Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

Porgy and Bess an der Wiener Volksoper | OnlineMerker | Forum

 

 

Anleitung Registrieren: 

Klicken Sie hier rechts unten auf den Button "Registrieren". Sie werden aufgefordert Ihre E-Mail Adresse und einen Benutzernamen einzugeben. Danach erhalten Sie ein E-Mail mit einem Link zum Erstellen des Passwortes. Danach können Sie sich mit Ihrer E-Mail Adresse oder dem Benutzernamen und dem Passwort einloggen. Ihre Profilseite erscheint. Danach gehen Sie wieder auf die Online Merker Forum Seite und sind dann im Forum angemeldet.

 

Dieses Forum ermöglicht in erster Linie an Kultur interessierten Lesern des Online-Merker ihre Meinung auszutauschen und durchaus auch kontroversiell zu diskutieren. Dies soll allerdings in einer höflichen und vernünftigen Umgangsform geschehen. Nicht gestattet sind diskriminierende, rassistische, fremden- und staatsfeindliche Inhalte und Formulierungen. Diese werden ebenso wie persönliche Beleidigungen und Herabwürdigungen anderer Personen vom Moderator gelöscht. Weiters ist das Forum keine Tauschbörse für Ton- und Bildaufnahmen.

Avatar

Bitte denke über eine Registrierung nach
guest

sp_LogInOut Login sp_Registration Registrieren

Registrieren | Passwort vergessen?
Erweiterte Suche

— Forumbereich —




— Übereinstimmung —





— Forum Optionen —





Minimale Suchwortlänge beträgt 3 Zeichen - die maximale 84

sp_Feed RSS (Beitrag) sp_TopicIcon
Porgy and Bess an der Wiener Volksoper
1. März 2019
12:02
Avatar
Gurnemanz
Member
Members
Forumsbeiträge: 535
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Nochmals, es geht nicht um den Vergleich zwischen anerkannten Komponisten und Staud. Sondern es geht darum, dass jemand, der sich sehr abfällig über Staud (und gewisse Regisseure und und und) äußert, nicht empört sein darf, wenn sich wer sehr abfällig über Verdi etc. äußert. Genau das Problem ist ja, dass viele Leute nicht mit ihren eigenen Ohren hören sondern (unkritische) Meinungen übernehmen. Genau deshalb darf ja auch die Frau Naforniță an der Wiener Staatsoper auftreten und die Claudia Mahnke nicht.

Sie sind nicht der Forensheriff, und solang ich nicht gegen die Forenregeln verstoße, darf ich mich äußern, wie ich will - Sie dürfen das ja auch!

1. März 2019
10:44
Avatar
Chenier
Member
Members
Forumsbeiträge: 411
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Pardon, Gurnemanz, aber seit Jahrhunderten global anerkannte Musikgrößen mit Staud zu vergleichen, ist ziemlich vermessen. Ich habe kein Problem, wenn Sie mir erklären, dass Ihnen Wagner, die Italiener oder wer auch immer nicht persönlich zusagt, aber ihre pauschalen und objektiv gemeinten Abwertungen sind merkwürdig. Ja, in diesem Einzelfall bleibe ich dabei, für m i  c  h persönlich sind die Weiden akustischer Müll, ohne Anspruch auf Absolutismus oder Objektivität.

28. Februar 2019
20:40
Avatar
Gurnemanz
Member
Members
Forumsbeiträge: 535
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

walter sagt
Eigentlich ist es seltsam, wenn jemand, der Wagner's Werken so kritisch gegenübersteht, sich ausgerechnet "Gurnemanz" nennt, aber er wird seine Gründe haben.

Das stimmt natürlich! Aber ich poste schon seit 2012 unter "Gurnemanz". Nur weil sich mein Musikgeschmack seitdem geändert hat, benenne ich mich nicht um.

