie sie nicht weniger schätzen, sich vielleicht mehr dafür interessieren. Und auch für weniger Populäres

Die Doyenne der Online-Merker-Larmoyanz befürchtet schon wieder…. Warum interessiert sich die alte Dame nicht für das, was ein sehr viel jüngerer in Australien ‚sozialisierter‘ grandioser Theatermann mit Bergs „Wozzeck“ verbindet? Gerhaher tut es, und das ist sicher kein dummer Mann…

 

PS: Darf ich noch einen Satz zur ersten Oper anführen: „Dafne“ wird als erste Oper genannt, „Euridice“ als erste, deren Material gekannt wird. Aber war Peri wirklich der Autor der „Euridice“-Musik, oder war es – zumindest teilweise - Caccini. Jedenfalls ist unbestreitbar die erste Oper, die in unserem Repertoire auftaucht, „L’Orfeo“ von Monteverdi.

Meine „Klugscheissereien“ beruhen auf Pipers sündteurer 7-bändiger Enzyklopädie des Musiktheaters, die ich als Student zwischen Tür und Angel subskribiert habe, und niemals mehr, wie ich versuchte, aus dem Vertrag herauskam. Ich hab sie mir wirklich schwer verdienen müssen. Heute freue ich mich darüber, weil mir niemand mehr opernhistorischmäßig ein X für ein U vormachen kann.

5. Juni 2021
0:28
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alcindo
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21. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

der Duden definiert oper

Bedeutungen (2)

INFO

    1. Gattung von musikalischen Bühnenwerken mit Darstellung einer Handlung durch Gesang und Instrumentalmusik

                   

    2. die erste erhaltene oper, die Euridice von Peri hat eine handlung, es wird gesungen, zt in mehrstimmigen ensembles, hat instrumentale teile, hat chor, und als was soll man sie dann unter beruecksichtigung von Duden bezeichnen?  hat mme je die Euridice von Peri gehoert? also, Riemann kann seine meinung haben, viele andere spezialisten halten die Euridice fuer die erste erhaltene oper.  es ist aber kein geheimnis,dass der Orfeo von Monteverdi um vieles populaerer ist
    3. biite die zeichen b. und c. zu ignorieren, ich habe die dudendefinition von google kopiert, und es haften b und c beim einfuegen
4. Juni 2021
22:34
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Lohengrin2
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Meine Quelle ist Riemanns Musiklexikon.....

Da werden noch andere frühe Musik-Theater-Werke, ja auch die Daphne von Peri, erwähnt, jedoch wegen des deklamatorichen Charakters als Oper im musikdramatischen Sinn nicht akzeptiert. So ist eben der Orfeo das erste Werk, das die Kriterien für Oper erfüllt.

4. Juni 2021
21:59
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alcindo
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mme lohengrin in ihrer bekannt sympathischen art meint:

alcindo weiss es natürlich besser als die meisten Musikwissenschaftler, klar!

alcindo freut sich ueber die kompetenz von mme lohengrin in sachen barockoper,    nachdem sie mir natuerlich nicht glaubt, habe ich in google "erste bekannte oper"  eingegeben und bekomme folgendes resultat:

Was heute geschah - 6. Oktober 1600 Die erste Oper wird aufgeführt. Sie war ein Auftragswerk zu Vermählungsfeierlichkeiten. Die vor gut 400 Jahren von Jacopo Peri komponierte Oper gilt als die älteste noch erhaltene der Musikgeschichte: "L'Euridice favola drammatica" - kurz "Euridice"

uebrigens gibt es jahre davor eine noch "erstere" oper, Dafne auch von Peri, scheint aber unvollstaendig ueberliefert zu sein, auch die Euridice wird immer wieder aufgefuehrt

4. Juni 2021
21:35
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Lohengrin2
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Weil sie - ich erkläre Ihnen jetzt das zum 3. Mal - die Entwicklung der Musik und natürlich des Genres weiter gebracht hat.

