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Oper in Nachbarländern Österreichs | Seite 7 | OnlineMerker | Forum

 

 

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Oper in Nachbarländern Österreichs
10. Juni 2019
8:20
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Kapellmeister Storch
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Tosca, 07.06.2019, Semperoper Dresden

​Dass die drei Hauptrollen und der Dirigent voll und ganz überzeugen können, ist selten. Ein Opernfreund hatte mich noch belächelt, als ich meine Karte gekauft hatte, ist dann aber sogar selbst eine Woche vorher hingefahren und war ebenfalls sehr angetan. Die Tosca der Angela Gheorghiu ist ein großes Kunstwerk. Selten erlebt man, dass eine Sängerin die Rolle dermaßen verinnerlicht hat wie Gheorghiu (viel mehr als Tosca und Mimi singt sie derzeit auch nicht). Wie schon in München hat sie insbesondere den 3. Akt zu einem besonderen Ereignis gemacht. Sie scheint sich in Dresden wohl zu fühlen.Am Mittwoch war sie übrigens in der Nabucco-Vorstellung. Eine angenehme Überraschung war Riccardo Massi als Cavaradossi. Ich hatte ihn zwar schon einmal als recht guten Alfredo gehört, dafür aber nicht in bester Erinnerung als Des Grieux in der unsäglichen Staatsopern-Premiere. Manche Töne haben ein wenig verhangen geklungen, aber insgesamt spricht sein Tenor in allen Lagen gleich gut an. Sehr gespannt war ich auf den Scarpia von John Lundgren und bin auch nicht enttäuscht worden. Erwartungsgemäß hatte er keine Probleme sich Gehör zu verschaffen. Die Positionierung recht weit hinten auf der Bühne auf dem Malergerüst ist sicher nicht ganz glücklich gelöst ist. Das mag zwar was hermachen, macht es dem Sänger aber nicht unbedingt leicht. Lundgren kann nicht nur laut, sondern auch durchaus differenziert singen. Stefano Ranzani scheint ein Lieblingsdirigent von Angela Gheorghiu zu sein (im Januar ist er eigens für sie in der Bohème angesetzt worden). Er ist häufiger Gast in Dresden und in Berlin und jedesmal Garant für gute Vorstellungen. So hat er auch diese Tosca sehr differnziert und mit viel Gespür dirigiert. Im Haus gab es übrigens etliche freie Plätze.

6. Juni 2019
16:09
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Kapellmeister Storch
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Nabucco mit Domingo-Abgang zur Pause, Semperoper Dresden, 05.06.2019

Sein Hausdebüt hatte sich Plácido Domingo sicher an​ders vorgestellt. Vor der Vorstellung hatte er sich ansagen lassen, da er am Morgen gemerkt hätte, dass eine Erkältung noch nicht ganz überwunden wäre (muss ja wohl an der Berliner Luft gelegen haben...). Leider hat der Nabucco vor der Pause nicht so viel zu singen. Mein Eindruck war, dass Domingo sich besser präsentiert hat als zuletzt im Macbeth in Berlin, er in den Ensembleszenen jedoch markiert hat. Nach der Pause ist er dann nicht mehr aufgetreten. Markus Marquardt hat von der Seite aus gesungen, während der Spielleiter (?) in die Rolle des Nabucco geschlüpft ist. Marquardt hat sich alle Mühe gegeben auf Linie zu singen und es ist ihm hoch anzurechnen, dass er die Vorstellung gerettet hat, aber angesichts der "Domingo-Preise" war seine Leistung nicht ausreichend. Angenehm überrascht war ich von Saioa Hernández als Abigaille, die in der Premiere ihr Rollendebüt und Deutschlanddebüt gefeiert hatte. In der Übertragung von Attila aus der Scala hatte sie mir nicht so gefallen, aber bis auf ein paar unschöne Töne hatte sie genau die richtige Attitüde für die Partie, die sie sehr souverän gesungen hat. Vitalij Kowaljow ist so etwas wie der Zaccaria vom Dienst. Er war denn auch wie immer eine Bank, auch wenn er nicht die Tiefe für die Partie hat. Dafür kann er eine gute Höhe anbieten. Ein Totalausfall (warum wundert mich das nicht?) war leider Massimo Giordano als Ismaele. Er klang total heiser und nur stellenweise konnte man erahnen, warum der Tenor einmal gut gebucht war. Christa Mayer (Fenena) hat sicher ihre Meriten und singt oft unter Thielemann. Positiv ist mir lediglich ihre gute Höhe aufgefallen, ansonsten wirkte ihr altbackener Vortrag recht deplatziert. Durchaus vielversprechend fand ich Tahnee Niboro aus dem "Jungen Ensemble" als Anna. Sie hat gestern ich ihr Debüt gegeben. Ebenfalls postiv aufgefallen ist mir Sejong Chang als Oberpriester. Ein dickes Lob geht sowohl an das Orchester als auch an den Chor. Im Endergebnis war das mal wieder ein toller Abend unter der Leitung von Omer Meir Wellber, der mit flotten Tempi unterwegs war und das Orchester fast schon martialisch erklingen ließ. Sein Dirigierstil ist allerdings sehr auffällig und so mancher Musiker wird sich die Frage stellen, ob man jede Sechzehntel ausdirigieren muss und so wild rumfuchteln muss. Wenn es im Ergebnis so klingt wie der Tannhäuser und jetzt Nabucco, ist mir das egal, aber Musiker sehen das oft anders. Auf der Bühne (Bühnenbild Patrick Bannwart, Inszenierung David Bösch) war ein ausgebombtes Mehrfamilienhaus zu sehen, dass vermutlich in Syrien stehen soll, aber sicher für Kriege im Allgemeinen stehen dürfte. Am Haus hing ein Banner mit der Aufschrift "Babel". Insgesamt war dies ein durchwachsener Opernabend mit Höhen und Tiefen, an dem Domingo im Jeep auf die Bühne gefahren ist und durch die Hintertür verschwunden ist. Für die beiden kommenden Vorstellungen ist er zunächst weiterhin geplant.

