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Parsifal
27. April 2021
10:05
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Christine
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Mit Latein "traktiert" hat mich niemand, ich ging in Wien in die Schule. Wir haben Cäsar, Ovid, Livius, Sallust, Horaz, Tibull, Catull, Cicero, Vergil und Tacitus übersetzt. Bei einigen dieser Autoren fiel es mir leichter als bei anderen. Martial war definitiv nicht dabei, er kam in unserem Lateinunterricht nicht vor.

"Laufenbergs Machwerk" kenne ich nicht, werde ich mir auch nicht ansehen. Ich habe geschrieben, dass sich ein deutschsprachiger Regisseur schwerer täte, nicht, dass es unmöglich wäre. Bei Regisseuren, die sich sehr in den Vordergrund stellen, ist wahrscheinlich alles möglich.

Ich bin jetzt endlich dazu gekommen, in der Bühne das Interview mit Serebrennikow zu lesen. Da gibt es vieles, das er in die Oper hineininterpretiert, was ich dort nicht entdecken kann. Wieso soll Amfortas der Bruder von Klingsor sein? Kundry hat Amfortas trotz leidenschaftlicher Liebe hinter Gitter gebracht? Die Geschichte nicht vom vermeintlich harmonischen Ende her denken, das finde ich auch. Aber gerade in dieser Inszenierung kann man das Ende besonders harmonisch sehen. Die in "leidenschaftlicher Liebe verbundenen" Kundry und Amfortas gehen einer gemeinsamen Zukunft entgegen (dass sie eine eiskalte Mörderin ist, spielt keine Rolle) während sie bei Wagner "entseelt zu Boden sinkt". Das ist eine neue Variante, die Oper geht in jeder Hinsicht gut aus. Es ist sicher besser als wenn Florestan am Ende von Fidelio stirbt oder bei der Entführung Belmonte und Konstanze das Serail doch nicht lebend verlassen dürfen. Das wurde nämlich auch schon inszeniert!

27. April 2021
9:09
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Lohengrin2
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Allerdings glaube ich, dass ein deutschsprachiger Regisseur sich schwerer täte so eindeutig gegen den Text zu inszenieren.

Na dann schauen Madame sich mal Laufenbergs Machwerk in Bayreuth an....

Zu Martial: haben Sie tatsächlich noch nie über den scharfzüngigen Epigramme-Schreiber gehört? Das wundert mich aber, denn der gehört zum Standard !!! Natürluc weiss ich nicht, wo man Sie mit Latein traktiert hat.
https://de.wikipedia.org/wiki/Martial

27. April 2021
8:57
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Christine
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Alcindo, Sie haben die Antwort auf die Frage, wie gut der Regisseur die deutsche Sprache beherrscht ja schon gegeben: ".....hier aber glaube ich, dass es gewollte verfremdung war um eine noch nie da gewesene version zu zeigen...das ist auch gelungen, ob es wohl die richtige ist...das wird eine jüngere generation sehen". Allerdings glaube ich, dass ein deutschsprachiger Regisseur sich schwerer täte so eindeutig gegen den Text zu inszenieren. Aber wenn ich eine Sprache vielleicht nur auf dem Niveau A 1 beherrsche, sehe ich leichter darüber hinweg. Ob sich diese Inszenierung lange im Repertoire halten wird, bezweifle ich fast, da sie sehr auf ein Team zugeschnitten ist.

Bemerkung am Rande: Interessant, was hier über Latein berichtet wird. Ich hatte Latein sechs Jahre im Gymnasium, ein Autor Martial ist mir unbekannt. Und dass man einen Aufsatz in Latein über den ersten Ball schreiben musste, das ist mehr als erstaunlich. War das in Österreich?

27. April 2021
7:47
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Lohengrin2
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Dann sind wir Lateiner ja unter uns. Vergil schriftlich, Martial mündlich zur Matura. Alles sehr sehr sehr lange her..........

