Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

Oper in Nachbarländern Österreichs | Seite 4 | OnlineMerker | Forum

 

 

Anleitung Registrieren: 

Klicken Sie hier rechts unten auf den Button "Registrieren". Sie werden aufgefordert Ihre E-Mail Adresse und einen Benutzernamen einzugeben. Danach erhalten Sie ein E-Mail mit einem Link zum Erstellen des Passwortes. Danach können Sie sich mit Ihrer E-Mail Adresse oder dem Benutzernamen und dem Passwort einloggen. Ihre Profilseite erscheint. Danach gehen Sie wieder auf die Online Merker Forum Seite und sind dann im Forum angemeldet.

 

Dieses Forum ermöglicht in erster Linie an Kultur interessierten Lesern des Online-Merker ihre Meinung auszutauschen und durchaus auch kontroversiell zu diskutieren. Dies soll allerdings in einer höflichen und vernünftigen Umgangsform geschehen. Nicht gestattet sind diskriminierende, rassistische, fremden- und staatsfeindliche Inhalte und Formulierungen. Diese werden ebenso wie persönliche Beleidigungen und Herabwürdigungen anderer Personen vom Moderator gelöscht. Weiters ist das Forum keine Tauschbörse für Ton- und Bildaufnahmen.

Avatar

Bitte denke über eine Registrierung nach
guest

sp_LogInOut Login sp_Registration Registrieren

Registrieren | Passwort vergessen?
Erweiterte Suche

— Forumbereich —




— Übereinstimmung —





— Forum Optionen —





Minimale Suchwortlänge beträgt 3 Zeichen - die maximale 84

sp_Feed RSS (Beitrag) sp_TopicIcon
Oper in Nachbarländern Österreichs
5. September 2019
14:48
Avatar
UwePaul
Member
Members
Forumsbeiträge: 963
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline
265sp_Permalink sp_Print

Da ist aber der Österreicher in Berlin, hier im Merker, ganz anderer Meinung.Aber Sie stimmen jedenfalls mit den Kritiken, ungefähr 5, die ich las überein. Aber bei ihm schätze ich mal ,  hätte das in der Staatsoper oder der Komischen stattgefunden,wäre er wohl auch anderer Meinung.

Ich gehe am Samstag

5. September 2019
14:40
Avatar
Kapellmeister Storch
Member
Members
Forumsbeiträge: 79
Mitglied seit:
21. Februar 2019
sp_UserOfflineSmall Offline
264sp_Permalink sp_Print

Adriana Lecouvreur, Deutsche Oper Berlin, 04.09.2019

Gleich zu Beginn der Spielzeit gab es den ersten herausragenden Opernabend. Anna Netrebko hat sich gestern nach ihrer Pause, der die Elsa in Bayreuth zum Opfer gefallen war, in allerbester Verfassung präsentiert. Die Adriana scheint dabei für sie die derzeit optimale Partie zu sein: in der Höhe blüht ihre Stimme auf (gelegentlich mit Ladehemmungen), ihre Tiefe ist üppig. Für Yusif Eyvazov muss ich an dieser Stelle mal eine Lanze brechen. Dass seine Stimme irgendwie blechern klingt und nicht unbedingt Wohlklang verbreitet, ist bekannt. Dafür hat er den Maurizio sehr kultiviert und zuverlässig gesungen. Das muss ihm erstmal jemand nachmachen (ja, ich weiß, Beczala, aber sonst?). Mich hat es ehrlich gesagt überrascht, wie gut er phrasiert hat. Das hatte ich so nicht in Erinnerung. Eine Entdeckung war Olesya Petrova als Principessa di Bouillon mit ihrem satten Mezzo. In der Höhe klang die Stimme zwar stellenweise etwas spröde, aber das hat den insgesamt sehr positiven Gesamteindruck nicht weiter getrübt. Ebenfalls eine Entdeckung war das neue Ensemble-Mitglied Patrick Guetti als Principe di Bouillon mit seinem wohltönendem Bass. Der junge Amerikaner (31) hat ein großes Versprechen für die Zukunft und die aktuelle Spielzeit abgegeben. Großen Unterhaltungswert hatte der Auftritt von Alessandro Corbelli als Michonnet. Dass seine Stimme in der Höhe etwas matt geklungen hat, mag man dem inzwischen fast 67-jährigem Sänger, der seine Karriere überwiegend mit Partien von Rossini und Donizetti bestritten hat, nachsehen. Am Pult stand ein Dirigent, dessen Namen ich nie zuvor gehört hatte: Michelangelo Mazza. Er hat die Aufführung souverän, sängerfreundlich und mit viel Esprit geleitet und hat mit seinem Dirigat ein Plädoyer für dieses wunderschöne Werk gehalten. Es war ein insgesamt hervorragender Opernabend, der trotz Anna Netrebko nicht ganz ausverkauft war (anderswo hätten die relativ hohen Preise sicher nicht abgeschreckt).

