Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

Oper in Nachbarländern Österreichs | Seite 4 | OnlineMerker | Forum

 

 

Anleitung Registrieren: 

Klicken Sie hier rechts unten auf den Button "Registrieren". Sie werden aufgefordert Ihre E-Mail Adresse und einen Benutzernamen einzugeben. Danach erhalten Sie ein E-Mail mit einem Link zum Erstellen des Passwortes. Danach können Sie sich mit Ihrer E-Mail Adresse oder dem Benutzernamen und dem Passwort einloggen. Ihre Profilseite erscheint. Danach gehen Sie wieder auf die Online Merker Forum Seite und sind dann im Forum angemeldet.

 

Dieses Forum ermöglicht in erster Linie an Kultur interessierten Lesern des Online-Merker ihre Meinung auszutauschen und durchaus auch kontroversiell zu diskutieren. Dies soll allerdings in einer höflichen und vernünftigen Umgangsform geschehen. Nicht gestattet sind diskriminierende, rassistische, fremden- und staatsfeindliche Inhalte und Formulierungen. Diese werden ebenso wie persönliche Beleidigungen und Herabwürdigungen anderer Personen vom Moderator gelöscht. Weiters ist das Forum keine Tauschbörse für Ton- und Bildaufnahmen.

Avatar

Bitte denke über eine Registrierung nach
guest

sp_LogInOut Login sp_Registration Registrieren

Registrieren | Passwort vergessen?
Erweiterte Suche

— Forumbereich —




— Übereinstimmung —





— Forum Optionen —





Minimale Suchwortlänge beträgt 3 Zeichen - die maximale 84

sp_Feed RSS (Beitrag) sp_TopicIcon
Oper in Nachbarländern Österreichs
27. Mai 2019
14:13
Avatar
Kapellmeister Storch
Member
Members
Forumsbeiträge: 58
Mitglied seit:
21. Februar 2019
sp_UserOfflineSmall Offline
191sp_Permalink sp_Print

Macbeth, Staatsoper Berlin, 26.05.2019

​Gestern habe ich Plácido Domingo in seiner dritten Macbeth-Serie in der Staatsoper erlebt (eine davon im Schiller-Theater). Sicher ist seine Tagesform recht schwankend, dennoch bleibt der Eindruck, dass er gegenüber dem Vorjahr abgebaut hat und wieder deutlich kurzatmiger war. Dadurch sind einige Bögen auf der Strecke geblieben. Seine Energie-Leistung bleibt bewundernswert, und schöne "Domingo-Töne" hatte er auch im Gepäck. Dazu wirkte er körperlich deutlich besser in Schuss als vor Jahresfrist. Von den zahlreichen Touristen im Haus wurde er ebenso lautstark gefeiert wie Daniel Barenboim am Pult. René Pape war als Banquo eine Luxus-Besetzung. Nicht ganz warm bin ich mit der Lady Macbeth von Ekaterina Semenchuk geworden. Da ist auf der einen Seite eine herrlich dunkle Luxus-Stimme, der ich gerne ein paar Probleme bei den obersten Tönen verzeihe. Auf der anderen Seite ist die Stimme in den Koloraturen so unbeweglich, dass der Gesamteindruck dadurch deutlich getrübt wurde. Über Netrebko haben einige gesagt, sie hätte nicht böse genug geklungen. Semenchuk klang harmloser. Neu war auch auch Sergio Escobar als Macduff (für Sartori). Seine Stimme hat viel Metall und klingt durchaus interessant, wenn auch stellenweise ein wenig unkultiviert. Ich würde ihn gerne mal in einer größeren Rolle hören. Zum Abschluss noch was von den billigen Plätzen. Während der Aufführung gab es plötzlich ein störendes Geflüster. Der Anlass war, dass sich eine Besucherin oben auf den nicht runtergeklappten Sitz gesetzt hatte und nicht einsichtig war sich normal hinzusetzen. Da sie auch in der Pause unnahbar war und auf Durchzug geschaltet hat, was nicht nur ein sprachliches Problem gewesen sein dürfte, und zudem ihre Schuhe auf der Rückenlehne davor platziert hatte (die Dame war 60-70+), hat jemand die Einlasserin gebeten sie anzusprechen.

