Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

"Opernmuseum", ein USP-(Unique Selling Point)- wäre so etwas möglich? | OnlineMerker | Forum

Werte Forumsteilnehmer!

Das Forum ist nun wieder geöffnet!  Wenn es aber wieder nicht den Regeln entsprechend verwendet wird, werden wir mit Löschungen ohne jewede Rechtfertigung vorgehen. 

Das Forum kann zwar von jedem, der sich an die Forumsregeln hält, genützt werden,  dennoch ist es privat und wir sind nicht gezwungen, Leute, von denen wir den Eindruck haben, dass sie - aus welchen Gründen immer - nur stören bzw. persönliche Rechnungen gegen einzelne Teilnehmer oder das Medium selbst begleichen wollen, daran teilnehmen zu lassen.

1. Teilnahme:

Der Online Merker würde es sehr schätzen, wenn sich die Teilnehmer an diesem Forum mit ihren echten bürgerlichen Namen anmeldeten. Das kann allerdings nicht verpflichtend sein, weil die Möglichkeiten, dies zu umgehen, zu groß sind und zweifellos auch von manchen Menschen genützt würden. Wer also unter seinem bekannten „Nick-Name“ angemeldet bleiben will, möge das tun. Allerdings wird gebeten, sich eines zivilisierten Tonfalls zu befleißigen, was nicht immer der Fall war, also mit einem Mindestmass an Höflichkeit, wie diese im gesellschaftlichen Umgang üblich ist, zu verfahren.

Um Spam-Anmeldungen zu vermeiden, muss jeder neu registrierte Teilnehmer das Mail, das er nach erfolgter Erst-Registrierung bekommt, binnen 24 Stunden bestätigt retournieren/ Link anklicken (bitte schauen Sie auch in Ihren Spam-Ordner). Erfolgt binnen 24 Stunden keine Reaktion, löscht sich die Anmeldung automatisch!

2. Regeln:

Im Forum des Online Merkers sollen ausschließlich kulturelle Angelegenheiten diskutiert werden. Politische oder gesellschaftliche Fragen sind nur dann gestattet, wenn sie in einem unmittelbaren und hier unverzichtbaren Zusammenhang mit einem konkreten Kulturereignis oder einer aktuellen kulturpolitischen Frage stehen. Da es hier eine gewisse Grauzone gibt, obliegt es ausschließlich dem Moderator zu entscheiden, ob der Beitrag zu löschen ist oder nicht. Beiträge die nicht unmittelbar mit Kultur zu tun haben, bzw. bei denen eine kulturelle Frage nur vorgeschoben wird, um in irgendeine Richtung zu agitieren, sind nicht zugelassen und werden gelöscht.

Der Umgangston im Forum  duldet keinerlei Herabwürdigungen und Beschimpfungen von Mitarbeitern des Online-Merker, anderen Forumsteilnehmern und/oder Dritter,  ebenso wenig wie Bedrohungen mit irgendeiner Art von Gewalt. Solche Einträge werden sofort gelöscht. Das Gleiche gilt für die Veröffentlichung persönlicher Informationen, die aus anderen Quellen des Internets (z.B. Google, Wikipedia oder sonstiger Quellen) über Mitarbeiter des Online-Merker, Forumsteilnehmer und/oder Dritte entnommen wurden.

Zudem wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass staatsfeindliche, gesetzeswidrige, rassistische, extremistische, frauenfeindliche und sexistische Äußerungen und solche über die sexuelle, religiöse und politische Orientierung von Mitarbeitern des Online-Merker, Forumsteilnehmern und/oder Dritten zu unterlassen sind und sofort gelöscht werden.

Der Moderator des Forums ist gegenüber jedermann völlig weisungsfrei und muss seine Entscheidungen nicht begründen. Ebenso wenig braucht er auf Beschwerden und Zurufe aus dem Forum reagieren.