War bei Peri eine Art Deklamation das Wesen des Werkes, hat Monteverdi mit Orfeo Melodie und musikalische Dramatik eingeführt, was bis heute das Wesen der Oper ausmacht.

4. Juni 2021
21:30
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Christine
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Warum muss die erste Oper auch eine bedeutende Oper sein?

4. Juni 2021
21:25
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Lohengrin2
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alcindo weiss es natürlich besser als die meisten Musikwissenschaftler, klar!

Das Werk von Peri wird nicht allgemein als Oper anerkannt, da es msukalisch nicht die nötige Qualität aufweist, weshalb Orfeo, ein Werk unvergleichlich  besserer Qualität, eigentlich als erste OPER gilt. (Sie wird auch immer wieder heute noch gespielt, was auf die Peri Euridice nicht zutrifft.)

4. Juni 2021
21:09
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alcindo
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auch wenn fuer mme der Orfeo von Monteverdi als erste oper gilt, die erste vollstaendig erhaltene oper war und ist die Euridice von Peri (1600)

4. Juni 2021
19:45
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Lohengrin2
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20. Januar 2021
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Nein, für die musikwissenschaftliche Bedeutung ist es völlig unwesentlich, ob ein Oper oft oder selten gespielt wird.

Monteverdis Orfeo gilt als die erste Oper überhaupt.

Tristan und Isolde bilden musikalisch einen Schritt in eine neue Opernkonzeption.

usw!

4. Juni 2021
19:39
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Christine
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22. Januar 2021
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Epochale Neuerungen gingen jenen Opern aus, die in der nächsten Saison Premiere haben? Das kann auch nur eine subjektive Meinung sein. Welche Opern bedeutender sind als andere, ist bis zu einem gewissen Grad auch eine subjektive Wertung. Aber zählt nicht auch dazu, wie oft eine Oper gespielt wird, an wie vielen großen Häusern sie gespielt wird, wie gut sie sich verkauft? Welche Opern auch Menschen kennen, die nicht regelmäßig in die Oper gehen?

4. Juni 2021
14:59
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 451
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20. Januar 2021
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Die Bedeutung einzelne Oper hängt mitnichten vom Geschmack Einzelner ab. Es mag Lieblingsstücke oder Opern von Bedeutung für die persönliche Karriere geben, aber ie Bedeutung, üm die diskutiert wurde, ist von musikhistorischem Gewicht. Epochale Neuerungen gingen von den genannten Werken aus.

4. Juni 2021
14:50
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Chenier
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28. Februar 2021
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Lyonel, wer entscheidet über die "Bedeutung" von Opern und eine Prioritätenreihung von Werken?

Letztlich ist das vom subjektiven Geschmack abhängig und selbst bedeutende Dirigenten haben ihre ganz persönlichen Einschätzungen. Was für Böhm der Don Giovanni war, war für Karajan der Trovatore oder der Don Carlos. Objektivieren kann man das kaum, wobei man durchaus Behauptungen in der Raum stellen kann, dass der Tristan musikhistorisch wesentlich bedeutender ist als Peter Grimes und da kann man noch so anglophil denken.

Jetzt höre ich schon den Shitstorm einiger weniger.

4. Juni 2021
14:00
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Lyonel
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5. April 2021
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Christine sagt
Monteverdi habe ich tatsächlich übersehen, aber dessen Opern interessieren mich nicht besonders. Mozart ist kein italienischer Komponist. Ich gebe zu, dass ich vor allem an Verdi, Puccini und die Komponisten des Verismo dachte.

Sind alle fünf Premieren Opern wirklich Meilensteine der Operngeschichte wie im Kurier zu lesen ist? Revolutionäre Werke, die den Lauf der Kulturgeschichte verändert haben?  