26. Juli 2019
19:04
Avatar
Gurnemanz
Member
Members
Forumsbeiträge: 659
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

@250 Da muss ich mich selbst korrigieren. Krenek ist zwar der Erste, der mit einer vollendeten abendfüllenden Zwölftonoper an die Öffentlichkeit getreten ist, aber nichtsdestoweniger war meine Äußerung, es handle sich bei Kreneks Karl V. um die erste Zwölftonoper sehr ungenau bzw. falsch. Die erste war Schönbergs "Von heute auf morgen" (ist aber nicht abendfüllend). Ebenfalls früher waren Lulu (Berg) und Moses (Schönberg), aber beide unvollendet (bzw. Moses erst in den 1950ern uraufgeführt). Insofern ist der Karl V. nicht die generell erste. Mea culpa!

@251 Vielen Dank! Was Salzburg betrifft, bin ich heuer sogar viermal dort (natürlich auf halbwegs leistbaren Karten). Gleich diesen Sonntag bei Mahlers 9. mit Blomstedt, dann noch Ende August dreimal (Oedipe, Haitink, Blomstedt). Ebenfalls beste Grüße!

@252 Danke für die Schilderung! Was soll dieser Mikrophon-Blödsinn überhaupt?!?!? Das geht ja gar nicht, dass dieser Unsinn still und heimlich auch in Europa Einzug hält. Wer mikrophonverstärkten "Gesang" will, soll in Musicals gehen, in der Oper hat das nichts verloren, außer zB auf der Seebühne in Bregenz.
Finley kann ich mir nicht so recht als Jago vorstellen, außer die Rolle wird entsprechend angelegt, was ja offenbar geschehen ist. Otello ist übrigens meine bevorzugte Verdi-Oper.

23. Juli 2019
10:52
Avatar
UwePaul
Member
Members
Forumsbeiträge: 963
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline
262sp_Permalink sp_Print

Wenn ich mal wieder diese "Kritik" aus München lese, muss ich mal wieder grinsen.

Da wird geschrieben, das La Colla und auch Harteros sehr laut sind, aber am Schluss dann so ein Satz steht.

Ein fulminanter , festspielwürdiger Opernabend,

also müssen demnach fulminante, festspielwürdige Opernabende laut sein???

17. Juli 2019
8:12
Avatar
Chenier
Member
Members
Forumsbeiträge: 575
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline
261sp_Permalink sp_Print

"midsummertroll"……..Smile Aber der Sommer ist eh bald vorbei.

17. Juli 2019
7:58
Avatar
UwePaul
Member
Members
Forumsbeiträge: 963
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline
260sp_Permalink sp_Print

Lohengrin, stimme Ihnen zu.....

17. Juli 2019
7:28
Avatar
Lohengrin2
Member
Members
Forumsbeiträge: 598
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline
259sp_Permalink sp_Print

midsummerpuck ist immer immer mit Bosheiten und Falschinformationen zur Stelle, also ACHTUNG!!! Also bitte nicht wirklich ernst nehmen!

Jede Meinung sollte sachlich belegt sein oder/und als solche "aus dem Bauch (oder Herzen) heraus" gekennzeichnet sein. Ungenaue Fakten und verächtlich machen von Vorlieben bitte weglassen!

