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Regietheater 2021, der nächste Schritt!|Seite 15|OnlineMerker|Forum|Online Merker

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Wir überprüfen nun die Möglichkeit eines Forums, bei dem man die Wortmeldung zuerst dem Moderator senden muss, der dann darüber entscheidet, ob der Beitrag den Forumsregeln entspricht und der nur selbst online stellen kann. Ob wir da fündig werden und uns das leisten können oder wollen, werden wir ohne jeden Zeitdruck entscheiden.

Aber das  widerspräche meiner Mentalität, denn das Freie Wort ist für mich ein hohes Gut. Schade dass es soweit kommen musste!

Ich bedanke mich bei den Diskutierern, die stets fair waren und unschuldig an der Einstellung sind. Mit den ganz wenigen "Verursachern" möchte ich aber keinen weiteren Kontakt haben und bitte dies zu respektieren. 

Mit Grüßen

Anton Cupak, Herausgeber Online-Merker

 

 

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Regietheater 2021, der nächste Schritt!
15. Januar 2022
16:41
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HansLick2 sagt
na sowas und ich dachte immer jacopo peri,  claudio monteverdi etc komponierten die von ihnen entwickelte neue musikalische form " oper" zur unterhaltung ihrer herrschaft zwischen florenz, cremona, mantua etc.

Aus genau diesem Grund ist es sinnvoll, Begrifflichkeiten vorab zu definieren.

Wenn ich "Oper" vollkommen losgelöst vom Theaterbegriff definiere, dann stimmt das freilich. 

15. Januar 2022
16:27
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das stimmt n. m. M. und Kenntnis exakt. Ich sprach von rd. 2000 Jahren früher: "Das Theater fand seinen Ursprung in den Dionysos-Kulten.  ... sondern vor allem auch Volksversammlungen, heilige Zeremonien, Musenspiele und in der späten Antike sogar sportliche Kämpfe abgehalten. Das in der griechischen Antike... In Athen ist das Theater seit dem Ende des 6. Jh. v. Chr. nachgewiesen"

15. Januar 2022
16:05
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na sowas und ich dachte immer jacopo peri,  claudio monteverdi etc komponierten die von ihnen entwickelte neue musikalische form " oper" zur unterhaltung ihrer herrschaft zwischen florenz, cremona, mantua etc.

15. Januar 2022
15:16
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bei den alten Griechen waren das zunächst sprirituelle Gesänge und Texte, aber rezepierend wie heute das "Vater unser"  also rückwärtsgewand auf Göttliches. Nie waren es damals zeitkritische Gegenwartsbetrachtungen. Das entwickelte sich dann auch zu aktuellen politischen Fragestellungen unter dem Denkmantel spritueller Versammlungen, war aber weit vor Beginn von Operkompositionen. Hatte den Charakter von Gottesdiensten.

15. Januar 2022
14:39
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alcindo sagt
der ursprung der oper ist nicht in der religion zu finden, glaube ich.

Das hängt in erster Linie davon ab, wie man Theater (und auch Religion) definiert. 

Die These, Theater habe seinen Ursprung in der Religion, ist jedenfalls nicht von der Hand zu weisen.

15. Januar 2022
12:57
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Das ist keine Gaubensfrage..........

15. Januar 2022
12:56
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gute mmeLohengrin2: der ursprung der oper ist nicht in der religion zu finden, glaube ich.

15. Januar 2022
12:04
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Theater und somit Oper sind religiösen Ursprungs...

15. Januar 2022
11:45
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ich fress einen Besen, wenn gerade die Urspünge jeder Kunst nicht im Unterhaltungsbedürftnis liegen - Glauben Sie ernsthaft, dass die Großen mit dem heeren Anspruch der Weltverbesserung angetreten sind?14 Es ging um ästhetsiche Kriterien, Schöngeistiges und intellektuell  Ansprechendes

15. Januar 2022
10:24
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Christine, Ihre Frage ist schnell beantwortet:

weil Kunstschaffen Erkenntnis mit ästhetischen Mitteln ist, über Mensch, Welt und Gott.

Unterhaltung im heutigen Sinne war und ist bestimmt nicht Intention der großen Kunstschaffenden.

Wenn Sie diese Erkenntnis durch Kunst nicht interessiert, d’accord. Ich verstehe nur nicht, warum Sie Ihr persönliches Unterhaltungsbedürfnis als Maxime für Kunstschaffen machen wollen.

15. Januar 2022
10:18
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Bei ORF 1 Radio erklärt jetzt live Martin Kusejs sein Tosca Konzept für's TaW.

15. Januar 2022
9:47
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Chenier sagt

Jetzt haben wir das Primat der Regie und je bedeutungsloser ein Regisseur ist, umso mehr muss er mit provokanten Umdeutungen trommeln.

