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Regietheater 2021, der nächste Schritt! | Seite 17 | OnlineMerker | Forum

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Regietheater 2021, der nächste Schritt!
13. Januar 2022
18:20
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alcindo
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21. Januar 2021
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lieber Michael was erlauben Sie sich eigentlich?... von Vollidioten und Gesellschaftsspaltern zu schreiben: das sind doch VollidiotInnen und GesellschaftsspalterInnen.  brav, dass Sie wenigstens bei den KerlInnen liniengetreu waren......bin neugierig, ob die Sieglinde in der Walkuere des neuen ThadW-direktors hoffentlch nicht "Gaeste kamen, Gaeste gingen" sondern  "GaestInnen kamen, GaestInnen gingen" gesungen hat. ....

13. Januar 2022
17:26
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Lohengrin2
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20. Januar 2021
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Nichts wird "denunziert", sondern der Zuckerguss wird als solcher benannt!
Denunziert wird höchstens analytische Regie, die unter das Spitzendeckchen schaut.

Immer wieder Andrea Chnier, ein wahre (mörderische) Geschichte: frisch gebügelter Kragen und wohlgeordnete Locken, blitzsaubere Krinolinenkleider und blank geputzte Stiefel haben nur im ersten Akt ihren Auftritt; danach wird es schmutzig und blutig.....

13. Januar 2022
17:00
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Chenier
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28. Februar 2021
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HansLick2 und Michael Tanzler, volle Zustimmung, dem ist wenig hinzuzufügen. Das PC-Diktat mit diversen Keulen wacht über der Kultur. Und Normalität wird dann als süßlich oder kitschig denunziert.

13. Januar 2022
16:20
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Michael Tanzler
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1. Februar 2021
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Hans von Lick!  Ich adle Sie für diesen gelungenen  Beitrag!  Na klar wird diese de Beer von dort herstammen,...   isse doch klar, warum man sie genemmt hat....

Ja, mich kotzt dieses ganze "Korrektheitsgetue" so an.. diese Vollidioten, die einerseits alle "gleich" haben wollen, grenzen pausenlos selbst aus - jedes wird zu einer schützenswerten Minderheit hochstilisiert.. daas sind die wahren Gesellschaftsspalter !   Ich provoziere all diese Kerle ( und Kerlinnen !!! )  bewusst ab sofort...

13. Januar 2022
15:50
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Lohengrin2
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20. Januar 2021
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Die schlüpfrigen Witze der alten Heren von damals sind entlarvender als eine ganze nackte Fussballmannschaft heute......

13. Januar 2022
15:13
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Christine
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22. Januar 2021
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Wann sind die in der Fledermaus angesprochenen Ballettratten nackt aufgetreten? Sie waren wohl spärlich bekleidet, das hat sie für Männer besonders interessant gemacht. Für wen treten die Männer komplett nackt auf? Welche Gefühle sollen sie bei den Männern und Frauen im Zuschauerraum auslösen? Irgendeinen Sinn sollte es doch haben.

Ich habe dasselbe erlebt wie Lohengrin. Kinder wundern sich über nackte Personen auf Bildern. Im Forum wurde aber schon öfters darauf verwiesen, dass man Ausstellungsstücke im Museum nicht mit Inszenierungen auf der Bühne vergleichen soll.

13. Januar 2022
12:28
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 1046
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20. Januar 2021
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, Dass sich Männer damals - vielleicht auch heute - am Anblick von "Balle9tt, , 7, 4) in ratten" vergnügt haben, na und?

Da sind mir ein paar gutaussehende Heren im Adamskostüm als sexistische Parallele gerade recht!

 

HansLick: die von Ihnen angeführten Verfehlungen sind tatsächlich vorhanden und sollten als solhce nicht verniedlicht werden! Zum Glück hat sich die eine oder andere Haltung in unserer Zeit geändert (oder zumindest schaut man/frau genauer hin).
Apropos Nackerte von Tizian: als ich letzten Sommer mit meinen Enkeln (9, 7, 4) in unserer Gemäldegalerie war, haben sie sich über die vielen Nackerten gewundert....

13. Januar 2022
11:56
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HansLick2
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25. Januar 2021
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Give me a break, Rusalka also ein Mißbrauchsstück? Nur weil man dem Stück die Fabel/Märchenhaftigkeit genommen hat. Ähnlichen Unsinn las man schon so oft betreffend „Hänsel und Gretel“!

