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Oper in Nachbarländern Österreichs | Seite 4 | OnlineMerker | Forum

 

 

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Oper in Nachbarländern Österreichs
14. September 2019
13:37
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UwePaul
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28. Februar 2018
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Super , Herr Storch, freue mich,

ich gehe am Freitag, da wirds dann bestimmt noch besser :-)) Morgen erstmal zum Maskenball mit Beczala.

14. September 2019
13:04
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Kapellmeister Storch
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​Cavalleria Rusticana/ I Pagliacci, Deutsche Oper Berlin, 13.09.2019, mit Alagna und C. Álvarez

In erster Linie habe ich die Vorstellung gestern wegen Carlos Álvarez besucht. Die ersten Töne von Roberto Alagna ließen Schlimmes befürchten, so meckrig und quäkig klang seine Stimme aus dem Off. Dass es dennoch ein hervorragender Opernabend wurde, lag am Star-Tenor und einer insgesamt sehr guten Besetzung. Ich habe die Pountney-Produktion seit der Premiere im Jahr 2005 in verschiedenen Besetzungen erlebt. Dass ein Tenor Turiddu und Canio in dieser Produktion gesungen hat, dürfte eine Premiere gewesen sein. Roberto Alagna hat mit ausgeruhter Stimme und ungeheurer Bühnenpräsenz überzeugt. Er war der Motor der Aufführung.  Eva-Maria Westbroek als Santuzza hat mir mit ihrer dramatischen Stimme sehr gut gefallen, auch wenn ihr Sopran in der Höhe ausgefranst klang und piani nicht immer angesprochen haben. Das hat sie aber geschickt umschifft. Als Alfio hat sich Rodrigo Esteves mit einem gut fokussiertem, kernigem Bariton präsentiert und ein starkes Hausdebüt gefeiert. Die Rolle der Lola hat man schon interessanter als von der ordentlich singenden Anna Buslidze gehört. Ronnita Miller als Lucia war wie immer eine Bank. Die Tempi von Paolo Arrivabeni waren mir stellenweise viel zu breit.

 

Noch interessanter wurde es im Bajazzo. Carlos Álvarez bot eine exemplarische Leistung und hat die Rolle des Tonio ausgefüllt wie niemand zuvor in dieser Produktion. Zusammen mit dem hier noch stärkeren Roberto Alagna hat er dafür gesorgt, dass die Aufführung zu keiner Zeit langweilig wurde. Aleksandra Kurzak hat mir als Nedda gefallen. Weniger schön war allerdings ihre offene Höhe mit nicht immer ganz sauberen Tönen. Ya-Chung Huang als Beppo hat mich mehr überzeugt als Samuel Dale Johnson in der Rolle des Silvio. Das Dirigat von Paolo Arrivabeni hat mir im zweiten Teil besser gefallen, auch wenn die Tempi auch hier zum Teil recht langsam waren. Insgesamt ein sehr lohnender Opernabend.

9. September 2019
11:01
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Kapellmeister Storch
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La Forza del Destino, Deutsche Oper Berlin, Premiere am 08.09.2019

