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Opernball
27. Februar 2020
15:35
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Moderator 16
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Forumsbeiträge: 43
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28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Ich will nichts löschen, obwohl manche Ausführung ziemlich knapp daran vorbeischrammt.

Aber bitte: Zurück zum Thema und keine Idelologiedebatte. Sonst müßte ich wirklich einschreiten.

27. Februar 2020
14:39
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Amfortas
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25. Oktober 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

@Dalmont

"leiderfüllten Gralskönig"

Wagners Amfortas mag leiderfüllt sein, ich bin es nicht. Im Gegenteil: Die Diskussionen mit Ihnen amüsieren mich. Andernfalls wäre es einfach, Sie zu ignorieren.

"Der leidende König ist mit beiden Beinen in meine Linkswalzerfalle gesprungen."

Die Falle vermag ich nicht zu erkennen, denn eine Falle würde mir ja zum Nachteil gereichen. In Wahrheit freue ich mich über solchen Unfug von Ihnen. Wie gesagt: Ich mag die Auseinandersetzungen mit Ihnen, in denen Sie sichtlich immer nervöser und unsachlicher werden und mittlerweile sogar das Niveau der Argumentatio ad personam (Viech mit due Haxe) erreicht haben.

"ist das eine Drohung, wer ist wir"

Wir - das ist die nicht-linke Mehrheit in diesem Land, die immer häufiger lächelnd den Kopf schüttelt angesichts einer Moralapostelei, die immer weniger zu verbergen vermag, dass ihr eigentliches Motiv nicht die Liebe zum Benachteiligten oder zum Fremden ist sondern der Neid und der Hass auf das Eigene. Wer Menschen abwertet nur weil sie gerne einen Ball besuchen, offenbart damit eine Intoleranz, die in der heutigen Zeit nichts mehr zu suchen hat. Drohungen bedarf es da nicht – die Zeit wird Sie einfach überholen. Sie sind ein Exemplar von vorgestern, dessen Tragik darin besteht, das nicht erkennen zu können.

"Den Roman „M – Figlio del secolo“ ... Kenner alles Wällischen ..."

Wer aufmerksam unsere Diskussionen verfolgt, wird immer wieder bemerken, dass ich den rechten Nationalsozialismus genau so kritisiere wie den linken Internationalsozialismus, dem Sie anhängen. Im Gegensatz zu Ihnen kritisiere ich also sowohl die rechte als auch die linke (oder auch die muslimische) Form des Totalitarismus. Der alte rhethorische Trick, aus jedem Nicht-Linken einen alten Nazi zu machen, mag über Jahrzehnte funktioniert haben, um in diversen Diskursen die Oberhand zu gewinnen. Noch vor wenigen Jahren hätten Sie wahrscheinlich in Diskussionsforen wie diesem unwidersprochen Ihre kruden Thesen von vorgestern verbreiten können, aber diese Zeit ist vorbei.

"Weder Opernball noch Neujahrskonzert sind ein österreichisches Großereignis."

Das hat hier auch niemand behauptet.


@Michael Kolnig

ich bin kein Freund der so genannten Marktwirtschaft (die ist noch nie zu Gunsten der breiten Bevölkerung ausgegangen), aber ich habe Verständnis, dass gute Arbeit/Leistung auch gut bezahlt wird.