  

Das sehe ich leider auch so wobei bedeutungslos natürlich ein subjektives Empfinden. Diese Regisseure werden ja oft von Medien und manchen Besuchergruppen besonders gefeiert. Ich habe noch nicht ergründen können warum den Regisseuren auch in der Oper, wo doch die musikalische Gestaltung im Vordergrund stehen sollte, so viele Bedeutung zukommt.

Die Chenier Inszenierung von 1960 habe ich altersbedingt nicht gesehen, meine Erinnerungen beginnen 21 Jahre später. Wäre ja interessant, ob sich die Inszenierung von 1960 grundlegend von jener 1981 unterschieden hat, ob das überhaupt jemand aufgefallen wäre. Bei den Sängern der beiden Premierenbesetzungen kann ich nur Corelli (aus einem Film) mit Domingo vergleichen und habe festgestellt, dass sie die Rolle etwas unterschiedlich gestalten aber beide ausgezeichnet waren.

Dalmont, wenn ich in die Oper oder ins Theater gehe, möchte ich etwas Schönes und mich Beeindruckendes erleben, möchte ich den Alltag hinter oder neben mir lassen. Das trifft auch auf traurige Stücke zu die schlecht ausgehen. Aber was habe ich davon wenn ich in die Rusalka gehe und im Wassermann einen Kinderschänder sehe oder in einer Fledermausaufführung beim Eisenstein denke, der treibts mit Balletttänzerinnen und das vermutlich gegen deren Willen. Cui bono? muss ich da fragen.

14. Januar 2022
23:37
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".....in der zeit zwischen 1870 und 1910 die regie entweder ueberhaupt nicht aufscheint  oder kleingedruckt mit "kostueme und ausstattung" erwaehnt wird."

Ja, alcindo, das ist bezeichnend für die damalige Prioritätenreihung.  Jetzt haben wir das Primat der Regie und je bedeutungsloser ein Regisseur ist, umso mehr muss er mit provokanten Umdeutungen trommeln.

14. Januar 2022
21:04
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caro Dalmont: Sie wollen doch nicht im ernst glauben, dass man in den letzten 20 jahren stimmen wie Tebaldi, Corelli und Bastianini in einem Andrea Chenier und alle die zusammen  in einer auffuehrung gehoert hat, und das ist mir und ,wie Sie so schoen meinen,  meinen freunden im geist wichtiger und wertvoller, als dass die revolutionaere in wien zu gut angezogen sind, und dass dies in London oder Muenchen viel mehr der revolutionszeit entspricht, wie mmeL. immer wieder betont. dazu muss ich sagen, dass ich in dieser zeit(in den 60ger jahren) meist nicht viel von den inszenierungen gesehen habe, weil ich studierte und auch arbeiten musste und keine zeit hatte mich fuer einen guten stehplatz anzustellen. ausserdem sind in einem theater wie die WStO ca 25 % der plaetze sichteingeschraenkt....nur gerade diese plaetze haben eine gute akustische position. wenn theater in dieser weise gebaut wurden, dann spricht das dafuer, dass die regie traditionell nicht so beachtet wurde, und auf vielen plakaten und programmzetteln der zeit zwischen 1870 und 1910 die regie entweder ueberhaupt nicht aufscheint  oder kleingedruckt mit "kostueme und ausstattung" erwaehnt wird. 

14. Januar 2022
19:48
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Wassermänner, Christine, verführen junge Mädchen mit Harfenklängen und locken sie in ihr Unterwasserreich. Und es wird Ihnen sicher nicht unbekannt sein, dass Dvorák, kurz vor Beginn der Arbeit an der „Rusalka“, eine symphonische Dichtung nach Karel J. Erben fertigstellte: „Vodník“, und da geht es darum, dass der Wassermann ein Mädchen zwingt, unter Wasser mit ihm zu leben, es schwängert (den Rest der grausigen Geschichte erspare ich Ihnen). Wie nennen Sie so jemanden? István Kertesz hat eine wunderbare Aufnahme dieser großartigen symphonischen Dichtungen – noch zwei weitere grausigen Märchen – gemacht.