19. Mai 2019
23:01
Avatar
UwePaul
Member
Members
Forumsbeiträge: 800
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline
190sp_Permalink sp_Print

Gurnemaz, nochmals zu Seiffert, ich schätzte ihn sehr, seit seinem Sensations Lohengrin vor rund 30 Jahren. Ich habe eigentlich alles mit ihm gehört, was er in Berlin gesungen hat, und das war nicht wenig. Überwiegend waren es große bis sehr große Abende. Auch noch der erste Akt Walküre 2016 mit der Harteros konzertant in der Philharmonie. Jetzt dieser Tannhäuser war im 1. und 2. Akt auch noch sehr ordentlich und hatte Bewunderung für diese Leistung nach all den Jahren. Aber der letzte Akt war für mich äusserst ärgerlich, trotz der großartigen Emma Bell. Dazu kam dieser völlig uninspierte Wolfram, vom gräßlichen Dirigat ganz zu schweigen.

Apropo mehr los, komme gerade aus der Sonnambula, die einfach von den Sitzen reissend war. Yende hatte abgesagt, dafür wieder Gimadieva und Brownlee. Glaube, die Yende hat heute kaum einer vermisst, was die Qualität von ihr nicht schmälern soll, wenn ich an die Züricher Kritiken denke

19. Mai 2019
22:05
Avatar
Gurnemanz
Member
Members
Forumsbeiträge: 571
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline
189sp_Permalink sp_Print

arthurjones sagt
Wer hier häufiger mitliest, kann sich ja ein Bild des Berliner Oberlehrers Uwe Paul machen.

Gurnemanz glaubt ihm natürlich mehr, weil sie verwandt sind im Geiste.

Hier gibt es auf jeden Fall einen deutlichen Überhang an Meinungen, die gewissen Sachverstand und vor allem Respekt erkennen lassen.  

Nur noch kurz dazu: Ich habe keine Ahnung, ob ich mit Forumsmitgliedern im Geiste verwandt bin, die ich nicht einmal kenne. Insgesamt erschien mir sein Bericht glaubhafter. Da ich nicht dabei war, hätte ich mich dazu gar nicht äußern sollen, aber Seiffert ist einer meiner Lieblingssänger, da interessiere ich mich natürlich für das, was über ihn geschrieben wird.
Insofern auch vielen Dank an semjon_kotko, der seinen Eindruck dargelegt hat.

Ich habe Seiffert zuletzt vor einem Jahr als Florestan in Wien gehört - in der ersten Aufführung ganz grandios (sodass ich geneigt bin zu sagen: besser geht nicht mehr), in der 2. war ich nicht, und die dritte war dann gut, aber halt nicht mehr.
Auch wenn Seiffert natürlich schon stimmlich abgebaut hat, halte ich ihn nach wie vor für einen der besten Opernsänger, trotz seinem hohen Alter. Ich habe von ihm großartige bis passable Abende erlebt.

@187+188: Danke für die Berichte! Da verfestigt sich ja der Eindruck, in Berlin wäre opernmäßig mehr los als in Wien.

15. Mai 2019
23:53
Avatar
arthurjones
Member
Members
Forumsbeiträge: 13
Mitglied seit:
11. März 2019
sp_UserOfflineSmall Offline
188sp_Permalink sp_Print

Deutsche Oper Berlin:

Oceane, Uraufführung von Detlev Glanert

 

Nachdem ich viel Gutes darüber gelesen und gehört hatte, bin ich heute in die Vorstellung dieser Vertonung von Th. Fontanes Novelle gegangen.

