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Salzburger Festspiele
3. August 2020
0:19
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 802
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29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Sich-Fragender sagt
In der "Elektra"-Besprechung von Renate Wagner bin ich heute über diesen Satz gestolpert: "Wieso haben die fünf Mägde eigentlich eine schwarze Mammie (so wie Scarlett O’Hara eine hatte), und was machen die da eigentlich?"

Dieses Herausheben der einzigen schwarzen Sängerin auf der Bühne, die Rückverortung in den Sklavenhandel und die abschätzige Bezeichnung als "Mammie", finde ich völlig unnötig und zeigt das (unbewusste?) Benutzen von rassistischen Klischees. Es gibt überhaupt keinen Grund die Sängerin in dieser zeitlich völlig vage gesetzten Inszenierung, die noch eher im Heute angesiedelt ist, von den anderen abzugrenzen - nur weil sie eine andere Hautfarbe hat. Auch ist sie in ihrer Position unter den Mägden zu den anderen nicht unterschiedlich gestellt. Die anderen sind weiss, sie ist schwarz, das sollte nicht der Rede wert sein.  

Gähn!! 

Bin nicht Ihrer Meinung. Man sollte sich besser um wirkliche Benachteiligungen heutiger Zeiten kümmern anstatt die Sprachpolizei zu spielen. Was für Sie der Rede wert ist, können Sie mit sich selbst ausmachen, aber Sie brauchen anderen keine Vorschriften machen, was sie schreiben und was nicht - solang sie sich im Rahmen der Gesetze bewegen, und dem war so.

 

Hat kaum jemand etwas über die musikalische Seite zu sagen? Laut Berichten wars unterirdisch, und das sollte mich nicht wundern. Wenn mans wenigstens ungekürzt gespielt hätte, aber dem war ja auch nicht so.

2. August 2020
17:10
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 1134
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28. Februar 2018
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ganz einfach: der Dirigent wählt die Besetzung aus.

Falls dem in diesem Fall so ist, wird FWM schon gewusst haben, warum er Frau Hyman ausgewählt hat.

2. August 2020
17:03
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alcindo
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27. Februar 2018
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die besagte black american dame heisst Bonita Hyman und die Festspiele schreiben bei der praesentation ueber sie:

Zu ihren Engagements der jüngeren Zeit zählen neben regelmäßigen Auftritten in Düsseldorf die Rolle der Negerin !!! in der Uraufführung von Detlev Glanerts Solaris bei den Bregenzer Festspielen 2012, die Erste Magd in Patrice Chéreaus.

man darf doch nicht mehr n.g.r sagen, aber Negerin ist ok??

2. August 2020
16:07
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Karl
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7. August 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

ganz einfach: der Dirigent wählt die Besetzung aus.

nach der neuen Logik wäre es interessant zu wissen, warum die einzige Rolle für eine POC Sängerin die einer Magd ist.

https://nmbx.newmusicusa.org/i.....music-die/

2. August 2020
15:59
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Lohengrin2
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28. Februar 2018
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Nochmal die GANZ KONKRETE Frage: was hat der Dirigent damit zu tun und woran hätte man es gestern erkennen können?

2. August 2020
15:51
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Karl
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Forumsbeiträge: 114
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7. August 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

Sollten Sie sich in den letzten Monaten mit mehr als COVID beschäftigt haben, so würden Sie wissen, dass in den USA und auch GB derzeit eine Orgie der politischen Korrektheit und der damnatio memoriae (auch genannt cancel culture) über die Gesellschaften schwappt, wie sie seit der Kulturrevolution unter Mao nicht mehr erlebt worden ist.

Fragen der white privilege, der Anstellung von POC oder BAME Personen, ob weiße Maestri oder Maestrae 'schwarze' Musik dirigieren dürfen (oder schreiben dürfen - siehe Porgy and Bess), wer welche Rollen darstellen/singen darf, ob einige Rollen /Stücke überhaupt noch auf die Bühne gebracht werden dürfen, ob Probespiele wieder ohne Vorhang durchgeführt werden müssen, da sonst zu wenige POC/BAME Personen in Orchestern spielen, ob gewisse Autoren/Komponisten aufgeührt werden dürfen,...

