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Oper in Nachbarländern Österreichs | Seite 7 | OnlineMerker | Forum

 

 

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Oper in Nachbarländern Österreichs
27. Dezember 2018
23:58
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Gurnemanz
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29. September 2018
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BRNO/BRÜNN (Mahen-Theater): Antonín Dvořák, Čert a Káča / Die Teufelskäthe

Obwohl Rusalka mittlerweile erfreulicherweise auch in deutschsprachigen Ländern große Beliebtheit genießt, sind andere Werke aus Dvořáks Œuvre weitgehend Raritäten. Čert a Káča (1899 uraufgeführt) wird zwar in Tschechien häufig gespielt, ist bei uns aber so gut wie unbekannt. Ich hab es heute erstmals gehört und überlege immer noch, ob es sich (wie mir im vorhinein erzählt wurde) um eine Kinderoper handelt oder nicht; wenn man diese Oper als Kinderoper bezeichnet, ist sie jedenfalls eine wirklich gute - ich plädiere für "kindgerechte Oper". Die Geschichte ist unterhaltsam (ich hab ein Faible für Erzählungen, in denen der Teufel ins Bockshorn gejagt wird), die Partien sind wohl nicht ganz einfach, der Chor wird vielfältig eingesetzt, und die Musik ist slavisch-volkstümlich, genießbar und nicht langweilig. Das meiste spielt sich im Dialog ab, es gibt nur wenige Soloszenen.

Die Handlung ist schnell erzählt: Die goscherte und im Umgang mit anderen Menschen ungeschickte Káča wird am Dorffest von den Burschen nicht beachtet, nur der als Jäger verkleidete Teufel Marbuel tanzt und flirtet mit ihr. Marbuel nimmt sie mit sich in die Hölle. Der wegen einer Kleinigkeit entlassene Schäfer Jirka folgt ihr, um sie zurückzuholen. In der Hölle sorgt Káča für Aufruhr, und man berät, wie man sich ihrer bald wieder entledigen kann. Jirka bekommt den Auftrag, Káča mitzunehmen, und wird im Gegenzug vom Verwalter, der ihn hinausgeschmissen hat, befreit: Der Verwalter soll bloß auf Nimmerwiedersehen verschwinden, die Fürstin aber sterben. Die Fürstin, beunruhigt durch ein Orakel, das ihr den baldigen Tod prophezeit hat, bereut ihre Sünden. Der ankommende Teufel wird von Káča und Jirka überlistet und ergreift die Flucht, die Fürstin ist somit gerettet, gelobt Besserung und verleiht Jirka einen hohen Posten, und das Werk endet in fröhlicher Stimmung. Insgesamt durchaus genießbar (der erste Akt ist schwächer als die beiden folgenden), aber Rusalka ist halt doch eine ganz andere Klasse.

Musikalisch wars ganz okay, hat mich aber nicht von den Socken gehaut. Václava Krejčí Housková als Káča und Daniela Straková-Šedrlová als Fürstin haben mir am besten gefallen, ihnen ist zu verdanken, dass die Vorstellung musikalisch auf einem akzeptablen Niveau war. Ich vermute, dass Jaroslav Březina (Jirka) gesundheitlich angeschlagen war, denn er hat dementsprechend geklungen und gehustet. Roman Hoza hat ordentlich gesungen, ist aber rein alles an Gestaltung schuldig geblieben (der Marbuel ist ja eine wirklich wirklich lohnende Partie!), David Nykl war ein farbloser Luzifer. Der Vollständigkeit erwähne ich, dass Jana Iskrová als Káčas Mutter auffallend großen Publikumszuspruch entgegen nehmen konnte (Applaus fürs Lebenswerk, denn ihre Stimme klingt schon sehr brüchig, was in Anbetracht ihres hohen Alters durchaus verständlich ist). Jakub Klecker hat, soweit ich es beurteilen kann, gut dirigiert. Die Inszenierung von Jiří Heřman ist auf Kinder zugeschnitten, aber nichtsdestoweniger sehr einfallsreich und witzig (nicht albern!), sodass auch Erwachsene daran Freude haben können. Allerdings hab ich noch keine andere gesehen, da mir das Stück bis heute unbekannt war.