 

 

Avatar
Bitte denke über eine Registrierung nach
guest
sp_LogInOut Login sp_Registration Registrieren
Registrieren | Passwort vergessen?
Erweiterte Suche
Forumbereich


Übereinstimmung



Forum Optionen



Minimale Suchwortlänge beträgt 3 Zeichen - die maximale 84
sp_Feed RSS (Beitrag) sp_TopicIcon
"Opernmuseum", ein USP-(Unique Selling Point)- wäre so etwas möglich?
13. März 2021
8:16
Avatar
Dalmont
Member
Members
Forumsbeiträge: 46
Mitglied seit:
22. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Walter, in der Erinnerung kommen wir doch zusammen. In der „Notre Dame“ war Josef Hopferwieser der Tenor. „Tiefland“ hab ich nicht gesehen, aber zur selben Zeit hat Schock noch einmal als „Evangelimann“ gastiert. In der „Regimentstochter“-Premiere, es muss 72 gewesen sein, waren Reri Grist, Adolf Dallapozza, ich glaube Cerwenka, und dann Irmgard Seefried als Marquise und Ljuba Welitsch als Herzogin von Crakentorp aufgeboten. Mit Kraus könnte Patricia Wise gesungen haben (mein „Tagebuch“ ist aus der Stehplatzzeit recht lückenhaft), aber an eine „Mignon“, wieder mit Dallapozza, erinnere ich mich gut, an „Don Pasquale“,  Gounods „Arzt wider Willen“, eine Ponelle-Inszenierung mit Renate Holm, und vor allem die Dirigate von Argeo Quadri und Anton Paulik. Und noch viel mehr. Aber das war und ist vorbei und so gut es geht, in der Erinnerung gespeichert. Manchmal auch verklärend gespeichert, fürchte ich.

12. März 2021
23:14
Avatar
alcindo
Member
Members
Forumsbeiträge: 249
Mitglied seit:
21. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

die Bohene war eine sehr gute: Gertrud Ottenthal eine beruehrende Mimi, Silvana Dussmann eine gute Musette, und Botha stimmlich beeindruckend

12. März 2021
23:05
Avatar
walter
Member
Members
Forumsbeiträge: 71
Mitglied seit:
8. März 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Da war ich leider nicht anwesend, aber ich erinnere mich noch sehr gut an die Boheme mit Botha, und wie selbstverständlich es mir schien, dass der letzte Akt auf leerer Bühne spielte, kalter Technikboden, sonst nichts. Aber es funktionierte!

walter 

12. März 2021
22:59
Avatar
alcindo
Member
Members
Forumsbeiträge: 249
Mitglied seit:
21. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

@walter, es gab in der VO auch eine Lucia mit Mimi Coertse und Alfredo Kraus, die war sensationell

12. März 2021
22:54
Avatar
walter
Member
Members
Forumsbeiträge: 71
Mitglied seit:
8. März 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Zur Volksoper fällt mir noch Einiges ein, wenn Sie gestatten:

Da gab es eine "Notre Dame", mit, ich glaube, Gutstein, Migenes, Berry, Mitte der 1960er- Jahre, (Wer war der Tenor? Dallapozza?) und die selbe Zeit fällt auch ein "Tiefland" mit Rudolf Schock, oder ein "Evangelimann" mit Dermota-, noch später "Porgy und Bess", eine "Regimentstochter" mit Kraus, jedenfalls gab es da immer auch ansehnliche Produktionen. Ich meine, mich auch an den Fra Diavolo zu erinnern, aber sicher bin ich mir nicht. Leider habe ich es in vierzig Jahren Theaterbesuchs nie zu einem Tagebuch geschafft, und bin deshalb angewiesen auf das Internet. Da findet sich vieles wieder.

