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Prochazka/ Butterfly | OnlineMerker | Forum

 

 

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Prochazka/ Butterfly
13. September 2020
12:26
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Chenier
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Forumsbeiträge: 830
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28. Februar 2018
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Senile Bettflucht, dalmont?

13. September 2020
12:15
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alcindo
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Forumsbeiträge: 543
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27. Februar 2018
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caro dalmont: ich glaube nicht dass unsere blickwinkel so verschieden sind, bei der besagten Butterfly merke ich, dass auch Ihnen diese aesthetik und optik nicht behagt, fuer mich schaut es ziemlich nach einer Broadwayprodiktion aud, da habe ich eine abstrakte interpretation um einiges lieber, aber bitte keine in den Vietnam= oder Koreakrieg transponierte...

die partitur von 1907 drueckt sicher den willen von Puccini treffender aus als ein klavierauszug von 1965...der komponist war ja schon lange tot und konnte nichts mehr einwenden. diesen klavierauszug kenne ich nicht. warum wohl sind die sipario hinweise im gegensatz zu anderen hinweisen gross geschrieben? seltsamerweise sage ich auch immer instinktiv Linkerton, also muss das in meiner studienzeit gelaeufig gewesen sein...klingt auch ein bisschen besser. genau wie das F.B, das jetzt auf dem programmzettel zum B.F. geworden ist.

mit gruss alcindo, der das "hochnaesig" ueberlesen hat....forse la mme??

13. September 2020
4:52
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dalmont
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Forumsbeiträge: 224
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28. Januar 2019
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Alcindo, jetzt hamma den Salat. Wir, die wir so fundamental unterschiedlicher Ansicht über Sinn und Zweck musikalischen Theaters sind, werden jetzt in einer imaginären Separatvorstellung zusammengespannt.

Ich schwöre bei Neuschwanstein , keinen Hut mit Diamantagraffe zu besitzen, auch kein Linderhofsches Tischchen-Deck-Dich und keine Venusgrotte, lasse keine Dienerschaft exquisites Geschirr, Küchengerät und Fressalien in ein Königshaus auf den Schachen tragen, gebe aber zu, dass ich bei meinen letzten Vorcoronastaatsopern- und Musikvereinsbesuchen oft von Separatvorstellungen geträumt habe, weil einfach das ständige sms und whatsapp Kontrollieren nebst anderen Ungezogenheit meiner Sitznachbarschaft ein unerträgliches Ausmaß angenommen hat.(Im Konzerthaus war das nie der Fall!)

Dass zu den Dalmont zugedachten Epitheta (von gemeingefährlich abwärts) das hochnäsig gekommen ist, amüsiert mich doch sehr. (O sole mio ist wohl das Schnadahipfl all’italiana par excellence)

Warum ich poste: Ich habe Ihnen Alcindor die Daten zu Ihrer Frage bezüglich des Notenmaterials nicht genannt: Es beruht auf der Revision von Michelangelo Abbado, des Vaters meines so verehrten „maestro di silenzio“, ist ein vom Münchner Ricordi hergestellter Klavierauszug mit Instrumentationshinweisen von 1965, deutsch-italienisch mit Linkerton in der Übersetzung.

 

PS: Dass das Posting so früh am Tag erfolgt, hat natürlich nichts damit zu tun, dass ich die Nachtaktivität des seltsamlichen „Kini“ mit so rührender Präsenz im heutigen  Bayern, übernommen hätte.

PSS: Meiner Einschätzung nach gibt es an "Madame Butterfly" wenig zu merkern, aber man könnte natürlich sehr viel über die Ästhetik der Aufführung diskutieren, die, zwar in der Bildsprache zeitgemäßer, aber in der Grundhaltung kaum weniger konventionell als die alte Gielen (?)-Inszenierung ist. Also: jedem, der darüber diskutieren will, ist zu helfen. 

12. September 2020
11:37
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Wolfram
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Forumsbeiträge: 12
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21. Juli 2020
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Wie unterschiedlich Stimmen wahrgenommen werden können,  kann man im Butterflybericht.

von Herrn Schmid feststellen.

Er charakterisiert Grigorians Stimme mit den Worten, " voll von edler Süße", während alle anderen

doch eine gewisse Schärfe feststellten.

 

Dann schreibt er, dass zu Puccinis Zeiten vor allem dramatische Soprane die Butterfly gesungen hätten.

Aber im Forum ergab die Diskussion, dass es 1. damals keine strikte Facheinteilung gab,

und es 2. eher meist leichtere Soprane waren, die auch das Koloraturfach bewältigen konnten.