22. Dezember 2018
3:39
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Gurnemanz
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29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Kein Problem, ich empfinde die Fragen überhaupt nicht als Zudringlichkeit, sondern ganz im Gegenteil, ich freue mich darüber. Um die Übersichtlichkeit zu wahren, habe ich mir aber erlaubt, in einem eigenen Thread darauf zu antworten. Vielleicht haben ja auch andere etwas dazu zu sagen.

22. Dezember 2018
1:18
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prof.ON-DO
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Schön, dass Sie die Aufzeichnung kennen! Wie fällt Ihr Vergleich mit dem Liveerlebnis aus ? Können Sie beobachten, ob die Teilnahme an dem Projekt Operavision sich positiv auf das Theater in Brünn auswirkt ? Welche Rolle spielen Streams generell in Ihrem Opernleben ?  Bitte die Fragen einfach ignorieren, falls Sie sie als Zudringlichkeit empfinden- aber das Thema wird , meiner Meinung nach,  nicht gebührend diskutiert. Adele !

22. Dezember 2018
0:27
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Gurnemanz
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29. September 2018
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prof.ON-DO sagt
Hallo , G !  Darf ich Ihren Schilderungen wohl noch beifügen, dass diese Produktion auch online verfügbar ist ? ( Operavision ) Weihnachtliche Grüsse und beste Wünsche !  

Danke für Ihre Ergänzung! Darauf ( + Youtube-Link) hatte ich schon im November an anderer Stelle hingewiesen, aber ein weiterer Vermerk schadet nicht. Die Hauptrollen waren am 18. November aber anders (besser!) als heute besetzt:

Füchslein: Jana Šrejma Kačirková
Förster: Svatopluk Sem
Fuchs: Václava Krejči Housková

Lehrer/Mücke: Ondřej Koplik
Pfarrer/Dachs: Jan Šťáva
Harašta: Roman Hoza

Hier nochmals der Youtube-Link, der noch ca. fünf Monate aktiv bleiben sollte: http://www.youtube.com/watch?v.....EG2HOPlujE

Danke, Ihnen ebenfalls frohe Weihnachten!

21. Dezember 2018
23:59
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prof.ON-DO
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Hallo , G !  Darf ich Ihren Schilderungen wohl noch beifügen, dass diese Produktion auch online verfügbar ist ? ( Operavision ) Weihnachtliche Grüsse und beste Wünsche !

21. Dezember 2018
22:59
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Gurnemanz
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29. September 2018
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BRNO/BRÜNN (Janáček-Theater): Leoš Janáček, Příhody lišky Bystroušky / Das schlaue Füchslein