Das Wagnersche Geschwurbel (danke Dalmont) ist wahrhaftig auch für Muttersprachler kaum zu "verstehen" und gibt auch nicht immer Sinn.

27. April 2021
0:42
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alcindo
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21. Januar 2021
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caro Dalmont: Sie sollten versuchen Ihren stil zu purgieren....warum gibt es bei Ihnen immer wieder anschuldigungen? wäre dieser Parsifal in der selben form von einem regisseur aus Indien, Japan oder Marocco inszeniert worden hätte ich genau dasselbe bemängelt und geschrieben..das haftet nicht an der person Serebren....und bei Agentur liegen sie auch falsch. wenn Sie glauben, dass Sie sich zb auf portugiesisch passiv  gut orientieren können, bezweifle ich, dass Sie den tieferen sinn mancher phrasen beim fado oder bei einem tvprogramm den wortwitz von Herman Jose verstehen. ich spreche ziemlich gut portugiesisch, aber oft passiert es mir, dass ich etwas besonders originelles sagen will...und dann verstehen es meine freunde nicht...weil ich halt aus dem Deutschen uebersetze und der witz verloren geht.....so könnte es auch einem  regisseur ergehen, wenn er eine wörtliche uebersetzung benutzt, aber den tieferen sinn nicht mitbekommt......hier aber glaube ich, dass es gewollte verfremdung war um eine noch nie da gewesene version zu zeigen...das ist auch gelungen, ob es wohl die richtige ist...das wird eine jüngere generation sehen...ob sie in 10 oder 15  oder 20 Jahren noch in der WStO gezeigt werden wird???  

ich habe 6 Jahre Latein gehabt, auch wir lernten nur übersetzen, auch Livius,  parliert haben wir nicht

noctem bonam desiderans...alcindo

26. April 2021
23:04
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Chenier
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28. Februar 2021
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"Wagners Parsifal versteht man im Deutschen ohne „Bayreuther Wörterbuch“ nicht, seine Sprache  (Lexik für Chénier-Eisenstein–„Eigenholde“) ist oft lächerlich. Im Italienischen und Französischen ist für dieses Geschwurbel Klareres gedacht worden.

Man soll sich nix vormachen: In all diesen“ sprachbewusslichen“ Einträgen des Forums geht es doch darum, Serebrennikow als doofen Blödel hinzustellen. Warum fragt ihn im Online-Merker niemand nach all dem, was man ihm anlastet. Für alle die Forumschefs, die sich der tollen Agenturkontakte rühmen, dürfte eine Kontaktaufnahme mit ihm ja ein Kinkerlitzchen sein. Oder will man das gar nicht? Nehme ich an, denn …."

Das abendliche "Geschwurbel". Darf ich Sie höflich fragen, Dalmont, was Sie vor dem Verfassen dieses Textes an Flüssigkeiten oder sonstigen Substanzen zu sich genommen haben?

26. April 2021
22:51
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Dalmont
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Ich musste Livius übersetzen, obwohl ich bis heute nicht Latein spreche. Ich musste einen Text zum Thema „Mein erster Ball“ auf Latein schreiben, obwohl ich nicht Latein spreche.

Ich liebe als aus der Zeit Gefallener Gedichte, und meine Lieblingsdichterin ist Anna Achmatova. Ich kenne viele grandiose deutsche Nachdichtungen ihrer Gedichte, aber nahe wird sie mir nur mit den Vergleichen meiner eigenen Übertragungen mit den kunstvollen Übersetzungen.

Was ich sagen will: man kann sich in einer Sprache passiv – wie ich im Russischen, Tschechischen, Portugiesischen - sehr gut orientieren und sie verstehen, selbst wenn man nicht gut parlieren kann, weil die Sprechpraxis fehlt. Zum Überleben reicht es immer.