walter

12. März 2021
20:26
Avatar
alcindo
Member
Members
Forumsbeiträge: 249
Mitglied seit:
21. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

guten abend, christine, wirklich schlimm wird es, wenn das Regietheater ueber die operette und komische oper herfaellt, paradebeispiel /Zar und zimmermann in der VO. das begann schon mit dem Bettelstudent von mentha, grauenhaft und schnell wieder verschwunden, auch der Zigeunerbaron hatte und hat es in sich, an die Fledermaus in Salzburg will ich gar nicht denken auch nicht an die von Loy, ich glaube in Frankfurt. die VO hat in vielen jahren in der oper das zt falsche repertoire gespielt und die wirklichen volksopern, die volkstuemlichen nicht genug beachtet.   die Traviata in der VO war der ausnahmefall einer guten modernen inszenierung.....wa soll ein Hollaender oder Rigoletto - auch in einer grauenhaften deutung - in der VO,  einen ebenso grauenvollen Rigoletto hat man ja eh schon in der STO

12. März 2021
19:04
Avatar
Christine
Member
Members
Forumsbeiträge: 118
Mitglied seit:
22. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Dalmont, ich meinte auch den Fra Diavolo der Schenk Inszenierung mit Ion Buzea, Harald, Serafin, Karl Dönch usw. Mir hat damals gut gefallen. Es war die Zeit, in der ich sehr viel in die Volksoper ging, wo es damals neben den Operetten, die noch mit echten Operettensängern aufgeführt wurden, auch gute Inszenierungen von Opern gab, die meiner Meinung nach genau in dieses Haus passten: Martha, Tiefland, Wildschütz, Verkaufte Braut, Arzt wider Willen usw. Bald darauf begannen meine regelmäßigen Besuche in der Staatsoper, in der ich zuvor nur sehr selten gewesen war. Ich habe dann bemerkt, dass ich viel versäumt hatte, denn als die Ära Gamsjäger änderte sich meiner Meinung nach einiges zum Schlechteren. Den Don Giovanni von Schenk kenne ich daher nicht, dafür den von Zeffirelli. Ich erinnere mich, dass es damals viel Kritik an dieser Inszenierung gab, aber die Vorstellungen mit Siepi und Wächter, mit Taddei als Leporello, mit Peter Schreier usw. gefielen mir gut. Den Don Carlo in der Schenk Inszenierung habe ich gesehen, der gefiel mir auch, aber wer dachte bei Ghiaurov, Cappuccilli, Aragall, Caballe an die Regie? Mit Egon Seefehlner begann eine neue Ära. Aus familiären Gründen konnte ich aber dann nicht mehr so oft in die Oper oder ins Theater gehen wie früher. Ich habe daher sehr stark ausgewählt und bin in keine Vorstellungen gegangen von denen ich mir nichts erwartet habe. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob es in den letzten 50 Jahren einen Regisseur in der Staatsoper gegeben hat, der unumstritten war. Zumindest beim Großteil der Besucher. Die Regisseure haben mich bis auf wenige Ausnahmen immer am wenigsten interessiert. Heute scheinen sie die wichtigsten Protagonisten zu sein. Strehler würde ich nie mit Regietheater in Verbindung bringen. Er war ein großartiger Regisseur, hat aber dem Werk gedient und von den Sängern nie Dinge verlangt, die sie behindert hätten. Den Macbeth von Schenk kenne ich auch nicht, fand den von Peter Wood aber sehr gut.

