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Spielpläne 2019/20 | Seite 2 | OnlineMerker | Forum

 

 

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Spielpläne 2019/20
8. April 2019
2:22
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Gurnemanz
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29. September 2018
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Werter Dalmont! Danke für Ihre Anmerkungen und Ihre lesenswerte Erzählung, die ja ein interessantes Licht auf die Gepflogenheiten vor wenigen Jahrzehnten wirft.

Mit "Berlioz-Fassung" war natürlich keine eigene Instrumentation etc. gemeint, sondern eben die Fassung, die Berlioz statt der Dialoge erstellt hat. Als Sie mich hier vor knapp zwei Monaten auf den Berlioz-Freischütz aufmerksam gemacht haben, habe ich natürlich nicht geahnt, dass ich in absehbarer Zeit Gelegenheit haben werde, ihn auf der Bühne zu erleben. Über diese unerwartete Gelegenheit freue ich mich.

Überrascht bin ich über Ihre vorverurteilende Gleichsetzung eines jungen Lederhosenträgers mit einem FPÖ-Wähler. Politik ist nicht Thema dieses Forums, und ich könnte Ihnen mehrere FPÖ-Wähler nennen, die nie mit Lederhose herumrennen, genauso gut mehrere (gelegentliche) Lederhosenträger, die nie die FPÖ wählen würden. Und jemanden, der oft eine Lederhose anzieht, kenne ich nicht, und ich kenne viele Einheimische in einem bestimmten ländlichen Gebiet Österreichs. Daher halte ich politische Einschätzungen anhand des Gewandes für komplett unzutreffend. Sie werden sich sicher erinnern, dass unser derzeitiger Bundespräsident, dem man wahrlich keine Nähe zur FPÖ nachsagen kann, im Wahlkampf mehrmals alpenländische Tracht getragen hat. Aber lassen wir besser die Politik aus dem Spiel, das führt wirklich zu nichts. In einem Musikforum können wir uns gerne die Schädel über musikalische Themen einschlagen, aber nicht über Politik.

(Übrigens: Ich wars nicht! also besagter Lederhosenträger in der Tristan-Premiere)

7. April 2019
21:54
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dalmont
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28. Januar 2019
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Werter Gurnemanz,

darf ich als Welschtiroler aus dem ladinischen Fascian einige Anmerkungen anbringen:

Berlioz hat keine eigene Fassung gemacht, Sie werden den Freischütz hören, wie Sie ihn kennen, allerdings mit gesungenen Rezitativen statt der Prosa. Knackpunkt ist auch da die Wolfsschlucht. Und es gibt die instrumentierte „Aufforderung zum Tanz“ als Ballett.

Das wunderbare Duett „Dome épais“ der zwei Frauenstimmen aus der „Lakmé“ wird seit Jahren von Werbefirmen für deren Zwecke gestohlen. Es bleibt dennoch ein wunderbares Duett. (Warum Werbemusiker außer stehlen nur stehlen können ist eine andere Frage). Die „Légende de la fille du paria“ (zu dt. Glöckchenarie) ist virtuos, aber man hat dennoch bei dieser Oper das „Freischütz“-Problem: Was macht man mit den Dialogen? Dennoch freue ich mich drauf, vor allem da es in meiner alten Hauptstadt stattfinden wird.

Und darf ich noch eine Schnurre anführen?

In der Mittelschule machte ich als 16jähriger eine Radtour von Canazei über Lienz und Innsbruck zurück nach Hause. Es war in den Jahren der Bomber, niemand wollte uns in Südtirol übernachten lassen (wir hatten ja kein Geld) zwegn der Carabinieri. In Innsbruck gab es damals die „Meistersinger“ mit Otto Wiener als Gast von der Staatsoper. Wir haben zwei Karten gekauft, hatten aber kein Gwandl dabei. Wir mussten damals zum Intendanten (es war H. Wlasak), der hat aus erlaubt, in unseren kurzen Hosen am Juchheh die Oper zu sehen, mit der Auflage, in den Pausen nicht zu viel herumzugehen. Ist mir wieder eingefallen, als im Vorjahr in Linz bei der „Tristan“-Premiere ein schnittiger fescher junger Kurzlederhösler (sicher ein Haimbuchner/Strache-Aficionado) herumgeschlichen ist. Tempora mutantur, aber ich in dieser Hinsicht nicht mit ihnen. In diesem kleinen Theater war Wiener als Sachs grandios.