 

Interessant wäre, die Namen der Sängerinnen, die Schmid zu den dramatischen zählt, zu erfahren.

11. September 2020
10:50
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Chenier
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Forumsbeiträge: 830
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28. Februar 2018
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Alles gut, und wer diesen Aufführungsblock nicht goutiert, dem ist wahrlich nicht zu helfen.

Hervorragendes Dirigat, Jordan hat alle Klangfarben Puccinis perfekt ausgelotet und aus der Partitur den gelegentlichen Kitsch genommen, manchmal von der Lautstärke her etwas überzogen. Dass Grigorian die Rolle perfekt beherrscht und auch schön singt, wusste man, aber d i e positive Überraschung war der für mich bis dahin völlig unbekannte Di Tommaso als Pinkerton, auch wenn ihm zur Perfektion noch einiges fehlt. Alle anderen waren unauffällig im positiven Sinn und das reicht für Nebenrollen.

Und eine wirklich ästhetische und authentische Inszenierung, die einfach schöne Bilder liefert und in der man merkt, dass der Regisseur vom Film kommt.

11. September 2020
8:13
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Lohengrin2
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28. Februar 2018
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Vor Klöstern, am Linzer Domplatz, am Königsplatz, auf der Waldbühne, vor Schönbrunn ecc.

Dort treffen sie das beste Orchester der Welt, all die gerühmten Dirigenten, Domingo, Pavarotti, Gheorghiu, Florez und all die hochgelobten Alten, die nicht nur Schnadahüpf, sondern auch O sole mio und (das von mir von Wunderlich gesungen so geliebte) Granada. Und bitte den alljährlichen Neujahrsschinken aus dem Musikverein nicht zu vergessen; SängerInnen hatten dort allerdings nur ein kurzes Gastspiel, dafür sind die Schnadahüpfl verlässlich immer da. Dass dort die Vortstadtmusik des 19. Jahrhunderts überhaupt gespielt werden darf?!

Das Genre Musikfilm gibts nicht mehr, sonst würde das schlechte Beispiel von Joseph Schmidt und Mario Lanza auch noch imitiert. Auch Musikshows sind out; Rothenberger, Schock und Kollegen wären heute arbeitslos. Zum Glück gibts noch die Last Night of the Proms.

Weniger Hochnäsigkeit tuts auch, dalmont.....

Wenn die Klassikwelt nicht zu den Leuen kommt, sitzen in Kürze dalmont und alcindo - coronagerecht - alleine in Oper und Konzertsaal, höchstens der Kini leistet ihnen Gesellschaft.

11. September 2020
4:00
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alcindo
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Forumsbeiträge: 543
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27. Februar 2018
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buona sera, dalmont auch ich sag immer wieder Linkerton, in unserer jugend muss das so geheissen haben....in der partitur steht trotzdem immer F.B. Pinkerton, nur Sharpless sagt einmal Benjamin Franklin Pinkerton;  am programmzettel wurde er jetzt glaube ich auch zum BF Pinkerton...warum? apropos "addio fiorito asil" da sollte die mrs Pinkerton nicht auf der buehne sein und zuhoeren...uebrigens hat die Grigorian beim pfingstrosenduett das B pp und bei dormi amor mio pp und morrendo gesungen?

11. September 2020
2:45
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dalmont
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28. Januar 2019
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Alcindo, ich komme aus der „Madame Butterfly“, sehr von der Qualität angetan, es war sehr viel eindrucksvoller (no na net...) als im Fernsehen, und das, was ich nach der Übertragung moniert habe – dass das Drama der jungen Japanerin in den schönen Bildern untergegangen sei – kontte ich live nicht mehr feststellen.

Hinweis an Christine in diesem thread: wenn Sie die Möglichkeit haben, versuchen Sie eine Vorstellung zu besuchen. Ich kann mir vorstellen, dass Sie mir recht geben würden.

Es gab natürlich auch Dinge, die ich auf der Merkertafel ankreiden könnte, aber das ist im Gesamten vernachlässigenswert. Es war sehr sehr eindrucksvoll, und es ist ganz komisch und ich kenne den Grund nicht: Wenn nach der Generalpause „Un bel dí vedremo...“ einsetzt, muss ich sehr aufpassen, nicht wie der alte Kaiser Wilhelm I. zu reagieren.

Meine letzte „Madame Butterfly“ an der Staatsoper war die Luisa Bosabalian, also das ist sehr lange her. Ich mochte die Oper nicht sehr, heute hab ich auch ergründet warum: Es ist der Pinkerton (weiß eigentlich jemand, warum er in meiner Jugend Linkerton hieß?). Er ist ein Kotzbrocken, aber Puccini hat ihn nicht als solchen komponiert (vielleicht – Küchenpsychologie – weil er selbst ein solcher war?).

