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Serge Dorny neuer Intendant in München
8. März 2018
16:07
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streamer
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Sancta Susanna hat es 16/17 auf alle Fälle auf Platz 5 meiner privaten Jahresbestenliste geschafft.

8. März 2018
13:15
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telemaco
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Das stimmt natürlich, der Intendant ist schon sehr wichtig. Man wird sehen, was Serge Dorny da in München machen wird. Mein Gefühl ist, dass er im Großen und Ganzen auf eine gewisse Kontinuität setzen wird. Hoffentlich wird es die Lücken, die Bachler derzeit lässt etwas füllen, sprich wieder Barock im großen Haus, auch Britten wurde stärflich vernachlässigt. Im französischen Repertoire fehlt vieles, auch bekanntes wie Manon oder Faust etc. Ansonsten wird er sicher die Hausgötter nicht vernachlässigen, da wird sicher auch Jurowski seine Marken setzen wollen.

In Lyon hat Dorny z.B. diese Saison viel Verdi am Spielplan (Don Carlos, Macbeth, Attila), Cenerentola, Don Giovanni, Mozart und Salieri von Rimsky-Korsakoff, War Requiem (szenisch), Zemlinkis Kreidekreis, Janaceks Tagebuch eines Verschollenen, eine Uraufführung und als einzige echte Rarität eine Oper von Respighi.

Letzte Saison gab es Tristan, Elektra, Poppea, Eine Nacht in Venedig, Alceste, L'Enfant et les sortilèges, Feuriger Engel, Rossinis Ermione, Honeggers Jeanne d'Arc, Donizettis Viva la Mamma

8. März 2018
12:33
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UwePaul
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28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

telemaco

ich bin der Meinung, dass ein Intendant natürlich für ein Haus unheimlich wichtig ist, der natürlich auch die Ausrichtung des Repertoires bestimmt und  vorgibt.

Das Problem fängt doch z.T. auch schon bei der Verpflichtung der Regisseure ab. Da kann ein Regisseur eine tolle Arbeit in A. abliefern, Intendant in B. verpflichtet den auch , da erlebt der ein Desaster. Also ist da nicht unbedingt, der Intendant schuld, wenn die Auswahl der Stücke auch richtig sein mag. Gut gemeckert wird über Spielpläne immer.

Bei der Verpflichtung von Sängern und Dirigenten dürfte das Problem nicht so groß sein.

8. März 2018
11:53
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telemaco
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Ich denke, dass Dorny für die meisten, jedenfalls auch für mich, ein relativ unbeschriebenes Blatt ist. Ich hab die Spielpläne der letzten Jahre in Lyon angeschaut, auch einiges von und über ihn gelesen, vor allem im Zuge der Geschichte in Dresden, aber die wenigsten dürften regelmäßig in Lyon in der Oper gewesen sein. Sein Spielplan war gar nicht so revolutionär und hat natürlich jede Menge "Blockbuster-Werke" enthalten, auch durchaus bekannte Namen. Bei den Regisseuren waren mir viele Namen nicht bekannt, aber er scheint kein Publikumsschreck zu sein, eher einen konservativeren Stil als Bachler oder Sir Peter Jonas zu bevorzugen.

 

Dass hier ein Amateurtrainer zu den Profis aufsteigt denke ich nicht. Dorny ist ein erfahrener Opern- und Musikmanager, und er wird sicher auch die Münchner Möglichkeiten zu Nutzen wissen und nicht auf die Stars verzichten, wenn er sie sich schon leisten kann. Er hat auch genug "kaufmännische" Erfahrung, um zu wissen, dass die Auslastungszahlen stimmen müssen. Einen Mix als dem großen Werke-Kanon und der ein oder anderen Rarität haben auch Sir Peter und Bachler angeboten. Als Bachler verpflichtet wurde, wurden auch manche kritische Stimmen laut, der Bayerische Kunstminister hat sich beim Abschied von Sir Peter sogar zu den dummen Aussage hinreißen lassen, dass so großartige Zeiten wir mit Sir Peter nie wieder kommen werden. Ich denke auch nicht, dass Bachler als Mensch so sehr beliebt ist, jetzt ist er es vermutlich eher als am Beginn seiner Intendanz, wo er sich im Haus nicht sehr beliebt gemacht hat und er auch für eine Arbeit (Regisseure) immer wieder kritisiert wurde, von den "Konservativen" und den "Progressiven". Den einer war er so modern, die anderen fanden, dass er mehr leere Show als wirklich gehaltvolle Arbeiten bietet. Immer anerkannt wurde, dass er gute Sänger ans Haus holt, auch fast alle "Stars" der Szene. Jetzt ist Bachler, vor allem auch wegen Petrenko, sehr fest im Sattel und seine Arbeit wird wohl allgemein anerkannt, wobei die Kritikpunkte im Kern die gleichen geblieben sind. Er bietet auch mehr eher konservative Regiearbeiten an, dazu noch hier und da einen Castelucci oder Castorf. Jedenfalls steht das Haus gut da, wirtschaftlich und in der öffentlichen Wahrnehmung, und auch die Besucher, was am wichtigesten ist, sind weitgehend sehr zufrieden.