28. Februar 2019
19:13
Avatar
walter
Gast
Guests

Staud's Weiden werden deshalb so respektlos beurteilt, weil sich da zwar jemand zweifellos bemüht hat, das Werk aber enttäuscht. Es wird, davon bin ich überzeugt, eine Eintagsfliege bleiben, und falls jetzt jemand fragt, ob ich es gesehen habe: Nein, ich habe mich mit einigen Ausschnitten begnügt.
Eigentlich ist es seltsam, wenn jemand, der Wagner's Werken so kritisch gegenübersteht, sich ausgerechnet "Gurnemanz" nennt, aber er wird seine Gründe haben.
Zu Porgy & Bess fällt mir ein, dass ich dieses Werk zuerst durch die Verfilmung kennen- und schätzengelernt habe, späte 50er- Jahre, Otto Preminger? Sydney Poitier, Dorothy Dandrige, Samy Davies jun., aber gesungen haben andere. Ich habe eine qualitativ etwas zweifelhafte DVD davon. Viele Jahre später erstand ich eine CD und stellte fest, was Preminger von der Musik alles weggelassen hat. Die Bezeichnung Musical empfinde ich jedenfalls als Beinahe- Beleidigung, auch Jazz- Oper ist unzureichend, es ist einfach ein geniales Werk aus dem Amerika des 20. Jahrhunderts. Jonny spielt auf enthält wesentlich mehr Jazz- Elemente.
walter

28. Februar 2019
18:21
Avatar
Gurnemanz
Member
Members
Forumsbeiträge: 535
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Ich finde ja noch immer, dass die erwähnten Komponisten Verdi, Puccini, Wagner und Strauss durchaus in allgemein gutem Ruf stehen und es ohneweiters ausgehalten werden muss, wenn über sie negativ geschrieben wird. Und ja, ich stehe zu dem, was ich geschrieben habe, und ich persönlich halte Wagners Musik großteils für primitiv und Strauss für einen Selbstdarsteller, aber man kann natürlich auch jede andere Meinung vertreten. Damit hab ich überhaupt kein Problem. Nur weil ein Komponist/Sänger etabliert ist, heißt das noch lange nicht, dass man seine Leistungen nicht stark kritisieren darf. Stauds letzte Oper wurde von Chenier unlängst ja auch als akustischer Müll bezeichnet. Wo bleibt da der "Respekt vor Menschen, die etwas geschaffen haben"? Also bitte nicht mit zweierlei Maß messen.
(nein, ich kritisiere nicht die Aussage vom akustischen Müll, da stimme ich sogar zu!)

Der Schreiber des Beitrags 11 war doch derjenige, der sich hier im Merkerforum zu einem gegen den Dirigenten gerichteten Zwischenruf in die Stille vor dem 3. Turandot-Akt bekannt hat, das ist auch nicht grad die feine englische Art und würde möglicherweise zu einem "völlig unreifen Knaben" "im unreifen Alter von 17 Lenzen" auch nicht so schlecht passen.

Wenn ich mir in Erinnerung rufe, dass noch vor nicht allzu langer Zeit im Merkerforum ganz andere Sachen geschrieben wurden.. da erscheint die Aufregung jetzt schon ziemlich künstlich. Nix für ungut!

Diskutieren wir lieber über Sach-Themen. Ich habe zB gestern in einem anderen Thread um eine Begründung ersucht, wieso Porgy and Bess Jazz (und keine Oper) sein soll - da stimme ich nämlich gar nicht zu. Das wäre interessanter als der sinnlose Hick-Hack hier.

28. Februar 2019
17:57
Avatar
susana
Member
Members
Forumsbeiträge: 98
Mitglied seit:
16. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Danke Chenier - genau das ist es, wollte grad so was tippen ,  es geht um Respekt.. Respekt vor Menschen die etwas geschaffen haben. Einen Basisrespekt, auch den Menschen gegenüber die diese Art Musik, od Kunst oder was auch immer mögen. Das gilt für jeden Beruf, vom Chirurgen angefangen, Zahnarzt , Sänger , Maler etc bis zur vor einer Klofrau..

Ich finde es traurig, dass es immer noch Menschen gibt die stolz darauf sind resepktlos zu sein.