Puccini zitiert jedoch ein paar Mal die amerikanische Hymne, und da wird er mir – Trump sei Dank – ganz besonders widerlich, vor allem weil ich da die deployable Epstein-Figur nicht mehr aus dem Kopf kriegen kann.

Ich weiß, dass Pinkerton kein Epstein ist, aber etwas in der Grundeinstellung einem aus einer fremden Kultur kommenden ganz jungen Mädchen gegenüber, das verschachert und benützt wird , ist wohl da. Das larmoyante „Addio fiorito asil“, das Puccini ich glaube für Brescia nachkomponiert hat, passt gar nicht. Aber welcher Tenor würde diese „Wurzn“ dann singen wollen, striche man diesen Schlager?

Sie merken vielleicht, Alcindo, dass ich auch die Oper nicht aus meiner Wahrnehmung von Mensch und Welt und meinem hic et nunc ablösen kann.

Ich will natürlich Menschen überzeugen, dass Kunst mehr ist als das, was man Unterhaltung nennt. Es gelingt mir selten, aber junge Menschen müssen für sich entdecken, ob ihnen Oper noch was sagt. Und das können sie nur dann, - Roscic hat Recht – , wenn sie einmal in das Haus hineingehen

Wir, Alcindo – wiewohl ich glaube, dass ich etwas jünger bin als Sie – haben noch einen Hauch vom Geist des Fin-de-Siècle mitbekommen, auch gesellschaftlich gesehen. Ich mit Sicherheit.

Aber es geht in allem darum aus der Analyse der Gegenwart Zukunft zu gestalten. Das Vergangene ist präsent, für den der es erlebt hat oder sich damit beschäftigt.

Ich persönlich habe mich vor kurzen unbändig gefreut, als ich den Namen Hans Krotthammer im Forum gelesen habe, ich habe mich über Sonja Draksler gefreut. Beide sind Teil meiner persönlichen Erinnerung.

Bei meinen Schreibereien denke ich allerdings auch immer, was der mittlerweile verschwundene Gurnemanz daraus entnehmen könnte, der einzige Twen im Forum. Alcindo, er und Menschen seines Alters, werden die Fackel weiter tragen müssen, sonst ist das, wovon ich überzeugt bin, dass es den Menschen viel geben kann, bald verloren.

Wir beide – Sie erlauben die Formulierung – würden dann, wenn wir das von uns Erlebte zu einem kategorischen Imperativ erhöben, nur dafür sorgen, dass, wie in Raimunds „Unheilbringender Krone“ die Genien die Fackeln zu einem Aus senken.

Ein Raimund Vergleich hat mir übrigens eine verbale Psychiatrieeinweisung Chéniers eingebracht. Das will ich nicht nochmals riskieren, und deshalb Schluss für heute.

 

PS: Noch etwas zum von Lohengrin2 kommentierten Satz: Netrebko, Garanca und Kaufmann sind die Kräfte, die auch in den Seitenblickespalten auftauchen und gerne Schnadahüpfeln singen. Vor Klöstern, am Linzer Domplatz, am Königsplatz, auf der Waldbühne, vor Schönbrunn ecc. Sie haben große Qualitäten, und ein Marketing, das alle anderen von Ihnen zitierten Kräfte, die ich alle sehr schätze, nicht haben. Besonders Harteros schätze ich, allerdings hat sie noch nicht „Mei Muatterl war a Weanerin“ oder „Ein Schiff wird kommen ... „ im Dirndl gesungen.

11. September 2020
0:11
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alcindo
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27. Februar 2018
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caro dalmont: es freut mich auf jeden fall, dass Sie Bjoerling schaetzen, leider habe ich ihn natuerlich live nicht hoeren koennen...er wird aber fuer mich das mass der beurteilung fuer einen tenor bleiben. leider werden viele saenger meiner jugend immer mehr vergessen, darum erwaehne ich sie immer wieder, auch wenn das hier einigen widerspruch ausloest.