Unseren Wohlstand haben wir der Marktwirtschaft zu verdanken. Und auch das (leider zu langsame) Schwinden der Armut in vielen Entwicklungsländern ist nachweislich ein Erfolg der Marktwirtschaft - allen anderslautenden Aussagen von antiwestlich gesinnten Menschen zum Trotz, die die Ursache so ziemlich jedes Problems auf unserem Planeten (vom Hunger in Afrika, über den islamischen Terror bis zum Abschmelzen der Polkappen) im Westen zu finden glauben. Wir sehen in Nordkorea, Kuba und Venezuela, was es bedeutet, die Marktwirtschaft durch ein anderes Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell zu ersetzen. Der Kalte Krieg und dessen Ausgang haben klar gezeigt, dass das liberale Gedankengut, das untrennbar mit der Marktwirtschaft verbunden ist, dem marxistischen Gedankengut mit seinem linkssozialistischen Wirtschaftsmodell in praktisch jeder Hinsicht überlegen ist. Natürlich - auch in der Marktwirtschaft gibt es Verlierer. Aber im Linkssozialismus gibt es NUR Verlierer. In Österreich sind die Verlierer die künftigen Generationen, die für die staatlichen Geldgeschenke, mit denen sich Kreisky & Co. über Jahrzehnte die Wählerstimmen gekauft haben, die Rechnung bezahlen werden müssen. Dass gute Arbeit und Leistung bei uns vielfach nicht ausreichend bezahlt wird, ist die logische Konsequenz einer Umverteilungspolitik, in der immer mehr Leistungsempfänger auf Kosten immer weniger Leistungsträger (dazu gehört auch die Billa-Kasiererin) leben. Das führt bekanntermaßen zum Aussterben der Ober- und Mittelschicht, zum Anwachsen der sozialen Untersicht, zur demokratisch nicht legitimierten Einwanderung in das Sozialsystem und all den damit verbundenen Problemen in den Schulen, dem Gesundheitswesen, an den Arbeitsplätzen usw. Die selben Probleme lassen sich in allen westlichen Wohlfahrtsstaaten beobachten und haben in den letzten Jahren zu einem dramatischen Machtverlust jener linken Parteien geführt, denen wir diese Probleme zu verdanken haben.


@ Karl

Das Albanien Ramiz Alias war nämlich um Lichtjahre besser als das Schweden Ingvar Carlssons.

Sehr treffend! Und weil die Marktwirtschaft auch so viel Leid über die Menschheit bringt und dem Sozialismus so unterlegen ist, flohen einst auch so viele Leute von der BRD in die DDR – unter Lebensgefahr. Und noch heute fliehen so viele Menschen von Südkorea nach Nordkorea. Oder verwechsle ich da was? 😊

Es sind 75 Jahre vergangen seit Ausschwitz befreit wurde und bis heute konnte der rechte Nationalsozialismus nicht restlos vertilgt werden. Es hat Jahrzehnte gebraucht, bis man die alten Nazis aus ihren Führungsfunktionen loswurde. Es ist aber erst 30 Jahre her, seit die Länder Osteuropas sich aus den Klauen der Linken befreien konnten. Bis heute laufen die Folterknechte der Stasi in Deutschland ungestraft herum und bis heute haben die Linken in Medien, Geisteswissenschaften und Kulturszene das Sagen. Es wird noch Jahrzehnte brauchen, bis auch der linke Internationalsozialismus endgültig auf dem Müllhaufen der Geschichte entsorgt ist.

27. Februar 2020
14:38
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Karl
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7. August 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

""Genießen" können wir das Hahnenkamm-Rennen, das stammt in der heutigen Form aus 1931"

ausgezeichneter Ansatz: daher weg mit dem arbeitsfreien 1. Mai und zurück zum Linksverkehr in Wien!

27. Februar 2020
12:08
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2020Loldi
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25. Februar 2020
sp_UserOfflineSmall Offline

Zu 14/15/19/20 - Kultur und Politik.

Was bei der Geschichte  anscheinend "urösterreichischer" Kulturtraditionen , die medial international verwertbar sind, auch eine Rolle spielt: Damit sollte ein eventuelles Aufbegehren   der Bevölkerung ruhig gestellt werden. Wäre heute wohl nicht mehr so möglich.

Das Neujahrskonzert  der Wiener Philharmoniker fand zum 1. Mal am 31. Dez.1939 als Silvesterkonzert statt. Der Opernball, wie wir ihn heute kennen, geht auf eine, diesmal austro - faschistische Idee 1935 zurück,  wurde  dann das letzte Mal im Frühjahr 1939 unter NS-Herrschaft abgehalten. "Genießen" können wir  das Hahnenkamm-Rennen, das stammt in der heutigen Form aus 1931 und gewonnnen hat ein Herr Cleaver aus Großbritannien. Aber das  historische Gedächtnis ist manchmal kurz, sonst würden italienische Zuschauer heute auch nicht zum Radetzkymarsch klatschen..

