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Regietheater 2021, der nächste Schritt!|Seite 13|OnlineMerker|Forum|Online Merker

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Wir überprüfen nun die Möglichkeit eines Forums, bei dem man die Wortmeldung zuerst dem Moderator senden muss, der dann darüber entscheidet, ob der Beitrag den Forumsregeln entspricht und der nur selbst online stellen kann. Ob wir da fündig werden und uns das leisten können oder wollen, werden wir ohne jeden Zeitdruck entscheiden.

Aber das  widerspräche meiner Mentalität, denn das Freie Wort ist für mich ein hohes Gut. Schade dass es soweit kommen musste!

Ich bedanke mich bei den Diskutierern, die stets fair waren und unschuldig an der Einstellung sind. Mit den ganz wenigen "Verursachern" möchte ich aber keinen weiteren Kontakt haben und bitte dies zu respektieren. 

Mit Grüßen

Anton Cupak, Herausgeber Online-Merker

 

 

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Regietheater 2021, der nächste Schritt!
18. Januar 2022
16:44
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Danke für die "Bestätigung" Chenier - ich will und werde diese Frau nie mehr auf einer Opernbühne sehen. Sie passt eh woanders wohl besser hin... aber dorthin geh ich auch sicher nicht!

18. Januar 2022
16:30
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Michael Tanzler sagt
Hab mir jetzt den Beitrag von gestern Abend angesehen...  hat mit "Tosca" nichts zu tun!  Opolais - für mich immer schon überschätzt - ist für mich auch ab sofort "gestorben". Sie sagt da im Interview: Das Wichtigste für mich ist das Agieren, die Musik und das Singen helfen mir dabei in die richtige Stimmung zu kommen   ( jetzt nicht ganz wörtlich zitiert)    - Danke, das genügt. Das nuttenhafte Auftreten und Gebärden bereitet ihr offenbar großen Spaß....   Und der eingebildete Ungustl-Kärntner traut sich von "Respekt" gegenüber Komponisten reden, aber im gleichen Atemzug zu sagen, die Opern gehören radikal umgemodelt.

Über solches Zeug ärger ich mich nicht mehr .. das ist unterirdisch... 

Heute in einem Kurier-Interview lobt sie den Regisseur in höchsten Tönen und meint, sinngemäß wäre das ihre szenisch überzeugendste Tosca überhaupt. "Die Rolle hat sich noch nie so gut und so richtig angefühlt" und weiters "Ich habe von MK soviel über diese Figur gelernt".

Diesem inhaltsleeren und realitätsfernem Gestammel braucht man nichts mehr hinzuzufügen.

18. Januar 2022
16:11
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in der partitur der Tosca sind alle schauplaetze leitlinien der regie ziemich genau beschrieben und verzeichnet, auch steht unter der aufzaehlung der handelnden personen: ROMA , GIUGNO 1800...da war ja die schlacht von Marengo, die in dieser oper eine rolle spielt.........bin schon gespannt, was dem herrn Kusei dazu einfallen wird, wie gesagt : ROMA GIUGNO 1800

18. Januar 2022
15:40
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seltsamerweise klingt es  im ersten akt ziemlich nach kirche....da wird sich Puccini wohl geirrt haben

18. Januar 2022
15:14
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Kusej selbst sagte in dem Radiointerview, dass man eine Tosca in dem Setting nicht erwarte... Es gibt also keine Kirche und keine Engelsburg. Anscheinend eine Art Frostlandschaft.

18. Januar 2022
13:02
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Hab mir jetzt den Beitrag von gestern Abend angesehen...  hat mit "Tosca" nichts zu tun!  Opolais - für mich immer schon überschätzt - ist für mich auch ab sofort "gestorben". Sie sagt da im Interview: Das Wichtigste für mich ist das Agieren, die Musik und das Singen helfen mir dabei in die richtige Stimmung zu kommen   ( jetzt nicht ganz wörtlich zitiert)    - Danke, das genügt. Das nuttenhafte Auftreten und Gebärden bereitet ihr offenbar großen Spaß....   Und der eingebildete Ungustl-Kärntner traut sich von "Respekt" gegenüber Komponisten reden, aber im gleichen Atemzug zu sagen, die Opern gehören radikal umgemodelt.