 

Ich kann mir vorstellen, dass Serge Dorny diese Arbeit erfolgreich fortsetzen kann. Er scheint mir, soweit man das aus der Ferne sagen kann, Bachler in vielem gar nicht so unähnlich zu sein. Vielleicht auch als Mensch - ein gewisse Eitelkeit und ein großes Ego dürfte in der Branche ja nicht so außergewöhnlich sein. Auch Dorny ist wohl ein guter Kommunikator und wird das Haus gut nach außen darstellen. Er dürfte wie Bachler in der Lage sein, den Münchner Geschmack ganz gut zu bedienen: ein bisschen progressiv, aber es soll bitte nicht weh tun, dazu hohes musikalisches Niveau, klangvolle Namen, aber auch mal unbekanntes, vielleicht auch wieder mehr Barock, auch Glamour und Show. Er wird Profi genug sein, dass er den Mix findet, damit es auch an der Kassa stimmt. Er wird nach außen betonen, was er alles anders machen wird, in der Sache aber wird er das Rad nicht neu erfinden. Das hat auch Bachler nicht gemacht. Was wurde da alles spekuliert am Anfang. Dass er das Repertoire-System abschafft, dass er die Münchner Opern-Festspiele total umkrempeln wird, dass er bestimmte Werke nicht mag und nie wieder spielen wird. Am Ende waren es allenfalls kleine Änderungen hier und da, aber im Kern ist die Struktur des Hauses nicht angetastet worde. Und das ist auch nicht nötig und auch nicht erwünscht, weder seitens der Besucher noch seitens der Politik. Und auch Dorny wird im Kern versuchen, das fortzusetzen, was erfolgreich und bewährt ist.

 

Also, Serge Dorny ist sicher nicht der Messias, aber sicher auch keine schlechte Wahl, zumal ja die guten Intendanten nicht auf den Bäumen wachsen. Das wissen  auch die Wiener vor der Wahl ihres Operndirektors. Da war es ja auch nicht so, dass es 20, 30 Top-Kandidaten gab, von denen einer besser als der andere war und jeder jahrzehntelange Erfahrung an den ganz großen Häusern hatte, aber trotzdem auch frisch und innovativ war. So eine Entscheidung ist immer Kompromiss, ein Abwägen von Stärken und Schwächen.

 

Viel wichtiger dürfte am Ende der neue GMD Vladimir Jurowski werden, denn entscheidend ist, was musikalisch am Haus passiert. Jedenfalls dürften Dorny und Jurowski an einen Strang ziehen, sie kennen sich lang und haben schon zusammengearbeitet.

 

Die Entscheidung für das neue Leitungsteam in München ist gut, denke ich. Man hätte sich, wenn man träumen darf, ja manches vorstellen können, gerade auch beim GMD, aber von der verfügbaren Kandidaten für beide Positionen hat man, meiner Meinung nach, die vermutlich mit am besten zur Bayerschen Staatsoper passenden ausgewählt. Mehr kann man ohnehin, wie auch in Wien, erst sagen, wenn die konkrete Arbeit begonnen hat, die erste Saison vorgestellt wurde, die ersten Premieren über die Bühne sind.

 

Am Montag werden die beiden Neuen übrigens in einer Pressekonferenz vorgestellt. Da würde zwar noch wenig konkretes gesagt werden, aber immerhin äußern sich dann die beiden nach der Ernennung zum ersten Mal öffentlich.

8. März 2018
1:37
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Pwolf
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Wobei aber der Nikolaus in München - im Unterschied zur Situation in Wien - anscheinend die Besetzung mit dem GMD abgesprochen oder möglicherweise sogar an ihn delegiert hat.

7. März 2018
23:42
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Michta
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6. März 2018
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Na wenn Sie das sagen.....Wink

7. März 2018
23:27
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Lohengrin2
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28. Februar 2018
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Ja wer holt denn - nach Beratung mit seinem Sängerchoach- die Leute ans Haus, doch nicht der technische Direktor !!!!!!!!!!!!!!!!!!

