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Renate Wagner:Lucia | Seite 3 | OnlineMerker | Forum

 

 

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Renate Wagner:Lucia
19. Februar 2019
15:36
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florezaficionada
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Forumsbeiträge: 38
Mitglied seit:
8. März 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

zur gestrigen vorstellung möchte ich bemerken, dass mir OP  im vergleich zur premiere sängerisch eine spur besser klang, obwohl sie den schlusston der scena di folia  gar nicht erst versuchte. das trug ihr einen einsamen, aber deutlich hörbaren buhruf ein , was ich persönlich als niederträchtig finde. sie gibt sicher ihr bestes, kann halt aber nicht mehr, ist wahrscheinlich auch sehr verunsichert und frustriert durch die ständigen missfallenskundgebungen. meine reaktion bei nicht zufriedenstellenden leistungen fällt so aus, dass ich nicht applaudiere. buhrufern fehlt es m. e. an stil! 

18. Februar 2019
15:20
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 542
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

@82: Ich kann Ihre Meinung teilweise nachvollziehen, bin aber trotzdem anderer Ansicht. Andreas Schnabl hat im Beitrag 86 meiner Meinung nach schon die richtige Antwort gegeben. Ausgebuht werden sollten in den meisten Fällen die Verantwortlichen, aber das ist halt nicht möglich, und Bravorufe heimst der Sänger ja auch selbst ein und nicht der Besetzungschef. Aber teilweise frag ich mich schon, ob es manchen Sängern nicht peinlich ist, mit ihren mangelhaften Fähigkeiten Leistungen zum besten zu geben. Teilweise ist das wirklich ein Niedergang der Gesangskunst bzw. unfair gegenüber denen, die tolle Sänger sind, aber (warum auch immer) nicht die Engagements bekommen, die sie meiner Meinung verdient hätten.
Ich verbiete anderen überhaupt gar nicht ihre Meinung (und wer mich kennt, weiß, dass ich auch nicht das geringste Problem mit anderen Ansichten habe), jeder kann ja mit einem Bravo dagegenhalten. Auch ich habe schon bei aus meiner Sicht nicht gerechtfertigten Buhrufen mit (sehr lauten) Bravorufen reagiert (letztens vor einem Monat bei der Elektra-Premiere in Linz).

@85: Da haben Sie mich missverstanden. Ich habe nur vermutet, dass die Leistung von Yusif Eyvazov, sollte er tatsächlich 2019/20 an der Wiener Staatsoper (!!) den Cavaradossi (!!!!) singen - und zwar nicht als kurzfristiger Einspringer, sondern regulär angesetzt -, wohl ausbuhreif werden wird. Das habe ich nicht als indirekte Aufforderung gemeint, daher bitte ich den Moderator, dieses Posting hier durchzulassen. Aber sind wir ehrlich: Was qualifiziert den Herrn Eyvazov, an ersten Häusern Rollen zu singen, die seine stimmlichen Möglichkeiten bei weitem übersteigen? Ich halte es für einen Skandal, dass er wohl nur wegen seiner Partnerin diese Karriere macht. Er mag ein sympathischer Mensch sein, das kann ich nicht beurteilen, aber ich habe den ganz starken Eindruck, dass es stimmlich nicht reicht für diese Rollen an diesen Häusern.
Aus "Jux und Laune" (Anmerkung: "Jux und Laune" war in Ihrem Beitrag ursprünglich zu lesen, wurde aber mittlerweile schon von Ihnen entfernt) geschieht bei mir sowas nicht. Ich buhe wirklich wenig, weil ich mir im Klaren bin, dass auf der Bühne Menschen stehen, die mit Herzblut dabei sind. Wenn mich meine Erinnerung nicht komplett trügt, hab ich in den letzten Jahren nur da gebuht: 2014 Detlef Roth als Heerrufer und (was mir mittlerweile sehr leid tut!) Andreas Homoki als Lohengrin-Regisseur, Valentina Naforniță als Pamina, 2015 Anna Larsson als Klytämnestra und Uwe Eric Laufenberg als Elektra-Regisseur, 2018 Christian Räth als Freischütz-Regisseur. Bravo gerufen hab ich viel viel viel viel viel häufiger.