Leonie Rysanek hat immer polarisiert, vor allem in Wien: am anfang publikumsliebling, nach dem bruch mit Karajan von den Karajanfans argwoehnisch behandelt, mich hat sie ueberwaeltigt, als ich sie als Senta und Desdemona gehoert habe. viele lieben sie heiss, andere lehnen sie ab. was aber unbestritten bleiben sollte, ist, dass sie die bedeutendste Oesterreichische, vor allem Wiener saengerin war und ist.

privatim koennten Sie mit mir viel ueber alte zeiten, auch aus der VO reden...tun Sie es doch, hier wird sowieso in letzter zeit wenig geschrieben, uebrigens ich war nie in Maehrisch-Ostrau auch nicht in Teplitz-Schoenau..... Sonja Draksler habe ich schon mehrmals erwaehnt, weil ich mich immer geaergert habe, dass an der Staatsoper ihr fach mit damen besetzt war, die weit unter ihrem niveau waren, nur Lilowa hatte ein timbre wie sie. ich habe auch nicht den eindruck, dass dieses forum von besonders vielen jungen fans besucht wird.

Karrieren wie die von Nilsson und Rysanek wird es so bald nicht wieder geben, weil da auch eine grosse disziplin da war, keine der beiden damen hat auch in den letzten jahren "gewackelt"...heute ist das wackeln fast die norm. und die Nilsson muss ja die strapazfaehigsten stimmbaender gehabt haben.

auch wir waren jung und haben in die oper gefunden, es war und sollte nicht notwendig sein in die oper showelemente zu bringen um junge leute anzusprechen. ich persoenlich will dem saenger unabgelenkt zuhoeren....

ich frage mich, welche partitur oder klavierauszug Sie von der Butterfly haben, in der Ricordiparitur von 1904, genauso wie in der von 1907 stehen einige bemerkungen und anweisungen, die fast alle in kleiner schrift geschrieben sind, aber im 1.akt 9 takte vor ziffer 3 steht in grossbuchstaben SI ALZA IL SIPARIO,  7 takte vor ende des summchores steht CALA LENTAMENTE IL SIPARIO, und dann im vorspiel zum 2.teil steht 13 takte vor ziffer 5 S'ALZA IL SIPARIO.. auch die alba wird von Puccini eingeteilt und graduiert...er wird ja wohl der sein, der das am besten aus der musik heraus versteht, denke ich, und wenn er grossbuchstaben dafuer verwendet, wird ihm das vielleicht wichtig gewesen sein.

trotz aller unserer gelegentlichen meinungsverschiedenheiten sende ich Ihnen migliori saluti

10. September 2020
13:08
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alcindo
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27. Februar 2018
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caro dalmont, fast alles was aus Ihrer feder kommt ist diskussionswuerdig, nur bin ich zur zeit mit anderen problemen beschaeftigt, die mich etwas ablenken. das problem ist, aus welchem winkel wir die oper betrachten, und das ist halt nicht bei allen der gleiche, ist aber fuer mich ganz in ordnung, dass nicht jeder wie ich denkt.... fuer mich ist halt immer der saenger mit seiner musik im vordergrund, die weltanschaulichen aspekte sind mir in der oper ferne, ich will mich auch von keiner oper und vor allem von keiner regie erziehen lassen. oper zumindest bis Puccini und R Strauss wird fuer mich immer gehobene unterhaltung im besten sinne bleiben. und  wenn dann in einer weise inszeniert wird, dass das gesungene wort fragwuerdig wird, stellen sich halt bei mir stacheln auf. wenn opern schon minuten vorher beginnen frage ich mich ob das dem komponisten recht waere, oder ob er und sein werk hier von einem regisseur benuetzt werden um sich zu profilieren und in gewissem sinne eine bearbeitung zu bieten. deshalb finde ich auch die choreografierung von ouverturen und vorspielen fragwuerdig..... sono retrogrado, lo so.....

fortsetzung folgt

10. September 2020
12:33
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Lohengrin2
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Wirkliche Weltstars sind Rachvelishvili, Gheorghiu, Netrebko, Yoncheva, Opolais, ob jemanden das gefällt oder nicht.

Rachvelishvili und Yoncheva ja, Gheorghiu war mal, aber eingeschränktes Reperoire und Star-Gehabe, Opolais mag ich in einigen Rollen (Manon Lescaut) sehr gerne, aber auch schmales Repertoire.

Für mich zählt mehr als die Präentation einzelner Paraderollen und das Vorzeigen ständig neuer Kleider......

 Ja, Anja Hartros ist in den meisten Rollen für mich der Massstab. Sie reist aus bekannten Gründen nicht mit dem Flugzeug, ist aber dennoch ein Star in Europas wichtigsten Häusern. Dass sie kein Geklimper wie Gheorghiu oder Netrebko macht, schätze ich -ausserhal der Bühne- ganz besonders.
Ihre Tosca ist atmberaubend, ebenso Maddalena oder ganz besonders Elisabetta (da kann Netrebko by far nicht mithalten; siehe Clips au deren nstagram).