7. April 2019
14:06
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Gurnemanz
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29. September 2018
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Landestheater Innsbruck 2019/20

Aus den heutigen Infos des Tages:

Don Giovanni / WA / 13.9.2019
Die Schattenkaiserin / UA – Musical / 28.9.2019
Il Trittico / 30.11.2019
American Idiot / ÖEA – Punkmusical / 12.12.2019
Samson et Dalila / konzertant / 21.12.2019
Rigoletto / 8.2.2020
Katia Kabanowa / 21.3.2020
Der Freischütz (Berlioz-Fassung) / 9.5.2020
Lakmé / 13.6.2020

Ich kann nicht umhin, diesen Spielplan interessanter als den das Theaters an der Wien zu finden. Da werde ich wohl viermal hinfahren (Samson, Katja, Berlioz-Freischütz und Lakmé). Ich finde es toll, dass das dortige Landestheater einen mich so ansprechenden Spielplan hat! Davon könnten sich die Häuser in Wien was abschauen. 

5. April 2019
18:08
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Gurnemanz
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29. September 2018
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@265 Ich finde die Idee mit der szenischen Fidelio-Urfassung (1805 an an der Staatsoper, 1806 im THADW) reizvoll, aber die Tatsache, dass es dann an drei aufeinanderfolgenden drei verschiedene Fidelio-Produktionen an zwei Wiener Häusern gibt, ist wieder etwas zu viel des Guten. Aber nehmen wir es, wie es ist, und hören wir es uns gespannt an! Diese Gelegenheit gibt es wahrscheinlich nie wieder.

@266 Es gibt eine reduzierte Orchesterfassung von Strauss, aber auf der Homepage steht, dass die reduzierte Orchesterfassung von Eberhard Kloke gespielt wird. Möglich wird das durch die heurige Wiederkehr des 70. Todestages von Strauss. Also leider kein Original-Strauss.
Die Bearbeitungen der "großen Opern" in der Kammeroper haben wahrscheinlich den Sinn, die jungen Sänger in geschütztem Rahmen "große" Partien ausprobieren zu lassen. Kann man mögen oder auch nicht.

@267 Auch ich finde, dass der 2019/20-Spielplan interessanter ist als der 2018/19, aber die THADW-Spielpläne vor ein paar Jahren finde ich nach wie vor interessanter. Aber ich freue mich trotzdem auf die wenigen für mich interessanten Produktionen 2019/20!

5. April 2019
15:19
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semjon_kotko
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8. Dezember 2018
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Der Spielplan im Theater an der Wien ist - nach einer eher mäßigen (von Barock und Weber geprägten) Saison 2018/19 - geradezu sensationell. Gratulation an die Verantwortlichen! Nach mehr als zehn Jahren des neuen Opernhauses werden immer wieder neue interessante Werke aufgeführt, die nicht zum Kernrepertoire der anderen Häuser gehören, wie dieses Mal etwa La Vestale, Halka und Der feurige Engel. Zu Rusalka und Salome wird wohl irgendein origineller Zugang gefunden werden, um sich von den anderen Häusern abzuheben. Auch Norma als obligatorische Belcanto-Oper ist sicher eine gute Wahl. Ich bin begeistert, ohne auch nur eine der zahlreichen konzertanten Barock-Aufführungen besuchen zu werden, die bei den eingefleischten Barock-Fans sicher für ebenso große Begeisterung sorgen werden 🙂
Lieber Direktor Geyer, womöglich haben Sie mein Posting vor einem Jahr hier gelesen, als ich hier La Vestale, eine meiner Lieblingsopern, angeregt habe 🙂 Für die nächste Saison wünsche ich mir von Ihnen Poliuto (im Belcanto-Segment), Dalibor (im Bereich der Raritäten des 19. Jahrhunderts) und Puntila (für das 20. Jahrhundert).

5. April 2019
14:59
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dalmont
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28. Januar 2019
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Da hat man natürlich einen Vorteil, wenn man Freude am musikalischen Theater von Monteverdi bis zu Jost hat. Ich freue mich auf alles, die Bearbeitungen der großen Oper des 19. Jhdts. für die Kammeroper lasse ich allerdings aus, da sehe ich keinen Sinn darin. Und konzertant wird sicherlich sehr viel Barock sein, und das ist auch gut so. Wenn mich nicht alles täuscht, hat die reduzierte „Salome“-Version übrigens Strauss selbst erstellt. Und dadurch wird auch diese interessant.

5. April 2019
13:56
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Chenier
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28. Februar 2018
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Sehe ich auch so, Gurnemanz, für mich nur Fidelio und in der KO der Faust.

5. April 2019
11:41
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Gurnemanz
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29. September 2018
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Also das THADW-Programm kannst ja völlig kübeln. Ich freu mich dort nur auf den Feurigen Engel von Prokofjew und auf Halka von Moniuskzo und teilweise auf Rusalka+Salome. (aber Salome in einer reduzierten Orchesterfassung, wer kommt denn auf so eine Idee?!)
Sonst nix für mich Interessantes, am schlimmsten der Totalausfall bei den konzertanten Sachen.