Das Werk wurde meiner Meinung nach szenisch und musikalisch treffend umgesetzt. Regie: Robert Carsen.
Die Charaktere sind gut herausgearbeitet. Die schöne Oceane, erhoffte Heilsbringerin in Finanz- und Herzensangelegenheit kann in dieser Gesellschaft nur scheitern. Gerade der Pastor Baltzer wird, weil selbst von Oceane angezogen, zum unbarmherzigen Gegenspieler. Madame Louise trauert der goldenen alten Zeit nach, während ihr Hotel bankrott geht. Der junge Von Dircksen verliebt sich mit Leidernschaft, Oceane kann das nicht erwidern, ist zu keinem Gefühl fähig.
Dann gibt es noch den Wissenschafter Felgentreu, Freund des Herrn Von Dircksen, der mehr Glück mit Oceanes Bediensteter Kristina findet.

Detlev Glanerts Musik ist schwer einzuordnen. Etliches glaubt man, schon vernommen zu haben, er verwendet tänzerische Polka-, Walzerrhythmen.
Die Gesangspartien sind relativ cantabel gehalten und sind sehr anspruchsvoll.
In den Ochesterzwischenspielen zeigt Glanert wirklich hohe Kompositions- und Instrumentationskunst. Unglaublich dicht, brodelnd, intensiv.
GMD Donald Runnicles ist ein sehr guter, umsichtiger Walter dieser Uraufführung. Chor und vor allem das Orchester zeigen sich hoch motiviert und bringen die Partitur abwechslungsreich zum Klingen.
Die Solopartien sind wirklich hervorragend besetzt.
Maria Bengtsson in der Titelpartie bringt als Typ und mit ihrem wandlungsfähigen Sopran alles für diese Rolle mit.
Ebenso wie die unglaublich intensive Doris Soffel, die die alternde Madame Louise berührend darstellt und wunderbar singt.
Bei den Herren dominiert stimmlich und darstellerisch Albert Pesendorfer als Pastor.- Er entwickelt sich zu einem Ekel im Namen des Herrn.
Nikolai Schukoff gibt dem Von Dircksen Leidenschaft, Schwelgerei, singt die fordernde Rolle sehr gut. Christoph Pohlals Dr. Felgentreu und Nicole Haslett geben dem Nebenpaar stimmliches Profil.
Stephen Bronk ist eine sehr gute Besetzung für Louises Diener George.

Ein eindrücklicher, empfehlenswerter Abend.
Grüße
Arthur

13. Mai 2019
22:58
Avatar
Kapellmeister Storch
Member
Members
Forumsbeiträge: 58
Mitglied seit:
21. Februar 2019
sp_UserOfflineSmall Offline
187sp_Permalink sp_Print