28. Februar 2019
17:51
Avatar
Chenier
Member
Members
Forumsbeiträge: 411
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Gurnemanz, es geht nicht um blinde Anbetung, sondern um die nötige Anerkennung und vor allem um Respekt vor Personen und Werken. Mit jemandem zu diskutieren, der Wagner als primitiv und dümmlich bezeichnet, hat wenig Sinn, obwohl ich alles andere als ein Wagnerianer bin. Vielleicht erklären Sie dem staunenden Forum noch, dass Beethoven unmusikalisch, Einstein unintelligent und Van Gogh untalentiert war.

28. Februar 2019
15:49
Avatar
Gurnemanz
Member
Members
Forumsbeiträge: 535
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

@12 Jaaaa, das ist schon wirklich ein Frevel, wenn sich jemand erdreistet, die "allgemein anerkannten" Musikgötter Verdi, Puccini, Wagner und Strauss nicht bedingungslos anzubeten. 

28. Februar 2019
14:17
Avatar
toni
Gast
Guests

bacculus:

Ich wundere mich schon die längste Zeit dass sich viele Teilnehmer auf Diskussionen mit jemandem einlassen der über Verdi, Puccini, Wagner und Richard Strauss derart abfällige Bemerkungen macht.

Ist ja völlig indiskutabel und schade um die Zeit!

28. Februar 2019
3:40
Avatar
bacculus1995
Gast
Guests

Christine sagt
Es ist schön, Gurnemanz, dass Sie auch in die Volksoper gehen, sie war einige Zeit mein bevorzugtes Opernhaus bis ich die Staatsoper entdeckte. (Ist schon lange her). Es fällt mir aber auf, dass Sie bei einer Vorstellung, die Ihnen an sich gefallen hat, bei fast jedem Sänger/Sängerin etwas auszusetzen haben. Läuft das unter der Devise "Nobody is perfect" erweitert auf "Nichts ist vollkommen?"?  

Halten zu Gnaden, aber ich empfinde Gurnemanz als einen der wenigen Menschen, die mit zunehmendem Alter statt klüger offenbar immer ....... werden.

........ vom Moderator gelöscht.

Alleine der Satzteil ....."singt ziemlich komisch".... zeugt nicht gerade von großer Intelligenz und Fachkenntnis./ Ray M.Wade jr. ..... "in einer Opernpartie, in der man auch schön singen muss, will ich ihn mir nicht vorstellen".... hat Gurnemanz diesen Sänger denn nicht vor einigen Jahren als hervorragenden Canio an der Volksoper gehört?

Musical als "Blödsinn" zu bezeichnen ist auch nicht gerade sehr intelligent.

Und so könnte ich noch einige Beispiele nennen.

Für mich ist Gurnemanz ein völlig unreifer "Knabe". Opernberichte in seinem Stil habe ich im unreifen Alter von 17 Lenzen verfasst.

25. Februar 2019
23:26
Avatar
Gurnemanz
Member
Members
Forumsbeiträge: 535
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Mo., 25. Feb. 2019

Im wesentlichen gelten meine Eindrücke von letzter Woche auch heute:

Mo., 18. Feb. 2019

Man kann der Volksoper nicht genug danken, dass sie dieses tolle und musikgeschichtlich so wichtige Werk zeigt - und es wäre sehr zu hoffen, dass es nicht erneut 50 Jahre dauert, bis Porgy and Bess wieder in Wien zu hören ist!! Leider ist es diesmal nur eine konzertante Produktion (das liegt angeblich daran, dass Gershwin verfügt hat, dass die "schwarzen" Rollen (und das sind die meisten) nur von schwarzen Sängern interpretiert werden dürfen, aber das find ich reichlich absurd, denn man muss sich nicht um die Vorgaben des Komponisten kümmern), was vor allem bei den beiden Morden seltsam anmutet (die Kontrahenten stehen einander gegenüber, der eine breitet die Arme aus, auf einmal geht das Licht aus, das den anderen beleuchtet hat), aber weil zumindest die Hauptrollensänger ihre Rollen gut gespielt haben, ist dieses Manko nicht allzu stark ins Gewicht gefallen. Freilich: Eine szenische Wiedergabe wäre vor allem bei diesem Stück wünschenswert (wie auch generell: Oper konzertant halte ich für ein Missverständnis). Ein weiteres Missverständnis ist der Irrglaube, es würde sich hier um ein Musical halten. Nein, es ist eine ernstzunehmende Oper, und mit Jazz hat Porgy and Bess genauso viel zu tun wie Richard Wagner mit guter Musik, nämlich fast gar nichts. Porgy and Bess ist eine sehr gute Oper, die sich einen dauerhaften Platz im Repertoire verdient hat!