Für einige Minuten waren die 80er-Jahre zurück in der Bismarckstraße. Es wurde gerufen und gepöbelt, Ordner kamen in den Saal. Ich hatte mich schon im Vorfeld über die Gesamtdauer der Aufführung gewundert: 3 Stunden und 45 Minuten hatten mich stutzig gemacht. Frank Castorf hat die Handlung der Oper nach Neapel ins Kriegsjahr 1943 verlegt. Der Krieg in aller seiner Grausamkeit un Sinnlosigkeit ist auch das zentrale Thema von Castorfs Regiearbeit. Offenbar hat em Regisseur jedoch der Stoff der Oper nicht ausgereicht. Wurden im 1. Teil nur kurze Texte eingestreut, schienen die Texte im 2. Teil keine Ende nehmen zu wollen. Das Maß war voll, als Texte zunächst auf Deutsch und dann auf Englisch gesprochen wurden. Dann kamen die Rufe nach Musik, Verdi und nach Respekt für die Darsteller. Währen auf der Bühne die Sinnlosigkeit des Kriegs gezeigt werden sollte, gab es im Publikum förmlich einen Lagerkrieg. Leider ist die Inszenierung insgesamt eine recht langweilige Angelegenheit, die bis zu den Tumulten kaum Widerspruch geerntet hat. Das Publikum schien ratlos bis gelangweilt zu sein, so verhalten war auch er Applaus für die Sänger. Die hinzugefügte Person des Indios wirbelte quer durch die ganze Oper, mal halbnackt in Stöckelschuhen, mal im Glitzerkostüm, mal als Engel. Seine Leistung war sicher von großer Qualität und Intensität, in Bezug auf den Genuss der Oper haben mich seine Aktionen eher kirre gemacht, so die auch die zahlreichen Video-Installationen, die teilweise live von Kamerateams aufgenommen gesendet wurden. 

 

Musikalisch war der Abend besser als ich es erwartet hatte. Vor allen Dingen die Männer wussten zu überzeugen, was mich insbesondere für Russel Thomas als Alvaro gefreut hat, der vor drei Monaten einen eher durchwachsenen Otello gesungen hatte. Mit seiner dunklen, etwas rauen Stimme umschiffte er die meisten Klippen der Partie und war in er Beifallsskala klarer Punktsieger. Eine starke Leistung bot auch Markus Brück als Carlo. Ich bevorzuge zwar eher weiche Stimmen, aber mit seinem kernigem Bariton und einer Stimmgewalt hat er eine Top-Leistung gebracht, die so manchen Kollegen vor Neid erblassen lassen würde. Als Padre bot der von mir sehr geschätze Marko Mimica eine tadellose Leistung, allerdings fehlte ihm irgendwie das Format für die Partie. Misha (vormals Mikheil) Kiria beherrschte die Bühne bei seinen Auftritten und war ein charismatischer Fra Melitane, der u.a bei Renato Bruson studiert hat. Agunda Kulaeva gab eine passable Preziosilla, nicht mehr und nicht weniger. Zwiespältig bleibt der Eindruck zur Leonora von Maria José Siri. Ich schätze an ihr, wie sie sich mit Haut und Haar auf der Bühne verzehrt. Ich verzeihe ihr in der Regel eine etwas schrille Höhe, da ich insgesamt ihre Stimme mag. Allerdings waren gestern ihre hohen Töne Glückssache. Dirigiert wurde die Aufführung von Jordi Benàcer, der für den ursprünglich mal geplanten Paolo Carignani am Pult stand. Ich fand sein Dirigat mit zahlreichen Tempowechseln sehr interessant. Schon in der Ouvertüre gab es Töne, die ich so noch nie zuvor gehört habe. Manches war recht langsam dirigiert, andere Passagen extrem schnell, mit vielen Rubati gespickt. Allerdings gab es auch Abstimmungsprobleme mit dem insgesamt hervorragenden Chor und verpasste Einsätze (Stephen Bronk als Marchese und Brück, bei Siri bin ich mir nicht ganz sicher).

 

Nach fast vier Stunden (warum wurde eigentlich nicht um 18 Uhr begonnen?) Oper, Sprechtheater und Tumulten gab es am Ende Beifall ohne Widerspruch für die Sänger und den Dirigenten und einen Buh-Orkan für Frank Castorf und sein Team, gemischt mit Beifall und Zustimmung, den dieser mit Küsschen für das protestierende Publikum beantortet hat. Allein wegen der überlangen Dialoge habe ich nicht den Nerv, mir diese an sich sehr schöne Oper öfter zu gönnen. So manch einer wird sich, egal ob Neuenfels-Anhänger oder -Gegner, nach der alten Produktion zurückgeseht haben, die ebenfalls für Skandale gesorgt hat und noch Jahre nach der Premiere für Widerspruch gesorgt hat.

8. September 2019
10:11
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Chenier
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28. Februar 2018
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Finde ich auch, er ist besser als sein Ruf.

