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Renate Wagner:Lucia | OnlineMerker | Forum

 

 

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Renate Wagner:Lucia
25. Februar 2019
14:36
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tenorissimo
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Nun ist ja herausgekommen dass die Premieren-Sängerin die Drittbesetzung ist (nachdem Damrau schon länger abgesagt hat und Gimadieva nicht freikam aus Berlin). Man hätte ja trotzdem genügend Zeit gehabt ein junges Talent vorzubereiten wenn schon alle arrivierten vertraglich gebunden waren. Letztendlich liegt das aber am Willen des Opernhauses, da es bei der Netrebko-Norma auch schnell ging mit einem Besetzungszettel-Karussell und man noch bessere Alternitiven fand (Yoncheva und Radvanovsky).

22. Februar 2019
19:21
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tenorissimo
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Herr Skorepa hat es in seiner aktuellen Kritik wunderbar zusammengefasst. 

Einzig möcht ich ergänzen das die 2 C eigentlich  „Standardnoten“ für Koloratur- und lyrische Soprane sein sollten (und so sollte eine Lucia sie locker und sicher können), aber auch jeder dramatische und Spinto-Sopran sollte ein C draufhaben (Tosca, Aida usw.). Wenn man das nicht kann, sollte man vor allem als Koloratursopran einen neuen Karrierewege einschlagen (aber bitte keine Trovatore-Leonora singen; dies ging schon bei Mosuc schief, die allerdings immer noch relativ sichere aber stark tremolierende Spitzennoten hat - Es und Fs).

21. Februar 2019
13:35
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Gurnemanz
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Chenier sagt
Ich weiß, Gurnemanz, aber erstaunlicherweise übt man lieber Kritik an der Lucia als anerkennende Worte zur Tosca zu finden, quantitativ eindeutig. Der Destruktivismus ist eben stärker ausgeprägt als der Konstruktivismus, ebenso verhält es sich in der Relation zwischen Positivismus und Negativismus. Oder auf gut österreichisch: Lieber raunzen als loben.  

Da haben Sie wahrscheinlich (leider) recht. Aber verlieren Sie nicht aus den Augen, dass es sich bei der Lucia um eine Neuproduktion handelt und bei der Tosca um eine "ganz normale" Repertoirevorstellung, auch wird die Lucia deutlich seltener als die Tosca gespielt. So erkläre ich mir das unterschiedlich ausgeprägte Interesse.

21. Februar 2019
11:02
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Flo_h
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Jetzt ist Olga Peretyatko live auf Radio Klassik Stephansdom zu hören!

21. Februar 2019
10:53
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Chenier
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28. Februar 2018
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Ich weiß, Gurnemanz, aber erstaunlicherweise übt man lieber Kritik an der Lucia als anerkennende Worte zur Tosca zu finden, quantitativ eindeutig. Der Destruktivismus ist eben stärker ausgeprägt als der Konstruktivismus, ebenso verhält es sich in der Relation zwischen Positivismus und Negativismus. Oder auf gut österreichisch: Lieber raunzen als loben.

20. Februar 2019
23:10
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Gurnemanz
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Werter PWolf! Ich respektiere Ihre Meinung, aber ich persönlich halte Musicals ehrlich gesagt für Unsinn. Der Inhalt ist ja manchmal interessant, aber die Musik gefällt mir einfach nicht (auch wenn es positive Ausnahmen gibt, zB Candide. Und Anatevka find ich auch nicht so übel.) Sie haben aber natürlich vollkommen recht mit ihrem zweiten Absatz, und mit dem dritten vermutlich auch, daran hab ich gar nicht gedacht. Dass Oper und Lied heutzutage oft als zwei voneinander ganz verschiedene Disziplinen gesehen werden, bedaure ich ebenso wie Sie. Ich denke, man sollte viele Opernrollen von der "Lied-Seite" aus angehen. Aber mein Beitrag bezog sich darauf, dass klassischer Gesang etwas ganz anderes als Musical-/Rock-/Pop-Gesang ist. Dabei bleibe ich auch.