12. März 2021
10:38
Avatar
Dalmont
Member
Members
Forumsbeiträge: 46
Mitglied seit:
22. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline
Christine, ich habe geschrieben, dass sich an der Met die Begeisterung in Grenzen hielt im Vergleich zu Paris, und nicht, dass nur das Bühnenbild beklatscht wurde. Netrebko war in großer Form, gut gelaunt, es war ein einigermaßen vergnüglicher Abend, obwohl James Levine nach der Pause aus Gesundheitsgründen abtreten musste. Warum der Beifall im Vergleich zu Paris schaumgebremst war, ich weiß es nicht. Vielleicht ist das Haus einfach zu groß für diese „kleine“ Oper. Man kommt sich da ja ganz verloren vor, selbst im Parkett. Paris war lustig, aber hat einen sehr nachdenklich entlassen. Was will man mehr. Ich glaube, in Paris war mehr Herzblut dabei, und das Ganze wirkte heutiger, das dürften die Zuschauer gespürt haben.
Der „Fra Diavolo“, von dem ich sprach, war in den frühen 70ern an der Volksoper. Haben Sie auch von dieser Aufführungsserie geschrieben oder haben Sie die spätere Köpplinger-Inszenierung gesehen?
Und was den „Lohengrin“ anlangt. Es war mein eigener Wunsch, diese Schwanenrittergeschichte zu sehen. Die teutschen Heldensagen waren für mich wie die Märchen der Brüder Grimm, ich kannte auch Wagnermusik schon und erwartete mir ein schönes Märchen. Neubayreuth war schon ein radikaler Bruch, meine Begeisterung für Theaterkunst und Musik ist mir nicht vergällt worden, im Gegenteil. Sie haben schon Recht, das war noch nicht das, was seit vielen Jahren als deutsches Regietheater diffamiert wird. Aber im Musiktheater schon so etwas wie ein Anfang.
Regietheater, das mich beeindruckt hat, kam von Giorgio Strehler, Otto Schenk („Don Giovanni“, „Macbeth“ und „Don Carlos“, alle drei Einstudierungen wurden nicht vom Stehplatz nicht geliebt), Luca Ronconi, Patrice Chéreau  („Hoffmanns Erzählungen“), dann Martin Kušej, Claus Guth, Christof Loy und jetzt Tobias Kratzer und Simon Stone. Nicht zu vergessen Stefan Herheim, dessen Bayreuther „Parsifal“ ebenso fulminant war wie die Bregenzer „Hoffmanns Erzählungen“ und der ja bald das Theater an der Wien übernehmen wird. Sehr zum Leidwesen vieler der hier Schreibenden, nehme ich an.
Ich will mit dieser Aufzählung nur sagen, dass es viele Wege nach Rom gibt, nicht nur einen. Auch der "Falstaff" gestern im Stream war ansehbar, aber die schrille "Fetzenpracht" war bei einer stimmigen Umsetzung des "Tutto nel mondo è burla" eher kontraproduktiv.
11. März 2021
17:29
Avatar
Christine
Member
Members
Forumsbeiträge: 118
Mitglied seit:
22. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Dalmont, jetzt bin ich auf der richtigen Seite um auf Ihren Beitrag zu antworten. Ein 7jähriges Kind hätte ich nicht zu einer Lohengrin Aufführung mitgenommen. Da wäre eher Hänsel und Gretel (und da vor allem der 2. Akt)  interessant gewesen, aber das wurde halt in diesem Opernhaus nicht gespielt. Vielleicht auch die Zauberflöte oder die Entführung aus dem Serail. Dass Ihre Oma enttäuschter war als Sie, glaube ich gerne, denn sie hatte eine schöne Erinnerung, Sie aber noch gar keine. Ende der 50er Jahre hatte aber das sogenannte Regietheater noch keine Hochsaison. Oder solche Aufführungen waren, als ich begann in die Oper zu gehen, schon wieder entsorgt worden.

Fra Diavolo in der Volksoper habe ich gesehen, das war eine sehr nette unterhaltsame Aufführung. An schöne Häuschen erinnere ich mich nicht. Dass bei einer Aufführung von Don Pasquale mit Anna Netrebko nur das Bühnenbild beklatscht wurde, kann ich mir schwer vorstellen. Ich habe das aber nicht gesehen. Zu den Inszenierungen von Otto Schenk hab ich ein ambivalentes Verhältnis,manches gefällt mir gut - auch in der Personenführung -, aber manchmal wird der Klamauk stark übertrieben.

Durch eine von mir als schlecht empfundene  Aufführung fühle ich mich auch nicht persönlich beleidigt, bin aber enttäuscht. Denn ich möchte mich nicht nur an der Musik erfreuen (die bleibt ja original), sondern möchte auch Schönes und Interessantes sehen und logisch nachvollziehen können, was auf der Bühne passiert.