Meine Statements reflektierten nur diese neue Un-Geisteshaltung - und sollten Sie glauben, dass ich übertreibe:

https://musictheoryswhiteracia.....t-at-that/

Da ist die von Dr Wagner aufgeworfene Frage absolut berechtigt.

Schöne neue Welt.

2. August 2020
15:21
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Lohengrin2
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28. Februar 2018
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Die Frage war nicht, ob FWM langsame Tempi genommen hat oder wann die Handlung beginnt, sondern: wie kommt Karl darauf: "oder man könnte antworten, dass für den Regisseur und den Dirigenten schwarze Sängerinnen halt nur Mägde spielen können" Wo bzw. wie meint r das erkennen zu können?

2. August 2020
14:47
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alcindo
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Forumsbeiträge: 553
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27. Februar 2018
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@Lohengrin 2 zu FWM er hat eigentlich recht langsame tempi genommen

2. August 2020
14:46
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alcindo
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Forumsbeiträge: 553
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27. Februar 2018
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zu mme Lohengrin  in der partitur beginnt die handlung bei der notiz vorgang geht auf, und diese notiz ist auf takt 2

2. August 2020
14:38
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Karl
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7. August 2019
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"Hat FWM sie "schwarz" dirigiert?"

das geht sowieso nicht, da dies cultural appropriation wäre

2. August 2020
14:36
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alcindo
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27. Februar 2018
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es scheint zur tradition in Salzburg zu werden, voriges jahr bei der Salome gab es bei den Juden einen homo niger....auch der sorgte fuer diskussionen hier im forum

2. August 2020
14:32
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 1134
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28. Februar 2018
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oder man könnte antworten, dass für den Regisseur und den Dirigenten schwarze Sängerinnen halt nur Mägde spielen können...

Woher haben Sie das? Hat FWM sie "schwarz" dirigiert?

2. August 2020
14:31
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Lohengrin2
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28. Februar 2018
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wem der monolog der Klytaemnestra zu beginn wohl eingefallen ist....

Hugo von Hofmansthal

2. August 2020
14:20
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Karl
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7. August 2019
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oder man könnte antworten, dass für den Regisseur und den Dirigenten schwarze Sängerinnen halt nur Mägde spielen können...

2. August 2020
14:10
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Sich-Fragender
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Karl sagt
"Worin sehen Sie dadurch denn Rassismus in der Inszenierung? Das ist eine ernst gemeinte Frage."

Ich sehe außer Inkompetenz und Provinzialität nichts in dieser Inszenierung.

Sollten aber die letzten Monate mit BLM an Ihnen vorübergegenagen sein, so ist Ihre Frage natürlich berechtigt. Aber nach dem zeitweisen Netflix Streaming-Stopp von Gone with the Wind (begründet u.a. mit der rassistischen Mammie Figur) ist die Sequenz mit den Mägden zumindest interessant zu nennen.  

Wie gesagt, sehe ich in der (auch meiner Meinung nach wenig inspirierten und gelungenen) Inszenierung keinerlei zeitlichen Hinweis, der eine Einordnung zur Zeit, in der "Gone with the wind" spielt, zulässt. Insofern bleibt die Gedankenkette schwarze Sängerin = Magd = Mammy eben doch bei der individuellen (falschen) Eindordnung hängen.  

2. August 2020
14:02
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Karl
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"Worin sehen Sie dadurch denn Rassismus in der Inszenierung? Das ist eine ernst gemeinte Frage."

Ich sehe außer Inkompetenz und Provinzialität nichts in dieser Inszenierung.

Sollten aber die letzten Monate mit BLM an Ihnen vorübergegenagen sein, so ist Ihre Frage natürlich berechtigt. Aber nach dem zeitweisen Netflix Streaming-Stopp von Gone with the Wind (begründet u.a. mit der rassistischen Mammie Figur) ist die Sequenz mit den Mägden zumindest interessant zu nennen.