3. Juni 2019
16:05
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UwePaul
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Vielleicht lag es auch an der Hitze, wunderte mich auch, da auch an der Abendkasse kaum Menschen standen.

Ich hab mir gleich heute noch eine für den 18. gekauft. Den Schluß fand ich sehr berührend. Ansonsten völlig Ihrer Meinung

3. Juni 2019
15:57
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Kapellmeister Storch
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Don Quichotte (Massenet), 02.06.2019, Deutsche Oper Berlin

​Bereits die erste Aufführung nach der Premiere war relativ schwach besucht. Das mag am Bekanntheitsgrad der Oper gelegen haben, aber auch daran, dass die DOB D-Preise verlangt hat. Für mich war das Werk Neuland. Die Musik hat mir gut gefallen, die Handlung finde ich zäh (wegen oder trotz der Inszenierung?) und die musikalische Umsetzung fand ich grandios.

 

Der aus Schweden stammende Jakop Ahlbom ist ein Novize als Opernregisseur. Er hat in seinen bisherigen Produktionen "seinen ganz eigenen Theaterstil, in dem sich Pantomime, Tanz, Musik und Illusionskunst mischen" (Zitat Biografie der Deutschen Oper) kreiert. Seine Inszenierung spielt im Foyer eines Theaters/ Cabarets mit Bühne im Hintergrund. Dass die Aufführung musikalisch ein Erfolg war, liegt einerseits am Dirigenten Emmanuel Villaume, Chef der Oper in Dallas, mit dem das Orchester höchst konzentriert musiziert hat und der beim teilweise rhythmisch recht vertracktem Werk Orchester und Bühne bestens im Griff hatte. Wenn ich mich nicht täusche, hat Villaume Ende der 1980er Jahre mal das Symphonische Orchester Berlin (SOB, heute Berliner Symphoniker und nicht mehr subventioniert) dirigiert. Der andere Trumpf war Alex Esposito in der Titelpartie, der für jeden Regisseur ein Glücksfall sein dürfte und auch stimmlich zu überzeugen wusste. Gefühlt 75% des Abends gehörten ihm. Ebenfalls hervorragend war Clémentine Margaine mit ihrer satten, dunklen Mezzostimme, die in allen Registern präsent war. Mit traumwandlerischer Sicherheit hat sie die Tonsprünge der Partie bewältigt. Stimmlich sicher und kraftvoll hat sich Seth Carico als Sancho Pansa und Pferd Rosinante in Personalunion präsentiert. Er gehört sicher zu den talentiertesten Sängern des Ensembles. Allerdings gefällt mir sein Timbre nicht so. Mir klingt die Stimme stellenweise zu hart. Insgesamt war das ein interessanter und unterhaltsamer Opernabend.