Über solches Zeug ärger ich mich nicht mehr .. das ist unterirdisch...

18. Januar 2022
12:50
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Hier könnte etwas aus der Tosca zu sehen sein, das der ORF aber nur in Österreich durchschaltet: https://tvthek.orf.at/topic/Ku.....a/15081625 (also nicht zu mir). Das Interview mit dem Regisseur auf Ö1 lässt keinen Zweifel daran, dass er sie gegen den Strich bürstet. Weitere Attributierungen würde ich erst vornehmen, wenn ich etwas gesehen habe.

18. Januar 2022
11:57
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Gestern gab es Ausschnitte von der Neuinszenierung in ORF 2 und ein Interview mit Kusej. Das dürfte ein Paradebeispiel für Regietheater werden und ein Wichtigmachen des Regisseurs.

18. Januar 2022
11:24
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na dann rate ich Allen hier die neue Tosca im TaW abzuwarten, die wenigstens um GIS Gebühr bei ORF III ausgestrahlt wird.

Vorweg Wortlau in einer Wiener Tagespublikation heute: .... heißt die neue Tosca, wenn Burgtheater Direktor Martin Kusej im Theater an der Wien Puccinis Klassiker - wohl grandios - gegen den Strich bürstet.

18. Januar 2022
10:57
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Toscanini sagt
Lieber alcindo, wenn Sie mir den Hinweis erlauben: Es gab und gibt auch Regie(theater), die/das politisch gesehen eher aus der nicht-linken Ecke kam und kommt. Etwa früher Rudolf Noelte und Franco Zeffirelli oder heute Alvis Hermanis. Und es gibt natürlich Regieleute, deren Arbeiten eher fern von politisch-ideologischer Akzentuierung sind und vor allem auf das Visuelle abzielen, etwa früher Jean-Pierre Ponnelle oder Dieter Dorn oder heute Robert Wilson, Achim Freyer, Marelli, McVicar. 

Ist schon richtig, dass es auch unpolitische Regie gibt, aber das hat semantisch nichts mit dem zu tun, was  unter "modernem Regietheater" verstanden wird Die Arbeiten von Noelte oder gar Zeffirelli als MRT zu bezeichnen ist mehr als abenteuerlich.

Die Marke MRT hat ein ganz spezielles Alleinstellungsmerkmal und muss auch nicht immer politisch sein. Es genügt als CI Herabwürdigung von Werk und Publikum und Respektlosigkeit durch Lächerlichkeit, etwa Konwitschnys "Attila" im TaW oder "Don Carlo" (Stichwort Spießerszene) an der WSO. 

18. Januar 2022
1:30
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Die Nazis haben die Operetten und den Unterhaltungsfilm zu dem Zweck der Ablenkung von Krieg und Greueltaten benutzt, alles nur um das "Volk" bei der Stange zu halten und ihre Macht abzusichern und um ja keine Unzufriedenheit aufkommen zu lassen.

Die Vertreibung und  Ermordung der Juden aus Kultur, Kunst, Wissenschaft etc.. war ein riesiger Verlust für Österreich, dazu auch furchtbare persönliche Tragödien.

Diese Menschen waren oft viel mehr patriotische Österreicher als die welche diese Verbrecher beim Einmarsch bejubelt haben.

17. Januar 2022
21:01
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Grundsätzlich: Bei dem Thema Vernichtung der Juden und ihrer Kultur verbieten sich Humor und Ironie von selbst.

 

Der bisher letzte Versuch in Europa, gegen die angeblich böse Unterhaltung loszugehen und möglichst "hehre" und "wichtige" Kunst zu schaffen, fand durch die Nazis statt, so stand es im Beitrag 217. Und das stimmt so nicht.