@87: Danke für die Zustimmung. Was Inszenierungen betrifft, sind wir fast komplett gegensätzlicher Ansicht, aber ich stimme Ihnen bei anderen Themen oft zu.

18. Februar 2019
15:12
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Michta
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Forumsbeiträge: 156
Mitglied seit:
6. März 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Gurnemanz, was Sie hier zur Meinungsäußerung des Publikums und das Buhrufen ausführen, ist klar, deutlich, in keinster Weise aufgeregt und hetzerisch, und zu 100% zu unterschreiben!   Bravo , danke!

18. Februar 2019
15:01
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Schnabl
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Forumsbeiträge: 22
Mitglied seit:
23. August 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

ad 84/Asinus

Sie sprechen sehr richtig das Problem an, daß man oft im Herzen jemanden ganz anderen meint, wenn man einen Sänger ausbuht. Aber der Direktor kommt leider nur in seltenen Ausnahmesituationen vor den Vorhang.....

Andreas Schnabl

PS: Nein; ich war's nicht!

18. Februar 2019
14:44
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HansLick2
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Forumsbeiträge: 240
Mitglied seit:
14. März 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

@ 83 - als konsument der " alten zeit" fand ich die zischer, vor allem nach einer solo darbietung sehr effizient, stoppten oft den beifall oder reduzierten die dezibel und die länge des beifalls.

merkwürdig fand ich allerdings die ankündigung des posters gurnemanz, vom moderator bald eingestrichen, er würde dann in der saison 2019/2020 (?) buhen, also buhs schon geplant

18. Februar 2019
14:17
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Asinus
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Forumsbeiträge: 14
Mitglied seit:
13. Februar 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

@82 

Im Englischen gibts die Redewendung: "Fool me once, shame on you, fool me twice, shame on me." Demzufolge wäre die dritte verpfuschte Operation schon die Schuld desjenigen, der dem Arzt  bei offensichtlich mangelndem Talent die wiederholte Chance gegeben hat.

Frau Peretyatko ist engagiert worden und müht sich nun, so steht anzunehmen, im Rahmen ihrer wenn vielleicht auch beschränkten Möglichkeiten, der ihr übertragenen Aufgabe nachzukommen. Ihr einen persönlichen Vorwurf (und nichts anderes ist ein Buhruf) daraus zu machen, dass sie es nicht besser kann, ist meiner Ansicht nach völlig verfehlt und schlechter Stil.

Meiner Ansicht nach setzen Sie Ihre Meinung auch etwas zu absolut. Einerseits meinen sie die Notwendigkeit zu erkennen "Irgendwie muss sich das Publikum ja zur Wehr setzen", ebendieses Publikum geht aber wider Ihre persönliche Meinung offensichtlich dennoch in die Vorstellungen und applaudiert dort sogar(!). Ich würde daraus eben schließen, dass das Publikum keineswegs so homogen ist, wie sie es anzunehmen oder zu fordern scheinen, im Umkehrschluss Sie Ihre Ansicht dann vielleicht etwas zu total setzen weil für die einzig angemessene Haltung gelten lassend. Die Gefahr bei einer Haltung wie Ihrer ist doch sehr leicht, dass eine sich für elitär dünkende Minderheit einer Mehrheit, auf die herabblicken zu dürfen sie meint, diktiert, was für gut und richtig zu gelten hat.