Lohengrin, Deutsche Oper Berlin, 12.05.2019

Wenn man mit sogenannten Wagner-Tagen wirbt und damit viele auswärtige Besucher ins Haus zu locken versucht, dann sollte man vielleicht auch vorher entsprechend proben. Zumindest der erste Tannhäuser und der Lohengrin gestern standen da unter keinem guten Stern. Donald Runnicles hat die Oper schon oft am Haus dirigiert, Es waren gute und sehr gute Abende dabei, aber auch weniger packende Aufführungen. Gestern lief schon im Vorspiel einiges bei den Streichern schief. Im weiteren Verlauf hat Runnicles ungewohnt langsam dirigiert. Das hat sich im 2. Akt mit dem Auftritt des Chors plötzlich geändert. Von da an war das Dirigat flott und plötzlich packend. Die zahlreichen Trompetenpatzer laste ich ihm nicht an. Trotz der ansonsten hervorragenden gesanglichen Leistungen steht und fällt ein Lohengrin mit dem Sänger der Titelpartie. Zunächst habe ich mich gefreut, einmal einen anderen Sänger als die üblichen Verdächtigen zu hören. Ich fand Daniel Johansson nicht so schlimm wie viele andere Besucher, aber auch nicht wirklich gut. Seine stimmlichen Möglichkeiten waren von der Kraft her recht limitiert. Immer wenn er mehr wollte, ging das zu Lasten der Intonation. In der Stimme waren auch immer wieder Brüche. Die Gralserzählung gelang ihm ganz ordentlich, bis er kurz vor dem Ende wieder die genannten Probleme hatte. Dazu kam, dass er mehr Pastor als Staatsmann war. Den stärksten Eindruck des Abends hinterließ John Lundgren mit unerschöpflichen Kraftreserven als fast schon exemplarischer Telramund. Anna Smirnova stand ihm in nichts nach und wirkte ausgeruhter als bei ihrem letzten Auftritt als Ortrud. Camilla Nylund habe ich schon mehrfach als Elsa gehört. So gut wie gestern hat sie mir noch nie gefallen. Sie hat die Partie sehr innig und zurückgenommen gesungen. Ein Freund meinte zwar, sie könnte nicht mehr geben, aber ich finde, da hat alles gesessen, jeder Tonsprung, da war nichts in Gefahr. Andreas Bauer-Kanabas habe ich öfter in seiner Zeit an der Staatsoper gehört. Ehrlich gesagt habe ich seine Stimme nicht wiedererkannt. Mir hat sein König Heinrich gut gefallen. Das klang sicher etwas derb, dafür aber kraftvoll und sehr textverständlich (vielleicht ein wenig zu akzentuiert). Eine absolute Luxusbesetzung war zum wiederholten Mal Derek Welton als überragender Heerrufer, der die Partie für Dong-Hwan Lee übernommen hatte. Trotz der überwiegend sehr guten Leistungen ein Abend mit Licht und Schatten.

13. Mai 2019
18:03
Avatar
UwePaul
Member
Members
Forumsbeiträge: 800
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline
186sp_Permalink sp_Print

185

wo haben Sie den denn bei Ihrer Verlautbarung zu Jovanovich an den Tag gelegt?

13. Mai 2019
17:41
Avatar
arthurjones
Member
Members
Forumsbeiträge: 13
Mitglied seit:
11. März 2019
sp_UserOfflineSmall Offline
185sp_Permalink sp_Print

Wer hier häufiger mitliest, kann sich ja ein Bild des Berliner Oberlehrers Uwe Paul machen.

Gurnemanz glaubt ihm natürlich mehr, weil sie verwandt sind im Geiste.

Hier gibt es auf jeden Fall einen deutlichen Überhang an Meinungen, die gewissen Sachverstand und vor allem Respekt erkennen lassen.

13. Mai 2019
17:20
Avatar
catharina
Gast
Guests
184sp_Permalink sp_Print

Semjon-Kotko, vielen Dank für Ihren ausgewogenen Bericht.

Einen schönen Tag wünscht Ihnen Catharina

13. Mai 2019
13:57
Avatar
UwePaul
Member
Members
Forumsbeiträge: 800
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline
183sp_Permalink sp_Print

Semjon, danke,

den 1. und 2. Akt fand ich auch gut. Ich fand seine Romerzählung wirklich indiskutabel, nach all den Jahren in denen ich die von ihm genossen habe. Deshalb bin ich ja auch sofort nach dem letzten Ton gegangen.

Keenlyside war wirklich nicht akzeptabel, im Gegensatz zu Brück oder selbst vor 2 Jahren Herrn Pohl aus Dresden, von Gerhaher ganz zu schweigen.

Das größte Ärgernis war wirklich das Orchester einschl. der Wackler im Pilgerchor. Gerade weil das Orchester in dieser Saison in vielen Auffhrungen glänzte, sei es Zwerg usw. und vor allem noch in Mahlers 6er...

Tja Seiffert und seine weiblichen Fans....... das kenne ich auch seit dem ich ihn erleben durfte. Vor allem dann auch in seinem bevorzugten Restaurant nach der Oper. Auch wenn Fr. Schnitzer noch dabei war.....