Danke trotzdem für die Information, @263!

5. April 2019
10:50
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daema
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Theater an der Wien:

19. September: Dvorak - Rusalka

17. Oktober: Mozart - La clemenza di Tito

16. November: Spontini - La vestale

15. Dezember: Moniuszko - Halka

18. Jänner: Strauss - Salome

17. Februar: Jost - Egmont (Uraufführung)

16. März: Beethoven - Fidelio

16. April: Prokofjew - Der feurige Engel

15. Mai: Bellini - Norma

 

Kammeroper:

1. Oktober: Gounod - Faust

4. Dezember: Händel - Giustino

5. März: Theissing - Genia (Uraufführung)

19. März: Gluck - Orphée et Eurydice

4. April 2019
15:10
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Kapellmeister Storch
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Atalla Ayan habe ist mir zum ersten Mal im Rosenkavalier in Dresden aufgefallen, als er anstelle von Calleja gesungen hat. In Berlin habe ich ihn als Ruggero (Rondine) und Roldolfo gehört und fand ihn hervorragend. Er gehört sicher zu den interessantesten Tenören, hatte zwischendurch aber wohl auch stimmliche Probleme. Leider hat er auch am 02. Januar in Dresden nicht den Alfredo gesungen.  

4. April 2019
14:32
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UwePaul
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28. Februar 2018
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Liegt aber schon ne Weile zurück, war ein Rodolfo, wenn ich mich nicht irre, ein richtig bleibender Eindruck war es nicht. Sie könnten rechten haben, was die Größe des hauses betrifft...

4. April 2019
14:22
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Chenier
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28. Februar 2018
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Was ein wenig untergegangen ist zwischen den so wichtigen Weiden bzw. Orest-Da-Capos, Britten und "Persinette", was auch immer das sein soll, ist das Debut von Atalla Ayan, einem jungen brasilianischen Tenor, 2 x als Nemorino. Habe ihn vor einigen Jahren zufällig in Stuttgart als Rudolfo gehört, war sensationell. Ist natürlich ein kleineres Haus, aber der Mann hat unglaubliches Potential. Er hat mittlerweile an vielen großen Häusern, auch schon mehrmals an der Met, gesungen, und auch in Berlin, UwePaul.

4. April 2019
13:45
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Gurnemanz
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29. September 2018
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@254-258: Ich habe selbstverständlich keine Vorverurteilung getätigt, ich habe nur festgehalten, dass Andreas Schager als Tamino die schrägste Besetzung der Saison 2019/20 ist, und das ist sie auch, dicht gefolgt von Siliņš als Telramund.

Ich weiß nicht, was Sie alle sich vom Mozartgesang erwarten, aber ungeachtet der Tatsache, dass der Tamino keine "typische" Mozart-Tenorpartie ist, möchte ich darin einen Sänger, der Mozart stilistisch singen kann. Schager ist ein guter Operettentenor, und was er aus seiner an und für sich wunderbaren Stimme nicht macht, ist eigentlich ein Skandal (denn er hätte ja Potential!). Jetzt wird er zum neuen Heldentenor aufgebaut, was er nicht ist und nicht sein wird. Für einen Tristan irgendwo an einem kleinen Haus mag das ja reichen, aber ich möchte ihn mit seinen Ungenauigkeiten, seiner Nicht-Gestaltung und seiner "Ich sing irgendwie"-Technik eher nicht hören und am wenigsten mit Mozart.

Und da ich ihn mehrmals live gehört habe, traue ich mir das Urteil zu, dass seine Besetzung als Tamino sehr schräg ist. Wie man da eine Vorverurteilung ausmachen kann, weiß ich nicht. Aber wenn Schager so weitermacht (man denke an gleichzeitig Apollo in Wien und Tannhäuser in Berlin - was für ein Irrsinn!), dann ist ja fraglich, ob er in 10 Jahren überhaupt noch singen kann.

4. April 2019
13:17
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dollylein
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michael koling sagt
Bei Vorverurteilungen vor dem Hören auch nur eines einzigen Tones in einer Partie (konkret: Schager als Tamino) reagiere ich extrem allergisch. Aber es entspricht wohl dem Zeitgeist, nie gesehene Inszenierungen auf Grund eines Fotos zu bewerten, nie gehörte Sänger zu beurteilen, Kritiken im Vorfeld zu verteilen, usw, usw.