Wagners Parsifal versteht man im Deutschen ohne „Bayreuther Wörterbuch“ nicht, seine Sprache  (Lexik für Chénier-Eisenstein–„Eigenholde“) ist oft lächerlich. Im Italienischen und Französischen ist für dieses Geschwurbel Klareres gedacht worden.

Man soll sich nix vormachen: In all diesen“ sprachbewusslichen“ Einträgen des Forums geht es doch darum, Serebrennikow als doofen Blödel hinzustellen. Warum fragt ihn im Online-Merker niemand nach all dem, was man ihm anlastet. Für alle die Forumschefs, die sich der tollen Agenturkontakte rühmen, dürfte eine Kontaktaufnahme mit ihm ja ein Kinkerlitzchen sein. Oder will man das gar nicht? Nehme ich an, denn ….

„Wortschwall“-Schimpfereien in der Früh oder am Abend ersetzen dann ein Purgans. Soll sein. Selbst wenn man arbeiten muss…

26. April 2021
21:50
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Lohengrin2
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Dann dürfte ich in keine Italienische oder Französische Oper gehen; ich spreche keine der beiden Sprachen.....

26. April 2021
21:49
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alcindo
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chere mme...spielt aber schon eine rolle für den, der das resultat kritisch betrachtet

mit gruss alcindo

26. April 2021
21:38
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Lohengrin2
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Den kennen Sie wohl, Sie wissen es nur nicht !!!!!!!!!!!!!

Girard hat den NY-Parsifal zuerst für Lyon gemacht, um nicht zu sagen ausprobiert; dort hat der österreichische Tenor Nikolai Schukoff die Titelpartie gesungen. Girard ist ein kanadischer Filmregisseur........

Ob das Publikum Deutsch kann oder nicht, spielt für die Aufführung überhaupt keine Rolle.

 

26. April 2021
19:29
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alcindo
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chere mme, den Parsifal aus Lyon kenne ich nicht,  dort wird es auch nicht viel Deutsch sprechendes publikum geben, und ob Girard Deutsch kann: das weiss ich nicht....

26. April 2021
17:33
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Lohengrin2
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wenn man nicht Deutsch kann kommt man mit dem Wagner-Deutsch noch weniger zurecht,

Wie hat das Girard in Lyon/NY geschafft?

26. April 2021
12:08
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alcindo
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zu Dalmont: aus verlässlicher quelle aus dem insiderkreis der Parsifalproduktion habe ich erfahren, dass auch diese insider der ueberzeugung sind, dass Serebr..nicht wirklich Deutsch kann.  wenn man nicht Deutsch kann kommt man mit dem Wagner-Deutsch noch weniger zurecht, glaube ich.. von wegen gekritzel: ich mag in der oper keine regieanweisungen oder texterlaeuterrungen, die schriftlich ins bühnenbild gebracht werden, zb auch nicht "tag 3 oder 4" ..... eine "alte" regel war auch die "stumme Jule", dass in der oper auf der bühne der mund nur aufgemacht wird von dem, der gerade singt, wobei ich mich im konkreten fall nicht auf JK als Parsifal beziehe, der immer wieder die worte von Gurnemanz memoriert

von wegen Freischütz : das aus Klagenfurt kenne ich nicht, glaube aber, dass das nicht unbedingt in einer luxuriösen Hotel-oder Buerohalle mit sektgläsern in der hand der meisten beteiligten gespielt hat, und dass das Aennchen sicher keine Gräfin Geschwitz-parodie war, die seltsamer weise vom schlanken burschen singt

26. April 2021
10:46
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copy
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@Gulliver: Es kam so rüber, angenommen....

26. April 2021
10:32
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Gulliver
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Das tut mir leid Copy, wenn ich damit überheblich wirke und entschuldige mich. Ich wollte damit nur entschuldigend ausdrücken, dass ich in Eile war. Ich empfand meinen Text nicht so ganz gut formuliert , hatte aber keine Zeit mehr, da eine gescheihte Semantik reinzubringen. Ich hoffe, dass ich inhaltlich trotzdem rüberkomme. Und ohne Üerheblichkeit arbeite ich halt - was soll daran eigentlich überheblich sein.  wieder in Eile.