17. Juli 2019
2:43
Avatar
midsummerpuck
Gast
Guests

lohengrin fühlt sich immer persönlich angegriffen, wenn jemand ihren Jonas "Meistersinger" nicht auch anhimmelt und schlägt dann beleidigend zurück. Das kommt bei ihr wie das Amen in der Kirche. - ... also ist Vorsicht geboten ...

17. Juli 2019
0:08
Avatar
alcindo
Member
Members
Forumsbeiträge: 319
Mitglied seit:
27. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline
257sp_Permalink sp_Print

zu Dalmont: der ton indiesem forum wird immer zugespitzter, vor kurzem hat mir der vielschreiber aus Berlin versichert, dass es nichts "Duemmeres" als meine meinung gäbe. das 'blödsinnige gequatsche" liegt auf der gleichen linie....seltsam, dass der moderator das schluckt.

mit gruss alcindo

17. Juli 2019
0:06
Avatar
Lohengrin2
Member
Members
Forumsbeiträge: 598
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Und ob der Klaus Bachler K. eine Medaille überreicht, ist doch auch nebensächlich, Opernfreundevereine tut so was immer wieder, auch die Wiener, das ist Marketing.

Schon wieder ein Unsinn zum Quadrat. Die Meistersingermedaille wird vom Verein der Freunde des Nationaltheaters verliehen und ist sehr sparsam gestreut. Die bisherigen Preisträger waren Kammersänger Hans Hotter (1999), Kammersängerin Inge Borkh (2001), Kammersängerin Astrid Varnay (2003), Kammersänger Dietrich Fischer-Dieskau (2005) und Kammersängerin Hertha Töpper (2009). Zuletzt wurde sie 2013 an E.Gruberova verliehen.

Bitte, welcher Sänger, welche Sängerin hat nur glanzvolle Auftrotte? Bei nicht wenigen sind die guten Auftritte selten, die mittelmäßigen und auch schlechten die Regel...

16. Juli 2019
23:48
Avatar
dalmont
Member
Members
Forumsbeiträge: 108
Mitglied seit:
28. Januar 2019
sp_UserOfflineSmall Offline
255sp_Permalink sp_Print

Ich weiß jetzt nicht, was Sie so erbost. Ich habe Ihr von einem Infekt angegriffenes Idol nicht zusätzlich verbal angegriffen. Da ich die Freitag-Vorstellung nicht gesehen habe, kann ich dazu nix sagen, der Einschätzung von Groopies vertraue ich jedoch grundsätzlich nicht. Und auch gegen Influencer/Innen habe ich große Vorbehalte. Irgend etwas dazwischen werden Sie wohl sein, da Sie so idiosynkratisch reagieren. Vielleicht sind Sie auch irgendwie professionell in sein Marketing involviert. Was weiß man.

Und was soll ich mit dem Link anfangen, den ich übrigens schon gelesen hatte? Ich kenne von der Autorin nichts, also kann ich auch nicht einschätzen, wie sie bewertet (was über die Regie steht ist eine bloße Zusammenfassung des Interviews aus dem Programmbuch). Und ob der Klaus Bachler K. eine Medaille überreicht, ist doch auch nebensächlich, Opernfreundevereine tut so was immer wieder, auch die Wiener, das ist Marketing.

Dass ich mir K. gesanglich als Otello nur schwer vorstellen kann, werden Sie mir ja zugestehen. Dennoch habe ich mir eine sehr interessante Aufführung erwartet, - weil ich ein offener und neugieriger Mensch bin - weshalb ich mir auch eine Karte gekauft habe.

Ich habe Ihren Sängerschwarm zum ersten Mal am Piccolo Teatro gesehen, als Ferrando, dann, nach längerer Pause bei einem (mittelmäßigen) Liederabend in Schwarzenberg erlebt und seit damals regelmäßig im Konzert und auf der Bühne gehört. Manchmal war er ausgezeichnet, immer wieder aber nur mittelmäßig. Diese Verweise auf Vergangenes nur deshalb, damit Sie nicht glauben, ich wüsste nicht, wovon ich rede.