11. März 2021
10:56
Avatar
copy
Member
Members
Forumsbeiträge: 77
Mitglied seit:
25. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

#16: Danke für ihre Empfehlung der Schwanenritterin! Humor gehört wohl nicht zu den Stärken dieser Wagneroper....

11. März 2021
8:58
Avatar
Dalmont
Member
Members
Forumsbeiträge: 46
Mitglied seit:
22. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Ich habe als 7jähriger Schnösel Ende der 50er Jahre als erste Oper mit der Oma in der Provinz den „Lohengrin“ gesehen und habe mir Schwan und Taube und und und erwartet, und was habe ich gesehen? Neubayreuth. Die Oma hat „Lohengrin“ 1914 zur Verlobung im Kaiserjubiläumsstadttheater in Wien mit all dem damals üblichen Brimborium gesehen. Sie war enttäuschter als ich. Damals war schon festzustellen, dass Omas und Opas Theater in Agonie liegt.

Es war ungefähr dieselbe Zeit, als in Wien die naturalistisch-historisierenden Puccinis entstanden, die man heute noch sehen kann. Niemand behauptet, dass das niemand mehr sehen will, „Bohème“ und „Tosca“ sind immer Kassenschlager. Aber es gibt tiefschürfendere Aufführungen dieser Blockbuster.

Der MET „Don Pasquale“ mit Anna Netrebko wurde von Schenk inszeniert, mit all dem Gegrapsche und Gehopse, das den späteren Schenk charakterisierte. Die schönen Häuschen gab es allerdings schon vierzig Jahre früher in der Volksoper bei „Fra Diavolo“ zu bestaunen (auch eine Schenk-Inszenierung und Bearbeitung), und sie wurden auch damals beim Aufgehen des Vorhangs heftig beklatscht.

Vor einem Jahr sah ich den „Don Pasquale“ mit Pretty Yende als Norina (mit einem horribile dictu Auto auf der Bühne), da wurde zwar nicht das Bühnenbild beklatscht, dafür die Aufführung im ausverkauften Haus. An der MET – nicht ausverkauft – hielt sich die Begeisterung in Grenzen. Und die Pariser Regie zeigte keinen tatteligen doofen Oldie, sondern einen einsamen alternden Mann, dem von seinem Neffen aus sehr eigennützigen Motiven übel mitgespielt wird.

Nochmals: Musiktheater ist zumindest für mich keine Kunstreligion, ich fühle mich durch eine nicht adäquate Aufführung nicht persönlich beleidigt, muss daher auch nix zurückweisen. Aber wenn ständig die meisten Kräfte, die heute erfolgreich in den Operntheatern arbeiten als gewissen- und kenntnislose Kulturverschandler  und geldgierige Ignoranten hingestellt werden, weil sie sich den Kopf zerbrechen, wie man die Anliegen der alten Werke mit zeitgemäßen ästhetischen Mitteln auf die Bühne bringen kann, muss man wohl zu deren Verteidigung zum Laptop greifen.

Am Sonntag wird Zandonais "Francesca da Rimini" gestreamt. Da wird man wieder überprüfen können, wie Christof Loy, ein Meister seines Fachs, an das Werk herangeht und man kann sicher sein, dass man nicht die schöne Burg von Gradara auf der Bühne finden wird.

10. März 2021
20:58
Avatar
alcindo
Member
Members
Forumsbeiträge: 249
Mitglied seit:
21. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

nur bilden halt die omas und opas den grossteil der Wiener opernbesucher.... die muss man natuerlich veraergern

10. März 2021
19:32
Avatar
Christine
Member
Members
Forumsbeiträge: 118
Mitglied seit:
22. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

"Omas und Opas Theater ist auch in der Oper tot, schon lange", schreibt Dalmont. Soll das heißen, die Inszenierungen vergangener Jahre will niemand sehen? Abgesehen davon, dass ich diesen Satz für eine Diskriminierung aller Großmütter und Großväter halte und das daher eindeutig zurückweise, stimmt es ja auch nicht. Tosca und Boheme sind nach wie vor Kassenschlager (in normalen Zeiten). Warum muss man sich darüber lustig machen, dass bei  „Don Pasquale“ an der METwegen der putzigen Szenenbilder beim Aufgehen des Vorhangs Applaus aufbrandete? Weil der von den Omas und Opas kam?