2. August 2020
13:46
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alcindo
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27. Februar 2018
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wenn wir schon bei den maegden sind....nicht eine von den maegden kam mit dem text zurecht.....konnte man nicht deutschsprachige saengerinnen dafuer finden?  die ganze szene war ein kauderwelsch. ELEKTRA mit STOECKELSCHUHEN, ZIGARETTEN und dem PLANTSCHBECKEN....damit hat der regisseur dem stueck das Archaische weggenommen, zu viele kleinigkeiten und randbeleuchtungen...WIELAND...an die Elektraauffuehrungen in Wien mit Nilsson, Rysanek und Resnik darf man nicht zurueckdenken.  Ausrine Stundyte macht ihre sache recht gut,  nur die erste haelfte zeigte stimmlich heftige oszillationen, von der ersten phrase an, sie war auch nicht besonders textverstaendlich, als schauspielerin aber ist sie in diesem konzept ausgezeichnet. warum da alle damen wohl rauchen muessen, rauchen auf der opernbuehne ist eine wahre unsitte......  warum sieht man sovieles, das man eigentlich nur ahnen sollte und wird so vom wesentlichen abgelenkt?.... A Grigorian hat eine sehr gute stimme, ihr fehlt aber timbre und sie ist unsympathisch hergerichtet, keine jubelnde lichtfigur wie einst Leonie...ob ihr die Butterfly liegen wird, die stimme klingt so gar nicht nach Puccini....wem der monolog der Klytaemnestra zu beginn wohl eingefallen ist.... Richard Strauss haette gewiss grosse freude damit gehabt....von Orest und Aegisth war ich wenig beeindruckt....eine der schoensten Elektras erlebte ich in Athen: Boehm, Schroeder Feinen, Ludwig und Berry.   Welser Moest und die Philharmoniker auf der hoehe der aufgabe.  wenn das eine sternstunde gewesen sein soll, uebrigens bin ich fast in allem einer meinung mit Renate Wagner............viel laerm um wenig

2. August 2020
13:41
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Sich-Fragender
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Karl sagt
Nicht Frau Doktor Wagner benutzt "rassistische Klischees" - es ist der Regisseur. Diese Sequenz würde man ihm in den USA und in GB heute um die Ohren kleschen (ob zu Recht oder nicht, dazu äußere ich mich nicht).

Auf der anderen Seite war es vielleicht der verzweifelte Versuch eines Regisseurs, einen Skandal zu produzieren, da diese Arbeit geradezu grotesk peinlich ist. 

Worin sehen Sie dadurch denn Rassismus in der Inszenierung?  Das ist eine ernst gemeinte Frage.

2. August 2020
13:32
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Karl
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7. August 2019
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Nicht Frau Doktor Wagner benutzt "rassistische Klischees" - es ist der Regisseur. Diese Sequenz würde man ihm in den USA und in GB heute um die Ohren kleschen (ob zu Recht oder nicht, dazu äußere ich mich nicht).

Auf der anderen Seite war es vielleicht der verzweifelte Versuch eines Regisseurs, einen Skandal zu produzieren, da diese Arbeit geradezu grotesk peinlich ist.

2. August 2020
12:54
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Sich-Fragender
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In der "Elektra"-Besprechung von Renate Wagner bin ich heute über diesen Satz gestolpert: "Wieso haben die fünf Mägde eigentlich eine schwarze Mammie (so wie Scarlett O’Hara eine hatte), und was machen die da eigentlich?"

Dieses Herausheben der einzigen schwarzen Sängerin auf der Bühne, die Rückverortung in den Sklavenhandel und die abschätzige Bezeichnung als "Mammie", finde ich völlig unnötig und zeigt das (unbewusste?) Benutzen von rassistischen Klischees. Es gibt überhaupt keinen Grund die Sängerin in dieser zeitlich völlig vage gesetzten Inszenierung, die noch eher im Heute angesiedelt ist, von den anderen abzugrenzen - nur weil sie eine andere Hautfarbe hat. Auch ist sie in ihrer Position unter den Mägden zu den anderen nicht unterschiedlich gestellt. Die anderen sind weiss, sie ist schwarz, das sollte nicht der Rede wert sein.

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