Muti holte ihn übrigens nach Rom und dort lernte er Netrebko kennen, was seiner weiteren Karriere vermutlich nicht geschadet hat. Im Duett sind sie jedenfalls unschlagbar, habe ich in Wien bei einem Chenier erlebt.

7. September 2019
23:15
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UwePaul
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28. Februar 2018
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Herr Storch, meine volle Zustimmung.

Es war heute überwältigend. Ich werde nie wieder, Herr Netrebko, schreiben. Er war großartig und bekam einen richtigen Bravosturm

5. September 2019
15:26
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Kapellmeister Storch
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Uneinig sind wir uns ja nur in Bezug auf den Dirigenten.

5. September 2019
14:48
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UwePaul
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28. Februar 2018
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Da ist aber der Österreicher in Berlin, hier im Merker, ganz anderer Meinung.Aber Sie stimmen jedenfalls mit den Kritiken, ungefähr 5, die ich las überein. Aber bei ihm schätze ich mal ,  hätte das in der Staatsoper oder der Komischen stattgefunden,wäre er wohl auch anderer Meinung.

Ich gehe am Samstag

5. September 2019
14:40
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Kapellmeister Storch
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Adriana Lecouvreur, Deutsche Oper Berlin, 04.09.2019

Gleich zu Beginn der Spielzeit gab es den ersten herausragenden Opernabend. Anna Netrebko hat sich gestern nach ihrer Pause, der die Elsa in Bayreuth zum Opfer gefallen war, in allerbester Verfassung präsentiert. Die Adriana scheint dabei für sie die derzeit optimale Partie zu sein: in der Höhe blüht ihre Stimme auf (gelegentlich mit Ladehemmungen), ihre Tiefe ist üppig. Für Yusif Eyvazov muss ich an dieser Stelle mal eine Lanze brechen. Dass seine Stimme irgendwie blechern klingt und nicht unbedingt Wohlklang verbreitet, ist bekannt. Dafür hat er den Maurizio sehr kultiviert und zuverlässig gesungen. Das muss ihm erstmal jemand nachmachen (ja, ich weiß, Beczala, aber sonst?). Mich hat es ehrlich gesagt überrascht, wie gut er phrasiert hat. Das hatte ich so nicht in Erinnerung. Eine Entdeckung war Olesya Petrova als Principessa di Bouillon mit ihrem satten Mezzo. In der Höhe klang die Stimme zwar stellenweise etwas spröde, aber das hat den insgesamt sehr positiven Gesamteindruck nicht weiter getrübt. Ebenfalls eine Entdeckung war das neue Ensemble-Mitglied Patrick Guetti als Principe di Bouillon mit seinem wohltönendem Bass. Der junge Amerikaner (31) hat ein großes Versprechen für die Zukunft und die aktuelle Spielzeit abgegeben. Großen Unterhaltungswert hatte der Auftritt von Alessandro Corbelli als Michonnet. Dass seine Stimme in der Höhe etwas matt geklungen hat, mag man dem inzwischen fast 67-jährigem Sänger, der seine Karriere überwiegend mit Partien von Rossini und Donizetti bestritten hat, nachsehen. Am Pult stand ein Dirigent, dessen Namen ich nie zuvor gehört hatte: Michelangelo Mazza. Er hat die Aufführung souverän, sängerfreundlich und mit viel Esprit geleitet und hat mit seinem Dirigat ein Plädoyer für dieses wunderschöne Werk gehalten. Es war ein insgesamt hervorragender Opernabend, der trotz Anna Netrebko nicht ganz ausverkauft war (anderswo hätten die relativ hohen Preise sicher nicht abgeschreckt).