Was ist mit Veit Pogner, ein mieser Nürnberger Kuppler? Darf das sein? Oder auch ein Missbrauchsstück? Der lüsterne Junker Walter singt auch noch um den Kuppel Preis.

Aida hat man die Hautfarbe schon genommen,  Sklavin/Dienerin/Hausmädchen darf sie aber noch genannt werden. Von Konwitschny bis Lotte Beer. Das „de“ lasse ich weg, sonst wäre ich HansLick von Wien. Oder ist sie gar aus der de Beers Diamantenhändlerriege?

Was ist mit Tizian und seinen nackerten Frauenbildern, die momentan noch im Kunsthistorischen zur „Fleischbeschau“ hängen, ohne verhängt zu werden. Mich wundert dass sich noch kein Frauenverein aufgeregt hat. Wo sind die sonst so aufgeregten Femmen und Grünen bist jetzt geblieben?

Wann bekommt der David in Florenz endlich ein Suspensorium zum Schutz seiner männlichen Details? Oder man dreht ihn endlich um und zeigt nur die Rückseite? Wenn das erlaubt ist?

13. Januar 2022
11:44
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Christine
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Forumsbeiträge: 510
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22. Januar 2021
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Lohengrin, hat Schenk in irgenetwas bei seiner Fledermaus Inszenierung getan, das einen Hinweis darauf gibt, dass die Zuschauer nicht mehr erkennen sollen, dass diese Operette von Johann Strauß ist? Dass sich Männer damals - vielleicht auch heute - am Anblick von "Ballettratten" vergnügt haben, na und?

Die nackten Männer in der Maria Stuart finde ich überflüssig. Dass das Stück sonst so stark auf die beiden Frauen reduziert und Wesentliches gestrichen wurde, finde ich außerordentlich schade. Den Grund kann ich nicht erkennen, der Regisseur macht sich wichtig, ist meine persönliche Antwort darauf.

Den Andre Chenier in der Staatsoper habe ich bereits bei der Generalprobe 1981 zum ersten Mal gesehen. Es war das einzige Mal, dass ich in der Staatsoper in einer Generalprobe sein konnte. Ja, die Aufführung lebte und lebt von den Künstlern die darin auftraten und auftreten. Für mich stehen aber in jeder Aufführung die darstellenden Künstler im Vordergrund und den Regisseur wünsche ich mir bei Oper und Theater im Hintergrund. Es war nicht alles schlecht, was unsere Vorfahren gemacht haben.

Was die Rusalka betrifft: sie basiert ja auf verschiedenen Märchen. Ort und Zeit: Märchenland und Märchenzeit. Diese Oper sollte man - meiner Meinung nach - dort belassen oder nicht aufführen. Wir können aber auch eine vermutlich endlose Diskussion über die Grausamkeiten der Märchen führen. Ein Wunder, dass das viele Generationen von Kindern "überlebt" haben.

13. Januar 2022
10:57
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Dalmont
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22. Januar 2021
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Christine, das Warum kann ich Ihnen nicht erklären. Die Aufführung habe ich nicht mehr so präsent, dass ich sagen könnte, wie ich das damals interpretiert habe.

Dass die Nackten 1999 von Kušej noch als Provokation gedacht waren, bestreite ich. Auch in meiner von Kušej inszenierten „Maria Stuart“ - Aufführung auf der Perner-Insel im vergangenen Sommer schien niemand von den 30 nackten Männern auf der Bühne irritiert worden zu sein. Was damit ausgedrückt werden sollte, darüber lässt sich natürlich trefflich streiten.

Bewusst den Bürger provozieren wollte man im Musical „Hair“, das ich Anfang der 70er Jahre in Wien gesehen habe. Und das Bürgertum hat sich damals sehr herausgefordert gefühlt.

Was den Vodník in der „Rusalka“ anlangt: natürlich hat Kvapil im Personenverzeichnis nicht geschrieben „Wassermann, Kinderschänder“. Wenn Sie die Textworte zu deuten versuchen, die Handlungen, in die der Nöck verwickelt ist, durchdenken, dann ist der Kinderschänder eine sehr sehr plausible Interpretation.