Müsste ich ein Ranking der Janáček-Opern aufstellen, belegte das Schlaue Füchslein den ersten Platz (dicht gefolgt von der Sache Makropulos). Um meine Meinung zur Inszenierung begründen zu können, muss ich zuerst meine Sicht des Stückes darlegen. Auf den ersten Blick handelt es sich um eine Tiergeschichte (der Förster findet eine junge Füchsin im Wald, nimmt sie zu sich nach Hause mit, dort entkommt sie, findet im Wald einen Fuchs, gründet mit ihm eine Familie, wird aber vom Wilderer totgeschossen), aber es ist unbestreitbar, dass in dieser Oper von bloß 90 Minuten Dauer weit mehr steckt, es geht nämlich im wesentlichen um die großen Themen Sexualität und Tod. Fast jedes auftretende Tier hat ein Äquivalent in der Menschenwelt, und damit das auch ganz klar wird, müssen Dachs und Pfarrer vom selben Sänger verkörpert werden. Darüber hinaus steht die Stechmücke für den Lehrer, der Hund für den Förster (wobei sich vermutlich auch Janáček selbst im Förster gesehen hat), und die Füchsin steht für die eigentliche Hauptperson dieser Oper, von der immer nur erzählt wird, da sie nie auftritt, nämlich das Zigeunermädchen Terynka, zu dem jeder der auftretenden Männer in irgendeiner Beziehung steht: Die Füchsin vertreibt den Dachs aus seinem Bau, genauso vertreibt eine Frau – (wohl) Terynka – den Pfarrer, sodass dieser in eine andere Gegend versetzt wird; der Förster hat offenbar eine kurze außereheliche Affäre mit Terynka, die ihn aber wieder verlässt, genauso fängt er im Wald die Füchsin ein, die aber auch nicht lange bei ihm bleibt, wohl abgeschreckt durch die plumpe Art des Hundes ( = des Försters), sich ihr zu nähern; der Wilderer heiratet Terynka, beraubt sie also ihres freien Lebens, genauso beraubt er die Füchsin des Lebens, denn er schießt sie tot, um das Fell in einem Muff für Terynka zu verwerten; der Lehrer steht jahrelang auf Terynka, bekommt sie aber nie. Dass die Tiere für Menschen stehen, wird auch dadurch klar, dass sie sich ganz eindeutig wie Menschen benehmen und unterhalten (zum Beispiel Fuchs und Füchsin: "Bin ich wirklich so schön?", "Willst Du mich?" – "Ja, ich will Dich!!", "Rauchen Sie?" – "Jetzt nicht.", "Ich habe mich in Dich verliebt, weil Du die bist, die ich mir immer gewünscht habe, ich liebe nicht Dein Äußeres, sondern Dein Inneres"). Klammer der Erzählung sind zwei Szenen, in denen sich der Förster im Wald aufhält (er fühlt sich dort mehr zu Hause als bei sich daheim), und in beiden springt ihm ein Frosch ins Gesicht, nur ist es am Ende der Enkel jenes Frosches, der ihm am Anfang über den Weg gelaufen ist. Der Förster erkennt das und schließt quasi inneren Frieden, denn er erkennt, dass sich die Welt stets verändert, wir also alle sterben werden, aber von der Natur immer neues Leben hervorgebracht wird. Darüber hinaus sind die Charaktere sehr intelligent gezeichnet, genauso verhalten sich die Menschen im wirklichen Leben auch (zum Beispiel der Pfarrer, der mit lateinischen und griechischen Zitaten um sich wirft und eine Moral predigt ("Non des mulieri corpus tuum"), die er nicht verkörpert). Des weiteren gibt es ein paar Verweise auf die Entstehungsgeschichte dieser Oper (zum Beispiel: "Man wird über mich und Dich in Zeitschriften schreiben" – so ist ja auch diese Oper entstanden). Wesentlich ist, dass die relevanten Details nur nebenbei genannt werden; viel Zwischenmenschliches spielt sich ab! Beispielsweise die Gefühle der Männer, die im Gasthaus ihre Einsamkeit begießen, oder die Aussage des Hundes ( = des Komponisten, weil Komponist = Förster = Hund), dass er aus Einsamkeit sein Leben der Kunst gewidmet habe, und beim ersten Anhören kann man das gar nicht alles mitbekommen. Deshalb habe ich das Stück auch anfangs für schwach gehalten, aber seit ich es großteils verstanden habe, lässt es mich nicht mehr los. Das Wesentliche wird in der Musik ausgesagt, zum Beispiel der sexuelle Traum des Försters mit der Füchsin ( = mit Terynka) oder die Musik ganz am Schluss. Die Natur wird phänomenal durch die Musik geschildert (als ich letztes Jahr mit dem Bus durch Wälder und kleine Dörfer Mährens gefahren bin, habe ich den Eindruck gehabt, dass Janáček genau diese Gegend beschrieben hat).