Die Freude, diesem Werk zu begegnen hat mich für so manche grenzwertige Sängerleistung entschädigt und insgesamt einen sehr guten Gesamteindruck verursacht. War ich in der Pause noch recht zwiegespalten, hat mich der zweite Teil deutlich mehr gepackt (nebenbei: Man sollte die Pause nach dem 1. Bild des 2. Aktes machen und nicht nach dem 2. Bild des 2. Aktes). Morris Robinson war für mich der große Schwachpunkt des Abends, obwohl er sich nach der Pause gesteigert hat. Er singt ziemlich komisch, er schiebt die Töne irgendwie hinaus (ich kann es nicht besser beschreiben), und vom Text hat man rein gar nichts verstanden. Den amerikanischen Slang hat er aber (wie die meisten anderen) sehr gut getroffen, und zumal er schauspielerisch gut war, den Porgy mit viel Herzblut gestaltet hat und auch den einzigen Sympathieträger in diesem Gewurl von Unsympathlern verkörpert hat, war ihm starke Zustimmung gewiss. Melba Ramos war einst eine wirklich gute Sängerin, aber in letzter Zeit ist sie am absteigenden Ast, die Stimme hat Verschleißerscheinungen. Heute hat mich das aber nicht besonders gestört. Eine sehr gute Leistung erbrachte Lester Lynch als Crown, auch er hat eine irgendwie merkwürdige Technik, gefällt mir aber sehr gut (denselben Eindruck hatte ich letztes Jahr in Dresden bei seinem Prigioniero). Ray M. Wade Jr. war der richtige Interpret des Sporting Life; in einer Opernpartie, in der man auch schön singen muss, will ich ihn mir nicht vorstellen. Das restliche Ensemble hat seine Sache gut gemacht, mit Ausnahme von Rebecca Nelsen, die als Clara negativ aufgefallen ist (ihr "Summertime" am Anfang war ziemlich erschreckend). Chor und Orchester unter Joseph R. Olefirowicz waren sehr engagiert dabei.

Glücklicherweise wird in der Originalsprache gesungen mit deutschen Übertiteln (in die sich leider ein paar ärgerliche sprachliche Fehler eingeschlichen haben, kann mittlerweile niemand mehr Deutsch?) Fazit: Nicht verpassen!  

Rebecca Nelsen hat mir heute aber viel besser gefallen, vielleicht war sie ja letzte Woche indisponiert. Der Sänger des Robbins (Alexander Pinderak) konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht singen, weswegen der Dirigent Joseph R. Olefirowicz während (!) des Dirigierens auch die Partie des Robbins übernahm. Olefirowicz ist mir als Dirigent lieber als als Sänger, aber natürlich bin ich sehr froh über seine Bereitschaft, die Rolle zu übernehmen. Melba Ramos hat mir heute etwas besser gefallen, Lester Lynch etwas schlechter, sonst hat sich für mich nichts geändert. Das Stück gefällt mir wirklich gut, eine gewisse Ähnlichkeit zu Peter Grimes ist nicht zufällig. Hoffentlich ist es bald wieder in Wien zu hören!

20. Februar 2019
0:03
Avatar
Gurnemanz
Member
Members
Forumsbeiträge: 535
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Natürlich sind meine Meldungen hier subjektiv, genauso wie die Ihrigen und wie die von allen anderen. Und mir persönlich hat Wonderful Town gar nicht gefallen, das war eine kalte Dusche nach dem wirklich guten Candide. Aber das macht nix, jeder soll die Musik hören, die er/sie mag.

Zurück zum Thema: Porgy and Bess hat mir sehr gut gefallen, und ich kenn mir vorstellen, dass das auch was für Sie sein könnte. Wenn Sie Zeit haben, schauen Sie sich das nach Möglichkeit an, es gibt noch am Freitag und Montag eine Vorstellung, es gibt nur mehr wenige Karten. Angeblich kommt die Produktion nach dieser Serie nicht mehr, leider!! 