Das romantische Nixlein und der heimatselige Vodník: Das war Schenk und das waren Gabriela Beňačková-Čápová und Jewgenij Nesterenko in „romantischer“ Schneider-Siemssen Kulisse unter dem wunderbaren Václav Neumann – Dirigat. Mit seelischen Abgründen konnte Schenk nie viel anfangen. Frage bleibt jedenfalls: warum bringen die Rusalky, die Nixen, Männern den Tod?

13. Januar 2022
10:28
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Lohengrin2
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Bei welchen Inszenierungen hat sich Otto Schenk in den Vordergrund gestellt, Lohengrin?

Er wird in den Vordergrund gestellt, wie manch anderer Regisseur: die Schenk-Fledermaus, der Neuenfels-Lohengrin...  Für mich ist die Fledermaus immer noch von Strauß und der Lohengrin von Wagner. Die Interpretatoren (Regisseure, Darsteller, Dirigenten) sind ein anderes Kapitel.

Schenk hat meist sehr brav und für meinen Geschack eher langweilig inszeniert. Andrea Chenier in Wien war Kulissentheater, sonst nichts; die Wirkung abhängig vom Können der Darstellernnen.

Dass ein aus der Zeit gefallenes Stück wie die Fledermaus nur mehr von der grandiosen Musik lebt, ist doch offensichtlich. Dalmont hat es erwähnt: dieses Ballett-Haserl-Getue der alten Säcke ist heute strafbar. So was ist nur mehr ironisch oder eben unter dem Aspekt von "Denkmalschutz" machbar.

Schaut man sich die Rusalka ohne die Märchenbrille an, ist das ein brutales Missbrauchsstück.

13. Januar 2022
9:51
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Christine
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22. Januar 2021
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Dalmont, heute sind nackte Menschen nicht mehr irritierend, 1999 war das - wenn ich mich richtig erinnere - noch der Fall. Aber warum müssen nackte Menschen auf die Bühne kommen wnn es im Textbuch oder Libretto gar nicht vorgesehen ist. Da soll doch provoziert werden und der Regisseur möchte sich in den Vordergrund spielen. Die Provokation gelingt heute ohnedies nicht mehr, es ist für mich nur mehr fad und lächerlich.

Bei welchen Inszenierungen hat sich Otto Schenk in den Vordergrund gestellt, Lohengrin? Er hat immer das Stück/die Oper inszeniert, sich aber sicher nie wichtiger genommen als die Darsteller oder Dirigenten.

Wieso ist der Wassermann ein Kinderschänder?

13. Januar 2022
9:13
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Dalmont
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22. Januar 2021
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Ja, es gab in „Weh dem der lügt“ am Burgtheater Türen, die plötzlich aufgingen und nackte junge Menschen traten heraus…. Warum sind nackte Menschen auf der Bühne noch immer so irritierend?

Was von einer Aufführung in die Erinnerung eingeschrieben wird, ist offensichtlich sehr unterschiedlich. War es bei Kusejs Münchner „Macbeth“-Inszenierung dem einen das „kollektive Urinieren“, (was ich, zu meiner Schande sei’s gesagt, gar nicht mitbekommen habe), war es mir die düstere Szenerie im dritten Akt und der Schäferhund, der plötzlich aus der Seitengasse stürmte, und einen Schädel holte, und vieles andere.

Und was den Wassermann als Kinderschänder anlangt: das wollen wenige zur Kenntnis nehmen. Kvapil hat ihn im Libretto nicht als solchen bezeichnet, aber denkt man über die Figur nach, liegt es auf der Hand. Ebenso stößt es wenigen sauer auf, wenn Falke und Eisenstein außer Rand und Band geraten, wenn sie auf den Abend mit den „Ballettratten“ vorglühen, und das sind sehr sehr junge Mädchen. Wie wurde damals in Salzburg nach Neuenfels‘ Inszenierung getobt!

13. Januar 2022
8:43
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MRadema796
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Soweit ich das hier erkennen kann, richtet sich die Kritik gegen Sprechtheater-Aufführungen, daher würde ich für Skeptiker raten, erst mal Premierenbesprechungen der Tosca abzuwarten. Wie ich gerade sehe, ist die Münchner Rusalka, die ich voriges Jahr gesehen habe, auch vom Kusej. Auch die habe ich als gut in Erinnerung, aber wer bei Rusalka ein romantisches Märchen erwartet hat, ist sicher enttäuscht worden (siehe https://www.tagesspiegel.de/ku.....66478.html ). Der Wassermann ist ein Kinderschänder.