Viel Spass

26. April 2021
10:07
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Chenier
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Dalmont, das gegenseitige Missionieren, teilweise mit persönlichen Untergriffen, bringt wenig und auch Ihre ständigen Erklärungsmodelle mit dezenten Hinweisen auf die Überlegenheit Ihres Ansatzes sind kontraproduktiv.

Man sollte endlich akzeptieren, dass es unterschiedliche Einstellungen zur Art von Inszenierungen gibt und auch die Position andere respektieren. Ihnen und manch anderem gefällt der Serebrennikov-Parsifal, mir und vielen anderen nicht, basta. 

26. April 2021
10:06
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copy
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@Gulliver: Was wollen sie mit der überheblichen Phrase "So nun muss ich arbeiten." ausdrücken?????Wink

26. April 2021
9:19
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Christine
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Jetzt ist Karajans Kundry gestorben, leider habe ich sie "aus Altersgründen" in dieser Rolle nicht gesehen. Was Christa Ludwig wohl zu der Neuinszenierung gesagt hätte? Sie ist ja eine der letzten Künstlerinnen, die noch mit Dirigenten wie Karajan, Böhm, Bernstein zusammengearbeitet hat, als man nach einer Aufführung hauptsächlich über die musikalische Gestaltung und nicht über die Regie diskutiert hat.

26. April 2021
7:33
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Gulliver
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Dieser Wortschwall ist enorm, zusammengebastelt aus Behauptungen und kindlicher Durchsetzungswut - konstruktiv wären zumindest wenige Fakten, aus dem was man sieht und Sie meinen wollen auch nur eine erkennbare Gescheihtheit zu entwickeln. Ihre Absicht ist es ander Meinungen, die hier überwiegen, absaufen zu lassen, dabei stellen Sie sich mit so vielen Worten ohne Inhalt selbst abseits11 - und bezieheh sich noch dazu auf eine Rezensentin, die ebenfalls wohl ihre Gedankenwelt niedergeschrieben hat , aber nicht logisch bezogen auf das was geboten wurde. So nun muss ich arbeiten.

26. April 2021
2:19
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Dalmont
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Alcindo, wir drehen uns im Kreis. Wir haben verschiedene Fluchtpunkte, auf die wir unsere Erwartungen ausrichten. Ich möchte in der Oper eine Art Theater sehen, wie wir es an der Burg nicht erst seit Peymann erleben können. Sie nicht, Sie möchten was anderes, was ich so akzeptiere, wie sie meine Erwartungen. Sie haben sich viel mit dieser Oper beschäftigt, ich nehme das auch für mich in Anspruch und könnte viele Stellen mitsingen, aber das Gekritzel zeigt halt, worauf diese Interpretation besonderen Wert legt und das ist Teil der Ästhetik. Ich nehme das wahr, aber es lenkt mich nicht von Musik und Text ab. Wie sehr Serebrennikow Deutsch versteht, kann ich nicht beurteilen. Aber eine Sprache verstehen und sie auch fließend sprechen zu können, sind zwei verschiede Paar Schuhe. Mit der deutschen Umgangssprache ist man bei Wagner ohnedies verloren, und wenn ein Russe in einer Einführung englisch spricht, kann man nicht daraus schließen, dass er Deutsch nicht verstünde, nur weil er möglicherweise keine Sprechpraxis hat. Ich habe den Eindruck, Sie suchen nach Gründen, warum Kirill Serebrennokow seine für Sie falsch Interpretation so gestaltete, wie wir sie gesehen haben. Unkenntnis des Werkes schließe ich aus, der Grund ist ein anderes Theaterverständnis. Ich bin dem Regisseur allerdings auch dankbar, dass er diesmal nicht die Kundry-Interpretation umsetzte, wie sie die großartige und so erfrischend schnoddrige Christa Ludwig im in memoriam gesendeten Interview vor kurzem zusammenfasste: Kundry sei die Jüdin (Wagner nennt sie ja auch Herodias), die das Blut der Gralsritter "verunreinigte" und deshalb am Schluß sterben musste. Diese so folgenschwere Idee wird bei allen, die Wagner schätzen, so nehme ich an, ohnedies immer mitgedacht. 