20. Februar 2019
20:04
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Pwolf
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Ich finde es nicht richtig eine ganze Musiktheatersparte, wie Musical abzuwerten. Ich persönlich höre auch lieber Opern als Musicals - aber finde deshalb Musicals generell nicht minderwertig.

Da Musicals auch noch aktuell neu geschrieben werden und daher wesentlich mehr neue Werke gespielt werden, gibt es natürlich auch viel Mist darunter. Bei der Oper war das früher genauso als jedes Jahr an unzähligen Opernhäusern zahlreiche neue Werke aufgeführt wurden - aber der Mist ist durch den Filter der Geschichte aus dem Repertoire verschwunden.

Und Musicalsängerin ist sicher der noch schwierigere Beruf als Opernsängerin. Erstens ist dort gutes jugendliches Aussehen Voraussetzung für jede Hauptrolle. Und damit ist spätestens mit 40 - bis auf wenige Ausnahmen - die Karriere auch schon zu Ende. Die Männer haben es da etwas besser.

Ich persönlich bewundere jede(n), die/der heute eine Sängerausbildung egal in welcher Sparte macht und dies zu seinem Brotberuf machen will.

Und die mittlerweile immer weitergehende Spezialisierung bei den Sänger(inne)n ist wahrscheinlich auch keine gute Entwicklung mittlerweile wird ja bereits Liedgesang und Operngesang auch als 2 total verschiedene Disziplinen gehandelt. Aber das ist ja nicht nur in der Musik so und lässt sich derzeit auch nicht ändern.

20. Februar 2019
19:00
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Gurnemanz
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Von einer Abwertung der Musicalsänger habe ich nix geschrieben (ich werte zwar Musicals ab, aber nicht Musicalsänger), die haben Sie mir unterstellt. Und nein, "Woher nehmen Sie die Idee in der Volksoper WILL mit allen Mitteln die Leute nur zur Oper zu bringen??" das steht auch nicht da, bitte nochmals lesen. Ich habe von einer ganz anderen Art des Singens gesprochen und davon, dass Musicalsänger ohne Mikrophon nicht zu hören sind, und ich habe hervorgehoben, dass für Musicalgesang andere Qualitäten wie zB Tanzen wichtig sind. Also von einer Abwertung der Musicalsänger steht nichts.

20. Februar 2019
18:27
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susana
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Gurnemanz sagt

Katastrophe ist es keine. Aber wäre ich ein Verantwortlicher im Opernbetrieb, würde ich gern die Leute zur Oper hinführen bzw. dort behalten. Und Musical zählt für mich nicht, das erfordert eine ganz andere Art des Singens, die mit klassischem Gesang nichts zu tun hat. Stellen Sie mal einen Musicalsänger in ein Opernhaus, ohne Mikrophon geht dann gar nix. Und auch mit Mikrophon klingen die Stimmen schwach und flach. Im Musicalbereich sind halt andere Qualitäten (tanzen etc.) gefragt.  

Diese Abwertung von Musicalkünstler ist kaum zu glauben.Kein Musicalsänger will auf eine Opernbühne .. woher diese extrem Abwertung von Künstlern, nur weil sie keinen Operngesang beherrschen? Haben Sie eigentlich irgendeine Ahnung wie schwierig dieser Beruf ist ? Aber nicht nur dieser. Sind dann Operettensänger auch Künstler zweiter Klasse ?

Sind dann in weiterer Folge Schauspieler noch schlechter ,weil sie nicht singen können... Ihre Abwertung von Künstlern verwundert mich immer wieder.

Woher nehmen Sie die Idee in der Volksoper WILL mit allen Mitteln die Leute nur zur Oper zu bringen?? Wozu ? Das ist und war nie ihre Aufgabe. Die Volksoper ist seit Jahrzehnten ein Haus wo komplett gemischte Kost geboten wird, für ein  komplett gemischtes Publikum .. und DIE LEUTE ... die gibt es nicht auch wenn Sie das glauben. Das kann ich Ihenn aus Jahrzehntelanger Berufserfahrung locker erklären.. und damit sind wir wieder dort, was ich mehrfach geschrieben habe, das ist eine Verallgemeinerung die ich als schlimm empfinde.

