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Simon Boccanegra
3. April 2019
12:39
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 495
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29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

@33+36: Das kann ich nur bestätigen, das Publikum verhält sich immer undisziplinierter, allerdings nicht nur auf den Stehplätzen, sondern auch auf den Sitzplätzen. Handgreiflichkeiten oder penetrante Störungen kommen vor, letztere sogar sehr oft.
Ich kann nur alle ermutigen, selbst für Ruhe zu sorgen und die Störer in der näheren Umgebung persönlich zum Schweigen zu bringen zu versuchen (Unhöflichkeit hilft).

1. April 2019
16:10
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Chenier
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Forumsbeiträge: 401
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Ihrer Rezension, Kapellmeister Storch, kann ich mich inhaltlich anschließen, habe es ähnlich erlebt.

Zum Zwischenfall kann ich nichts sagen, nur habe ich den Eindruck, dass das Publikum immer undisziplinierter wird. Vor allem Touristen werden immer ärger, Motto: Gemma halt Staatsoper, wenn`s nix ist, plaudern wir ein wenig und gehen in der Pause. Handgreiflichkeiten habe ich noch nie erlebt, treibe mich allerdings nie in Stehplatznähe herum.

31. März 2019
14:56
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UwePaul
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Forumsbeiträge: 651
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Haben Sie auch gesehen, wer heute den Calaf singt. Wegen ihm gehe ich hauptsächlich, die sog.  Inszenierung ist mir ein absolutes Gräuel

31. März 2019
14:14
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Kapellmeister Storch
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Forumsbeiträge: 24
Mitglied seit:
21. Februar 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

@ 33

 

Ja, vielen Dank, ich bin wieder gut in Berlin angekommen und freue mich auf Turandot heute Abend. Anna Smirnova reist ja dann nächste Woche für eine weitere Turandot-Serie nach Wien weiter.

Vielen Dank für die Aufklärung und den Hinweis auf den Tageskommentar. Den hatte ich bislang noch nicht gelesen. Entweder ich hatte die Anwesenheit eines Polizisten nicht mehr in Erinnerung oder ihn zuvor noch nie bemerkt. Ich wollte auch gar keine große Sache daraus machen, daher hatte ich vorsichtig nachgefragt. Da es tatsächlich nach einem kleinen Gerangel ausgesehen hat, habe ich das falsch interpretiert. So, wie sich viele Einmalbesucher da oben benehmen und irgendwo hinstellen, kann ich mir gut vorstellen, dass es öfter mal Probleme gibt und Stammbesucher zu Recht verärgert sind.

30. März 2019
23:51
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 495
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

@32 Danke, dass Sie sich die Mühe genommen haben, Ihre Eindrücke in einem ausführlichen Bericht festzuhalten! Ich kann somit gut nachvollziehen, wie Ihnen die Vorstellung gefallen hat; schön, dass Sie eine insgesamt doch für Sie erfreuliche in Wien erleben konnten. Ich hoffe, dass Sie wieder gut nach Berlin gekommen sind.

Überrascht bin ich, dass Ihr zweiter Absatz im heutigen Tageskommentar unter der Überschrift "Wiener Staatsoper: Zwischenfall auf der Galerie bei „Simon Boccanegra“ 29.3.)" zitiert wird, und das muss ich richtig stellen.
Also: Es handelte sich selbstverständlich um keinen Zwischenfall, sondern der Dienstsitz des diensthabenden Theaterpolizisten befindet sich in der letzten Sitzplatzreihe in der Nähe der Rollstuhlplätze im Stehplatzbereich. Oft steht der Polizist auch vor der Tür anstatt sich hinzusetzen. (Was dazu führt, dass immer wieder Stehplatzbesucher den Dienstsitz kapern und dann wieder verscheucht werden.)
Dass der Theaterpolizist bewaffnet ist, ist in der Staatsoper genauso wie zum Beispiel im Musikverein vollkommen normal und ist somit ebensowenig wie die Tatsache, dass es Streitigkeiten mit Touristen auf den Stehplätzen gibt, eine Sache, die im Tageskommentar einer besonderen Erwähnung bedarf oder gar als "Zwischenfall auf der Galerie" betitelt werden muss. Wieso eine vollkommen normale Begebenheit im Tageskommentar als "Zwischenfall" tituliert werden musste, weiß ich nicht.