26. Juli 2019
19:04
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Gurnemanz
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@250 Da muss ich mich selbst korrigieren. Krenek ist zwar der Erste, der mit einer vollendeten abendfüllenden Zwölftonoper an die Öffentlichkeit getreten ist, aber nichtsdestoweniger war meine Äußerung, es handle sich bei Kreneks Karl V. um die erste Zwölftonoper sehr ungenau bzw. falsch. Die erste war Schönbergs "Von heute auf morgen" (ist aber nicht abendfüllend). Ebenfalls früher waren Lulu (Berg) und Moses (Schönberg), aber beide unvollendet (bzw. Moses erst in den 1950ern uraufgeführt). Insofern ist der Karl V. nicht die generell erste. Mea culpa!

@251 Vielen Dank! Was Salzburg betrifft, bin ich heuer sogar viermal dort (natürlich auf halbwegs leistbaren Karten). Gleich diesen Sonntag bei Mahlers 9. mit Blomstedt, dann noch Ende August dreimal (Oedipe, Haitink, Blomstedt). Ebenfalls beste Grüße!

@252 Danke für die Schilderung! Was soll dieser Mikrophon-Blödsinn überhaupt?!?!? Das geht ja gar nicht, dass dieser Unsinn still und heimlich auch in Europa Einzug hält. Wer mikrophonverstärkten "Gesang" will, soll in Musicals gehen, in der Oper hat das nichts verloren, außer zB auf der Seebühne in Bregenz.
Finley kann ich mir nicht so recht als Jago vorstellen, außer die Rolle wird entsprechend angelegt, was ja offenbar geschehen ist. Otello ist übrigens meine bevorzugte Verdi-Oper.

23. Juli 2019
10:52
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UwePaul
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28. Februar 2018
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Wenn ich mal wieder diese "Kritik" aus München lese, muss ich mal wieder grinsen.

Da wird geschrieben, das La Colla und auch Harteros sehr laut sind, aber am Schluss dann so ein Satz steht.

Ein fulminanter , festspielwürdiger Opernabend,

also müssen demnach fulminante, festspielwürdige Opernabende laut sein???

17. Juli 2019
8:12
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Chenier
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28. Februar 2018
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"midsummertroll"……..Smile Aber der Sommer ist eh bald vorbei.

17. Juli 2019
7:58
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UwePaul
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28. Februar 2018
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Lohengrin, stimme Ihnen zu.....

17. Juli 2019
7:28
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Lohengrin2
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midsummerpuck ist immer immer mit Bosheiten und Falschinformationen zur Stelle, also ACHTUNG!!! Also bitte nicht wirklich ernst nehmen!

Jede Meinung sollte sachlich belegt sein oder/und als solche "aus dem Bauch (oder Herzen) heraus" gekennzeichnet sein. Ungenaue Fakten und verächtlich machen von Vorlieben bitte weglassen!

17. Juli 2019
2:43
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midsummerpuck
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lohengrin fühlt sich immer persönlich angegriffen, wenn jemand ihren Jonas "Meistersinger" nicht auch anhimmelt und schlägt dann beleidigend zurück. Das kommt bei ihr wie das Amen in der Kirche. - ... also ist Vorsicht geboten ...

17. Juli 2019
0:08
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alcindo
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zu Dalmont: der ton indiesem forum wird immer zugespitzter, vor kurzem hat mir der vielschreiber aus Berlin versichert, dass es nichts "Duemmeres" als meine meinung gäbe. das 'blödsinnige gequatsche" liegt auf der gleichen linie....seltsam, dass der moderator das schluckt.

mit gruss alcindo

17. Juli 2019
0:06
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Lohengrin2
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Und ob der Klaus Bachler K. eine Medaille überreicht, ist doch auch nebensächlich, Opernfreundevereine tut so was immer wieder, auch die Wiener, das ist Marketing.

Schon wieder ein Unsinn zum Quadrat. Die Meistersingermedaille wird vom Verein der Freunde des Nationaltheaters verliehen und ist sehr sparsam gestreut. Die bisherigen Preisträger waren Kammersänger Hans Hotter (1999), Kammersängerin Inge Borkh (2001), Kammersängerin Astrid Varnay (2003), Kammersänger Dietrich Fischer-Dieskau (2005) und Kammersängerin Hertha Töpper (2009). Zuletzt wurde sie 2013 an E.Gruberova verliehen.