Es gibt also verschiedene Handlungsebenen in diesem Stück, und Regisseur Jiří Heřman hat das auch durch unterschiedliche horizontale Ebenen verdeutlicht. Auch beim zweiten Anschauen finde ich diese Inszenierung super, ja heute sogar noch besser als im November. Die Personenführung ist exzellent. Normalerweise stört es mich, wenn sich viele Leute auf der Bühne befinden, die dort nichts zu suchen haben, aber Heřman hat das nur sehr gezielt eingesetzt, und in den erforderlichen Momenten herrscht auch Ruhe, sodass sich die Stimmung entfalten kann. Die ergänzte Rahmenhandlung beginnt mit der Gründung eines Kinderheimes, und diese Kinder verkörpern anfangs mit Holzspielzeug die Tiere (da hat es auch gleich mehr Tragik, wenn ein Kind nach seiner Mama schreit als wenn das nur ein kleines Füchslein im Wald tut), der Förster nimmt einem Mädchen (das wie die Füchsin gekleidet ist) dessen Stofftier-Füchsin weg und bringt sie seiner Frau, die ihm darauf den Vogel zeigt. Der Förster liegt oft am Boden und träumt (es ist ja nicht ganz klar, wieweit er welche Ereignisse nur träumt oder sie sich wirklich ereignen), Förster und Försterin beobachten oft Fuchs und Füchsin bzw sind genau parallel auf der Bühne platziert. Die Försterin sitzt oft im Hintergrund strickend am Herd, sie bekommt von den Gefühlen, Träumen und Handlungen ihres Mannes nichts mit; sie registriert nur, dass die Ehe erkaltet ist (einmal wird er von ihr auch abgewatscht). Heřman hat allerdings nicht des Poetischen der Oper vergessen, denn durch Bäume und Erscheinen einer weiteren, hinteren Ebene wird dem Märchenhaften und der Naturschilderung Rechnung getragen. Ich bin von dieser Produktion begeistert und bin sicher, dass ich in ihr noch einiges Neue entdecken werde und sich mir dadurch diese meisterhafte Oper noch besser erschließen wird.

Musikalisch war ich durchaus zufrieden, wenn auch nicht begeistert. Das Orchester unter Marko Ivanović hat ruppiger, leidenschaftlicher gespielt als wir es in Wien gewohnt sind – das ist allerdings ein Pluspunkt! Jiří Sulženko klang als Förster den ganzen Abend angestrengt und nicht frisch (das ist bei ihm oft so), aber insgesamt wars eine durchaus gute Leistung. Michaela Kušteková hat das Füchslein hervorragend gespielt, aber ich denke, sie sollte noch an ihrer Technik arbeiten, das klingt in dieser Hinsicht noch nicht perfekt. David Nykl und Petr Levíček waren als Pfarrer/Dachs und Lehrer ziemlich dünn, mehr fällt mir nicht ein (also passabel, aber ziemlich leise und unauffällig). Jana Hrochová und Igor Loškár haben mir als Fuchs und Harašta (Wilderer) am besten gefallen: Hrochová sehr gut, und Loškár zwar ein bissl ungeschliffen, was für diese Rolle aber durchaus passt.

Die Kinderstimmen wurden elektronisch verstärkt, was die einzige Verwendung von Mikrophonen in der Oper ist, die ich akzeptieren will. Störend ist, dass nach einer Stunde für eine Pause unterbrochen wird, dadurch wird man aus der Stimmung gerissen und muss als Wiener nach dem letzten Ton aufspringen und ordentlich Gas geben, um noch den letzten Zug zu erreichen. Wie vor Beginn angesagt, war die Vorstellung Jaroslava Janská (geboren 1943, Solistin des Brünner Nationaltheaters 1967–1998) gewidmet, die auch kurz vor den Vorhang trat.