Netrebko "steht" Lady Macberh am besten, da passt ihre Art zu singen und zu agieren hin, ansonsten ist, seit sie ihre jugendliche Leichtigkeit (nicht Körpergewicht, sondern Agilität) verloren hat, auch die küstlerische Enwicklung stecken geblieben. Jede Rolle wird nach Schema abgesungen (und, was immer öfter erwähnt wied "mit Intonationsproblemen"), die wirkungsvollen Töne ausgedehnt, leider keine Charakteristik der Rollen geboten.

Opolais mochte ich als Manon Lescaut, Tosca ist nichts für sie, ein Star ist sie hauptsächlich vor der Kameralinse.

Musikalität, Rollengestaltung, Charisma, das macht für mich den Star. Geflitter bringt nichts.

10. September 2020
11:49
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Tenorissimo
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@Lohengrin: ich bin zb. bei weitem kein Netrebko Anhänger, aber ihre stimmlichen Qualitäten sind heute (meist) unerreicht, obwohl ich selbst an ihrer Technik zweifle, mir der Gesangsstil zu Nicht-italienisch ist und ich sie auch schauspielerisch nicht besonders finde. Jedoch schätze ich was sie aus ihren Rollen macht, ohne falsch zu singen, nein sie erfüllt so manches besser als alle anderen. Nenne Sie doch bitte jemanden heute der in ihren Rollen besser ist: Trovatore, Manon Lescaut, Lady Macbeth, Aida (eventuell Stoyanova?), Tosca (für mich ist nur Gheorghiu besser). 
Ich weiß, sie lieben Harteros, aber Sie ist nur in München ein Star und ist für mich eine korrekte sehr gute Sängerin, nicht mehr und nicht weniger.
Wirkliche Weltstars sind Rachvelishvili, Gheorghiu, Netrebko, Yoncheva, Opolais, ob jemanden das gefällt oder nicht. 

10. September 2020
11:07
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Lohengrin2
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Dass es seit Jahren nur mehr Netrebko, Kaufmann, Garanca (meist abseits der Bühne), vielleicht noch Florez als Superstars gibt, spricht ja Bände.

Ein paar mehr sind schon unterwegs... Beczala, Stemme, Harteros, Pape, Abdrazakov, di Donato, Gerhaher, Groisböck, das sins Sänger-tars, derentwegen das Publikum weit reist.

"Abseits der Bühne" produziert sich nur Netrebko; jedes neue Kleid, jede Handtasche und jedes Essen wird der Öffentlichkeit präsentiert! Wenn das das enscheidende Star-Merkmal ist, ist Netrebko der einzige "Star".

10. September 2020
9:36
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dalmont
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Alcindo, ich gebe zu, ich habe das 21 ¾ eingefügt, um Sie etwas zu provozieren, und das passaggio um unseren sich der Diskussion verweigernden, preziös formulierenden jedoch gesangstechnisch sehr versierten, den Spaziergang, hoffentlich nicht nur „na mostě" pflegenden Beiträgers aus der Reserve zu locken. Aber zeigt das nicht auch, dass ich mich mit den Einträgen auseinandersetze?

Ich habe den Eindruck, dass Sie den Sukkus dessen, was ich gestern schreiben wollte, nicht für diskutierenswert halten. Und ich meine doch nach dem heutigen Nachlesen meines langen Eintrags, dass ich einige Themen angerissen habe, die diskutierenswert in diesem Forum wären. Sine ira et studio.

Selbige wurden in meinen früheren Einträgen nie aufgegriffen, leider, meine ich, weil sie für das Überleben der Oper als künstlerisches Medium fundamental sind. Sind viele wirklich schon zu alt, um das Heute zu akzeptieren? Stichwort: Altersgrenzen für Vorstellungen. Generalproben für unter 27, eigene Vorstellungen für unter 40jährige, an denen ich lieber teilnehmen würde als an manche STOP-Vorstellungen. Wie sagte ein Abonnenten-Ehepaar einmal neben mir vor Beginn des französischen Don Carlos: Na, das wird heut wieder ein Dreck werden. Ich hatte eine diebische Freude, denn ich wusste: Sie werden 5 Stunden leiden! Dabei war es eine der besten Ideen Holenders, die Aufführung auch in Wien zu zeigen.

Alcindor, wenn Sie wüssten, wie sehr ich Björling schätze! Da ich nicht Jesus bin, kann ich ihn mehr auf die Bühne bringen. Und mir gehts um das hier und jetzt.