Es war die Verweigerung von Meyer, den GMD bei emitwirken zu lassen, was Welser Möst aus der WSO getrieben hat. Da hat nämlich sehr wohl _ALLEIN_ der Intendant entschieden!

7. März 2018
23:06
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Michta
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6. März 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Das liegt am Intendanten????   Wie kommen Sie denn da drauf? Wer von den Sängern kennt denn den (un)heiligen Nikolaus ??  Und viceversa!  (Beispiel??  :: er hat einmal Luciana D`Intino  - die er nicht er - gekannt hat,in der Münchner Oper gefragt, ob sie bei ihm die Turandot singt,,,!!! )

7. März 2018
19:17
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Lohengrin2
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Die Künstler treten nur dann in den Häusern auf, wenn die Intendanten sie einladen. Sir Jonas hat Jonas Kaufmann z.B. ignoriert. Es fehlen an der WSO auch permanent SängerInnen, die da eigentlich hin gehörten usw. Nach München kommen derzeit alle gern, die weltbekannten genauso gern wie die noch unbekannten; das liegt weitgehend am Intendenten (und dem GMD).

7. März 2018
19:01
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Pwolf
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Zurückkommend zum 3. Beitrag (von lavoce) finde ich es auch übertrieben, wie heutzutage die Intendanten von Opernhäusern gefeiert werden. Denn ich gehe ja nicht wegen des Intendanten in die Oper sondern wegen der Künstler, die dort auftreten und mitwirken.

Und leider gibt es zu wenig Intendanten, die aus dem Bereich der Musiker kommen. Zumindest in der Vergangenheit waren für mich von der Seite des Opernbesuchers gesehern die besten Direktoren/Intendanten meistens Dirigenten (z.B. in München Sawallisch).

7. März 2018
12:44
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Corradino
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Ich fand die Spielplangestaltung in den letzten Jahren in Lyon spannend und interessant. Etwa Puccinis Tryptichon jeweils mit Werken anderer Komponisten und ähnlichem Inhalt zu kombinieren, brachte eine neue Sichtweise auf bekannte Opern. Und wenn es jemanden gelingt, junges Publikum ins Haus zu bringen - dies fällt in Lyon trotz der dort bestehenden "Lichtverhältnisse" jedenfalls auf, dann besteht auch Hoffnung auf den Weiterbestand der Gattung Oper. Allein eine schöne Stimme ohne Ausdruck und Seele, macht keinen Musiktheaterabend zu einem Erlebnis.

7. März 2018
11:07
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toni
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7. März 2018
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Stimme lavoce zu. Nr. 1 in der Oper sind die Sänger. Das heutige "Regietheater" lehne ich ab. In Paris-La Boheme im Weltraum. Jetzt Salome in Berlin von diesem Neuenfels. In Wien inszenierte er die Oper "der Prophet" und wollte das ein Darsteller sich an einem Schwein vergriff. ich halte den Mann für gestört. Das wurde dann auch Dir. Holänder zuviel und er Verbot diese Szene mit dem legänderen Spruch: Das Schwein kommt mir nicht auf die Bühne.

7. März 2018
9:44
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lavoce
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Wie diese Intendanten gefeiert werden! Ah, der Messias kommt also nach München.Der Mann, der gerne Produktionen einkauft und sie dann "Retro" nennt, viel Geld extra verprasst für Dinners und Flüge auf Kosten des Opernhauses, hat aber einen guten Draht zur Presse.Diese Titel "Opernhaus des Jahres" etc. sind genauso viel Wert,wie "Bestseller" auf jedem Schundroman-mittlerweile sind es ja eh alle neubeworbene Bücher Bestseller.Also...Ich kann mich an keine große Namen erinnern,die aus Lyon kommen und weltweit Karriere machen.Letztendlich (oh Wunder!) machen die Sänger und die Musiker eine Oper interessant.Und nicht ein Beamter (entschuldige,Manager) am Schreibtisch in seinem Büro.

 

Gruß,lavoce

6. März 2018
21:06
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streamer
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Vor allem: werden wir wohl ein zweites Petrenko- Wunder erleben?

6. März 2018
15:19
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Pwolf
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Na sind wir mal gespannt, ob er in München mehr Glück hat oder Rücksicht auf die Gegebenheiten nimmt als in Dresden.

Von der Opéra de Lyon kenne ich leider nur die Archtektur, daher keine Ahnung wie sein dortiges Wirken wirklich war.

Aber Jurowski als neuer GMD scheint eine gute Wahl zu sein.

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