19. Dezember 2018
23:12
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Gurnemanz
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29. September 2018
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BRNO/BRÜNN (Janáček-Theater): Bohuslav Martinů: Hry o Marii / Marienspiele

Die heutige Erstbegegnung mit diesem Werk hat mich etwas ratlos zurückgelassen. Im vorhinein hatte ich von mehreren Leuten sehr Positives gehört, das sich heute für mich so nicht bestätigt hat. Es handelt sich um vier einzelne Geschichten, die miteinander verbinden sind und die vieraktige Oper ergeben. Teilweise habe ich aber trotz den englischen Übertiteln nicht verstanden, was das ganze überhaupt soll, aber ich denke, dass das mit oftmaligerem Hören noch kommt. Manche Wiederholungen (zum Beispiel das Ave Maria im letzten Akt) sind ermüdend, zwischendurch gibt es aber auch ganz wunderbare Stellen, die meine Aufmerksamkeit gleich wieder erregt haben. Die musikalische Qualität war überzeugend, wenn auch insgesamt ausbaufähig (Jana Hrochová war als Erzengel Gabriel gar ein bisschen zu leise, in ihren anderen heutigen Rollen ist mir das nicht aufgefallen), aber alles in allem wars eine einheitliche, gute Ensembleleistung ohne erwähnenswerte Glanzlichter, aber auch ohne störende Ausfälle. Das Orchester unter Jakub Klecker hat mir gut gefallen, die Inszenierung von Jiří Heřman finde ich sehr gut, sie passt zu dem Stück und kann mit einfachen Mitteln viel erreichen (sie ist auf jeden Fall viel klassischer als sein Schlaues Füchslein). Dass der Chor weitgehend am seitlichen Balkon platziert wurde, ist eine gute Idee und stört akustisch überraschenderweise nicht. Es war auf keinen Fall ein verlorener Abend, aber ich verspüre keine Lust, gleich morgen wieder deswegen nach Brünn zu fahren.

12. Dezember 2018
11:59
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HansLick2
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@ 20 + 22: ich habe auch zugeschlagen, auf museums tour in berlin, allerdings nur für den benvenuto cellini, halbszenisch. den bekommt man doch nicht sooft serviert!

12. Dezember 2018
11:40
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Chenier
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Alles klar, Pieske, habe ich missverstanden, ist tatsächlich ein Schnäppchen.

12. Dezember 2018
10:54
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Pieske
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Chenier sagt
Sehr risikofreudig, Pieske, wenn man zwar weiß, wer auftritt, aber nicht, was auf dem Programm steht.  

Eben doch, für die drei Konzerte ist das Programm draußen. Deswegen der Link ...

Viele Grüße

12. Dezember 2018
10:27
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Chenier
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28. Februar 2018
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Sehr risikofreudig, Pieske, wenn man zwar weiß, wer auftritt, aber nicht, was auf dem Programm steht.

12. Dezember 2018
9:38
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Pieske
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Gurnemanz sagt

Puh, da kann ich leider nichts dazu sagen, ich habe nicht einmal gewusst, dass es dieses Festival gibt.  

Beim Enescu-Festival geben sich die Spitzenleute die Klinke in die Hand, vor allem im Konzertbereich. Es wird aber auch eine Oedipe-Produktion geben, wenn ich es richtig sehe, eine eigene der Bukarester Oper.

Noch ein anderer Tipp: Das Programm des Musikfestes Berlin für 2019 ist noch gar nicht veröffentlicht, aber jetzt wurde schon bekanntgegeben, dass es an drei Tagen drei Londoner Orchester geben wird (Gardiner mit dem Revolutionaire et Romantique, Rattle mit dem LSO, Oramo mit dem BBC). Man kann dafür jetzt schon Karten kaufen, als Dreierpaket sogar für 20 Prozent Reduktion.

https://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/musikfest_berlin/programm_mfb/mfb19_programm/mfb19_programmvorschau.php

Ich habe gestern gleich zugeschlagen: 75 Euro für die drei Konzerte. Das nenne ich "Glück gehabt" bei den Preisen, die sonst beim Musikfest aufgerufen werden.

11. Dezember 2018
18:53
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Gurnemanz
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29. September 2018
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Pieske sagt
Hallo in die Runde,

mein Interesse an Aufführungen abseits der üblichen großen Bühnen in Berlin, München, Wien etc. soll mich im kommenden Herbst zum Enescu-Festaval nach Bukarest führen. Kann jemand davon berichten?