Bitte, welcher Sänger, welche Sängerin hat nur glanzvolle Auftrotte? Bei nicht wenigen sind die guten Auftritte selten, die mittelmäßigen und auch schlechten die Regel...

16. Juli 2019
23:48
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dalmont
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Ich weiß jetzt nicht, was Sie so erbost. Ich habe Ihr von einem Infekt angegriffenes Idol nicht zusätzlich verbal angegriffen. Da ich die Freitag-Vorstellung nicht gesehen habe, kann ich dazu nix sagen, der Einschätzung von Groopies vertraue ich jedoch grundsätzlich nicht. Und auch gegen Influencer/Innen habe ich große Vorbehalte. Irgend etwas dazwischen werden Sie wohl sein, da Sie so idiosynkratisch reagieren. Vielleicht sind Sie auch irgendwie professionell in sein Marketing involviert. Was weiß man.

Und was soll ich mit dem Link anfangen, den ich übrigens schon gelesen hatte? Ich kenne von der Autorin nichts, also kann ich auch nicht einschätzen, wie sie bewertet (was über die Regie steht ist eine bloße Zusammenfassung des Interviews aus dem Programmbuch). Und ob der Klaus Bachler K. eine Medaille überreicht, ist doch auch nebensächlich, Opernfreundevereine tut so was immer wieder, auch die Wiener, das ist Marketing.

Dass ich mir K. gesanglich als Otello nur schwer vorstellen kann, werden Sie mir ja zugestehen. Dennoch habe ich mir eine sehr interessante Aufführung erwartet, - weil ich ein offener und neugieriger Mensch bin - weshalb ich mir auch eine Karte gekauft habe.

Ich habe Ihren Sängerschwarm zum ersten Mal am Piccolo Teatro gesehen, als Ferrando, dann, nach längerer Pause bei einem (mittelmäßigen) Liederabend in Schwarzenberg erlebt und seit damals regelmäßig im Konzert und auf der Bühne gehört. Manchmal war er ausgezeichnet, immer wieder aber nur mittelmäßig. Diese Verweise auf Vergangenes nur deshalb, damit Sie nicht glauben, ich wüsste nicht, wovon ich rede.

Mögen Sie nicht darüber nachdenken, mit dem Wort „blödsinniges Gequatsche“ etwas überlegter umzugehen?

16. Juli 2019
21:26
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Lohengrin2
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Was für ein bblödsinniges Gequatsche.

Kaufmann hat am Freitag einen fantasischen Otello in einer großartigen Vorstellung gesungen. Nach der Vorstellung wurde ihm von den Freunden des Staatstheaters durch die Hand von Bachler die Meistersingermedaille anläßlich seines 50. Geburtstages verliehen.

Die zweite Vorstellung hat er wegen eines Infektes/Verkühlung abgesagt. Im September gibt es noch 3 Vorstellungen....

https://bachtrack.com/de_DE/kritik-otello-niermeyer-petrenko-kaufmann-harteros-finley-bayerische-staatsoper-juli-2019

16. Juli 2019
20:20
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UwePaul
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dalmont

hatte mich schon gewundert, das von und über Kaufmann nichts zu lesen war. Hat er alle abgesagt?

16. Juli 2019
20:11
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dalmont
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ad 250)

Wie immer reizt Gurnemanz zum Widerspruch. In die aufgestellte Falle, die verschiedenen Musiken gegeneinander auszuspielen, tappe ich heute nicht.