3. Juni 2019
15:00
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Kapellmeister Storch
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Rigoletto, 31.05.2019, Mai-Festspiele Wiesbaden

Ich freue mich immer wieder, wenn ich Ludovic Tézier mal wieder live erleben kann. Im Anschluss an die Meistersinger bot sich diese Gelegenheit nun zum Abschluss der Mai-Festspiele. Bei Ludovic Tézier verschmelzen eine kernige Stimme und ein balsamischer Vortrag zu einer wunderbaren Einheit. Der 2. Akt wurde mit seiner Arie und dem Duett mit Gilda so auch zum Höhepunkt des Abends. Cristina Pasaroiu hat mir wieder mit insgesamt schöner Stimme und sicheren Koloraturen gefallen. Nur die obersten Töne klingen bei ihr immer ein wenig steif. Ioan Hotea hat 2015 zusammen mit der durchstartenden Lise Davidsen den 1. Preis beim Operalia-Wettbewerb sowie den Zarzuela-Preis gewonnen. Meiner Meinung nach ist er derzeit bei Rossini und Donizetti besser aufgehoben, zumal seine Stimme doch sehr dünn klingt. Er bekommt zwar alle Töne, hat mir aber in der Höhe nicht gefallen. Seine Stimme klingt in der Mittellage recht angenehm, in der Höhe eher quäkig. Zahlreiche Schluchzer waren auch nicht unbedingt ein Prädikat. Dennoch kommt auch seine Karriere (er ist 29) ganz gut in Fahrt (Wien, München, London). Sehr positiv ist mir Young Doo Park als Sparafucile aufgefallen. Silvia Hauer hat die Riege der Hauptrollen gut komplettiert. Will Humburg hat mit einem flotten und differenzierten Dirigat für einen guten Rahmen gesorgt.

3. Juni 2019
14:00
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Kapellmeister Storch
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Die Meistersinger von Nürnberg, 30.05.2019, Mai-Festspiele Wiesbaden

Es ist schon bewundernswert, was das Hessische Staatstheater zu den Mai-Festspielen für Besetzungen auf die Bühne stellt. So stand dem GMD Patrick Lange in den Hauptrollen eine fast komplett neue Mannschaft zur Verfügung. Ob das ein Grund für manch merkwürdigen Einsatz war, ob die Schuld beim Dirigenten oder bei den Sängern lag, vermag ich nicht zu sagen. Patrick Lange hat die Oper recht flott nach vorne dirigiert. Positiv ist mir im Orchester das Solo-Cello aufgefallen, während das Solo-Horn kein Festspiel-Niveau hatte. Für mich war es eine große Freude Michael Volle nach vielen Jahren mal wieder als Hans Sachs erlebt zu haben. Er hat die Rolle insgesamt sehr souverän gesungen und vor allen Dingen textlich toll gestaltet. Gespannt war ich auch auf das Rollendebüt des "Berliners" Thomas Blondelle als Stolzing. Seine Probleme in der Höhe sind nicht neu. Zwei Akte lang konnte er sich dennoch gut aus der Affäre ziehen, im 3. Akt jedoch wurde seine ansonsten gute Leistung gemindert. Auch als Typ kam er erfreulich erfrischend daher. Gleiches gilt übrigens auch für Betsy Horne als Eva, die insgesamt ebenfalls erfrischend rüberkam, jedoch in der Höhe ein paar unschöne Töne hatte. Günther Groissböck war als Pogner eine Luxus-Besetzung, auch wenn er nicht so stark war wie bei seinem Gurnemanz in Berlin. Johannes-Martin Kränzle ist ein Wahnsinnstyp. Wie er sich in jeder Rolle neu erfindet, ist große Klasse. Dass ihm in der Höhe ein bis zwei Töne fehlen, kaschiert er sehr geschickt. Sein Beckmesser hatte großen Unterhaltungswert und war insbesondere im Zusammenspiel mit Volle ein Genuss. Auch Daniel Behle als David hatte einen insgesamt sehr unterhaltsamen und überzeugenden Auftritt bevor er in der nächsten Spielzeit in Dortmund den Lohengrin singen wird. Margarete Joswig fiel als umherwirbelnde Magdalene stimmlich ab. Ein Kuriosum in der Meisterriege war für mich als Berliner Reiner Goldberg als Ulrich Eisslinger.

Die Inszenierung von Bernd Mottl ist sehr kurzweilig und zeigt auf berückende Art und Weise, wie sich das Rad der Generationen dreht. Während Pogner blind ist und auf seinen Rollator angewiesen ist und wie alle anderen Meister im Altersheim seinem Tod entgegensieht, ist Sachs, ebenfalls im Heim, der Einzige, der sein Handwerk noch versteht. Sehr berührend fand ich die Dia-Show, die Sachs sich zu Beginn des 3. Aktes angesehen hat: seine verstorbene Frau, seine Geschäftsaufgabe, den Abriss des Gebäudes, in dem sein Geschäft einmal gewesen ist. Im selben Haus wie das Altersheim ist die Gaststätte Alt-Nürnberg, die im 2. Akt von außen und im 1. Akt sowie auf der Festwiese (hier Festsaal) von innen gezeigt wird. Das ist so aus dem Leben gegriffen, als wäre man selbst schon einmal dort gewesen.