(Im übrigen verkauft sich die Oper in der Volksoper am allerschlechtesten)

Somit entschuldige ich mich bei allen, weil ich das Thema Lucia schon wieder verfehlt habe... ich versuche mich jetzt sofort zusammen zureissen... 🙂 🙂 🙂

20. Februar 2019
17:17
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Gurnemanz
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Chenier sagt
Warum diskutiert man hauptsächlich über Unzulänglichkeiten der Lucia, blendet aber eine der besten Tosca-Serien, weitgehend zeitgleich aufgeführt, völlig aus? Ich weiß, wir sind im Kapitel Lucia, in einem anderen Thread eben.  

Werter Chenier! Der Thread "Tosca an der Wiener Staatsoper" hat gegenwärtig 70 Einträge. Da kann doch von keinem völligen Ausblenden die Rede sein.

20. Februar 2019
17:15
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Gurnemanz
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susana sagt
an Gurnemanz Bitte um Fakten : (das brauchen keine Namen sein, die will ich gar nicht) 

Punkt 1: Sie schreiben : "Und ja, in den Direktionsetagen und Sängeragenturen sitzen leider wirklich großteils Leute, die ich als unfähig bezeichne."

Und weshalb ganz genau kommen Sie zu diesem Urteil ? Was genau fachlich können Sie dem entgegensetzen ? Das ist eine pauschalierte Aussage  und hat keine Faktenbasis. Ich finde Buhen einem Sänger gegenüber absolut unverschämt und so wie Christine schreibt Ausdruck schlechten Benehmens.

Die Aussage ist zwar pauschaliert, aber ich finde, dass sie mit ausreichend Faktenbasis untermauert ist. Namen soll ich ja nicht nennen, aber ein aktuelles Beispiel: Ein Opernhaus Deutschlands hat die Urfassung der Ariadne angekündigt, Premiere ist in ca. zwei Monaten. Eine Bekannte hat letzte Woche zufällig die Dramaturgen getroffen und ihnen freudig erzählt, dass mehrere Leute aus Wien und München extra dorthin reisen möchten, um die Ariadne-Urfassung zu hören. Die Reaktion war verwundert ("Welche Urfassung?!"), und flugs (am nächsten Tag) ist auch schon im Internet die Ankündigung verschwunden, dass es sich um die Ariadne-Urfassung handelt. Womit die Sache für mich gestorben ist, denn wegen einer ganz normalen Ariadne setz ich mich normalerweise nicht stundenlang in einen Fernbus.

Dass Operndirektoren und Agenten viel zu oft Manager sind, junge Talente verheizen, Karrieren nicht sorgsam aufbauen und generell wenig Ahnung haben, wer bezweifelt es? Ich denke niemand.

Punkt 2: "Was mich an der Sache jedoch erzürnt, ist dass die Sänger der ersten Klasse eben überall benachteiligt werden."

Auch das ein Pauschal urteil dass keine Faktenbasis hat, denn das kann für jeden Zuseher komplett jemand anderer sein.. auch diese Behauptung ist Unsinn...weil sie einfach nur ganz rein subjektiv ist. Aber Sie können sich gerne weiter erzürnen. 

Das ganze Zitat lautet: Es gibt Sänger, die ihre Karriere sorgfältig aufbauen, die zu ihnen passenden Rollen wählen, sich nicht in den Vordergrund drängen, abseits der Medien ihre Karriere machen, ihre eigenen Leistungen aufnehmen und nachher gewissenhaft anhören, Fehler korrigieren, an sich arbeiten etc - und dann gibt es Sänger wie Frau Peretyatko. Welcher Weg mir sympathischer ist, brauche ich wohl nicht ausführen. Was mich an der Sache jedoch erzürnt, ist dass die Sänger der ersten Klasse eben überall benachteiligt werden.
Und das passt zum eben ausgeführten Punkt 1: Weil viel zu viel über Agenturen rennt, stehen die Sänger im Mittelpunkt, die gute Verträge mit Plattenfirmen haben, die sich geschickt vermarkten (lassen), die medienkompatibel sind, die in unseren Jugend/Schönheitsblödsinn hineinpassen etc. Keiner kann mir erzählen, dass gewisse Sänger(innen!) nur allein wegen ihrer Stimme verpflichtet werden. Und das ist eine Sauerei, die mich grantig macht.