Ich habe während meines diesjährigen Münchner-Festspielwochenendes (13.-15.7.) auch Kreneks „Karl V.“ erlebt. Für mich war es die zweite Begegnung mit dem Werk nach der Wiener Aufführung in den 80er Jahren, mit Erich Leinsdorf und Otto Schenk als Leading team und Günter Reich in der Titelrolle. Ich empfand damals das Werk als sehr spröde und dieser Eindruck hat sich auch in München bestätigt. 2 1/2 in Musik gesetzte Geschichts- und Weltanschauungsstunden sind nicht gerade theaterwirksam. Wiewohl die Ablehnung jedes (stupiden) Nationalismus’ sehr gegenwartsbezogen anmutet. Weder Katholizismus noch imperiale Selbstverpflichtung werden jedoch Lösungen aufzeigen. Faszinierend war allerdings die Erfahrung, wie variations- und farbenreich Zwölftonmusik sein kann. Was die kritischen Einwände gegen einzelne Sängerleistungen anlangt, kann ich Gurnemanz zustimmen. Skovhus vor allem fehlte die Tiefe, die die Rolle braucht. Insgesamt jedoch war es – vor allem wegen der ausgeklügelten Inszenierung mit den von La Fura dels Baus bekannten Körperskulpturen – ein sehr stimmiger Abend , der doch viel von dem transportierte, was Krenek wichtig war. Wiewohl ich mir nicht sicher bin – ich habe den Komponisten und seine Frau noch kennenlernen können, er war ja etliche Male in Wien – ob ihm diese Inszenierung gefallen hätte.

Die anderen beiden Werke, die ich sah („Turandot“ und „Otello“), waren etwas von einem in München offenbar umgehenden Virus beeinträchtigt. Nina Stemme ließ sich „ansagen“, wieweit sie wirklich beeinträchtigt war, ist schwer zu sagen. Wirklich aufgefallen ist mir nix. Dass sie die schwierigen Passagen im 2. Akt vor allem mit Kraftaufwand bewältigte, hat nichts mit dem Infekt zu tun, glaube ich. Ärgerlich empfand ich Stefano La Colla, vor allem weil sein Gesang offensichtlich technisch unterstützt wurde und daher äußerst unnatürlich klang, so dass ich gar nicht sagen kann, wie er war. Dass die Aufführung mit Lius Tod endete, fand ich eine ganz besonders gute Idee. Puccini selbst hat ja nicht gewusst, wie er die Oper zu Ende führen soll. Und dass nach diesem so erfühlt komponierten Selbstmord ein schnelles Happy End folgt, ist ja in jeder Aufführung problematisch. Der Regisseur war derselbe wie beim „Karl V.“ Deshalb auch Körperskulpturen, "fliegende" Menschen, und 3-D-Brillen, die tatsächlich an den dafür vorgesehenen Stellen großen Effekt machten.

Den Otello – (J. Kaufmann) streckte ein Virus gleich ganz darnieder, er hat abgesagt. Das hat die Aufführung doch recht beeinträchtigt. Ersetzt wurde er von Zoran Todorovich, der sich sehr gefährdet durch eine Partie, die nicht seine ist, kämpfte, allerdings nie ganz abstürzte. (Ich kann mir allerdings schwer vorstellen, dass Kaufmann sie gesanglich wirklich sehr gut bewältigt, werde aber kaum mehr Gelegenheit haben, mir ein Urteil zu bilden.) Er ist allerdings mit Anja Harteros ein sehr eingespieltes Team und da wäre das Zusammenspiel Otello – Desdemona – Jago in der etwas rätselhaften Inszenierung von Amélie Niermeyer ein schauspielerischer „Leckerbissen“ geworden. Da der Einspringer höchstwahrscheinlich nur kurz eingewiesen werden konnte, stand er meist verloren herum. Dafür war der Jago G. Finley auf seine Art grandios. Ihm fehlen zwar die Farben eines brunnenvergiftenden Schurken, aber so war die Rolle nicht angelegt. Er war grandios. Harteros war es erst im letzten Akt. Und so konnte ich mich doch sehr dem Dirigenten, unserem Wahlvorarlberger K. Petrenko, und dem Orchester mit seinen wunderschönen Klangwirkungen widmen. „Otello“ ist einfach eine perfekte Oper.

Summa summarum: Drei Aufführungen, keine perfekt, aber in ihrer inszenatorischen und musikalischen Qualität doch eindringlicher als Vieles, das ich an der Staatsoper gesehen habe.

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