30. Mai 2019
17:21
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dalmont
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Eine Erfahrungsbericht aus unserem südlichen Nachbarland

„Die tote Stadt“, Mailänder Scala, 28.5.19

Keine Oper der großen an diesem Haus tätig gewesenen Komponisten von Rossini bis Manzoni. Pereira „füttert“ die Milanesen mit Werken, die sie nicht so gut kennen („Fierrabras“ oder „Der Freischütz“, später im Jahr noch „Die Ägyptische Helena“) und die sie nicht sonderlich zu interessieren scheinen.

Jetzt also „Die tote Stadt“ von Eric (!) – so die Plakate – Wolfgang Korngold. Eine einprägsame, prägnante und farbige Musik, die ihre „Väter“ erkennen lässt, eigenes Gepräge hat und in der man den späteren Oscar-Preisträger für Filmmusik erahnen kann. Und ein theatergerechter, einfacher Plot: Einen mit und in den Erinnerungen an die verstorbene Frau lebenden Mann befreit die Begegnung mit einer jungen Frau, die der Verstorbenen ähnlich zu sein scheint und die er schließlich erdrosselt, aus seiner Erstarrung und führt ihn zum Leben zurück. Was davon Traum, was Realität ist, bleibt offen, einige Szenen großer Oper, ein Beginen- und ein Maskenzug, später eine gespenstische religiöse Prozession in der nächtlichen toten Stadt sorgen für das nötige Spektakel. Sie vor allem fordern den Regisseur, die anderen Szenen sollten sehr präzise gespielt und natürlich noch besser gesungen werden.

Was gab’s an der Scala zu sehen: einen riesigen Wolkenstore, der das gesamte Bühnenrund abschließt, darauf wurde manchmal in kleinen Feldern projiziert, etwas das Herz Jesu, wie man es von vielen Devotionalien kennt. Die Möblage: bauhausartig, die Kostüme aus den späten 20er Jahren. Atmosphäre gleich null, kein Interpretation der Erinnerungshöhle des Protagonisten. Für das gespenstische Traumbild der Prozession heben sich einige Segmente des Wolkenstores für lebende Bilder: trashiger Kitsch, wie ihn britisches Publikum immer wieder gern sieht, Priester und andere kirchliches Personal, selbstredend auch ein Transvestit. Besonders ärgerlich: Hitlerjugend, SA-Uniformen, Nazi-Offiziere, KZ-Insassen ecc. Wolkenstore auf, Wolkenstore zu, das war’s. Billig.

Eine Nicht-Inszenierung, die sich nicht um das Changieren zwischen Traum und Wirklichkeit der Oper kümmert. Dem Publikum hat sie hörbar gefallen, was soll’s. Hörens- und sehenswert war die Aufführung wegen der wunderbaren Asmik Grigorian, einer begnadeten Singschauspielerin, die mich in ihrer gesanglichen und darstellerischen Intensität an die Rysanek in ihren besten Tagen erinnerte. Sie trug musikalisch den Abend und erspielte sich, vom Regisseur allein gelassen, durch ihr großes Talent die Figur. Ihr Partner Klaus Florian Vogt hatte es da viel schwerer. Nicht nur dass das so helle Timbre seines Tenors nur schwer mit dem in sich und seine Erinnerungen versponnenen Paul zusammen passt, ließ sich auch allzu oft hören, dass der Paul sauschwer ist, indem Vogt immer wieder seine gesanglichen Grenzen zeigte. In der atmosphärelosen Szenerie konnte er jedoch seine innere Reise vom Tod zum Leben nicht sehr glaubwürdig gestalten. Er hatte allerdings den Schlussgesang, und der gelang ihm sehr gut, mit der nötigen Träne im Auge, so bleibt offen, ob er tatsächlich den Weg zurück ins Leben findet. Markus Werba präsentierte seinen berühmten Song mit großem Raffinement. Und das Scala-Orchester (Dirigent: Alain Gilbert) schien große Freude an dieser so farbigen und alle Instrumente fordernden Partitur zu haben.

Etwas vom Drumherum: Es gibt an der Scala ein Premierenabonnement, im freien Verkauf wurden offenbar nicht sehr viele Plätze verkauft. Das Piermarini war allerdings gut „wattiert“, was den positiven Effekt hatte, dass im Publikum sehr viele junge Menschen zu sehen waren, auch auf den teuersten Plätzen (das sind sicherlich 2/3 aller Sitze). Stehplätze im eigentlichen Sinne gibt es ja nicht mehr.