Buhrufe gehen da natürlich noch nicht so weit und es steht Ihnen natürlich jederzeit frei, solche in den Saal zu äußern (ups, ich hab vergessen, Sie waren ja noch überhaupt nicht in dieser Inszenierung!). Wenn andere dies allerdings, vielleicht weil sie weder Berechtigung noch Anlass dafür zu erkennen meinen, nicht tun und Buhrufe für Sänger als schlechten Stil kritisieren, steht denjenigen das allerdings ebenso frei.

18. Februar 2019
14:16
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alcindo
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Forumsbeiträge: 253
Mitglied seit:
27. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

in der "guten alten zeit" wurde bei solchen anlässen eher gezischt, das reduziert normalerweise  den applaus  und warnt eventuelle bravorufer (Claque??) vorsichtig zu sein.

meiner meinung nach waren die buhrufe am Schluss nicht nur gegen OP, sondern auch gegen das engagement durch die Direktion einigermassen verdient, handelte es sich um eine gross angekündigte und vor allem vom ORF publizistisch protegierte premiere. der buhruf nach der kadenz hätte besser ein zischen sein sollen. schon aus anderen Luciaauftritten gibt es schreckliche aufnahmen dieser dame auf YouTube zu finden...da hätte man gewarnt sein sollen;  in meinen 60+ opernjahren kann ich mich an keine Lucia erinnern, die dermassen unzulänglich war. selbst Adelaide Negri kam mit der Lucia zurecht, Ana Higueras, die in Wien einige Jahre in VO( Olympia, kngn der nacht) und WSTO( Esmeralda, Yniold, Blondchen) sang kam in Madrid zu buhrufen, nur weil sie das d bei ersten arie und das es am schluss verpatzte, sonst war sie der Wiener premierenbesetzung nicht unterlegen...Alfredo Kraus sang da den Eduardo, O Fabritiis dirigierte.......

die negative reaktion auf O Peretyatko ist durch den medienrummel  und durch die ausrede auf "die tiefe fassung" erklärbar; und dass die unvermeidlich plauderhafte Rett bei ihr einen grossen persönlichen erfolg konstatierte...spricht ja für sich selbst.

apropos tiefe fassung...wenn man die Lucia auf einer ersten bühne ohne d und es singt, muss man eine besonders schöne stimme wie Caballe oder Netrebko haben, sonst wird das publikum immer unzufrieden sein, und in einer koloraturpartie muss das publikum den eindruck haben, dass sich die sanegerin dabei spielt, und nicht wie die Wiener premierenbesetzung sich durch die rolle plagt und aus diesem grund immer wieder retardiert, wo in der partitur a tempo steht

18. Februar 2019
13:25
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 542
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Im heutigen Tageskommentar steht:

Ich habe die Buhrufe, die es angeblich bei der zweiten Vorstellung nicht oder zumindest nicht sonderlich vernehmbar gegeben hat, als peinlich empfunden. Im Laufe dieser Premierenserie sind einige Stellungnahmen bei mir in der Redaktion eingetroffen – und ich habe in menschliche Abgründe geblickt – weil auch die Beweggründe so ganz klar erkennbar waren. Da gab es Neid – und leider auch Fanatismus zu bemerken.
Frau Peretyatko ist mit einem blendenden Aussehehen gesegnet. Zu schön darf man also auch nicht sein. Natürlich habe auch ich Ohren und habe sehr wohl bemerkt, dass für eine Lucia einer Premierenserie noch Luft nach oben ist. Aber im TV eine Künstlerin derart bloßzustellen, ist „unter jeder Kanone“ –

Nein, an diese Leute möchte ich persönlich nie und nimmer auch nur anstreifen!

Ich war nicht in der Vorstellung, habe also auch nicht gebuht und habe keine Meinung zur Aufführung, aber wenn das stimmt, was hier in zahlreichen sachkundigen Beiträgen geschrieben wurde (nämlich Begründungen, wieso Frau Peretyatko die Rollenanforderungen in keiner Weise erfüllt), dann finde ich die Buhrufe genau richtig und völlig angemessen. Irgendwie muss sich das Publikum ja zur Wehr setzen.