Ob Andreas Schager ein Tamino sein wird, wie ich (subjektive Einschätzung, kein Anspruch auf die reine Wahrheit) mir die Interpretation dieser Rolle vorstelle, kann ich heute - no na - nicht sagen. Aber ich empfinde es als eine spannende Besetzung (spannend ist wertfrei gemeint), die ich mir vorurteilsfrei (!) anhören möchte.    

Nun, ich habe ihn in dieser Partie bereits an der Staatsoper Berlin (noch im Schillertheater) vor knapp 3 Jahren gehört. Und ich kann nur soviel sagen: die Befürchtungen werden sich auch in Wien bestätigen. Der Mann ist leider ein Grobmotoriker. In der Pause unterhielten sich zwei ältere Damen vor mir: „Also die Sänger sind alle gut, bis auf den Tamino, den ertrag ich nicht“.

4. April 2019
12:11
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semjon_kotko
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Ganz schlau werde ich nicht aus Dominique Meyer: Auf der einen Seite - wie schon in den letzten Saisonen - ein konventionell-langweiliger Spielplan, wenig attraktive (bzw. zum Teil unnötige) Premieren, kaum interessante Debuts oder spannende Konstellationen, keine RegisseurInnen, die Aufsehen erregen könnten, auf der anderen Seite aber gleich vier zeitgenössische Opern (Die Weiden, Orest, Tri Sestri und Neuwirths Orlando), was weltweit wohl auch einzigartig ist. Für mich ist letzteres aber weniger Ausdruck der Innovationskraft, sondern eher der völligen Konzeptlosigkeit von Meyer.
Er toppt jedenfalls in seiner letzten Saison eine längst feststehende Erkenntnis: Im internationalen Vergleich spielt die Wiener Staatsoper keine Rolle mehr. Und seine zehnjährige (uff) Intendanz wird ohne jeden Höhepunkt zu Ende gehen. In künftigen musikgeschichtlichen Publikationen wird seine "Ära" nicht einmal eine Fußnote sein.

4. April 2019
9:30
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michael koling
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17. Juni 2018
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Bei Vorverurteilungen vor dem Hören auch nur eines einzigen Tones in einer Partie (konkret: Schager als Tamino) reagiere ich extrem allergisch. Aber es entspricht wohl dem Zeitgeist, nie gesehene Inszenierungen auf Grund eines Fotos zu bewerten, nie gehörte Sänger zu beurteilen, Kritiken im Vorfeld zu verteilen, usw, usw.

Ob Andreas Schager ein Tamino sein wird, wie ich (subjektive Einschätzung, kein Anspruch auf die reine Wahrheit) mir die Interpretation dieser Rolle vorstelle, kann ich heute - no na - nicht sagen. Aber ich empfinde es als eine spannende Besetzung (spannend ist wertfrei gemeint), die ich mir vorurteilsfrei (!) anhören möchte.  

3. April 2019
19:10
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UwePaul
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28. Februar 2018
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Na, wer Schagers "Brüllen" bei Mozart mag... der hat ja nun wahrlich genug Partien, die für seine Stimme passen....

3. April 2019
18:27
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karl
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Zitat: "Das Schrägste ist Andreas Schager ALS TAMINO!!!!!!"

Warum ist das schräg?

Weil er Mozart mit Stimme singt und nicht mit voce bianca säuselt?

3. April 2019
17:47
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Lohengrin2
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28. Februar 2018
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Sollten die Gerüchte eines weiteren Direktorenpostens dort doch stimmen?

Er ist unter den 4 Personen auf der Shortlist.

3. April 2019
17:30
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Gurnemanz
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Generell freut es mich als Fan neuer und neuerer Musik, wenn Britten und zeitgenössische Opern gespielt werden, aber wieso ausgerechnet den Sommernachtstraum? Das Stück ist nicht so der Super-Reißer und - wichtiger - war ja erst letztes Jahr im Theater an der Wien!!
Das Problem ist halt, dass diese Art von neuer(er) Musik gespielt wird, die mir nicht gefällt. So einen Schmarrn wie die Weiden brauch ich sicher kein zweitesmal, und auch Cardillac ist nicht das Stück, auf das ich gewartet hab.

@249 Ich nehme an, Butterfly wird deshalb so oft gespielt, weil die Inszenierung in der übernächsten Saison ersetzt werden soll. Und 3mal Thielemann sind 3mal zu viel. Da hätte man doch einen Könner an die Frau ohne Schatten heranlassen können, aber nein, schon wieder der Thielemann.

@246 Ich verstehe Sie, ich würde an Ihrer Stelle auch nicht nach Wien fahren. Aber in Berlin sind Sie gut versorgt und haben auch Hamburg in Ihrer Nähe, dort würde ich sofort öfter hinfahren, wenn ich es von Wien aus nicht so weit hätte.

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