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Parsifal | Seite 13 | OnlineMerker | Forum

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Parsifal
14. April 2021
18:25
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Chenier
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28. Februar 2021
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"Das Urteil gilt als politisch motiviertes Urteil. "

So wird es zumindest dargestellt, aber zwischen Darstellung und Realität klafft bisweilen eine Riesendivergenz.

14. April 2021
18:06
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MRadema796
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20. Januar 2021
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Chenier sagt
Serebrennikov ist  strafrechtlich wegen schweren Betrugs verurteilt und sitzt gnadenhalber nicht im Gefängnis, sondern zu Hause mit Fußfesseln, auch wenn man ihn jetzt als eine Art "Freiheitskämpfer" und Gegenpart zu Putin präsentiert.

Letztlich wirft die Kooperation mit einem Kriminellen, auch wenn sie distanziert ist, ein merkwürdiges Licht auf das WSO-Direktorat. Man hat auch den Eindruck, dass sich Kultur für ein Politikum missbrauchen lässt.

 

Nein, wirft kein merkwürdiges Licht auf das WSO-Direktorat, sondern auf Russland. Das Urteil gilt als politisch motiviertes Urteil. Er inszeniert allerorten weiter.

14. April 2021
17:52
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MRadema796
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20. Januar 2021
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Christine sagt
Die Musik bleibt - zumindest vorläufig - noch erhalten

 

Das gilt aber nicht generell, z. B. für den Mondparsifal => https://onlinemerker.com/wiene.....r-abwehrz/

Die Radioübertragung hat mir sehr gut gefallen, zur Inszenierung kann ich aber nichts sagen.

14. April 2021
13:43
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Gulliver
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23. März 2021
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47 u. 46 - Chenier und Dalmont: Beide Positionen sind richtig, wichtig und werden von mir begrüßt. Dalmont macht deutlich, was eine Inszenierung heute im Musiktheater erfüllen sollte - Chenier zeigt Grenzen auf, wo sich hier offfensichtlich die Institution Musiktheater als WSTO instrumentalisieren lässt. Das ist zu hinterfragen.

14. April 2021
12:38
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Chenier
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28. Februar 2021
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Sie haben insofern recht, Dalmont, als man durchaus offen für Neues sein soll und sich nicht ausschließlich und zwanghaft an Tradition orientieren soll. Es gibt aber Tabus und Grenzen und diese roten Linien sollten von allen Beteiligten eingehalten werden. Jordan hat ja selbst gesagt, dass er immer wieder korrigierend eingreifen musste, wenn die Ideen des Regisseurs zu abstrus wurden, aber letztlich dürfte er nur ganz marginal etwas bewirkt haben.

Die Verlinkung der Lebenssituation des Regisseurs mit einem Klassiker, dem man damit die authentische Grundlage nimmt, ist für die Mehrheit des Publikums vermutlich uninteressant. Und Serebrennikov ist  strafrechtlich wegen schweren Betrugs verurteilt und sitzt gnadenhalber nicht im Gefängnis, sondern zu Hause mit Fußfesseln, auch wenn man ihn jetzt als eine Art "Freiheitskämpfer" und Gegenpart zu Putin präsentiert.

Letztlich wirft die Kooperation mit einem Kriminellen, auch wenn sie distanziert ist, ein merkwürdiges Licht auf das WSO-Direktorat. Man hat auch den Eindruck, dass sich Kultur für ein Politikum missbrauchen lässt.

14. April 2021
11:57
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Dalmont
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22. Januar 2021
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Im Forum ist offensichtlich die Fraktion, die eine buchstabengetreue Umsetzung von Wagners Szenenanweisungen bevorzugt, größer als die, die sich für Geist und Inhalt eines Werkes interessiert.

Jedes große Kunstwerk, das die Bühne braucht, damit es entsteht, ist vielschichtig, vieldeutig, stellt mehr Fragen, als es Antworten gibt. Und der „Parsifal“ ist eines der schwierigsten und vielschichtigsten, hat mit den deutschen Heldensagen allerdings nix mehr zu tun. Vielleicht ist es auch eines der konfusesten, bei allem was Wagner da an Theologie, Literatur, Philosophie und Psychologie durcheinandergemixt hat. (Möglicherweise hat er ja den Schlußsatz „Erlösung dem Erlöser“ als auf sich selbst gemünztes Stoßgebet ersonnen).