Interessanterweise stellte Christine Lemke-Matwey ihre Stream-Kritik in der letzten „Zeit“-Ausgabe den Titel „Was ist der Gral? Die Freiheit!“ voran. Untertitel: „Bestürzend prophetisch: Kirill Serbrennikows Wiener ‚Parsifal‘-Inszenierung“. Eine sehr kluge und differenzierte Beschreibung dessen, was sie gesehen und gehört hat, die in dem Geständnis gipfelt, „sich vor Sehnsucht nach dem Echten, Analogen“ zu verzehren. 

Wir sollte für diesmal unsere Diskussion beenden, zudem zu erwarten ist, dass sie nach der „Faust“-Premiere wieder aufleben wird. (Ob da das "Ken Russell-Desaster" getoppt werde wird?)

Man hätte all diese Argumente übrigens auch schon vor elf Jahren bei den (weniger radikal inszenierten) Zürcher „Königskindern“ vorbringen können. Ich habe den Stream heute gesehen, und hatte etwas Bammel, dass er mir das so überaus positive Bild zerstört, das ich nach der Live-Aufführung 2010 gespeichert habe. Es war so grandios, wie ich es erinnerte; mit einem fulminanten Jonas Kaufmann und einer wunderbaren Isabel Rey. Ich habe extra auf das von Ihnen bei dem Sänger so oft monierte Anschleifen der Töne geachtet, es ist mir ganz selten aufgefallen. Und da auch nicht störend, eben weil er so großartig seine Rolle ausfüllte. Ein wunderbares Werk und eine grandiose Aufführung.

Ich möchte im Hinblick auf unsere "Freyschutz"-Differenzen (die nicht anders als die "Parsifal"-Differenzen waren) noch kurz einen Gedanken einfügen, den Christa Ludwig im Interview auf ORF III formulierte: Sie habe in Klagenfurt einen „Freischütz“ gesehen, der in einer amerikanischen Kleinstadt mit dem dort üblichen Herumgeballere angesiedelt war, und es sei so klug und gut gemacht gewesen, dass es auch mit der Musik zusammenging. Ich ahne Ihre Einwände, Sie müssen sie nicht nochmals niederschreiben.

 

Was soll man zu Chénier-Eisensteins Eintrag 222 sagen? Das Wort „Pseudo…“ soll eine Keule sein, ähnlich vernichtend wie das häufig zu lesende „selbst ernannt“. Sei’s drum. In welche Richtung bei „holistisch“ gedacht werden soll, das ist mühsam herauszufinden: evolutionsbiologisch gedacht ergibt es keinen Sinn, quantenphysikalisch ebenso wenig wie stukturalistisch. Und erkenntnistheoretisch? Das wär‘ zu viel der Ehr‘. (Bitte nicht tierisch ernst zu lesen) Und sollte es nur ganz simpel als ganzheitlich gemeint gewesen sein? Da würde einem Kursleiter für „Schreiben lernen“ als Zensur „Blähstil“ einfallen.

Viel interessanter wäre, herauszufinden, wie diese eigenartige (Miss)Interpretation und Kurzfassung meiner Überlegungen zu Stande kommt. Sei’s drum, ich halt‘ mich an den Schluss der „Fledermaus“: „Wir wollen ihm den Glauben, der ihn beglückt, nicht rauben….“

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