Mögen Sie nicht darüber nachdenken, mit dem Wort „blödsinniges Gequatsche“ etwas überlegter umzugehen?

16. Juli 2019
21:26
Avatar
Lohengrin2
Member
Members
Forumsbeiträge: 598
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Was für ein bblödsinniges Gequatsche.

Kaufmann hat am Freitag einen fantasischen Otello in einer großartigen Vorstellung gesungen. Nach der Vorstellung wurde ihm von den Freunden des Staatstheaters durch die Hand von Bachler die Meistersingermedaille anläßlich seines 50. Geburtstages verliehen.

Die zweite Vorstellung hat er wegen eines Infektes/Verkühlung abgesagt. Im September gibt es noch 3 Vorstellungen....

https://bachtrack.com/de_DE/kritik-otello-niermeyer-petrenko-kaufmann-harteros-finley-bayerische-staatsoper-juli-2019

16. Juli 2019
20:20
Avatar
UwePaul
Member
Members
Forumsbeiträge: 963
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline
253sp_Permalink sp_Print

dalmont

hatte mich schon gewundert, das von und über Kaufmann nichts zu lesen war. Hat er alle abgesagt?

16. Juli 2019
20:11
Avatar
dalmont
Member
Members
Forumsbeiträge: 108
Mitglied seit:
28. Januar 2019
sp_UserOfflineSmall Offline
252sp_Permalink sp_Print

ad 250)

Wie immer reizt Gurnemanz zum Widerspruch. In die aufgestellte Falle, die verschiedenen Musiken gegeneinander auszuspielen, tappe ich heute nicht.

Ich habe während meines diesjährigen Münchner-Festspielwochenendes (13.-15.7.) auch Kreneks „Karl V.“ erlebt. Für mich war es die zweite Begegnung mit dem Werk nach der Wiener Aufführung in den 80er Jahren, mit Erich Leinsdorf und Otto Schenk als Leading team und Günter Reich in der Titelrolle. Ich empfand damals das Werk als sehr spröde und dieser Eindruck hat sich auch in München bestätigt. 2 1/2 in Musik gesetzte Geschichts- und Weltanschauungsstunden sind nicht gerade theaterwirksam. Wiewohl die Ablehnung jedes (stupiden) Nationalismus’ sehr gegenwartsbezogen anmutet. Weder Katholizismus noch imperiale Selbstverpflichtung werden jedoch Lösungen aufzeigen. Faszinierend war allerdings die Erfahrung, wie variations- und farbenreich Zwölftonmusik sein kann. Was die kritischen Einwände gegen einzelne Sängerleistungen anlangt, kann ich Gurnemanz zustimmen. Skovhus vor allem fehlte die Tiefe, die die Rolle braucht. Insgesamt jedoch war es – vor allem wegen der ausgeklügelten Inszenierung mit den von La Fura dels Baus bekannten Körperskulpturen – ein sehr stimmiger Abend , der doch viel von dem transportierte, was Krenek wichtig war. Wiewohl ich mir nicht sicher bin – ich habe den Komponisten und seine Frau noch kennenlernen können, er war ja etliche Male in Wien – ob ihm diese Inszenierung gefallen hätte.

Die anderen beiden Werke, die ich sah („Turandot“ und „Otello“), waren etwas von einem in München offenbar umgehenden Virus beeinträchtigt. Nina Stemme ließ sich „ansagen“, wieweit sie wirklich beeinträchtigt war, ist schwer zu sagen. Wirklich aufgefallen ist mir nix. Dass sie die schwierigen Passagen im 2. Akt vor allem mit Kraftaufwand bewältigte, hat nichts mit dem Infekt zu tun, glaube ich. Ärgerlich empfand ich Stefano La Colla, vor allem weil sein Gesang offensichtlich technisch unterstützt wurde und daher äußerst unnatürlich klang, so dass ich gar nicht sagen kann, wie er war. Dass die Aufführung mit Lius Tod endete, fand ich eine ganz besonders gute Idee. Puccini selbst hat ja nicht gewusst, wie er die Oper zu Ende führen soll. Und dass nach diesem so erfühlt komponierten Selbstmord ein schnelles Happy End folgt, ist ja in jeder Aufführung problematisch. Der Regisseur war derselbe wie beim „Karl V.“ Deshalb auch Körperskulpturen, "fliegende" Menschen, und 3-D-Brillen, die tatsächlich an den dafür vorgesehenen Stellen großen Effekt machten.