Wer natürlich bei Gefängnis sofort ans Landl, an Suben oder die Karlau denkt, wird mit dieser Deutung nix anfangen können. Was sind denn die Gralsritter? Nicht Gefangene ihrer eigenen Denkweise oder Ideologie und ihre Burg ihr Kerker? Da lässt die Assoziation Gefängnis sehr viel gedanklichen Spielraum.

Wer von Haus aus annimmt, Leute wie Kirill Semjonowitsch Serebrennikow, verstünden nix vom Werk, seiner Sprache, nix von Regiekunst, und sie mit – um im linguistischen Jargon Chéniers zu bleiben – mit Epitheta ornantia wie „weitgehend bedeutungslos“ bedenken, werden keinen Zugang zu deren Arbeit finden. Diese abwertenden ‚schmückenden Beiwörter‘ fallen in der Regel auf die Schreibenden selbst zurück. Ob das, womit diese Deutung des Werkes begründet wird, aus Euphemismen besteht, darüber ließe sich zudem trefflich streiten.

Das was die „Bayreuther Blätter“ aus Wagner gemacht haben, spukt halt leider noch als „echter Wagner“ in vielen Köpfen herum.

Sei’s drum. Der Widerstand im Forum war zu erwarten, genau mit den immer gleichen Sätzen.

Weshalb auch ich mich wiederhole:

Schon mein erster „Lohengrin“ in einem Landestheater 1959 hatte nix mehr von dem, was Ludwig II. und bis 45 das Publikum beglückte, beim „Parsifal“ wird es nicht anders gewesen sein.

Buchstabengetreu wurde das „Drehbuch“ beim Wiener Sanjust-„Ring“ umgesetzt, nachdem man Harry Kupfer hinausintrigiert hatte. (Wer erinnert sich nicht an Marcel Prawys Peinlichkeiten damals). Diese „Ring“-Unternehmung machte die Staatsoper zur europäischen Lachnummer und musste nach der „Walküre“ abgebrochen werden. Hat aber offensichtlich außer mir niemand miterlebt.

Und zu guter Letzt: auch die sehr realistische „Lohengrin“-Inszenierung von Joachim Herz wurde von den Wiener mit stark ablehnendem Gebrüll empfangen.

Ja, und noch etwas: ich beglückwünsche Lohengrin – und alle anderen, die ähnlich offen sind – dazu, dass sie herausfinden wollen, was uns die großen Kunstwerke heute zu sagen haben.

Ich habe bis jetzt nur gelesen was über die diesmalige Interpretation zu lesen war, nichts gesehen, mir Jordans interessante Ausführungen im Link, den Lohengrin zur Verfügung stellte angehört und freue mich auf Arte concert.

14. April 2021
10:07
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Christine
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22. Januar 2021
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Alcindo, ich bin auch der Meinung, dass die Mehrzahl der Opernbesucher das Werk von Richard Wagner interessiert und nicht das, was sich ein russischer Regisseur der persönlich in einer prekären Lage ist, dazu ausdenkt. Operndirektoren scheinen aber da anders zu denken. Sie sind nur mehr an den Interpretationen der Regisseure interessiert und je weiter sich diese von den Intentionen der Komponisten und Librettisten entfernen, umso besser. Der Regisseur soll sich nicht mehr in den Dienst des Werkes stellen sondern das Werk muss sich ihm unterordnen. Die Musik bleibt - zumindest vorläufig - noch erhalten und wenn bedeutende Dirigenten und Sänger ihr Bestes geben, ist "alles in Ordnung". Zumindest für viele Kritiker die als modern gelten wollen und auch für die Direktoren so lange die Kasse stimmt. In Corona Zeiten geht man diesbezüglich gar kein Risiko ein.

14. April 2021
9:45
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alcindo
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21. Januar 2021
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zu 42: fast alle interessiert der Parsifal von Richard Wagner, wenige insteressiert die persoenliche situation des russischen und kaum Deutsch sprechenden regisseurs

14. April 2021
9:01
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Chenier
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28. Februar 2021
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Jede Menge Ausschnitte der wichtigsten Szenen, um mir ein fast vollständiges Bild zu machen. Das ist signifikant. 

Eine graue Gefängnisszene, in der etwa Parsifal einen Mithäftling ermordet oder Kundry Amfortas umbringt. Er selbst ist Bandenchef und nicht Gralskönig.

Das steht alles so nicht im "Drehbuch". Auch die Doppelbesetzung mit Sänger und Schauspieler war von Wagner, der immerhin für Libretto und Partitur gleichermaßen zuständig war, so nicht vorgesehen. Diese "Neudeutung" ist eine Herabwürdigung des Werkes und eine Beleidigung des Publikums, auch wenn sie mit Euphemismen kommentiert und begründet wird. Wie üblich, ein weitgehend bedeutungsloser Regisseur, der glaubt, sich in den Mittelpunkt stellen zu müssen.