Die Faszination, die Leonie Rysanek ausübt, konnte ich persönlich nie nachvollziehen, wie wohl ich sie häufig live erlebt habe. Das liegt sicherlich nicht an dieser Ausnahmesängerin, den Grund muss ich bei mir suchen, ich ahne, warum es so ist, aber das würde ich aus Respekt für die großartige Singdarstellerin nicht für eine anonyme Öffentlichkeit formulieren, nur privatim herauszufinden versuchen, ob ich ganz falsch liege.

Privatim könnte ich mit Ihnen auch über alte Zeiten reden, an der Volksoper vor allem. Sonja Draxler sagt mir natürlich auch noch was, aber dem Jungen unter uns sicher nix mehr. Mit denen müssen wir im Forum ins Gespräch kommen, sonst sollte man besser eine Altherrenrunde in einem gepflegten Gasthaus machen ( so qualtingerisch-sklenkaerisch halt).

Frauen wie die Gregorian stellen meines Erachtens an das, was sie tun, andere Fragen als man es vor hundert Jahren tat. Weil auch das Publikum anders ist und Puccini 96 Jahre tot. Karrieren wie Nilsson oder Rysanek wird es nicht mehr geben, weil auch die Gesellschaft, in der selbiges möglich war, nicht mehr existiert. Dass es seit Jahren nur mehr Netrebko, Kaufmann, Garanca (meist abseits der Bühne), vielleicht noch Florez als Superstars gibt, spricht ja Bände.

Von Regisseuren habe ich gestern überhaupt nicht geschrieben, vielleicht auf Themen hingewiesen, die Regisseure bedenken müssten und nicht hinter Japanoiserien verstecken sollten: 15jähriges liebesbedürftiges Mädchen mit exotischem Background wird von saturiertem Navy Offizier zur Befriedigung seines Egos und seines US-amerikanischen Nationalstolzes gebraucht. (Doria lässt grüßen).

Oper findet heute statt (der Merker kommentiert ja fast jede Vorstellung), mit Kräften, die sich jetzt auch vor einem jüngeren Publikum bewähren müssen, das beim Namen Melis oder Scotto oder Jurinac einem die Gähngeste zeigen würde.

Alcino, ich beglückwünsche Sie, dass Sie so genau den Willen des Komponisten erkennen. Die Herausgeber meines Notenmaterials zur "Madame Butterfly" tun das nämlich nicht, und da es noch keine kritische Ausgabe gibt, muss man wohl noch einige Zeit darauf warten, das was Puccini wollte, genau zu erfahren.

Ich wage die Prognose: es wird keine endgültige Antwort geben, wir werden nicht Wahrheit reden können, wobei wir uns bei dieser spaziergängerisch formulierten Aussage ohnedies an Johannes 18/38 und der Interpretation dieser Zeilen orientieren sollten.

10. September 2020
7:59
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Lohengrin2
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28. Februar 2018
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Björling starb mit 49, Wunderlich verunglückte gar schon mit 36!

Den "Abstieg", das Altern der Stimmen konnte man nicht erleben; erinnert mich an James Dean...... Auch Fehlgriffe blieben Wunderlich erspart. Wie wäre es ihm mit schwerem Verdi und Wagner ergangen? Meine Lieblingsaufnahme on Wunderlich ist keine Oper, kein Lied, es ist GRANADA; was für eine Leidenschaft!

Björling musste schon in seinen frühen 40ern mit Stimmproblemen kämpfen, Alkoholprobleme kamen dazu. Otello auf der Bühne hat nicht mehr stattfinden können.

Beide zeichnet die unverwechselbare Farbe der Stimme aus und die Unmittlbarket der Interpretation. Besonders Björlings Gesang empfinde ich als sehr "natürlich", geradezu ein Gegensatz zu den Imponier-Italienern seiner Generation.

Wen die Götter ieben, holen sie früh zu sich..............

10. September 2020
3:16
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Wolfram
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Lieber Alcindo,

ja Björling und Wunderlich stehen am Gipfel. Höher hinauf geht es nicht.

Es ist unglaublich. Mehr kann man in der Gesangskunst nicht erreichen.

Beste Grüße 

10. September 2020
2:20
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alcindo
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27. Februar 2018
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lieber Wolfram,  ich kenne keine schoenere tenorstimme der letzten 80jahre wie die von Bjoerling, den ich nur von aufnahmen kenne, und die von Wunderlich in einem anderen fach, den ich einige male in wien live gehoert habe, er hatte eine so "natuerliche" stimme.....heute kommt niemand mit diesen beiden mit, es gibt keinen Mozarttenor, der  an Wunderlich herangekommen ist, und niemand,der das timbre und den strahl von Bjoerling hat. jetzt wird dalmont wieder schimpfen...