Den Otello – (J. Kaufmann) streckte ein Virus gleich ganz darnieder, er hat abgesagt. Das hat die Aufführung doch recht beeinträchtigt. Ersetzt wurde er von Zoran Todorovich, der sich sehr gefährdet durch eine Partie, die nicht seine ist, kämpfte, allerdings nie ganz abstürzte. (Ich kann mir allerdings schwer vorstellen, dass Kaufmann sie gesanglich wirklich sehr gut bewältigt, werde aber kaum mehr Gelegenheit haben, mir ein Urteil zu bilden.) Er ist allerdings mit Anja Harteros ein sehr eingespieltes Team und da wäre das Zusammenspiel Otello – Desdemona – Jago in der etwas rätselhaften Inszenierung von Amélie Niermeyer ein schauspielerischer „Leckerbissen“ geworden. Da der Einspringer höchstwahrscheinlich nur kurz eingewiesen werden konnte, stand er meist verloren herum. Dafür war der Jago G. Finley auf seine Art grandios. Ihm fehlen zwar die Farben eines brunnenvergiftenden Schurken, aber so war die Rolle nicht angelegt. Er war grandios. Harteros war es erst im letzten Akt. Und so konnte ich mich doch sehr dem Dirigenten, unserem Wahlvorarlberger K. Petrenko, und dem Orchester mit seinen wunderschönen Klangwirkungen widmen. „Otello“ ist einfach eine perfekte Oper.

Summa summarum: Drei Aufführungen, keine perfekt, aber in ihrer inszenatorischen und musikalischen Qualität doch eindringlicher als Vieles, das ich an der Staatsoper gesehen habe.

15. Juli 2019
12:24
Avatar
LeFis
Gast
Guests
251sp_Permalink sp_Print

Vielen Dank Gurnemanz für Ihre Besprechungen von Opern in Österreich und den Nachbarländern!

Gerade die Ausführlichkeit der Darlegungen ist sehr hilfreich bei der Entscheidung sich ein Werk woanders anzusehen.

Ich hoffe auch auf eine Besprechung Ihrer Konzerte/Oper in Salzburg!

mit besten Grüßen

L. F.

15. Juli 2019
8:28
Avatar
Gurnemanz
Member
Members
Forumsbeiträge: 659
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline
250sp_Permalink sp_Print

So., 14. Juli 2019: MÜNCHEN (Staatsoper): Ernst Krenek, Karl V.

Auf den heutigen Karl V. hatte ich mich sehr gefreut, meine positive Erwartungshaltung hat allerdings sich nur teilweise erfüllt, was unter anderem damit zusammenhängt, dass mir das Genre der Oper zunehmend unerträglicher wird: Was für eine effekthascherische, bemüht-elitäre Spielerei! Von mir aus könnte man 90% der Opernaufführungen einsparen und dafür zahlreiche (geldsparendere) Liederabende (und hin und wieder auch Kammermusik und Sinfonien) geben, diese Musik erfordert mehr Aufmerksamkeit und geistige Bemühung als Oper. Wie auch immer, Krenek/Křenek mag ich ja sehr gerne (wobei er nicht zu meinen allerersten Favoriten zählt), und merkt man doch eindeutig, dass Krenek ein intelligenter und feinfühliger Mann war, der zwischen den Zeilen Relevantes mitgeteilt hat, sehr deutlich im Reisebuch aus den Österreichischen Alpen (sehr schade, dass dieser hervorragende Liederzyklus doch recht unbekannt ist!), aber auch im mir bis heute vollkommen unbekannten Karl V. Letzterer ist ja die erste Zwölftonoper, und ich als Fan dieser Musik bin dafür deswegen nach München gefahren.