12. Januar 2022
21:55
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Christine
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22. Januar 2021
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Meine erste Kusej Inszenierung war "Weh dem der lügt" im Burgtheater, das hat mir damals überhaupt nicht gefallen. Warum er immer wieder nackte Menschen auf die Bühne bringen muss, verstehe ich gar nicht. Die kommen in den Stücken gar nicht vor und sagen auch nichts aus, das ist für mich zunehmend langweilig geworden. Die Macbeth Inszenierung in München kenne ich nicht, Gott sei Dank, nachdem ich die Schilderung von Chenier gelesen habe.

12. Januar 2022
18:53
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Dalmont
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22. Januar 2021
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Kusej ist sich seit „Weh dem der lügt“ (99) über „Hamlet“ (00), „Glaube und Heimat“ (01), „König Ottokars Glück und Ende“ (05) Krlezas „in Agonie“ (13) bis „Die Hermannsschlacht“ und „Der Traum ein Leben“ (20/21) treu geblieben, hat sich allerdings weiter entwickelt. (Ich nannte die Theatervorstellungen, die ich nebst dem „Faust“ selbst gesehen hab).

Ich bin überzeugt, dass Kusej kein Regisseur ist, auf den sich Chénier einlassen und mit dem er sich auseinandersetzen möchte, mit dem er was anfangen kann. Sein gutes Recht. Ob ein Ein-Wort-Verdammungsurteil allerdings auch schon für Kompetenz spricht?

Diskutierenswert waren alle Aufführungen Kusejs, ohne Ausnahme, und das wird auch die „Tosca“ am Dienstag werden.

12. Januar 2022
17:19
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Chenier
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Das ist alles schon lange her, 2 Jahrzehnte, und das waren vielleicht seine Lehrjahre. Jetzt inszeniert er völlig anders, einfach unerträglich, für mich jedenfalls.

12. Januar 2022
15:56
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MRadema796
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20. Januar 2021
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Kusej: Ich erinnere mich im Moment an Giulio Cesare in Stuttgart 2003 ( http://www.omm.de/veranstaltun.....gitto.html ). Wegen des sehr altmodischen Dirigats Raymond Leppard habe ich allerdings ingesamt weniger guter Erinnerungen an den Abend.

Dann Don Giovanni bei Salzburger Festspielen mit Harnoncourt (2002).

Die von Chenier genannten Inszenierungen kenne ich alle nicht.

12. Januar 2022
15:56
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Lohengrin2
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20. Januar 2021
sp_UserOnlineSmall Online

Der Moderaor kann zwischen Provokation und Zurückweisung von Unverschämtheiten durchaus zu unterscheiden! Lassen Sie also Ihre permanenten Provokationen endlich sein und benehmen sich wie ein anständiges Forumsmitglied, posten zum Thema und diskutieren darüber.

12. Januar 2022
15:49
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Chenier
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28. Februar 2021
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MRadema796 sagt

Von Kusej habe ich einige spannende Aufführungen gesehen.

Was meinen Sie konkret? Verdis „Macbeth“ an der Bayrischen Staatsoper, wo im Kollektiv uriniert wird, geschmackloser Plastikmüll zur Dekoration gehört und eine Aneinanderreihung weiterer peinlicher Szenen im krassen Widerspruch zum Libretto nach Shakespeare steht? Oder den „Faust“, am Residenztheater, der an Lautstärke, vulgären Szenen, bluttriefenden Aktionen und sonstigen Provokationen kaum überbietbar war und an Goethe nur sehr entfernt erinnert. Er hat ihn Jahre später als sein eigenes Plagiat nach Wien exportiert, ein Einstandsgeschenk quasi. Den habe ich zwar nicht selbst gesehen, aber ein Freund hat das sehr plakativ geschildert. Oder vielleicht die Hermannsschlacht an der Burg mit ihren Geschmacklosigkeiten und Textänderungen? Ein Ringelspiel mit Nackten war ja noch halbwegs erträglich, wenngleich nicht interpretierbar, nur die Fadesse über mehr als 3 Stunden nicht. Unglaublich l a n g w e i l i g!

Das war übrigens das erste und letzte Stück an der Burg für mich. solange dieser Mensch dort das Sagen hat.

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