Ich finde die USP Idee interessant, aber auch nicht realisierbar. Mit seinem Kommentar (17) hat Walter vollkommen recht.

10. März 2021
18:45
Avatar
MRadema796
Member
Members
Forumsbeiträge: 53
Mitglied seit:
20. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Dalmont sagt
Warum nicht ein Kino mit den Filmen, z.T. an Originalschauplätzen gedreht

Das hätte jedenfalls mutmaßlich überhaupt nichts mit der ursprünglichen Idee des Anstragstellers zu tun, da abhängig von moderner Technik.

10. März 2021
14:39
Avatar
walter
Member
Members
Forumsbeiträge: 71
Mitglied seit:
8. März 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Dalmont hält offenbar recht wenig bzw. überhaupt nichts von der USP- Idee !

Ich muss auch selbst zugeben, ein solches Konzept für unrealistisch zu halten, aber man wird ja noch träumen dürfen.....! Da gibt es irgendwo in diesem Europa ein Opernhaus, in dem man liebevoll und vorsichtig umgeht mit meinen Lieblingen! Zur Zeit erübrigen sich ja Opernreisen, und auf der Spur nach Regie- Meisterleistungen würden sich die auch nicht lohnen, bekommt man doch überall die gleiche Suppe vorgesetzt. Nur in diesem einen Operntheater läuft es anders, Asterix lässt grüßen! Bei der momentanen Retro- Welle in vielen Bereichen- könnte sich dahinter nicht sogar ein erfolgreiches Geschäftsmodell verbergen?

Eine Aufzählung der für ein solches Konzept in Frage kommenden Inszenierungen der Staatsoper macht wenig Sinn, denn dafür hat der Repertoire- Käse schon zu große Löcher.....

walter

10. März 2021
12:04
Avatar
Lohengrin2
Member
Members
Forumsbeiträge: 246
Mitglied seit:
20. Januar 2021
sp_UserOnlineSmall Online

Empfehle copy mal einen Benimmkurs.... So ungehobelt dher zu kommen, passt nicht zum Merker.

10. März 2021
9:58
Avatar
Dalmont
Member
Members
Forumsbeiträge: 46
Mitglied seit:
22. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Im März und November 1981 hatten an der Staatsoper „Das Rheingold“ und „Die Walküre“ Premiere. Dann wurde das „Ring“-Projekt von Filippo Sanjust abgebrochen. Die Staatsoper war zur europäischen Lachnummer geworden. Dabei hatte Sanjust alles umgesetzt, was Wagner an Szenenanweisungen ins Libretto schrieb: Walhalla, Regenbogen, Kröte, Drache, Esche ecc.ecc.

Vorangegangen war eine von den damaligen Opernfreunden, Marcel Prawy und auch Skribenten des Merker ausgeführten Intrige, um Harry Kupfer als Regisseur auszuschalten. Denn „Wagner muss Wagner bleiben“, hieß es, auch sonst wurde allerhand Unfug angestellt. Ob das auch politisch begründet war, weiß ich nicht. Man mochte jedoch schon den sehr realistisch angelegten „Lohengrin“ von Joachim Herz einige Jahre zuvor nicht und hat bei der Premiere getobt, Herz war auch ein DDRler.

Beide „Ring“-Premieren waren ein Tohuwabohu, einer der Oberintriganten brüllte interessanterweise dann doch „Kulturschande“ (!).