Das Publikum wird wegen ihm nicht kommen, sondern eher ausbleiben. Ich selbst werde diese Produktion als zahlender Besucher mit Sicherheit auslassen, weil ich mich nicht 5 Stunden ärgern möchte und dafür noch Geld ausgebe.

14. April 2021
8:19
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MRadema796
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Chenier scheint den noch nicht gesendeten Stream schon gesehen zu haben? Ich warte mit dem Urteil ab und schaue mir zunächst den Stream an. Dass es kein gewöhnlicher Parsifal wird, ist offensichtlich. Kann es glingen, ohne christliche Aspekte durch Ummünzug der Erlösung in eine Befreiung erfolgreich durch die 5 Stunden zu kommen? So eine Aufführung mit kompromisslos vorgefertigten Meinungen anzuschauen, ist meines Erachtens jedenfalls keine gute Idee.

Anders als Chenier kann ich mir übrigens sehr gut vorstellen, dass ein Regisseur mit Hausarrest eine besondere Beziehung zu diesen auf Erlösung wartenden Menschen herstellen kann.

13. April 2021
21:58
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Chenier
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28. Februar 2021
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Serebrennikov hat im Interview diese Art von Inszenierung für alle Beteiligten als "Albtraum" bezeichnet. Damit kann er auch das Ergebnis nicht besser formulieren.

13. April 2021
20:37
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Lohengrin2
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20. Januar 2021
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mit ihrer meinung zu Traviata u Carmen steht mme lohengrin wieder einmal allein auf weiter flur

Meinen Sie, weil Sie nur die Meinung Ihrer Comunity konsumieren....

 

Deutschkenntnisse: Ich weiss nicht, wie gut Girard Deutsch kann, aber der Met-Parsifal 2013 war großartig. Kann Gatti Deutsch, konnte Levine? Wie ist es mit Nelsons? Auch und gerade die Dirigenten müssen jedes Wort verstehen! Ob Schlingensief, Herheim und Laufenberg die letzen 3 Produktionen in Bayreuth besser inszenierten, weil sie Deutsch können? Ich bezweifle das schwer!

13. April 2021
20:20
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alcindo
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mit ihrer  meinung zu Traviata u Carmen steht mme lohengrin wieder einmal allein auf weiter flur...bitte nicht mit den kritiken der hofjournaille replizieren...      meiner bescheidenen meinung nach ist es foerderlich, wenn der regisseur einer Wagneroper Deutsch perfekt beherrscht...der Muenchner Freischuetz hat auch bewiesen, wie einem russischen regisseur, der wahrscheinlich auch geringe deutschkenntnisse hat,  ein werk total in die hose gehen kann.

13. April 2021
19:10
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Lohengrin2
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20. Januar 2021
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Klar. Pape, Mattei, Daleyman, Nikitin; Gatti hat (auswendig) dirigiert.

Die Produktion wurde von dem Kanadier Girard ein Jahr vor der Met in Lyon (mit Nikolai Schukoff) vorab herausgebracht. Gelb ist ja ein schlauer Fuchs: er hat Schukoff während der Laufzeit des Parsifal eine Serie Don Jose gegeben, um für Kaufmann einen eingeübten Einspringer bei der Hand zu haben (war aber nicht nötig).

Da war im ersten und dritten Akt nur verbrannts Erde und ein (zuerst vertrocknetes) Rinnsal in der Mitte. Die jeweilige Stimmung wurde durch üppige Videoprojektionen auf der Rückwand hergestellt. Im zweiten Akt wurde die gesamte Bühne unter rot gefärbtes Wasser gesetzt; deshalb waren die Pausen besonders lang.

Als DVD verfügbar.

13. April 2021
19:03
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walter
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In meiner Erinnerung wird Parsifal sich immer so ereignen wie in der Sage, mit allem, was die Natur dazu beisteuern kann. So habe ich ihn kennengelernt, und so hat er mich als 10 oder 12 Jährigen bereits fasziniert.