19. Februar 2019
23:53
Avatar
susana
Member
Members
Forumsbeiträge: 98
Mitglied seit:
16. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Gurnemanz schrieb:

"Jugend in die Volksoper - ja sofort!! Die Frage ist halt, ob man Leute anziehen will, die sich für so einen Blödsinn wie Musical interessieren (wobei Candide in der Volksoper wirklich gut war!), oder junge Leute, die für anspruchsvolles, intelligentes, gut gemachtes Musiktheater mögen."

oder anderer Satz :  "und Wonderful Town war ja komplett unnötig - ich weiß, die Volksoper muss Musicals spielen, aber dann bitte bissl was Besseres..."

So und wer ist da nun genau negativ??? Sie beschimpfen Leute die viel Geld für Karten ausgeben, die meisten Opern sind Schwachsinn oder primitives humptata ..

Ich habe viele Jahre meines Lebens damit verbracht Menschen unterschiedlichen Geschmacks ins Theater in die Oper etc zu verführen, Ihnen schöne Abende zu bieten und dabei war es mir egal welchen Geschmack sie haben, ob alt oder neu oder Musical oder Operette oder Oper. Mir war wichtig, den Menschen verschiedenster "Intelligenzstufe" glücklich zu machen.

Und genau deswegen  kann ich es überhaupt nicht leiden, wenn dann jemand daher kommt und meint das oder das ist "unnötig" oder Blödsinn... das ist mehr oder das andere weniger intelligent.. damit habe ich ein großes Problem.

und dagegen argumentiere ich .. ob wiir uns jetzt kennen oder nicht steht hier überhaupt nicht zur Diskussion. ich reagiere rein nur auf ihre getätigten Aussagen.

19. Februar 2019
23:24
Avatar
Gurnemanz
Member
Members
Forumsbeiträge: 535
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Susana, ich habe Sie persönlich als wirklich sympathischen Menschen kennengelernt und schätze Sie nach wie vor. Ich bedaure es nur, dass Sie in letzter Zeit meine Beiträge so negativ auslegen und ziemlich aggressiv schreiben. Also: Nein, ich lege nicht fest, was andere gut oder schlecht finden dürfen je nach ihrer Intelligenz. Und ich glaube nicht, dass sich die Welt um mich dreht. Und dass sich viele junge Leute für verstaubte Produktionen aus dem Jahre Schnee interessieren... naja, das kenn ich mir nicht vorstellen, außer man bekommt eingeredet, dass Zefirelli hui ist und Konwitschny pfui. Dann glaubt man es vielleicht auch irgendwann.

Übrigens: Manche Uraltinszenierungen mag ich sogar!

19. Februar 2019
23:10
Avatar
susana
Member
Members
Forumsbeiträge: 98
Mitglied seit:
16. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Vielleicht habe ich nicht deutlich genug geschrieben, aber ich war einige Male in Wonderful Town und einige Male in Vivaldi - und hatte nur mit Mühe Karten bekommen, weil es so gut verkauft ist (also muss es ja den Leuten irgendwie gefallen...)

In ALLEN diese Vorstellungen junges begeistertes Publikum jeden Alters. Genau das wollte ich auch damit sagen - es ist kein Wunsch der Volksoper das junge Publikum mit Musicial zu finden, sondern ganz einfach TATSACHE und nicht von mir ein geforderter Wunsch. Genau das sehe ich als absloutes Positivum .. deswegen habe ich es auch geschrieben.

Mir ist schon klar, dass es Menschen gibt die glauben alles drehe sicih nur um sich selbst .. aber das geht leider nicht.. und wer genau sagt jetzt was " junge Leute, die für anspruchsvolles, intelligentes, gut gemachtes Musiktheater mögen" .. wer legt das jetzt genau fest WAS das genau ist ??? . Es scheint so als würden Sie genau wissen WAS jetzt genau anspruchsvoll , intelligent oder gut gemachtes Musiktheater ist?? Das ist aber absoluter Unsinn!!!