Peerce habe ich noch in der Volksoper in einer Butterfly, ich glaube mit Christiane Sorell gehoert...er war schon sehr alt, aber die hohen toene waren noch immer da. zu ihrer zeit waren beide sehr gross da, mir hat aber Bj immer besser gefallen, von ihm kenne ich auch viel mehr aufnahmen, und er konnte fast alles singen, in einem konzert Verdiarien und auch il mio tesoro und die Adelaide

 

mit gruss alcindo

10. September 2020
1:31
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Wolfram
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21. Juli 2020
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Lieber Alcindo,

na, da sind wir ja auf einer Welle. Ich habe kaum einen dieser Sänger live gehört, aber liebe sie alle.

Den Vickers, Björling, die erkennt man schon, wenn man die Stimmen nur ein paar Sekunden hört.

Was halten Sie von Peerce und Tucker?, die gehören auch zu meinen Lieblingen. 

Genauso wie der von mir erst kürzlich entdeckte Maurice Stern, der übrigens der Vater der in den 80ern sehr populären   Jennifer Rush (freilich ein anderes Genre),aber singen konnte sie auch) und auch ein bedeutender Bildhauer ist.

Tonbeispiele gibt es auf youtube.

 

Ich entdecke auch immer gerne mir noch unbekannte Sänger, sowohl historische als natürlich

auch aktuelle.

 

Paskalis erlebte ich nur in einem Künstlergespräch. War sehr beeindruckend.

 

Der Vater Pavarottis hatte ja eine riesige Plattensammlung, und Pavarotti hörte alle seine Vorgänger

und oft auch seine  aktuellen Kollegen. Das sagt er ja auch in dem Film und langen Interview, Pavarotti und die Tenorstimme, auch auf youtube zu sehen.

Und Björling schätzte er auch ganz besonders. Übrigens waren auch die Brüder Björlings ganz außergewöhnliche Sänger. Einem von ihnen, der ganz ganz wunderbar sang, war auf Grund einer Krankheit so klein geblieben, dass ihm eine Bühnenkarriere verwehrt blieb. Er war aber ein bedeutender Konzertsänger.

Aus jüngerer Vergangenheit gehören noch Kraus und Bergonzi zu meinen Lieblingen, die bezeichne ich jetzt als Sir Alfredo und Sir Carlo. Ich denke es drückt aus, was ich meine.

Die hörte ich auch live.

Jetzt könnte ich noch stundenlang schreiben, denn ich mag sie alle, und vor allem liebe ich auch Abwechslung.  Sandor Konya kommt mir gerade in den Sinn, auch eine herrliche Stimme und ein toller Lohengrin.......ja und Wunderlich...

 

Natürlich verstehe ich, was sie mit den Vokalen meinen (oder glaube das zumindest  :)) Man hört diese Vokalverfärbungen etc. halt oft, besonders in der Übergangslage und natürlich in der Höhe oder Tiefe, auch bei sehr bedeutenden oder berühmten Leuten.

Werde aber jetzt genau aufpassen, wer es perfekt hinbekommt.

 

Und vielen Dank, der neue Beitrag war perfekt zu lesen. Und es machte Freude ihn zu lesen.

10. September 2020
1:16
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alcindo
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27. Februar 2018
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caro dalmont: Sie meinen   Interessant für die Gerontokratie im Forum ist, dass man sich dafür interessiert, wen die so lange verstorbene Leonie Rysanek für den besten Tenor hielt, nämlich den noch länger verstorbenen Björling , aber niemand wissen will, wen die 81 geborene Grigorian da nennen würde.

Asmik Grigorian hat noch nicht mit so vielen ausnahme=tenoeren gesungen, und ich bezweifle auch, dass sie es zu einer karriere wie Rysanek oder Nilsson bringen wird. den kommentar ueber Bjoerling habe ich Wolfram als antwort geschickt, dass Ihnen das nicht zusagt ist recht, aber mir eigentlich egal

dann meinen Sie auch :  Warum soll das von der Öffentlichkeit subventioniert werden? Um festzustellen, dass der passaggio nicht funktioniert? Dass sich ein sipario im Takt 21 ¾ zu heben habe ecc.ecc?

da glaube ich halt, man sollte den willen des komponisten respektieren, er ist ja schliesslich der eigentuemer des werkes und nicht der jeweilige regisseur, der dann im grunde eine bearbeitung bietet

um bei der Butterfly zu bleiben...viene la sera...buona notte

10. September 2020
0:54
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dalmont
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Ich bin sehr dankbar für diese Carmen Melis-Aufnahme. Sie hat mich zum einen in die Zeit zurückgeführt, als es im Radio noch – ich glaube, der Gestaltende hieß Gottfried Cervenka - historische Opernkonzerte gab, zum anderen zu einer abgeschlossenen Vergangenheit, die mir – dem musikalisches Theater viel bedeutet - tenerezza macht.