Das mittlerweile in Opernhäusern übliche Verhalten findet sich auch an der „noblen“ Scala: Fotografieren, Filmen, Tratschen, e-mails-Kontrollieren, Schuhe ausziehen, ecc.

Interessant: Der große Ridotto war in den Pausen fast leer, grade einmal ein paar Dutzend Leute wollten Erfrischungen, ganz im Gegenteil zu den langen Schlagen in den Wiener Opernhäusern.

Fazit: Pereira kocht auch nur mit Wasser, ärgerliche Inszenierungsfadesse auch im Piermarini.

27. Mai 2019
14:13
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Kapellmeister Storch
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Macbeth, Staatsoper Berlin, 26.05.2019

​Gestern habe ich Plácido Domingo in seiner dritten Macbeth-Serie in der Staatsoper erlebt (eine davon im Schiller-Theater). Sicher ist seine Tagesform recht schwankend, dennoch bleibt der Eindruck, dass er gegenüber dem Vorjahr abgebaut hat und wieder deutlich kurzatmiger war. Dadurch sind einige Bögen auf der Strecke geblieben. Seine Energie-Leistung bleibt bewundernswert, und schöne "Domingo-Töne" hatte er auch im Gepäck. Dazu wirkte er körperlich deutlich besser in Schuss als vor Jahresfrist. Von den zahlreichen Touristen im Haus wurde er ebenso lautstark gefeiert wie Daniel Barenboim am Pult. René Pape war als Banquo eine Luxus-Besetzung. Nicht ganz warm bin ich mit der Lady Macbeth von Ekaterina Semenchuk geworden. Da ist auf der einen Seite eine herrlich dunkle Luxus-Stimme, der ich gerne ein paar Probleme bei den obersten Tönen verzeihe. Auf der anderen Seite ist die Stimme in den Koloraturen so unbeweglich, dass der Gesamteindruck dadurch deutlich getrübt wurde. Über Netrebko haben einige gesagt, sie hätte nicht böse genug geklungen. Semenchuk klang harmloser. Neu war auch auch Sergio Escobar als Macduff (für Sartori). Seine Stimme hat viel Metall und klingt durchaus interessant, wenn auch stellenweise ein wenig unkultiviert. Ich würde ihn gerne mal in einer größeren Rolle hören. Zum Abschluss noch was von den billigen Plätzen. Während der Aufführung gab es plötzlich ein störendes Geflüster. Der Anlass war, dass sich eine Besucherin oben auf den nicht runtergeklappten Sitz gesetzt hatte und nicht einsichtig war sich normal hinzusetzen. Da sie auch in der Pause unnahbar war und auf Durchzug geschaltet hat, was nicht nur ein sprachliches Problem gewesen sein dürfte, und zudem ihre Schuhe auf der Rückenlehne davor platziert hatte (die Dame war 60-70+), hat jemand die Einlasserin gebeten sie anzusprechen.

19. Mai 2019
23:01
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UwePaul
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Gurnemaz, nochmals zu Seiffert, ich schätzte ihn sehr, seit seinem Sensations Lohengrin vor rund 30 Jahren. Ich habe eigentlich alles mit ihm gehört, was er in Berlin gesungen hat, und das war nicht wenig. Überwiegend waren es große bis sehr große Abende. Auch noch der erste Akt Walküre 2016 mit der Harteros konzertant in der Philharmonie. Jetzt dieser Tannhäuser war im 1. und 2. Akt auch noch sehr ordentlich und hatte Bewunderung für diese Leistung nach all den Jahren. Aber der letzte Akt war für mich äusserst ärgerlich, trotz der großartigen Emma Bell. Dazu kam dieser völlig uninspierte Wolfram, vom gräßlichen Dirigat ganz zu schweigen.

Apropo mehr los, komme gerade aus der Sonnambula, die einfach von den Sitzen reissend war. Yende hatte abgesagt, dafür wieder Gimadieva und Brownlee. Glaube, die Yende hat heute kaum einer vermisst, was die Qualität von ihr nicht schmälern soll, wenn ich an die Züricher Kritiken denke

19. Mai 2019
22:05
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Gurnemanz
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arthurjones sagt
Wer hier häufiger mitliest, kann sich ja ein Bild des Berliner Oberlehrers Uwe Paul machen.

Gurnemanz glaubt ihm natürlich mehr, weil sie verwandt sind im Geiste.

Hier gibt es auf jeden Fall einen deutlichen Überhang an Meinungen, die gewissen Sachverstand und vor allem Respekt erkennen lassen.  