Punkt 3: ".....wenn der Opernbetrieb aufrecht erhalten will und man nicht möchte, dass die Opernfans ins Konzert oder ins Musical abwandern."

Was genau ist daran so schlimm oder verwerflich ? Was daran die "Katastrophe" .. und eigentlich ist das schon lange passiert..  

Katastrophe ist es keine. Aber wäre ich ein Verantwortlicher im Opernbetrieb, würde ich gern die Leute zur Oper hinführen bzw. dort behalten. Und Musical zählt für mich nicht, das erfordert eine ganz andere Art des Singens, die mit klassischem Gesang nichts zu tun hat. Stellen Sie mal einen Musicalsänger in ein Opernhaus, ohne Mikrophon geht dann gar nix. Und auch mit Mikrophon klingen die Stimmen schwach und flach. Im Musicalbereich sind halt andere Qualitäten (tanzen etc.) gefragt.

20. Februar 2019
16:49
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Chenier
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alcindo, ich war auch nicht begeistert, bitte um Nachsicht, ich persönlich fand die Aufführung aber nicht so schlecht wie allgemein hier dargestellt wird und es gab auch durchaus Lichtblicke, das wollte ich zum Ausdruck bringen. Ob die Ursache für die nicht so geglückte Aufführung wirklich in der übertriebenen Authentizität liegt, kann ich als schlichter Opernbesucher ohne große musikalische Vorbildung nicht wirklich beurteilen, da gibt es scheinbar einige Profis unter den Diskutanten.

Ich habe die Lucia etliche Male in Wien mit Gruberova gesehen, je einmal mit Aliberti, Mula und Bonfadelli, an der Met mit Dessay und in Zürich mit Jane Archibald, vor über 30 Jahren einmal in Verona, kann mich aber nicht genau erinnern, wer damals gesungen hat, glaube, es war auch Aliberti. Waren alle nicht so überragend wie Gruberova.

20. Februar 2019
16:11
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alcindo
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ad Chenier: wollen Sie uns bitte sagen, was Ihnen an dieser Lucia so gut gefallen hat...einge hier haben schon erklärt, was zu kritisieren war, für meinen teil: die uebermäßigen rallentis in der premiere, die um gelinde zu sagen seltsamen triller, bei denen man sich fragt, welches ist jetzt der nebenton,  den Donizetti meist notiert, die missglückten oder ausgelassenen spitzentoene, die bedauerliche kadenz, das oftmalige ansingen an die vokalen grenzen........dass sie gut ausschaut und gut spielt habe ich nie in frage gestellt....also was hat Ihnen objektiv betrachtet so gut gefallen?? welche Lucia haben sie in einem ersten haus gehört, die Ihnen weniger als diese gefallen hat........und das für eine garantiert 5stellige abendgage............sie sind am zug

20. Februar 2019
16:00
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Chenier
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Die Gedanken schon, HansLick2, aber nicht alles, was hier so dahergeschrieben wird. Da fehlt manchmal ein wenig Selbstzensur und jemanden in zynischer Form zu kritisieren, dem eine Vorstellung gefallen hat, ist  ein wenig letztklassig. Man sollte subjektive Ansichten innerhalb von roten Linien durchaus respektieren, solange sie nicht objektiviert werden und in Missionierungseifer entgleiten. Man kann und muss nicht das gesamte Spektrum mögen und ich bin absolut kein Wagnerianer, doch Wagner als primitiv zu beurteilen oder zum Ausbuhen von Protagonisten aufrufen ist mir z. B. einfach zu überladen (betrifft nicht Sie, ich weiß), aber dazu zählt für mich auch bewusstes und provokantes Missverstehen von Begriffen, die eindeutig sind und in diesem Forum keinen Erklärungsbedarf haben. 