Das Legato-Singen ist sehr interessant, aber eine besondere Verzauberung stellt sich nicht ein.

Die Aufnahme wirkt auf mich so wie Alexander Moissis „Novemberwind“-Interpretation, die einige Jahre zuvor entstanden ist: ein hochinteressantes historisches Dokument. Mehr aber nicht.

Wenn ich dann daran denke, dass Puccini Rosina Storchio nach einer „Euryanthe“-Aufführung 1902 schrieb, nur sie könne die Butterfly erschaffen, an der er gerade arbeite, und die Melis – Aufnahme mit meiner geliebten „Euryanthe“-Musik zusammenbringen möchte, zeigt sich mir das Absurde dieser vergangenheitsbezogenen Diskussionen.

Ich, auch nicht mehr der Jüngste, habe abgesehen von ein paar Ausnahmen nur mehr die Enkelgeneration der Puccini-Sänger erlebt, die, die jetzt auf der Bühne stehen und die jüngeren Besucher nicht einmal das.

Mir – und den meisten Besuchern von heute – sind die Lebenden viel interessanter und wichtiger als die Toten.

Persönliche Erinnerungen an vergangene Sternstunden bleiben immer nur persönliche Erinnerungen, darüber lässt sich wenig diskutieren.

Man hat 1917 anders gesungen als 1850, und singt heute anders als 1917. Ob spinto oder nicht spinto, und die ganzen Fachunterscheidungen wirken doch etwas lächerlich. Warum setzen sich gerade die in der Vergangenheit Lebenden, die erklären, im 19. Jahrhundert hätte es diese Unterscheidungen der Fächer nicht gegeben, nicht dafür ein, selbige abzuschaffen?

Interessant für die Gerontokratie im Forum ist, dass man sich dafür interessiert, wen die so lange verstorbene Leonie Rysanek für den besten Tenor hielt, nämlich den noch länger verstorbenen Björling , aber niemand wissen will, wen die 81 geborene Grigorian da nennen würde.

Warum interessiert sich generell niemand dafür, warum man sich „Madame Butterfly“ heute anschauen soll.

Vor kurzem las ich im Forum, man hätte eine bei der Premiere abgelehnte Inszenierung „lieben gelernt“ (eine Bankrotterklärung der Rezensentin) und man wünsche sich die gastiertaugliche Butterfly-Gielen-Japonoiserie zurück.

Warum soll das von der Öffentlichkeit subventioniert werden? Um festzustellen, dass der passaggio nicht funktioniert? Dass sich ein sipario im Takt 21 ¾ zu heben habe ecc.ecc?

Kurz vor dem Lockdown wollte ich im Palais Garnier „Yvonne, princesse de Bourgogne“ von Philippe Boesmans hören und sehen. Es wurde mir verwehrt, weil die Aufführung nur für unter 40-jährige zugelassen war (bei normalen Preisen). Warum das so war, weiß ich bis heute nicht, ich denke jedoch, dass man die Interessierten von denen, die die Lebenden mit den Toten derschlagen wollen, trennen wollte, sonst wird die Oper keine Überlebenschance haben (Corona könnte ihr den Todesstoß versetzen).

Und da der Thread mit Th. Prohazkas Merkerei zusammenhängt, eine Frage an ihn, dessen gesangstechnikbeurteilende Kompetenz ich ja nicht bestreite: Wie erklärt er 17jährigen Menschen, denen die Aufführung im Fernsehen gefiel, weil es sie angesprochen hat, dass Carmen Melis wesentlich eindrucksvoller gewesen sein soll, weil ihr chiaroscuro dem Caravaggios so ähnlich war. Was hat das alles mit Geishas, Hochzeit auf Zeit, us-amerikanischem Brutalomachismos und der Liebes- und Todessehnsucht eines 15jährigen missbrauchten Mädches zu tun (wie nennt man eigentlich das, wenn ein erwachsener Offizier sich mit einer Minderjährigen vergnügt?) 

Vielleicht mag auch hier ac der postillion d’amour ThPs sein?

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