27. Februar 2020
8:56
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Karl
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7. August 2019
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"ich bin kein Freund der so genannten Marktwirtschaft (die ist noch nie zu Gunsten der breiten Bevölkerung ausgegangen)"

sehr richtig! Das Albanien Ramiz Alias war nämlich um Lichtjahre besser als das Schweden Ingvar Carlssons

27. Februar 2020
7:27
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HESE
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21. Dezember 2019
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zu 19)

 

Heißt das nicht "Piccolo Viech mit quattro Haxen"?

27. Februar 2020
1:19
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michael koling
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17. Juni 2018
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Jetzt bin ich wahrscheinlich wirklich schon weit abseits des eigentlichen Themas Opernball. Und obwohl ich Politik auch im weitesten Sinne in diesem Forum ablehne, ist dieser Kommentar vermutlich dennoch politisch (kann vom Moderator daher auch selbstverständlich abgemahnt werden, dennoch bitte nicht löschen).

1.) mir ist der Opernball so egal (auf wienerisch so wurscht) wie nur irgend etwas

2.) ich bin kein Freund der so genannten Marktwirtschaft (die ist noch nie zu Gunsten der breiten Bevölkerung ausgegangen), aber ich habe Verständnis, dass gute Arbeit/Leistung auch gut bezahlt wird (eine erklärbare Relation zwischen Mindestverdienst und Höchsteinkommen die über sagen wir einmal 1:10 hinaus geht, muss aber argumentierbar sein)

3.) wer auf den Opernball gehen möchte, soll hingehen können und dafür auch zahlen - und zwar auf eigene Kosten und nicht auf Kosten der Allgemeinheit (Stichwort: Betriebsausgaben oder Werbungskosten)

4.) das österreichische Steuersystem ist in der Tat hinterfragbar (man muss gar nicht über die Stiftungsregelungen reden, aber jemand, der sagen wir einmal Mindestrentner ist und ein paar Euro am Sparbuch hat, zahlt für den lächerlichen Zinsertrag prozentuell mehr als für seine Rente); die immer wieder zitiere Billa-Kassierin hat dank ihres geringen Einkommens auch keine Möglichkeit zu Steuerminimierung. 

5.) Dass der Opernballbesuch der Regierungsmitglieder, weil ja mehr oder weniger offiziell ein Staatsball, auf Kosten der Steuerzahler erfolgt - soll sein; dass, um nur ein Beispiel zu nehmen, Herr Lugner (vor vielen Jahren - da war er noch nicht öffentlichkeitsgeil - ein wirklich guter Baumeister) seinen Ballbesuch samt teuer eingekauftem Gast steuerminimierend verbuchen kann, ist wirklich ein Hohn dem normalen Steuerzahler gegenüber. Wie komme ich, als ganz normaler Steuerzahler eigentlich dazu, Privatvergnügungen einzelner Selbstdarsteller (indirekt durch Gewinn- und damit Steuerminderung) zu finanzieren.  

6.) man (um auf die Antwort auf ein Posting zu einem anderen Thema zu reagieren: man bedeutet hier gleichermaßen Mann wie Frau) kann/soll/muss die Berichterstattung im ORF (vorher, direkt, nachher) und auch die Berichterstatter/Interviewer in der Tat hinterfragen (die Feststellung vor laufender Kamera, dass Ornella Muti für Herrn Lugner nur dritte Wahl war, war zwar nicht freundlich, aber dennoch richtig)

7.) die (durchaus ballettbezogenen) Hintergrundinformationen hatten für mich (ich habe die Übertragung nicht gesehen) einen hohen Informationswert (und der designierte Operndirektor hat von mir ohnehin einen deutlichen Misstrauensvorschuss)   

8.) dalmont argumentiert formal nicht immer freundlich, in der Sache hat er/sie (mir ist die Person hinter dem Pseudonym unbekannt) häufig nicht unrecht.

26. Februar 2020
23:13
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dalmont
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Ad 12)

Ganz herzlichen Dank. Endlich eine nachvollziehbare Erklärung.

 

Ad 18)

Natürlich kann man in unserem Land jederzeit alles sagen: das Wort „usurpiert“ verwende ich üblicherweise nicht, wenn ich auf Personen, die höchstwahrscheinlich parteipolitischen Interessen ihre Positionen verdanken, hinweisen möchte. Das lässt sich differenzierter argumentieren. Jedoch: Kammer(multi)funktionär M. ist allerdings auch heute noch eine grandiose Peinlichkeit unseres Staatswesens. 