Ich kenne sehr viele junge Menschen die von ihnen so verabscheuten  " Uraltinszenierungen" am liebsten haben, diese sogar bevorzugen..

.. Wer legt diese Regeln fest was genau jetzt intelligent  oder was dumm ist ???  Sie Gurnemanz können sich für sich diese Regeln aufstellen, das ist in Ordnung, aber einfach zu behaupten , das - als Umkehrregel - alles was nicht in ihrem Geschmack ist ist  dumm  - (oder wie sie es immer nennen wollen)  aber nicht für andere - und dieses akztepieren , dass andere Menschen etwas anders gut , sehenswert, intelligent oder gut gemacht finden.. ich bedaure es, dass Sie glauben,  sie können einfach fest legen was andere Menschen als gut oder schlecht finden dürfen, weil sie dann intelligent oder nicht intelligent sind ..

Und Wonderful Town war nicht unnötig, ich kann solche dummen Aussagen so gar nicht leiden, nur weil Sie es so empfinden müssen es andere nicht so sehn. Andere hatten viel Spaß dabei . das ist eine Überheblichkeit die ich so gar nicht leiden kann, und deswegen nehme ich mir auch die Mühe auch noch auf den absoluten Unsinn den Sie da verzapfen zu reagieren. Eigentlich sollte ich das gar nicht, so viel Blödsinn habe ich schon lange nchct mehr in diesem Forum gelesen, da streite ich mich lieber mit Chenier - den ich hiermit herzlich grüße !!!

19. Februar 2019
22:36
Avatar
Gurnemanz
Member
Members
Forumsbeiträge: 535
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Jugend in die Volksoper - ja sofort!! Die Frage ist halt, ob man Leute anziehen will, die sich für so einen Blödsinn wie Musical interessieren (wobei Candide in der Volksoper wirklich gut war!), oder junge Leute, die für anspruchsvolles, intelligentes, gut gemachtes Musiktheater mögen. Und man unterschätze mir die Jugend nicht! Ich kenne einige musikbegeisterte und -interessierte Menschen <25 (und das sind keine Musikstudenten!). Mit Uraltinszenierungen wird man wohl kaum junge Leute hinter dem Ofen hervorlocken. Liebe Theaterverantwortliche und Musiklehrer, zeigt den jungen Menschen, dass (klassische) Musik etwas Wunderbares ist, das das Leben wahnsinnig bereichert, und bietet ihnen vor allem eine sinnvolle Alternative zum Fernseh-, Show- und Musical-Blödsinn, mit dem man heutzutage zugemüllt wird (und Wonderful Town war ja komplett unnötig - ich weiß, die Volksoper muss Musicals spielen, aber dann bitte bissl was Besseres...!). 

Ich nehme es übrigens mit Humor, als elitär bezeichnet zu werden, denn es stimmt überhaupt nicht, zum Beispiel geh ich gern bei wärmeren Temperaturen in Jeans und t-shirt in die Oper und ins Konzert. Aber wenn "elitär" ein Synonym für "anspruchsvoll" ist, dann bin ich halt elitär. Ja, ich hab in den letzten fünf Jahren exakt drei Sänger und drei Regisseure ausgebuht, und zwar richtig herzhaft ohne einen Anflug von schlechtem Gewissen. 

19. Februar 2019
21:00
Avatar
susana
Member
Members
Forumsbeiträge: 98
Mitglied seit:
16. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Gurnemanz sagt  Leider ist der derzeitige Volksopernspielplan nicht gerade gefüllt mit Stücken, die mich interessieren, um es freundlich zu formulieren (zu starke Dominanz irgendwelcher Musicals), außerdem nützt der Direktor das Potential des Hauses überhaupt nicht. Darüber hinaus geht mir ganz gewaltig auf den Wecker, dass dort teilweise elektronisch verstärkt wird. Ich würde mir wünschen, dass Wagner-Trenkwitz der nächste Direktor wird, er kennt das Haus seit langem und kennt sich gut aus. Aber das Gerücht, dass er in Wien nichts wird, solange Holender was mitzureden hat, hält sich hartnäckig. 

ach wie traurig - echt  - hätte ich ja nicht gedacht.....

und gerade diese Musical aufführungen sind genau das was die Leute an der Volksoper besonders mögen.