20. Februar 2019
15:48
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HansLick2
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@ 114: ein zischer im rechten moment, wie in der alten stehplatzzeit, war viel effizienter als dies buhrufe, ebbten den beifall klar ab. 

@ 113: die gedanken sind aber schon noch frei? die schweinsohren haben sie sich selbst zugeschrieben.

20. Februar 2019
15:19
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alcindo
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zu Chenier, tenorissimo, Christine, usw....O.Peretyatko hat - wenn ich mich recht erinnere- im interview mit der kulturlady behauptet, sehr selbstkritisch zu sein, dann sollte sie sich ihre katastrophalen aufnahmen aus der MET (  in youtube zu hören) zu gemüte führen, und dann überlegen, ob ihr das in Wien mit etwas höherer Stimmung gut bekommen wuerde....wenn sie wirklich so selbstkritisch wäre, dann hätte sie das handtuch werfen muessen, denn für eine premiere an schiedsrichter bei abseits ein tor als regulär gibt, wird er auch mit dem publikum probleme bekommen.  zu Chenier, nach der kadenz stimmt, dass  es einen buhrufer gab, danach waren es einige, provoziert von eklatanten bravorufen, die wirklich unangebracht waren.  in der Met habe ich noch eine der letzte Lucias von Joan Sutherland gehört...das war ein anderes kapitel belcanto,  O Peretyatko müht sich durch die rolle, und wer vom gesang funktionell etwas versteht merkt es. und die besagte kadenz a capella war wirklich keine ohrenweide,  wie ich schon gesagt habe, ich hätte gezischt.......Leonie Rysanek war eine der besten Desdemonas.....wegen eines einzigen tones, den sie nicht mehr piano singen konnte legte sie die partie zurueck.....das war halt in der guten alten zeit......

20. Februar 2019
15:00
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Chenier
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Das lasse ich gerne so stehen, Gurnemanz, Sie haben scheinbar die Toleranz, aber Kommentare wie "dem Cheneier hats halt gefallen" mit einem höhnisch-abwertenden Unterton, dass man gerade nicht "mit seinen Schweinsohren" dazuschreibt, ist absolut entbehrlich, auch aus einer überkritischen Position heraus.

Warum diskutiert man hauptsächlich über Unzulänglichkeiten der Lucia, blendet aber eine der besten Tosca-Serien, weitgehend zeitgleich aufgeführt, völlig aus? Ich weiß, wir sind im Kapitel Lucia, in einem anderen Thread eben.

20. Februar 2019
14:52
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susana
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an Gurnemanz Bitte um Fakten : (das brauchen keine Namen sein, die will ich gar nicht) 

Punkt 1: Sie schreiben : "Und ja, in den Direktionsetagen und Sängeragenturen sitzen leider wirklich großteils Leute, die ich als unfähig bezeichne."

Und weshalb ganz genau kommen Sie zu diesem Urteil ? Was genau fachlich können Sie dem entgegensetzen ? Das ist eine pauschalierte Aussage  und hat keine Faktenbasis. Ich finde Buhen einem Sänger gegenüber absolut unverschämt und so wie Christine schreibt Ausdruck schlechten Benehmens.

Punkt 2: "Was mich an der Sache jedoch erzürnt, ist dass die Sänger der ersten Klasse eben überall benachteiligt werden."

Auch das ein Pauschal urteil dass keine Faktenbasis hat, denn das kann für jeden Zuseher komplett jemand anderer sein.. auch diese Behauptung ist Unsinn...weil sie einfach nur ganz rein subjektiv ist. Aber Sie können sich gerne weiter erzürnen. 

Punkt 3: ".....wenn der Opernbetrieb aufrecht erhalten will und man nicht möchte, dass die Opernfans ins Konzert oder ins Musical abwandern."

Was genau ist daran so schlimm oder verwerflich ? Was daran die "Katastrophe" .. und eigentlich ist das schon lange passiert..