Ich habe gelesen, dass ein Festival-Pass verlost wird und man sich dafür "bewerben" konnte. Ich nehme an, dass diese große Nachfrage eher die Produktionen mit den großen Namen betrifft. Mich interessieren die aber gar nicht (kann man ja wie gesagt in Berlin, München, Wien ständig hören). Vielmehr möchte ich zeitgenössische rumänische Musik hören, von der es laut Programm auch eine Menge geben soll. Ist der Andrang danach auch so groß?

Beste Grüße

PS:

Man hat ja nicht immer alle Spielpläne im Blick, deshalb hier zwei Tipps für die thüringische Provinz. Das Theater Gera bringt im Frühjahr 2019 zwei sehr spannende Produktionen: "Die Passagierin" von M. Weinberg und den "Roi Oedipe" von Enescu. Immer wieder beglückend, was sich so kleine Häuser alles trauen. Ich werde mir beides ansehen - okay, ist aus Berlin auch nicht gar so weit.  

Puh, da kann ich leider nichts dazu sagen, ich habe nicht einmal gewusst, dass es dieses Festival gibt. Aber ich hoffe, Sie bekommen noch von jemandem Auskunft. Das würde mich auch interessieren, wenngleich Bukarest eigentlich außerhalb meines Radius ist.

Aber ich bedanke mich für Ihren Gera-Tipp! Die Weinberg-Passagierin interesiert mich SEHR! Gera ist gar nicht mal aus der Welt, diese Produktion merke ich mir vor! Den Enescu-Oedipus gibts auch bei den Salzburger Festspielen, da versuche ich, eine Stehplatzkarte zu bekommen.

10. Dezember 2018
9:17
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Pieske
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Hallo in die Runde,

mein Interesse an Aufführungen abseits der üblichen großen Bühnen in Berlin, München, Wien etc. soll mich im kommenden Herbst zum Enescu-Festaval nach Bukarest führen. Kann jemand davon berichten?

Ich habe gelesen, dass ein Festival-Pass verlost wird und man sich dafür "bewerben" konnte. Ich nehme an, dass diese große Nachfrage eher die Produktionen mit den großen Namen betrifft. Mich interessieren die aber gar nicht (kann man ja wie gesagt in Berlin, München, Wien ständig hören). Vielmehr möchte ich zeitgenössische rumänische Musik hören, von der es laut Programm auch eine Menge geben soll. Ist der Andrang danach auch so groß?

Beste Grüße

PS:

Man hat ja nicht immer alle Spielpläne im Blick, deshalb hier zwei Tipps für die thüringische Provinz. Das Theater Gera bringt im Frühjahr 2019 zwei sehr spannende Produktionen: "Die Passagierin" von M. Weinberg und den "Roi Oedipe" von Enescu. Immer wieder beglückend, was sich so kleine Häuser alles trauen. Ich werde mir beides ansehen - okay, ist aus Berlin auch nicht gar so weit.

8. Dezember 2018
7:42
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Gurnemanz
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prof.ON-DO sagt
Ihre Beiträge sind immer informativ und authentisch, lieber Gurnemanz- bitte verzeihen Sie einem Nonösi eine Nachfrage: wie hoch ist der Aufwand einer  Ihrer Ostoperntouren etwa im Durchschnitt ( ich meine zeitlich und finanziell )- ich kann mir die Grössenordnung  nämlich nicht vorstellen-DANKE !  

Danke für Ihr Lob, darüber freue ich mich!

Der finanzielle Aufwand hält sich in Grenzen, zumal ich fast immer die billigste Kategorie (wenn möglich Stehplatz) frequentiere. Somit zahlte ich meist zwischen 1,60 Euro und 5 Euro, nur ganz selten mehr als 10 Euro. Außerhalb Wiens kommen noch die Reisekosten hinzu, aber wenn man früh genug bucht, kommt es billig (zB Wien-München 19 Euro, Wien-Berlin 22 Euro, Wien-Prag 6 Euro, Wien-Linz/Graz 9 Euro). Ich übernachte nie, sondern fahre immer in der Nacht zurück nach Hause.