Vivaldi war großartig , Wonderful Town ebenfalls sehr gut gemacht !!! Immer ausverkauft !!!  Ein sehr junges , begeistertes Publikum, aber auch viele ältere Leute.. die Opern wie sie nennen verkaufen sich sehr schlecht aber man macht es trotzdem , halt nur mit wenigen Vorstellungen . Auch wenn  Sie das wieder nicht gerne hören wollen. Für die Volksoper ist es auch ser wichtig ihre Karten gut zu verkaufen, also haben sie einen guten , sehr bunten Spielplan , für jeden etwas.. und sind derzeit sehr gut aufgestellt..

Es ist wichtig, dass auch junges Publikum ins Theater geht und die Volksoper schafft es immer wieder - und dass auch immer wieder Produktionen nicht so gut sind kann passieren, aber in jedem Haus. Ein junges Publikum, dass nicht ganz so elitär und anspuchsvoll ist wie Sie Gurnemanz ...der sogar Sänger ohne schlechten Gewissen ausbuht.. ..

19. Februar 2019
18:18
Avatar
Gurnemanz
Member
Members
Forumsbeiträge: 535
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Ich mag die Volksoper, ich erinnere mich gerne an eindrucksvolle Aufführungen von König Kandaules (2011), vom Evangelimann (2011), von der Salome (2011-13), von Albert Herring (2014-15), von der Feuersnot (2014), von dem Wunder der Heliane (2017), von Fürst Igor (2017), von Rusalka (2018), von La Wally (2018) etc. Auch hat einer meiner Lieblingssänger (Otoniel Gonzaga) dort sehr lange gewirkt, und die Ballettvorstellungen sind dort wirklich lohnenswert. Leider ist der derzeitige Volksopernspielplan nicht gerade gefüllt mit Stücken, die mich interessieren, um es freundlich zu formulieren (zu starke Dominanz irgendwelcher Musicals), außerdem nützt der Direktor das Potential des Hauses überhaupt nicht. Darüber hinaus geht mir ganz gewaltig auf den Wecker, dass dort teilweise elektronisch verstärkt wird. Ich würde mir wünschen, dass Wagner-Trenkwitz der nächste Direktor wird, er kennt das Haus seit langem und kennt sich gut aus. Aber das Gerücht, dass er in Wien nichts wird, solange Holender was mitzureden hat, hält sich hartnäckig. 

Dass ich vergleichsweise kritisch bin, ist richtig, finde ich aber sehr gut so. Ich lasse mir ja die Freude nicht verderben. Den zweiten Teil der gestrigen Vorstellung habe ich sehr genossen, trotz meiner Einwände.

19. Februar 2019
17:28
Avatar
Christine
Member
Members
Forumsbeiträge: 90
Mitglied seit:
3. Oktober 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Es ist schön, Gurnemanz, dass Sie auch in die Volksoper gehen, sie war einige Zeit mein bevorzugtes Opernhaus bis ich die Staatsoper entdeckte. (Ist schon lange her). Es fällt mir aber auf, dass Sie bei einer Vorstellung, die Ihnen an sich gefallen hat, bei fast jedem Sänger/Sängerin etwas auszusetzen haben. Läuft das unter der Devise "Nobody is perfect" erweitert auf "Nichts ist vollkommen?"?

18. Februar 2019
23:09
Avatar
Gurnemanz
Member
Members
Forumsbeiträge: 535
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Mo., 18. Feb. 2019