 

Ad 15)

Zum leiderfüllten Gralskönig Amfortas

Wie kommt er zur Annahme, Geld zu haben sei für mich per se schon obszön? Ich selbst habe so viel erarbeitet (kein Cent Erbe oder Staatsgeld), dass ich mein Leben zu Ende führen könnte, ohne auf die Solidargemeinschaft zurückgreifen zu müssen, wenn es gelänge, die ständig räuberisch agierenden Finanzhaie zu zähmen. Ich bin sehr dankbar, dass mir das gelungen ist, weiß aber auch, dass ich damit zu einer Minderheit des Landes gehöre und vergesse das auch nicht. Ich bin ein großer Anhänger des sozialpflichtigen Kapitals und lade jede/n ein, das Zlin von Tomáš Baťa aufzusuchen, am besten per Rad (es gibt ähnliche Beispiele auch in Deutschland und Österreich, da wurden die Proponenten aber von jener Denkart, die mich als Linken denunziert, sehr erfolgreich und für die Mörder profitabel umgebracht).

 

Soviel zur versuchten Ehrabschneiderei des leidenden Gralskönigs.

 

Ich überpringe des leidenden Gralskönigs Keywords (pardon: Schlüsselbegriffe für ihn, der uns althochdeutsche Begrifflichkeit oktroyieren will):

„ linksradikaler Mob „ „ Aggressionen an den Besuchern des G8-Gipfels oder des Akademikerballs“ .

Und jetzt freu ich mich diebisch: Der leidende König ist mit beiden Beinen in meine Linkswalzerfalle gesprungen. Chapeau!

 

„ Der Opernball ist der einzige Tag während der Saison der Staatsoper, an dem ich eine Freikarte dankend ablehnen würde“, schreibt der leidende Gralskönig. Ich habe abgelehnt, täte aber auch heute keine andere Freikarte mehr annehmen. Als Lotte Tobisch den Opernball übernahm, war er nicht so ausgebucht wie später, als der rote Teppich ausgerollt wurde und seltsamlichstes Schmetterlingsvolk en masse anzuziehen begann. Damals wurde ich gebeten den Ball zu wattieren. Wollte ich nicht, nicht aus moralischen Gründen. Einen Tischplatz hätte ich auch damals teuer bezahlen müssen, was ich nicht wollte.

 

„ Neidideologie“: Was meint der leidende Gralskönig damit? Wen sollte ich beneiden?

 

„...Jetzt bräuchte /brauchte wäre nach dem Verständnis des leidenden Gralskönigs richtiger/ es nur noch Toleranz gegenüber Menschen, die anders sind als sie“. Selbst der erlösungsehnsüchtige“ andersgeartete leidende Gralskönig ist als Mensch nur ein „Piccolo Viech mit due Haxen(© J. Nestroy).

 

...“Und auch die /Toleranz)werden wir (ist das eine Drohung, wer ist wir?) ihnen noch beibringen... „ Fein. Da empfehle ich jeder und jedem den Roman „M – Figlio del secolo“ von Antonio Scurati zu lesen. 800 Seiten, die der Kenner von Klingsors Zaubergarten in Ravello und alles Wällischen wohl kennen wird. Der Roman kommt übrigens bald in Deutsch heraus. Ich würde mich über eine Diskussion über das Buch auf der „Online-Merker internationalen Kultur(!)plattform“ freuen.

 

Und zum Schluss: Weder Opernball noch Neujahrskonzert sind ein österreichisches Großereignis. Das ist Wien, nicht immer in seinem Besten.

26. Februar 2020
16:06
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Karl
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"Und weil heut’ ja ein Tag ist, an dem man’s den Leuten so richtig rein sagen darf"

das dürfen Sie in einer Demokratie an jedem Tag

 

"die von ihnen usurpierten Positionen"

wäre mir neu, dass es diktatorische Systeme in diesem Land gibt

26. Februar 2020
11:37
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Amfortas
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"für Kern, Gusenbauer etc scheint dies nicht zu stimmen"

In dieser Gleichheitsideologie gibt es immer die "Gleichen" und die "Gleicheren". Das hat George Orwell treffend beschrieben, was vielleicht ja einer der Gründe ist, warum seine Werke heutzutage in den Schulen nicht mehr gelesen werden.