 

Alcindo, niemand geht in „Andrea Chenier“ um Geschichtsunterricht zu nehmen. Das nenne ich eine – fast möchte ich sagen, bösartige - Unterstellung. Die Autoren dieser Oper sind jedoch in die Falle getappt, die sie sich ästhetisch selbst gestellt haben. Die Oper gehört zu den naturalistischen Werken des ausgehenden 19. Jahrhunderts und sie versuchten, die melodramatische Handlung durch allerlei Details realistischer zu machen. Das lässt sich klarerweise realistisch auf der Bühne nicht darstellen, ohne lächerlich zu werden. Dass unsereins am Schluss der Oper eher an Jacques-Louis Davids Bild-Studie „Marie Antoinette auf dem Weg zur Hinrichtung“ denkt, als an das Staatsopernaufführungsende, werden Sie und Ihre Freunde im Geiste nicht verstehen (wollen). Was diese lakonische Studie mit ihren paar Strichen an Inhalt bietet, ist hundertmal mehr, als aller Chenier-4.Akt-Bühnenplunder je liefern kann. Und was den Geschichtsunterricht anlangt, mit Verlaub: Jeder Maturant (oder Hobbyhistoriker) sollte mehr historisches Wissen über die Französische Revolution in die Aufführung mitbringen, als die Oper an Historischem bietet. Dass Sie von Aufführungen aus den 50ern und 60ern schwärmen, schön für Sie, unsereins ist nachgeboren; dass Sie die praktikablen (???) Inszenierungen dieser Jahre schätzen, geschenkt. Aber konstruieren Sie doch nicht daraus einen ästhetischen kategorischen Imperativ. 

Woraus leiten Sie übrigens die Überzeugung ab, dass unsereins nicht ebenso in die Oper geht, um die emotionalen Wahrheiten der Opernpartituren zu erleben, dargeboten von Kräften, die diese auch mit ihren Stimmen erfahrbar machen können? Aus Ihren Vorurteilen vielleicht?

 

Christine, was im Kopf von Johann Strauß und Richard Genée, der ja nicht nur den Text mitschrieb, sondern auch an der musikalischen Gestalt wesentlichen Anteil hatte, vorging, weiß niemand. Geblieben sind die originalen (nicht die von Schenk/Weiser zurecht gemachten) Texte zu den Ballettratten. Ein Regisseur, der den Namen verdient, wird sich jedenfalls historisch informieren, was Wiener Gutsituierte mit jungen Ballettmädchen aufführten und sich fragen, warum die beiden Herren in der Operette so außer Rand und Band geraten, wenn sie an diese Kinder denken. Dass da keine Sympathieträger herauskommen, liegt auf der Hand. Ich wiederhole mich: Man muss nur die Textworte ernst nehmen und auf ihre Bedeutung hin abklopfen. Dass sich soignierte Herren junger Ballettmädchen bedienten und ihnen damit den Weg in die Prostitution und ins Elend eröffneten, war in den Kreisen, die die „Fledermaus“ abbildet, akzeptierte gesellschaftliche Praxis. Wenn Sie mit der Maxime das Auslangen finden können: „Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist…“ Gratulation!

14. Januar 2022
19:22
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sag an HansLick, an was kannst Du Dich erinnern, an die stimme der Tebaldi, vom Corelli und Bastianini oder an die regie vom Hager?

14. Januar 2022
18:20
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@ 185 alcindo ich denke "wir" haben die Chenier lektion im juni 1960 in wien bekommen? Tebaldi, Corelli, Bastianini wir teenager haben uns mit der DECCA aufnahme vorbereitet. mir war die oper damals neu, wie den meisten am stehplatz.

und im september folgte die nächste serie mit Stella, Bergonzi, Bastianini.

und dazu die praktikable Paul Hager inszenierung. 

14. Januar 2022
18:04
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cher chenier, noch dazu sind historische fakten in einigen opern nicht richtig zitiert oder verfaelscht,  wie schon einige male gesagt: fuer mich ist oper unterhaltung im besten sinne, aber nicht dazu da mein politisches weltbild zu formen... und wenn ich in den Andrea Chenier gehe, ist es mir um vieles wichtiger ob der tenor im stile Corelli singt oder immer wieder falsettiert oder markiert und ob die sopranistin die arie durchsingt oder vor dem hohen h 2 takte auslaesst.....ob die kostueme mehr oder weniger revolutionsentsprechend sind faellt fuer mich wenig ins gewicht

mit gruss alcindo

14. Januar 2022
17:46
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alcindo sagt
liebe Christine, es gibt halt leute, die in die oper gehen um schoene stimmen und grosse musik zu hoeren, die gehen izu Andre Chenier um Franco Corelli oder der JK als Chenier,  Ettore Bastianini oder Luca Salsi  als Gerard, die Tebaldi oder Netrebko als Maddalena zu hoeren, und dann gibt es wieder andere, die in Andre Chenier gehen um etwas ueber die franzoesische revoution zu lernen.....Sie und auch ich gehoeren zu den ersteren, Gottseidank....

  

Genau, alcindo, die Oper ist ebenso wenig ein Geschichtsseminar wie die Theaterbühne oder Hollywood. Ich als Hobbyhistoriker hole mir die geschichtlichen Informationen jedenfalls woanders.

14. Januar 2022
16:09
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Legen Sie erst mal die Unart von alcindo ab, ehe ich Ihnen zur Sache antworte.

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