30. März 2019
9:21
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Kapellmeister Storch
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Forumsbeiträge: 24
Mitglied seit:
21. Februar 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

Aufführung am 29.03.2019:

Meine ersten Opernerlebnisse in Wien liegen fast auf den Tag genau 25 Jahre zurück. Damals hat Carlos Kleiber den Rosenkavalier dirigiert. Die Produktion von Simon Boccanegra habe ich zufällig schon einmal vor 11 Jahren mit Leo Nucci in der Titelpartie erlebt. Nun also Placido Domingo, den ich seit seinem Bariton-Debüt etliche Male an der Staatsoper Berlin in dieser Rolle erlebt habe. Dass der Zahn der Zeit an seiner Stimme nagt, ist offensichtlich und wenig verwunderlich. Während des Prologs habe ich noch das Schlimmste befürchtet, aber letztendlich hat er die Kurve gekriegt und mich immer noch als Doge berührt. Insbesondere das Duett mit Amelia im 1. Akt war ein schöner Moment dieser Aufführung. Seine Kurzatmigkeit ist nicht mehr so eklatant wie z. B. bei seinem ersten Macbeth in Berlin. Kwangchul Young, 26 Jahre jünger als Domingo, ist leider nur noch ein Schatten früherer Tage. Das ist bedauerlich. Für mich war der Fiesco immer eine seiner stärksten Rollen gewesen. Im Prolog traten seine Abnutzungserscheinungen mit heftigem Vibrato in der Höhe besonders zu Tage. Erfreulicherweise kam er im weiteren Verlauf des Abends besser zurecht. So geriet auch das Duett mit Gabriele im 1. Akt zu einem schönen Moment. Auf Francesco Meli hatte ich mich besonders gefreut. Seine Stimme ist zwar alles andere als schön, aber ich schätze ihn für seine hervorragende Gesangskultur und seine Zuverlässigkeit. Bei ihm muss man sich um keinen Ton sorgen. Für mich bot er die beste Leistung des Abends. Ein rausgedrückter Ton sei ihm verziehen. Sehr erfreulich war auch die Begegnung mit Eleonora Buratto als Amelia. Ihre Stimme ist vielleicht noch einen Tick zu leicht für die Partie, aber sie hat mit sehr weich geführter Stimme und attraktivem Timbre die Amelia wundervoll berührend gesungen. Einzig im 1. Akt gab es ein oder zwei Stellen, in denen sie ein wenig die Linie verloren hat. Marco Caria hat den Paolo mit gesundem, kraftvollem Bariton gesungen. Besonders attraktiv finde ich sein Timbre allerdings nicht. Das Dirigat von Philippe Auguin war recht breit und unauffällig. Er war den Sängern ein aufmerksamer Begleiter, aber ich habe die Oper schon mit mehr dramatischen Zugriff gehört. Ein Sonderlob geht an das tadellose Orchester.

 

Ich bin schon ein paar Jahre nicht mehr in der Wiener Staatsoper gewesen. Ist es normal, dass oben in der Galerie ein bewaffneter Polizist steht oder war das dem Umstand geschuldet, dass es im ersten Teil einige Streitigkeiten mit Touristen auf den Stehplätzen gegeben hatte. Diese waren übrigens nach der Pause überwiegend leer. Vor der Aufführung haben mehrere Frauen direkt vor meinem Platz gestanden. Das hätte heiter werden können, aber das Personal hat da rigoros durchgegriffen.

29. März 2019
10:17
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michael koling
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Forumsbeiträge: 29
Mitglied seit:
17. Juni 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Christine sagt
Unzählige umjubelte Sängerinnen und Sänger haben es geschafft vor dem 80. Lebensjahr von der Bühne abzutreten und sind nicht daran zugrunde gegangen. Das ist für mich kein Argument, dass Domingo das nicht schafft.  