20. Februar 2019
14:11
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tenorissimo
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Eine der letzten Lucias der alten Serie war doch Frau Netrebko die kurz davor ihr Kind bekam, die ganz hohen Noten waren eher nicht da, Triller waren (damals) auch nicht ihre Stärke und trotzdem sang sie eine (bis auf das zu tief geratene hohe Es) sehr sehr gute Lucia mit all den Einschränkungen (Wahnsinnsszene auch nach unten gesungen).

Dies trifft auf die aktuelle Lucia nicht zu... Somit ist sie eine Fehlbesetzung und es trifft primär die Sängerin die Schuld (Damrau hat auch les Hugenottes und Lucia abgesagt da sie wusste dass es nicht mehr geht; um nur eine aktuelle Dame zu nennen), sekundär aber auch ihren Agenten und die Direktion der Staatsoper. Wenn man bedenkt dass die Verträge vor 5 Jahren gemacht wurden, kann aber nicht die Staatsoper „testen“ wer noch was singen kann sondern sollte es den Sängern überlassen, ehrlich und selbstkritisch zu sich selbst und dem Publikum zu sein. 

20. Februar 2019
13:39
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Gurnemanz
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Ad 107: Sie haben natürlich recht, dass es sich nur wenige Sänger leisten können, Partien abzulehnen, um die Karriere nicht zu gefährden - leider!! Das ist ja auch so ein Unsinn, der behoben gehört. Unfähige Agenten/Direktoren drängen Sänger in Partien, denen sie nicht gewachsen sind, und vernachlässigen dafür andere, bessere. Aber abgesehen von diesem Problem, was genau hindert die gute Dame, ihre Leistungen zu verbessern? Das geht nicht von heute auf morgen, aber sie wird doch hoffentlich einen Gesangslehrer haben, mit dem sie arbeitet. Und eventuell muss sie halt akzeptieren, dass es nicht für die ganz große Karriere reicht (aber die wenigsten Leute sind reflektiert und selbstkritisch).

Übrigens danke für Ihre Aufzählung, da stimme ich teilweise zu (auch wenn ich den alten Falstaff viel besser als den neuen gefunden hab). Also waren es doch mehr erfolgreiche Premieren, als ich gedacht hab. Schön! Im übrigen hat mir der Tristan 2013 musikalisch sehr gut gefallen, über die Inszenierung schweige ich. Lulu zähle ich übrigens nur halb, weil ja nur der dritte Akt neu für Wien war, wobei diese Premiere für mich nicht als Erfolg zählt: Ein nicht vorhandener Dr. Schön, eine mangelhafte Lulu und der Lippert als Alwa... da können auch der beste Schigolch und die beste Geschwitz nix retten. Aber immerhin erfreulich, dass dieses grandiose Werk endlich wieder einmal bei uns gespielt wurde!!! Sollte viel öfter der Fall sein!

Ad Chenier und Christine: Die Positionen sind mittlerweile dargelegt, sie sind eben unterschiedlich, damit müssen wir leben. Ich sehe daher wenig Sinn in einer oftmaligen Wiederholung der Argumente. Dass Sie die Lucia nicht so schlecht gefunden haben, ist ja auch legitim, aber andere haben offenbar kritischere Ohren und waren unzufrieden, was genauso legitim ist. Wieso man aber Regisseure "mit bestem Gewissen" ausbuhen darf und Sänger nicht, versteh ich nicht. Ich geh davon aus, dass sowohl Regisseure als auch Sänger fast immer ihr Bestes geben, und provoziert fühlen kann ich mich nicht nur von Regisseuren, auch von Sängern.

Und ja, in den Direktionsetagen und Sängeragenturen sitzen leider wirklich großteils Leute, die ich als unfähig bezeichne. Karrieren werden mittlerweile durch die Agenturen und Medien gemacht, da steht das Können nur im Hintergrund, und genau das muss sich ändern, wenn der Opernbetrieb aufrecht erhalten will und man nicht möchte, dass die Opernfans ins Konzert oder ins Musical abwandern. Dass aufgrund entsprechender Publikumsreaktionen die Notbremse gezogen wird, kommt nicht ganz selten vor, ich erinnere zB an die ehemals geplante Martinoty-Così. 

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