Nur noch kurz dazu: Ich habe keine Ahnung, ob ich mit Forumsmitgliedern im Geiste verwandt bin, die ich nicht einmal kenne. Insgesamt erschien mir sein Bericht glaubhafter. Da ich nicht dabei war, hätte ich mich dazu gar nicht äußern sollen, aber Seiffert ist einer meiner Lieblingssänger, da interessiere ich mich natürlich für das, was über ihn geschrieben wird.
Insofern auch vielen Dank an semjon_kotko, der seinen Eindruck dargelegt hat.

Ich habe Seiffert zuletzt vor einem Jahr als Florestan in Wien gehört - in der ersten Aufführung ganz grandios (sodass ich geneigt bin zu sagen: besser geht nicht mehr), in der 2. war ich nicht, und die dritte war dann gut, aber halt nicht mehr.
Auch wenn Seiffert natürlich schon stimmlich abgebaut hat, halte ich ihn nach wie vor für einen der besten Opernsänger, trotz seinem hohen Alter. Ich habe von ihm großartige bis passable Abende erlebt.

@187+188: Danke für die Berichte! Da verfestigt sich ja der Eindruck, in Berlin wäre opernmäßig mehr los als in Wien.

15. Mai 2019
23:53
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arthurjones
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Deutsche Oper Berlin:

Oceane, Uraufführung von Detlev Glanert

 

Nachdem ich viel Gutes darüber gelesen und gehört hatte, bin ich heute in die Vorstellung dieser Vertonung von Th. Fontanes Novelle gegangen.

Das Werk wurde meiner Meinung nach szenisch und musikalisch treffend umgesetzt. Regie: Robert Carsen.
Die Charaktere sind gut herausgearbeitet. Die schöne Oceane, erhoffte Heilsbringerin in Finanz- und Herzensangelegenheit kann in dieser Gesellschaft nur scheitern. Gerade der Pastor Baltzer wird, weil selbst von Oceane angezogen, zum unbarmherzigen Gegenspieler. Madame Louise trauert der goldenen alten Zeit nach, während ihr Hotel bankrott geht. Der junge Von Dircksen verliebt sich mit Leidernschaft, Oceane kann das nicht erwidern, ist zu keinem Gefühl fähig.
Dann gibt es noch den Wissenschafter Felgentreu, Freund des Herrn Von Dircksen, der mehr Glück mit Oceanes Bediensteter Kristina findet.

Detlev Glanerts Musik ist schwer einzuordnen. Etliches glaubt man, schon vernommen zu haben, er verwendet tänzerische Polka-, Walzerrhythmen.
Die Gesangspartien sind relativ cantabel gehalten und sind sehr anspruchsvoll.
In den Ochesterzwischenspielen zeigt Glanert wirklich hohe Kompositions- und Instrumentationskunst. Unglaublich dicht, brodelnd, intensiv.
GMD Donald Runnicles ist ein sehr guter, umsichtiger Walter dieser Uraufführung. Chor und vor allem das Orchester zeigen sich hoch motiviert und bringen die Partitur abwechslungsreich zum Klingen.
Die Solopartien sind wirklich hervorragend besetzt.
Maria Bengtsson in der Titelpartie bringt als Typ und mit ihrem wandlungsfähigen Sopran alles für diese Rolle mit.
Ebenso wie die unglaublich intensive Doris Soffel, die die alternde Madame Louise berührend darstellt und wunderbar singt.
Bei den Herren dominiert stimmlich und darstellerisch Albert Pesendorfer als Pastor.- Er entwickelt sich zu einem Ekel im Namen des Herrn.
Nikolai Schukoff gibt dem Von Dircksen Leidenschaft, Schwelgerei, singt die fordernde Rolle sehr gut. Christoph Pohlals Dr. Felgentreu und Nicole Haslett geben dem Nebenpaar stimmliches Profil.
Stephen Bronk ist eine sehr gute Besetzung für Louises Diener George.