Zugegeben - sehr abseits vom eigentlichen Thema, aber aus gegebenem Anlass: Vielleicht, nein - eigentlich ziemlich sicher, sollte sich Herr Domingo ein Beispiel an Frau Gruberova nehmen. 

28. März 2019
17:05
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Christine
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Forumsbeiträge: 88
Mitglied seit:
3. Oktober 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

An 28: Kapellmeister Storch, Sie sind ein Fan von Domingo, das ist ja in Ordnung. Als echter Fan will man wahrscheinlich einfach "seinen" Sänger auf der Bühne sehen und ist natürlich von ihm beeindruckt und wenn der Gesang nicht ganz, ganz schlecht ist, dann verzeiht man so ziemlich alles. Kann es nachvollziehen, finde es trotzdem nicht ganz richtig und auch nicht fair gegenüber anderen Sängern, die diese Rollen auch sehr gut gestalten und vermutlich besser singen könnten. Unzählige umjubelte Sängerinnen und Sänger haben es geschafft vor dem 80. Lebensjahr von der Bühne abzutreten und sind nicht daran zugrunde gegangen. Das ist für mich kein Argument, dass Domingo das nicht schafft.

28. März 2019
14:59
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UwePaul
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Forumsbeiträge: 651
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Es ist aber schon merkwürdig, wenn ich nur an dieses Forum denke, wackelt mal eine Sängerin oder ein Sänger, dann wird sich hier aufgespult. Ein Mann, der vor zig Jahren wirklich ein ganz Großer war, obwohl ich ihn mal in einer Tosca mit Zampieri, grottenschlecht fand, darf sich alles erlauben und wird umjubelt....

28. März 2019
14:38
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Kapellmeister Storch
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Forumsbeiträge: 24
Mitglied seit:
21. Februar 2019
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Wer Domingo nicht mehr mag, muss ja nicht in seine Vorstellungen gehen. Ich habe Domingo seit 1986 als Tenor gehört und in den letzten 10 Jahren mehrfach als Bariton. Die Vorstellungen mit ihm sind nach wie vor stark nachgefragt. Mich berührt sein Gesang genauso wie der von Leo Nucci, den ich vor 11 Jahren in Wien und im letzten Jahr in Mailand als Simone erlebt habe. Würden jetzt kurzfristig Tézier oder Alvarez einspringen, wäre ich auch nicht böse, bei Dobber oder Frontali schon. Ich war im letzten Jahr dreimal in der Macbeth-Serie mit Netrebko und Domingo. Dabei war Domingo deutlich besser und sicherer als ein paar Jahre zuvor in der Rolle. Mich hat er berührt, und das ist für mich wichtiger als eine Stimme in den besten Jahren, die mich nicht erreicht. Dass Domingo wegen des Geldes auftritt, ist Unfug. Warum schaffen viele Sänger nicht den Absprung? Weil ihnen die Bühne und der Hype fehlen würden. Ich war mit einem schon länger verstorbenen Sänger gut befreundet. Als seine Zeit im Ensemble der Deutschen Oper vorbei war, ist er in ein tiefes Loch gefallen, weil auf einmal alles vorbei war. Vorbei, das Gefühl gebraucht zu werden, vorbei der Beifall, keine wartenden Fans und vorbei die Abende im Lokal nach der Aufführung. Nun hat Domingo genug andere Felder, auf denen er sich tummelt, aber entweder braucht er den Geruch der Bühne oder er hat das Gefühl, dass er noch nicht alles gesungen hat, was er sich vorgenommen hat. Den Nabucco in Dresden und den Germont an der Staatsoper werde ich dankend mitnhemen...

28. März 2019
11:54
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UwePaul
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Forumsbeiträge: 651
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Christine, hier an der Staatsoper steht er auch wieder als  Macbeth und z.B. in München in der nächsten Saison als Nabucco auf der Bühne. Das er Geld verdienen muss, weil der sicherlich verarmt ist, kann ich ja verstehen, aber das Intendanten dieses Spiel mitmachen, finde ich dem Zuschauer gegenüber verantwortungslos. Aber solange die Menschen hinrennen und sich dann vor "Begeisterung" die Kehle aus dem Hals schreien.....