13. Mai 2019
13:00
Avatar
semjon_kotko
Member
Members
Forumsbeiträge: 24
Mitglied seit:
8. Dezember 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

UwePaul sagt
Ich habe Seiffert wirklich seit 1990 sehr geschätzt, auch wenn er mal einen nicht so guten Tag hatte, aber was da jetzt von sich gegeben wird, ist nicht in Worte zu fassen  

Ich mische mich sonst ja nicht in Kontroversen über die Tagesverfassung einzelner SängerInnen ein, aber Peter Seiffert soll an dieser Stelle Gerechtigkeit widerfahren. Auch ich war am Samstag in der besagten Tannhäuser-Aufführung, in der ich Seiffert zum vierten Mal seit 2009 (drei Mal in der Deutschen Oper Berlin, einmal in der Wiener Staatsoper) in dieser Rolle erlebt habe. Es war gewiss nicht mehr zu hundert Prozent dieselbe Leistung wie etwa 2009, aber es war dennoch ein ganz fantastischer und beeindruckender Auftritt, vor allem im ersten und zweiten Akt. Allenfalls im dritten Akt hatte man ein bisschen die Sorge, dass er Probleme mit der Kondition haben könnte, aber auch hier hinterließ er immer noch einen herausragenden Eindruck. Aus meiner - freilich subjektiven - Sicht: Ein besserer Auftritt als eine Woche zuvor Stephen Gould, der auch sehr gut und ohne Probleme gesungen hat, dessen "gestemmte" Spitzentöne mir aber nicht so liegen.
Die ZuschauerInnen waren am Ende der Vorstellung völlig zu Recht begeistert über Seiffert, der sich beim Schlussapplaus auf der Bühne sichtlich wohl gefühlt hat und mit den ChorsängerInnen ein geradezu "familiäres" Verhältnis haben dürfte. Er ist ein sympathischer und beliebter Sänger, der nicht nur für sein "Lebenswerk" gefeiert wurde, sondern auch für den tollen Abend. Hier im Forum von einem Debakel Seifferts zu sprechen, das wird der Wirklichkeit absolut nicht gerecht. Ein solches durften wir im selben Haus gestern erleben, nämlich von Daniel Johansson als Lohengrin, der - leider - ein Totalausfall war.
Eine ganz persönliche Zeile am Ende: Es gibt zwei Szenarien, wie ich als Opernbesucher nie "enden" möchte. Als "Fan" eines einzelnen Sängers, der die Ohren nicht mehr öffnet, sondern nur noch seinem Liebling huldigt, unabhängig von der konkreten Darbietung. Das ist die eine Möglichkeit, die aber dennoch zumindest einer einzelnen Person - wider die Objektivität - ein bisschen Freude bereitet. Die andere Möglichkeit ist jedoch, aus Nörgelei und Besserwisserei heraus auch das schlecht zu finden, was grundsätzlich Freude bereiten und das Leben lebenswert machen könnte. Allen subjektiven Facetten und Nuancen zum Trotz (die es natürlich gibt und über die wir uns nicht vehement streiten müssen): Aber einen Peter Seiffert im Mai 2019 als Tannhäuser grottenschlecht zu finden, damit ist man seinem eigenen Wohlergehen ein Feind.

13. Mai 2019
12:06
Avatar
UwePaul
Member
Members
Forumsbeiträge: 800
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline
181sp_Permalink sp_Print

Im Übrigen, was Sie denken, ist mir schnuppe. Aber dann sind Sie im Umkehrschluss, wenn ich etwas lobe oder gut finde, und das ist überwiegend der Fall, der "Meinung" dass das schlecht war. Wie z.B. der Zwerg, der Hoffmann, die Sonnambula usw. usw.

13. Mai 2019
12:02
Avatar
UwePaul
Member
Members
Forumsbeiträge: 800
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline
180sp_Permalink sp_Print

Wenn Sie das gut fanden, na ja....

aber wenn man nicht mal weiss, wieviele Zuschauer in die Deutsche Oper gehen, .. es sind 1859 und in der Vorstellung waren rund 1500....