Und das wäre das Ideal für das vorgeschlagene „Geschäftsmodell(!)“? Nebst Sanjusts Nachbau der „Gioconda“-Uraufführungsinszenierung hätten noch Schenks „Schlaues Füchslein“, sein „Liebestrank“ und die seinerzeitige „Cosi fan tutte“-Inszenierung Chancen auf Berücksichtigung. Der interessantere Schenk von „Don Giovanni“, „Don Carlos“ und „Macbeth“ käme ja wohl nicht in Frage. Und dann natürlich die Aufführungen der Opern der Naturalisten Puccini & Co.

Warum nicht ein Kino mit den Filmen, z.T. an Originalschauplätzen gedreht, und abgefilmten „schönen“ Bühnenaufführungen einrichten? Wie „Don Pasquale“ aus der MET, bei der auch wegen der putzigen Szenenbilder beim Aufgehen des Vorhangs Applaus aufbrandete. Oder Zeffirellis „Traviata“, sein „Otello“, Rosis „Carmen“.

Zeffirelli hätte sich nicht mit Visconti zerstreiten sollen, dann wäre er geschmackssicherer geworden. Zwei seiner Filme waren übrigens vor kurzem im TV wieder zu sehen. „Fratello sole, sorella luna“ war schon beim Erscheinen nur schwer zu ertragen, und „Romeo und Julia“, dessen optische Opulenz den Shakespeare ganz einfach derschlagt, macht auch nur mehr wenig Effekt und den „Hamlet“ konnten selbst Mel Gibson und Glenn Close nicht wirklich retten. Soviel zu: „Zeffirelli ist tot“.

Realitätsverweigerung stimmt einen immer etwas traurig. Aber es führt nix daran vorbei: Omas und Opas Theater ist auch in der Oper tot, schon lange. Und seit den Zeiten der Puccinis von Gielen, Wallmann und Zeffirelli hat sich sehr viel getan. Am wenigsten in den alten Schlachtschiffen MET und Staatsoper (hier gab es zumindest immer wieder Anläufe, und Bogdan Roščić lässt doch etwas Hoffnung zu).

10. März 2021
9:53
Avatar
copy
Member
Members
Forumsbeiträge: 77
Mitglied seit:
25. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

LaughLaughLaugh @lohengrins: Soll ich mich mehr vor ihnen oder vor dem von ihnen zur Hilfe gerufenen Moderator (sprich dem Herrn Direktor) fürchten???? Tenöre habens auch nicht leicht mit ihren FanInnen!! Kiss

9. März 2021
20:18
Avatar
Lohengrin2
Member
Members
Forumsbeiträge: 246
Mitglied seit:
20. Januar 2021
sp_UserOnlineSmall Online

copy, acht geben, die frau lehrerin wird Sie gleich in die ecke stellen, und beim naechsten mal knien!

Achtung copy, kann sein dass Ihne Ihre Frechheiten nicht sehr gut bekommen......

9. März 2021
19:24
Avatar
alcindo
Member
Members
Forumsbeiträge: 249
Mitglied seit:
21. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

copy, acht geben, die frau lehrerin wird Sie gleich in die ecke stellen, und beim naechsten mal knien!

Zeitzone des Forums: Europe/Berlin
Am meisten Mitglieder online: 33
Zurzeit Online: Lohengrin2, Lyonel
Gast/Gäste 3
Momentan betrachten diese Seite:
1 Gast/Gäste
Top Autoren:
alcindo: 249
Lohengrin2: 244
Chenier: 119
Christine: 116
copy: 77
walter: 71
MRadema796: 53
Dalmont: 46
HansLick2: 29
Michael Tanzler: 27
Mitgliederstatistiken
Gastbeiträge: 170
Mitglieder: 37
Moderatoren: 1
Administratoren: 3
Forumsstatistiken
Gruppen: 1
Foren: 1
Themen: 631
Beiträge: 10272
Neuste Mitglieder:
Moderatoren: Moderator 16: 64
Administratoren: HaaSon: 2, ac: 106, webentwicklerin: 0

 

Diese Seite drucken