Zeitlich kommts natürlich darauf an, aber ich kann im Zug/Bus ohneweiteres schlafen oder arbeiten oder mich entspannen. Öfters bin ich mit anderen Leuten unterwegs, das ist dann natürlich keine verlorene Zeit.

7. Dezember 2018
15:05
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prof.ON-DO
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Ihre Beiträge sind immer informativ und authentisch, lieber Gurnemanz- bitte verzeihen Sie einem Nonösi eine Nachfrage: wie hoch ist der Aufwand einer  Ihrer Ostoperntouren etwa im Durchschnitt ( ich meine zeitlich und finanziell )- ich kann mir die Grössenordnung  nämlich nicht vorstellen-DANKE !

7. Dezember 2018
0:15
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Gurnemanz
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bernardin sagt
Es ist von Elite ein sehr gutes Angebot, das von etlichen Bekannten mit jahrelanger Regelmäßigkeit mit Beigeisterung in Anspruch genommen wurde, auch wenn man die Stadtführung nur einmal beansprucht hatte. Reisebüros sind Dienstleister, und die Angebote von Elite nach Brünn und Pressburg sind super.

Ich hab sie nicht annehmen können, weil meist mein Fahrrad bei mir ist, da muss ich selbst schauen, wie ich zu Rande komme.

An dem Eintrag denke ich über den Halbsatz „Naja, für mich ist das nichts....“ nach. Ist das Naja so abwertend gemeint, wie es ankommt?  

Ganz ehrlich, interpretieren Sie absichtlich Beiträge viel schlechter als sie gemeint sind? Ich hab hier unlängst geschrieben: Ich kann mich weder für Italienisch (klingt für mich vulgär) und französisch (klingt für mich verkühlt) erwärmen. Hingegen liebe ich die slavischen Sprachen, insbesondere das Tschechische hört sich für mich wunderschön an.
Sie haben das uminterpretiert in bitte um etwas Donizetti-Geduld, auch den, der die Menschen nach deren Lautungen als vulgär, verschnarcht und sonst was einteilt. und ich kann’s nur in der als ‚vulgär’ bezeichneten italienischen Sprache – meinten Sie damit auch die Sprecher dieser Sprache? -ausdrücken. Damit haben Sie mir was ganz anderes unterstellt (nämlich die Beleidigung eines ganzen Volkes), als ich geschrieben hatte.
Da ich aber ohnehin nur sehr beschränkte Freizeit habe und diese gerne konstuktiver nütze, habe ich wenig Lust, Ihnen genau zu erklären, wie meine Formulierungen gemeint sind. Wenn man ein bisschen mitdenkt, ist klar, dass im Kontext Naja, für mich ist das nichts nur verstanden werden kann als "Ich habe kein Interesse an solchen Aktivitäten". Lassen wir es dabei bewenden.

7. Dezember 2018
0:01
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bernardin
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Es ist von Elite ein sehr gutes Angebot, das von etlichen Bekannten mit jahrelanger Regelmäßigkeit mit Beigeisterung in Anspruch genommen wurde, auch wenn man die Stadtführung nur einmal beansprucht hatte. Reisebüros sind Dienstleister, und die Angebote von Elite nach Brünn und Pressburg sind super.

Ich hab sie nicht annehmen können, weil meist mein Fahrrad bei mir ist, da muss ich selbst schauen, wie ich zu Rande komme.

An dem Eintrag denke ich über den Halbsatz „Naja, für mich ist das nichts....“ nach. Ist das Naja so abwertend gemeint, wie es ankommt?

6. Dezember 2018
23:05
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Gurnemanz
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29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Danke für die Erklärung! Naja, für mich ist das nichts, aber zumal das Angebot angenommen wird, besteht offenbar auch Bedarf dafür.

6. Dezember 2018
15:38
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Chenier
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28. Februar 2018
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Es ist eine Stadtbesichtigung dabei und optional ein Restaurantbesuch.

Brünn war ich noch nie, Pressburg habe ich einige Male mit E-Tours gemacht, war alles ok.

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