Ein eindrücklicher, empfehlenswerter Abend.
Grüße
Arthur

13. Mai 2019
22:58
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Kapellmeister Storch
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Lohengrin, Deutsche Oper Berlin, 12.05.2019

Wenn man mit sogenannten Wagner-Tagen wirbt und damit viele auswärtige Besucher ins Haus zu locken versucht, dann sollte man vielleicht auch vorher entsprechend proben. Zumindest der erste Tannhäuser und der Lohengrin gestern standen da unter keinem guten Stern. Donald Runnicles hat die Oper schon oft am Haus dirigiert, Es waren gute und sehr gute Abende dabei, aber auch weniger packende Aufführungen. Gestern lief schon im Vorspiel einiges bei den Streichern schief. Im weiteren Verlauf hat Runnicles ungewohnt langsam dirigiert. Das hat sich im 2. Akt mit dem Auftritt des Chors plötzlich geändert. Von da an war das Dirigat flott und plötzlich packend. Die zahlreichen Trompetenpatzer laste ich ihm nicht an. Trotz der ansonsten hervorragenden gesanglichen Leistungen steht und fällt ein Lohengrin mit dem Sänger der Titelpartie. Zunächst habe ich mich gefreut, einmal einen anderen Sänger als die üblichen Verdächtigen zu hören. Ich fand Daniel Johansson nicht so schlimm wie viele andere Besucher, aber auch nicht wirklich gut. Seine stimmlichen Möglichkeiten waren von der Kraft her recht limitiert. Immer wenn er mehr wollte, ging das zu Lasten der Intonation. In der Stimme waren auch immer wieder Brüche. Die Gralserzählung gelang ihm ganz ordentlich, bis er kurz vor dem Ende wieder die genannten Probleme hatte. Dazu kam, dass er mehr Pastor als Staatsmann war. Den stärksten Eindruck des Abends hinterließ John Lundgren mit unerschöpflichen Kraftreserven als fast schon exemplarischer Telramund. Anna Smirnova stand ihm in nichts nach und wirkte ausgeruhter als bei ihrem letzten Auftritt als Ortrud. Camilla Nylund habe ich schon mehrfach als Elsa gehört. So gut wie gestern hat sie mir noch nie gefallen. Sie hat die Partie sehr innig und zurückgenommen gesungen. Ein Freund meinte zwar, sie könnte nicht mehr geben, aber ich finde, da hat alles gesessen, jeder Tonsprung, da war nichts in Gefahr. Andreas Bauer-Kanabas habe ich öfter in seiner Zeit an der Staatsoper gehört. Ehrlich gesagt habe ich seine Stimme nicht wiedererkannt. Mir hat sein König Heinrich gut gefallen. Das klang sicher etwas derb, dafür aber kraftvoll und sehr textverständlich (vielleicht ein wenig zu akzentuiert). Eine absolute Luxusbesetzung war zum wiederholten Mal Derek Welton als überragender Heerrufer, der die Partie für Dong-Hwan Lee übernommen hatte. Trotz der überwiegend sehr guten Leistungen ein Abend mit Licht und Schatten.

13. Mai 2019
18:03
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UwePaul
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185

wo haben Sie den denn bei Ihrer Verlautbarung zu Jovanovich an den Tag gelegt?

13. Mai 2019
17:41
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arthurjones
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Wer hier häufiger mitliest, kann sich ja ein Bild des Berliner Oberlehrers Uwe Paul machen.

Gurnemanz glaubt ihm natürlich mehr, weil sie verwandt sind im Geiste.

Hier gibt es auf jeden Fall einen deutlichen Überhang an Meinungen, die gewissen Sachverstand und vor allem Respekt erkennen lassen.

13. Mai 2019
17:20
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catharina
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Semjon-Kotko, vielen Dank für Ihren ausgewogenen Bericht.

Einen schönen Tag wünscht Ihnen Catharina

13. Mai 2019
13:57
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UwePaul
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Semjon, danke,

den 1. und 2. Akt fand ich auch gut. Ich fand seine Romerzählung wirklich indiskutabel, nach all den Jahren in denen ich die von ihm genossen habe. Deshalb bin ich ja auch sofort nach dem letzten Ton gegangen.

Keenlyside war wirklich nicht akzeptabel, im Gegensatz zu Brück oder selbst vor 2 Jahren Herrn Pohl aus Dresden, von Gerhaher ganz zu schweigen.

Das größte Ärgernis war wirklich das Orchester einschl. der Wackler im Pilgerchor. Gerade weil das Orchester in dieser Saison in vielen Auffhrungen glänzte, sei es Zwerg usw. und vor allem noch in Mahlers 6er...

Tja Seiffert und seine weiblichen Fans....... das kenne ich auch seit dem ich ihn erleben durfte. Vor allem dann auch in seinem bevorzugten Restaurant nach der Oper. Auch wenn Fr. Schnitzer noch dabei war.....