Die Operettenproduktion war schon Ende der 20er Jahre durch Tonfilm und Revuefilm bedroht. Die Nationalsozialisten verfolgten sofort nach der Machtübernahme in Deutschland alle jüdischen Mitwirkenden an der Operette, begannen mit dem Zu-Tode-hetzen und dem Verbot fast aller Werke, die von Juden geschrieben wurden und versetzten so der silbernen Operette den Todesstoß. Mit Clivia, Die ungarische Hochzeit, Maske in Blau, Saison in Salzburg, Hochzeitsnacht im Paradies, wurden nach wie vor erfolgreiche Stücke geschrieben, in denen keine Nazi-Ideologie und Nazi-Propaganda verbreitet wurde.

Ebenso wie in den hunderten Unterhaltungsfilmen (angeblich 50% der Filmproduktion: Operetten, Revuen, Heimatfilme, Schwänke...), die frei von Naziideologie waren. Nur ein paar Titel aus den Jahren 38/39, an denen sich auch heute noch viele über das Fernsehen erfreuen: 13 Stühle, Kleines Bezirksgericht, Der Edelweißkönig, Es leuchten die Sterne, Es war eine rauschende Ballnacht, Unsterblicher Walzer, Anton der Letzte, Opernball…. In dieser schrecklichen Zeit war unpolitische Unterhaltung präsenter denn je. Warum wohl?

17. Januar 2022
17:36
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Lieber alcindo, wenn Sie mir den Hinweis erlauben: Es gab und gibt auch Regie(theater), die/das politisch gesehen eher aus der nicht-linken Ecke kam und kommt. Etwa früher Rudolf Noelte und Franco Zeffirelli oder heute Alvis Hermanis. Und es gibt natürlich Regieleute, deren Arbeiten eher fern von politisch-ideologischer Akzentuierung sind und vor allem auf das Visuelle abzielen, etwa früher Jean-Pierre Ponnelle oder Dieter Dorn oder heute Robert Wilson, Achim Freyer, Marelli, McVicar. Weil hier ja schon oft von der Wiener Tosca und ihrer Regisseurin Wallmann die Rede war: Die war ja nach ihrer Vertreibung durch die Nazis aus Wien, wo sie bis 1938 an der Staatsoper Ballettmeisterin war, eine Emigrantin, dennoch waren/sind ihren späteren Arbeiten in Wien, Mailand, Paris usw. keine politischen Anspielungen zu entnehmen, soviel ich weiß. Ähnliches würde ich für Schenk konstatieren, der immer völlig unideologisch die Menschen und deren Schicksale, Nöte und Freuden ins Zentrum seiner Arbeiten rückte. Es gehen eben alle Künstler unter unterschiedlichen Voraussetzungen ihren jeweiligen Weg - und genau das ist schön, demokratisch und antitotalitär.

17. Januar 2022
16:00
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zu Mradema: die aussage des RT richtet sich vor allem gegen westliche und rechtsorientierte politik. dabei gaebe es auch genug stoff aus dem linken lager.....

17. Januar 2022
15:21
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Chenier sagt
Gibt es da nicht heute Parallelen im RT, es sollen ebenfalls Ideologien vermittelt werden. Ist auch ein ideologisches Werte-Diktat, gesteuert als euphemistisches bzw. dysphemistisches Manipulationsinstrument.

Nein es gibt keine Parallelen. Die Nazis haben die Kultur gleichgeschaltet und Abweichler, deren sie habhaft wurden, vernichtet. Heute richten sich die Ausssagen des Regietheaters in vielen Fällen gegen die Politik, ohne dass die Verantwortlichen vernichtet werden. In Russland sieht das vielleicht etwas anders aus (Stichwort Serebrennikov, der verhaftet wurde und allerdings jüngst wieder frei zu sein scheint, da er in Hamburg gesichtet wurde).