Ich erinnere mich aber, vor einigen Jahren eine Produktion der Met gesehen zu haben, die kam mit sehr wenig aus, und es funktionierte sehr gut. Kaufmann war dabei, das weiß ich noch. Erinnert sich jemand daran?

walter

13. April 2021
18:44
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Lohengrin2
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20. Januar 2021
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Dese Narrative interessieren keinen Menschen

Wenn es Sie nicht interessiert, ist das Ihre Sache. Es gibt aber ausser Ihrer Wenigkeit noch mehr als 7 Milliarden Menschen auf der Welt und leider viele davon in ähnlich gefangenen Situationen wie KS.... Also: nicht mit einem Handstreich alle wegwischen!

er kann kaum deutsch

Seit wann ist Deutsch eine Voraussetzung, an der WSO zu reüssieren, ja KammersängerIn zu werden? Da fallen mir gleich zwei sehr prominente Beispiele ein.

Geht`s noch? Die dritte Produktion in Serie nach Carmen und Traviata, die szenisch voll in die Hosen geht,

Sie wissen jetzt schon alles, dann gehören Sie wohl zu den Privilegierten, die bei der Aufzeichnung dabei waren, oder -falls nicht- wie erdreisten Sie sich, schon ein Urteil abzugeben? Carmen und Traviats waren szenisch fantastisch, haben den verstaubten Zuckerguss weggelassen und die Geschichten packend und ohne Beschönigung erzählt.
Erinnern Sie sich noch an die beiden letzten Parsifal-Produktionen, die alles andere als brauchbar waren, jede unglücklich auf ihre Art.

13. April 2021
18:31
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Chenier
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28. Februar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Kenne ich, Lohengrin 2.

 

Pardon, aber wie kann sich dieser angebliche Regisseur erdreisten, in einem Anfall von Arroganz seine "eigene Geschichte" über den Klassiker Parsifal zu erzählen?

Dese Narrative interessieren keinen Menschen und haben weder peripher noch rudimentär irgendetwas mit dem Inhalt zu tun.  

Und wie kann ein Regisseur mit Hausarrest und Dolmetscher, er kann kaum deutsch, aus Moskau per Video in Wien inszenieren? Das ist ungefähr so wie Ferndiagnosen von Ärzten, geht meistens am Problem vorbei.

Geht`s noch? Die dritte Produktion in Serie nach Carmen und Traviata, die szenisch voll in die Hosen geht, auch wenn sie musikalisch ein Leckerbissen sein dürfte, denn über die Qualität von Jordan, Kaufmann, Garanca, Tezier, Zeppenfeld braucht man nicht lange zu diskutieren.

 

PARSIFAL« ERZÄHLT VON KIRILL SEREBRENNIKOV

 

NEWS | 12.04.2021

Der gereifte Parsifal durchlebt in der Erinnerung seine Jugend. Im Erzählen seiner Geschichte wird für ihn die Zeit zum Raum, in dem er seinem früheren Ich begegnet: Als Namenloser war er Insasse der Haftanstalt Monsalvat. 

Erster Aufzug

Der Häftling Amfortas lebt in ständigem Aufbegehren gegen die menschen-unwürdigen Haftbedingungen. Unter den Gefangenen genießt er aufgrund seiner kompromisslosen Haltung höchstes Ansehen. Getrieben von inneren Stimmen, die ihn im Namen seines Vaters Titurel drängen, »den Gral zu enthüllen«, bringt er seinem Körper Verletzungen bei.

Kundry, eine Journalistin, die mit Sondergenehmigung in der Haftanstalt fotografieren darf, agiert für die Häftlinge als Zwischenträgerin von Gütern und Nachrichten aus der Außenwelt. Auch Amfortas wird von ihr mit Medikamenten versorgt. 

Gurnemanz ist die graue Eminenz der Häftlings-Bruderschaft. Er berichtet, Amfortas’ Traumatisierung sei durch eine Agentin Klingsors verursacht worden. Eine Prophezeiung habe dem Leidenden aber Erlösung durch einen »reinen Toren« versprochen. Gurnemanz hält die Erinnerung an diese  Legende in der Bruderschaft wach. 

Der Namenlose ermordet den »weißen Schwan«, einen Mithäftling, und verstößt damit gegen das Gewaltmonopol des Gurnemanz. Kundry berichtet dem Namenlosen vom Tod seiner Mutter, worauf dieser mit gesteigerter Aggression reagiert. 

Gurnemanz findet Interesse an dem verwilderten Burschen und stellt ihm einen Aufstieg innerhalb der Häftlingshierarchie in Aussicht. Doch das Schauspiel der qualvollen Leiden des Amfortas und der Traum von einem kostbaren Abendmahlskelch, dem »Gral«, der den Häftlingen als Symbol der Freiheit erscheint, bleiben Parsifal unverständlich. 