28. März 2019
11:38
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Christine
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Forumsbeiträge: 88
Mitglied seit:
3. Oktober 2018
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Zu 21 Alcindo: Ich teile Ihre Meinung über den Bariton Domingo vollständig. Über den Tenor nicht ganz, denn da fand ich ihn großartig und zu seiner Zeit nahezu konkurrenzlos obwohl ich auch Carreras und Pavarotti sehr geschätzt habe, aber von den drei Tenören war er für mich der Beste. Ich habe di Stefano nie live gesehen und gehört, aber was von ihm auf Platte zu hören ist, finde ich auch grandios. Auch zu Corelli, Bergonzi oder del Monaco live auf der Bühne kann ich nichts sagen, bin aber von Aufnahmen wo sie live singen auch beeindruckt. Domingo klingt für mich nie wie ein Bariton und das ist besonders schmerzhaft wenn man echte bedeutende Baritonsänger in seinen Rollen im Ohr hat. Und ich frage mich auch, wieso macht er das? Kann die Wiener Staatsoper keinen Simon Boccanegra mehr mit einem echten Weltklassebariton besetzen?

Zu Chenier: Dass Domingo eine Bühnenpersönlichkeit ist und Charisma hat, ist unbestritten, aber reicht das wirklich für eine derart große Rolle in einem Opernhaus von Weltgeltung - wie sich die Staatsoper gerne bezeichnet -  aus?

28. März 2019
9:04
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Chenier
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Forumsbeiträge: 401
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Sie haben schon recht, alcindo, PD ist kein Bariton und hat alle Probleme eines fast 80-jährigen Sängers. Ich finde seine Bühnenpräsenz und sein Charisma  trotzdem gewaltig und es ging mir ja nicht nur um ihn, sondern um den Gesamteindruck der Vorstellung, und die war mehrheitlich positiv.

28. März 2019
1:03
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 495
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Ja, das ist mir ganz klar, es ist ein komplett anderer Stimmtypus. Aber Protti und die anderen kann ich mir dafür beim Liedgesang oder als Wolfram etc. schwer vorstellen. Schön, dass eben nicht alle gleich sind! Ebenfalls gute Nacht!

28. März 2019
1:01
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alcindo
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Forumsbeiträge: 245
Mitglied seit:
27. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

buona notte Gurnemanz:  Gerhaher  ist ein sehr guter sänger mit einer schönen stimme, man kann ihn aber mit den Prottis, Taddeis, Cappucillis, Mastromeis nicht wirklich vergleichen, das ist ein anderer stimmtypus......PD und Guinness...das ist es wahrscheinlich

28. März 2019
0:51
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 495
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

@21 Hier bin ich großteils Ihrer Meinung. Ich muss aber auch sagen, dass ich Domingo schon seit 2014 nicht mehr als Bariton live gehört habe, denn nachdem ich zweimal ein zweifelhaftes Vergnügen hatte, weiche ich ihm aus. Solange er sein zahlendes Publikum und eine Medienmaschinerie hat, wird er natürlich auftreten - aber da es gleichzeitig angestammte Baritone gibt, die viel ausgefeiltere Rolleninterpretationen bieten und bestimmt viel weniger verdienen, bleibt hier für mich ein unangenehmer Nachgeschmack. Naja, "Firma Domingo" halt. Er kann offenbar nicht genug kriegen und muss unbedingt immer mehr erreichen, aber ob es dann wirklich gut wird, ist eine ganz andere Frage.
Bei der "nicht ganz alten" Generation ist übrigens mein Lieblingsbariton Christian Gerhaher (aber als Simon Boccanegra kann ich ihn mir nicht wirklich vorstellen).