Man kann der Volksoper nicht genug danken, dass sie dieses tolle und musikgeschichtlich so wichtige Werk zeigt - und es wäre sehr zu hoffen, dass es nicht erneut 50 Jahre dauert, bis Porgy and Bess wieder in Wien zu hören ist!! Leider ist es diesmal nur eine konzertante Produktion (das liegt angeblich daran, dass Gershwin verfügt hat, dass die "schwarzen" Rollen (und das sind die meisten) nur von schwarzen Sängern interpretiert werden dürfen, aber das find ich reichlich absurd, denn man muss sich nicht um die Vorgaben des Komponisten kümmern), was vor allem bei den beiden Morden seltsam anmutet (die Kontrahenten stehen einander gegenüber, der eine breitet die Arme aus, auf einmal geht das Licht aus, das den anderen beleuchtet hat), aber weil zumindest die Hauptrollensänger ihre Rollen gut gespielt haben, ist dieses Manko nicht allzu stark ins Gewicht gefallen. Freilich: Eine szenische Wiedergabe wäre vor allem bei diesem Stück wünschenswert (wie auch generell: Oper konzertant halte ich für ein Missverständnis). Ein weiteres Missverständnis ist der Irrglaube, es würde sich hier um ein Musical halten. Nein, es ist eine ernstzunehmende Oper, und mit Jazz hat Porgy and Bess genauso viel zu tun wie Richard Wagner mit guter Musik, nämlich fast gar nichts. Porgy and Bess ist eine sehr gute Oper, die sich einen dauerhaften Platz im Repertoire verdient hat!

Die Freude, diesem Werk zu begegnen hat mich für so manche grenzwertige Sängerleistung entschädigt und insgesamt einen sehr guten Gesamteindruck verursacht. War ich in der Pause noch recht zwiegespalten, hat mich der zweite Teil deutlich mehr gepackt (nebenbei: Man sollte die Pause nach dem 1. Bild des 2. Aktes machen und nicht nach dem 2. Bild des 2. Aktes). Morris Robinson war für mich der große Schwachpunkt des Abends, obwohl er sich nach der Pause gesteigert hat. Er singt ziemlich komisch, er schiebt die Töne irgendwie hinaus (ich kann es nicht besser beschreiben), und vom Text hat man rein gar nichts verstanden. Den amerikanischen Slang hat er aber (wie die meisten anderen) sehr gut getroffen, und zumal er schauspielerisch gut war, den Porgy mit viel Herzblut gestaltet hat und auch den einzigen Sympathieträger in diesem Gewurl von Unsympathlern verkörpert hat, war ihm starke Zustimmung gewiss. Melba Ramos war einst eine wirklich gute Sängerin, aber in letzter Zeit ist sie am absteigenden Ast, die Stimme hat Verschleißerscheinungen. Heute hat mich das aber nicht besonders gestört. Eine sehr gute Leistung erbrachte Lester Lynch als Crown, auch er hat eine irgendwie merkwürdige Technik, gefällt mir aber sehr gut (denselben Eindruck hatte ich letztes Jahr in Dresden bei seinem Prigioniero). Ray M. Wade Jr. war der richtige Interpret des Sporting Life; in einer Opernpartie, in der man auch schön singen muss, will ich ihn mir nicht vorstellen. Das restliche Ensemble hat seine Sache gut gemacht, mit Ausnahme von Rebecca Nelsen, die als Clara negativ aufgefallen ist (ihr "Summertime" am Anfang war ziemlich erschreckend). Chor und Orchester unter Joseph R. Olefirowicz waren sehr engagiert dabei.

Glücklicherweise wird in der Originalsprache gesungen mit deutschen Übertiteln (in die sich leider ein paar ärgerliche sprachliche Fehler eingeschlichen haben, kann mittlerweile niemand mehr Deutsch?) Fazit: Nicht verpassen!

Zeitzone des Forums: Europe/Berlin

Am meisten Mitglieder online: 10

Zurzeit Online: copy
3 Gast/Gäste

Momentan betrachten diese Seite:
1 Gast/Gäste

Top Autoren:

UwePaul: 699

Gurnemanz: 535

Chenier: 411

Lohengrin2: 384

alcindo: 250

HansLick2: 235

Michta: 147

susana: 98

Christine: 90

copy: 56

Mitgliederstatistiken

Gastbeiträge: 83

Mitglieder: 203

Moderatoren: 0

Administratoren: 3

Forumsstatistiken

Gruppen: 1

Foren: 1

Themen: 279

Beiträge: 4261

Neuste Mitglieder:

aileentk4, LeFis, mallorypc69, oqobaobuax, ienepikij, lfokgop, zaz, denisesp16, Dormansww, Garminzfbj

Administratoren: HaaSon: 2, ac: 55, Moderator 16: 23

 

Diese Seite drucken