26. Februar 2020
10:55
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alcindo
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für Kern, Gusenbauer etc scheint dies nicht zu stimmen

26. Februar 2020
9:09
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Amfortas
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25. Oktober 2019
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"Wieviel Geld Leute dort ausgeben, ist doch deren Sache, was ist daran obszön?"

Geld zu haben ist für einen Linken wie Dalmont per se schon obszön. Von solchen Leuten hört man immer wieder Sprüche wie "Eigentum ist Diebstahl". Ihnen sind Gesellschaften, in denen alle arm sind, lieber als Gesellschaften, in denen es Arme und Reiche gibt. Deshalb demonstrierte ja auch ein linksradikaler Mob über viele Jahre gegen den Opernball. Die selben Leute reagieren heutzutage ihre Aggressionen an den Besuchern des G8-Gipfels oder des Akademikerballs ab. Gleichzeitig faseln sie ständig von Toleranz und verkaufen Toleranz als eine Tugend. Dabei ist es mit der Toleranz ganz schnell zu Ende, wenn jemand etwas macht, was ihnen nicht in den Kram passt. Und sei es nur der Besuch eines Balls. In ihrer Überheblichkeit glauben sie trotz der Katastrophen, die sie angerichtet haben, selbst im 21. Jahrhundert noch, sie könnten den Menschen vorschreiben, was sie zu tun und zu lassen haben. Wenn Dalmont im Linkswalzer, der in die richtige Richtung gehe, das einzige Positive dieses Balls erkennt, ist das schon sehr bezeichnend. Dabei tanzte man auch schon Linkswalzer am Opernball, als die Linken an Österreichs Grenze zu den ehemaligen Ostblockländern noch jeden abknallten, der versuchte, von einer sozialistischen Diktatur in eine kapitalistische Demokratie zu fliehen.

Auch mich interessiert der Opernball nicht. Und ich würde mich nie für so viel Geld diesem Gedrängel aussetzen. Der Opernball ist der einzige Tag während der Saison der Staatsoper, an dem ich eine Freikarte dankend ablehnen würde. Aber eine moderne Gesellschaft muss Pluralität aushalten. Die Zeit der Gleichschaltungsideologien sollte nun endgültig der Vergangenheit angehören. Wenn der Opernball den Anhängern dieser Neidideologie zeigen kann, dass ihre Zeit vorüber ist, ist das schon Grund genug, ihn weiterhin abzuhalten. Ihre lächerlichen Demos haben sie schon eingestellt. Jetzt bräuchte es nur noch Toleranz gegenüber Menschen, die anders sind als sie. Und auch die werden wir ihnen noch beibringen. "Alles Walzer!"

25. Februar 2020
17:17
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Christine
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Selbstverständlich ist der Opernball der Ball der Republik und ein gesellschaftliches Großereignis. Sonst wäre der Bundespräsident ja nicht in offizieller Funktion dort. Eine Verankerung in der Verfassung ist dazu nicht notwendig. Wieviel Geld Leute dort ausgeben, ist doch deren Sache, was ist daran obszön? Die meisten Menschen, die auf den Ball gehen, unterhalten sich dort sicher gut, das brauchen andere nicht abwerten. Was mir aber seit Jahren immer mehr auf die Nerven geht, ist die ORF Übertragung. Die Interviews werden immer nichtsagender, die fünf Moderatoren immer langweiliger und ihre Selbstdarstellung immer überflüssiger. Da sollte man sich etwas Neues einfallen lassen. Dass beim Motto König der Nacht keine Königin der Nacht zu hören war, fand ich sehr merkwürdig. Aber den Anwesenden wird das wohl egal gewesen sein.

25. Februar 2020
11:57
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Lohengrin2
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@dalmnt Mein Land ist auch mein Land!

