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Powder Her Face an der Wiener Volksoper
17. April 2019
0:42
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Di., 16. April 2019

Die Volksoper bespielt heuer zum drittenmal das eigentlich zum Burgtheater gehörige Kasino am Schwarzenbergplatz mit zeitgenössischem Musiktheater (2017 mit Trohjans "Limonen aus Sizilien", 2018 mit Bryars' "Marilyn Forever"). Das halte ich für eine ausgezeichnete Idee, aber durch die Preisgestaltung ließ ich mich bisher von einem Besuch abhalten, denn für eine Karte muss man sage und schreibe 42 Euro hinblättern. Heuer jedoch gibt es die Gelegenheit, im Rahmen des Osterabos eine Karte zum Halbpreis erwerben, und da habe ich zugeschlagen. 21 Euro ist zwar auch mehr als ein Vierfaches, das ich üblicherweise für Kultur ausgebe, doch es hat sich ausgezahlt. Ich hätte Lust, gleich morgen gleich wieder zu gehen. "The Tempest" (ebenfalls von Thomas Adès) habe ich 2015 an der Staatsoper verpasst, mir wurde aber von zuverlässiger Quelle berichtet, dass das deutlich langweiliger gewesen sein soll als "Powder Her Face".

"Powder Her Face" wird von der Volksoper erst ab 16 Jahren freigegeben, was seinen Grund hat, denn es geht um wesentlichen um das, was im Mittelalter "luxuria" bezeichnet wurde, nämlich um sexuelle Ausschweifung. Wer mit diesem Thema Probleme hat, möge der Aufführung fernbleiben, denn Sex in unterschiedlichen Praktiken wird ausführlich und gut sichtbar dargestellt, auch das Libretto von Philip Hensher ist sehr "eindeutig". Aber auch wenn der Text nicht die Seelentiefe einer - zum Beispiel - Janáčekoper erreicht, hat mich "Powder Her Face" interessiert und teilweise berührt, vor allem am Ende, als die zwar sexuell sehr erfolgreich gewesene, aber letzlich einsame Herzogin reflektiert ("And the only people who were ever good to me were paid for it"). Generell lässt sich festhalten, dass mir die Aufführung im Verlauf immer besser gefallen hat. Es empfiehlt sich, sich vor dem Aufführungsbesuch über die Handlung zu informieren, sonst ist man sehr ratlos, denn was bringem einem deutschsprachige Übertitel, wenn man nicht weiß, um was es geht.

Der Raum war auf die Bedürfnisseder Aufführung abgestimmt, das Publikum saß auf der Längsseite, das Orchester wurde von der Bühne eingeschlossen. Die Inszenierung von Martin G. Berger (Bühnenbild von Sarah-Katharina Karl, Kostüme von Alexander Djurkov Hotter) passt. Am besten hat mir die mir vorher ganz unbekannte Morgane Heyse als Zimmermädchen gefallen, ich würde ihre schöne und zu Gestaltung fähiger Stimme auch gerne in anderen Rollen hören (ihr Repertoire ist breitgefächert). Mit Ursula Pfitzner, der die Hauptrolle anvertraut war, werde ich nie so recht glücklich. Auch heute nicht, aber ihre heutige Leistung hat mich noch am ehesten überzeugt. Eine schöne Stimme braucht man für diese Rolle gar nicht, man muss auch nicht sonderlich genau singen. Pfitzner hat sich mit viel Engagement in die Rolle geworfen und war eine gute Besetzung. David Sitka passte als Elektriker, und Bart Driessen war ein solider Hotelmanager (dass ihm die Partie nicht ganz leicht fällt, war zu merken, stört aber nicht den Gesamteindruck, dem es sogar förderlich war, dass sich nicht alles so mühelos anhörte). Von allen Sängern hätte ich mir mehr Wortdeutlichkeit gewünscht. Der Star des Abends war Wolfram-Maria Märtig und das Orchester. Ausgezeichnet! Dass das Volksopernorchester zeitgenössische Oper so gut darbieten kann, hätte ich ehrlich gesagt gar nicht erwartet, die Proben scheinen sich ausgezahlt zu haben.

Für zukünftige Besucher ein praktischer Tipp: Am besten mittig oder links sitzen, rechts ist nicht optimal, weil man dadurch weiter vom Ort des Geschehens entfernt ist. Vor den regulären Sitzreihen gibt es Hocker, auf denen man auch Platz nehmen kann, was ich aber aus zwei Gründen nicht empfehle: Erstens hat man von dort wohl eine schlechte Sicht auf die Übertitel, und zweitens werden diese Plätze nach der Pause geräumt. Wer dort gesessen ist, muss sich anderswo einen Platz suchen (zwar werden alle unmittelbar vor Beginn der Pause dazu angehalten, nachher eine Reihe weiter hinaufzurücken, was aber nur wenige sich in meiner Nähe befindlichen Besucher gemacht haben). Spieldauer: 1h4min + 48min.

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