Nicht hingehen -> sinnlos, andere gehen hin
Applausverweigerung -> sinnlos, andere klatschen und jubeln
schlechte Kritiken schreiben -> sinnlos, liest keiner, außerdem schreiben genug andere unkritisch
wütende Briefe an die Oper schreiben -> sinnlos, verändert nichts
die Künstler beim Bühnentürl abpassen und ihnen die Meinung sagen -> hab ich noch nicht gemacht (werde ich auch nicht), aber bringt höchstwahrscheinlich nichts

Also lautet die Frage: Welche Möglichkeiten hat das fachkundige Publikum, sich gegen völlige Fehlbesetzungen zu wehren? Und aus meiner Sicht kann das nur Buhrufen sein. Es geht hier weder um persönliche Animositäten ("Ich bin ein Fan der Sängerin x, ich hätte lieber sie gehört!") noch um das Abstrafen einer schlechten Tagesverfassung. Aber wenn jemand für eine Premiere engagiert wird, der offenbar in keiner Weise die technischen Voraussetzungen besitzt, um eine Rolle wenigstens passabel interpretieren zu können, dann ist das skandalös und muss Konsequenzen haben. Natürlich ist es nicht angenehm, mit Buhrufen bedacht zu werden, aber Opernsänger ist ein Beruf wie jeder andere, und wenn ein Arzt die dritte Operation in Folge verpfuscht, kriegt er auch anständige Probleme.

17. Februar 2019
19:52
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copy
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Forumsbeiträge: 66
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

@tenorissimo: Danke für den Oropesa-Link, der rettete meinen Tag und versöhnte meine Hörnerven wieder mit der Lucia. Ihr Wort in Gottes Ohr, dass die neuen WSO-Verantwortlichen die Veganerin und Marathonläuferin schon auf ihrem Radar haben. Immerhin schaffte sie es ja schon bis ins provinzielle München (ironie-off). WinkSmile

17. Februar 2019
16:18
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 542
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Der Unterschied liegt darin, dass in den von mir genannten Beiträge die Leistung nach objektiven (gesangstechnischen und "notenwerttechnischen") Kriterien beschrieben wird. Natürlich kann man subjektiv zur Ansicht kommen: "Mir hat es trotzdem gefallen". Ein Beispiel: Camilla Nylund ist (subjektiv) meine Lieblingssängerin, obwohl ich (objektiv) höre, dass sie manchmal falsch intoniert. Aber das stört mich nicht so sehr wie bei anderen Sängerinnen, weil es für mich (subjektiv) durch ihre anderen Vorzüge (Stimmfarbe, Pianokultur etc etc) ausgeglichen wird.

Aber ich möchte nicht vom Thema "Lucia" abschweifen.

17. Februar 2019
16:10
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Christine
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Forumsbeiträge: 91
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3. Oktober 2018
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Die Meinung zu haben, verbietet er nicht, aber sie zu äußern! Das finde ich nicht sehr demokratisch. Warum die Meinung der Personrn unter den von Ihnen angeführten Nummern objektiv und die von anderen Personen (Zeitungskritikern, Dr. Dusek, Dr. Wagne  etc.) subjektiv ist, kann ich nicht nachvollziehen. Für mich ist jede Meinung subjektiv. Es kann aber eine Übereinstimmung verschiedener subjektiver Meinungen geben.

17. Februar 2019
15:47
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 542
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Hallo Christine, ich glaub, es gibt ein Missverständnis. Tannhäuser untersagt Ihnen ja nicht, eine Meinung zu haben und diese zu äußern. Aber wenn man gut über Gesang Bescheid weiß, kann man die Peretyatko-Leistung natürlich auch objektiv beschreiben (was hier unter anderem in den Beiträgen 72, 68, 65, 54, 53, 48 passiert ist). Dass Sie und Chenier einen subjektiven anderen (besseren) Eindruck gehabt haben, ist ja in Ordnung.