13. Mai 2019
11:50
Avatar
catharina
Gast
Guests
179sp_Permalink sp_Print

Guten Morgen,

ich lese hier schon seit einigen Jahren mit, hatte aber nie die Absicht mich hier zu äußern. Leider musste ich mich jetzt anmelden, um hier einmalig Stellung zu nehmen.

Ich war am Samstag in besagten Tannhäuser und anscheinend war ich zusammen mit besagtem Kritiker, arthurjones und rund 1.900 weiteren Opernbesuchern in der gleichen Vorstellung, die am Ende der Vorstellung vollkommen aus dem Häuschen waren.

Das Dirigat war teilweise schleppend, Keenlyside leider nur noch ein Schatten seiner selbst. Aber der Chor und Peter Seiffert haben einen fantastischen Abend abgeliefert. Natürlich singt Seiffert nicht mehr wie vor 20 Jahren, und auch ich habe schon schwächere Abende von ihm erlebt. (Höre ihn seit 1985 an der DOB) Dieser gehörte aber sicher nicht dazu.

Da ich mit den Einschätzungen von UwePaul musikalisch so gut wie nie übereinstimme, wundert mich seine Meinung nicht.

Schönen Tag und Gruß aus Berlin

 

P.S. Das war eine einmalige Stellungnahme von mir

13. Mai 2019
10:46
Avatar
UwePaul
Member
Members
Forumsbeiträge: 800
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline
178sp_Permalink sp_Print

Chenier, wenn Sie heute die Kritik von dieser merkwürdigen Seite, Klassik, die...., lesen, dann würden Sie und ich erst recht vom Glauben abfallen. Es ist wirklich das lächerlich, peinlichste, was ich auf diese Seite gelesen habe und selbst erlebt habe. Ich habe Seiffert wirklich seit 1990 sehr geschätzt, auch wenn er mal einen nicht so guten Tag hatte, aber was da jetzt von sich gegeben wird, ist nicht in Worte zu fassen

13. Mai 2019
10:10
Avatar
Chenier
Member
Members
Forumsbeiträge: 431
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline
177sp_Permalink sp_Print

Keenlyside hat den Zenit schon lange überschritten, bedauerlich. Schon vor einigen Jahren hat er die Rigoletto-Premiere in Wien abgebrochen und ein Einspringer, Rumetz, musste für ihn weitersingen, habe ich persönlich erlebt. Seit damals meide ich ihn mehr oder weniger.

12. Mai 2019
16:43
Avatar
Gurnemanz
Member
Members
Forumsbeiträge: 571
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline
176sp_Permalink sp_Print

Gould ist ein toller Sänger! Zwar nicht mehr ganz der "Alte", aber trotzdem noch immer sehr gut. Demnächst singt er bei uns in Wien den Kaiser in der Frau ohne Schatten, dem ich allerdings mit gemischten Gefühlen entgegenblicke, denn dafür ist seine Stimme wohl zu tief und dumpf. Aber warten wir's ab!
Ich wünsche Ihnen eine schöne Sonnambula, wenngleich ich diese Oper schon längst auf meinen Opernfriedhof gelegt habe...

12. Mai 2019
16:36
Avatar
UwePaul
Member
Members
Forumsbeiträge: 800
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline
175sp_Permalink sp_Print

Mich hatte das auch gewundert, vor ein paar Monaten soll es wohl genau umgekehrt gewesen sein. Ich hatte mich eh beim Kauf voriges Jahr geirrt, weil ich dachte Gould singt beide.

Keenlyside hat mich doppelt enttäuscht, weil ich ihn mit letzten Jahr Mai als tollen Rigoletto erlebt hatte.