17. Januar 2022
14:56
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"Mit der Kulturpolitik der Nazis verhielt es sich so, wie von mir geschildert. Unterhaltung per se galt nichts, alles Kulturelle in allen Sparten musste ideologisch aufgeladen, unterfüttert und gesteuert werden." 

Gibt es da nicht heute Parallelen im RT, es sollen ebenfalls Ideologien vermittelt werden. Ist auch ein ideologisches Werte-Diktat, gesteuert als euphemistisches bzw. dysphemistisches Manipulationsinstrument.

17. Januar 2022
14:49
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Dank an Toni  - übrigens Gratulation, so einen lang(lebig)en Thread begründet zu haben - und alcindo - ja, der Humor hat es nicht immer einfach - für die Anmerkungen.

Mit der Kulturpolitik der Nazis verhielt es sich so, wie von mir geschildert. Unterhaltung per se galt nichts, alles Kulturelle in allen Sparten musste ideologisch aufgeladen, unterfüttert und gesteuert werden. Es gab keine unpolitische, unideologische, propagandafreie Unterhaltungskultur mehr, und die Liebe zu Kunst und Künstlern endete bei den Rassegesetzen (wenngleich es einzelne Ausnahmen gab, weil die aus irgendwelchen Gründen in Kauf genommen wurden, siehe z. B. Libretti von Da Ponte oder Hofmannsthal, Musik von Johann Strauss).  Mit den Karrieren von Schreker, Zemlinsky, Schönberg und etlicher anderer war es vorbei, Korngold stieg in Hollywood zum Giganten der Filmmusik auf, war aber für die europäische Oper verloren. Künstlerische Verdienste und Erfolge zählten plötzlich nichts mehr, es ging nur noch um Politik, Ideologie und Rassenwahn.

Und genau das ist der Unterschied zwischen Demokratie und Totalitarismus: Letzterer will alles, auch die Kultur, durchdringen und mit seinen Inhalten, Themen, Zielen aufladen. Die Demokratie dagegen erlaubt uns alle Zugänge und gestattet allen Künstlern, so zu arbeiten, wie sie es wollen (ob sie damit erfolgreich sind, ist eine andere Frage). Und auch das Publikum kann Kunst so genießen, wie es das individuell tun möchte. Oberlehrer und Besserwisser, die anderen befehlen wollen, was sie zu denken und wie sie etwas zu tun haben oder verstehen sollen, werden erfreulicherweise nicht mehr benötigt.

Nachsatz: Kulturpolitische Maßnahmen, die in das Leben und die Entscheidungsfreiheit von Künstlern und Publikum eingreifen, gibt und gab es natürlich auch andernorts, siehe Sowjetunion und Schostakowitsch, McCarthy und verbotene Autoren usw. Weil das ein österreichisches Forum ist und die letzte Diktatur auf österreichischem Boden eine nationalsozialistische war, die 1945 endete, bezog ich mich auf eben diese, was hoffentlich logisch erscheint. Ansonsten ist für mich hierorts diesbezüglich alles gesagt, ich wollte ursprünglich nicht aus dem Regietheater-Thema ausscheren, sondern lediglich ein paar Hinweise zu Kunst, Ästhetik und Rezeption beisteuern, die mir am Herzen liegen.

17. Januar 2022
12:49
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liebe Toni: leider muss ich immer wieder feststellen, dass es hier in diesem forum an humor fehlt

17. Januar 2022
12:30
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Nichts anderes hat Meiner Meinung nach Toscanini  gemeint, als dass die Nazis insofern recht hatten als die Operettenlibretisten und Komponisten vielfach jüdische Mitbürger waren. Großartige Künstler.

Toscanini wollte ganz sicher nicht den Nazivverbrechern recht geben diese Menschen zu vetreiben und ermorden. Das dürfte mißverstanden worden sein!

17. Januar 2022
12:24
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was Toscanini bei 217 schreibt erlaubt verschiedene auslegung ....war da nicht vielleicht  ein bisschen ironie dabei?

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