13. Mai 2019
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semjon_kotko
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UwePaul sagt
Ich habe Seiffert wirklich seit 1990 sehr geschätzt, auch wenn er mal einen nicht so guten Tag hatte, aber was da jetzt von sich gegeben wird, ist nicht in Worte zu fassen  

Ich mische mich sonst ja nicht in Kontroversen über die Tagesverfassung einzelner SängerInnen ein, aber Peter Seiffert soll an dieser Stelle Gerechtigkeit widerfahren. Auch ich war am Samstag in der besagten Tannhäuser-Aufführung, in der ich Seiffert zum vierten Mal seit 2009 (drei Mal in der Deutschen Oper Berlin, einmal in der Wiener Staatsoper) in dieser Rolle erlebt habe. Es war gewiss nicht mehr zu hundert Prozent dieselbe Leistung wie etwa 2009, aber es war dennoch ein ganz fantastischer und beeindruckender Auftritt, vor allem im ersten und zweiten Akt. Allenfalls im dritten Akt hatte man ein bisschen die Sorge, dass er Probleme mit der Kondition haben könnte, aber auch hier hinterließ er immer noch einen herausragenden Eindruck. Aus meiner - freilich subjektiven - Sicht: Ein besserer Auftritt als eine Woche zuvor Stephen Gould, der auch sehr gut und ohne Probleme gesungen hat, dessen "gestemmte" Spitzentöne mir aber nicht so liegen.
Die ZuschauerInnen waren am Ende der Vorstellung völlig zu Recht begeistert über Seiffert, der sich beim Schlussapplaus auf der Bühne sichtlich wohl gefühlt hat und mit den ChorsängerInnen ein geradezu "familiäres" Verhältnis haben dürfte. Er ist ein sympathischer und beliebter Sänger, der nicht nur für sein "Lebenswerk" gefeiert wurde, sondern auch für den tollen Abend. Hier im Forum von einem Debakel Seifferts zu sprechen, das wird der Wirklichkeit absolut nicht gerecht. Ein solches durften wir im selben Haus gestern erleben, nämlich von Daniel Johansson als Lohengrin, der - leider - ein Totalausfall war.
Eine ganz persönliche Zeile am Ende: Es gibt zwei Szenarien, wie ich als Opernbesucher nie "enden" möchte. Als "Fan" eines einzelnen Sängers, der die Ohren nicht mehr öffnet, sondern nur noch seinem Liebling huldigt, unabhängig von der konkreten Darbietung. Das ist die eine Möglichkeit, die aber dennoch zumindest einer einzelnen Person - wider die Objektivität - ein bisschen Freude bereitet. Die andere Möglichkeit ist jedoch, aus Nörgelei und Besserwisserei heraus auch das schlecht zu finden, was grundsätzlich Freude bereiten und das Leben lebenswert machen könnte. Allen subjektiven Facetten und Nuancen zum Trotz (die es natürlich gibt und über die wir uns nicht vehement streiten müssen): Aber einen Peter Seiffert im Mai 2019 als Tannhäuser grottenschlecht zu finden, damit ist man seinem eigenen Wohlergehen ein Feind.

13. Mai 2019
12:06
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UwePaul
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Im Übrigen, was Sie denken, ist mir schnuppe. Aber dann sind Sie im Umkehrschluss, wenn ich etwas lobe oder gut finde, und das ist überwiegend der Fall, der "Meinung" dass das schlecht war. Wie z.B. der Zwerg, der Hoffmann, die Sonnambula usw. usw.

13. Mai 2019
12:02
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UwePaul
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Wenn Sie das gut fanden, na ja....

aber wenn man nicht mal weiss, wieviele Zuschauer in die Deutsche Oper gehen, .. es sind 1859 und in der Vorstellung waren rund 1500....

13. Mai 2019
11:50
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catharina
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Guten Morgen,

ich lese hier schon seit einigen Jahren mit, hatte aber nie die Absicht mich hier zu äußern. Leider musste ich mich jetzt anmelden, um hier einmalig Stellung zu nehmen.

Ich war am Samstag in besagten Tannhäuser und anscheinend war ich zusammen mit besagtem Kritiker, arthurjones und rund 1.900 weiteren Opernbesuchern in der gleichen Vorstellung, die am Ende der Vorstellung vollkommen aus dem Häuschen waren.

Das Dirigat war teilweise schleppend, Keenlyside leider nur noch ein Schatten seiner selbst. Aber der Chor und Peter Seiffert haben einen fantastischen Abend abgeliefert. Natürlich singt Seiffert nicht mehr wie vor 20 Jahren, und auch ich habe schon schwächere Abende von ihm erlebt. (Höre ihn seit 1985 an der DOB) Dieser gehörte aber sicher nicht dazu.

Da ich mit den Einschätzungen von UwePaul musikalisch so gut wie nie übereinstimme, wundert mich seine Meinung nicht.

Schönen Tag und Gruß aus Berlin

 

P.S. Das war eine einmalige Stellungnahme von mir

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