Zweiter Aufzug

Kundry arbeitet für die Redaktion eines von Klingsor herausgegeben Magazins. Er und Kundry hatten ein Verhältnis. Klingsor hat Kundrys Abhängigkeit dazu benutzt, Amfortas hinter Gitter zu bringen. Nun soll Kundry auch den namenlosen jungen Straftäter, dessen Fotos sie ediert, von seiner Macht und seinem Geld abhängig machen. 

Nach seiner Entlassung kommt der Namenlose für ein Fotoshooting in das Redaktionsbüro. Als er sich den Stilistinnen, Fotografinnen und Redakteurinnen entziehen will, ruft Kundry ihn mit dem Namen Parsifal – ein Name, bei dem ihn einst seine Mutter rief. Mehr und mehr gerät er in den Bann von Kundry, die die Erinnerung an die besitzergreifende Liebe seiner alleinerziehenden Mutter beschwört. Nachdem er sie verlassen hatte, sei sie an gebrochenem Herzen gestorben. Parsifal wird von Schuldgefühlen erfasst.

Kundry bietet ihm zum Trost »als Muttersegens letzten Gruß der Liebe ersten Kuss«. In ihrer Umarmung bricht in Parsifal die Wunde des Begehrens auf. Zugleich begreift er, dass er ebenso wie Amfortas manipuliert und benutzt werden soll. Er stößt Kundry als »Verderberin« von sich. Vergeblich setzt Kundry all ihre Verführungskünste ein. Zuletzt droht sie ihm mit Gewalt: Doch Parsifal ist eher bereit zu sterben als sie zu lieben. 

Dritter Aufzug

Viele Jahre sind vergangen. Die Haftanstalt wurde aufgelöst, doch viele Insassen arbeiten und hausen weiterhin in dem Gemäuer. Einzig Gurnemanz träumt noch vom verheißenen »reinen Toren«. Nach dem Erwachen wird er unter einer Gruppe von Greisinnen der gealterten Kundry gewahr. Da tritt ein Unbekannter herein. Kundry erkennt ihn als erste: Es ist Parsifal. Als Parsifal innewird, den Ort seiner Jugend wieder betreten zu haben, empfindet er dies fast als Heimkehr. Denn das seither gelebte Leben hat er als Irrweg erlebt, voller »Nöte, Kämpfe und Streite«. 

Gurnemanz begreift, dass Parsifal der ersehnte Erlöser sein könnte, der einer zerfallenden Welt einen neuen Glauben an eine mögliche Zukunft schenkt. Er lässt die Frauen in einem improvisierten Ritual Parsifals Füße waschen und salbt ihn zum Gralskönig. Parsifal versöhnt sich mit Kundry. Amfortas bezichtigt sich angesichts der Urne seines Vaters Titurel des Vatermords und wütet gegen sich selbst und seine Schicksals genossen. Amfortas wird von seinen Leiden erlöst. Parsifal weist den Weg in die Freiheit.

13. April 2021
16:07
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Lohengrin2
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Vielleicht beschäftigen Sie sich mal wirklich damit!

Wenn Sie sich nicht herbeilassen können, die Produktion anzuschauen, dann wäe es gut sich nicht dazu zu äußern.

Sie haben wohl noch nicht bemerkt, dass die anderen Premieren auch nicht live gestreamt wurden!

13. April 2021
15:57
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Chenier
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28. Februar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Lohengrin2, mir genügen die Berichte, Ausschnitte und Interviews, um diese Produktion beurteilen und damit vorverurteilen zu können.

Und warum ein Stream als Aufzeichnung?

Dann war je die Premiere ganz für die Fische und nicht einmal für die Kritik zugänglich, nur die bloße Anwesenheit war geduldet - Nordkorea & Co. lassen grüßen.

13. April 2021
15:31
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Lohengrin2
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20. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Ja, ich in der Meinung, dass sogenannte Kritiker erst in eine pätere Vorstellung gehlassen werden sollten (geht hier leider nicht).

Spontener Eindruck ist nach meiner Meinung kein Merkmal einer adäquaten Kritik, sondern sorgfältige Analyse des Stückes, der Inszenierung, des Dirigates und der Sangesleistung. Das schnelle Hingeschmiere haben wir zur Genüge als unbrauchbar bzw. als Wiedergabe einer vorgefassten Meinung zu lesen bekommen. Wi schon erwähnt, haen sich spätere Reviews als wesentlich zutreffender erwiesen.

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