28. März 2019
0:33
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alcindo
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Forumsbeiträge: 245
Mitglied seit:
27. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

zu Gurnemanz und Chenier: ich habe Placido Domingo immer bewundert ob seiner leistung, die in den letzten ca 50 jahren als tenor unvergleichlich war, kein anderer kommt ihm da nahe, niemand hat so viele vorstellungen und ein so breites repertoire gesungen,  ich war aber nie ein wirklicher fan von ihm, mein tenorideal war und ist der stimmtypus von Jussi Bjoerling.....oder für Otello Usunow, McCracken, habe auch noch MdM gehört...was ich von Placido als bariton gehört habe hat mich in keinem fall ueberzeugt und ich muss mich fragen, ob er selbst mit seinen jetzigen leistungen zufrieden sein kann..   er hat doch jahrzehnte mit allen grossen baritonen gesungen und muss im ohr haben, wie das geklungen hat und klingen sollte.  es kann doch nicht sein, dass ihm das niemand aufnimmt und er es nach den vorstellungen kontrolliert, oder dass er sich seine tvopernuebertragungen nicht anschaut und dann feststellt, dass er mit Protti, Taddei, Cappucilli, Mastromei, Milnes, usw in keiner weise schritt halten kann, aber sicher viel mehr kassiert als die genannten.    würde er in einem mittleren haus wie VO, Köln, Duesseldor.f..hinter einem vorhang, also anonym vorsingen, würde man ihn ziemlich sicher nicht engagieren und bemerken: stimmfarbe zu hell, kurzatmig, usw.   die jahre gehen an einer stimme nicht spurlos vorueber, und viele sänger, die ihre grossen partien nicht mehr singen konnten haben auf "alterspartien" umgewechselt, er hat sich aber eine alterskarriere in einem fach aufgebaut, das nicht das seine ist und nicht seinen ausserordentlichen leistungen als tenor entspricht.  er singt jetzt 10 Jahre abschiedsvorstellungen, und jedes mal, wenn ich ihn als bariton gehört habe klang es für mich wie ein leicht indisponierter Otello

27. März 2019
21:49
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 495
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Wir können es so stehenlassen, das ist für mich in Ordnung. Ich finde, dass jeder (jeder Kritiker, jeder Forumsschreiber, jeder Besucher) das Recht auf eine eigene Meinung hat, und es ist ganz egal, ob sich diese Meinung mit der Meinung anderer deckt. Daher bin ich froh über die hier gebotene Vielfalt an Meinungen, und mit der Zeit lernt man ohnehin einzuschätzen, welchen Schreibern man mehr Glauben schenkt und welchen weniger. (Dass meine Texte stark polarisieren, ist mir natürlich klar.)

Gestört hat mich an Ihren Beiträgen die Art, mit der Sie die Prochazka-Texte beschrieben haben, beinahe so als würde es sich nur um die Einzelmeinung eines geistig Verwirrten handeln, und dem ist ja nicht so. Man kann seinen Schreibstil für blasiert halten oder seine Ansichten zu Inszenierungen für falsch, aber dass der Mann was von Stimmen versteht und sich auszudrücken weiß, steht für mich außer Frage. Insofern ist er einer der ganz wenigen, deren Texte ich noch regelmäßig lese.

Ich fahre übrigens jetzt gerade von der Volksoper nach Hause, und meine Empfehlung für das Berlioz-Roméo-et-Juliette steht nach wie vor!

27. März 2019
17:19
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Chenier
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Forumsbeiträge: 401
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Und Hr. Prochazka war mit seiner (negativen) Kritik der Außenseiter unter den (sonst ausschließlich positiven) Berichten, das war weder persönlich gegen ihn noch gegen Sie, also was soll das? Lassen Sie es so stehen, zumal Sie gar nicht dort waren. Sie müssen niemanden verteidigen, weder den Kritiker noch selbst.

27. März 2019
13:22
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 495
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Ähm, natürlich habe ich Ihren Matchbericht so, wie er dasteht, akzeptiert (ich habe geschrieben: Danke für Ihre Schilderung! Das mit Youn glaube ich sofort; aber ich kann mich nicht äußern, weil ich nicht in der Vorstellung war und diese Serie generell auslasse.), denn meine Beiträge 13 und 16 beziehen sich, wie auch klar ersichtlich ist, auf Ihre in meiner Wahrnehmung komplett ungerechtfertige Kritik an der Prochazka-Kritik und nicht auf das, was Sie zur Vorstellung geschrieben haben.

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