Es ist ein Dilemma mit Opernraritäten: Erstklassige Sänger haben selten Lust/Kapazität, eine Randrepertoirepartie zu studieren, um sie dann ein paar wenige mal darzubieten, zumal im üblichen Spielplan bedauerlicherweise nur wenige und immer dieselben vielleicht ca. 100 (?) Werke regelmäßig auftauchen. Daher muss man sich damit abfinden, bei Raritäten nicht die allererste Garnitur geboten zu bekommen, auch heute war es so: Bo Skovhus (Titelrolle) ist ein solider Sänger, aber schon längst nicht mehr der Jüngste mit schon lang mit keiner unverbrauchten Stimme. Gun-Brit Barkmin war die Eleonore, und hat ja eine recht schöne Stimme, allerdings vermag ich nicht zu beurteilen, ob sie auch heute wie üblich falsch (will sagen: deutlich zu hoch) gesungen hat. Ich mag die Stimme von Anne Schwanewilms sehr gern, auch wenn sie so klingt wie jemand, der jahrelang mit einer falschen Technik gesungen hat und die damaligen Gewohnheiten nicht mehr loswird, dieses Eindrucks konnte ich mich auch heute nicht erwehren, für die Isabella war sie meinem unbedarften Ersteindruck entsprechend durchaus eine gute Besetzung. Wolfgang Ablinger-Sperrhacke (Franz I.) ist ein guter Sänger, aber für ein großes Haus zu klein, und was soll überhaupt die blöde Idee, ausgerechnet ihn zeitweise einige Meter über der Bühne zu platzieren?! Sobald er AUF der Bühne gestanden ist, war's akustisch besser. Michael Kraus (Luther) hat mir nicht gefallen, wie auch die zahlreichen anderen Rollen keinen bleibenden Eindruck hinterließen (zum Beispiel sehr unspektakulär der Pizarro des Kevin Conners). Ausgezeichnet dagegen Orchester und Chor, aber das Dirigat von Erik Nielsen kann ich nicht beurteilen. Die Inszenierung von Carlus Padrissa ist sehr opulent und eindrucksvoll, wenngleich es sicherlich Aufwand bedeutet, die Bühne unter Wasser zu setzen.

Die Beschreibung klingt negativer als es war; objektiv war es schon in Ordnung, subjektiv nicht. Jedenfalls war es nach meinem vorigen Kulturbesuch Labsal meinen Ohren, denn am Mittwoch, 10. Juli 2019, besuchte ich "Die Tagebücher von John Rabe" im Wiener Ronacher, und ich habe nie zuvor einen größeren Unsinn gehört: Eine billige Aneinanderreihung von Bach, Schostakowitsch, Puccini, Verdi etc., rein belanglos, total vorhersehbar, äußerst oberflächlich, nur vordergründig, null tiefgründig. Wie kann man in der Gegenwart SO ETWAS komponieren??? Ich habe noch NIE eine schlechtere Oper gehört, eine reine Katastrophe. (Sogar Michael Obst, Staud und Trohjan waren VIEL besser.) Die Ausführenden (Sänger, Inszenierung, Orchester) kaum positiv erwähnenswert. Dagegen war der Krenek wahrer Balsam meinen Ohren

12. Juli 2019
13:40
Avatar
UwePaul
Member
Members
Forumsbeiträge: 963
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline
249sp_Permalink sp_Print

Gurnemanz,

dafür habe ich ihn an der DO zwischen 2014 und 2017 mehrere Male erleben dürfen, hoffe, das er nicht auf ewig verschwunden ist, in einer großartigen Inszenierung von David Alden .