Es ist eineswegs nötig, dass ein Staatsball in der Verfasung verankert ist, dieser Opernball ist zusammen mit dem Neujahrskonzert offizielles Staats-Räpresentations-Ereignis, zu dem auswärtige taatsoberhäupter ud Regierungschefs eingeladen werden. Gerönte Häupter sind ffenbar out. Das alljährliche Abspielen von Walzern und Märschen in einem, einem privater Verein gehörenden Saal wurde ebenso wie der Opernball derart definiert, ob es einem passt oder nicht.

Dass aktive und abgehalfterte Politiker und Sänger ihre Schärpen und Orden der Öffentlickeit präsentieren gehört da genaus dazu wie die Hymne des Landes und der EU!

25. Februar 2020
11:15
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2020Loldi
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25. Februar 2020
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Zuerst zum Linkswalzer : 

1935 - der erste "richtige"  Opernball,  gab es  zum ersten Mal das Jungdamen und Jungherren- Komitee.  Eine Idee  des früheren Dragonerrittmeisters, dann Tanzlehrers Willy Elmayer. Er führte auch den Linkswalzer bei der Eröffnung ein: ebenso schwungvoll wie schön. Beim Rechtswalzer verdeckt der Herr die Dame, beim Linkswalzer dreht er sie nach außen, läßt sie voll zur Geltung kommen. Die Paare  standen wie heute Spalier für das Opernballet. Es tanzte die Solotänzerin Adele Krausenecker. Leopoldine Miklas, Tochter von Bundespräsident Miklas durfte sogar zweimal  eröffnen, 1937 und 1938 - auch damals  gab es schon Privilegien. (Alles aus dem Opernball-Vortrag voriges Jahr beim Online Merker )

Dann zur Stimmung zwischen den Verantwortlichen : Frau Großbauer hat sicher hart gearbeitet und kann ja nun wirklich nichts dafür , dass Herr Meyer nicht verlängert wurde. Aber ich nehme an, dass der Direktor die Stars der Eröffnung auswählt - und er hat der Organisatorin zuzusagen das Thema "zamghaut" ( kaputt gemacht) . Es kann doch nicht sein, dass in der näheren ( Ensemble) oder weiteren Entfernung keine Königin der Nacht zu finden gewesen wäre. Und Frau Garifullina war auch nicht zwingend, hat sie doch vor kurzem schon einmal eröffnet. Vielleicht hätte Herr Beczala sogar den Tamino noch drauf gehabt ? Bei der Ouvertüre hat sie sich wohl dank ihres Gatten durchgesetzt.

Oder sie hat sich voriges Jahr zu sehr mit dem Auftritt des Ehepaares Netrebko- Eyvazov berühmt , das in Wirklichkeit der Direktor zustande gebracht hat. Und ihr musikalische Auftritt war wohl auch vielen nach nur 4 Jahren zuviel. Da hätte Frau Tobisch zum Abschied  plötzlich Schiller rezitieren müssen oder Frau Gürtler auf einem Lippizaner einreiten...

25. Februar 2020
10:34
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dalmont
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Lohengrin, ich finde nirgends Hinweise, dass dieses Ereignis der Ball der Republik wäre. Unser von allen geschätzter zu kleine Firmlingsanzüge tragender Kanzler hat am 9. Jänner den Antrag gestellt, dass die Regierung das Ehrenpräsidium übernehmen möge, weil UHBP den Ehrenschutz übernommen habe. Das ist wohl ein Unterschied zu dem von an diesem Ereignis gut verdienenden Medien propagierten „Ball der Republik“.

Mein Land ist zweifellos in Vielem eine Operettenrepublik, und geheime Hymnen könnten die Texte der „Fledermaus“ sein: „Glücklich ist....“, „Wir wollen ihm den Glauben, der ihn beglückt....“ „S’ist mal bei mir so Sitte...“ (Ibiza) , „Ja, sehr komisch, hahaha...“ ecc.ecc sein. Aber es ist doch festzuhalten, dass unsere elegante Verfassung keinen „Ball der Republik“ vorsieht. Und das ist gut so.

Dass sich fast 6000 Leute in diesen engen Räumen drängen und daraus noch Lustgewinn ziehen, kann ich nicht nachvollziehen. Dass man dafür zigtausende Euros ausgibt (und höchstwahrscheinlich als Repräsentations- oder Anbahnungsausgaben steuerlich geltend macht) finde ich persönlich obszön, aber klarerweise sollen sie tanzen oder sich anderwärts in Logen verlustieren, wie sie wollen. Nur nicht unter dem Mascherl „Ball der Republik“.