17. Februar 2019
13:13
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Christine
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Forumsbeiträge: 91
Mitglied seit:
3. Oktober 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

An Tannhaeuser:

"... manchen hier, die sich bemüßigt fühlen, ihre Eindrücke über Opernvorstellungen mitzuteilen, sollte man das, sagen wir mal, aus einem gewissen Selbstschutz, verbieten!" Das ist ja eine bemerkenswerte Feststellung. Wer entscheidet denn, wer welche Eindrücke von einer Opernaufführung den anderen mitteilen darf? Sind Meinungen, die von den von Ihnen  zitierten Herren abweichen, nicht mehr wert veröffentlicht zu werden?

"Christine und vor allem Chenier liegen falsch, wenn sie schreiben, es war eh nicht so schlecht und technisch war Peretyatko ganz ok. Was heißt eh nicht so schlecht ? Entweder ist etwas gut oder nicht gut, dann ist es schlecht - Punkt!" Punkt, na ja Sie wissen es ja zu 100%! Was gut oder schlecht ist, liegt oft im Auge des Betrachters.  Ich habe mir aufgrund der Meinungen im Forum eine sehr schlechte Leistung erwartet und habe dann - für mich - festgestellt, dass das nicht eingetroffen ist. Außerdem war ich etwas verwundert, dass die Kritiken in den Zeitungen die sängerische Leistung nicht so negativ gesehen haben. Es gab nach der Vorstellung auch viel Beifall, wahrscheinlich von Personen, die Ihrer Meinung nach einen Eindruck gewonnen haben, den man verbieten sollte kundzutun.

"Gerade die Gesangstechnik von Peretyatko ist eine Katastrophe und da braucht man keine Meinung dazu äußern, denn das ist eine Tatsache!" Sie müssen es ja wissen! Ich bin weit davon entfernt diese Lucia als Aufführung und die Leistung der Sängerin großartig zu finden, aber was hier von manchen geschrieben wird, empfinde ich unfair.

17. Februar 2019
12:04
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tenorissimo
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Guests

@copy: Um dem Masochismus ein Ende zu setzen würde ich allen Forumsteilnehmern folgende Dame empfehlen (eventuell liest jemand aus der Staatsoper mit und bemüht sich die Dame zu engagieren!).

PS: Das komplette Video ist auch verfügbar inkl. sensationellem Camarena. 

17. Februar 2019
11:39
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copy
Member
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Forumsbeiträge: 66
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

@tenorissimo: Sie sind aber schon etwas masochistisch veranlagt, dass sie uns auffordern, das nochmals zu hören LaughLaughLaugh

16. Februar 2019
22:47
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Tannhaeuser
Gast
Guests

Zu den Beiträgen von tenorissimo und lavoce braucht man nichts mehr hinzufügen - beide bringen es auf den Punkt !

Herrn Prochatzka, aber auch Herrn Troger halte ich für die einzigen, die Kritiken im wahrsten Sinne des Wortes schreiben, vor allem auch weil sie eine Ahnung von Stimmen und Gesangstechnik haben und manchen hier, die sich bemüßigt fühlen, ihre Eindrücke über Opernvorstellungen mitzuteilen, sollte man das, sagen wir mal,  aus einem gewissen Selbstschutz, verbieten !

Christine und vor allem Chenier liegen falsch, wenn sie schreiben, es war eh nicht so schlecht und technisch war Peretyatko ganz ok. Was heißt eh nicht so schlecht ? Entweder ist etwas gut oder nicht gut, dann ist es schlecht - Punkt ! Gerade die Gesangstechnik von Peretyatko ist eine Katastrophe und da braucht man keine Meinung dazu äußern, denn das ist eine Tatsache ! Das Timbre, der Klang einer Stimme ist immer Geschmackssache und da kann man natürlich immer diskutieren.