Aha, der wahre Kritikpunkt ist also, dass der Herr Direktor Ihre Lieblingsopern in seinen Premierenplanungen unzureichend berücksichtigt. In diesem Punkt haben Sie dann unbestreitbar Recht, aber einen Vorwurf daraus machen können Sie dem Herrn Direktor daraus wohl nicht.

Was aber Ihre zweite Frage angeht: Welche Opern waren denn in der Operngeschichte wichtiger? Vielleicht waren einige wenige genauso wichtig (natürlich vermisst man hier einen späten Verdi), aber wichtiger? Welche Oper aus dem 17. Jahrhundert war denn viel bedeutender als L'Orfeo? Welche Oper aus dem 18. Jahrhundert war denn viel bedeutender als Don Giovanni? Und selbst Verdi hat eingestanden, dass der Tristan die bedeutendste Oper des 19. Jahrhunderts war - ja, es gibt grandiose Opern im Spätwerk von Verdi, aber bedeutender als Tristan? Dass der Barbiere die erfolgreichste italienische Opera buffa aller Zeiten ist, ist wohl auch unbestritten. Und wenn es um das 20. Jahrhundert und die klassische Moderne geht, gibt es wohl auch kein bedeutenderes Werk als den Wozzeck.

Ich glaube, wenn man 10 Musikwissenschaftler dazu zwingt, die ihrer Meinung nach bedeutendsten 10 Opern aller Zeiten aufzuschreiben, wären die obigen 5 sicher dabei - was wie gesagt nicht heißen soll, dass man nicht auch 10 andere, ebenso bedeutende findet, z.B. Figaro statt Don Giovanni oder Otello statt Tristan. Trotzdem, wenn Sie nicht der Meinung sind, dass diese Werke absolute Meilensteine sind, dann scheinen Sie einen sehr engen Musikgeschmack zu besitzen - das ist ihr gutes Recht, aber Gott sei Dank hat der Direktor einen etwas breiteren Geschmack.

4. Juni 2021
12:43
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 451
Mitglied seit:
20. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Erst mal Kaufmann ist nicht "mein JK", bitte unterlassen Sie diese Formulierung.

Beczala nur ein Konzert, JK immerhin ein lang erwartetes Rollendebut. Bei Meyer gabs nur aufgewärmte Sachen und die nicht jede Saison, einzig die Fanciulla 2013 war eine Neuproduktion, vielleicht ein Wunsch von Welser-Möst?

Tetelmann singt bei der Konkurrenz (Theater an der Wien), wird eine pikante Profuktion.....

Hubeaux mag nicht zur Verfügung stehen, andererseits sind die Verträge bestimmt schon 2 bis mehr Jahre zurück, sdass der Wunder-Mezzo erst in den nächsten Jahrn erwartet werden kann. Crebassa ist auf dem Plan

Bartoli war in Salzburg sehr gelobt worden; ihr Hirtenknabe, den ich gehört habe ist allerdings zu klein, um eine Aussage treffen zu können. Dass sie überhaupt erst jetzt ans Haus kommt, ist eine Schande.....

Ich begrüße sehr, dass ein gewisser Tenor nicht "mitgeschleppt" werden darf.

4. Juni 2021
11:18
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Chenier
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Forumsbeiträge: 229
Mitglied seit:
28. Februar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Na ja, gerade Ihr JK kommt ja nicht allzu häufig vor, Beczala ebenso, auch Di Donato oder Yoncheva. 

Bei Carr und Schuen gebe ich Ihnen völlig recht, aber da könnte man auch einmal Ayan oder Tetelman eine Chance geben, auch Hubeaux, die sich als Eboli an der WSO profiliert hat und von Rocsic gebracht wurde, fehlt, wenn man schon bei den Jungen ist. Alles sehr fragmentarisch und rudimentär, ohne Konsequenz.

Bartoli hat leider ihre beste Zeit hinter sich, habe sie zuletzt in Zürich gehört und da war sie nicht mehr so überzeugend.

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