Dann war eben auch diese grausige Dirigat, vielleicht kam mein Eindruck auch daher. Na ja, Schwamm drüber. Nächsten Sonntag Sonnambula mit Yende und Brownlee

12. Mai 2019
15:58
Avatar
Gurnemanz
Member
Members
Forumsbeiträge: 571
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline
174sp_Permalink sp_Print

Werter UwePaul! Danke für Ihre Zeilen. Wir hatten in letzter Zeit zwar einige Meinungsverschiedenheiten, was darauf gar keinen Einfluss hat, dass ich Ihrem Bericht mehr glaube als dem von Arthurjones. Ich kann mir somit schon gut vorstellen, wie die Aufführung verlaufen ist… Der Hr. Keenlyside ist halt auch schon über seinem Zenit (aber viel besser wird er wohl früher auch nicht gewesen sein). Er ist ein Sänger für kleine Häuser, die Deutsche Oper Berlin ist ihm wohl zu groß. Dass die Romerzählung von Seiffert am schlimmsten war, wundert mich zugegeben etwas, denn gerade diese Stelle tönt ja häufig erfreulicher als manche sauschweren Stellen davor. Aber wahrscheinlich hat der Seiffert da schon aus dem letzten Loch gepfiffen. Schade, ich mag seine Stimme sehr!

12. Mai 2019
8:03
Avatar
UwePaul
Member
Members
Forumsbeiträge: 800
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline
173sp_Permalink sp_Print

Es war eine der schlechtesten Opernaufführungen der letzten 20 Jahre. Seiffert schlug sich achtbar in den ersten 2 Akten, wenn auch mit einigen merkwürdigen Tönen. Der letzte Akt, die Romerzählung tat weh und war eine Zumutung, genauso wie der Wolfram, des Herrn Keenlyside. Das tut weh, so etwas schreiben zu müssen, da ich Seiffert seit 1990, dem Lohengrin, sehr verehre. Ich werde ihn mir nie wieder antun, sollte er nochmal hier auftreten.

2 x verpatzter Einsatz beim Pilgerchor. Sehr gut bis sehr beachtenswert, Fr. Bell. Weitere Pluspunkte Pesendorfer und seine Mannen....

Jetzt zum größten Ärgernis des Abends, dem Dirigat, der 1. Akt zum weglaufen oder einschlafen. Der 2. liess auf Bessserung hoffen. Der letzte eine Zumutung. Wie kann man einen solchen Dirigenten verpflichten, wenn der GM im Hause  ist. Wie kann ein Orchester so lustlos vor sich hinfiedeln nach der fulminanten Mahler VI am Mittwoch.

Habe, um nicht zu buhen, sofort nach dem letzten Ton fluchtartig das Haus verlassen

12. Mai 2019
1:32
Avatar
Gurnemanz
Member
Members
Forumsbeiträge: 571
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline
172sp_Permalink sp_Print

Sehr schön zu lesen, dass Seiffert offenbar einen guten Abend hatte. Hoffentlich wars heute nicht sein Berlin-Abschied (was ich aber befürchte).

Zeitzone des Forums: Europe/Berlin

Am meisten Mitglieder online: 10

Zurzeit Online:
3 Gast/Gäste

Momentan betrachten diese Seite:
1 Gast/Gäste

Top Autoren:

UwePaul: 800

Gurnemanz: 571

Lohengrin2: 440

Chenier: 431

alcindo: 270

HansLick2: 247

Michta: 167

susana: 102

Christine: 100

copy: 71

Mitgliederstatistiken

Gastbeiträge: 99

Mitglieder: 327

Moderatoren: 0

Administratoren: 3

Forumsstatistiken

Gruppen: 1

Foren: 1

Themen: 314

Beiträge: 4782

Neuste Mitglieder:

jamiems69, Cleanalend, Aidanguima, Bachelor, iziheqi, Jossanef, timtheotinn, daisylp11, Kirillcop, Jackguima

Administratoren: HaaSon: 2, ac: 61, Moderator 16: 30

 

Diese Seite drucken