12. Juli 2019
13:10
Avatar
Gurnemanz
Member
Members
Forumsbeiträge: 659
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline
248sp_Permalink sp_Print

UwePaul sagt
Gurnemanz,

Sie schrieben, dass Sie Britten schätzen, hier etwas

https://operavision.eu/de/bibliothek/auffuehrungen/opern/billy-budd  

Besten Dank für den Link! Billy Budd habe ich leider noch nie auf der Bühne gesehen (war 2011 in Wien, und ich war so blöd, nicht hinzugehen - das tut mir heute noch leid)

 

Kapellmeister Storch sagt

Dass die Inszenierung auf Briscein zugeschnitten ist, finde ich auch. Was die Häuser betrifft, habe ich es anders formuliert: das Werk gehört eher an die beiden anderen Häuser. Damit meinte ich nicht, dass es nicht an Komische Oper gehört.

Ihnen auch einen schönen Sommer. Wenn Berichte auf Interesse stoßen, ist das immer schön. Ich freue mich auch immer über interessante Berichte. So habe ich meinerseits für Ihre Berichte zu danken.  

Alles klar, danke für die Antwort!

Ja, dann freuen wir uns auf ein Wieder-Lesen nach der Sommerpause!

8. Juli 2019
14:32
Avatar
Kapellmeister Storch
Member
Members
Forumsbeiträge: 79
Mitglied seit:
21. Februar 2019
sp_UserOfflineSmall Offline
247sp_Permalink sp_Print

Gurnemanz sagt
@238: Ich habe leider erst jetzt Ihre Antwort gesehen, die war mir bisher entgangen. Tut mir leid!

Die Inszenierung ist mE genau auf Briscein zugeschnitten, der ja eine ganz andere Ausstrahlung hat als zum Beispiel Vogt. Dass die Tote Stadt eher nicht an die Komische Oper gehört, finde ich übrigens nicht, ich war ja auch vom Holländer an der Wiener Volksoper angetan. Einen zu stark begrenzten Spielplan der verschiedenen Häuser finde ich nicht gut.

Danke für die Erklärungen, ich finde es trotzdem sehr unnötig, denn Rosé ausschenken kann man ja auch ohne Musik. Bei mir rechts oben waren (leider) einige Plätze frei.

Schönen Sommer! Und danke für Ihre zahlreichen Berichte von Vorstellungen in Berlin! Zum Death in Venice mit Bostridge möchte ich wieder kommen.  

Kein Problem.

Dass die Inszenierung auf Briscein zugeschnitten ist, finde ich auch. Was die Häuser betrifft, habe ich es anders formuliert: das Werk gehört eher an die beiden anderen Häuser. Damit meinte ich nicht, dass es nicht an Komische Oper gehört.

Ihnen auch einen schönen Sommer. Wenn Berichte auf Interesse stoßen, ist das immer schön. Ich freue mich auch immer über interessante Berichte. So habe ich meinerseits für Ihre Berichte zu danken.

6. Juli 2019
9:13
Avatar
UwePaul
Member
Members
Forumsbeiträge: 963
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline
246sp_Permalink sp_Print

Gurnemanz,

Sie schrieben, dass Sie Britten schätzen, hier etwas

https://operavision.eu/de/bibliothek/auffuehrungen/opern/billy-budd

Zeitzone des Forums: Europe/Berlin

Am meisten Mitglieder online: 10

Zurzeit Online:
3 Gast/Gäste

Momentan betrachten diese Seite:
1 Gast/Gäste

Top Autoren:

UwePaul: 963

Gurnemanz: 659

Lohengrin2: 598

Chenier: 575

alcindo: 319

Michta: 197

susana: 159

dalmont: 108

Kapellmeister Storch: 79

michael koling: 58

Mitgliederstatistiken

Gastbeiträge: 128

Mitglieder: 53

Moderatoren: 0

Administratoren: 3

Forumsstatistiken

Gruppen: 1

Foren: 1

Themen: 388

Beiträge: 5975

Neuste Mitglieder:

karlaeuler4, Klassikpunk, alenanickson9, Miguel, ericalycett0697, lirica, andersonrickel6, stimmfetischist, dellaboase37, Marcello

Administratoren: HaaSon: 2, ac: 73, Moderator 16: 33

 

Diese Seite drucken