Ich war nur in der Premiere und im Gegensatz zu Chenier nicht vor Ort, sondern an Ort und Stelle, also direkt am Ort des Geschehens im Zuschauerraum und habe das Lucia-Fiasko von OP miterlebt. Ich kann absolut nicht nachvollziehen, daß man so eine Sängerleistung akzeptiert, zumal es sich nicht um eine schlechte Abendverfassung/Indisposition gehandelt hat, sondern um eine gesangstechnisch desaströse Darbietung !

Dazu kam noch ein langweiliges Dirigat, obwohl ich bisher E.Pido immer als guten Dirigenten für Belcanto-Opern erlebt habe, und eine langweilige Inszenierung. Solche Premieren schaden dem Ansehen der Wr. Staatsoper und es war ja nicht das erste Mal, daß so etwas passiert ist in der Ära Meyer. Mit Schrecken denke ich noch an die Turandot-Premiere, wo eine zweit- bis drittklassige Sängerbesetzung zu erleben war und an diverse andere Premieren, wo z.T. mehr als eine Partie leicht besser zu besetzen gewesen wäre !     

16. Februar 2019
21:29
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dollylein
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Forumsbeiträge: 7
Mitglied seit:
10. Februar 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

Nach Frau Wagner liefert Herr Dusek nun den nächsten Affront. Ich habe wahrlich nichts gegen Frau Peretyatko - leben und leben lassen - aber kann man vor lauter Sympathie wirklich seine Ohren dermaßen verschließen? Verdi - was außer „Oscar“ im Maskenball soll denn da noch bitte kommen? Frau Peretyatko besitzt eine sehr leichte Stimme, bösen Zungen bezeichnen Sie gar als Soubrette. Und nur weil sich die Spitzenhöhe langsam verabschiedet, heißt das nicht, dass die Stimme schwer und dramatisch wird.

Ähnlich peinlich war leider auch Frau Retts Pauseninterview während der ORF Übertragung. Da wollte man dem Publikum klarmachen, weshalb diese Lucia anders klingt und dass sie ja eigentlich fähig ist Spitzentöne zu singen, sie aber nicht darf... bla bla... und prompt legt Frau P. den finalen Schlusston (erstmalig) ein und vergeigt ihn. Nunja, der gebildete Zuhöre bilde sich seine Meinung.

16. Februar 2019
20:36
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lavoce
Gast
Guests

Ich finde die Schlussfolgerung des Herrn Dusek echt seltsam.

Eine lyrische Stimme ist ausgebrannt, deshalb dem Fach entwachsen und soll zum dramatischen Verdi wechseln ?????? Echt jetzt?

Die Stimme der OP funktioniert in allen Bereichen nur noch bedingt.Vergessen wir einmal auf d.Mikrophron und Streaming und reden über den LIVE Eindruck.

D.h. über eine Opernstimme.

  Mittellage hat ein ausuferdnes Vibrato, die Intonation ist instabil, die "Höhe" (was heisst Höhe? Ein dramatiescher Verdisopran braucht  auch einen sicheren C3) ist dünn, trägt nicht, die Fiorituren sind nicht vorhanden. Diese Stimme ist live oft an der Grenze der Hörbarkeit.Weil ihr der Kern und somit die Fähigkeit der Projektion fehlt. 

Aber perfekt  für Verdi.... wenn man eine wabbernde Soubrette als Desdemona hören will,schon. 

 

Gruß,lavoce

16. Februar 2019
19:55
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HansLick2
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Forumsbeiträge: 240
Mitglied seit:
14. März 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

@ 68 und die restlichen meinungen. weil ricciarelli ( bregenz) genannt wurde empfehle ich die caballe, s c h ö n e r wurde die rolle nie interpretiert!

16. Februar 2019
19:52
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alcindo
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Forumsbeiträge: 253
Mitglied seit:
27. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

zu tenorissimo: auch für mich waren diese triller seltsam, es klang oft wie eine billige alarmanlage.....

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