Über den Wiener Kongress hieß es „Der Kongress tanzt aber er bewegt sich nicht“. Unsere Republik soll nicht tanzen sondern sich bewegen, in die richtige Richtung. Da von den Debutant/innen der Linkswalzer gefordert wird, könnte man argumentieren, man tanze wenigstens in die richtige Richtung. Ja, das tut man und ich bin noch nicht dahinter gekommen, warum beim Walzertanzen der Linkswalzer so viel eleganter wirkt als der Rechtswalzer. Als Tanzmuffel kann ich nur den letztgenannten einigermaßen.

Und weil heut’ ja ein Tag ist, an dem man’s den Leuten so richtig rein sagen darf: Ich halten den OB für eine Veranstaltung, in der „die“ Repräsentant/innen der österreichischen Gesellschaft darum wetteifern, vor Mikrofonen eine Blödheit zu offenbaren, die sie eigentlich für die von ihnen usurpierten Positionen disqualifiziert (bestes Beispiel: die über Twitter verbreiteten Aussagen des einflussreichen Kammerfunktionärs M.)

 

PS: Ich bedaure wie der kritische Spaziergänger des Forums den Abgang von Manuel Legris. Seinen Nachfolger kenne ich nicht, will aber auch nicht in den bereits sehr anschwellenden Bocksgesang des Forums gegen selbigen (und den nächsten STOP-Direktor) einstimmen. Weil ich Wagners: „Wollt ihr nach Regeln messen, was nicht nach eurer Regeln Lauf.....“ sehr viel abgewinnen kann.

25. Februar 2020
8:02
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ac
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Thomas Prochazka hat in seinem Blog http://www.dermerker.com das Thema beleuchtet

 

http://www.dermerker.com/index.....5056A64872

24. Februar 2020
19:03
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prof.ON-DO
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24. Februar 2020
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exponentiell blöder ?????------------ oder eher MÜDE- z.B.: ob der Banalität der plats du jour...oder der Mediokrität der (behaupteten ) Hypes ?

24. Februar 2020
12:01
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Lohengrin2
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28. Februar 2018
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Ist es denn wirklich der Ball der Republik Österreich?

Ja

24. Februar 2020
11:04
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dalmont
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28. Januar 2019
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Lohengrin, in einem will ich Ihnen widersprechen. Warum muss der Bundespräsident ein bleibender Faktor sein? Er hat dort außer als Privatperson nicht wirklich was verloren, denke ich. Ist es denn wirklich der Ball der Republik Österreich? Wo Präsident und unsere Buben auftauchen müssen. Wenn’s so wäre, wie peinlich.

Überlegenswert an dieser Peinlichkeit ist wohl vor allem das Faktum, wie es ihr gelingt, wochenlang medial so präsent zu sein, dass man ihr nicht entkommt, außer man verzichtet auf alle österreichischen Medien außer dem „Falter“.

Besonders „hirnamputiert“, um einen hiesigen Ausdruck zu verwenden, verhält sich der ORF. Was im Kultursender (auch von der Kulturlady) letzten Jahres an Dümmlichkeit dem Publikum zugemutet wurde, ist unbeschreiblich. Über Wochen! Exponentiell blöder geworden ist die Berichterstattung in den letzten zehn Jahren. Da helfen auch der Volksoperndramaturg und seine Durchlaucht nicht mehr darüber hinweg. Ist das Publikum, das das goutiert auch exponentiell blöder geworden?

Für den ORF sind das höchstwahrscheinlich extrem billige Programmwochen, er spart Geld, das er für seine Strukturaufblähungen gut brauchen kann.

Und was die wirtschaftliche Rentabilität anlangt? Da bin ich skeptisch. Die beschwören doch nur immer diejenigen, die ihre Aufwendungen und Logenkosten steuermindernd geltend machen wollen und werden.

Man kann nicht einmal sagen: „A wienerische Maskerad’ und weiter nichts“. Dazu ist die ganze Sache viel zu geschmacklos, österreichisch geschmacklos.

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